Coimbra

Man kann mit dem Zug von Porto direkt nach Lissabon fahren, Mann und Frau können aber zwischendurch auch mal eine kurze Pause einlegen. Letzteres führte zu zwei Nächten in Coimbra, eine angenehme und auch schöne “Pause” wie sich im Nachheinein herausstellte. Bequem vom Regionalbahnhof Coimbra-B per Fuß zu erreichen, in einer ruhigen Altstadtgasse gelegen, liegen die Vintage Lofts Appartements. Wie der Name schon andeutet, lehnt sich die Einrichtung an vergangene Zeiten an. Das Zimmer war liebevoll eingerichtet, alte Modezeitschriften mit einem Klemmbrett an der Wand befestigt und manch kleines Detail entdeckte man erst beim zweiten Hinsehen. Ein schön gestalteter Prospekt über das Appartement mit Tipps für Coimbra rundeten den positiven Eindruck ab.

Coimbra Vintage Lofts
Rua Simão de Évora 5
3000-386 Coimbra
 

Coimbra ist hauptsächlich durch seine Universität, die Älteste in Portugal, bekannt. Mehr als ein Fünftel der Einwohner sind Studenten, welche zum Teil noch in den traditionellen Studentenwohngemeinschaften leben. Für eine Stadt bedeuten viele Studenten ja immer Belebung und laufende Erneuerung und so waren wir sowohl auf Alte als auch auf Neue gespannt. Eine Planungsstunde im Café Santa Cruz, einem ehemaligem Kloster neben der Igreja de Santa Cruz, leitete den Nachmittag in die Wege. Hier sitzt man, in einem großen Saal mit einem verzierten Gewölbe, entweder an der langen Theke oder an einem der Tische und hat durch die großen Fenster einen schönen Blick auf den Außenbereich und den Kirchenvorplatz mit Springbrunnen.

Café Santa Cruz
de Maio Praça 8
3000-300 Coimbra
 

Von diesem Platz aus führt die Rau Visconde da Luz in südlicher Richtung zum Ufer des Rio Mondego. Die Straße und ihre Nachfolgerin kann man irgendwie als Einkaufstraße bezeichnen. Neben diversen Klamottenlädenläden gibt es hier zum Glück auch etwas für den kulinarischen Zwischenbedarf. U.a. portugiesische Granatsplitter und natürlich Pastéis de Nata (meine Empfehlung: täglich mindestens 1 Stück!). Im Schaufenster der Pastelaria fielen noch viele andere Kuchen und Torten und vor allem interessantes Fettgebäck ins Auge. Aber man kann ja leider nicht dauernd …

Das sich Treiben lassen im Gassengewirr gehört sicher zu einer der Lieblingstätigkeiten in fremden Städten. Immer wieder entdeckt man eine neue Ecke, einen neuen Blickwinkel, ein interessantes Geschäft. Irgendwann dringen aber doch die Restaurants und Kneipen stärker in den Vordergrund und das Abendessen immer stärker ins Bewusstsein. Die Wahl fiel auf Cantinho dos Reis.

Restaurante o Cantinho dos Reis
Terreiro Erva 16
3000 Coimbra
 

Es wurde hier ein sehr fleischlastiger Abend, welcher aber durch den unverschämt preiswerten Hauswein erleichtert bzw. leichter verdaut wurde. Los ging es mit einer Caldo Verde, ausgeschenkt aus einem großen Topf direkt am Tisch, auf Wunsch auch zum Nachfassen. Danach einmal Picanha e Secretos und einmal Black Pork. Beides gebraten und mit viel Öl serviert. Dazu Pommes, den typisch portugisischen Bohnenreis und Salate. Das gesamte Essen passt aber definitiv zum rustikalen Charme des Restaurants. Alles in allem gute Hausmannkost aber (für mich) zu große Portionen und definitiv zu viel Fleisch. Einen Verdauungsspaziergang später war der Tag dann auch schon beendet.

Die Nacht war als Ruhe- und Verdauungszeit sehr willkommen, der neue Tag wartete, leider mit etwas Regen, schon. Auf besseres Wetter soll man ja eigentlich nicht warten, wenn die Warterei aber im Café Santa Cruz absolviert werden kann, dann geht das auch schon mal völlig in Ordnung. BicaGalão, und Frühstück und die Atmosphäre dieses doch eher ungewöhnlichen Cafés lassen die Zeit auf sehr angenehme Art und Weise vergehen.

Der Himmel hatte dann auch ein Einsehen und so ging es weiter in Richtung Universität. Die alte Stadtmauer ist mehr oder weniger in die Häuser integriert, ein kleines Tor gestattete dann aber doch den notwendigen Richtungswechsel auf den Uni-Berg. Die Fakultäten sind in verschiedenen Gebäuden untergebracht und sind durch Gassen, Straßen und Plätze miteinander verbunden. Am bekanntesten dürfte der Paço das Escolas sein. Ein schöner Platz von wo aus man nicht nur den Glockenturm erreicht sondern auch die Biblioteca Joanina. Wenn dann noch eine Gruppe Studenten in Capas, den traditionellen schwarzen Umhängen, über den Platz läuft, könnte man sich fast in einem Film befinden.

Durch enge Gassen, vorbei an Studentenwohnhäusern und Cafés, ging es den Berg wieder hinab. Der Rundgang endete an der Markthalle, welche aber zu dieser Zeit natürlich fast leer war. Einige Meter weiter gibt es aber das Restaurant Jardim da Manga, mit Blick auf das kleine Kunstbauwerk selbigen Namens. Ein Sonnenschirm schützt auch vor Nieselregen und so stand einem kleinen Imbiss nichts mehr im Weg. Fast wie immer gab es Vinho Verde zu einem unbeschreiblich tollem portugiesischen Käse, Schinken und Oliven. Der Kellner serviert dann im Anschluss noch ein “Present”: Broinhas, eine Art Stollen, mit Muscatel do Douro, einem Süßwein. Was soll ich sagen, wenn etwas füreinander geschaffen ist, dann mit Sicherheit diese zwei Dinge. Ein Stück Torta de Naranja (Orangentorte) komplettierte das süße Trio.

Jardim da Manga
Rua Olímpio Nicolau Rui Fernandes
3000-303 Coimbra
 

Als Vorbereitung auf den weiteren Abend nutzten wir die schönen Räumlichkeiten des Appartements für eine kurze Ruhepause. Zu Fuß ging es dann in die Neustadt mit dem Restaurant a Taberna als Ziel. Chanfana (Ziege in Rotwein), Cod (Kabeljau), Wein und endlich mal viel Gemüse als Beilage. Apropos Wein: der Ataide Semedo Bairrada Reserva war der absolute Hammer!

A Taberna
Rua Combatentes da Grande Guerra 86
3030-181 Coimbra
 

Der Rückweg führte am botanischen Garten vorbei, unter dem römischen Aquädukt hindurch zum Uni-Gelände. Rings um einen großen Platz waren die Erdgeschoße der Gebäude gut mit Kneipen bestückt, welches von den Studenten und sicher auch allen andere jüngerem Publikum genutzt wurde. Gegen nächtliche Verdauungsdrinks kann ja auch wirklich niemand etwas sagen. Der Morgen wurde noch für einen Abstecher in die Markthalle genutzt. Früher am Tag war hier deutlich mehr los und nach einigen Kostproben fand sich auch dann der Lieblingskäse. Anschließend ging es mit Gepäck (und viel Käse!) zum Bahnhof. Zug und Ticket nach Lissabon waren recht schnell organisiert. Vom Ziel gibt es mehr im nächsten Teil.

Porto

Von mir hört man hier in letzter Zeit ja etwas wenig. Irgendwie gab und gibt es eine Reihe offener Projekte die jetzt nach und nach abgeschlossen werden (müssen) und da bleibt nicht nur die Zeit sondern auch die Kreativität für Rezepte bzw. eher das Posten der Rezepte etwas auf der Strecke. Gerade wegen Letzterem ist ab und zu ein Tapetenwechsel notwendig und über diesen will ich euch berichten. Die Urlaubsplanung vom letzten Beitrag wurde komplett über den Haufen geworfen und anstatt um griechische Inseln dreht sich jetzt alles um portugiesische Städte.

Etwas mutig geplant war der Hinflug von Nürnberg nach Porto mit zwei Stopps in Zürich und Genf ja schon aber ein Hinflug bzw. Hinflüge lassen sich ja immer leichter etragen als „komplizierte” Rückflüge. Soweit hat dann auch alles gut geklappt und die Ausblicke auf den Genfer See und das Mont Blanc-Massiv während des Flugs von Zürich nach Genf waren auf jeden Fall sehenswert. Relativ entspannt wurde Porto erreicht,  die richtige Metro-Linie und passende Tickets gefunden (man kauft einmal das Ticket und lädt dann die gewünschten Fahrten auf). Die Suche nach dem Appartement war dann etwas schwieriger aber durchaus unterhaltsam und mit tatkräftiger Unterstützung einiger Einheimischer  wurde die Wohnung im Gassengewirr doch noch rechtzeitig gefunden. Mit Gepäck fällt dann auch auf, dass die Straßen in Porto durchaus bergig sind. Die klare, frische und nur in der Sonne warme Luft und der entspannte Umgang mit roten Ampeln machte die Schlepperei aber halbwegs erträglich.

Alfandega Apartments

Alfandega Apartements
Rua de Miragaia 140
4050-388 Porto
Portugal

 

Unweit des, Museums für Transport und Kommunikation beherbergenden, alten Gebäudes, mit Blick auf die Linie 1 der Straßenbahn, einen Steinwurf vom Rio Douro entfernt befand sich das gut ausgestattete Appartement in einem schön renovierten, in den Fels gebauten Haus. Die nächsten Stunden verbrachten wir mit der Suche nach einem Supermarkt zwecks Basisverpflegung für die nächsten Tage. Mit der Zeit wurde der Tag dann aber doch immer länger und das frühe Auftstehen machte sich bemerkbar. Als Abhilfe wurde mit Fisch und Wein in einer kleinen Kneipe das Ende des Tages eingeläutet.

Nach einer ruhigen Nacht wurde ausgeschlafen in den ersten richtigen Urlaubstag gestartet. Entlang der Uferstraße ging es, mit Blick auf die Portweinkellereien auf der anderen Seite des Douro, in Richtung Zentrum. Am Ende der Rua das Flores fand sich dann auch ein kleines Café mit Blick auf das Treiben rund um den Bahnhof Sao Bento. Der landestypische “Milchkaffee” Galão und immer präsenten Blätterteigtörtchen (Pastel de) Nata wurden hier zum ersten aber nicht zum letzten Mal verkostet. Über die beeindruckende Stahlkonstruktion der Brücke Ponte Dom Luís I ging es zu Fuß auf die andere Douro-Seite und somit nach Vila Nova de Gaia. Die Brücke selbst und der Blick von dieser sind fantastisch. Für noch mehr Ausblick wurde die Seilbahn genutzt und es schwebte sich gemütlich über einige der Portweinkellereien und typischen Rabello-Boote zum Ufer.

Nata

Porto - Ponte Dom Luís I

Vila Nova de Gaia

Von dieser Douro-Seite aus hat man einen guten Blick auf Porto und die bekannten “bunten Häuser”. Eigentlich dreht sich hier in Gaia aber alles nur um das eine – um Portwein. Die Kellereien machen durch große Schilder und/oder beschriftete Wände auf sich aufmerksam. Sandeman war mir ein Begriff, die restlichen Namen waren aber doch eber unbekannt. Wir entschieden uns für eine Tour bei Ferreira und wurden nicht enttäuscht: Sowohl der Gang durch das ehemealige Kirchengewölbe als auch der Informationsgehalt der Tour waren eine interessante Abwechslung. Die Portweinverkostung zum Schluss rückte die Kulinarik wieder in den Mittelpunkt und den Portwein an sich wieder ins Interesse. Ein weißer Portwein als Aperitif ist in Zukunft durchaus denkbar und die verschiedenen Formen des roten (Ruby, Tawny, LBV) je nach geschmacklicher Vorliebe für einen gemütlichen Abend nicht zu verachten. Auf jeden Fall ein deutlicher Unterschied zu unserem Standard-Supermarkt-Portwein.

Ferreira

Ferreira

Porto Ferreira
Avenida Ramos Pinto, 70
4400-266 Vila Nova de Gaia
Portugal


Gebildet und etwas angeheitert ging es mit der Seilbahn wieder nach oben und dann weiter zu Fuss über die Brücke zurück nach Porto. Über Treppen und durch enge Gassen hindurch wurde das Ufer und somit die Promenade erreicht. In all den bunten Häusern fand sich schnell ein kleines Lokal für einen After-Portwein-Imbiss. Hier herrschte, wie man es von Promenaden gewohnt ist, reger Betrieb. Die alles überragende Stahlkonstruktion der Brücke und der Blick auf die Portweinkellereien verleihen diesem Ort aber eine seltene Eigenständigkeit.

Appetit kommt bekanntlich beim Essen und so ging es weiter durch die pittoresken Gassen auf der Suche nach der passenden Abendessen-Location. Das ganze Gebiet ist touristisch geprägt und somit ist nicht immer sofort ersichtlich was die Restaurants so wirklich zu bieten haben. Ein gemütlicher Fensterplatz ist aber auf jeden Fall nicht zu verachten. Mit Bacalhau Briago Style und Oktopus mit Reis bestellten wir auch zwei typische Gerichte welche geschmacklich aber mehr interessant als wirklich gut waren. Auf den Wein war aber, wie noch öfter, immer Verlass. Die nordportugiesische Küche kann laut diversen Aussagen und eigenen Erfahrungen als etwas kräftiger/heftiger und sehr fleisch- bzw. fischlastig bezeichnet werden. Anschließend führte uns der Weg weiter durch die nächtliche Stadt mit unserem Appartement als Fernziel.

Porto

Beim Umherstreifen wurde noch eine kleines, hübsches Lokal entdeckt. Der freundliche Wirt enttarnte uns natürlich schnell als Deutsche und entpuppte sich selbst als Berliner. Im hinteren Bereich verbrachten wir in einem kleinen Séparée auf einer bequemen Couch bei einem Rotwein einen entspannten Abend. Leider hatten wir ja vorher schon gegessen, denn nicht nur die Getränke- sondern auch die Speisenauswahl machte hier Lust auf mehr.

Ein neuer Tag begann und somit ergaben sich wieder neue kulinarische Möglichkeiten. Nata wurde zum Frühstück gegen ein Sandwich mit frittiertem Bacalhau getauscht.

Bacalhau

Einige Straßen weiter befindet sich die alte Markthalle Mercado do Bolhão. Man sieht diesem Gebäude sein Alter an und in Verbindung mit den vielen geschlossenen Ständen erinnerte es an eine vergangene Zeit und etwas Melancholie wehte durch das alte Gemäuer. Eine Zeichenschule versuchte diese Stimmung auf Papier festzuhalten, Touristen versuchten selbiges mit ihren Kameras, dazwischen die Marktleute und Einheimische beim Kaffee. Alles in allem ein interessanter Ort der zum Verweilen veranlasste.

Mercado do Bolhão

Mercado do Bolhão

Am besten verweilt es sich natürlich in einer Kneipe, in dem Fall davor. Bier und Essen waren geschmacklich sowie auch kostentechnisch sehr gut. Fisch wird von der Bedienung direkt am Fischstand gegenüber bestellt und auch gleich “live” ausgenommen, bevor er etwas später auf einem kurzen Umweg über die Küche auf dem Teller landet. Ein Schauspiel, welches nicht nur die Katzen interessiert verfolgten.

Mercado do Bolhão

Mercado do Bolhão

Mercado do Bolhao
Rua de Fernandes Tomás
4000-214 Porto
Portugal

 

In der Markthalle hätte man es durchaus noch etwas aushalten können aber, wie man auch an der Halle sieht, läuft die Zeit ja unaufhaltsam weiter. Alt aber renoviert war die nächste Station, Livraria Lello & Irmão, eine der schönsten Buchhandlungen der Welt. Vor allem die geschwungene Holztreppe zur Galerie im ersten Stock verleiht dem Raum einen einzigartigen Charakter.
Mit Blick auf das Portal der Kirche Igreja do Carmo stärkten wir uns mit portugiesischem Eis für den Aufstieg auf den Torre dos Clérigos, den Glockenturm der Clérigos-Kirche und höchsten Kirchturm in Portugal. Durch malerische Altstadtgassen fanden wir unseren Weg zum Startpunkt der historischen Straßenbahn Linie 1. Aufgrund der schönen Strecke, dem Douro entlang bis zur Mündung in den Atlantik, ist ein Einstieg an der ersten Station ratsam. Praktischerweise gibt es daneben eine Kneipe in deren Außenbereich man die Wartezeit je nach Belieben gestalten kann.
Die Tram rumpelte dann Ihren Weg entlang und nach kurzer Fahrt war die Endstation Passeio Alegre erreicht. Nach einem kurzen Stück Fußweg am Ufer war der Blick dann frei auf den Atlantik. Irgendwo da drüben liegt mit New York auch eines der nächsten Ziele. Erstmal geht es aber natürlich auf der alten Welt weiter. Nach einem kurzen Spaziergang gab es in Form einer Francesinha echtes portuenser, äh, Fast-Food(?). Die ganze Sache ist etwas gewöhnungbedürftig, befindet sich irgendwo zwischen Toast-Hawaii, Croque Monsieur und Cordon Bleu und sollte kalorientechnisch für einen Tag reichen. Einmal ganz interessant, öfers muss aber nicht sein.

Damit das Straßencafe nicht zur Gewohnheit wird, frühstückten wir in einer portuenser Institution, dem Café Majestic. Einem alten Kaffeehaus mit gehobener Ausstattung und schöner Stimmung. Nach einem French Toast ging es hoch zur Sé do Porto, der Kathedrale von Porto und genossen den Ausblick über die Stadt.

In Barcelona hatte der Supermarkt El Corte Ingles einen guten Eindruck aufgrund der großen Auswahl hinterlassen und deswegen hier natürlich auch ein absolutes Muss. Per Straßenbahn ging es also nach Vila Nova de Gaia und zu einer kleinen Supermarkt-Tour. Beeindruckend war vor allem die Auswahl an portugiesischem Wein. Während man bei uns meistens nur einige Flaschen findet, reiht sich hier Regalmeter an Regalmeter. Zu Fuß ging es dann weiter und, wenn man auf der “Portwein-Seite” ist, nutzt man das auch: Portweinkellerei Taylor, Fladgate & Yeatman. Eine informative Führung in Verbindung mit einem wirklich schönen Gebäude mit innenliegendem Garten, standesgemäßen Pfau und natürlich einer Portwein-Verkostung. Einsetzender Regen störte etwas die weiteren Pläne und so gings direkt zum Abendessen.

Taylor, Fladgate & Yeatman

Taylor, Fladgate & Yeatman

Taylor
Rua do Choupelo 250
4400-088 Vila Nova de Gaia
Portugal

Porto

Igreja de Santo Ildefonso

Porto

Nächste Station: Coimbra, Bericht folgt.

Thailand & Verlosung

Bei der Heimkehr war der Rucksack natürlich unvermeidlich mit einer nicht zu kleinen, bunten Auswahl an thailändischen Erzeugnissen gefüllt. Shoppen in asiatischen Lebensmittelmärkten macht definitiv sehr viel Spass! Mit 7 kg in Richtung Asien, mit 14 kg wieder zurück – keine schlechte Ausbeute würde ich sagen. Damit aber nicht nur ich alleine in Genuss der Mitbringsel komme, verlose ich auf diesem Wege eine kleine Auswahl an thailändischen Produkten.

Mit einigen von vielen “Lieblings-Fotos” wird dann aber auch so langsam das Kapitel Thailand abgeschlossen, versprochen. Neue Ziele für 2014 warten und sind auch schon in Planung: Istanbul, Athen, Kykladen und New York. Aber erstmal gibt es für einen Gewinner(in) folgendes:

- Grüne Curry-Paste
- Gelbe Curry-Paste
- Panang Curry-Paste
- Masaman Curry-Paste
- Tom Yum Paste
- Hot Chili Paste
- Pad Thai Stir-Fry Sauce
- Getrocknete Lychees
- Durian Chips
- Kandierter Baby-Ingwer
- Schwarzer Sesam
- Sternanis
- Lebensmittelfarbe (Pulver) in rot, lila, grün
- Cup-Messbecher
- Matcha Tee (Portionsbeutel)
- Geröstete grüne Erbsen
- Geröstete Dicke Bohnen (mein Lieblingssnack in Thailand)
- Kokosnuss-Öl-Seife
- Ingwer-Öl-Balsam (ähnlich wie Tiger-Balm)
- Inhalier-Stift mit Menthol (Verwendet in Bangkok fast jeder!)

Weil zum mitnehmen einfach zu schwer und zu groß, deswegen pack ich für das ungebremste Kochvergnügen aus dem Asia-Shop von hier noch dazu:

- Kokosmilch
- Reisbandnudeln
- Reis
- Fischsauce
- Sojasauce

Wie gewinnen? Einfach unter diesem Post einen Kommentar hinterlassen, warum ihr genau diesen Gewinn “abstauben” wollt. Oder was ihr an der asiatischen Küche besonders schmackhaft findet… Wichtig ist natürlich, wie immer, eine gültige E-Mail-Adresse für die Gewinnbenachrichtigung.

Bis wann? 09. Februar 2014 um 21.45 Uhr. Nach Tatort-Ende (wie immer) wird also ausgelost, nicht früher und nicht später.

Wer entscheidet? Weil ich um diese Uhrzeit keine Zettelchen mehr schreiben, schneiden und falten will – der Zufallsgenerator. Die Gewinner werden sofort im Anschluss von mir per E-Mail benachrichtigt (ca. 22.00 Uhr). Der Name des Gewinners wird nicht öffentlich auf dem Blog bekanntgegeben.

Einziger Haken: In den Genuss des Gewinns können leider nur Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen. Alle anderen bitte nicht traurig sein!

Auch vielleicht noch erwähnenswert: Die Gewinne sind bei dieser Verlosung nicht gesponsert, sondern mein persönliches Urlaubsmitbringsel. Alles ist aber garantiert hygienisch einwandfrei verpackt, bzw. alles schlummert in der Originalverpackung. Das MHD beträgt noch mindestens 6 Monate. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und das allerwichtigste: Viel Glück bei der Verlosung und viel Spass mit dem Gewinn!

Ein Wort zu morgendlichen Gaumenfreuden

Meine Devise: Ohne Frühstück geht überhaupt nichts! Nie und nimmer. Über meine Frühstücksgewohnheiten habe ich mich ja hier schon ausgiebig ausgelassen und geändert hat sich seitdem auch nur sehr wenig. Wenn ich nicht richtig frühstücke komme ich nur schwer in die Gänge – und ja, wenn ich Hunger habe bekomme ich schlechte Laune. Ich bin auch irgendwie mehr der “salzige” Typ, ein Frühstück nur mit Marmelade, “Irgendeinerhaselnusschokocreme” oder sonstigen zuckrigen Aufstrichen wird man bei mir nicht (bzw. selten) finden. Wird man nur von einem luftigem weißen Brötchen mit Honig eigentlich auch wirklich richtig wach? Ich mitnichten. Ein kräftig-kerniges Brot oder Brötchen mit Käse, dazu Oliven und Tomaten wirkt doch schon fast wie ein “Tritt in den Hintern” und weckt damit sämtliche Lebensgeister. Bilde ich mir zumindest ein.

In letzter Zeit hat ein Omelette mit Spinat und Bergkäse (wochenendtäglich) bis auf wenige Ausnahmen, die Oberhand gewonnen. Am Ei komme ich am Wochenende sowieso nicht vorbei und um dem ganzen die Krone aufzusetzen kombiniere ich gelegentlich den Spinat einfach mit Räucherlachs und selbstgezüchteten Radieschensprossen an Spiegelei. Das Eigelb läuft nach dem Anschneiden wunderbar über den Lachs, die Spinatblätter und Sprossen. Neben dem Geschmackserlebnis natürlich ein weiterer und nicht ganz so unbedeutender Punkt: Ein deftiges Frühstück kann natürlich durchaus gesund sein.

Ein detailliertes Rezept spare ich mir dazu. Einfach eine gute handvoll Babyspinat in etwas Öl anbraten. Eier auf den Spinat schlagen und den Räucherlachs dazugeben. MIt Salz und Pfeffer würzen. Das ganze bei mittlerer Hitze braten bis die Eier nach Geschmack gestockt sind. Das leckerste Frühstück ever dann behutsam auf den Lieblingsteller gleiten lassen, mit Radieschensprossen satt bestreuen und genießen! P.S: Wer mag gibt einfach noch frisch geriebenen Meerrettich dazu.

Gin & Tonic

Demnächst wird hier im Hause rock the kitchen! Gin & Tonic verköstigt. Gin Tonic als Getränk ist natürlich schon länger ein Begriff. Speziell in Barcelona ist mir Gin & Tonic häufiger “positiv” aufgefallen, hier vor allem die Möglichkeit der Wahl unterschiedlichster Gin-Sorten. Im Moment erlebt der Gin ja gerade eine Renaissance, was liegt da also näher als Gin mit unterschiedlichen Sorten Tonic Water zu testen.

Neben Bulldog und Monkey 47 würde ich noch den Hendricks und Bombay Sapphire in die fröhliche Runde mit aufnehmen. Gin pur ist aber dann doch sehr einseitig, deswegen gibt es folgende Tonics dazu: Tonic Monaco, Goldberg, Fever Tree, Thomas Henry und Schweppes Tonic Water.

Falls jemand sachdienliche Hinweise für mich, bzw. Tipps zu Gin/Tonics und deren Kombinationsmöglichkeiten hat – ich freue mich sehr darüber!

Thailand, Tag 22-25: Bangkok

Ich schulde Euch ja nicht nur den letzten Teil meines Thailand-Berichts sondern natürlich auch den zweiten Teil der diesjährigen Herbstexkursion. Schulden und Neues Jahr, da war doch was …? Ich gelobe auf jeden Fall Besserung und fange auch gleich damit an:

Wir verabschiedeten uns früh vom doch recht ruhigen Ayutthaya und landeten mit einem Kleinbus 1,5-Stunden später in Bangkok. Wobei “landen” hier die Sache nicht ganz beschreibt. Genau genommen strandeten wir inmitten einer Demonstration gegen die aktuelle Regierung. Da es mit dem Auto nur noch sehr stockend weiterging, gab uns der Fahrer zu verstehen, dass genau hier mitten auf der Strasse der optimale Platz zum Aussteigen wäre.

Bangkok

Gesagt, getan und so konnten wir live eine thailändische Demo mitverfolgen. Ungleich mancher Berichte hatte das ganze eher den Charakter eines unmaskierten Fasching-Umzuges, wenngleich der Grund sicher ernsthafter Natur ist. Wir entdeckten, ganz in der Nähe eine SkyTrain-Station, betrachteten die beeindruckende Mengen nochmal von oben und fuhren erstmal zum Hotel um unser Gepäck loszuwerden.

Die letzten Tage in dieser spannenden Stadt sollten mehr oder weniger der Entspannung dienen und so war unser Hotel in der “gewohnten” Umgebung der Sukumvit Road und des Sky Trains. Natürlich war das “gewohnte” kleine 24h Straßenrestaurant nicht weit entfernt. Nach fast ausschließlich thailändischem Essen stand mir der Sinn dieses mal nicht ganz danach. Und außerdem: Kein Bangkok-Besuch ohne dort die deutsche Küche probiert zu haben! “Bei Otto” gabs ein sehr gutes Schnitzel, die thailändischen Bedienungen tragen bayerische Tracht und sprechen ohne Akzent das Wort “Weißbier”.

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Auf der Tagesordnung: ein Besuch des Benjasiri und Lumphini Parks, welche sich beide sehr gut anbieten um kurz dem Lärm und der Hektik zu entfliehen. Ansonsten verbrachten wir den Rest des 1. Tages noch im Innern der Einkaufszentren. Die haben es nämlich im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Außerdem wurden noch die letzten Urlaubstage verbloggt.

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Neben dem eher älteren MBK-Center hat mir vor allem das Siam Paragon und das Central World Plaza besonders gut gefallen. Shopping war allerdings nicht, da ich vorher immer schon regelmäßig beim riesigen Essensangebot hängenbleibe. Im Central World Plaza finden sich alleine schon im 7. Stock 37 Restaurants, Bars, Bistros usw., insgesamt in der ganzen Shopping Mall bestimmt um die hundert Restaurants mit einer riesigen Auswahl aus aller Welt. Allein auch schon wegen der Größe und der Innenarchitektur einen Blick wert, geben diese Konsumtempel einen ganz besonderen Einblick in eine andere (Einkaufs-)Welt.

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Für Kultur war der Kopf am 2. Tag in Bangkok irgendwie schon zu voll und auch eine Bootsfahrt wollte uns nicht so richtig zusagen (der Geist war willig aber …) und so entschieden wir uns für einen dezenten Tag im “Backpacker-Viertel” der Khao San Road bzw. Rambuttri Alley. Zwar weder ein Geheimtipp noch irgendwie kulturell anspruchsvoll aber ideal für einen ruhigen Tag an dem man ganz festival-like einfach sitzt, schaut, isst und trinkt.

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Den letzten Tag verbrachten wir komplett im Inneren des Siam Paragon. Was keiner wusste: Es war Angry Birds Day! Die Thais fahren anscheinen völlig auf das Spiel ab und so bot sich uns eine recht skurille weihnachtlich geschmückte Einkaufskulisse mit riesigen Angry Birds-Vögeln aus Plüsch.

Da der Rückflug erst kurz vor Mitternacht ging, waren wir uns erst unsicher, ob wir die Zeit bis dahin “vernünftig” verbringen könnten. Was soll ich sagen, am Schluss artete die ganze Angelegenheit fast in Stress aus… Ich konnte mich vom riesigen Angebot an Lebensmitteln und Essen fast nicht trennen, es hätte definitiv noch viel mehr zum Begutachten und Probieren gegeben. Mit dem Taxi ging es recht entspannt zum Flughafen und von da aus auf einem besseren Platz als auf dem Hinflug in die Nacht und zurück in die Heimat.

Nach einiger Zeit daheim und mit etwas Abstand betrachtet (und vor allem in einem neuen Jahr) ist es ja an der Zeit sich mal Gedanken über das Erlebte zu machen. Um erstmals die üblichen Fragen zu beantworten:

1. Ja, es war schön. Sehr schön. Wobei sich “schön” hier auf die gesamte Spannbreite von “wirklich wunderschön” bis “sehr interessant” bezieht.

2. Ja, es war heiß. Sehr heiß. Komischerweise kommt es mir aber manchmal im Sommer bei uns heißer vor. Liegt das jetzt nur am Urlaub?

3. Ja, ich würde nochmal hinfahren. Sofort. Wann geht der Flug? Die Reise war sozusagen mein Asien-Einstieg. Nochmal kann also auch durchaus ein anderes Land in Asien sein. Nur soviel: Bangkok macht (mich) süchtig. Nach einigen Tagen in dieser hektischen Stadt muss man die Flucht ergreifen, aber wenn mann weg ist… Tja, ich könnte auf alle Fälle sofort und auf der Stelle wieder und vermisse die Stadt immer wieder.

Allgemein fällt mir immer der oft zitierte und mittlerweile auch etwas ausgelutschte Spruch “Land der Gegensätze” ein. Auf Bangkok trifft das aber wirklich zu. Was mir immer wieder aufgefallen ist:

Laut und Leise … (Straße und Tempel, der Verkehr und die Geschäftstüchtigkeit beanspruchen 24 Stunden lang die Ohren, im Gegensatz dazu herrscht in Tempel und Parks schon fast eine paradiesische Stille). Alt und Neu … (die Verkäuferin schöpft in einer Garküche aus einem uralten Suppentopf und schaut danach aufs iPad, neben einem großen u. hochmodernen Einkaufszentrum eine Strasse mit uralten, kleinen Gebäuden). Dreckig & Sauber  … (moderne Restaurants in Einkaufszentren vs. Garküche auf der Strasse). Arm & Reich … Und: Sehr gut gekleidete Thais vs. schlecht gekleidete (aber oft reichere) Touristen.

Zu guter Letzt darf man natürlich die Kulinarik nicht vergessen. Es handelt sich ja hier immer noch (und sicher auch in Zukunft) um einen Foodblog. Auch, wenn es in letzter Zeit vielleicht etwas anders aussieht (ich habe zu Beginn schon Besserung gelobt und spare mir das hier). Wer es nicht glaubt – einfach als Beweis etwas weiter (hust) zurückscrollen oder das Rezepte-Register bemühen… ;-)

Wie es sich für ein exotisches Land gehört findet man auf den Märkten Nahrungsmittel der kompletten Bandbreite von eklig über noch nie gesehen bis interessant und lecker. Demnächst gibt es hier auf dem Blog noch einige von mir daheim nachgekochte thailändische Gerichte die mich im Urlaub besonders überzeugt haben. Keine Angst, die frittierten Regenwürmer habe ich natürlich nicht probiert!

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Thailand, Tag 20 u. 21: Ayutthaya

Nach einem interessanten Frühstück mit Kokospudding mit Banane und Honig im Bananenblatt untermalt von Vogelgezwitscher und “Frühstücksjazz” verabschiedeten wir uns in Richtung Bushaltestelle. Der 8.20 Uhr Bus kam zwar erst eine Stunde später, brachte uns dann aber mit Essenspause in ca. 6,5 Stunden nach Ayutthaya.

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Das Hotel lag direkt am Park bzw. im historischen Zentrum. Bei Tag gestaltet sich diese Schlafplatzwahl als sehr vorteilhaft, am Abend bzw. Nachts herrscht hier eher tote Hose, was die Abendgestaltung betrifft. In der Nähe gab es zwar einen kleinen Nachtmarkt mit den entsprechenden Ständen und Garküchen, aber irgendwie war es doch mal an der Zeit für ein “normales” Restaurant. Irgendwie war ich der Fleisch- und Fischberge, sowie ungekühltem als auch gegrillt, schon etwas überdrüssig.

Nach einer zu langen Suche fand sich weder eine passende Essgelegenheit noch ein Taxi oder Tuk Tuk um zu einer solchen zu gelangen. Glaubt man nicht? War aber so. Meine Laune stieg prompt ins Unermessliche. Nach gefühlten Stunden fand sich gegenüber einer, wegen “geschlossener Gesellschaft” unzugänglichen Kneipe, das Spin. Ein interessanter Laden, wo es neben Fussballübertragung, ohrenbetäubender Musik, Shishas und Whisky auch Pommes gab! Meine Laune besserte sich aber trotzdem.

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Am nächsten Tag wurde den historischen Stätten bzw. den Resten davon, ein Besuch abgestattet. Ganz im Gegensatz zu meinem Freund kann ich den alten Steinen auf Dauer nicht ganz so viel abgewinnen, wobei der Sonnenuntergang zwischen den Ruinen doch immer wieder ein schönes Ereignis ist.

Bei einer Bootsfahrt um die, auf einer Insel gelegenen, Altstadt lässt sich das Ganze dann trotzdem nochmal von einer ganz anderen Perspektive betrachten. Etwas besser vorbereitet als am Vortag ging es dann mit einem Tuk Tuk zum Sai Tong Restaurant. Glück gehabt!

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Thailand, Tag 19 u. 20: Sukhothai

Mit dem Bus verließen wir am Vormittag Chiang Mai in Richtung Sukhothai. Nach 5,5 Stunden Fahrt erreichten wir schließlich unser Ziel, die Altstadt von Sukhothai. Unweit davon befand sich das Heim für die nächsten zwei Nächte, eine schön angelegter Park mit Bungalows und unzähligen Vogelkäfigen und Volieren mit zum Teil auch “gesprächsfreudigen” Insassen.

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Zum Abendessen wurden die Stände an der Straße genutzt. Probiert wurde u.a. eine wirklich sehr korianderlastige Wurst. In der Altstadt selbst gab es neben wenigen Restaurants und dem unvermeidlichen (und wichtigem!) 7 Eleven auch keine wirklichen Abendaktivitäten. Hierfür ist warscheinlich Neu-Sukhothai besser geeignet.

Am nächsten Tag wurden die historischen Stätten mit Fahrrädern erkundet. Der Fahrtwind und der ein oder andere Zwischenstopp machten die Temperaturen um die 33 Grad etwas erträglicher. Die einzelnen Ruinen sind schon wirklich beeindruckend und werden je nach Tageszeit in ein anderes Licht gehüllt. Besonders zum Sonnenuntergang ergeben sich hier traumhafte Bilder.

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Wie in der Geschichte Thailands auf Sukhothai als Hauptstadt Ayutthaya folgte, war Ayutthaya auch dann unser nächstes Ziel.

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Thailand, Tag 14-18: Chiang Mai

In Krabi ging’s um 11.30 Uhr mit dem Flugzeug über Bangkok nach Chiang Mai. Den ganzen Flug über hatte ich aber schon irgendwie ein komisches Gefühl im Magen und allgemeines Unwohlsein. Nach der Ankunft in Chiang Mai ging’s deswegen auch gleich ins Guesthouse und von da auch sofort ins Bett.

Mein Freund nutzte die Zeit für einen Spaziergang über den Sunday Night Walking Market und so konnte wenigstens einer von uns den angeblich schönsten Markt in Thailand besuchen. Laut Erzählung ist er das vielleicht wirklich, da trotz vieler Besucher eine recht angenehme Stimmung herrscht. und das Angebot bot eine attraktive Mischung aus Kunsthandwerk, Lebensmitteln und Essen. Bei diesem Markt habe ich wirklich was versäumt!

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Früh zu Bett wirkt doch manchmal Wunder und so war ich außer einem leicht unruhigem Magen wieder komplett hergestellt. Genug Zeit also, Stadt, Essen und die verschiedensten Märkte zu erkunden. U.a. der Talat Warorot, der Sompet Market, der Muang Mai Market und der Markt in Chinatown.

Neben Unmengen an Obst, Gemüse, Fisch, (ungekühltem!) Fleisch, Gewürzen usw. findet sich hier auch allerlei kurioses wie frittierte Hühnerköpfe und frittierte Regenwürmer. Aber auch für Obstfreunde gibt es mit der nach “Käsekuchen” schmeckenden Durian-Frucht ungewöhnliches zu entdecken. Mein Geschmack war sie leider nicht, obwohl ich Käsekuchen liebe. Die “gewöhnlichen” gebackenen Bananen fand ich hingegen sehr essbar.

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Probiert wurden an diesem Tag u.a. noch verschiedene Würste, z.B. im Bananenblatt – die tausendjährigen Eier wurden sicherheitshalber nur aus der Ferne betrachtet.

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Eigentlich stand auch von Chiang Mai noch eine Fahrt ins kleine Bergdorf Pai an, diese Tour viel aber der nächsten Krankheit zum Opfer. Den Herren des Hauses hat es nach eigenem Bekunden “die Schuhe ausgezogen” und so lag er mit Fieber, Schüttelfrost und anderen unangenehmen Nebenwirkungen im Bett. Aber wenn Männer krank sind…

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Die Region um Chiang Mai hat kulturell und auch landschaftlich einiges zu bieten. Von hier aus lassen sich nicht nur entlegene Täler und Bergvölker besuchen sondern auch die Nachbarländer Myanmar und Laos. In der Stadt selbst gibt es anscheinend auch viele (Teilzeit-) Aussteiger.

Wir verhielten uns ansonsten – ganz der Situation angepasst – etwas ruhiger und beschränkten uns auf eher unsportliche Tätigkeiten in der näheren Umgebung. u.a. gehörte dazu auch der notwendige Besuch eines thailändischen Waschsalons. Man stelle sich einfach mehrere Waschmaschinen mit Münzeinwurf am Gehsteig vor…

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Thailand, Tag 12 u. 13: Krabi, Ao Nang

Bei strömenden Regen hieß es um 6.00 Uhr Abschied nehmen vom Paradies Kho Tao. Mit der Fähre ging es vorbei an Kho Phangan und Kho Samui nach Don Sak. Die Fährfahrt hatte es allerdings ziemlich in sich. Die See war für uns Landratten doch sehr bewegt. Aufgrund des Regens konnten wir auch nicht an Deck – beides führte bei mir zu leichtem Unwohlsein…

Der restliche Ablauf war sehr gut organisiert, nach der Ankunft in Don Sak ging es mit dem Bus nach Krabi und von dort mit dem Minibus direkt ins Hotel nach Yao Nang.

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Ao Nang ist ein Mix aus typischen Touristrand mit Promenade, wobei die Aussicht auf Felsen und kleine Inseln durchaus vielversprechend ist. Den Ort an sich fand ich mit den unzähligen und nur auf Touristen ausgelegten Lokalitäten eher nervend und stressig. Die sonst typischen Stände und Garküchen fanden wir leider an der Promenade nicht. Diese und ganz lustige Kneipen fanden sich dann aber doch etwas weiter oben auf der Hauptstraße in Richtung Krabi.

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Am nächsten Tag standen zur Auswahl: Kho Phi Phi, der “James Bond-Felsen” im Ao Phang-Nga-Nationalpark, Railay-Beach und die vorgelagerten Inseln. Die Entscheidung viel auf die letzten beiden.

Mit dem Long-Tail-Taxiboot ging’s auf Poda Island, Chicken Island und Tup Island. Dort wird das Meer von einer Sandbank geteilt auf der man bei Ebbe von einer Insel zur anderen spazieren kann. Direkt vor Poda Island ragt ein schroffer Kalksteinfelsen aus dem Wasser und schafft James Bond-Atmosphäre.

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Weiter ging’s zum Phra Nang Strand mit der Prinzessinnenhöhle, welche sich in einem bizarr anmutenden, hoch aufragendem Kalksteinfelsen befindet. Der Strand an sich bietet zwar mit diesem Felsen, dem Ausblick auf Chicken Island und Poda Island eine traumhafte Umrahmung, war aber leider etwas überfüllt. Der kommende Regen behob zwar dieses “Problem”, bewegte uns aber doch auch zur Rückkehr.

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An einem ruhigeren Abschnitt der Promenade gab es ein Abendessen, welches der Schönheiten des Tages entsprach. Wie es sich direkt am Meer gehört, fangfrische Languste, Garnele und Fisch.

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Thailand, Tag 8-11: Kho Tao, Kho Nang Yuan

In Chumphon wurden morgens noch Bus- unf Fährtickets für den Transport nach Kho Tao organisiert. Nach der unkomplizierten und gut organisierten Busfahrt bekamen wir durch den Weg über den Pier zum Katamaran einen ersten Vorgeschmack auf das Kommende:

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Die Fähre verbindet Kho Nang Yuan, unser Ziel Kho Tao, Kho Phangan und Kho Samui mit dem Festland. Spätestens nach Erreichen von Kho Nang Yuan kam der erste Gedanke auf Kho Tao länger als die geplanten zwei Nächte zu verweilen. Kho Nang Yuan besteht aus zwei wunderschönen kleinen Inseln, welche durch einen schmalen Strand verbunden sind. Kombiniert mit riesigen, runden Felsen, weißem Sand, türkisfarbenem Wasser und dem hölzernen Pier und Steg um die komplette Insel ergibt das hier ein ideales Bild einer fast perfekten (Südsee-)Insel.

Nach der Ankunft auf der Insel, den ersten Metern auf der Inselstrasse, dem ersten Essen (grünes Curry, Papayasalat und Fisch) am Pier und einem Bedenkbier wurden dann aus den zwei geplanten Nächten vier Nächte. Dafür blieb der nächste geplante Stop in Kho Phangan auf der Strecke.

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Unsere Unterkunft bestand aus einer kleinen Hütte auf Stelzen, keine 50m vom Mae Hat Strand entfernt. Die Hütte selbst hatte mit dem Moskitonetz, einigen kleinen Geckos an Wand und Decke und der nächtlichen Geräuschkulisse einen kleinen Hauch von Dschungelatmosphäre.

Auf der ganzen Insel gibt es außerdem (noch) keine großen Hotels sondern nur Hütten, Bungalows und max. zweistöckige, kleinere Gebäude. Die ganze Atmosphäre ist hier noch sehr entspannt, relativ “echt” und ohne Massentourismus. Im Großen und Ganzen besteht die komplette Insel aus Tauchern, Tauchschulen und fast jeder ist hier wohl irgendwie Tauchlehrer… Da tagsüber ja fast alles auf, bzw. unter dem Wasser ist wirkt die Insel dann auch manchmal recht leer.

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Manche Strände sind nur per Boot zu erreichen, die restlichen auf der Ladefläche eines Inseltaxis, einem Roller oder zu Fuß. Am meisten Spaß macht natürlich ein Taxiboot, wir nutzten das Taxiboot für eine Fahrt nach Kho Nang Yuan und zum Mango Beach. Vom Boot aus ging’s gleich ins klare azurblaue Wasser zum Schwimmen und Schnorcheln. Wenn man sich im Wasser ganz ruhig hielt, wurde man von den Fischen angeknabbert. Zur eigenen Beruhigung wurde mit Hilfe der Taucherbrille dann kontrolliert, welche Farben und vor allem welche Größe diese Tierchen wohl so haben.

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Einen Tag verbrachten wir in Sairee Village, dem eigentlichen Hauptort der Insel. Hier sind die meisten Bungalowanlagen und anscheinend auch die meisten Besucher. Das spiegelt sich natürlich in den vorhandenen Lokalitäten und Preisen wieder. Ich muss natürlich sagen, dass wir hier trotzdem noch Welten von den großen touristischen Zentren entfernt sind.

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Einen weiteren Tag verbrachten wir in Chalok Ban Kao. Das Ganze ähnelt einem Dschungeldorf, man sitzt beim Essen und sieht dem benachbarten “Hausaffen” beim Spielen zu. Der Strand ist hier etwas kleiner, aber dafür gibts mit etwas Glück Schildkröten zu bestaunen.

Der benachbarte Freedom-Beach bietet eine ideale Bar zum Blick- und Gedanken schweifen lassen, der höher gelegene Aussichtspunkt einen atemberaubenden Blick über den Südteil der Insel. Dieser Blick bot sich mir persönlich nicht, da ich anstatt des anstrengenden Aufstiegs lieber die Gelegenheit zu einer Massage nutzte. Ich vertraue da aber ganz auf das Urteil meines Freundes…

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Die Entscheidung, den Aufenthalt hier spontan um zwei Tage zu verlängern wurde nicht bereut, angesichts der Entwicklung mancher anderer Inseln ist es hier wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Insel vom Massentourismus entdeckt wird. Wobei man sagen muss, dass sich die Bewohner ihres Schatzes schon sicher sind, was sich u.a. an dem häufiger gelesenen Motto “Save Kho Tao” wiederspiegelt. Die aber fast völlig unerschlossene Ostküste wird aber sicher noch länger “echt” bleiben.

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Thailand, Tag 7: Damnoen Saduak, Hua Hin, Chumphon

Auf dem Plan heute: Eine Fahrt durch den schwimmenden Markt Damnoen Saduak. Dies ist der angeblich größte, sicher aber der bekannteste der schwimmenden Märkte in Thailand. Eine Tour von Bangkok inklusive Bootsfahrt liegt hier bei ca. 4000 Baht pro Person (Preis lt. Hotel in Bangkok). Da wir sowieso auf dem Weg in den Süden sind und die Planung auch lieber selbst in die Hand nehmen, wurde hier vor Ort genächtigt.

Zu unserem Glück bot das Hotel eine relativ preiswerte Bootstour (300 Baht pro Boot) durch den Floating Market an und hatte auch eine eigene Anlegestelle mit direkter Verbindung. Deswegen konnten wir uns gleich nach dem Frühstück ohne viel Vorplanung durch den Markt “fahren” lassen.

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Ja, was soll ich dazu sagen? Die eigene Planung hat sich doch ausgezahlt. Teilweise. Eine Tour von Bangkok wäre völlig unsinnig gewesen. Mit dem Zwischenstop sind wir zumindest nicht extra hierher gefahren. Die noch bessere Option: Hier überhaupt nicht herzufahren und einen anderen schwimmenden Markt zu besuchen. Z.B. den in Amphawa.

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Warum? Auf den Bildern nicht ganz ersichtlich, aber auf dem Wasser drängeln sich fast nur Touristenboote und die Waren bestehen nur aus Souvenirs und “Tourikram”. Zwischendrin einige wenige Boote mit Garküchen. Die von einem Markt gewohnten Waren habe ich hier nicht entdecken können. Leider. So stelle ich mir die Kaffeefahrten vor, von denen alle immer erzählen…

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Mit dem Taxi ging es im Anschluss sofort weiter nach Ratchaburi und von dort aus mit dem Zug nach Hua Hin. Hier wurde der planmäßige Stop fast zu einem unplanmässigen Aufenthalt. Ursprünglich stand hier nur eine mini Strandbesichtigung auf dem Plan um dann anschließend mit dem nächsten Zug nach Chumphon zu fahren von wo es einen Tag später mit der Fähre nach Kho Tao gehen sollte. Eigentlich alles perfekt geplant… Nur leider war der komplette Zugverkehr in den Süden wegen eines Unfalls für mindestens einen Tag gesperrt.

Nach einem Bedenkbier am Strand und der Situation um uns herum war sofort klar: Nichts wie weg aus Hua Hin. Die Händler am Strand, die deutschen Kneipen und Restaurants und die aneinandergereihten Liegen erinnern mich hier mehr an einen Teutonengrill…

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Das im Notfall georderte Taxi war nicht gerade preiswert, brachte uns aber in 3,5 Stunden komplikationsfrei nach Chumphon.

Hier wurde noch kurz der sehenswerte und anscheinend “touristenfreie” Nachtmarkt besucht und die Nahrungsaufnahme beschlossen. Hier lockten dann nicht der ausgelegte Stapel mit fingerdicken Maden und das Wellblechdach sondern der Hunger. Aber es hat wie immer natürlich sehr gut geschmeckt und nebenan der Tellerwäscherin zuzusehen war sehr amüsant.

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P.S: Anders als das Bild suggeriert, war der Strand nicht so menschenleer. Ich hoffe es ist wenigsten dem Pferd egal…