Archiv für die Kategorie ‘vegetarisch’

Kürbisketchup für Ylva

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Fast hätte ich es vergessen: Kurz vor dem Frankreich/Italien Kurz-Urlaub (Bericht folgt außerdem in Kürze!) am letzten Wochenende wurde mir die Ehre erteil, für Ylva von Der Klang von Zuckerwatte einen Gastbeitrag zu schreiben. Für mich war es außerdem der zweite Gastbeitrag in diesem Jahr.

Entschieden habe ich mich für eine herbstliche und leicht orientalische Ketchup-Variante mit … Kürbis! Für die Ungeduldigen gibt es das Rezept gleich hier im Anschluss, ich würde mich aber freuen wenn ihr auch meinem Gastbeitrag und natürlich Ylvas Blog einen kleinen Besuch abstatten würdet.

Zutaten für ca. 1 l Ketchup

700 g Kürbisfruchtfleisch, geputzt und grob gewürfelt (Hokkaido)
300 g Mangofruchtfleisch, geschält und grob gewürfelt
1 EL Harissa
1 TL Currypulver
½ TL Ingwer, gemahlen
300 ml Mangosaft (alternativ Orangensaft)
100 ml Apfelessig
180 g Zucker

Zubereitung

Das gewürfelte Kürbisfruchtfleisch in siedendem Wasser ca. 10-15 Minuten weich kochen. Abtropfen lassen.

Das gegarte Kürbisfruchtfleisch mit dem Mangofruchtfleisch in einen großen Topf geben. Harissa, Currypulver, Ingwer, Apfelessig, Mangosaft und Zucker zugeben. Das Ketchup ca. 15 – 20 Minuten leicht köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Das Kürbisketchup pürieren und sofort in heiss ausgespülte Einmachflaschen oder Einmachgläser füllen und gut verschließen. Die Flaschen oder Gläser für mindestens 5 Minuten auf den Kopf stellen und anschließend vollständig erkalten lassen. Kühl und dunkel lagern, das Ketchup hält sich so ca. 6 Monate.

Traumstücke a la Karen

Mittwoch, 18. September 2013

Vor einiger Zeit hat Karen diese kleinen, süßen Häppchen gebacken,  seither spuken mir Ihre “Traumstücke” ständig im Kopf herum. Und auch wenn im Moment die Zeit sehr knapp ist, hat es doch mit dem Nachbacken irgendwie zwischendrin geklappt – die Dinger sind zum Glück super einfach zubereitet und dann auch ganz fix gebacken, fast schon nebenbei.

Irgendwie erinnern mich diese kleinen Teilchen geschmacklich (wie Karen übrigens auch) an Vanillekipferl. Und da die Weihnachts-Bäckerei 2013 dank Urlaub heuer eh mehr oder weniger ins Wasser fällt, gibts eben jetzt schon adäquates Gebäck – bei mir noch zusätzlich mit einem Hauch von Cème Brûlée-Geschmack. Und Kekse gehen ja eigentlich immer, die Jahreszeit ist bei den “Traumstücken” wirklich definitiv Nebensache. Fast verputzt sind sie hier auf alle Fälle auch schon, mehr muss wohl dazu nicht gesagt werden, oder? 1000 Dank für das Rezept, liebe Karen!

P.S: Als kleine Entschädigung, dass ich mich in letzter Zeit hier auf dem Blog aus Zeitmangel doch etwas rar mache, gibt es in den nächsten Tagen eine tolle Verlosung mit einem wirklich grandiosen Gewinn. Mehr wird hier an der Stelle aber natürlich noch nicht verraten – seid gespannt  und schaut bei Gelegenheit einfach die Tage mal wieder vorbei, bis bald!

Zutaten (für ca. 80 Stück)

500 g Mehl
5 Eigelb
2 EL Crème Brûlée-Sirup (oder einfach weglassen)
250 g Butter
150 g Vanillezucker (selbstgemacht)*
Puderzucker zum wälzen (etwa 250 g)

Zubereitung

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen grob verkneten. Anschließend den Teig auf der Arbeitsplatte mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie geschlagen ca. 1 Stunde im Kühlschrank kühlen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Vom gekühlten Teig ein Stück abnehmen und zu fingerbreiten Strängen rollen. Jeweils 1 cm breite Stücke abschneiden und auf das Backblech legen. Die Traumstücke gehen nur ein kleinwenig auf, also braucht man keinen großen Abstand dazwischen. Die Traumstücke ca. 13-15 Minuten backen. Sie sollen nur ganz leicht braun sein.

Auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen und lauwarm (nicht heiss, sonst saugen sie zu viel Puderzucker auf!) in eine Schüssel mit Puderzucker geben. Die Schüssel vorsichtig schütteln, dass sich der Puderzucker um die Kekse windet.

*Alternativ einfach 140 g normalen Zucker und 2 Päckchen Vanillezucker verwenden.

Mango-Kokos-Fruchtaufstrich mit Rum

Sonntag, 04. August 2013

Ganz ehrlich, Mangos sind in meinem Leben noch keine zehn Stück in den Einkaufskorb gewandert, irgendwie passen sie wohl nicht in mein Beute- und Genußschema. Was wohl zum einen daran liegt, dass sich die meisten Früchte beim Kauf entweder noch total unreif und ungenießbar präsentieren, zum anderen ist mir die Schälerei und das etwas umständliche um-den-Kern-säbeln schon zu zeitaufwendig. Bis ich bei einem der letzten Einkäufe ganz zufällig wunderbare, reife und duftende Mangos entdeckte. Aber wie verzehren? Pur genießen? Nö, zu simpel. Eine fruchtige-exotische Mango-Marmelade kochen und den Geschmack in Gläsern einfangen? Definitiv eine gute Idee!

Wer außerdem mich und meinen alltäglichen Kochwahnsinn außerhalb des Blogs per Instagram, Facebook, Pinterest oder Twitter mitverfolgt, hat bestimmt auch schon mitbekommen, daß die vor einiger Zeit geplante Küche endlich Einzug in die neue Wohnung halten durfte. Bis auf Kleinigkeiten (Glasrückwand, Sockelleisten) ist alles an seinem Platz, sitzt, wackelt (nicht) und hat Luft – und funktioniert perfekt. Bilder der Küche folgen aber nach Fertigstellung noch in einem gesonderten Post, versprochen! Und da der Schreiner des Nächtens verständlicherweise auch mal eine Pause machte, wurde diese besondere Tageszeit gleich genutzt und der neue Koch(t)raum mit diesem Mango-Kokos-Fruchtaufstrich mit Schuß eingeweiht.

Kleiner Tipp am Rande: Ganz wichtig bei diesem Fruchtaufstrich ist die Verwendung von unbedingt ausgereiften Mangos. Unreife, faserreiche Früchte verfälschen den fruchtig-süßen Geschmack und das “samtige” Mundgefühl bleibt aus. Reife Mangos erkennt man immer daran, dass sie bei leichtem Druck nachgeben und angenehm süßlich duften. Ansonsten – die Mango einfach geduldig nachreifen lassen und die Aufstrich-Produktion einfach vertagen.

Zutaten für 7 Gläser a 170 ml

800 g Mangofruchtfleisch (bei mir waren es 2 größere Mangos)
200 g Kokosmilch
350 g Rohrohrzucker
5 EL brauner Rum (oder nach Geschmack weniger – oder sogar mehr)
1 Päckchen Gelfix Super 3:1

Zubereitung

Mangos schälen und das Fruchfleisch in Stücke schneiden. Das Mangofruchtfleisch zusammen mit der Kokosmilch, dem Zucker und dem Gelierpulver in einen großen Topf geben. Alles unter Rühren bei starker Hitze zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren mind. 3 Minuten sprudelnd kochen. Den Topf vom Herd ziehen und rasch den Rum unterrühren.

Den Fruchtaufstrich sofort randvoll in saubere Gläser füllen (ich sterilisiere die Gläser vorher im Dampfgarer). Mit Schraubdeckeln verschließen, umdrehen und ca. 5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen. Die Gläser anschließend wieder wenden und vollständig auskühlen lassen.

Zucchini-Tarte Tatin mit Parmesan und Ziegenkäse

Dienstag, 23. Juli 2013

Um eine schmackhafte Tarte Tatin bin ich ja irgendwie nie verlegen. Sei es der französische Klassiker mit karamellisierten Äpfeln oder die herzhafte aber garantiert nicht minder schlechte Variante mit Tomaten. Weiterhin sorgen aber zur Zeit wuchernde Zucchinipflanzen im Balkonkasten auf alle Fälle für klare Geschmacks-Verhältnisse im riesigen Tarte-Tatin-Dschungel.

Mal ganz ehrlich: Irgendwie überfordern mich diese fast anspruchslosen (perfekt für mich, sie verzeihen auch mal Gieß-Unregelmäßigkeiten!) Kürbisgewächse mit den riesigen Blättern doch etwas. Im Moment ernte ich von zwei wuchernden Pflanzen im Balkonkasten täglich jeweils 1 runde (ganz wichtig, runde Zucchini finde ich sehr hübsch!) Zucchini in Tennisballgröße. Mehr als wir eigentlich verzehren können. “Können” ist hier eigentlich etwas übertrieben, handelt es sich doch eher um den Willen. Obwohl sie wirklich ausgezeichnet munden, will man bei dem abwechslungsreichen Gemüseangebot im Sommer ja nicht jeden Tag das gleiche (Zucchini-) Gemüse. Reicht ja auch jeden zweiten Tag …

Sehr schmackhaft, ja geradezu prädestiniert für diese herzhafte Variante der Tarte Tatin sind außerdem einige dünne Scheiben Parmaschinken zwischen den einzelnen Zucchinischichten. Hierfür reichen 80-100 g völlig aus um für den differenzierten Geschmack und etwas “Biss” zu sorgen. Quasi das al dente-Gefühl in der Tarte Tatin.

Was braucht man für eine Tarte Tatin? (∅ 26 cm)

750 g Zucchini (bei mir waren es drei runde Zucchini)
1 TL Sonnenblumenöl
10 g Butter
1/2 TL Thymiannadeln
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
50 g Parmesan, frisch gerieben
40 g Ziegenfrischkäse mit Olive (z.B. Picandou)
ca. 180 g Blätterteig als Kreis ausgeschnitten (∅ 28 cm, Kühlregal)
Salz
Pfeffer

So gehts!

Die Zucchini waschen und in ca. 2 mm dicke Scheiben hobeln. Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Butter und Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Thymiannadeln und braunen Zucker  in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze den Zucker karamellisieren lassen. Die erste Lage Zucchinischeiben fächerartig in die Pfanne schichten. Salzen, Pfeffern und die Hälfte des Knoblauchs und des Parmesans darauf verteilen. Eine weitere Lage Zuchini darauf verteilen, ebenfalls salzen und pfeffern und mit dem restlichen Knoblauch und Parmesan bestreuen. Die letzte Lage Zucchini darauf schichten. Den Ziegenfrischkäse mit den Fingern zerbröseln und auf der letzten Lage verteilen. Den Blätterteig vorsichtig auf die Zucchini legen. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die mittlere Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 3 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Mango-Cashewnuss-Kugeln (raw)

Samstag, 20. April 2013

Energiekugeln, Teil 2! War der erste Teil eher herb, dunkel und nussig, so ist der zweite Teil sehr fruchtig und sommerlich-frisch. Bereit für das nächste rohköstliche Konfekt, bin ich ja mittlerweile schon ein riesiger Fan dieser süssen Kugeln geworden. Wobei mir die Mango-Cashewnuss-Kugeln ein ganz kleines bisschen besser schmecken als die orientalischen Schoko-Pistazien-Kugeln. Es wird einfach Zeit für wärmere Temperaturen und schon die Farbe der gesunden Nascherei macht Lust auf eine grosse Portion Frühling.

Die Idee für die fruchtigen Mango-Cashewnuss-Kugeln habe ich übrigens bei My New Roots entdeckt – einem wirklich ganz tollen und inspirierenden Blog. Ich habe das Rezept ein kleines bisschen für mich angepasst und die Mango-Energiekugeln mittlerweile schon zweimal hergestellt. Beim zweiten mal habe ich anstatt Honig einfach Ahornsirup verwendet, was mir persönlich etwas besser mundet. Ich bin schon auf Teil 3 gespannt…

Zutaten für ca. 20 Stück

100 g getrocknete Mangos (z.B. von Alnatura)
100 g  Cashewkerne
50 g Kokosraspeln
1 TL Ahornsirup (nach Geschmack)
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Kurkuma
Kokosraspeln zum Wälzen

Zubereitung 

Cashewkerne ca. 4 Stunden einweichen. Abspülen und abtropfen lassen. Mangos ca. 20 Minuten einweichen. Sie sollen leicht weich sein, aber nicht matschig.

In der Küchenmaschine alle Zutaten außer dem Ahornsirup zu einem homogenen, klebrigen Teig verarbeiten. Nach Geschmack Ahornsirup unter den Teig kneten.

Mit einem Löffel walnussgrosse Portionen abstechen und mit den Händen zu Kugeln formen. Die Hände bei Bedarf etwas mit Wasser anfeuchten. Anschliessend die Kugeln in den Kokosraspeln wälzen. Die Kugeln halten sich gut gekühlt (Kühlschrank) ca. 2 Wochen. Guten Appetit!

Pasta mit Babyspinat und Gorgonzola

Dienstag, 16. April 2013

Mein letztes Pastagericht ist ja nun schon eine Weile her, was aber auf keinen Fall bedeutet, dass hier der pro-Kopf-Nudelverbrauch desaströs sinkt. Auf gar keinen Fall! Nudeln und Nudelgerichte gehören im Hause rock the kitchen! immer noch zum festen Standard, auch wenn sich die Zubereitungsweise im Moment ungefähr von ganz fix von Pasta aglio e olio bis hin zur einfachen und unspektakulär-leckeren Tomatensauce einpendelt. Umzugsvorbereitungen und Renovierungsarbeiten fordern im Moment einfach ihren Tribut.

Ebenfalls relativ einfach und in 15-20 Minuten zubereitet: Pasta mit Babyspinat (hat jetzt übrigens Saison!) und Gorgonzola. Nicht neu und überaus kreativ, aber trotzdem immer ein schnelles und schmackhaftes Sößchen wert. Obwohl sich bei Gorgonzola bzw. anderem Blauschimmelkäse bei mir ja so die Geister spalten. Pur kein Problem, aber in der Sauce mag ich diese kleinen “Schimmelstückchen” eher weniger. Deswegen fallen diese einfach rigoros dem gemeinen Pürierstab zum Opfer. Zwar etwas grob, aber momentan befindet sich ja eh alles im Baumodus.

Zutaten für 2 Portionen

250 g Pasta nach Wahl (bei mir Vollkorn-Farfalle)
1 kleine Zwiebel (ca. 60 g)
2 Knoblauchzehen
10 g Butter
10 g Mehl (Typ 405)
50 ml Weißwein, trocken
200 ml Gemüsebrühe
50 g Sahne
100 g Gorgonzola
20 g Parmesan, frisch gerieben
150 g Babyspinat
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und ebenfalls in feine Würfelchen schneiden.

Butter in einem Topf bei milder Hitze zerlassen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel leicht anschwitzen lassen. Mehl mit einem Schneebesen gründlich unterrühren und ebenfalls anschwitzen. Weisswein und Brühe angiessen. Sauce unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen lassen und ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen, so geht der Mehlgeschmack verloren.

Während die Sauce köchelt, die Pasta nach Packungsanweisung zubereiten und warmstellen.

Sahne, Gorgonzola und Parmesan zur Sauce geben und den Käse bei milder Hitze schmelzen lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Mit Pfeffer abschmecken. Den Babyspinat zur Sauce geben und kurz unterrühren und nochmals erhitzen. Die Sauce zusammen mit der Pasta servieren oder direkt mit den Nudeln vermengen.

Vollkorn-Bagels

Sonntag, 07. April 2013

Bagels? Oft gehört und gelesen, aber nie gegessen oder sogar gebacken. Warum eigentlich?

Auf die Idee Vollkorn-Bagels zu backen brachte mich Cynthia Barcomi, denn in ihrem neuen Buch “Let´s bake” entdeckte ich ein tolles Rezept für Vollkorn-Bagels. Mit kleinen Abänderungen (komplett Vollkorn anstatt der im Original-Rezept angegebenen 50% Vollkornmehl und 50% Weizenmehl Typ 550, etwas weniger Zucker, plus Weizenkeime) machte ich mich sofort ans Werk. Hier, hier, hier und hier finden sich übrigens noch weitere begeisterte Bagel-Fans. Zwar nicht in der Vollkorn-Variante dafür aber immer von Cynthia Barcomi.

Fazit: Diese kleinen Kringel mit Loch in der Mitte schmecken wirklich super und haben sich mittlerweile zum absoluten Lieblings-Frühstücksgebäck gemausert. Der einzige Nachteil ist die etwas aufwendigere Zubereitung – die Bagels müssen vor dem Backen 2 Minuten noch ein zusätzliches heißes Wasserbad nehmen. Ich bereite mittlerweile der Einfachheit einfach größere Mengen zu, friere sie ein, und backe sie einfach fürs Frühstück portionsweise frisch auf. Meine Lieblingskombination zum Frühstück ist im Moment übrigens Frischkäse, Avocado, roher Schinken und Radieschensprossen!

Zutaten für 8 Bagels

500 g Dinkel-Vollkornmehl
1 TL Weizenkeime
7 g Trockenhefe
20 g brauner Zucker
10 g Salz
200 ml Wasser
40 ml Rapsöl
1 Ei (M)
20 g Zucker für das Kochwasser

Sesam, Mohn, Haferflocken, Weizenkeime zum Bestreuen (nach Belieben)

Zubereitung

Mehl, Trockenhefe, Weizenkeime, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Wasser, Rapsöl und Ei zu den trockenen Zutaten geben. Den Teig mit der Küchenmaschine oder mit der Hand ca. 4 Minuten kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel zurücklegen, mit einem feuchten Geschirrtuch bedecken und ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig in 8 Teile teilen. Die einzelnen Teigstücke zu einer gleichmäßigen Kugel formen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen. Mit dem bemehlten Ende eines Kochlöffels in jede Teigkugel ein Loch drücken. Das Loch mit der Hand vorsichtig etwas größer ziehen. Die fertig geformten Bagels nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

Ofen auf 215 Grad vorheizen.

Einen großen Topf Wasser mit 20 Gramm Zucker zum Kochen bringen. Wenn das Wasser koch, so viele Bagels wie möglich hineinlegen. Die Bagels sollten sich dabei aber nicht berühren. Die Bagels 2 Minuten kochen lassen, anschließend mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Jetzt die Bagels ganz nach Belieben mit Mohn, Sesam, Haferflocken usw. bestreuen. Auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen.

Eine passende und absolut stylische Behausung für Bagels und alle anderen Backwaren: Der Brotkasten Grandy von Wesco wurde mir im Rahmen einer Kooperation kostenlos von Home24.de  zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! 

Orientalische Schoko-Pistazien-Kugeln (raw)

Donnerstag, 14. März 2013

Schon wieder Süßes auf rock the kitchen? Aber keine Angst, der besondere Clou ist bei dieser Nascherei: Mit vollwertigen Zutaten quer durch die Botanik sind diese Schoko-Pistazien-Kugeln eine köstliche und sogar gesunde Nascherei – durch reichlich Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Perfekt gegen kleine Leistungstiefs und als gesunder Power-Snack für zwischendurch.

Als Inspiration für diese hübschen, grünen Energiekugeln leistete mir übrigens eine kleine Auswahl an rohem Konfekt im Reformhaus treue Dienste. Die Bällchen sind hier allerdings nicht immer ganz so preiswert, warum also die Kugelei nicht einfach selbst in die Hand nehmen? Sie sind ruck zuck gemacht und hübsch verpackt eignen sich die orientalischen Schoko-Pistazien-Kugeln übrigens auch perfekt als kleines Last-Minute-Geschenk.

Statt Datteln können übrigens ebenso gut getrocknete Aprikosen, Feigen, Mango- oder Ananasstücke verwendet werden. Pistazien und Walnüsse lassen sich beliebig durch Mandeln, Haselnüsse, Sesam, Kokosflocken oder ähnliches ersetzen. Aromatisiert werden können die Energiekugeln, je nach persönlichem Geschmack, z.B. mit Orangen- oder Zitronenabrieb, verschiedensten Gewürzen, einem Schuss Rum, Haselnussgeist oder gefriergetrockneten und pulverisierten Früchten. Viel Spaß beim Kombinieren, Ausprobieren und Genießen!

Zutaten für 12 Stück (á 15 Gramm)

70 g Pistazien
15 g Walnüsse
125 g Datteln mit Stein (Medjool)
1 gestrichener TL rohes Kakaopulver
1/2 TL Zimt
1 Msp. Kardamom

Zubereitung

Pistazien in der Küchenmaschine fein mahlen. 25 g der Pistazien abwiegen und beiseite stellen. Die Walnüsse ebenfalls fein mahlen. Dattel entsteinen und in der Küchenmaschine fein, aber nicht zu Brei zerkleinern.

Pistazien, Walnüsse, zerkleinerte Datteln, Kakaopulver, Zimt und Kardamom in eine Schüssel geben und gründlich verkneten. Kugeln von 15 Gramm formen und diese in den restlichen Pistazien wälzen.

Schoko-Ingwer-Kuchen mit Fleur de sel

Samstag, 02. März 2013

Lust auf einen mega-schokoladigen Kuchen für die Wochenend-Kaffeetafel? Dann mal noch schnell ins nächste Geschäft und die Schokoladen-Vorräte exorbitant aufstocken, mehr Schokolade kriegt man nämlich fast nicht in einen Kuchen gebacken. Zum Aromatisieren etwas kandierter Ingwer mit einem Hauch Salz – ungewöhnlich aber fantastisch im Geschmack. Garantiert! Das Ergebnis ist ein sehr schokoladig-würziger und absolut simpel herzustellender Schoko-Ingwer-Kuchen mit Fleur de sel.

Wer nicht unbedingt der größte Ingwer-Freund ist und kein Fleur de sel im Kuchen duldet, lässt es ganz einfach weg – der Schokoladigkeit tut dies natürlich auf keinen Fall einen Abbruch. Die 85 %ige Schokolade kann für den weniger herben Schokogeschmack auch problemlos durch eine Schokolade mit einen etwas geringeren Kakaoanteil ersetzt werden, von Vollmilch würde ich aber zu Gunsten des Geschmacks eher abraten.

Das Rezept für den Schoko-Ingwer-Kuchen mit Fleur de sel habe ich übrigens bei Alex entdeckt und meinen Bedürfnissen entsprechend ganz leicht abgeändert. Danke Alex für das tolle Rezept, diese Schoko-Bombe wir hier garantiert noch öfters nachgebacken!

Zutaten für eine Kastenform

300 g Schokolade (85% Kakaoanteil)
120 g Butter
5 Eier (M)
200 g brauner Zucker
2 EL kandierter Ingwer, fein gehackt
100 g Dinkelvollkornmehl
1 gestrichener TL Backpulver
1 TL Fleur de sel
Puderzucker

Zubereitung

Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Butter hinzugeben und ebenfalls schmelzen lassen. Die Schoko-Butter-Masse gut verrühren.

In einer großen Schüssel mit dem Schneebesen die Eier mit dem Zucker lange schaumig schlagen, bis eine weißliche Creme entsteht. Nach und nach die Schoko-Butter-Masse unterheben und gut vermengen. Backpulver und Mehl dazusieben und alles gleichmäßig vermischen. Den Ingwer unterrühren.

Eine Kastenform einfetten und den Teig schichtweise einfüllen. Über jede Schickt eine Prise Fleur de sel verteilen. Im vorgeheizten Ofen ca. 1 Stunde backen. Mit einem Holzspieß prüfen, ob der Kuchen in der Mitte gar ist. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Erdnuss-Schoko-Cookies

Dienstag, 19. Februar 2013

Nach “Delicious Days” und “Geschenkideen aus der Küche” ist in den letzten Wochen das dritte Buch von Autorin, Fotografin und Bloggerin Nicole Stich erschienen. In “Sweets” erwarten uns – wie schon der Name erahnen lässt – ausschließlich süße Kreationen. Vom süßen Frühstück bis zum verführerischen Nachtisch finden sich hier viele tolle und kreative Rezeptideen. Es fällt wirklich schwer sich für ein allererstes Rezept zu entscheiden. Meine Wahl ist für den Anfang schließlich auf die köstlichen Erdnuss-Schoko-Cookies gefallen.

Der besondere Kick an den sehr schokoladigen Cookies: Sie werden in salzigen Erdnusssplittern gewälzt. Und wer die Kombination Schokolade mit einem Hauch von Salz schon probiert hat, weiß garantiert wovon ich spreche… Das ist aber noch nicht alles, zur Potenzierung des erdnussigen Geschmacks wandert anstatt normaler Butter cremige Erdnussbutter in den Teig. Einfach superbe!

Ganz wichtig auch für “chewy” Cookies: Die Kekse dürfen auf keinen Fall zu lange gebacken werden, auch wenn vielleicht die Backzeit zu kurz erscheint. Gerade wenn man meint, die Cookies bräuchten noch ein bis zwei Minuten, ist der richtige Zeitpunkt, die kleinen Schokokekse aus dem Backofen zu holen. Schließlich garen sie außerhalb des Ofens aufgrund der eigenen Hitze noch etwas nach.

Zutaten für ca. 25 Stück

200 g Zartbitterschokolade (80 % Kakaoanteil)
50 g gesalzene Erdnüsse
100 g cremige Erdnussbutter
100 g weißer Zucker
50 g hellbrauner Rohrohrzucker
2 Eier (M)
100 g Mehl
1/2 TL Backpulver

Zubereitung

Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen und 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Die Schokolade in einer Metallschüssel über dem Wasserbad schmelzen lassen, dabei ab und zu umrühren. Etwas abkühlen lassen. Erdnüsse nicht zu fein hacken und in eine Schüssel geben.

Erdnussbutter und beide Zuckersorten mit den Quirlen des Handrührgeräts cremig rühren. Eier dazugeben und weiterrühren. Schokolade, Mehl und Backpulver untermengen.

Mit einem Eisportionierer (4 cm Durchmesser) oder zwei Teelöffeln walnussgroße Portionen vom Teig abstechen. Mit den Händen rasch zu Kugeln formen und in den Erdnüssen wälzen. Die Kugeln mit etwas Abstand aufs Backblech setzen und nur ganz leicht mit der Hand flach drücken.

Blech in den Ofen (Mitte) schieben und die Cookies 13-14 Minuten backen. Sie sind optimal wenn sie in der Mitte noch weich und nicht ganz durchgebacken sind. Herausnehmen und auf dem Blech abkühlen lassen. Die abgekühlten Cookies in einer luftdichten Dose aufbewahren.

Kürbiskern-Grissini

Dienstag, 05. Februar 2013

Schon wieder Grissini. In so kurzer Zeit haben es wohl noch keine zwei, fast gleichen, Rezepte hintereinander in den Blog geschafft. Aber bei so viel Begeisterung für die länglichen Brotstangen drücke ich (und hoffentlich ihr) schon mal ein Auge zu. Was muss, dass muss!

Wobei die Betonung natürlich auf “fast gleich” liegt. Im Gegensatz zum  Grissini-Vorgänger  mit schwarzen Oliven und Parmesan, wurde hier ein Teil des Mehles einfach durch geröstetes Kürbismehl ersetzt. Außerdem wurden die Teigstränge ebenso auf diesem Mehl gerollt, was ihnen zusätzlich noch eine tolle Optik verleiht. Das Kürbismehl habe ich übrigens ganz zufällig beim Mehl-Großeinkauf  in der heimatlichen Mühle entdeckt und war sofort schwer begeistert – Kürbiskerne in pulverisierter Form fanden bis jetzt noch nicht den Weg in das heimische  Küchenregal.

Zutaten für ca. 20 Stück

100g Mehl (Typ 1050)
25 g Kürbismehl
2 EL Kürbiskernöl
10 g Hefe, frisch
1/2 TL Zucker
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz

Zubereitung

Hefe in 70 ml lauwarmes Wasser bröckeln und auflösen. 100 g Mehl, 25 g Kürbismehl, Kürbiskernöl, Zucker, Backpulver und 1/2 TL Salz mischen. Hefewasser zufügen. Mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Mehl zugeben. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen (E-Herd 225 Grad).

Den Teig kurz durchkneten und zu einem Strang formen. Den Strang in ca. 20 gleich große Stücke teilen. Jeweils auf etwas Kürbiskernmehl zu knapp 1/2 cm dünnen Strängen rollen.

Teigstränge nebeneinander aufs Blech geben. Im heißen Ofen (mittlere Schiene) 5-6 Minuten goldbraun backen. Grissini herausnehmen, samt Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen. Trocken lagern.

Grissini mit schwarzen Oliven und Parmesan

Freitag, 01. Februar 2013

Wann habe ich wohl meine vielleicht ersten Grissini gegessen? Muß wohl schon sehr lange zurückliegen, irgendwie kann ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern. Genauso wenig wie ich mich an die letzte Grissini-Mahlzeit erinnern kann, habe ich auch nie einen klitzekleinen Gedanken an die Zubereitung der dünnen, mürben und vielleicht sogar etwas langweiligen Brotstangen verschwendet. Die einzelnen Grissini-Stangen von Hand selbst rollen? Never ever, viel zu zeitaufwendig.

Alles änderte sich aber, als ich ein tolles Rezept in der neuen Lecker-Bakery entdeckte. Grissini mit schwarzen Oliven. Mein Weltbild wurde zum Glück wieder gründlich zurechtgerückt, denn die Herstellung geht wirklich unerwartet fix von der Hand. Der Teig lässt sich viel leichter bearbeiten als gedacht, er reisst nicht und das Wichtigste: Die Brotstangen lassen sich relativ schnell und gleichmäßig rollen – perfekt für mich.

Das Originalrezept wurde allerdings ein kleines bisschen abgeändert. Etwas mehr Knoblauch, als Zugabe Parmesan und Mehl vom Typ 1050. Schmeckt und wird garantiert wieder gebacken!

Zutaten für ca. 30 Stück

75 g schwarze Oliven, entsteint
1 Knoblauchzehe
1 EL Parmesan, fein gerieben
2 EL Olivenöl
10 g Hefe, frisch
125 g Mehl (Typ 1050)
1/2 TL Zucker
1/2 TL Backpulver
Salz

Zubereitung

Oliven abtropfen lassen und grob hacken. Knoblauch schälen und würfeln. Oliven, Knoblauch und Öl mit dem Stabmixer pürieren.

Hefe in 70 ml lauwarmes Wasser bröckeln und auflösen. 125 g Mehl, Zucker, Parmesan, Backpulver und 1/2 TL Salz mischen. Hefewasser zufügen. Mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Olivenpüree mit einem weiteren EL Mehl unter den Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen (E-Herd 225 Grad).

Den Teig kurz durchkneten und zu einem Strang formen. Den Strang in ca. 30 gleich große Stücke teilen. Jeweils auf etwas Mehl zu knapp 1/2 cm dünnen Strängen rollen.

Teigstränge aufs Blech geben. Im heißen Ofen 5-6 Minuten goldbraun backen. Grissini herausnehmen, samt Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen. Trocken lagern.