Archiv für die Kategorie ‘unterwegs’

Thailand & Verlosung

Sonntag, 02. Februar 2014

Bei der Heimkehr war der Rucksack natürlich unvermeidlich mit einer nicht zu kleinen, bunten Auswahl an thailändischen Erzeugnissen gefüllt. Shoppen in asiatischen Lebensmittelmärkten macht definitiv sehr viel Spass! Mit 7 kg in Richtung Asien, mit 14 kg wieder zurück – keine schlechte Ausbeute würde ich sagen. Damit aber nicht nur ich alleine in Genuss der Mitbringsel komme, verlose ich auf diesem Wege eine kleine Auswahl an thailändischen Produkten.

Mit einigen von vielen “Lieblings-Fotos” wird dann aber auch so langsam das Kapitel Thailand abgeschlossen, versprochen. Neue Ziele für 2014 warten und sind auch schon in Planung: Istanbul, Athen, Kykladen und New York. Aber erstmal gibt es für einen Gewinner(in) folgendes:

- Grüne Curry-Paste
- Gelbe Curry-Paste
- Panang Curry-Paste
- Masaman Curry-Paste
- Tom Yum Paste
- Hot Chili Paste
- Pad Thai Stir-Fry Sauce
- Getrocknete Lychees
- Durian Chips
- Kandierter Baby-Ingwer
- Schwarzer Sesam
- Sternanis
- Lebensmittelfarbe (Pulver) in rot, lila, grün
- Cup-Messbecher
- Matcha Tee (Portionsbeutel)
- Geröstete grüne Erbsen
- Geröstete Dicke Bohnen (mein Lieblingssnack in Thailand)
- Kokosnuss-Öl-Seife
- Ingwer-Öl-Balsam (ähnlich wie Tiger-Balm)
- Inhalier-Stift mit Menthol (Verwendet in Bangkok fast jeder!)

Weil zum mitnehmen einfach zu schwer und zu groß, deswegen pack ich für das ungebremste Kochvergnügen aus dem Asia-Shop von hier noch dazu:

- Kokosmilch
- Reisbandnudeln
- Reis
- Fischsauce
- Sojasauce

Wie gewinnen? Einfach unter diesem Post einen Kommentar hinterlassen, warum ihr genau diesen Gewinn “abstauben” wollt. Oder was ihr an der asiatischen Küche besonders schmackhaft findet… Wichtig ist natürlich, wie immer, eine gültige E-Mail-Adresse für die Gewinnbenachrichtigung.

Bis wann? 09. Februar 2014 um 21.45 Uhr. Nach Tatort-Ende (wie immer) wird also ausgelost, nicht früher und nicht später.

Wer entscheidet? Weil ich um diese Uhrzeit keine Zettelchen mehr schreiben, schneiden und falten will – der Zufallsgenerator. Die Gewinner werden sofort im Anschluss von mir per E-Mail benachrichtigt (ca. 22.00 Uhr). Der Name des Gewinners wird nicht öffentlich auf dem Blog bekanntgegeben.

Einziger Haken: In den Genuss des Gewinns können leider nur Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen. Alle anderen bitte nicht traurig sein!

Auch vielleicht noch erwähnenswert: Die Gewinne sind bei dieser Verlosung nicht gesponsert, sondern mein persönliches Urlaubsmitbringsel. Alles ist aber garantiert hygienisch einwandfrei verpackt, bzw. alles schlummert in der Originalverpackung. Das MHD beträgt noch mindestens 6 Monate. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und das allerwichtigste: Viel Glück bei der Verlosung und viel Spass mit dem Gewinn!

Thailand, Tag 22-25: Bangkok

Sonntag, 15. Dezember 2013

Ich schulde Euch ja nicht nur den letzten Teil meines Thailand-Berichts sondern natürlich auch den zweiten Teil der diesjährigen Herbstexkursion. Schulden und Neues Jahr, da war doch was …? Ich gelobe auf jeden Fall Besserung und fange auch gleich damit an:

Wir verabschiedeten uns früh vom doch recht ruhigen Ayutthaya und landeten mit einem Kleinbus 1,5-Stunden später in Bangkok. Wobei “landen” hier die Sache nicht ganz beschreibt. Genau genommen strandeten wir inmitten einer Demonstration gegen die aktuelle Regierung. Da es mit dem Auto nur noch sehr stockend weiterging, gab uns der Fahrer zu verstehen, dass genau hier mitten auf der Strasse der optimale Platz zum Aussteigen wäre.

Bangkok

Gesagt, getan und so konnten wir live eine thailändische Demo mitverfolgen. Ungleich mancher Berichte hatte das ganze eher den Charakter eines unmaskierten Fasching-Umzuges, wenngleich der Grund sicher ernsthafter Natur ist. Wir entdeckten, ganz in der Nähe eine SkyTrain-Station, betrachteten die beeindruckende Mengen nochmal von oben und fuhren erstmal zum Hotel um unser Gepäck loszuwerden.

Die letzten Tage in dieser spannenden Stadt sollten mehr oder weniger der Entspannung dienen und so war unser Hotel in der “gewohnten” Umgebung der Sukumvit Road und des Sky Trains. Natürlich war das “gewohnte” kleine 24h Straßenrestaurant nicht weit entfernt. Nach fast ausschließlich thailändischem Essen stand mir der Sinn dieses mal nicht ganz danach. Und außerdem: Kein Bangkok-Besuch ohne dort die deutsche Küche probiert zu haben! “Bei Otto” gabs ein sehr gutes Schnitzel, die thailändischen Bedienungen tragen bayerische Tracht und sprechen ohne Akzent das Wort “Weißbier”.

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Auf der Tagesordnung: ein Besuch des Benjasiri und Lumphini Parks, welche sich beide sehr gut anbieten um kurz dem Lärm und der Hektik zu entfliehen. Ansonsten verbrachten wir den Rest des 1. Tages noch im Innern der Einkaufszentren. Die haben es nämlich im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Außerdem wurden noch die letzten Urlaubstage verbloggt.

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Neben dem eher älteren MBK-Center hat mir vor allem das Siam Paragon und das Central World Plaza besonders gut gefallen. Shopping war allerdings nicht, da ich vorher immer schon regelmäßig beim riesigen Essensangebot hängenbleibe. Im Central World Plaza finden sich alleine schon im 7. Stock 37 Restaurants, Bars, Bistros usw., insgesamt in der ganzen Shopping Mall bestimmt um die hundert Restaurants mit einer riesigen Auswahl aus aller Welt. Allein auch schon wegen der Größe und der Innenarchitektur einen Blick wert, geben diese Konsumtempel einen ganz besonderen Einblick in eine andere (Einkaufs-)Welt.

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Für Kultur war der Kopf am 2. Tag in Bangkok irgendwie schon zu voll und auch eine Bootsfahrt wollte uns nicht so richtig zusagen (der Geist war willig aber …) und so entschieden wir uns für einen dezenten Tag im “Backpacker-Viertel” der Khao San Road bzw. Rambuttri Alley. Zwar weder ein Geheimtipp noch irgendwie kulturell anspruchsvoll aber ideal für einen ruhigen Tag an dem man ganz festival-like einfach sitzt, schaut, isst und trinkt.

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Den letzten Tag verbrachten wir komplett im Inneren des Siam Paragon. Was keiner wusste: Es war Angry Birds Day! Die Thais fahren anscheinen völlig auf das Spiel ab und so bot sich uns eine recht skurille weihnachtlich geschmückte Einkaufskulisse mit riesigen Angry Birds-Vögeln aus Plüsch.

Da der Rückflug erst kurz vor Mitternacht ging, waren wir uns erst unsicher, ob wir die Zeit bis dahin “vernünftig” verbringen könnten. Was soll ich sagen, am Schluss artete die ganze Angelegenheit fast in Stress aus… Ich konnte mich vom riesigen Angebot an Lebensmitteln und Essen fast nicht trennen, es hätte definitiv noch viel mehr zum Begutachten und Probieren gegeben. Mit dem Taxi ging es recht entspannt zum Flughafen und von da aus auf einem besseren Platz als auf dem Hinflug in die Nacht und zurück in die Heimat.

Nach einiger Zeit daheim und mit etwas Abstand betrachtet (und vor allem in einem neuen Jahr) ist es ja an der Zeit sich mal Gedanken über das Erlebte zu machen. Um erstmals die üblichen Fragen zu beantworten:

1. Ja, es war schön. Sehr schön. Wobei sich “schön” hier auf die gesamte Spannbreite von “wirklich wunderschön” bis “sehr interessant” bezieht.

2. Ja, es war heiß. Sehr heiß. Komischerweise kommt es mir aber manchmal im Sommer bei uns heißer vor. Liegt das jetzt nur am Urlaub?

3. Ja, ich würde nochmal hinfahren. Sofort. Wann geht der Flug? Die Reise war sozusagen mein Asien-Einstieg. Nochmal kann also auch durchaus ein anderes Land in Asien sein. Nur soviel: Bangkok macht (mich) süchtig. Nach einigen Tagen in dieser hektischen Stadt muss man die Flucht ergreifen, aber wenn mann weg ist… Tja, ich könnte auf alle Fälle sofort und auf der Stelle wieder und vermisse die Stadt immer wieder.

Allgemein fällt mir immer der oft zitierte und mittlerweile auch etwas ausgelutschte Spruch “Land der Gegensätze” ein. Auf Bangkok trifft das aber wirklich zu. Was mir immer wieder aufgefallen ist:

Laut und Leise … (Straße und Tempel, der Verkehr und die Geschäftstüchtigkeit beanspruchen 24 Stunden lang die Ohren, im Gegensatz dazu herrscht in Tempel und Parks schon fast eine paradiesische Stille). Alt und Neu … (die Verkäuferin schöpft in einer Garküche aus einem uralten Suppentopf und schaut danach aufs iPad, neben einem großen u. hochmodernen Einkaufszentrum eine Strasse mit uralten, kleinen Gebäuden). Dreckig & Sauber  … (moderne Restaurants in Einkaufszentren vs. Garküche auf der Strasse). Arm & Reich … Und: Sehr gut gekleidete Thais vs. schlecht gekleidete (aber oft reichere) Touristen.

Zu guter Letzt darf man natürlich die Kulinarik nicht vergessen. Es handelt sich ja hier immer noch (und sicher auch in Zukunft) um einen Foodblog. Auch, wenn es in letzter Zeit vielleicht etwas anders aussieht (ich habe zu Beginn schon Besserung gelobt und spare mir das hier). Wer es nicht glaubt – einfach als Beweis etwas weiter (hust) zurückscrollen oder das Rezepte-Register bemühen… ;-)

Wie es sich für ein exotisches Land gehört findet man auf den Märkten Nahrungsmittel der kompletten Bandbreite von eklig über noch nie gesehen bis interessant und lecker. Demnächst gibt es hier auf dem Blog noch einige von mir daheim nachgekochte thailändische Gerichte die mich im Urlaub besonders überzeugt haben. Keine Angst, die frittierten Regenwürmer habe ich natürlich nicht probiert!

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Thailand, Tag 20 u. 21: Ayutthaya

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Nach einem interessanten Frühstück mit Kokospudding mit Banane und Honig im Bananenblatt untermalt von Vogelgezwitscher und “Frühstücksjazz” verabschiedeten wir uns in Richtung Bushaltestelle. Der 8.20 Uhr Bus kam zwar erst eine Stunde später, brachte uns dann aber mit Essenspause in ca. 6,5 Stunden nach Ayutthaya.

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Das Hotel lag direkt am Park bzw. im historischen Zentrum. Bei Tag gestaltet sich diese Schlafplatzwahl als sehr vorteilhaft, am Abend bzw. Nachts herrscht hier eher tote Hose, was die Abendgestaltung betrifft. In der Nähe gab es zwar einen kleinen Nachtmarkt mit den entsprechenden Ständen und Garküchen, aber irgendwie war es doch mal an der Zeit für ein “normales” Restaurant. Irgendwie war ich der Fleisch- und Fischberge, sowie ungekühltem als auch gegrillt, schon etwas überdrüssig.

Nach einer zu langen Suche fand sich weder eine passende Essgelegenheit noch ein Taxi oder Tuk Tuk um zu einer solchen zu gelangen. Glaubt man nicht? War aber so. Meine Laune stieg prompt ins Unermessliche. Nach gefühlten Stunden fand sich gegenüber einer, wegen “geschlossener Gesellschaft” unzugänglichen Kneipe, das Spin. Ein interessanter Laden, wo es neben Fussballübertragung, ohrenbetäubender Musik, Shishas und Whisky auch Pommes gab! Meine Laune besserte sich aber trotzdem.

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Am nächsten Tag wurde den historischen Stätten bzw. den Resten davon, ein Besuch abgestattet. Ganz im Gegensatz zu meinem Freund kann ich den alten Steinen auf Dauer nicht ganz so viel abgewinnen, wobei der Sonnenuntergang zwischen den Ruinen doch immer wieder ein schönes Ereignis ist.

Bei einer Bootsfahrt um die, auf einer Insel gelegenen, Altstadt lässt sich das Ganze dann trotzdem nochmal von einer ganz anderen Perspektive betrachten. Etwas besser vorbereitet als am Vortag ging es dann mit einem Tuk Tuk zum Sai Tong Restaurant. Glück gehabt!

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Thailand, Tag 19 u. 20: Sukhothai

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Mit dem Bus verließen wir am Vormittag Chiang Mai in Richtung Sukhothai. Nach 5,5 Stunden Fahrt erreichten wir schließlich unser Ziel, die Altstadt von Sukhothai. Unweit davon befand sich das Heim für die nächsten zwei Nächte, eine schön angelegter Park mit Bungalows und unzähligen Vogelkäfigen und Volieren mit zum Teil auch “gesprächsfreudigen” Insassen.

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Zum Abendessen wurden die Stände an der Straße genutzt. Probiert wurde u.a. eine wirklich sehr korianderlastige Wurst. In der Altstadt selbst gab es neben wenigen Restaurants und dem unvermeidlichen (und wichtigem!) 7 Eleven auch keine wirklichen Abendaktivitäten. Hierfür ist warscheinlich Neu-Sukhothai besser geeignet.

Am nächsten Tag wurden die historischen Stätten mit Fahrrädern erkundet. Der Fahrtwind und der ein oder andere Zwischenstopp machten die Temperaturen um die 33 Grad etwas erträglicher. Die einzelnen Ruinen sind schon wirklich beeindruckend und werden je nach Tageszeit in ein anderes Licht gehüllt. Besonders zum Sonnenuntergang ergeben sich hier traumhafte Bilder.

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Wie in der Geschichte Thailands auf Sukhothai als Hauptstadt Ayutthaya folgte, war Ayutthaya auch dann unser nächstes Ziel.

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Thailand, Tag 14-18: Chiang Mai

Dienstag, 10. Dezember 2013

In Krabi ging’s um 11.30 Uhr mit dem Flugzeug über Bangkok nach Chiang Mai. Den ganzen Flug über hatte ich aber schon irgendwie ein komisches Gefühl im Magen und allgemeines Unwohlsein. Nach der Ankunft in Chiang Mai ging’s deswegen auch gleich ins Guesthouse und von da auch sofort ins Bett.

Mein Freund nutzte die Zeit für einen Spaziergang über den Sunday Night Walking Market und so konnte wenigstens einer von uns den angeblich schönsten Markt in Thailand besuchen. Laut Erzählung ist er das vielleicht wirklich, da trotz vieler Besucher eine recht angenehme Stimmung herrscht. und das Angebot bot eine attraktive Mischung aus Kunsthandwerk, Lebensmitteln und Essen. Bei diesem Markt habe ich wirklich was versäumt!

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Früh zu Bett wirkt doch manchmal Wunder und so war ich außer einem leicht unruhigem Magen wieder komplett hergestellt. Genug Zeit also, Stadt, Essen und die verschiedensten Märkte zu erkunden. U.a. der Talat Warorot, der Sompet Market, der Muang Mai Market und der Markt in Chinatown.

Neben Unmengen an Obst, Gemüse, Fisch, (ungekühltem!) Fleisch, Gewürzen usw. findet sich hier auch allerlei kurioses wie frittierte Hühnerköpfe und frittierte Regenwürmer. Aber auch für Obstfreunde gibt es mit der nach “Käsekuchen” schmeckenden Durian-Frucht ungewöhnliches zu entdecken. Mein Geschmack war sie leider nicht, obwohl ich Käsekuchen liebe. Die “gewöhnlichen” gebackenen Bananen fand ich hingegen sehr essbar.

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Probiert wurden an diesem Tag u.a. noch verschiedene Würste, z.B. im Bananenblatt – die tausendjährigen Eier wurden sicherheitshalber nur aus der Ferne betrachtet.

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Eigentlich stand auch von Chiang Mai noch eine Fahrt ins kleine Bergdorf Pai an, diese Tour viel aber der nächsten Krankheit zum Opfer. Den Herren des Hauses hat es nach eigenem Bekunden “die Schuhe ausgezogen” und so lag er mit Fieber, Schüttelfrost und anderen unangenehmen Nebenwirkungen im Bett. Aber wenn Männer krank sind…

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Die Region um Chiang Mai hat kulturell und auch landschaftlich einiges zu bieten. Von hier aus lassen sich nicht nur entlegene Täler und Bergvölker besuchen sondern auch die Nachbarländer Myanmar und Laos. In der Stadt selbst gibt es anscheinend auch viele (Teilzeit-) Aussteiger.

Wir verhielten uns ansonsten – ganz der Situation angepasst – etwas ruhiger und beschränkten uns auf eher unsportliche Tätigkeiten in der näheren Umgebung. u.a. gehörte dazu auch der notwendige Besuch eines thailändischen Waschsalons. Man stelle sich einfach mehrere Waschmaschinen mit Münzeinwurf am Gehsteig vor…

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Thailand, Tag 12 u. 13: Krabi, Ao Nang

Mittwoch, 04. Dezember 2013

Bei strömenden Regen hieß es um 6.00 Uhr Abschied nehmen vom Paradies Kho Tao. Mit der Fähre ging es vorbei an Kho Phangan und Kho Samui nach Don Sak. Die Fährfahrt hatte es allerdings ziemlich in sich. Die See war für uns Landratten doch sehr bewegt. Aufgrund des Regens konnten wir auch nicht an Deck – beides führte bei mir zu leichtem Unwohlsein…

Der restliche Ablauf war sehr gut organisiert, nach der Ankunft in Don Sak ging es mit dem Bus nach Krabi und von dort mit dem Minibus direkt ins Hotel nach Yao Nang.

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Ao Nang ist ein Mix aus typischen Touristrand mit Promenade, wobei die Aussicht auf Felsen und kleine Inseln durchaus vielversprechend ist. Den Ort an sich fand ich mit den unzähligen und nur auf Touristen ausgelegten Lokalitäten eher nervend und stressig. Die sonst typischen Stände und Garküchen fanden wir leider an der Promenade nicht. Diese und ganz lustige Kneipen fanden sich dann aber doch etwas weiter oben auf der Hauptstraße in Richtung Krabi.

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Am nächsten Tag standen zur Auswahl: Kho Phi Phi, der “James Bond-Felsen” im Ao Phang-Nga-Nationalpark, Railay-Beach und die vorgelagerten Inseln. Die Entscheidung viel auf die letzten beiden.

Mit dem Long-Tail-Taxiboot ging’s auf Poda Island, Chicken Island und Tup Island. Dort wird das Meer von einer Sandbank geteilt auf der man bei Ebbe von einer Insel zur anderen spazieren kann. Direkt vor Poda Island ragt ein schroffer Kalksteinfelsen aus dem Wasser und schafft James Bond-Atmosphäre.

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Weiter ging’s zum Phra Nang Strand mit der Prinzessinnenhöhle, welche sich in einem bizarr anmutenden, hoch aufragendem Kalksteinfelsen befindet. Der Strand an sich bietet zwar mit diesem Felsen, dem Ausblick auf Chicken Island und Poda Island eine traumhafte Umrahmung, war aber leider etwas überfüllt. Der kommende Regen behob zwar dieses “Problem”, bewegte uns aber doch auch zur Rückkehr.

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An einem ruhigeren Abschnitt der Promenade gab es ein Abendessen, welches der Schönheiten des Tages entsprach. Wie es sich direkt am Meer gehört, fangfrische Languste, Garnele und Fisch.

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Thailand, Tag 8-11: Kho Tao, Kho Nang Yuan

Donnerstag, 28. November 2013

In Chumphon wurden morgens noch Bus- unf Fährtickets für den Transport nach Kho Tao organisiert. Nach der unkomplizierten und gut organisierten Busfahrt bekamen wir durch den Weg über den Pier zum Katamaran einen ersten Vorgeschmack auf das Kommende:

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Die Fähre verbindet Kho Nang Yuan, unser Ziel Kho Tao, Kho Phangan und Kho Samui mit dem Festland. Spätestens nach Erreichen von Kho Nang Yuan kam der erste Gedanke auf Kho Tao länger als die geplanten zwei Nächte zu verweilen. Kho Nang Yuan besteht aus zwei wunderschönen kleinen Inseln, welche durch einen schmalen Strand verbunden sind. Kombiniert mit riesigen, runden Felsen, weißem Sand, türkisfarbenem Wasser und dem hölzernen Pier und Steg um die komplette Insel ergibt das hier ein ideales Bild einer fast perfekten (Südsee-)Insel.

Nach der Ankunft auf der Insel, den ersten Metern auf der Inselstrasse, dem ersten Essen (grünes Curry, Papayasalat und Fisch) am Pier und einem Bedenkbier wurden dann aus den zwei geplanten Nächten vier Nächte. Dafür blieb der nächste geplante Stop in Kho Phangan auf der Strecke.

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Unsere Unterkunft bestand aus einer kleinen Hütte auf Stelzen, keine 50m vom Mae Hat Strand entfernt. Die Hütte selbst hatte mit dem Moskitonetz, einigen kleinen Geckos an Wand und Decke und der nächtlichen Geräuschkulisse einen kleinen Hauch von Dschungelatmosphäre.

Auf der ganzen Insel gibt es außerdem (noch) keine großen Hotels sondern nur Hütten, Bungalows und max. zweistöckige, kleinere Gebäude. Die ganze Atmosphäre ist hier noch sehr entspannt, relativ “echt” und ohne Massentourismus. Im Großen und Ganzen besteht die komplette Insel aus Tauchern, Tauchschulen und fast jeder ist hier wohl irgendwie Tauchlehrer… Da tagsüber ja fast alles auf, bzw. unter dem Wasser ist wirkt die Insel dann auch manchmal recht leer.

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Manche Strände sind nur per Boot zu erreichen, die restlichen auf der Ladefläche eines Inseltaxis, einem Roller oder zu Fuß. Am meisten Spaß macht natürlich ein Taxiboot, wir nutzten das Taxiboot für eine Fahrt nach Kho Nang Yuan und zum Mango Beach. Vom Boot aus ging’s gleich ins klare azurblaue Wasser zum Schwimmen und Schnorcheln. Wenn man sich im Wasser ganz ruhig hielt, wurde man von den Fischen angeknabbert. Zur eigenen Beruhigung wurde mit Hilfe der Taucherbrille dann kontrolliert, welche Farben und vor allem welche Größe diese Tierchen wohl so haben.

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Einen Tag verbrachten wir in Sairee Village, dem eigentlichen Hauptort der Insel. Hier sind die meisten Bungalowanlagen und anscheinend auch die meisten Besucher. Das spiegelt sich natürlich in den vorhandenen Lokalitäten und Preisen wieder. Ich muss natürlich sagen, dass wir hier trotzdem noch Welten von den großen touristischen Zentren entfernt sind.

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Einen weiteren Tag verbrachten wir in Chalok Ban Kao. Das Ganze ähnelt einem Dschungeldorf, man sitzt beim Essen und sieht dem benachbarten “Hausaffen” beim Spielen zu. Der Strand ist hier etwas kleiner, aber dafür gibts mit etwas Glück Schildkröten zu bestaunen.

Der benachbarte Freedom-Beach bietet eine ideale Bar zum Blick- und Gedanken schweifen lassen, der höher gelegene Aussichtspunkt einen atemberaubenden Blick über den Südteil der Insel. Dieser Blick bot sich mir persönlich nicht, da ich anstatt des anstrengenden Aufstiegs lieber die Gelegenheit zu einer Massage nutzte. Ich vertraue da aber ganz auf das Urteil meines Freundes…

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Die Entscheidung, den Aufenthalt hier spontan um zwei Tage zu verlängern wurde nicht bereut, angesichts der Entwicklung mancher anderer Inseln ist es hier wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Insel vom Massentourismus entdeckt wird. Wobei man sagen muss, dass sich die Bewohner ihres Schatzes schon sicher sind, was sich u.a. an dem häufiger gelesenen Motto “Save Kho Tao” wiederspiegelt. Die aber fast völlig unerschlossene Ostküste wird aber sicher noch länger “echt” bleiben.

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Thailand, Tag 7: Damnoen Saduak, Hua Hin, Chumphon

Montag, 25. November 2013

Auf dem Plan heute: Eine Fahrt durch den schwimmenden Markt Damnoen Saduak. Dies ist der angeblich größte, sicher aber der bekannteste der schwimmenden Märkte in Thailand. Eine Tour von Bangkok inklusive Bootsfahrt liegt hier bei ca. 4000 Baht pro Person (Preis lt. Hotel in Bangkok). Da wir sowieso auf dem Weg in den Süden sind und die Planung auch lieber selbst in die Hand nehmen, wurde hier vor Ort genächtigt.

Zu unserem Glück bot das Hotel eine relativ preiswerte Bootstour (300 Baht pro Boot) durch den Floating Market an und hatte auch eine eigene Anlegestelle mit direkter Verbindung. Deswegen konnten wir uns gleich nach dem Frühstück ohne viel Vorplanung durch den Markt “fahren” lassen.

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Ja, was soll ich dazu sagen? Die eigene Planung hat sich doch ausgezahlt. Teilweise. Eine Tour von Bangkok wäre völlig unsinnig gewesen. Mit dem Zwischenstop sind wir zumindest nicht extra hierher gefahren. Die noch bessere Option: Hier überhaupt nicht herzufahren und einen anderen schwimmenden Markt zu besuchen. Z.B. den in Amphawa.

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Warum? Auf den Bildern nicht ganz ersichtlich, aber auf dem Wasser drängeln sich fast nur Touristenboote und die Waren bestehen nur aus Souvenirs und “Tourikram”. Zwischendrin einige wenige Boote mit Garküchen. Die von einem Markt gewohnten Waren habe ich hier nicht entdecken können. Leider. So stelle ich mir die Kaffeefahrten vor, von denen alle immer erzählen…

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Mit dem Taxi ging es im Anschluss sofort weiter nach Ratchaburi und von dort aus mit dem Zug nach Hua Hin. Hier wurde der planmäßige Stop fast zu einem unplanmässigen Aufenthalt. Ursprünglich stand hier nur eine mini Strandbesichtigung auf dem Plan um dann anschließend mit dem nächsten Zug nach Chumphon zu fahren von wo es einen Tag später mit der Fähre nach Kho Tao gehen sollte. Eigentlich alles perfekt geplant… Nur leider war der komplette Zugverkehr in den Süden wegen eines Unfalls für mindestens einen Tag gesperrt.

Nach einem Bedenkbier am Strand und der Situation um uns herum war sofort klar: Nichts wie weg aus Hua Hin. Die Händler am Strand, die deutschen Kneipen und Restaurants und die aneinandergereihten Liegen erinnern mich hier mehr an einen Teutonengrill…

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Das im Notfall georderte Taxi war nicht gerade preiswert, brachte uns aber in 3,5 Stunden komplikationsfrei nach Chumphon.

Hier wurde noch kurz der sehenswerte und anscheinend “touristenfreie” Nachtmarkt besucht und die Nahrungsaufnahme beschlossen. Hier lockten dann nicht der ausgelegte Stapel mit fingerdicken Maden und das Wellblechdach sondern der Hunger. Aber es hat wie immer natürlich sehr gut geschmeckt und nebenan der Tellerwäscherin zuzusehen war sehr amüsant.

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P.S: Anders als das Bild suggeriert, war der Strand nicht so menschenleer. Ich hoffe es ist wenigsten dem Pferd egal…

Thailand, Tag 6: Von Bangkok nach Damnoen Saduak

Samstag, 23. November 2013

Am Samstag hieß es Abschied nehmen von Bangkok. Um 8.35 Uhr ging der Zug von der etwas außerhalb gelegenen Wong Wian Yai Station im Stadtteil Thonbori nach Maha Chai.

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Das ganze gestalltete sich zum Glück auch ganz einfach, denn der Bahnhof hatte nur ein Gleis. Nach einer luftigen, ca. einstündigen Zugfahrt mit offenen Türen und Fenstern erreichen wir den Bahnhof Maha Chai bzw. Samut Sakhon. Oder besser gesagt direkt einen Markt neben den Gleisen.

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Der Markt ist ziemlich hektisch, aber wirklich sehr sehenswert und nicht touristisch. Da es sich um ein Fischerdorf handelt werden hier natürlich hauptsächlich Fisch und Meeresfrüchte angeboten. Und die Auswahl ist wirklich gigantisch!

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Mit der Fähre ging’s dann von Maha Chai nach einer kurzen Fahrt ans andere Ufer und an den Ort des nächsten Bahnhofs. Von Ban Laem fuhr uns der Zug in ca. zwei Stunden nach Samut Songkhram bzw. Mae Klong. Und dieser Bahnhof hat es wirklich in sich! Hier fährt man mit dem Zug direkt in den Markt der Stadt. Der Markt wird tatsächlich an den Gleisen abgehalten – die Verkäufer klappen nur schnell die Sonnensegel bzw. Zeltdächer nach hinten wenn der Zug durchfährt.

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Alles andere wie Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse bleibt direkt neben dem Gleis liegen. Wir beobachteten das unterhaltsame Geschehen direkt nach dem letzten Marktstand an einer Mauer gelehnt. Wenn der Zug so direkt an einem vorbeifährt ist der Platz schon wirklich sehr beengt. Wenn der Zug vorbeigefahren ist normalisiert sich dann auch der Herzschlag wieder…

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Nach dem ganzen Spektakel stellt sich dann die Frage wie man hier wieder weiterkommt wenn man nicht in dem Zug saß und nicht mit einem Touribus wieder weggekarrt wird. Interessant wird es vor allem dadurch, weil die Ziele der Busse (Pritschenwagen mit überdachter Ladefläche) nur auf Thai angeschrieben sind.

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Wer aber lange genug dumm aus der Wäsche guckt, dem wird natürlich auch geholfen. Ein Fahrer bot an uns nach Damnoen Saduak zu fahren. Wir charterten also den “Bus” und verbrachten die Fahrt auf der Ladefläche. Am Ziel bzw. im Hotel angekommen besuchten wir dort noch das Restaurant und waren allgemein ganz froh jetzt ein Bett zu haben.

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Thailand, Tag 5: Bangkok

Samstag, 23. November 2013

Der letzte Tag in Bangkok war vor allem ein entspannter und ruhiger Tag. Was auch dringend notwendig war, denn irgendwie schlaucht eine so große Stadt doch ungemein. Schlaf war also dringend notwendig und so wurde einfach ein kleines bisschen später in den Tag gestartet. Dabei half natürlich auch ein passendes “Frühstück” in Form einer scharfen Curry-Suppe.

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Um dem Hirn etwas Entspannung zu gönnen, ging’s zum Jim Thompson-Haus in der Nähe der Skytrain-Station National Stadium. Jim Thompson war Geheimdinstoffizier, Unternehmer und Kunstfreund, der sich um die thailändische Seidenindustie verdient gemacht hat. Während sich außerhalb des Hauses ein tropischer Garten befindet, kann im inneren des Hauses seine Kunstsammlung begutachten werden. Jim Thompson ist 1967 spurlos verschwunden.

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Der restliche letzte Tag gestaltete sich wie schon erwähnt sehr entspannt und bestand dann noch hauptsächlich aus shoppen, essen, trinken und den allabendlichen bzw. allnächtlichen Trubel auf sich wirken zu lassen.

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Thailand, Tag 3-4: Bangkok

Donnerstag, 21. November 2013

Sawadee kha aus Bangkok! Nach dem gestrigen Altstadttag wurde als Kontrast ein Tag in der Neustadt und somit in der näheren Umgebung eingelegt, quasi alles zwischen der National Stadium und Asoke Skytrain Station. Ein Bereich der eigentlich nicht kontrastreicher sein könnte.

Wir haben den Skytrain, der mit seinem Betongerippe eher an eine dystopische Zukunftsvision erinnert, daneben die modernen großen Einkaufszentren welche manche Utopie zur Realität werden lassen. Darunter im harten Kontrast Garküchen, Händler mit verschiedensten Waren und immer wieder ein Schrein der den einen oder anderen Thai kurz inne halten lässt.

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Los ging’s nach einem späten Frühstück ins MBK-Center an der Haltestelle National Stadium. Das MBK sprengt garantiert sämtliche Dimensionen einer normalen Shopping Mal, denn hier verteilen sich ca. 2500 Geschäfte auf sieben Stockwerken. Im obersten Stockwerk gibt es außerdem einen sehr guten Food Court. Wir beließen es im MBK aber bei einer thailändischen SIM-Karte.

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Danach ging’s zu Fuß über den Skywalk ins benachbarte Siam Paragon. Das Siam Paragon ist etwas exklusiver als das MBK, nichtsdestotrotz gibt es hier auch Zara und H&M, welche witzigerweise die gleiche Kollektion wie in Deutschand anbieten. Inklusive warmer Winterklamotten… bei 34 Grad im Schatten im Winter. Besonders gefallen hat mir hier aber der Gourmet-Markt im Untergeschoss und die bunte Mischung aus verschiedensten Restaurants aller Preisklassen.

Anschließend besuchten wir die Siam Paragon Ocean World im Untergeschoss. Hier kann man völlig trocken und gefahrenfrei in einem Unterwassertunnel Haie, Rochen usw. von unten betrachten.

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Später wurde noch einen kurzen Abstecher in die Soi Cowboy gemacht, einem kleinem Rotlichtviertel in unmittelbarer Nähe zur Asoke-Station. War ganz interessant, sich einfach mal hinzusetzen, ein Bier zu trinken und dem “Treiben” zuzusehen. Auch wenn hier für die Jungs etwas mehr zu sehen ist, die überwiegend grell-pinke Beleuchtung lässt auch jedes Mädchenherz höher schlagen… ;-)

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Hab ich schon erwähnt das der Verkehr hier übrigens der absolute Wahnsinn ist? Einen sehr hohen Spassfaktor bringt übrigens eine Tuk Tuk-Fahrt auf einer vielbefahrenen und mehrspurigen Straße wie der Sukhumvit Road. Neben dem sicher völlig überzogenem Fahrpreis gibts Lärm und ne enorme Abgaswolke noch dazu. Fazit: Einmal und nie wieder (zumindest in der Stadt).

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Das beste Essen (bis jetzt) schmeckt uns hier: Um Mitternacht Papaya-Salat und Tom Yam Gai Suppe.

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Am Donnerstag war ging’s mit dem Taxi zum Pukhao Thong (Golden Mountain). Von da aus ein kleiner Spaziergang vorbei am Rathaus, einigen Klongs und Tempeln in Richtung Wat Po. Danach gab es im Restaurant Sala Arun ein Abendessen auf der Terrasse mit Blick auf den Chao Praya River und Wat Arun im Sonnenuntergang. Danach ließen wir den Tag in der Bar “Eagle Nest” im vierten Stock mit Rundumblick auf das nächtliche Bangkok und die beleuchteten Sehenswürdigkeiten ausklingen.

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Herbstexkursion 2013, Teil 1 – Nizza

Freitag, 01. November 2013

Tadaa, zur Abwechslung hier mal wieder etwas neues von mir! Anstatt eines Rezeptes gibt es hier und jetzt einen kleinen herbstlichen Reisebericht. Denn, wenn die Zeit ja eh schon knapp bemessen ist kann man ja auch gleich wegfahren bzw. Urlaub machen. Wobei ich ja zu meiner Verteidigung sagen muss, dass die Reise nicht komplett auf meinem Mist gewachsen ist … Dazu aber mehr in Teil zwei.

Es war also wie es war, ich “durfte” also praktisch für ein Wochenende an die ligurische Küste nach San Remo und wenn Frau schon die Mühen eines Fluges auf sich nimmt, dann sollte doch zumindest die Zeit am Zielort nicht ganz so knapp bemessen sein. Was liegt da näher als das Nachbarland Frankreich und die Côte d´Azur  zu besuchen? Hier also Teil 1: Nizza.

Los gings am Dienstag Nachmittag am schnucklig-kleinen und sehr übersichtlichen Nürnberger Flughafen. Über Zürich ging es mit Swiss Air nach Nizza – unterstützt an Bord von Schweizer (?) Schokolade. In Nizza angekommen gings vom Flughafen per Bus vorbei an der nächtlichen Promenade des Anglais in Richtung Innenstadt zum Hotel. Das Hotel lag zwar relativ zentral zwischen Innenstadtbahnhof und der zentralen Strasse Jean Médecin, war aber zimmertechnisch doch eher fragwürdig/zweifelhaft/gewöhnungsbedürftig. Meine Kurzsichtigkeit und die abgesetzte Brille erwiesen sich in manchen Situationen wohl als Retter in der Not. Noch wusste ich hier nichts von dem zu erwartenden Kontrastprogramm in San Remo.

Die Reisezeit Oktober (und somit die Nebensaison) erwies sich als nahezu perfekt: Weniger Menschen, annehmbarere Temperaturen um die 23° und eine allgemeine “Entspanntheit” in der ganzen Stadt. Etwas unsportlich wurde ein weiterer Vorteil der Nachsaison genutzt, der Aufzug brachte uns ohne Schlange und Ticket auf den Schlosshügel Parc du Mont Boron. Oben angekommen bietet das Ganze eine weitläufige Parklandschaft und einen herrlichen Blick über die Dächer von Nizza, über den Hafen Port Lympia und natürlich das Meer.

Der Hafen besteht außerdem aus vier großen Becken, von denen täglich Fährschiffe nach Korsika auslaufen. Entlang des Kais finden sich zahlreiche Restaurant und Bistros. Die hohen farbig getünchten Häuser und die Kirche im Hintergrund verschmelzen zusammen mit den Hafenanlagen zu einem eindrucksvollen harmonischen Ganzen.

Das absolute Highlight in Nizza war definitiv die Altstadt. Dieser Teil von Nizza erfüllt fast jedes Klischee, das man von einer Stadt in südlichen europäischen Gefilden (siehe auch mein Barcelona-Bericht) haben kann: Enge und verwinkelte Gassen, versteckte, von Pinien überschattete Höfe, pastellfarbene Häuser und barocke Kirchen, unzählige Restaurants, Bars, Kneipen und Cafes und zahllose kleine Geschäfte. In diesem alten Stadtviertel erlebt man das Treiben einer typischen provenzalischen Stadt und kann sich auch selbst sehr gut treiben lassen.

Ganz stressfrei: Einfach mal den Stadtplan in der Tasche stecken lassen und sich einfach mal durch das Gassengewirr treiben lassen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten passiert man ganz automatisch und je nach Tageszeit, Lichtstimmung und eigener Stimmung bietet so eine Gasse durchaus auch Potential für mehrere Durchläufe. Typisch südeuropäisch beginnt man den Tag am besten mit dem Morgenkaffee in einem der vielen kleinen und gemütlichen Cafés und genießt am Abend lokale Spezialitäten in einem kleinen Restaurant. Reservierung ist hierbei bei sehr kleinen Restaurants am Abend empfehlenswert – wie wir bemerkt haben.

Seit einigen Jahren gibt es außerdem das Markenzeichen “Cuisine Nissarde, respect de la Tradition”. Diese Auszeichnung dürfen in Nizza nur Lokalitäten tragen, die auf der Speisekarte mindestens drei lokale Gerichte anbieten, die von einem Fachausschuss abgenommen worden sind. Einfach mal die Augen offen halten. Probiert wurde natürlich der bekannte Salat Nicoise, Rotbarben (leider etwas trocken), Thunfisch (perfekt) und Rinderzunge provenzalischer Art (interessant, muß aber nicht mehr sein).

Viele Kirchen in Nizza stammen etwa aus dem 17. und 18. Jahrhundert und fügen sich mit ihren sehenswerten Fassaden im italienischen Barock wunderbar in die restaurierten Häuserzeilen der Altstadt ein. Erwähnenswert wäre hierbei die Cathédrale Sainte-Réparate de Nice oder die russisch-orthodoxe Kathedrale Saint Nicolas et Sainte Alexandra in der Avenue Nicolas II. Atwas kleiner, aber trotzdem sehr sehenswert – die Kirche Divo Jacobo direkt in der Altstadt

Divo Jacobo
Place du Jésus
06300 Nizza, Frankreich


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Brot und Backwaren, besonders Baguette in verschiedensten Ausführungen (mit Oliven, Walnüssen, getrockneten Tomaten, Vollkorn….), Croissants, Brioche, Brötchen usw. findet man in der Bäckerei bzw. Boulangerie “Le Four à Bois”. Außer diesen französischen Spezialitäten findet man hier und eigentlich überall in Nizza eine provenzalische Besonderheit, die Pissaladière. Hierbei handelt es sich um eine Spezialität aus Nizza, eine Art Zwiebelkuchen mit Sardellen und schwarzen Oliven. Dazu passt natürlich hervorragend ein Glas französischer Rotwein. Santé.

Le Four à Bois
35 Rue Droite
06300 Nizza, Frankreich


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Der heimliche Treffpunkt der (Alt-)Stadt scheint der von Bistros und Restaurants umrahmte Saleya-Platz bzw. die dort stattfindenden Märkte zu sein. Einige dieser Restaurants könnten durchaus Touristenfallen sein, genau wurde das aber nicht weiterverfolgt, denn der Markt bietet neben Blumen, Seifen, Antiquitäten und Kundshandwerk natürlich auch Lebensmittel aus der Region. Gesalzene Sardellen, Oliven, marinierte Lupinen, verschiedenes Baguette, Artischocken, Zucchiniblüten, Mangold, Lavendelhonig, Salami, Käse, usw. Diese Angebot wurde natürlich genutzt und dadurch hat sich das Frühstücksproblem auch gleich erledigt. Als Frühstücksraum durfte der nahegelegene Strand herhalten.

Wen das verlockende Marktangebot ansonsten hungrig macht, der kann sich eine direkt eine sogenannte Socca kaufen, das sind dünne Kichererbsenfladen, die über Holzfeuer gebacken und als lmbiß, mit Olivenöl und grob gemahlenem Pfeffer gewürzt, über die Straße verkauft werden. Ein anderer herzhafter Imbiß aus Nizza ist das Pan bagnat, wörtlich »gebadetes Brot«, eine Art Baguette-Sandwich, das reichlich mit Olivenöl getränkt und mit Zwiebeln, Sardellen, Sellerie, schwarzen Oliven und anderen schmackhaften Dingen belegt wird.

Cours Saleya
Rue de la Terrasse east to Rue Droite
06300 Nizza, Frankreich


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Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber umso näher es bei uns (daheim) in Richtung Meeresfrüchte, insbesondere Austern geht, umso höher ist der Schicki-Micki-Grad. Unsere Urlaubslösung für das “Problem” fand sich mit dem Café de Turin am Place Garibaldi. Nur Meeresfrüchte, besonders Austern in verschiedenen Sorten und Größen, Muscheln, Scampi, Seeigel, Seeschnecken usw, die Speisekarte lädt auf alle Fälle zum Ausprobieren ein – und das zu verhältnismäßig erschwinglichen Preisen. Wer sich nicht entscheiden kann, nimmt einfach für zwei Personen die gemischte Meeresfrüchte-Platte “mit allem”  für knapp 35 Euro. Der passende Weisswein war ebenfalls sehr fein. Mein Tipp: Das Café de Turin sollte man sich als Meeresfrüchte-Liebhaber auf keinen Fall entgehen lassen, denn hier speist es sich wirklich sehr entspannt und unaufgeregt zwischen Einheimischen und Touristen.

Café de Turin
5 Place Garibaldi
06300 Nizza, Frankreich


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Der Nach-dem-Essen-Spaziergang durch die Gassen der Altstadt machte durstig. Weil wir hier ja in Frankreich waren, bot sich ein Glas Wein geradezu an. Wir landeten ganz zufällig in dem Bistro “Les Distilleries Ideales” im Art Nouveau/Steampunk-Stil. Wer neben den verschiedenen Weinen, Bieren und Cocktails mal etwas Festes braucht ist mit der Käse-, Wurst- oder Gemüseplatte sehr gut bedient. Das Ambiente in diesem “Pub mit französischem Flair” ist wirklich absolut einladend – sogar mehrmals am Tag.

Les Distilleries Ideales
24 Rue de la Préfecture
06300 Nizza, Frankreich


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Beim durch die Gassen streifen finden sich durchaus interessante Einblicke in die Läden verschiedenster Händler . Bei Glandeves findet man z.B. Spezialitäten  wie Stockfisch, einheimischer Käse in Bio-Qualität, hausgemachte Marmeladen, Tapenaden, und Chutneys, Kichererbsenmehl, Bottarga, Bio-Salami und Trüffel.

Glandeves
33 Rue Pairolière
06300 Nizza, Frankreich


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Nach dem ganzen salzig/herben Geschmäckern muss devinitiv auch etwas Süßes in den Magen. In der Patisserie Lac gibt es neben verschiedensten Sorten Macarons (Pistazie war der Hit und schmeckte auch wirklich noch nach Pistazie!) eine wirklich beeindruckende Auswahl an verschiedensten Törtchen. Diese waren nicht nur sehr hübsch anzusehen sondern auch auch ausgesprochen lecker. Die Patisserie Lac befindet sich in der gleichen Strasse  wie das Bistro Les Distilleries Ideales.

Patisserie Lac
12 Rue de la Préfecture,
06000 Nizza, Frankreich ‎


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Pflichtprogramm ist natürlich auch ein Bummel über die Promenade des Anglais. Die weltberühmte, palmengesäumte Prachtstrasse trennt Meer und Strand von Luxushotels, Casino, Oper usw. und ist auch eine der wichtigsten Verkehrsstrassen in Nizza. Sehr belebt und mit hohem Lärmpegel, aber wegen dem Ausblick auf das offene Meer, die startenden und landenden Flugzeuge und die imposanten Bauwerke einen Spaziergang wert. Unter anderem steht hier auch das bekannte Belle Époque-Gebäude des  Hotels Negresco. Auf das Thema Luxushotels gehe ich aber im 2. Teil meines Berichts noch genauer ein…

Für einen Kurzurlaub hat Nizza auf alle Fälle mehr als genug zu bieten, sowohl architektonisch als auch landschaftlich und natürlich (wichtig!) kulinarisch. War vielleicht schon jemand in Nizza? Hat jemand vielleicht noch genauere Tipps und Tricks? Ich und meine Leser freuen sich sicherlich über weitere sachdienliche Hinweise. Wir sehen und lesen uns dann hoffentlich bei Teil 2, bis dahin noch eine schöne Zeit!