Archiv für die Kategorie ‘backen’

Macarons mit schwarzem Pfeffer und Himbeerganache

Dienstag, 21. Februar 2012

Helau & Alaaf! Zum Faschingsdienstag-Nachmittagskaffee gibts heute keine Krapfen, Berliner, Pfannkuchen – oder wie immer diese ausgebackenen und gefüllten Teigballen auch in der restlichen Republik genannt werden.

Statt dessen schlage ich den ungeliebten närrischen Tagen ein Schnippchen und kontere einfach mal zur Abwechslung mit Macarons mit schwarzem Pfeffer und einer fruchtigen Himbeerganache-Füllung. Ist ja eigentlich fast (aber wirklich nur fast) ein Mini-Krapfen, oder? Zuminderst erinnert Form und Fruchtfüllung mit etwas Fantasie an den Faschings-Klassiker – nur ein klein bißchen hübscher…

Der schwarze Pfeffer in der Macaron-Masse passt wieder Erwarten super zu deren Süße und ergänzt sich perfekt mit der leicht säuerlichen Himbeer-Füllung. Dieses Macarons-Experiment erkläre ich also nach einigen Rückschlägen zu Beginn, glücklicher Weise wieder für sehr gelungen -Tätä Tätä Tätä!

Zutaten:

45 g Eiweiß
1 Prise Salz
15 g Kristallzucker
100 g Puderzucker
55 g abgezogene, gemahlene Mandeln
1 Msp. weißer Pfeffer
1/4 TL schwarzer Pfeffer, grob gemahlen

65 g weiße Schokolade
40 g Sahne
1 EL gefriergetrocknete Himbeeren, gemahlen

Zubereitung:

Die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker im Blitzhacker oder in der Küchenmaschine so fein wie möglich mahlen und durch ein feines Sieb in eine Schüssel sieben.

Eiweiß mit einer Prise Salz nicht ganz steif schlagen, 15 g Kristallzucker einrieseln lassen und weiter schlagen. Der Zucker sollte ganz aufgelöst sein und ein Messerschnitt sichtbar bleiben.

Abwechselnd Löffel für Löffel mit dem Spachtel Eischnee mit der Mandel-Puderzucker-Masse vorsichtig unterziehen. Weißen und schwarzen Pfeffer zugeben. Die Masse sollte glänzend und die Konsistenz von dickflüssiger Lava haben. Sie soll ganz langsam vom Spachtel laufen.

Zwei Backbleche vorbereiten und mit Backpapier auslegen. Das Backpapier an den Ecken mit je einem Punkt Macaron-Masse fixieren. So verhindert man später das Flattern des Backpapiers bei Umluft.

Die Macaronmasse in einen Spritzbeutel mit einfacher, runder Tülle geben und möglichst regelmäßig und mit ca. 2 cm Durchmesser auf das Blech spritzen. Allfällige Falten umgehen, die Schalen verlaufen und werden krumm. Evtl. mit einer Münze Kreise auf das Backpapier zeichnen.

Die Bleche für 30 Minuten stehen lassen und die Macarons antrocknen lassen (kein Durchzug)! Den Backofen auf 140° C Umluft vorheizen.

Nach 30 Minuten beide Bleche in den Ofen schieben und 15 Minuten backen bzw. trocknen lassen.

Die Bleche aus dem Ofen nehmen und die fertig gebackenen Macarons mit dem Backpapier vom Blech auf ein angefeuchtetes Küchen- bzw. Geschirrtuch ziehen. Durch die Feuchtigkeit lassen sich die Macarons nach ca. 5 Minuten spielend leicht vom Backpapier ziehen. Die Schalen auskühlen lassen.

Für die Ganache Schokolade, Sahne und Himbeerpulver in einem kleinem Topf auf kleinster Flamme erhitzen bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Abkühlen lassen.

Die abgekühlte Ganache mit einem Schneebesen kräftig aufschlagen bis sich ganz kleine Luftbläschen bilden und die Schokomasse luftig und etwas heller wird. In einen Spritzbeutel füllen und die Macaronhälften füllen und passend zusammenfügen.

Karamellbonbon-Cookies mit Schoko-Espresso-Sirup

Samstag, 28. Januar 2012

Alles nur geklaut? Klar, aber Dank der kreativen Bloggerkollegen komm ich ja ums aneignen, ausprobieren und umändern fremder Rezepte fast nicht rum… Dem lecker Schokosirup von Steph und den gefüllten Karamell-Cookies von “Der muß haben sieben Sachen” konnte ich eben einfach nicht mehr länger widerstehen.

Das geniale an den Cookies ist übrigens ihr Kern aus weichen Karamellbonbons. In jeden Keks “versteckt” man vor dem Backen ne olle Karamelle, welche in der Hitze des Ofens schmilzt und den Cookies ihren tollen Geschmack und eine interessante Konsistenz verleiht. Verwendet habe ich die weichen Karamellbonbons von Storck, wer es etwas schokoladiger mag verwendet einfach die mit Schokoladenüberzug oder Rolos. Wer besonders viel Liebe (und Zeit) in die Cookies investieren will, macht die Bonbons ganz einfach selbst.

Und weil “Tunken” im Moment absolut in ist, tunke ich meine Hände nicht in Unschuld sondern lieber diese Karamellbonbon-Cookies in den Schoko-Espresso-Sirup. Oder in Milch, oder….

Zutaten für ca. 20 Stück:

150 g weiche Butter
100 g weißer Zucker
100 g brauner Zucker
50 g Zuckerrübensirup
Mark einer Vanilleschote
1/4 TL Salz
1 Ei (M)
300 g Mehl (Typ 1050)
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
ca. 20 weiche Karamell-Bonbons
Zucker zum Wälzen

300 g brauner Zucker
125 ml starker Espresso
3 EL Wasser
50 g Kakao
25 g Zartbitterschokolade
3 El Kahlua
1/2 Tonkabohne, fein gerieben

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Butter, Zucker, Zuckerrübensirup, Vanillemark, und Salz mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Anschließend das Ei gründlich unterrühren.

Mehl, Backpulver und Natron vermischen und mit einem Spatel unter die Zucker-Butter-Mischung heben. Je ca. 30 g Teig abnehmen, zu einer Kugel formen und ein Karamellbonbon mittig in den Teig drücken. Das Bonbon sollte gleichmäßig meit Teig umhüllt sein.

Die Teigkugel kurz in Zucker wälzen und gleichmäßig mit ca. 5 cm Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Die Karamell-Cookies ca. 10 Minuten auf der mittleren Schiene des Backofens backen. Die Kekse aus dem Ofen nehmen und noch ca. 5 Minuten auf dem Backblech ruhen lassen. Anschließend auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Für den Sirup alle Zutaten außer dem Kaffeelikör in einem Topf ca. 1 Minute leicht köcheln lassen. Kahlua unterrühren und den heißen Sirup in eine saubere, ausgekochte Flasche füllen und gut verschließen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Oreo-Cantuccini

Sonntag, 22. Januar 2012

Kennt Ihr diese leckeren, knusprig-harten Mandelkekse aus Italien? Die, die man zahnschonend am besten  in Vino Santo oder Espresso tunkt? Ich könnte für die Dinger jedenfalls fast sterben und sobald so ein lecker Päckchen mal offen ist, ist es auch (leider) ratzfatz wieder leer.

Das gleiche Schicksal wiederfährt auch so ungefähr einmal im Quartal einer Packung Oreo-Kekse. Ist so ein Päckchen aufgrund eines akuten Zucker-Defizites einmal im Körbchen des heimischen Supermarktes gelandet, so können sich die schokoladigen Kekse garantiert keiner langen Lebensdauer mehr erfreuen – mindestens 50 % des Inhaltes fällt meiner Gier schon auf dem Heimweg zum Opfer.

Bei Baking the law fand ich dann quasi die Erlösung für die geschundenen Cantuccini-Oreo-Mägen. So vereinen sich hier elegante italienische Biscotti mit schon fast ordinären herb-kakaolastigen Ami-Keksen zu einem kulinarisch kulturellen Konglomerat. Mahlzeit!

Zutaten:

200 g Zucker
75 g Butter
3 Eier (M)
Mark einer Vanilleschote
360 g  Dinkelmehl (Typ 1050)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
16 Oreos´s, mit dem Messer grob gehackt

Zubereitung:

Backofen auf 180° Ober-, Unterhitze vorheizen.

Mehl sieben und mit Salz und Backpulver mischen. In einer Rührschüssel die weiche Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und die Eier nacheinander unterrühren. Das Mehl dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Zuletzt die gehackten Oreokekse unterarbeiten.

Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech zu einem langen Laib formen. Für etwa 30 Minuten backen und anschließend leicht abkühlen lassen. Die Teigrolle in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese nochmals nebeneinander auf das Backblech legen. Die Cantuccini nochmals für ca. 9  Minuten backen – Fertig!

 

Carrot-Ginger-Cake with Creamcheese

Dienstag, 17. Januar 2012

Rock the kitchen proudly presents: Der erste Kuchen im neuen Jahr, endlich! Lange hat es gedauert und so wurde es aber auch wirklich Zeit, der Januar ist schließlich schon wieder so gut wie vorbei – und dann immer noch kein Süßkram in Sicht?      

Eingeläutet wird die Kuchen-Saison mit einem herrlich saftigen, leicht fruchtig-scharfen und einem nicht zu süßen Karotten-Ingwer-Kuchen. Aufs Dach gibts anstatt einer ordinären Puderzuckerglasur mal zur Abwechslung ne ordentliche Portion cremigsten Frischkäse und der Boden ist dank viel Nuss und wenig Mehl schon fast “al dente”. Gekrönt wird das Ganze natürlich – wie sollte es auch anders sein – mit bildhübschen Möhrchen. Auch noch erwähnenswert: Ganz ohne Butter und mit wenig Zucker ist dieser ”first Cake” auch noch wunderbar vorsatzkompatibel. Versprochen… ;-)

Zutaten (Springform, 26 cm):

400 g Karotten
60 g kandierter Ingwer
50 g Marzipan-Rohmasse
4 Eier (M)
80 g Zucker
1 Prise Salz
40 g Dinkel-Vollkornmehl
1 TL Backpulver
1 TL gemahlener Zimt
Abrieb einer Bio-Orange
1 Msp. gemahlener Kardamom
100 g geriebene Haselnüsse
100 g geriebene Walnüsse

250 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
80 g Puderzucker
12 Marzipankarotten

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen.

Karotten schälen und fein raspeln und mit Hilfe eines Geschirrtuches gründlich ausdrücken. Ingwer fein hacken oder pürieren.

Marzipan grob reiben. Eier trennen. Marzipan, Orangenabrieb, Eigelb und 3 EL heißes Wasser mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Eiweis, Zucker und Salz steif schlagen.

Mehl, Backpulver, Gewürze und Nüsse gründlich vermischen. Eigelbmasse, Eiweiß, Karotten und Ingwer mit einem Spatel mischen und unter die Mehl-Nussmischung heben. Die Teigmasse in die vorbereitete Springform füllen und bei 180 Grad ca. 35-40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Frischkäse und gesiebten Puderzucker glatt rühren. Den Carrot-Ginger-Cake aus der Form schneiden, mit der Frischkäsemasse bestreichen und mit den Marzipankarotten dekorieren – Fertig!

Vanillekipferl mit Tonkabohne

Sonntag, 27. November 2011

Zum heutigen 1. Advent empfehle ich ganz einfach den Klassiker schlechthin, aber wie sollte es auch ander sein, etwas verfeinert: Vanillekipferl, mit göttlicher Tonkabohne aromatisiert. Jeder kennt sie und die meisten lieben diese süßen, mandeligen Hörnchen mit dem vanillig-süßen und herrlich fein-glitzernden Zuckerüberzug. Wer denkt da nicht an funkelnde Diamanten? ;-)

Aber keine Angst, der Verzehr von etwas zuviel verbackener Tonkabohne trübt in keinster Weise meine Sicht auf gebackene Dinge, ich liebe einfach den marzipanig-mandeligen Geschmack welcher hervorragend zu Vanillekipferl passt. Da hätte ich ja echt schon mal etwas früher drauf kommen können.

Wie auch immer, ob mit oder ohne Tonkabohne – ich wünsche euch heute allen schon mal viele genussvolle Adventstage und eine hoffentlich stressfreie Adventszeit mit möglichst vielen (kulinarischen) Überraschungen!

Zutaten für ca. 65 Stück:

200 g kalte Butter
80 g Zucker
120 g gemahlene Mandeln
250 g Mehl
1 Prise Salz
Mark von 1 Vanilleschote
1/2 Tonkabohne, ohne Haut gerieben

Zum Wälzen: ca. 80 g selbstgemachter Vanillezucker mit 1/4 geriebenen Tonkabohne vermischt

Zubereitung:

Butter mit Zucker, Vanillemark, fein geriebener Tonkabohne, Mandeln, Mehl und Salz verkneten. In Folie gewickelt mindestens 1 Stunde kühlen.

Backblech mit Backpapier auslegen. Backofen auf 170 Grad vorheizen. Vom Teig walnußgroße Stücke abnehmen und zu Würsten mit spitzen Enden rollen. Zu Hörnchen biegen und auf ein Blech setzen.

Die Vanillekipferl ca. 10-12 Minuten backen – darauf achten, dass die Spitzen nicht zu dunkel werden. Die noch heißen Vanillekipferl im Vanillezucker wenden.

Double Chocolate Cheesecake Muffins

Montag, 21. November 2011

Meine ausgeprägte Zuneigung zur Käsekuchen-Schokoladen-Kombination ist ja seit dem Brownie-Käsekuchen landläufig bekannt. Für unterwegs gestalltet sich der kleckerfreie Verzehr für diesen Kuchen allerdings etwas schwierig. Aus dieser Not heraus gibt es braun/gelb jetzt auch auf die Hand – und zwar in appetitlicher und verzehrfreundlicher Form.

Vielen von euch werden diese Double Chocolate Cheesecake Muffins schon irgendwie bekannt vorkommen, es gab sie lange vorher schon hier, hier, hier, hier und hier - und bestimmt habe ich noch viele andere übersehen. Aber weil die Teilchen ausgesprochen hübsch aussehen und auch noch sensationell schokoladig schmecken konnte ich wie so oft nur schwer wiederstehen. Bei meiner Version der Muffins kam allerdings eine winterlich-weihnachtliche Note in Form von Marzipan und Spekulatiusgeschmack mit ins Spiel, ganz ohne Veränderung gehts ja wohl wirklich nicht.

Gedacht waren die Muffins eigentlich für den Geburtstags-Blitz-Blogevent von Alice, den ich aber leider in der Hektik irgendwie verdrängt hatte - ich war mit meiner Kreation etwas zu spät. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben, die Muffins schmecken Dir, liebe Alice, hoffentlich auch im nächsten Jahr… ;-)

Zutaten:

125 g Zartbitterschokolade (85%)
50 g Zartbitterschokolade, gehackt (70 %)
30 g Butter
1 TL Kakaosplitter
1 EL Kakaopulver
200 g Mehl (Typ 1050)
2 Eier
100 g Zucker
200 ml Milch
1 TL Backpulver
1 TL Spekulatiusgewürz

230 g Doppelrahmfrischkäse
30 g Zucker
50 g Marzipan
20 g Kartoffelstärke
1 Ei
Mark einer Vanilleschote

12 Muffins-Papierförmchen

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Cheescake-Schicht das Marzipan fein reiben. Marzipan und Ei und Zucker mit dem Rührgerät cremig schlagen. Vanillemark, Kartoffelstärke und Doppelrahmfrischkäse gründlich unterrühren. Kühl stellen.

125 g Zartbitterschokolade (85 %) zusammen mit der Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen. Leicht auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Eier und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Kakaopulver, Kakaosplitter, gehackte Zartbitterschokolade (70 %), Mehl, Backpulver und Spekulatiusgewürz vermischen.

Geschmolzene Schokolade langsam zur Zucker-Ei-Mischung gießen und mit dem Handrührgerät gründlich verrühren. Abwechselnd die Milch und die Mehlmischung unterrühren. Die Schokomasse auf eine mit 12 Muffinsförmchen ausgekleidete Muffinsbackform verteilen. Das Cheescake-Topping ebenfalls gleichmäßig auf dem Schokoteig verteilen. Die Muffins ca. 18-20 Minuten bei 180 Grad backen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Lebkuchen mit Anis und Tonkabohne

Freitag, 11. November 2011

Auch wenn einige “not amused” über vor-vorweihnachtliche Backaktionen sind oder sich leicht unter Druck gesetzt fühlen, da müßt ihr jetzt alle nochmal durch!

Zu verdanken habt ihr dieses weitere weihnachtliche Kreation Tobias, denn er ruft nach einer kleinen Event-Pause wieder zum Kochevent auf. Dieses Mal dreht sich alles um Gewürze und Kräuter die in der mediterranen Küche gebräuchlich sind oder im Mittelmeerraum angesiedelt sind – den Anfang macht Anis.

Von mediterraner Küche sind meine Lebkuchen zwar meilenweit entfernt, doch bei Anis handelt es sich um ein schon fast unverzichtbares Gewürz in den aromatischen, nussig-saftigen und runden Fladen bzw. allgemein in der weihnachtlichen Bäckerei. Gepimpt wurden die Lebkuchen aber noch zusätzlich mit Tonkabohne, welche hervorragend mit den restlichen Zutaten harmoniert und ihnen das besondere Etwas verleihen. Das Böhnchen ist aber nicht zwingend notwendig, die Lebkuchen schmecken aber genauso gut ohne…

Zutaten für ca. 15 Stück:

200 g Marzipanrohmasse
50 g Zitronat
50 g Orangeat
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
4 Eiweiß
1 Tonkabohne, gemahlen
50 g gemahlene Mandeln
50 g gemahlene Haselnüsse
30 g gehackte Walnüsse
80 g Dinkel-Vollkornmehl
1/2 TL Anis
je eine Msp. gem. Zimt, Nelke, Koriander, Fenchel, Piment, Muskat und Kardamon (alternativ Lebkuchengewürz)

Außerdem:

15 runde Vollkornoblatten (7 cm)
200 g Zartbitterkuvertüre
50 g weiße Kuvertüre

Kochevent- Mediterrane Kräuter und Gewürze - Anis - TOBIAS KOCHT! vom 1.11.2011 bis 1.12.2011

Zubereitung:

Orangeat und Zitronat fein hacken. Marzipan ebenfalls hacken. Marzipan, Eiweiße, Zucker und Salz in einer Schüssel mit dem Handrührgerät zu einer glatten und cremigen Masse schlagen. Orangeat und Zitronat unterrühren. Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Backpulver, Gewürze, Tonkabohne und Vollkornmehl mischen und ebenfalls unterrühren.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. 2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche vorbereiten. Mit einem Eiskugelportionierer jeweils eine halbe “Kugel ” Lebkuchenteig in die Mitte einer Oblatte geben. Einen kleinen Oblattenrand freilassen, da die Masse beim Backen etwas auseinanderläuft. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Zartbitterkuvertüre und weiße Kuvertüre grob hacken und jeweils getrenne über dem Wasserbad bei kleiner Hitze schmelzen lassen. Lebkuchen mit Hilfe eines Pinsels mit der dunklen Kuvertüre bestreichen und kurz antrocknen lassen. Weiße Kuvertüre in einen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Spitze abschneiden und die Lebkuchen damit nach Lust und Laune verzieren. Lebkuchen kut trocknen lassen und in einer Dose aufbewahren.

Rosmarin-Heidesand

Dienstag, 08. November 2011

Und damit die antrainierte bzw. angeknetete und stramme Oberarmmuskulatur nicht nach zwei Tagen wieder zu erschlaffen droht, gibts von mir passenderweise noch was auf, ähhh für die Arme. Wer aber ein männliches Wesen oder gar eine gut funktionierende Küchenmaschine sein Eigen nennen darf – oder schlichtweg einfach keine Lust verspürt – verwende zum Teigkneten diese und bleibt dafür buchstäblich auf den Kalorien sitzen.

Aber keine Angst, ich ernähre mich nicht ausschließlich von Plätzchen & Co, wie es wohl im Moment schon fast den Anschein macht – ich doch nicht!  Ganz standhaft probiere ich ein Stück und der Rest wandert ganz gesittet in die Keksdose und wartet auf seine weitere Bestimmung.

Wiederentdeckt habe ich diese suchtgefährdenden, buttrig-aromatischen Weihnachtskekse in der Essen & Trinken Nr. 11/09, irgendwie ist die Plätzchenauswahl in der aktuellen Ausgabe für meinen Geschmack nicht ganz so glücklich verlaufen. Aber egal, dafür gibts Rosmarin Heidesand!

 

Zutaten für ca. 40 Stück:

200 g Butter
230 g Zucker
1 Vanilleschote
3/4 TL Salz
1 Ei (M)
2 Zweige Rosmarin
320 g Mehl
abgeriebene Schale von 1/2 Biozitrone
Mehl zum Bearbeiten

Zubereitung:

Für den Teig Butter, 180 g Zucker, Vanillemark und Salz in einer Schüssel mit den Quirlen des Händrührers cremig rühren. Das Ei mit der Gabel etwas verquirlen, zugeben und die Masse kurz aufschlagen.

Rosmarinnadeln von den Stielen zupfen und fein hacken. Mehl sieben und mit den Rosmarinnadeln unter den Teig kneten. Teig zu einer Kugel formen, flach drücken und in Klarsichfolie verpackt mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Teig halbieren, jede Hälfte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer 40 cm langen Rolle formen.

Den restlichen Zucker mit der Zitronenschale mischen, auf die Arbeitsfläche geben und die Teigrollen darin wälzen. Erneut 2 Stunden kalt stellen.

Die Teigrollen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese mit etwas Abstand auf 2 mit Backpapier belegte Backbleche legen. Nacheinander im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf der 2. Schiene von unten in 12-15 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Rezept aus Essen & Trinken Nr. 11/09

Mohn-Marzipan-Herzen

Samstag, 05. November 2011

Mohn-Marzipan? Na, schon mal gehört? Richtig, diese leckere Kombination gabs erst in etwas kühlerer und cremiger Form *klick*. Weil die Kombi aber schlichtweg absolut super miteinander harmoniert einfach lecker schmeckt, gibts quasi heute Marzipan-Mohn “reloaded”!

Wie in dieser Zeit unschwer in den örtlichen Supermärkten zu erkennen ist, bewegen wir uns langsam aber sicher auf die Vorweihnachtszeit zu. Alle Jahre wieder treffen sich anscheinend Schokoladenindustriebarone und korrupte Supermarktkettenbesitzer, in verschwörerischer Runde und zigarrenrauchgeschwängerten Hinterzimmern und beschließen den Start der Weihnachtszeit, weit bevor das letzte bunt gefärbte Blatt seinen Weg zu Boden gefunden hat. 

Angesichts dieser aussichtslosen Situation scheint Gegenwehr ja schon fast zwecklos, oder? Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so gibt es doch eine Lösung: Angriff ist die beste Verteidigung und deswegen wird jetzt zurück- gebacken! Demnächst auch hier im Online-Shop erhältlich…  ;-) Nein, natürlich nicht! Oder vielleicht doch?

Zutaten:

180 g Butter
100 g Puderzucker
1 Prise Salz
300 g Mehl (Typ 1050)
1 Ei (M)
50 g Mohn
80 g Marzipanrohmasse
Mark einer Vanilleschote
5 Tropfen Bittermandelöl
Abrieb einer Bio-Zitrone

100 g Kirschmarmelade
Puderzucker und Kuvertüre zum dekorieren

Zubereitung:

Marzipanrohmasse mit einem schweren Messer grob hacken. Marzipan mit den restlichen Teigzutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ca. 2-3 mm dünn ausrollen. Mit Plätzchenausstechern dicht an dicht Formen ausstechen. Sofort auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.

Die Plätzchen nacheinander im Backofen bei 180 Grad ca. 8 - 9 Minuten backen. Plätzchen auf den Blechen abkühlen lassen.  Die Kirschmarmelade durch ein Sieb streichen und in einen Einwegspritzbeutel geben. Die Spitze knapp abschneiden. Die Konfitüre auf der Hälfte der restlichen verteilen, dabei einen 1/2 cm breiten Rand lassen. Den Deckel aufsetzen und leicht andrücken. Je nach Belieben die fertigen Plätzchen mit Puderzucker bestreuen oder zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterkuvertüre tauchen. 

 

 

Alle Jahre wieder….

Montag, 24. Oktober 2011

 

Kommt euch folgendes bekannt vor? In genau 2 Monaten ist Heiligabend und in der Plätzchendose herrscht gähnende Leere. Eigentlich Zeit genug um sich noch ausgiebig Gedanken über die bevorstehende Weihnachtsbäckerei  zu machen, oder?  So ne “gedachte” Backaktion gestaltet sich quasi ganz schnell mal kontraproduktiv, wenn absolut keine brauchbaren Ideen im Kopf herumschwirren bzw. mich Rezepte in Büchern und Zeit- schriften ansprechen.

Was aber auch in diesem Jahr auf keinen Fall fehlen darf ist diese göttliche Panforte di Siena, die mich neben Nüssen, Honig, Mandeln und kandierten Früchten noch mit jeder Menge Gewürze immer wieder aufs neue “verzaubert”. Richtig (lang) durchgezogen schmeckt mir dieses aromatische, toskanische Weihnachtsgebäck besser als jeder Stollen. Also nicht erst 3 Tage vor Weihnachten backen… ;-)

Ja ist denn heut schon Weihnachten? Fast, denn zur Feier des Tages verlose ich auf diesem Wege  2  nigelnagelneue Kochbü- cher Scheiße, was koche ich heute, welches 55 tolle Rezepte deutschsprachiger Foodblogs enthält - unter anderem mit mei- ner Wenigkeit ;-).

Außerdem das DVD-Paket “ Blood into wine”, einem ehrlichen und satirischen Dokumentarfilm über die Geschichte des TOOL-Sängers Maynard James Keenan und seinem Weinbau unter extremsten Klimabedingungen in der Wüste von Arizona. Sehr sehenswert!

Teilnehmen ist ganz leicht, hinterlasst einfach unter diesem Artikel einen kurzen Kommentar mit eurem liebsten Weih- nachtsgebäck, Plätzchenrezept usw… vielleicht sogar als kleine, aber feine Inspirationsquelle für mich? ;-)  Bei anonymen Kommentaren wäre nur eine gültige E-Mail-Adresse von Vorteil, ansonsten steht dieser Verlosung nichts mehr im Wege. Einsendeschluß ist Sonntag, der 30.10.2011 um 24.00 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!

Flammkuchen mit Kürbis, Gorgonzola und Pinienkernen

Samstag, 08. Oktober 2011

Dieses Mal hab ich es mir ja besonders leicht gemacht und habe mir die Idee und das Rezept für diesen köstlich-knusprigen Flammkuchen von den netten Damen und Herren Kollegen zusammengemopst, ganz schön frech, oder? Ein bißchen von Mestolo, etwas von Alice und ein wenig von Petra - ganz schön praktisch, wenns so viele schon vor mir gemacht haben…

Also alles nur geklaut? Nicht ganz. Knoblauch und Pinienker- ne  gabs von mir noch oben drauf  und auch die gesamten Zutaten für das leckere Backwerk wurden von mir natürlich wie immer ehrlich erworben ;-)

Und weil dieses Rezept gerade vorzüglich zum aktuellen Blog-Event  von Franzi und Anna passt, steuere ich den Flammkuchen mit Kürbis, Gorgonzola und Pinienkernen doch sehr gerne dazu bei. Beim 1. Kochevent von “Wo gehts zum Gemüseregal?” dreht sich dieses Mal alles um das Thema ”Herbst-vegetarisch” – eh genau mein Geschmack. Liebe Franzi, liebe Anna – lasst euch den Flammkuchen schmecken!

Zutaten für 2 Flammkuchen:

200 g Weizenmehl (Typ 1050)
2 EL Hartweizengrieß
5 g Hefe
130 ml Wasser
Salz

70 g Kürbis (Hokkaido)
50 g Creme Fraîche
2 Knoblauchzehen
80 g Gorgonzola
30 g Pinienkerne
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Boden zu einen geschmeidigen Teig verkneten und zu einer Kugel formen. 30 Minuten gehen lassen und anschließend über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen mit Backblech auf 250 Grad vorheizen. Die Teigkugel nochmals durchkneten und bei Zimmertemperatur aufwärmen lassen.

Den Teig in 2 Teile teilen und jeweils ausrollen. Jeden Teigfladen mit einem Esslöffel Creme Fraîche bestreichen und mit jeweils der Hälfte des Gorgonzolas belegen. Knoblauch in sehr dünne Scheiben schneiden und ebenfalls die Flammkuchen damit belegen. Zum Schluß den Kürbis mit dem Sparschäler in feine Scheiben “schälen” und mit den Pinienkernen auf dem Flammkuchen verteilen.

Den Flammkuchen mit dem Backpapier auf das heiße Backblech ziehen und ca. 8 Minuten backen. Mit Pfeffer aus der Mühle würzen – Fertig!

Triple Chocolate Cookies

Montag, 03. Oktober 2011

Eine Überdosis Schokolade gefällig? Dann Ofen an und sofort nachbacken…

Aber für Risiken und Nebenwirkungen entziehe ich mich natürlich wieder mal jeglicher Verantwortung – denn bei Mißbrauch oder nach einem ausschweifendem Cookie-Gelage und mit viel Pech landen die köstlichen Kekse dann ungünstigerweise direkt auf den Hüften.

Und damit ganz viel Schokolade auf möglichst kleinstem Raum Platz findet, gesellen sich zu den unzähligen, knackigen Schokostückchen noch heimlich geschmolzene Kuvertüre UND Kakao zum Teig – mehr geht einfach nicht mehr. Das Ergebnis sind sehr schokoladige und absolut simpel herzustellende Triple Chocolate Cookies, die außerdem auch optisch nicht zu verachten sind. Perfekt für die Feiertags-Kaffeetafel!

Zutaten für ca. 20 Stück:

120 g Butter
1 Ei (M)
140 g Zucker
150 g Mehl
120 g Zartbitterkuvertüre (Valrhona)
30 g Kakao
50 g gemahlene Mandeln
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Mark einer Vanilleschote
100 g weiße Schokolade
60 g Vollmilchschokolade
60 g Zartbitterschokolade

Zubereitung:

Backofen auf 160 Grad vorheizen. Weiße, Vollmilch- und Zart- bitterschokolade grob hacken.

Kuvertüre schmelzen und beiseite stellen. Weiche Butter, Zucker und Ei mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Leicht abgekühlte Kuvertüre unterrühren. Mehl, Kakao, Backpulver, Vanillemark, Mandeln und Mehl rasch unterheben. Zum Schluß die gehackte Schokolade zugeben.

Mit dem Eiskugelportionierer jeweils eine kleine Menge Teig abstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzten, dabei auf  einen ausreichenden Abstand achten. Die Cookies ca. 20 Minuten backen, anschließend auf dem Backblech abkühlen lassen.