Bärlauchspätzle auf Bordeaux-Parmesan-Creme mit Röstzwiebeln

Perfekte Spätzle gibts nur im Schwabenland? Mag ja sein, aber bei mir sind sie nicht nur wohlschmeckend sondern auch noch bunt. Nicht Herbstlaub-kunterbunt, sondern passend zum Frühjahr Bärlauch-grün. Im restlichen Jahresverlauf kann es dann gerne farblich und geschmacklich anderweitig übertrieben werden.

Aber egal, Spätzle gehen eigentlich immer und erfreuen in Kombination mit einer käsigen Sauce, knusprigen Röstzwiebeln, Salat und Wein wieder mal die Geschmacks- rezeptoren meiner Zunge.  By the way…

Aber zurück zum Bärlauch. Im Wasser gekocht verlieren die Spätzle meiner Meinung nach ein klein bißchen vom tollen und aromatischen Geschmack des Lauchgewächses. Aber keine Angst, es bleibt trotzdem ein dezentes  Bärlaucharoma übrig.

Zutaten für 2 Personen:

250 g Mehl (Typ 1050)
3 Eier (M)
60 g Bärlauch
Salz

15 g Butter
15 g  Mehl
50 ml weißer Bordeaux
180 ml Milch (1,5 %)
50 g Parmesan, gerieben
weißer Pfeffer
Muskatnuß
Salz

2 kleine rote Zwiebeln
1 TL Mehl
Paprikapulver
Salz
Rapsöl

Zubereitung:

Bärlauch mit wenig Wasser im Mixer fein pürrieren. Mehl, Eier und Bärlauch und Salz in einer Schüssel gründlich vermegen. Mit einem Kochlöffel so lange schlagen bis der Teig Blasen wirft. Wenn der Teig langsam und zäh vom Löffel fließt ohne zu reißen, hat er die richtige Konsistenz. Anderenfalls noch etwas Wasser oder Mehl zugeben.

Einen Großen mit Wasser zum Kochen bringen. Salzen. Ein Sieb zum Abtropfen und eine Schüssel bereitstellen. Teig mit der Spätzlepresse oder dem Spätzlebrett ins Wasser pressen bzw. schaben. Wenn die Spätzle wieder an die Wasseroberfläche steigen sind sie fertig. Mit der Schaumkelle aus dem Wasser heben und in die bereitgestellte, vorge- wärmte Schüssel geben. 

Butter in einem Topf erhitzen aber nicht bräunen. Mehl mit dem Schneebesen in die Butter einrühren und kurz anschwitzen. Wein und Milch unter Rühren zugeben und darauf achten daß keine Klümpchen entstehen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß abschmecken und unter Rühren 15-20 Minuten köcheln lassen daß der Mehlgeschmack verschwindet. Zum Schluß den geriebenen Parmesan unter die Sauce ziehen.

Zwiebeln schälen und in feine Ringe hobeln. Mit dem Mehl bestäuben und mit salz und Paprikapulver würzen. Öl in einer Panne erhitzen und die Zwiebeln goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Bärlauchspätzle mit der Käsecreme auf einem Teller anrichten. Mit Röstzwiebeln bestreuen und evtl. mit Kresse oder Sprossen garnieren.

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7 Antworten zu “Bärlauchspätzle auf Bordeaux-Parmesan-Creme mit Röstzwiebeln”

  1. Ina sagt:

    Boah, sehen die toll aus! Wenn sie nur halb so gut schmecken, kannst du jeder schwäbischen Hausfrau zeigen, wo’s lang geht :)
    Und wenn du sogar ein Spätzlebrett /-presse besitzt, bist du schon ein ganzes Stück weiter als ich, obwohl ich dort immerhin die Hälfte meines Lebens verbracht hab… Aber für diese Leckerei sollte man sich glatt man wieder ans Schaben wagen!

    Liebe Grüße,
    Ina

  2. Nein, nicht nur im Schwabenland, sondern auch des oefteren bei uns in den Colorado Rockies. Wir lieben naemlich Spaetzle und da muss man auch kein Schwabe dafuer sein.
    Was fuer eine neue tolle Rezeptidee. Gefaellt mir sehr gut. Thanks.
    Kirsten

  3. KochSchlampe sagt:

    Wie praktisch: nach etwa zweijähriger Abwesenheit hat meine Spätzlepresse gerade wieder ihren Weg in meine Küche zurückgefunden.

  4. zorra sagt:

    Ja, Spätzli gehen immer und deine sind noch so toll in Szene gesetzt. Fast zu schön zum essen.

  5. Kirsten sagt:

    Boah, damit hast Du sowas von meinen Geschmack getroffen! Leider hab ich noch nie Spätzle selbst gemacht und besitze auch kein entsprechendes Equipment – auch was, das ich dieses Jahr mal ändern sollte…

  6. Anikó sagt:

    Grün allerorten :-) Sehen sehr gut aus und da ich morgen auch geplant habe Bärlauch zu ernten, ich weiß was außer Pesto und Bärlauchbutte noch draus wird :-)
    Übrigens mag ich den Teller sehr, so schön altmodisch :-)

  7. Sylvia sagt:

    @Ina: Was sich reimt ist gut! ;-) Viel Spaß beim schaben…

    @My kitchen in the Rockies: Wie wahr, für leckere Spätzle muß man wirklich kein Schwabe sein!

    @Kochschlampe: Wie schön, da freut sich die Spätzlepresse bestimmt…

    @Zorra: Dankeschön, aber der Hunger war zu stark! ;-)

    @Kirsten: Wär doch was für den Weihnachts-Wunschzettel falls Du es noch so lange aushälts…Der Rest erledigt sich dann fast von allein… ;-)

    @Anikó: Ich liebe altmodische Teller, aber was zum Henker ist Bärlauchbutte? :-)

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