Archiv für die Kategorie ‘Brot’

Vollkorn-Bagels

Sonntag, 07. April 2013

Bagels? Oft gehört und gelesen, aber nie gegessen oder sogar gebacken. Warum eigentlich?

Auf die Idee Vollkorn-Bagels zu backen brachte mich Cynthia Barcomi, denn in ihrem neuen Buch “Let´s bake” entdeckte ich ein tolles Rezept für Vollkorn-Bagels. Mit kleinen Abänderungen (komplett Vollkorn anstatt der im Original-Rezept angegebenen 50% Vollkornmehl und 50% Weizenmehl Typ 550, etwas weniger Zucker, plus Weizenkeime) machte ich mich sofort ans Werk. Hier, hier, hier und hier finden sich übrigens noch weitere begeisterte Bagel-Fans. Zwar nicht in der Vollkorn-Variante dafür aber immer von Cynthia Barcomi.

Fazit: Diese kleinen Kringel mit Loch in der Mitte schmecken wirklich super und haben sich mittlerweile zum absoluten Lieblings-Frühstücksgebäck gemausert. Der einzige Nachteil ist die etwas aufwendigere Zubereitung – die Bagels müssen vor dem Backen 2 Minuten noch ein zusätzliches heißes Wasserbad nehmen. Ich bereite mittlerweile der Einfachheit einfach größere Mengen zu, friere sie ein, und backe sie einfach fürs Frühstück portionsweise frisch auf. Meine Lieblingskombination zum Frühstück ist im Moment übrigens Frischkäse, Avocado, roher Schinken und Radieschensprossen!

Zutaten für 8 Bagels

500 g Dinkel-Vollkornmehl
1 TL Weizenkeime
7 g Trockenhefe
20 g brauner Zucker
10 g Salz
200 ml Wasser
40 ml Rapsöl
1 Ei (M)
20 g Zucker für das Kochwasser

Sesam, Mohn, Haferflocken, Weizenkeime zum Bestreuen (nach Belieben)

Zubereitung

Mehl, Trockenhefe, Weizenkeime, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Wasser, Rapsöl und Ei zu den trockenen Zutaten geben. Den Teig mit der Küchenmaschine oder mit der Hand ca. 4 Minuten kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel zurücklegen, mit einem feuchten Geschirrtuch bedecken und ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig in 8 Teile teilen. Die einzelnen Teigstücke zu einer gleichmäßigen Kugel formen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen. Mit dem bemehlten Ende eines Kochlöffels in jede Teigkugel ein Loch drücken. Das Loch mit der Hand vorsichtig etwas größer ziehen. Die fertig geformten Bagels nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

Ofen auf 215 Grad vorheizen.

Einen großen Topf Wasser mit 20 Gramm Zucker zum Kochen bringen. Wenn das Wasser koch, so viele Bagels wie möglich hineinlegen. Die Bagels sollten sich dabei aber nicht berühren. Die Bagels 2 Minuten kochen lassen, anschließend mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Jetzt die Bagels ganz nach Belieben mit Mohn, Sesam, Haferflocken usw. bestreuen. Auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen.

Eine passende und absolut stylische Behausung für Bagels und alle anderen Backwaren: Der Brotkasten Grandy von Wesco wurde mir im Rahmen einer Kooperation kostenlos von Home24.de  zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! 

Frühstücks-Waffeln

Dienstag, 26. Februar 2013

Normalerweise beschränken sich meine Frühstücksgewohnheiten unter der Woche eher ziemlich banal auf Basics wie Brot, Butter, Käse, Müsli, Joghurt und etwas Gemüse.  Aber am Wochenende, jaaaa, da darf es auch schon mal eine richtig ausgedehnte und aufwendige Frühstückssause mit z.B. Spinat-Feta-Rührei, Omelette, Lachs, Antipasti, Pancakes oder Zimtschnecken sein. Da ich aber seit kurzem stolze Besitzerin eines Waffeleisens bin, sind Waffeln am Frühstückstisch natürlich “obligatorisch”, egal ob süß oder deftig.

Für den ersten Einsatz am Frühstückstisch entschied ich mich für herzhafte All-in-One Frühstücks-Waffeln. Vollkornmehl, Streichfett, Käse, Schinken, Ei, Milch und Grünzeug – alles drin was es für einen anständigen Start in den Tag so braucht. Es empfiehlt sich allerdings, den Kaffee separat dazu zu reichen … ;-)

Keine Lust auf Schinken? Die Frühstücks-Waffeln lassen sich prima nach Geschmack und Kühlschrankinhalt abändern und schmecken garantiert auch mit Röstzwiebeln, gehackten Oliven, gewürfelten getrocknete Tomaten, Salami, verschiedensten Kräutern usw., der kulinarischen Fantasie sind hier zum Glück keine Grenzen gesetzt. Fürs Katerfrühstück vielleicht sogar mit Sardellen und Kapern? Kleiner Tipp: Man kann die Frühstücks-Waffeln auch prima vorbereiten und anschließend einfrieren (wie übrigens alle Waffeln) und bei “Bedarf” im Toaster wieder aufbacken – schmecken wie frisch gebacken!

Zutaten für ca. 10 runde Waffeln

40 g Butter
2 Eigelb (M)
250 ml Milch
1 EL Tomatenmark
75 g Dinkelvollkornmehl
75 g Roggenvollkornmehl
100 g Schinken (nach Geschmack, gekocht oder roh)
60 g würziger Käse (z.B. Appenzeller)
30 g Parmesan
2 Eiweiß (M)
1 EL Schnittlauchröllchen
Salz
Pfeffer
Paprikapulver

Zubereitung

Die Butter zerlasssen und etwas abkühlen lassen. Eiweiß steif schlagen und kühl stellen. Mehle, Eigelb, Tomatenmark, Milch und die abgekühlte Butter mit dem Handrührgerät verrühren. Den Teig ca. 10 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit den Schinken fein würfeln. Käse fein reiben. Schinken, Käse, Eiweiß und Schnittlauchröllchen unter den Teig heben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Das Waffeleisen erhitzen ganz leicht mit Öl auspinseln. Nacheinander die Waffeln backen und sofort servieren.

 

Kürbiskern-Grissini

Dienstag, 05. Februar 2013

Schon wieder Grissini. In so kurzer Zeit haben es wohl noch keine zwei, fast gleichen, Rezepte hintereinander in den Blog geschafft. Aber bei so viel Begeisterung für die länglichen Brotstangen drücke ich (und hoffentlich ihr) schon mal ein Auge zu. Was muss, dass muss!

Wobei die Betonung natürlich auf “fast gleich” liegt. Im Gegensatz zum  Grissini-Vorgänger  mit schwarzen Oliven und Parmesan, wurde hier ein Teil des Mehles einfach durch geröstetes Kürbismehl ersetzt. Außerdem wurden die Teigstränge ebenso auf diesem Mehl gerollt, was ihnen zusätzlich noch eine tolle Optik verleiht. Das Kürbismehl habe ich übrigens ganz zufällig beim Mehl-Großeinkauf  in der heimatlichen Mühle entdeckt und war sofort schwer begeistert – Kürbiskerne in pulverisierter Form fanden bis jetzt noch nicht den Weg in das heimische  Küchenregal.

Zutaten für ca. 20 Stück

100g Mehl (Typ 1050)
25 g Kürbismehl
2 EL Kürbiskernöl
10 g Hefe, frisch
1/2 TL Zucker
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz

Zubereitung

Hefe in 70 ml lauwarmes Wasser bröckeln und auflösen. 100 g Mehl, 25 g Kürbismehl, Kürbiskernöl, Zucker, Backpulver und 1/2 TL Salz mischen. Hefewasser zufügen. Mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Mehl zugeben. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen (E-Herd 225 Grad).

Den Teig kurz durchkneten und zu einem Strang formen. Den Strang in ca. 20 gleich große Stücke teilen. Jeweils auf etwas Kürbiskernmehl zu knapp 1/2 cm dünnen Strängen rollen.

Teigstränge nebeneinander aufs Blech geben. Im heißen Ofen (mittlere Schiene) 5-6 Minuten goldbraun backen. Grissini herausnehmen, samt Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen. Trocken lagern.

Grissini mit schwarzen Oliven und Parmesan

Freitag, 01. Februar 2013

Wann habe ich wohl meine vielleicht ersten Grissini gegessen? Muß wohl schon sehr lange zurückliegen, irgendwie kann ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern. Genauso wenig wie ich mich an die letzte Grissini-Mahlzeit erinnern kann, habe ich auch nie einen klitzekleinen Gedanken an die Zubereitung der dünnen, mürben und vielleicht sogar etwas langweiligen Brotstangen verschwendet. Die einzelnen Grissini-Stangen von Hand selbst rollen? Never ever, viel zu zeitaufwendig.

Alles änderte sich aber, als ich ein tolles Rezept in der neuen Lecker-Bakery entdeckte. Grissini mit schwarzen Oliven. Mein Weltbild wurde zum Glück wieder gründlich zurechtgerückt, denn die Herstellung geht wirklich unerwartet fix von der Hand. Der Teig lässt sich viel leichter bearbeiten als gedacht, er reisst nicht und das Wichtigste: Die Brotstangen lassen sich relativ schnell und gleichmäßig rollen – perfekt für mich.

Das Originalrezept wurde allerdings ein kleines bisschen abgeändert. Etwas mehr Knoblauch, als Zugabe Parmesan und Mehl vom Typ 1050. Schmeckt und wird garantiert wieder gebacken!

Zutaten für ca. 30 Stück

75 g schwarze Oliven, entsteint
1 Knoblauchzehe
1 EL Parmesan, fein gerieben
2 EL Olivenöl
10 g Hefe, frisch
125 g Mehl (Typ 1050)
1/2 TL Zucker
1/2 TL Backpulver
Salz

Zubereitung

Oliven abtropfen lassen und grob hacken. Knoblauch schälen und würfeln. Oliven, Knoblauch und Öl mit dem Stabmixer pürieren.

Hefe in 70 ml lauwarmes Wasser bröckeln und auflösen. 125 g Mehl, Zucker, Parmesan, Backpulver und 1/2 TL Salz mischen. Hefewasser zufügen. Mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Olivenpüree mit einem weiteren EL Mehl unter den Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen (E-Herd 225 Grad).

Den Teig kurz durchkneten und zu einem Strang formen. Den Strang in ca. 30 gleich große Stücke teilen. Jeweils auf etwas Mehl zu knapp 1/2 cm dünnen Strängen rollen.

Teigstränge aufs Blech geben. Im heißen Ofen 5-6 Minuten goldbraun backen. Grissini herausnehmen, samt Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen. Trocken lagern.

Vollkornbrot mit Weizenkeimen

Sonntag, 27. Januar 2013

Ich hoffe ihr hattet eine stressfreie Woche und genießt den Sonntag in vollen Zügen! Mein kompletter Sonntag steht ganz im Zeichen des Blog-Relaunch, den ich auch schon überhaupt nicht mehr erwarten kann. Ein Ende ist jetzt zumindest in Sicht, auch wenn doch noch etwas Zeit investiert werden muss. Soll ja schließlich alles perfekt sein, oder? Aber ihr dürft gespannt sein und ich hoffe dass das neue Design gefällt!

Lange Rede, kurzer Sinn – trotzdem möchte ich euch auf keinen Fall meine neue Liebe vorenthalten: selbstgebackenes Vollkornbrot. Das Vollkornbrot-Angebot  hierzuorte lässt mich nicht unbedingt vor Freude am guten Geschmack aus den Latschen kippen und nur für Brot den fahrbaren Untersatz bemühen – nein Danke.

Mit Sauerteig stand ich bis vor kurzem zwar auf Kriegsfuß, irgendwie erschien mir die Teigführung kompliziert und langwierig. Zur endgültigen Rettung der Backehre habe ich mich trotzdem mutig ans Sauerteigbrot gewagt – mit überraschendem Erfolg. Und es ist irgendwie doch gar nicht so schwer … Das Ergebnis ist feinporig, saftig und aromatisch im Geschmack. Für den nötigen “Biss” gabs noch eine Handvoll Kürbiskerne in den Teig, die “Beigabe” lässt sich aber natürlich nach Lust und Laune variieren.

Zutaten

100 g Roggenvollkornmehl
100 ml Wasser
75 ml flüssiger Natursauerteig (Beutel)

30 g Hefe
350 ml Wasser
200g Roggenvollkornmehl
300 g Dinkelvollkornmehl
30 g Weizenkeime
20 g Salz
Mehl zum Bearbeiten
nach Belieben Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Walnüsse …

Zubereitung 

Am Vortag 100 g Roggenvollkornmehl mit 100 ml Wasser und dem Sauerteig gut verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur 12-14 Std. oder über Nacht reifen lassen.

Für den Brotteig am nächsten Tag die Hefe in einer Schüssel in dem lauwarmen Wasser auflösen und mit dem vorbereiteten Sauerteig mischen. Das Roggenvollkorn- und Dinkelvollkornmehl und die Weizenkeime zusammen mit dem Salz hinzufügen und alles gut unterarbeiten. Den Teig von Hand ca. 6 – 7 Minuten gründlich durchkneten.

Den fertigen Teig in eine, mit einem gut bemehlten Küchentuch ausgelegte, runde Schüssel geben und abgedeckt ca. 80 Min. bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Die Schüssel auf ein mit Backpapier belegtes Blech stürzen und den Teig abgedeckt nochmals ca. 45 Minuten gehen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 240° vorheizen, dabei ein mit Wasser benetztes Blech mit erhitzen. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Brot in den heißen Ofen (Mitte) schieben und 10 Min. anbacken. Danach die Temperatur auf 220° herunterregeln und das Brot in ca. 35 Min. fertig backen. Abkühlen lassen.

Salsiccia-Burger mit Pancetta, Parmesan, Balsamico-Zwiebeln und Basilikum-Mayo

Donnerstag, 06. September 2012

Puhhh, wohl das längste und zeitaufwendigste Rezept seit es rock the kitchen! gibt… Und ausgerechnet für ein Gericht, das im Fast-Food-Restaurant mal locker in Sekunden über die Theke und anschließend in die Kehle wandert.

Der kleine aber feine Unterschied zur Massen-Burger-Abfertigung: Hier ist alles selbstgemacht, vom Burger-Brötchen über die Fleisch-Patties, bis hin zu den Balsamico-Zwiebeln. Sogar Mayo, Ketchup und Fritten sind nicht aus Flaschen oder der Tüte – an meinen Burger lass ich quasi fast nur Handgemachtes. Es braucht zwar etwas Zeit, aber das Ergebnis überzeugt wirklich. Der Unterschied ist natürlich – wie so oft – absolut gravierend. Währen bei den allseits bekannten Burger-Buden nach dem “Genuß” (?) eines doch eintönigen, schwer im Magen liegenden und optisch wenig ansprechenden Burgers ein komisch-fader Nachgeschmack am Gaumen klebt, erfreut dieser hier einfach nur die Geschmacksknospen.

Das Burger-Buns Rezept von Moey´s Kitchen hat mich zum Glück zu diesem Burger inspiriert, ebenso wie die hammermäßigen Burger-Kreationen der fetten Kuh. Klickt euch unbedingt bei Gelegenheit durch die abwechslungsreiche Galerie , lasst euch auf alle Fälle inspirieren und schwelgt im 7. Burger-Himmel!

Zutaten für 4 Burger

für die Burger-Brötchen
300 g Mehl
125 ml Milch
65 ml Wasser
25 g Butter
10 g Zucker
1/2 TL Salz
1 Ei (S)
12 g frische Hefe
etwas Milch zum Bestreichen
Sesam nach Belieben

für die Salsiccia-Rindfleisch-Patties
250 g Rinderhackfleisch
150 g Tatar
250 g Salsiccia mit Fenchel
1 Msp. gemahlener Fenchel
Rapsöl
Salz
Pfeffer

für die Balsamico-Zwiebeln
2 rote Zwiebeln
1 TL Rapsöl
1/2 TL Zucker
5 EL Balsamicoessig

für die Basilikum-Mayo
100 ml Sonnenblumenöl
1 Ei (S)
1/2 TL Senf
1 EL Zitronensaft
10 g Basilikumblätter
Salz
Pfeffer

außerdem
100 g Zucchini, in Scheiben
80 g Pancetta, angebraten
70 g Parmesan, gehobelt
Ketchup, nach Belieben
25 g Rucola
40 g Radiccio

für die Pommes
500 g Kartoffeln, festkochend
3 EL Rapsöl
Salz

Zubereitung

Für die Burger-Brötchen die Milch etwas erwärmen. Butter darin schmelzen lassen. Zucker zugeben. Hefe in die warme Milch bröseln und verrühren. Mehl, Ei und Salz in eine Schüssel geben. Hefe-Milch und Wasser zugeben und alles zu einem geschmeidigen und glatten Teig verkneten. Teig in vier Teile teilen und jeweils zu einer runden Kugel formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit dem Handballen gleichmäßig flach drücken, bis die Teiglinge eine Höhe von ca. 2 cm haben. Mit einem Geschirrtuch abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.  Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Brötchen nach Belieben mit etwas Milch bestreichen, mit Sesam bestreuen und ca. 15-20 Minuten auf mittlerer Einschubleiste goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Für die Mayo alle Zutaten in einen hohen Rührbecher füllen. Mit dem Mixstab pürieren, dabei den Mixstab ganz langsam nach oben ziehen bis die Mayo cremig ist. Falls sie noch zu flüssig ist, einfach einen Schluck Milch untermixen. Bis zur weiteren Verarbeitung kühl stellen.

Alle Zutaten für die Salsiccia-Rindfleisch-Patties mit den Händen zu einem gleichmäßigen Fleischteig verkneten. Mit angefeuchteten Händen 4 Fleischpatties in der Größe der Burger formen und im Kühlschrank 15-20 Minuten ruhen lassen.

Die roten Zwiebeln schälen, und achteln. Das Rapsöl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln in ca. 2 Minuten rundum anbraten. Zucker über die Zwiebeln streuen, mit Balsamicoessig ablöschen und 1 Minute bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Zur Seite stellen.

Für die Pommes die Kartoffeln schälen, in dicke Streifen (ca 1,5 cm) schneiden. In eine Schüssel geben, mit dem Öl beträufeln und kräftig durchmischen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 35 Minuten knusprig backen.

Nun wieder zum Burger: In einer großen, beschichteten Pfanne den Pancetta kross anbraten. Zucchini-Scheiben im Pancetta-Fett ebenfalls hellbraun anbraten.Warm halten.

Auf dem Grill (alternativ Grillpfanne) die Burger-Patties von jeder Seite 2 Minuten goldbraun braten.

Die Burger-Brötchen halbieren und ebenfalls mit der Schnittfläche nach unten kurz auf den Grillrost legen, bis sie ein hellbraunes Grillmuster aufweisen. Die Brötchen-Innenseiten mit der Basilikum-Majo bestreichen. Das Unterteil mit Radiccioblättern und Rucola belegen. Anschließend einen Fleisch-Pattie auf den Salat setzen. Darauf einen Klecks Ketchup, den Pancetta, Parmesan, die Balsamico-Zwiebeln und die Zucchinischeiben geben. Zum Schluß den Brötchen-Deckel aufsetzen. Den Burger zusammen mit den selbstgemachten Fritten und reichlich Ketchup servieren.

Ciabatta mit getrockneten Tomaten und Thymian

Dienstag, 19. Juni 2012

Ich muß gestehen, selbstgebackenes Brot findet man bei mir eher selten in der Küche bzw. auf dem Tisch. Leider. Nach drei, vier gescheiterten Versuchen in den letzten fünf Jahren war brotbacktechnisch absolut tote Hose im Hause rock the kitchen! Entweder war das Ergebnis zu hart, zu trocken oder wenig geschmackvoll.  Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, steht ein lockeres, wohlschmeckendes und grobporiges Brot im Ciabatta-Style schon lange auf meiner to cook – Liste.

Im Tauziehen mit unterschiedlichsten Rezepten bin ich vor einigen Tagen auf das hochgelobte, kinderleichte und von vielen Bloggern (hier, hier, hierhierhier, hier, hier und hier) mit Erfolg getestete No-knead-bread aus der New York Times gestoßen. Das Rezept habe ich lediglich nach meinem Geschmack noch etwas abgewandelt und zusätzlich mit getrockneten Tomaten, Olivenöl und Thymian verfeinert. Beim No-knead-bread wird der Teig, wie der Name schon erahnen lässt, nicht geknetet sondern nur locker verrührt. Nach der Gärzeit wird das Brot in einem Bräter mit Deckel gebacken, was ein wirklich saftiges Ergebnis mit einer wahnsinnig knusprigen Krumme garantiert.

Leider hatte ich bis vor Kurzem auch keinen anständigen und hitzebeständigen Bräter mit Deckel in der richtigen Größe in meinem Küchenequipment. Genau der richtige Einsatz um die Vielschichtigkeit der Einsatzgebiete des neuen Le Creuset-Bräters zu testen, der mir freundlicherweise kostenfrei von Casserole zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür.

Zutaten für ein Ciabatta (20 cm)

300 g Mehl (Typ 550)
50 g Dinkelvollkornmehl
7 g  Salz
80 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und grob gehackt
1 TL frische Tymianblättchen
2 EL Olivenöl
12 g Hefe, frisch

Zubereitung

Die Hefe in 250 ml lauwarmen Wasser auflösen. Alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Kochlöffel rasch zu einem Teig rühren und nur so lange schlagen, bis kein Mehl mehr sichtbar ist – auf keinen Fall kneten. Den feuchten Teig luftdicht in einer doppelt so großen Schüssel im Kühlschrank mind. 12 Stunden gehen lassen.

Nach der Gehzeit sollte der Teig mit Blasen durchzogen sein. Den weichen Teig mit Hilfe eines Teigspatels aus der Schüssel auf eine mit viel Mehl  bestäubte Arbeitsfläche kippen. Anschließend den Teig ohne zu kneten vorsichtig etwas in die Länge und Breite ziehen und von jeder Seite einmal bis zur Mitte falten und umdrehen. Den gefalteten Teig mit der Nahtstelle nach unten auf ein bemehltes Küchentuch legen, mit Klarsichtfolie bedecken und weitere zwei Stunden gehen lassen.

Kurz vor Ende der Gärzeit  einen gußeisernen Bräter mit Deckel (Durchmesser 20 cm) im Backofen bei 230 Grad ca. 20 Minuten erhitzen. Den Bräter aus dem Ofen nehmen (Achtung, heiß!) und den Teig mit Hilfe des Küchentuchs mit der Nahtstelle nach oben vorsichtig in den erhitzten Bräter befördern. Das Ciabatta-Brot mit Deckel ca. 30 Minuten backen, anschließend den Decklel abnehmen und weitere 10 Minuten backen. Das Brot aus dem Bräter stürzen und auskühlen lassen.

Bärlauch-Frischkäse-Brötchen

Dienstag, 22. März 2011

Es ist Frühling! Endlich! Grund genug für den ersten Bärlauch-Einsatz in der Küche.  Inspiriert wurde ich dazu wieder mal in der aktuellen Essen & Trinken: Raffinierte Bärlauch-Kartoffel-Brötchen mit Pinienkernen wurden in Ausgabe 4/11 ansprechend präsentiert. Das Besondere daran ist der Hefeteig, bei dem knapp die Hälfte des Mehls durch gekochte Kartoffeln ersetzt werden, was dem Teig – zusammen mit der Buttermilch –  einen etwas rustikaleren Kick verleiht. Ich war richtig überrascht wie fluffig der Teig auch dadurch wurde.

Den im Original-Rezept angegebenen, großzügigen Einsatz von Butter habe ich einfach konsquent ignoriert und frecherweise durch Frischkäse ersetzt, was sich im Nachhinein als wirklich gute Idee herausstellte. Glück gehabt… Auch wurde aufgrund der wenig strategischen Haushaltsplanung in Sachen Nüsse und Kerne anstatt der angegebenen 50 g Pinienkerne gezwungenermaßen nur 30 g verwendet, was aber für die Taktik des guten Geschmacks kein Hindernis darstellte. Schon wieder Glück gehabt!

Zutaten für 12 Stück:

250 g Kartoffeln
300 g Mehl (bei mir Typ 1050)
Salz
Zucker
20 g frische Hefe
100 ml Buttermilch
30 g Pinienkerne
100 g Bärlauch
100 g Frischkäse
Salz
1 Ei (M)
12 Papierförmchen für Muffins

Zubereitung:

Kartoffeln kochen, noch heiß schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Mehl, Salz und eine Prise Zucker in einer Schüssel mischen. Hefe und Buttermilch verrühren. Kartoffeln und Hefe-Buttermilch zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten. Teig abdecken und beiseite stellen.

Für die Füllung die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und abkühlen lassen. Bärlauch waschen, trocken schleudern und die Stiele entfernen. Blätter grob hacken. Pinienkerne grob hacken. Frischkäse, Salz, Pinienkerne und Bärlauch gründlich verrühren.

Die 12 Mulden eines Muffinblechs mit Papierförmchen auslegen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten. Auf bemehlten Backpapier zu einer Fläche von ca. 30 x 40 cm ausrollen. Frischkäse-Bärlauchmischung daraufstreichen, dabei rundum einen fingerbreiten Rand freilassen. Teig mithilfe des Backpapiers von der langen Seite aufrollen. Rolle in 12 Stücke schneiden und jeweils ein Brötchen in ein Förmchen setzen.  Mit Backpapier abdecken und 25 Minuten gehen lassen.

Ei verquirlen und die Brötche damit bepinseln. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad auf der 2. Schiene von unten ca. 20 Minuten backen.

Südtiroler Spinatknödel

Mittwoch, 26. Januar 2011

Ich liebe einfache Gerichte. Ich liebe Knödel. Und ich liebe Spinat. Wenn sich dann auch noch ein einfaches Gericht mit Spinat vereint und parallel dazu wunderbare Knö- del dabei rumkommen… Echt überlegenswert.

Die Südtiroler Spinatknödel ähneln den Strangolapreti oder auch Malfatti,  die ich zu Blog-Anfangszeiten schon probiert habe. Diese  sind zwar etwas lockerer und leichter, in Punkto Geschmack stehen sie den Spinatknödeln aber in nichts nach. Die Südtiroler sind ein wunderbares vegetarisches Gericht das “für nicht-auf-Fleisch-Verzichter” mit Speckwürfeln in der Knödelmasse oder auch mit hauchdünnen, angebratenen Speckscheiben angerichtet werden kann. Dazu ein Rucola-Löwenzahn-Salat und das Abendessen ist gesichert… 

Zutaten für 2 Personen:

100 g altbackendes Weißbrot (oder auch Vollkorntoast)
100 ml Milch
250 g TK-Blattspinat
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Rapsöl
30 g Ricotta
25 g frisch geriebenen, würzigen Bergkäse
75 g Mehl
1 Ei
Salz
Pfeffer
Muskatnuß
15 g Butter
frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

Weißbrot in dünne Scheiben schneiden, in eine Schüssel geben und die Milch darüber geben. Ziehen lassen.

In der Zwischenzeit den aufgetauten Blattspinat gut ausdrücken und mit dem Messer grob hacken. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.

In einer Pfanne das Rapsöl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch kurz andünsten. Leicht abkühlen lassen und zusammen mit dem Spinat zum Weißbrot in die Schüssel geben. Ricotta, Bergkäse, Mehl und Ei dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und mit den Händen sehr gut durchmischen. Ca. 10 Minuten ziehen lassen.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und salzen. Aus der Knödelmasse etwa golfballroße Knödel formen und vorsichtig ins Wasser gleiten lassen. Die Hitze kleiner schalten und ca. 15 Minuten garen.

Kurz vor Ende der Garzeit die Butter in einem Topf schmelzen lassen und leicht braun werden lassen. Die fertigen, abgetropften Spinatknödel mit der Butter beträufeln und nach Geschmack mit frisch gehobeltem Parmesan bestreuen.

Koriander-Raita mit Naan Brot

Montag, 06. September 2010

Habe ich eigentlich schon erwähnt daß ich Koriander absolut genial finde? Ich liebe einfach den scharfbitteren, seifigen und kräftigen Geschmack dieses Krauts und verwende es leider auch viel zu selten. Das muß sich definitiv ändern! Viele Menschen bekommen ja vom Geruch schon fast Brechreiz, der angeblich an “Bettwanzen” erinnern soll.

Auch egal, unser Bett riecht jedenfalls  nicht nach Koriander und wenn ihn auch viele verabscheuen…so bleibt mehr Koriander für mich! ;-)  

Indisches Raita  gibt es ja in unzähligen Variationen. Karotten, Tomaten, Rosinen und Pistazien,  da sind der Kreativität des Koches anscheinend keine Grenzen gesetzt. Meine Ver- sion schmeckt mit Gurke, Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knoblauch und Koriander eher pikant, also perfekt für meinen Geschmack! Leider ein bißchen zu pikant da ich mit dem Salz diesmal etwas großzügig war. Kann ja mal passieren…

Zutaten für 4 Peronen:

Raita:
375 g Joghurt (Vollmilch)
1 Salatgurke
1 Lauchzwiebel
1-cm-Stück Ingwer
1/2 Bund Koriandergrün
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Naan Brot:
500 g Weizenmehl (ich verwende Typ 1050)
150 g Vollmilchjoghurt
2 TL Zucker
150 ml Milch (3,5 %)
2 TL Trockenhefe
1 TL Backpulver
1 Ei
1 TL Salz
1 TL Schwarzkümmelsamen
2 EL Rapsöl

Zubereitung:

Salatgurke hobeln und in einem sauberen Geschirrtuch ausdrücken. Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden, Ingwer und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Koriandergrün waschen, trockenschütteln und fein hacken.

Alle Zutaten sorgfältig unter den Joghurt rühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Mindesten 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Für das Naan Brot die Trockenhefe mit dem Zucker in der lauwarmen Milch auflösen. Mit den übrigen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen bis sich der Teig verdoppelt hat. Den Teig nochmals gründlich durchkneten und in 8 Portionen teilen. Jeweils zu Kugeln formen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.  

Eine Teigportion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn (ca. 2 mm) ausrollen. In einer heißen, beschichteten Pfanne ohne Fett backen bis der Fladen braun ist und Blasen wirft. Wenden und die andere Seite kurz bräunen. Warm mit der Raita servieren. Passt auch perfekt zu indischen Currygerichten und Dals!

Ciabatta

Dienstag, 10. August 2010

Schon mal ein Ciabatta gebacken? Ist doch bestimmt Kinderkram… einfach alle Zutaten verkneten, kurz gehen lassen und ab in den Ofen – Fertig!

So dachte ich lange Zeit und habe mich nach jedem Versuch über ein absolut unbefriedigendes und unduldbares Ergebnis geärgert. Außen eine lasche Kruste und innen ohne diese “Luftblasen” im Teig, die ich an einem leckeren Ciabatta so liebe…  Ich war schon kurz vor der Resignations-Phase, wollte nie wieder einen Versuch starten und das Brotbacken lieber denen überlassen die dafür bezahlt werden. So ließ ich es auf einen allerletzten Versuch ankommen und habe es dann doch einigermaßen geschafft. Woran lags? Ich lasse den Teig einfach mind. 10-12 Stunden ruhen und verknete ihn in dieser Zeit ungefähr 3-4 mal. Hört sich umständlich an, die Mühe lohnt sich aber auf alle Fälle!


Zutaten für 2 Stück:

500 g Mehl (ich verwende Typ 1050)
1/2 Würfel Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
2 TL Salz
1 TL Zucker

Zubereitung:

Die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen, mit den anderen Zutaten vermengen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teig in eine Schüssel geben, abdecken und ca. 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich verdoppelt hat. Den Teig nochmals verkneten und abgedeckt für ca. 10 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nach dieser Zeit den Teig erneut verkneten und ihn abgedeckt nochmals mind. 2 Stunden gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und in zwei Teile zerteilen. Auf keinen Fall mehr kneten, sonst würden die luftigen Blasen im Teig zerstört!

Die Teigrollen in die Hände nehmen und ca. 2 mal gegeneinander verdrehen. Auf ein geöltes oder mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen (240 Grad) 15 Minuten backen. Hitze auf 180 Grad reduzieren und weitere 15 Minuten backen.