Forelle in Riesling

Schon als Kind habe ich meine Begeisterung für ganze Fische entdeckt. Besonders toll fand ich damals frische, noch warme Forellen direkt aus dem Räucherofen der Nachbarn – Kopf und Gräten der Fische stand ich ganz unvoreingenommen und unerschrocken gegenüber. Die Nachbarn sind heute leider nicht mehr die gleichen, aber meine Liebe zum heimischen Fisch am Stück ist definitiv geblieben. Regelmäßig liegt deswegen ein ganzer Fisch auf dem Teller – dieses mal mit Schwips und unter Verwendung geeigneten “Verpackungsmaterials”, unglaublich saftig.

Dank (Kräuter-)Butter und etwas Alkohol bei die Fische sammelt sich in der Alufolie ein herrlich gekräuterter und aromatischer Sud, welcher hervorragend mit frischem Baguette harmoniert. Dazu etwas Salat und ein tolles und schnelles Gericht ist gesichert.

Einfacher, unkomplizierter und leckerer kann man einen ganzen Fisch fast nicht zubereiten, wobei ich ja Röstaromen trotzdem nicht ganz abgeneigt bin. Diese Zubereitungsart aber spart Zeit, der Abwasch beschränkt sich auf ein Minimum und eine so gegarte Forelle lässt sich auch prima vorbereiten. Perfekt auch wenn sich Gäste ankündigen!

Zutaten für 2 Personen

1 Regenbogenforelle, ca. 600 g
100 ml Riesling
1 TL Kräuterbutter
6 Zweige Thymian, frisch
2 Zweige Rosmarin, frisch
6 Salbeiblätter
2 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
Meersalz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung

Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Forelle waschen und mit Küchenpapier trockentupfen.

Die Zitrone gründlich mit heißem Wasser waschen und die Schale abreiben. Den Saft auspressen. Knoblauch schälen und pressen. Den Zitronensaft mit etwas Salz, Pfeffer und dem Knoblauch mischen und die Forelle innen und außen damit einreiben.

Die Hälfte der Kräuter und die Hälfte der abgeriebene Zitronenschale in die Bauchhöhle der Forelle geben. Den Fisch auf ein ausreichend großes Stück Alufolie legen. Restliche Kräuter, Zitronenschale und Kräuterbutter- flöckchen auf und um den Fisch verteilen. Die Alufolie etwas hochbiegen, anschließend den Riesling vorsichtig angießen. Das Fischpäckchen gut verschließen und die Forelle im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten garen.

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7 Antworten zu “Forelle in Riesling”

  1. Toller Klassiker. Mag ich ja sehr gerne, besonders wenn sich aus Kräutern, Butter und Wein ein aromatischer Sud ergibt.
    Ich mag auch wieder das Bild! Dieser minimale Schärfebereich ist einfach schön :)

  2. AD sagt:

    Das ist ein tolles und unkompliziertes Gericht. An Fisch trau ich mich immer nie richtig ran, aber das krieg ich hin! :-)

  3. Ralf sagt:

    Ich liebe solche Fotos mit geringer Tiefenschärfe. Diese hier ist besonders magisch. Was hast du für ein Objektiv benutzt?

  4. Maren sagt:

    Ich habe es leider so gar nicht mit Fisch. Dafür mein Mann umso mehr. :o) Das gleicht sich dann wieder aus.

    Auch ich finde das Foto ziemlich cool. *Däumchen hoch*

  5. Sylvia sagt:

    @Uwe: Ich liebe Klassiker mit Gelinggarantie :-)

    @AD: Total simpel und unkompliziert – und bei Fisch halte ich mich auch lieber an die einfachen Rezepte!

    @Ralf: Freut mich wenn Dir das Bild gefällt. Ich benutze ein 24 mm 1,8 Objektiv von Sigma.

    @Maren: Dankeschön! Dann tus doch einfach mal für Deinen Mann ;-)

  6. Kirsten sagt:

    Hallo Sylvia,

    mit Deiner Forelle hast Du mir gleich den Mund wässrig gemacht – daher gab es vor einigen Tagen bei uns mal wieder die klassiche Forelle blau :-) Aber Dein Rezept probiere ich bestimmt auch noch mal aus!

    Liebe Grüße,
    Kirsten

  7. Sylvia sagt:

    @Kirsten: Blau gabs die Forelle bei mir noch nicht, werde ich aber garantiert auch noch probieren. Immerhin werden hier in Franken sogar die Bratwürste “blau” gegessen…

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