Mit ‘Tomaten’ getaggte Artikel

Gefüllte Paprikaschoten, nach italienischer Art

Montag, 27. August 2012

Wer gelegentlich auch bei Facebook mitliest, hat sicher schon bemerkt, dass gefüllte Paprikaschoten bei mir im Moment hoch im Kurs stehen. Dieses gemüsige Gericht bietet einfach im Moment eine wunderbare Gelegenheit größere Mengen an Gemüse aus dem Garten in einem Gericht sehr schmackhaft zu vereinen. Langweilig?

Nein! Denn genau aus diesem Grund gibt es hier die gefüllten Paprikaschoten mit kleinen, aber abwechslungsreichen und länderspezifischen Abwandlungen. Die griechische Variante mit Fetakäse, und einem Hauch von Zimt und Nelken – schon mal nicht von schlechten Eltern. Besser gemundet haben mir aber auf alle Fälle die italienisch angehauchten Schoten, die sich mit Sardellen, Kapern und Parmesan sehr würzig präsentieren.

Aber natürlich nicht ganz ohne Beilage. Wir genossen das gefüllte Nachtschattengewächs ganz einfach leicht abgekühlt mit Rucola-Radicchio-Salat, Baguette und Rotwein. Kling fast ein kleines bißchen nach Urlaub, oder? Und so lange die Paprika-Saison uns reife und wohlgeformte Früchtchen beschert, geht die Reise bestimmt noch in ein weiteres Land. Ich denke da vor allem an die Aromen von Chorizo, Datteln, Pimenton de la vera und Pimentos – see you in Spain!

Zutaten für 5 gefüllte Paprika

600 g Tomaten
1 Zwiebel (120 g)
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
2 Chilischoten
200 ml Rotwein, trocken
1/2 TL Rosmarinnadeln
1/2 TL Thymianblätter
6 Salbeiblätter
2 Lorbeerblätter
1/2 TL Zucker
1 TL Kapern
1 EL Oliven, schwarz
3 gegrillte Artischockenherzen, geviertelt
5 Peperoni, grün
Salz
Pfeffer

250 g Tatar
5 rote Spitzpaprika
1 weiße Zwiebel (ca. 80 g)
1 TL Olivenöl
1 Zucchini (ca. 200 g)
2 Knoblauchzehen
6 Sardellenfilets in Öl, abgetropft
1 EL Kapern
50 g Parmesan, frisch gerieben
1 EL Vollkornsemmelbrösel
1 Ei (M)
Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Für die Tomatensauce Zwiebel fein würfeln, Knoblauch pressen, Chilis entkernen und würfeln, Tomaten putzen und vierteln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebelwürfel in heißem Öl kurz anschwitzen, Knoblauch und Tomaten zugeben. Mit Rotwein ablöschen. Rosmarin, Thymian, Salbei, Lorbeer und Zucker zugeben. Die Tomatensauce mit Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Füllung die Zwiebelschälen, würfeln und in 1 TL Olivenöl glasig dünsten. Paprikaschoten waschen. Knapp unter dem Stielansatz einen Deckel abschneiden, Kerne entfernen. Zucchini waschen, entkernen und auf einer Reibe grob raspeln. Knoblauch pressen. Sardellen fein würfeln.

Tatar, angedünstete Zwiebelwürfel, Zucchiniraspel, Knoblauch, Sardellen, Kapern, Parmesan, Semmelbrösel, Ei, Paprikapulver, Salz und Pfeffer mit den Händen zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Die Paprikaschoten mit der Tatar-Masse füllen und mit dem Paprikadeckel “schließen”.

Lobeerblätter aus der Tomatensauce nehmen und die Sauce mit dem Mixstab fein pürieren und anschließend in eine Auflaufform gießen. Die gefüllten Paprika in die Sauce legen. Oliven, Kapern, Artischockenviertel und Peperoni zwischen den Paprikaschoten verteilen. Ca. 45 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen und genießen.

Tomatenketchup, selbstgemacht

Samstag, 25. August 2012

Bis vor kurzem interessierte mich der rote Kindertraum alias Tomatenketchup so gut wie überhaupt nicht. Ketchup wanderte auch nur sehr selten und auf ausdrücklichen Wunsch des Freundes in den Einkaufskorb. Als Kind war das natürlich gaaanz anders, ich liebte Tomatenketchup auf (Spirelli-) Nudeln über alles. Natürlich auch sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die sich immer trotz “Ich-will-nur Nudeln-mit-Ketchup” sehr viel Mühe mit “richtigem” Essen gemacht hat.

Mittlerweile ist aber schon lange alles wieder vergeben und vergessen, bis Lena von Coconut & Vanilla mich wieder mit einem wirklich tollen Rezept für Tomatenketchup quasi “überrumpelt” hat. Bei soviel Lobhuldigung von Lena  und vielen saftigen Tomaten aus dem Garten konnte ich einfach nicht anders, homemade Tomatenketchup musste her! Das Ergebnis: Lena hat auf keinen Fall übertrieben, das Ketchup ist trotz kleiner Abänderungen meinerseits absolut fruchtig-tomatig, weniger süß als Supermarkt-Ware und gepaart mit der leichten, aber sehr angenehmen Säure – so stell ich mir einfach das perfekte Tomatenketchup vor. Vielen Dank Lena!

Und weil Uwe im August für sein Cookbook of Colors rote, und der Gärtnerblog tomatige Rezepte sucht, tanze ich mit meinem Tomatenketchup mal auf zwei Hochzeiten bzw. Blog-Events gleichzeitig. Ausnahmsweise.

Zutaten für ca. 500 ml

1 kg reife und aromatische Tomaten
4 cm-Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen, gehackt
25 Pfefferkörner, schwarz
4 Lorbeerblätter
4 Nelken
4 Pimentkörner
1/2 kleinen Knollensellerie, geschält
1 Zwiebel, gehackt
2 rote Chilischoten, gehackt
1/2 TL Currypulver
1 EL Tomatenmark
6 EL Rohrohrzucker
200 ml Tomatenessig (alternativ Weißweinessig)
1 TL Meersalz

Zubereitung

Die Tomaten kreuzweise einschneiden und in einer großen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen. Die vollständig mit Wasser bedeckten Tomaten 1 Minuten ziehen lassen. Die Tomaten abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und häuten. Anschließend vierteln und den Strunk entfernen. Die Tomaten in einen großen breiten Topf geben.

Ingwer mit Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, Nelken und Piment in einen Teefilter geben und zubinden.

Sellerie in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und zusammen mit dem Gewürzsäckchen, Zwiebel, Knoblauch, Currypulver, Rohrohrzucker, Essig, Tomatenmark, Salz und Chilischoten zu den Tomaten geben. Den Inhalt unter Rühren kurz aufkochen lassen. Bei kleiner bis mittlerer Hitze mit Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Sellerie und Gewürzsäckchen entfernen. Tomatensauce mit dem Pürierstab gründlich durchmixen. Das Tomatenmus durch ein feines Sieb passieren, darauf achten dass keine Kerne mehr die Sauce “verunreinigen”.

Die Sauce in den ausgespülten Topf gießen und bei mittlerer Hitze ohne Deckel einkochen lassen, bis eine sämige Ketchupkonsistenz erreicht ist. Dieser Schritt dauert je nach Topfgröße und Hitze ca. 30-60 Minuten, dabei immer wieder das Ketchup mit einem Spatel vom Topfboden “schaben”. Das Ketchup ist fertig, wenn es nicht mehr vom Spatel läuft, sonder dickflüssig tropft.

Das Ketchup in eine sterilisierte Flasche (500 ml, oder 2 x 250 ml) füllen und gut verschließen. Das Ketchup ist ungeöffnet und dunkel gelagert ca. 1 Jahr haltbar. Geöffnet bitte kühl lagern und alsbald aufbrauchen.

Noch eine kleine Anmerkung: Glutenfrei ist das Ketchup wirklich nur, wenn auch das verwendete Currypulver kein Gluten bzw. keine Spuren von Gluten enthält. Fertigen Gewürzmischungen ist Gluten oft als Hilfsstoff (Trennmittel, Trägerstoff etc.) zugesetzt, diese müssen aber auf der Verpackung deklariert werden. Lest also vorsorglich immer die Zutatenliste aufmerksam durch und verwendet im Zweifelsfall das Currypulver nicht für das Ketchup.

 

Zucchini-Carpaccio mit Pistazienöl

Sonntag, 18. März 2012

Blumen sind ja eigentlich nicht ganz so mein Ding – anstatt eines riesigen Blumenstraußes bevorzuge ich dann doch immer die essbare Variante. Was nützt schon ein Gebinde langstieliger Rosen, wenn der Magen schon in den Kniekehlen hängt? Von Blumen allein ist bestimmt noch keiner satt geworden, vom Kratzen im Hals mal ganz abgesehen…

Und weil sich gerade, dank strahlendem Sonnenschein und wärmerer Temperaturen,  ein Überschuß an kreativer Energie aufstaut – kredenze ich zur Abwechslung mal Essbares in Blütenform. Total simpel, aber dafür sehr wirkungsvoll  - es schmeckt vorzüglich und verhält sich optisch mindestens genau so hübsch wie ein Blumenstrauß!

Natürlich lässt sich das Zucchini-Carpaccio nach Lust, Laune und dem eigenen Geschmack variieren. Wem das Grünzeug alleine zu vegetarisch anmutet, pimpt es einfach mit gebratenen Garnelen, Jakobsmuscheln, Parmaschinken, Räucherlachs usw. Anstatt Pistazienöl harmoniert außerdem Kürbiskernöl oder Walnußöl vorzüglich mit dem grünen Gemüse. Getrocknete Tomaten, Fetakäse, Ziegenkäse, gebratene Kräuterseitlinge, Pesto oder Löwenzahnblüten (Danke Dorit!) passen ebenfalls perfekt zum Kürbisgewächs.

Zutaten für 2 Personen:

2-3 kleine, möglichst dünne Zucchini
2 TL Pinienkerne, geröstet
25 g Parmesan, gehobelt
Saft einer Zitrone
2 EL Pistazienöl
6 Cocktailtomaten
Pfeffer, schwarz
Meersalz

Zubereitung:

Zucchini waschen, trockentupfen und mit einem Sparschäler in feine Streifen “schälen”. Zucchinistreifen in Blütenform auf 2 Tellern anrichten. Tomaten in die Mitte setzen.

Das Zucchini-Carpaccio mit Zitronensaft und Pistazienöl beträufeln. Anschließend nach Geschmack mit Meersalz und grob gemahlenem Pfeffer würzen und mit Pinienkernen und Parmesan bestreuen – Fertig!

Tagliatelle mit getrockneten Tomaten und Pesto Rosso

Donnerstag, 11. August 2011

Nachdem ich mich die letzten Tage ganz fleißig im Macarons backen geübt habe – zuerst mit sehr wenig, dann mit etwas mehr Erfolg – gibt es dafür zur Stärkung und Belohnug ne ordentliche Portion selbstgemachte Pasta.

Da ich ja erst vor kurzem selbstgetrocknete und marinierte Tomaten für mich entdeckt habe, überlege ich ständig wie ich diese kleinen, aromatischen und roten “Früchtchen” am leckersten auf den Tisch bzw. in den Teller bekomme. Und bevor sie noch länger im ungemütlich-kalten und dunklen Kühlschrank in einem öligen Glas mit Knoblauch und Kapern ihr Dasein fristen und noch länger auf die verdiente Befreiung warten, erbarme ich mich ihrer und befördere sie vor ihrem end- gültigen Aus noch liebevoll durch die Walzen der Nudelma- schine.  Auch runzelige und dehydrierte Tomaten haben ein Anrecht auf  eine würdevolle und schmackhafte Zubereitung, basta… äh, zu Pasta.

Und weil ja die Tagliatelle sich alleine im Teller doch etwas einsam fühlen, bekommen sie wohlverdient und dankens- werterweise Gesellschaft von ebenso errötetem Pesto. Auf- gehts, ran an die Nudel! 

Zutaten für 2 Personen:

Tagliatelle:

200 g Weizenmehl (T. 405)
50 g Hartweizengrieß, fein gemahlen
2 Volleier (M)
30 g  getrocknete u. marinierte Kirschtomaten

Pesto Rosso:

50 g getrocknete u. marinierte Kirschtomaten
15 g Pinienkerne
20 g Parmesan, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe, geschält
1/2 Teelöffel Thymianblättchen
25 g Ricotta
30 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung:

Die getrockneten Tomaten in einem Sieb gründlich abtropfen lassen. Tomaten mit den Eiern mit dem Schneidstab sehr fein pürieren.

Weizenmehl, Hartweizengrieß und Eier mit der Hand gründlich zu einem glatten Teig verkneten. In Folie verpacken und 2 Stunden ruhen lassen (Zimmertemperatur).

Den Teig nochmals gut durchkneten und in 2 Portionen teilen. Den Teig mit einem Nudelholz oder einer Nudelmaschine ausrollen und Tagliatelle gewünschter Breite schneiden. Fertige Pasta trocknen lassen oder sofort weiterverarbeiten.

Für das Pesto alle Zutaten in mit dem Schneidstab in einem hohen Gefäß nicht zu fein pürieren, bei Bedarf noch etwas Öl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu warmer Pasta servieren.

Getrocknete und marinierte Kirschtomaten

Freitag, 05. August 2011

Durch familiäre Beziehungen habe ich eine direkte Verbindung zu einem ökologisch geführten, privaten Garten. Bis auf wenige Gartengieß-Dienste hat das Ganze eigentlich nur Vorteile. Aber selbst diese Dienste kann man aber auch geschickt zu Grill- parties ausdehnen und somit in eine Win-Win-Sitution ver- wandeln. Klartext: Saisonales, frisches Gemüse und Obst frei Haus.

Und weil es im Moment Tomaten im Überfluß gibt – und bei Kirsten rein zufällig das passende Rezept als Inspiration – wird gleich mal ein ganzer Schwung getrocknet und aromatisiert  ins “Runde” gepackt. Quasi eine Konservierung des Sommers für die kältere Jahreszeit, wenn es doch nur so lange halten würde…

Eine köstliche Verwendung für Pomodori secchi ist in Pesto, als Antipasti, in Salaten, Saucen, zu Pasta … Die Verwendungs- möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Außerdem gestalltet sich die Herstellung absolut simpel, aber effektiv. Durch das Verdampfen des Wassers wird der Geschmack intensiver und die getrockneten Tomaten sind auch wesentlich länger haltbar als die frischen.

Zutaten:

500 g Kirschtomaten
6 Zweige Thymian
Meersalz
Pfeffer, schwarz
3 EL Rapsöl

8 Knoblauchzehen
1 EL Kapern
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
1 kleine, frische, rote Chilischote
5 Zweige Thymian
Olivenöl

Zubereitung:

Backofen auf  110 Grad vorheizen.

Tomaten waschen, trockentupfen und halbieren. Mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Back- blech legen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Öl beträufeln. Thymianzweige zwischen die Tomaten legen.

Die Tomaten für ca. 4-5 Stunden zum trocknen in den Ofen geben. In der Zwischenzeit immer wieder probieren ob das gewünschte Ergebnis schon erreicht ist. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Knoblauchzehen schälen. Abgekühlte Tomaten, Kapern, Chili- schote, Pfefferkörner, Knoblauch und Thymianzweige in ein verschließbares Glas schichten. Gut mit Olivenöl bedecken und kühl aufbewahren.

Tomaten-Lavendel Tarte Tatin

Freitag, 22. Juli 2011

Was tun bei akutem Tomaten- und Lavendelüberschuß? Mein Tomatenkonsum unterliegt ja tatsächlich natürlichen Schwan- kungen – so darfs im Sommer aber ruhig mal etwas mehr vom knallroten Nachtschattengewächs sein. Man gönnt sich ja sonst nichts…

Was also jetzt? Tomaten als Sauce, Tomaten als Suppe, Tomaten als Salat – alles langweilig und schon gefühlte 1000 mal oder auch mehr, gekocht, verkocht und gegessen. Die also in der Glückseeligkeit des warmen Gewächshauses ge- wachsenen Tomaten schmecken wunderbar aromatisch-süß und sind sozusagen geradezu prädestiniert für diese saftige Tarte Tatin mit einer leichten Lavendelnote. Der wächst übrigens und Gott sei Dank, in unmittelbarer Nähe zur Tomatenhochburg.

Zu meiner Schande wurde dieses Mal (ausnahmsweise) auf den sonst gerne genommenen Mürbteigboden verzichtet und der Bequemlichkeit halber auf Fertig-Blätterteig zurückgegriffen – was sich aber geschmackstechnisch nicht als Nachteil erwies.

Schmeckt besonders vorzüglich an lauen Sommerabenden in geselliger Runde – in der Provence….

Zutaten für 2 Personen:

300g kleine Tomaten (Thai Malai)
2 EL schwarze Oliven
3 Zweige Thymian
1 EL Lavendelhonig
2 EL Parmesan, frisch gerieben
1 Msp. gemahlene Lavendelblüten
1 Rolle Blätterteig
Meersalz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung:

Honig und gemahlene Lavendelblüten in einer Pfanne erhitzen. Kirschtomaten, Thymianzweige und Oliven in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze braten. Pfanne vom Herd nehmen, Tomaten mit dem Parmesan bestreuen und diese mit dem Blätterteig bedecken. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die unterste Einschubleiste in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 2 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und mit salz und Pfeffer würzen.

Burrata

Montag, 04. Juli 2011

Da isser nu, der langersehnte Käse aus Italien! Einen Burrata zu finden gestaltet sich ungefähr so schwierig wie ein Schnäppchen am Viktualienmarkt zu ergattern. Aber jetzt ist ein hübsch anzusehendes, kleines, weißes Käsesäckchen meins – und die Freude natürlich dementsprechend groß.

Den Mund erst richtig wässerig gemacht hat mir Andreas von Kochsamkeit. Er schwärmte in den höchsten Tönen von diesem tollen Kuhmilchkäse aus Apulien, aus dem Süden von Italien.

Der Burrata, oder Burrata pugliese ist ein Frischkäse des Typs Filata, welches auch durch die Herstellung vom allseits beliebten Mozzarella bekannt ist. Rein äußerlich ähnelt der Burrata wegen seiner Rinde dem Mozzarella, hat aber wegen seiner Frische einen sehr zähflüssigen Kern. In seinem Inneren befindet sich nämlich eine dickflüssige Frischkäsecreme aus Sahne und nichtbehandelten Mozzarellasträngen. Er schmeckt überaus milchig-frisch und cremig. Wird der Burrata angeschnitten, fließt aus seinem Innernen der zartschmelzende Frischkäse heraus.

Der Burrata lässt sich quasi gleich verarbeiten wie Mozzarella – er schmeckt klassisch als Caprese, zu Pasta oder auf Pizza. Ich habs aber ganz brav wie Andreas gemacht und ihn mit karamellisierten Tomaten, gerösteten Pinienkernen, Olivenöl und Basilikum verspeist.



Zutaten für 2 Personen
:

1 Stück Burrata (ca. 250 g)
250 g Kirschtomaten
20 g Puderzucker
2 Stiele Basilikum
20 g Pinienkerne
schwarzer Pfeffer
Meersalz
Olivenöl

Zubereitung:

Pinienkerne ohne Zugabe von Fett in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze glodbraun rösten.

Tomaten waschen und quer halbieren. Puderzucker auf einen Teller geben, Tomaten mit der Schnittseite hineindrücken. Eine Grillpfanne ohne Fett stark erhitzen, Tomaten so lange darin braten bis der Puderzucker karamellisiert. Herausnehmen.

Basilikum abzupfen. Burrata, karamellisierten Tomaten, Pinien- kerne und Basilikum auf einen Teller anrichten. Tomaten mit Meersalz bestreuen und mit etwas Öl beträufelt servieren.

Spinatquiche mit Camembert und getrockneten Tomaten

Mittwoch, 29. Juni 2011

Eigentlich purer Selbstmord bei diesen Temperaturen den Backofen anzuwerfen, oder? Aber mal ehrlich – Augen zu und durch! Was gibt es an so einem heißen Tag eigentlich besseres als ein Stückchen kalte oder lauwarme Quiche mit Salat? Für mich einfach das perfekte Sommeressen.

Das Besondere an dieser Quiche ist nicht der Teig aus Dinkelvolkornmehl oder etwa der Spinat oder die getrockneten Tomaten – alles bekannt und schon fast langweilig.  Nein, der (Camembert-) Kenner “erkennt” es sofort: Käse überall. Käse im Boden, Käse im Belag und zu guter letzt natürlich Käse auf dem Belag. Was will das (Käse-) Herz mehr?

Ganz, ganz wichtig  dabei ist natürlich die strategische Position des französischen Käseklassikers… Hoch soll er sein, in vier Teile geteilt soll er sein und für den druchgehenden Käsegenuß – auf den Mürbteigboden der Tatsachen gedrückt sein. Der Gipfel der ganzen Aktion ist aber er überstehende Camembert. Er verteilt sich sich beim Backen wie der schmelzende Schnee in der Sonne…

Zutaten:

220 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
25 g Parmesan, frisch gerieben
1 Ei 
5 g Salz

500 g Blattspinat (TK)
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Rapsöl
3 Eier
200 g Schmand
25 g Parmesan, frisch gerieben
10 getrocknete Tomaten
1 Camembert (ca. 150 g)
Muskatnuss
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Mehl, Salz und Parmesan in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stückchen zugeben und alles zu einer fein-krümeligen Masse kneten. Das Ei zugeben und alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und etwa 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den aufgetauten Blattspinat gründlich ausdrücken und grob hacken.

Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch glasig dünsten. Gehackten und ausgedrückten Spinat zugeben und ca. 2 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Von der Herdplatte ziehen und leicht abkühlen lassen.

Eier, Schmand und Parmesan in einer Schüssel gründlich verrühren, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Abgekühlte Spinatmischung unterrühren.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen und eine gefettete und mehlierte Springform (22 cm) damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit getrockneten Hülsenfrüchten füllen. Den Teig ca. 10 Minuten im heißen Backofen (Mitte)  blind backen. Die Hülsenfrüchte entfernen.

Die Spinat-Schmand-Mischung in die vorgebackene Mürbteigform füllen. Den Camembert vierteln und gleichmäßig bis zum Boden in die Spinatmasse eindrücken. Mit den getrockneten Tomaten belegen. Die Quiche im heißen Backofen ca. 45 Minuten backen bis die Füllung fest und die Kruste goldgelb ist.

Estouffade de tomates – Geschmorte Tomaten

Dienstag, 02. November 2010

So, ich bin wieder daheim. Gewohnte Umgebung, gewohnte Sprache und das Wichtigste: die gewohnte Küche! ;-) Mit anderen Worten, genau der richtige Zeitpunkt für einen Beitrag zum 13. mediterranen Kochevent von Tobias.  

Nach kurzem hin und her habe ich mich von dem tollem Buch “Südfrankreich-Küche & Kultur” aus dem GU-Verlag inspirieren lassen und mich für Estouffade de tomates entschieden. Mit reichlich Knoblauch geschmorte Tomaten, die wundervoll als Beilage zu gebratenem Fisch, Fleisch oder Gemüse passen. Aber auch lauwarm oder abgekühlt mit knusprigem Baguette ein absoluter Genuß! 

Das Rezept wurde lediglich zu meinen Gunsten leicht abgewandelt. Ich verzichtete auf die Zubereitung in der Pfanne und bevorzugte der Einfachheit halber lieber den Backofen. Bequemlichkeit siegt eben manchmal…

Zutaten für 2 Personen:

500 g mittelgroße Tomaten
4 EL Olivenöl
3 Knoblauchzehen
1/2 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Die Tomaten waschen, quer halbieren und die Stielansätze entfernen. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersielie waschen, trockenschütteln und ebenfalls hacken. Käse reiben.

Tomaten mit der Schnittfläche nach oben in eine große, feuerfeste Form legen. Knoblauch und Petersilie mit dem Olivenöl vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und gleichmäßig auf den Tomatenhälften verteilen.

Estouffade de tomates  im heißen Ofen (Mitte, Umluft 160 Grad) ca. 45 Minuten backen. Anrichten, servieren und genießen!

13ter mediterraner Kochevent - Frankreich - tobias kocht! - 10.10.2010-10.11.2010

Römische Reistomaten

Dienstag, 03. August 2010

Gesehen bei Alex von foto e fornelli und sofort auf die Nachkochliste gesetzt. Gestern wiederentdeckt bei lamiacucina, deswegen heute prompt nachgekocht…

Die Reistomaten sind eine römische Spezialität die traditionell mit gebackenen Kartoffeln serviert wird. Sie schmecken warm und kalt, deswegen auch absolut empfehlenswert fürs Picknick! Ich habe das Rezept nur leicht abgeändert und der Tomaten-Reis-Masse etwas Parmesan und geröstete Pinienkerne zugefügt.

Rezept für 2 Personen:

6 mittelgroße Tomaten
2 große Kartoffeln
4 EL Risottoreis
2 Knoblauchzehen
1 TL geröstete Pinienkerne
2 EL frisch geriebener Parmesan
1 Handvoll Basilikum
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, gründlich mit Olivenöl Salz und Pfeffer vermischen und in einen großen Bräter geben.

Die Tomaten waschen, einen Deckel abschneiden und mit einem Teelöffel aushöhlen. Das aufgefangene Fruchtfleisch in ein hohes Gefäß geben und mit  Salz, Pfeffer und dem Knoblauch pürrieren. Gehacktes Basilikum, Parmesan, Pinienkerne und Risottoreis unterrühren.

Die Tomaten mit dem Reissugo füllen und den Deckel auf die Tomaten legen. Zwischen die Kartoffelspalten in den Bräter setzen und bei 200 Grad im vorgeheitzten Ofen ca. 1 Stunde garen. Die Tomaten und Kartoffeln sollten leicht gebräunt sein.

Gefüllte Tomaten mit Sardinen

Montag, 28. Juni 2010

Da ich schon lange kein gefülltes Gemüse mehr gegessen habe, gabs heute zur Abwechslung mal gefüllte Tomaten! Dieses Rezept ist nicht mit Hackfleisch sondern mit einer würzigen, mediterranen Sardinen-Olivenfüllung. Dazu gabs noch gegrillte Sardinen, sie schmecken aber solo ebenfalls sehr lecker! Fürs Picknick im Park sind sie kalt ebenfalls sehr zu empfehlen…