Mit ‘Käse’ getaggte Artikel

Burrata

Montag, 04. Juli 2011

Da isser nu, der langersehnte Käse aus Italien! Einen Burrata zu finden gestaltet sich ungefähr so schwierig wie ein Schnäppchen am Viktualienmarkt zu ergattern. Aber jetzt ist ein hübsch anzusehendes, kleines, weißes Käsesäckchen meins – und die Freude natürlich dementsprechend groß.

Den Mund erst richtig wässerig gemacht hat mir Andreas von Kochsamkeit. Er schwärmte in den höchsten Tönen von diesem tollen Kuhmilchkäse aus Apulien, aus dem Süden von Italien.

Der Burrata, oder Burrata pugliese ist ein Frischkäse des Typs Filata, welches auch durch die Herstellung vom allseits beliebten Mozzarella bekannt ist. Rein äußerlich ähnelt der Burrata wegen seiner Rinde dem Mozzarella, hat aber wegen seiner Frische einen sehr zähflüssigen Kern. In seinem Inneren befindet sich nämlich eine dickflüssige Frischkäsecreme aus Sahne und nichtbehandelten Mozzarellasträngen. Er schmeckt überaus milchig-frisch und cremig. Wird der Burrata angeschnitten, fließt aus seinem Innernen der zartschmelzende Frischkäse heraus.

Der Burrata lässt sich quasi gleich verarbeiten wie Mozzarella – er schmeckt klassisch als Caprese, zu Pasta oder auf Pizza. Ich habs aber ganz brav wie Andreas gemacht und ihn mit karamellisierten Tomaten, gerösteten Pinienkernen, Olivenöl und Basilikum verspeist.



Zutaten für 2 Personen
:

1 Stück Burrata (ca. 250 g)
250 g Kirschtomaten
20 g Puderzucker
2 Stiele Basilikum
20 g Pinienkerne
schwarzer Pfeffer
Meersalz
Olivenöl

Zubereitung:

Pinienkerne ohne Zugabe von Fett in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze glodbraun rösten.

Tomaten waschen und quer halbieren. Puderzucker auf einen Teller geben, Tomaten mit der Schnittseite hineindrücken. Eine Grillpfanne ohne Fett stark erhitzen, Tomaten so lange darin braten bis der Puderzucker karamellisiert. Herausnehmen.

Basilikum abzupfen. Burrata, karamellisierten Tomaten, Pinien- kerne und Basilikum auf einen Teller anrichten. Tomaten mit Meersalz bestreuen und mit etwas Öl beträufelt servieren.

Spinatquiche mit Camembert und getrockneten Tomaten

Mittwoch, 29. Juni 2011

Eigentlich purer Selbstmord bei diesen Temperaturen den Backofen anzuwerfen, oder? Aber mal ehrlich – Augen zu und durch! Was gibt es an so einem heißen Tag eigentlich besseres als ein Stückchen kalte oder lauwarme Quiche mit Salat? Für mich einfach das perfekte Sommeressen.

Das Besondere an dieser Quiche ist nicht der Teig aus Dinkelvolkornmehl oder etwa der Spinat oder die getrockneten Tomaten – alles bekannt und schon fast langweilig.  Nein, der (Camembert-) Kenner “erkennt” es sofort: Käse überall. Käse im Boden, Käse im Belag und zu guter letzt natürlich Käse auf dem Belag. Was will das (Käse-) Herz mehr?

Ganz, ganz wichtig  dabei ist natürlich die strategische Position des französischen Käseklassikers… Hoch soll er sein, in vier Teile geteilt soll er sein und für den druchgehenden Käsegenuß – auf den Mürbteigboden der Tatsachen gedrückt sein. Der Gipfel der ganzen Aktion ist aber er überstehende Camembert. Er verteilt sich sich beim Backen wie der schmelzende Schnee in der Sonne…

Zutaten:

220 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
25 g Parmesan, frisch gerieben
1 Ei 
5 g Salz

500 g Blattspinat (TK)
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Rapsöl
3 Eier
200 g Schmand
25 g Parmesan, frisch gerieben
10 getrocknete Tomaten
1 Camembert (ca. 150 g)
Muskatnuss
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Mehl, Salz und Parmesan in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stückchen zugeben und alles zu einer fein-krümeligen Masse kneten. Das Ei zugeben und alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und etwa 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den aufgetauten Blattspinat gründlich ausdrücken und grob hacken.

Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch glasig dünsten. Gehackten und ausgedrückten Spinat zugeben und ca. 2 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Von der Herdplatte ziehen und leicht abkühlen lassen.

Eier, Schmand und Parmesan in einer Schüssel gründlich verrühren, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Abgekühlte Spinatmischung unterrühren.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen und eine gefettete und mehlierte Springform (22 cm) damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit getrockneten Hülsenfrüchten füllen. Den Teig ca. 10 Minuten im heißen Backofen (Mitte)  blind backen. Die Hülsenfrüchte entfernen.

Die Spinat-Schmand-Mischung in die vorgebackene Mürbteigform füllen. Den Camembert vierteln und gleichmäßig bis zum Boden in die Spinatmasse eindrücken. Mit den getrockneten Tomaten belegen. Die Quiche im heißen Backofen ca. 45 Minuten backen bis die Füllung fest und die Kruste goldgelb ist.