Mit ‘Käse’ getaggte Artikel

Pizza (teig)!

Samstag, 23. März 2013

Machen wir uns nichts vor: So eine richtig leckere Pizza mit einem knusprig-dünnem Boden und saftigem Belag liebt doch fast jeder, oder?  Wir sind hier große Fans von selbstgemachter Pizza und meistens wandert bei uns Sonntags eine Pizza in den Ofen – ganz entspannt zu Tatort-kompatibler Zeit. Dazu ein Gläschen Rotwein und ein relaxter Wochenausklang ist gesichert.

Bis mir aber der für mich perfekte Pizzateig so gelungen ist, waren unzählige (Fehl-) Versuche nötig. Mal war der Teig zu stark aufgegangen, zu fad im Geschmack, die Boden-Unterseite zu hell oder er schmeckte einfach nur zu stark nach Hefe. Für mich sollte der perfekte Pizzateig unten noch knusprig und doch innen noch ein kleines bisschen weich sein. Ganz wichtig: Die Spitze der Pizzaschnitte sollte auf alle Fälle schwerkraftresistent sein und beim “zum Mund führen” auf keinen Fall nach unten klappen. Basta. Und der schon fast nebensächliche Belag? Im Zuge einer Kühlschrankinhalt-Resteverwertung darf/muss/soll auf die Sonntas-Pizza auch alles, was praktischerweise nicht in die neue Woche mitgenommen werden will und sollte. Dieses mal Fenchelsalami, Schinken und Champignons mit einem Hauch von Kapern. Der Sauce, insbesondere aber der selbstgemachten Pizzasauce,  werde ich zur Tomatenzeit einen gesonderten Post widmen.

Für meine Pizza lasse ich den Teig mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen – ungewöhnlich, aber sehr effektiv. Durch die lange Teigruhe benötigt man nämlich weniger Hefe, was sich positiv auf den guten Geschmack auswirkt, außerdem machen bestimmte Fermentationsprozesse den Teig viel aromatischer und weniger langweilig. Die fertig belegte Pizza backe ich anschließend mit Backpapier direkt auf dem heißen Boden des Backofens. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das sich von einer Steinofenpizza nicht allzu groß unterscheidet.

Zutaten für 3 Pizzen (∅ ca. 28 cm)

200 g Weizenmehl, Typ 550
180 g Weizenmehl, Typ 1050
250 ml Wasser, lauwarm
3 g Hefe, frisch
8 g Salz
3 g Zucker
2 EL Olivenöl
Mehl zum Bearbeiten

Pizzabelag nach Wunsch

Zubereitung

Mehle, Salz, Zucker und Olivenöl in eine Schüssel geben. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Hefewasser zur Mehlmischung in die Schüssel geben und mit den Händen oder einem Kochlöffel zu einem homogenen Teig vermischen. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen weiter zu einen geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in eine große Schüssel geben (mindestens doppelt so groß) und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1,5 Stunden gehen lassen. Den Teig nochmals durchkneten und abgedeckt im Kühlschrank mindestens 24 Stunden, optimal aber 48 Stunden ruhen lassen.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und 3 Teiglinge abstechen. Jeweils einen Teigling zu einer runden Kugel formen, dabei den Teig nicht mehr viel kneten. Die Kugeln mit einem Geschirrtuch abdecken und nochmals 1,5 Stunden gehen lassen.

Den Backofen auf 230 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Teiglinge jeweils mit einem Nudelholz auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn (3 mm) ausrollen. Die Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und nach Wunsch und Geschmack belegen.

Die Pizza samt Backpapier auf ein kaltes Backblech ziehen. Die Pizza am Ofen dann direkt mit dem Backpapier vorsichtig (heiß!) auf den heißen Boden des Ofens ziehen und einige Minuten (das kann von Ofen zu Ofen variieren) backen lassen. Der Boden und Rand der Pizza sollte gebräunt, aber nicht zu dunkel sein. Auch darauf achten, dass das Backpapier nicht zu stark verbrennt.

Fast hätte ich es vergessen: Das wär doch der perfekte Beitrag für den neuen Pizza-Blogevent, den Zorra vom ”Kochtopf” zusammen mit Luna von “Luna’s Philosophy” ausrichtet, oder? :-)

Frühstücks-Waffeln

Dienstag, 26. Februar 2013

Normalerweise beschränken sich meine Frühstücksgewohnheiten unter der Woche eher ziemlich banal auf Basics wie Brot, Butter, Käse, Müsli, Joghurt und etwas Gemüse.  Aber am Wochenende, jaaaa, da darf es auch schon mal eine richtig ausgedehnte und aufwendige Frühstückssause mit z.B. Spinat-Feta-Rührei, Omelette, Lachs, Antipasti, Pancakes oder Zimtschnecken sein. Da ich aber seit kurzem stolze Besitzerin eines Waffeleisens bin, sind Waffeln am Frühstückstisch natürlich “obligatorisch”, egal ob süß oder deftig.

Für den ersten Einsatz am Frühstückstisch entschied ich mich für herzhafte All-in-One Frühstücks-Waffeln. Vollkornmehl, Streichfett, Käse, Schinken, Ei, Milch und Grünzeug – alles drin was es für einen anständigen Start in den Tag so braucht. Es empfiehlt sich allerdings, den Kaffee separat dazu zu reichen … ;-)

Keine Lust auf Schinken? Die Frühstücks-Waffeln lassen sich prima nach Geschmack und Kühlschrankinhalt abändern und schmecken garantiert auch mit Röstzwiebeln, gehackten Oliven, gewürfelten getrocknete Tomaten, Salami, verschiedensten Kräutern usw., der kulinarischen Fantasie sind hier zum Glück keine Grenzen gesetzt. Fürs Katerfrühstück vielleicht sogar mit Sardellen und Kapern? Kleiner Tipp: Man kann die Frühstücks-Waffeln auch prima vorbereiten und anschließend einfrieren (wie übrigens alle Waffeln) und bei “Bedarf” im Toaster wieder aufbacken – schmecken wie frisch gebacken!

Zutaten für ca. 10 runde Waffeln

40 g Butter
2 Eigelb (M)
250 ml Milch
1 EL Tomatenmark
75 g Dinkelvollkornmehl
75 g Roggenvollkornmehl
100 g Schinken (nach Geschmack, gekocht oder roh)
60 g würziger Käse (z.B. Appenzeller)
30 g Parmesan
2 Eiweiß (M)
1 EL Schnittlauchröllchen
Salz
Pfeffer
Paprikapulver

Zubereitung

Die Butter zerlasssen und etwas abkühlen lassen. Eiweiß steif schlagen und kühl stellen. Mehle, Eigelb, Tomatenmark, Milch und die abgekühlte Butter mit dem Handrührgerät verrühren. Den Teig ca. 10 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit den Schinken fein würfeln. Käse fein reiben. Schinken, Käse, Eiweiß und Schnittlauchröllchen unter den Teig heben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Das Waffeleisen erhitzen ganz leicht mit Öl auspinseln. Nacheinander die Waffeln backen und sofort servieren.

 

Burrata

Montag, 04. Juli 2011

Da isser nu, der langersehnte Käse aus Italien! Einen Burrata zu finden gestaltet sich ungefähr so schwierig wie ein Schnäppchen am Viktualienmarkt zu ergattern. Aber jetzt ist ein hübsch anzusehendes, kleines, weißes Käsesäckchen meins – und die Freude natürlich dementsprechend groß.

Den Mund erst richtig wässerig gemacht hat mir Andreas von Kochsamkeit. Er schwärmte in den höchsten Tönen von diesem tollen Kuhmilchkäse aus Apulien, aus dem Süden von Italien.

Der Burrata, oder Burrata pugliese ist ein Frischkäse des Typs Filata, welches auch durch die Herstellung vom allseits beliebten Mozzarella bekannt ist. Rein äußerlich ähnelt der Burrata wegen seiner Rinde dem Mozzarella, hat aber wegen seiner Frische einen sehr zähflüssigen Kern. In seinem Inneren befindet sich nämlich eine dickflüssige Frischkäsecreme aus Sahne und nichtbehandelten Mozzarellasträngen. Er schmeckt überaus milchig-frisch und cremig. Wird der Burrata angeschnitten, fließt aus seinem Innernen der zartschmelzende Frischkäse heraus.

Der Burrata lässt sich quasi gleich verarbeiten wie Mozzarella – er schmeckt klassisch als Caprese, zu Pasta oder auf Pizza. Ich habs aber ganz brav wie Andreas gemacht und ihn mit karamellisierten Tomaten, gerösteten Pinienkernen, Olivenöl und Basilikum verspeist.



Zutaten für 2 Personen
:

1 Stück Burrata (ca. 250 g)
250 g Kirschtomaten
20 g Puderzucker
2 Stiele Basilikum
20 g Pinienkerne
schwarzer Pfeffer
Meersalz
Olivenöl

Zubereitung:

Pinienkerne ohne Zugabe von Fett in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze glodbraun rösten.

Tomaten waschen und quer halbieren. Puderzucker auf einen Teller geben, Tomaten mit der Schnittseite hineindrücken. Eine Grillpfanne ohne Fett stark erhitzen, Tomaten so lange darin braten bis der Puderzucker karamellisiert. Herausnehmen.

Basilikum abzupfen. Burrata, karamellisierten Tomaten, Pinien- kerne und Basilikum auf einen Teller anrichten. Tomaten mit Meersalz bestreuen und mit etwas Öl beträufelt servieren.

Spinatquiche mit Camembert und getrockneten Tomaten

Mittwoch, 29. Juni 2011

Eigentlich purer Selbstmord bei diesen Temperaturen den Backofen anzuwerfen, oder? Aber mal ehrlich – Augen zu und durch! Was gibt es an so einem heißen Tag eigentlich besseres als ein Stückchen kalte oder lauwarme Quiche mit Salat? Für mich einfach das perfekte Sommeressen.

Das Besondere an dieser Quiche ist nicht der Teig aus Dinkelvolkornmehl oder etwa der Spinat oder die getrockneten Tomaten – alles bekannt und schon fast langweilig.  Nein, der (Camembert-) Kenner “erkennt” es sofort: Käse überall. Käse im Boden, Käse im Belag und zu guter letzt natürlich Käse auf dem Belag. Was will das (Käse-) Herz mehr?

Ganz, ganz wichtig  dabei ist natürlich die strategische Position des französischen Käseklassikers… Hoch soll er sein, in vier Teile geteilt soll er sein und für den druchgehenden Käsegenuß – auf den Mürbteigboden der Tatsachen gedrückt sein. Der Gipfel der ganzen Aktion ist aber er überstehende Camembert. Er verteilt sich sich beim Backen wie der schmelzende Schnee in der Sonne…

Zutaten:

220 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
25 g Parmesan, frisch gerieben
1 Ei 
5 g Salz

500 g Blattspinat (TK)
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Rapsöl
3 Eier
200 g Schmand
25 g Parmesan, frisch gerieben
10 getrocknete Tomaten
1 Camembert (ca. 150 g)
Muskatnuss
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Mehl, Salz und Parmesan in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stückchen zugeben und alles zu einer fein-krümeligen Masse kneten. Das Ei zugeben und alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und etwa 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den aufgetauten Blattspinat gründlich ausdrücken und grob hacken.

Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch glasig dünsten. Gehackten und ausgedrückten Spinat zugeben und ca. 2 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Von der Herdplatte ziehen und leicht abkühlen lassen.

Eier, Schmand und Parmesan in einer Schüssel gründlich verrühren, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Abgekühlte Spinatmischung unterrühren.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen und eine gefettete und mehlierte Springform (22 cm) damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit getrockneten Hülsenfrüchten füllen. Den Teig ca. 10 Minuten im heißen Backofen (Mitte)  blind backen. Die Hülsenfrüchte entfernen.

Die Spinat-Schmand-Mischung in die vorgebackene Mürbteigform füllen. Den Camembert vierteln und gleichmäßig bis zum Boden in die Spinatmasse eindrücken. Mit den getrockneten Tomaten belegen. Die Quiche im heißen Backofen ca. 45 Minuten backen bis die Füllung fest und die Kruste goldgelb ist.