Archiv für die Kategorie ‘Pasta’

Spinat-Ricotta-Wan Tans auf Paprikasugo und Pinienkernen

Dienstag, 07. Februar 2012

Gibt es gefüllte Pasta für Ungeduldige (und Grobmotoriker)? Seit gestern bin ich der festen Überzeugung…

Mit Zweiteren habe ich Gott sei Dank nichts am Hut, aber Ungeduld zählt so ziemlich zu einer “meiner” persönlichen Todsünden. Besonders, wenn es um die verzögerte, tägliche warme Mahlzeit geht, verstehe ich überhaupt keinen Spaß mehr. Wenn akuter Hunger besteht und der Magen nach einem anstrengenden Tag schon in den Kniekehlen hängt, muß möglichst fix ein anständiges Gericht auf den Tisch und in den Magen. Was dann leider schon mal weitere “echte” Todsünden nach sich zieht: (Futter-) Neid, Zorn, Völlerei und wenn der Magen voll ist - Faulheit. 

Um diesen Lastern vorzubeugen bzw. die Auswirkungen möglichst gering zu halten, empfehle ich Freunden von Tortellini, Ravioli und Co. nicht die fade schmeckenden Fertigpackungen aus dem Supermarkt-Kühlregal, sondern lediglich fertigen und tiefgekühlten Wan Tan-Teig. Dieser ist in Rekordzeit mit der cremigen Spinat-Ricotta-Masse gefüllt und bettet sich nach einem heißen Meersalz-Bad voller Stolz auf der Paprikasugo.

Zutaten für 4 Portionen:

150 g TK- Blattspinat
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 TL Olivenöl
150 g Ricotta
1 EL Parmesan, frisch gerieben
1 Eigelb (M)
20 runde TK-Wan Tan-Blätter ( ca. 8-9 cm Ø, Asiamarkt)
Muskatnuss
Meersalz
Pfeffer

3 rote Paprikaschoten (je ca. 200 g)
1 kleine, weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
1 TL Tomatenmark
50 ml Gemüsefond
1 Zweig Thymian
Pfeffer
Meersalz

1 EL Pinienkerne, geröstet
Parmesan, gehobelt
Rucola

Zubereitung:

3 rote Paprikaschoten längs vierteln, entkernen und mit der Hautseite nach oben nebeneinander auf ein Backblech legen. Unter dem vorgeheizten Backofengrill ca. 6-8 Minuten rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Aus dem Ofen nehmen, für 5 Min. mit einem feuchten Geschirrtuch bedecken, anschließend häuten und in Stücke schneiden.

Zwiebel und Knoblauchzehe für die Sugo fein hacken und in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. Die gegrillten Paprikaschoten, Tomatenmark, Gemüsefond und Thymian zugeben und die Sauce ca. 10 Minuten köcheln lassen. Den Thymianzweig entfernen, die Parikasugo mit Salz und Pfeffer würzen und fein pürieren.  Beiseite stellen.

Für die Wan Tans den Spinat ausdrücken und fein hacken. Schalotte und Knoblauchzehe fein würfeln und in 1 TL Olivenöl kurz andünsten. Spinat zugeben, kurz mitdünsten und leicht abkühlen lassen. Ricotta, Parmesan und Eigelb gründlich mischen und die Masse mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen.

Eine ca. walnussgroße Menge Spinatmasse mit einem Spritzbeutel auf je ein Wan Tan-Blatt spritzen, die Ränder mit Wasser bepinseln, zuklappen und gut andrücken. Die fertig gefüllten Nudeltaschen ca. 3 Minuten in leicht sprudelnden Salzwasser kochen und anschließend abgießen. Paprikasugo erhitzen, auf 4 Teller verteilen und je 5 Wan Tans darauf anrichten. Mit Pinienkernen und Parmesan bestreuen. Den Rucola auf die Pasta geben und servieren. Guten Appetit!

Asia-Bolognese auf Reisbandnudeln

Dienstag, 24. Januar 2012

Heute mal kurz, knapp und fotolos… Weil diese “etwas andere” Bolognese aber an Geschmack und Aroma kaum zu überbieten ist, muß das köstliche Rezept einfach mal ohne Bebilderung  für mich und die Nachwelt festgehalten werden. Aber eh egal, denn kein Foto von mir würde je diesem Gaumenknospenschmeichler gerecht werden…

PS: Schlimm ohne Foto?

Zutaten für 2 Personen:

100 g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/2 TL fein gehacktes Zitronengras
20 g Ingwer
20 g Koriandergrün
10 g Thai-Basilikum
1 EL Rapsöl
150 g Tatar (oder Rinderhackfleisch)
1 EL Tomatenmark
1/2 TL rote Currypaste
100 g passierte Tomaten
1 EL Sojasauce
1 TL Palmzucker (ersatzweise normaler Zucker)
3 Kaffirlimettenblätter, gehackt
250 ml Gemüsebrühe
50 ml Rotwein, trocken
Salz
Szechuanpfeffer
1 EL Limettensaft
1 EL Fischsauce
250 g breite Reisbandnudeln

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer sehr fein würfeln. Koriander und Thai-Basilikum grob hacken.

Öl in einem Topf erhitzen. Tatar (oder Rinderhackfleisch) darin leicht braun anbraten. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Zitronengras zugeben und kurz mitbraten. Tomatenmark und Currypaste einrühren. Mit Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Palmzucker, Tomaten, Kaffirlimettenblätter, Thai-Basilikum und die Hälfte des Korianders zugeben und die Brühe angießen. Mit Salz, Pfeffer, Sojasauce, Limettensaft und Fischsauce abschmecken und ca. 1/2  Std. leicht köcheln lassen.

Die Reisbandnudeln nach Packungsanweisung garen und in einem Sieb abtropfen lassen. Die Nudeln mit der Sauce anrichten und mit Koriander dekoriert servieren.

Quelle: Modifiziert nach Essen & Trinken 1/2012

Tagliatelle mit getrockneten Tomaten und Pesto Rosso

Donnerstag, 11. August 2011

Nachdem ich mich die letzten Tage ganz fleißig im Macarons backen geübt habe – zuerst mit sehr wenig, dann mit etwas mehr Erfolg – gibt es dafür zur Stärkung und Belohnug ne ordentliche Portion selbstgemachte Pasta.

Da ich ja erst vor kurzem selbstgetrocknete und marinierte Tomaten für mich entdeckt habe, überlege ich ständig wie ich diese kleinen, aromatischen und roten “Früchtchen” am leckersten auf den Tisch bzw. in den Teller bekomme. Und bevor sie noch länger im ungemütlich-kalten und dunklen Kühlschrank in einem öligen Glas mit Knoblauch und Kapern ihr Dasein fristen und noch länger auf die verdiente Befreiung warten, erbarme ich mich ihrer und befördere sie vor ihrem end- gültigen Aus noch liebevoll durch die Walzen der Nudelma- schine.  Auch runzelige und dehydrierte Tomaten haben ein Anrecht auf  eine würdevolle und schmackhafte Zubereitung, basta… äh, zu Pasta.

Und weil ja die Tagliatelle sich alleine im Teller doch etwas einsam fühlen, bekommen sie wohlverdient und dankens- werterweise Gesellschaft von ebenso errötetem Pesto. Auf- gehts, ran an die Nudel! 

Zutaten für 2 Personen:

Tagliatelle:

200 g Weizenmehl (T. 405)
50 g Hartweizengrieß, fein gemahlen
2 Volleier (M)
30 g  getrocknete u. marinierte Kirschtomaten

Pesto Rosso:

50 g getrocknete u. marinierte Kirschtomaten
15 g Pinienkerne
20 g Parmesan, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe, geschält
1/2 Teelöffel Thymianblättchen
25 g Ricotta
30 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung:

Die getrockneten Tomaten in einem Sieb gründlich abtropfen lassen. Tomaten mit den Eiern mit dem Schneidstab sehr fein pürieren.

Weizenmehl, Hartweizengrieß und Eier mit der Hand gründlich zu einem glatten Teig verkneten. In Folie verpacken und 2 Stunden ruhen lassen (Zimmertemperatur).

Den Teig nochmals gut durchkneten und in 2 Portionen teilen. Den Teig mit einem Nudelholz oder einer Nudelmaschine ausrollen und Tagliatelle gewünschter Breite schneiden. Fertige Pasta trocknen lassen oder sofort weiterverarbeiten.

Für das Pesto alle Zutaten in mit dem Schneidstab in einem hohen Gefäß nicht zu fein pürieren, bei Bedarf noch etwas Öl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu warmer Pasta servieren.

Kohlrabi-Brokkoli-Lasagne mit Gorgonzola

Montag, 01. August 2011

Lasagne liebe ich in jeder erdenklichen Variante, mit Fleisch, Fisch oder Gemüse – Hauptsache mit einer leckeren Béchamel- sauce und ohne Pilze. Mit viel Liebe und noch mehr Käse über- backen, ist der italienische Klassiker für mich das pure Glück in Schichten und beliebt bei Groß und Klein bzw. Alt und Jung. Ohne Lasagne wäre die Welt doch mit Sicherheit ein kleines bißchen trauriger, oder?

Unabhängig davon, daß Brokkoli und Gorgonzola für meinen Gaumen eine  Traumkombination darstellen und die im Kühl- schrank verweilenden Kohlrabis schon in freudiger Erwartung waren, stellte sich noch die Frage, wie Brokkoli in einer Lasagne idealerweise plaziert wird. Beim Käse ist die Sache ja klar oder ja eigentlich eher flüssig und flach. Brokkoli dagegen ist wegen seiner Form eher Nudelplatten-unkompatibel. Deswegen wurde er kurzerhand und ohne schlechtes Gewissen einfach in die Sauce geschreddert und somit wieder Lasagne-kompatibel ge- macht. So einfach ist das…
 

Zutaten für 4 Personen:

150 g Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
25 g Butter
2 Lorbeerblätter
25 g Mehl
100 ml trockener Weißwein
500 ml Milch (1,5 %)
250 g Brokkoliröschen
125 g Gorgonzola
Salz
Pfeffer
Muskat
1 TL Olivenöl
800 g Kohlrabi
12 Lasagneblätter
60 g Pecorino (gerieben)

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln.  Für die Béchamel Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Lorbeer darin andünsten. Mehl mit einem Schneebesen unterrühren und kurz mitdünsten. Wein und Milch zugeben und offen bei milder Hitze unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten einkochen lassen. Brokkoli zugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Sauce mit dem Pürierstab fein mixen, Lorbeerblätter vorher entfernen. Den Gorgonzola in die Béchamel geben und schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Kohlrabi schälen, halbieren und in dünne Scheiben hobeln.

Eine Auflaufform (ca. 24 x 20 cm) mit Olivenöl einfetten. Etwas Béchamelsauce in die Form gießen. Schichtweise Nudelblätter, Béchamelsauce und Kohlrabi in die Form geben. Den Vorgang so oft wiederhohlen bis die Lasagneblätter aufgebraucht sind. Die restliche Béchamelsauce darauf verteilen. Mit Käse bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene ca. 35 – 40 Minuten garen.

Limetten-Thunfisch-Aioli

Sonntag, 19. Juni 2011

Es gibt Food-Magazine, die schon fast zum Garant für leckeres Essen mutieren. Dazu gehört für mich mit fast 100%-iger Sicherheit das Sonderheft stern GOURMET “Die 175 besten stern-Rezepte für Frühling und Sommer”. Diese 2. Ausgabe regt zu eher raffinierten, aber doch immer einfachen und saisonalen Rezepten an. Nicht immer steigt die dringende Nachkoch-Lust in mir auf, wie z.B. bei dem Bananen-Tomaten-Salat. Hier mangelt es ganz bestimmt nicht an den elementaren Zutaten - die gewagte Kombination treibt mir schlichtweg das Wasser in die Augen, den notwendigen Speichelfluß unterdrückt sie hingegen gekonnt. Nichtsdestotrotz, bei ungefähr 2/3 der Rezepte würde ich mit ”tropfendem Zahn” am liebsten sofort loslegen.

Gesagt, getan – nach den Spaghetti mit Parmaschinken, Sardel- len und Kapern und der Ingwer-Poularde aus der Herbst/Win- ter-Ausgabe kommt nun die Limetten-Thunfisch-Aioli zum Zug. Und wie! Als großer Aioli- und noch größerer Knoblauch-Fan ist diese Thunfisch-Limetten-Variante der absolute Knaller als Vor- speise oder Snack mit knusprigem Ciabatta-Brot.

Ich gestehe, eigentlich war diese Limetten-Thunfisch-Aioli laut Originalrezept als Pastasauce gedacht. Nach langen Über- legungen und mit einer gehörigen Portion schlechten Gewissens  nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und verwieß die Nüdelchen auf die hinteren Ränge, Aioli gehört für mich zu Brot und nicht auf Pasta, basta!

Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:

1 Limette
1 Knoblauchzehe
70 g Bio-Thunfisch (naturell)
35 ml Sonnenblumenöl
35 ml Olivenöl
1 Eigelb
1 TL Dijonsenf
Salz
Cayennepfeffer

Zubereitung:

Limette heiß abspülen, mit Küchenpapier trockenreibe, die Schale fein abreiben und abgedeckt bei- seitestellen. 2-3 EL Limettensaft auspresse. Den Knoblauch abziehen und grob hacken.

Den Thunfisch abtropfen lassen und mit dem Limettensaft und Knoblauch im Blitzhacker sehr fein pürieren. Die Öle mischen. Das Eigelb mit Senf und etwas Salz in einem hohen Rührbecher mit den Quirlen des Handrührgerätes verrühren. Das Öl zuerst tropfenweise, dann in einem dünnen Strahl dazugießen und auf hoher Stufe schlagen, bis eine dicke Mayonnaise entsteht. Das Thunfischpüree mit dem Schneebesen unterrühren, mit Salz und Cayenne würzen.

Spaghetti mit Parmaschinken, Sardellen und Kapern

Montag, 13. Juni 2011

Nach der Pizza muß dringend noch ein anständiges Pastarezept nachgeschoben werden, oder? Wobei anständig ja schon wirklich reichlich untertrieben klingt - dieses Rezept ist für mei- nen Geschmack die Sommerpasta schlechthin, bitteschön!  

Und wer sagt, daß es zu Pasta immer eine Sauce geben muß? In diesem Fall sind Ciabattabrösel das Zauberwort. Mit klein- geschnittenen Sardellen und Knoblauch angeröstet machen die Brösel aromatechnisch richtig was her, wobei der eigentliche Applaus viel mehr den knusprigen und zitronisierten Kapern und dem kross gebratenen Parmaschinken gebührt. Wobei es mich zugegebenermaßen anfangs schon einige Überwindung kostete den edlen Schinken zu eliminieren und ins heiße Öl zu werfen…

Und dafür: Lob wem Lob gebührt! Nein, nicht mir – von solch kreativen und genialen Gedankenschüben wurde ich bis jetzt leider verschont. Aber wieso auch den Kopf zerbrechen wenn es dafür diverse Zeitschriften gibt? Gefunden in der aktuellen Stern Gourmet 1/2011 “Frühling + Sommer”, mit kleinen Änderungen (Basilikum anstatt Rucola, minimal mehr Sardellen und Hasel- nüsse) sofort nachgekocht und für überragend (knusprig) befunden.

 

Zutaten für 2 Personen:

50 g frisches Ciabatta
1 rote Chilischote
4 Sardellenfilets (in Öl)
1/2 Bund glatte Petersilie
50 g Parmaschinken
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
30 g Haselnüsse, gemahlen
30 g Kapern
1/2 EL Biozitronenschale, fein gerieben
20 g Parmesankäse, dünn gehobelt
Salz
250 g Spaghetti
Basilikum

Zubereitung:

Brot würfeln, im Blitzhacker zerbröseln. Chilischoten längs aufschneiden, die Kerne herausspülen. Sardellen trocken tupfen. Petersilie waschen, trocknen und die Blätter abzupfen. Alles getrennt fein hacken. Parmaschinken klein schneiden. Knoblauch abziehen.

Brösel bei mittlerer Hitze in 2 EL Olivenöl unter Rühren goldbraun braten. Knoblauch dazupressen, mit Chili, Sardellen und Haselnüssen mischen und kurz erhitzen. Salzen und die Petersilie unterrühren.

Spaghetti nach Packungsanweisung in ausreichend Salzwasser kochen. Die Kapern abtropfen lassen. Den Schinken in 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze knusprig braun braten, aus dem Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Kapern im restlichen Öl bei mittlerer Hitze knusprig braten und die Zitronenschale dazugeben, ebenfalls auf Küchenpapier ab- tropfen lassen.

Abgetropfte Spaghetti mit der Hälfte der Brösel vermischen und in Tellern anrichten. Mit den restlichen Bröseln, Parmaschinken, Zitronenkapern und evtl. Parmesan bestreuen. Mit Basilikum garnieren - Fertig!

Ragù alla Bolognese – mal anders…

Samstag, 16. April 2011

Heute mal zur Abwechslung einen richtig leckernen Klassiker: Spaghetti Bolognese. Aber keine Panik, ganz so traditionell bleibt es dann doch nicht. Wie bei den meisten Koch-, Küchen- oder Tischklassikern gibt es hier warscheinlich Hunderte von ”Original”-Rezepten, Tausende von Abwandlungen, Hun- derttausende von Empfehlungen und Millionen von Geheimtips… Stop.

Deswegen ist es allerhöchste Zeit für ein Rock the kitchen!-Version. Ohne Tomaten, dafür mit würzigem Paprikamark, leichter Zimtnote und einem dezenten Rauchgeschmack. Schuld daran ist dieses Mal nicht angebranntes Fleisch, sondern Pimenton de la Vera, ein wunderbares, geräuchertes Paprikapulver aus der Region la Vera in Spanien. Mal anders…

Zutaten für 2 Personen:

100 g Rinderhackfleisch
100 g Tatar
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
50 g Karotten
50 g Stangensellerie
2 EL Olivenöl
2 EL Paprikamark 
150 ml Rotwein
200 ml Gemüsebrühe
1 Tl Pimenton de la Vera
1/2 Zimtstange
1/2 TL Orangenabrieb
1 Zweig Oregano
1 Zweig Thymian
1 Lorbeerblatt
Salz
Pfeffer

250 g Vollkornspaghetti
Parmesan

Zubereitung:

Schalotten, Knoblauch, Karotten und Stangensellerie in sehr feine Würfel schneiden. Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen, Rinderhack und Tatar bei mittlerer Hitze anbraten. Gemüse zugeben und kurz mitbraten. Zum Schluß das Paprikamark unterziehen und ebenfalls kurz anrösten. Mit Rotwein ablöschen und leicht einkochen lassen.

Das Ragù mit der Gemüsebrühe aufgießen. Pimenton de la Vera, Orangenabrieb, Zimtstange, Oregano, Thymian und Lorbeerblatt zugeben und die Sauce mindestens 2 Stunden ohne Deckel leise köcheln lassen.

Kräuterzweige und Zimtstange entfernen, das Ragù nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Mit den gekochten Teigwaren anrichten und nach Belieben mit Parmesan bestreuen.

Kichererbsen-Kritharaki-Salat mit Serranoschinken

Montag, 17. Januar 2011

Wir habens getan… Bitchin´ Camero, Steph, Paule und jetzt auch ich! Dieser Kichererbsensalat geistert schon länger durch die Foodblogger-Welt. Wohl nicht zu Unrecht!  Die Kombination Kichererbsen und Kritharaki-Pasta ist genau das Richtige für Büro und Picknick, er lässt sich sehr gut vorbereiten und schmeckt richtig durchgezogen am nächsten Tag um Längen besser. Danke Mädels!

Meine Version ist irgendwie eine gelungene Mischung aus allen drei Rezepten, auch angepasst an den Kühlschrankinhalt im Hause rock the kitchen! Kinderleicht in der Herstellung und trotzdem lecker. Empfehlenswert! 

Zutaten für zwei Personen:

125 g getrocknete Kichererbsen
125 g Kritharaki
2 rote Spitzpaprika
4 Scheiben Serranoschinken
1 TL gehackte Petersilie
2 EL Olivenöl
1 EL Sherry-Essig
1/2 TL Rotisseur-Senf
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker

Zubereitung:

Kichererbsen über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag Wasser abgießen und in ca. 1,5 Stunden gar kochen. Die Kitharaki al dente kochen. Spitzpaprika waschen, Strunk und Kerne entfernen und im Backofen bei 200 Grad backen bis die Haut schwarz ist und Blasen wirft. Abkühlen lassen und die Haut vorsichtig abziehen.

Gehäutete Paprika in Streifen schneiden. Knoblauch pressen und mit Petersilie, Olivenöl, Essig und Senf zu einer Marinade mischen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Kichererbsen, Kritharaki und Paprika in eine Schüssel geben und mit dem Dressing gründlich vermengen. 2-3 Stunden oder am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Mit Serranoschinken anrichten un servieren!

Nachgekocht: Blumenkohl-Bolognese-Lasagne

Samstag, 11. Dezember 2010

Wie Robert von lamiacucina aus Blumenkohl eine absolut geniale Bolognesesauce zaubert, finde ich wirklich nachamens- wert!  Wenn schon Wasser zu Wein, warum nicht auch Blumenkohl zu Fleisch? ;-)

Und das Ganze in Form einer vorzüglichen Lasagne, die durch den karamellisierten Blumenkohl von seinem fleischlastigen Pendant meiner Meinung nach nur schwer zu unterscheiden ist. Bis auf einen leichten Blumenkohlgeschmack und einer etwas weicheren Konsistenz kann sie aber definitiv mithalten! Es muß ja nicht immer Fleisch sein. Danke Robert für die tolle Idee!

Zutaten für 2 Personen:

500 g Blumenkohlröschen geputzt
2 Stangen Staudensellerie
80 g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Rapsöl
100 ml Rotwein
300 g gestückelte Tomaten
je ein Zweig Thymian, Oregano, Rosmarin
Salz
Pfeffer
Paprika

15 g Butter
15 g Mehl
200 ml Milch 3,5 %
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

150 g Lasagneplatten, selbstgemacht ( Mehl Typ 1050)
50 g Parmesan, gerieben

Zubereitung:

Blumenkohl mit einem schweren Messer so fein wie möglich hacken. Auf einem mit Backpapier belegtem Backblech im vorgeheizten Backofen (210 Grad) ca. 20 Minuten trocken anrösten. Zwischendurch immer wieder den Blumenkohl mit 2 Teigkarten umschichten, damit er gleichmäßig karamellisiert. Danach sollten die Blumenkohlkrümel gleichmäßig braun, aber nicht verkohlt sein.

Zwiebel, Knoblauch und Staudensellerie fein würfeln. Kräuter fein hacken.

Öl in einem Topf erhitzen. Zwieleln, Sellerie und Knoblauch leicht anbraten. Den Rotwein zugießen und einkochen lassen. Tomaten, Kräuter und Blumenkohlkrümel zugeben und zu einer dicklichen Bolognesesauce einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.

In der Zwischenzeit Butter in einem Topf warm werden lassen. Mehl dazugeben und glattrühren. Nach und nach die Milch angießen. Mit dem Schneebesen rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Sauce ca. 15 Minuten schwach köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Eine gebutterte Lasagneform abwechselnd mit einer Lage Teigplatten, einer sehr dünnen Béchamelschicht, einer etwas dickeren Schicht Bolognese, Teigplatten usw. füllen bis alles verbraucht ist. Zum Abschluß auf die Bechamelschicht den Parmesan streuen und im vorgeheizten Backofen (220 Grad) 20-30 Minuten backen.

Käsige Spätzle – mit Tête de Moine und Südtiroler Speck

Donnerstag, 25. November 2010

Spätzle werden von mir ganz leicht sträflich vernachlässigt. Oft gibt es Risotto und Pasta  in sämtlichen Ausführungen, Geschmacksrichtungen und Farben, aber Spätzle? Fehlanzeige. Höchste Zeit etwas dagegen zu unternehmen! 

Gerade wenn es draußen kalt, regnerisch und ungemütlich ist, dann geht man gerne zurück in die warme Küche und besinnt sich auf das Wesentliche, Traditionelle und gerne auch Klischeehafte. Da geht man auch nicht in die große Welt hinaus, sondern da bleibt man in vertrauter Umgebung. Kulinarisch kann man sich aber durchaus einen Blick zu den schwäbischen Nachbarn erlauben. Es gibt Käsespätzle! Denn was gibt es besseres als leckere selbstgemachte Spätzle, bei denen der würzige-aromatische Käse richtig schöne filigrane “Fäden” zieht? Nicht zu sprechen von den würzigen, knusprigen, aber doch noch leicht saftigen Röstzwiebeln…

Und weil das Wetter heute gar so garstig war kam gleich in den Teig eine kleine Portion Tête de Moine. Außerdem wurden die Käsespätzle noch mit hauchdünnem und knusprigem Südtiroler Speck gepimpt, eine Spezialität unserer südlichen Nachbarn!

Zutaten für 2 Personen:

Spätzle:

200 g Mehl
2 Eier
Salz
80 ml Wasser
30 g Tete de Moine

Röstzwiebeln:

1 Zwiebel
1 EL Mehl
1/2 TL Paprikapulver
1 Prise Salz

50 g Südtiroler Speck
100 g Tete de Moine
20 g Butter

Zubereitung:

Tete de Moine fein reiben. Alle Zutaten für die Spätzle in einer Schüssel zu einem glatten Teig schlagen bis er Blasen wirft. Teig mit Spätzlehobel, Spätzlemaschine, Spätzlepresse oder vom Brett schaben und in kochendes (Salz-) Wasser geben. In ein Sieb abschütten, abschrecken und abtropfen lassen.Zwiebel schälen, halbieren, in dünne Scheiben schneiden und trockentupfen. Zwiebeln auflockern und mit Mehl und Paprikapulver und Salz vermischen. In einer Pfanne Öl erhitzen, Zwiebel darin goldgelb backen, dabei immer wieder vorsichtig durchmischen. Zwiebel herausheben und auf mehreren Lagen Küchenpapier abtropfen lassen.

Südtiroler Speck in einer beschichteten Pfanne ohne Fett golbraun braten und im Backofen warm stellen.

Butter in die Pfanne geben und Spätzle darin schwenken. Tete de Moine zugeben und schmelzen lassen. Die Spätzle mit dem Speck und den Röstzwiebeln anrichten – Fertig!

Wieder ein Versuch – Tagliatelle

Dienstag, 23. November 2010

2. Nudel-Versuch. Ich bin begeistert! Pasta selbst herstellen ist eigentlich ein absolutes Kinderspiel, wobei ich mich hierbei keinesfalls als routiniert bezeiche – eher als blutiger Anfänger! Warum bin ich nicht schon viel eher drauf gekommen? Spätestens nach diesem Tagliatelle-Versuch bin ich infiziert, ich möchte sogar von einem neuen Hobby sprechen. ;-)

Im Vergleich zu meinen Kürbis-Ravioli ist der Teig heute viel dünner denn ich habe es dieses Mal geschafft, meine Ungeduld irgendwie zu unterdrücken. Wozu hat die Maschine auch die Stufe 1? Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich mit den Zutaten experimentiert und nur das Eigelb zum Mehl gegeben, meiner Meinung nach ist die Pasta dadurch irgendwie fester und sie “quillt” im Wasser weniger auf. Mehr Eigelb sorgt natürlich auch für eine tolle Farbe! In 250 g Mehl wanderten deswegen 4 Eigelb der Größe M und eine Prise Salz.

Die Tagliatelle waren eigentlich pur schon ein Traum, deswegen wurden sie nur ganz leicht in in einer Sahne-Weißwein-Pecorinosauce geschwenkt. Jetzt weiß ich: selbstgemachte Pasta macht (mich) süchtig und deswegen lässt der nächste Pasta-Versuch bestimmt nicht lange auf sich warten!

Kürbis-Ricotta-Ravioli mit Maronensauce

Montag, 15. November 2010

Nachdem die Nudelmaschine seit längerer Zeit im Küchenschrank unangestastet ihr Dasein fristete wurde es höchste Zeit für einen Freigang. Ich liebe gefüllte Pasta und was liegt in der Kürbissaison näher als die kleinen, leckeren Teigtaschen mit einer Kürbis-Ricottamischung zu füllen? Gesagt, getan und so machte ich mich unverzüglich ans Werk. Zwischendurch plagten mich aber arge Zweifel ob es beim ersten Mal auch so klappen würde, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Quasi war heute Nudel-Premiere und so nudelte ich gespannt und unerwarteter Dinge vor mich hin. 

Das Ergebnis war fürs erste Mal Maschinen-Nudeln gar nicht mal so schlecht. Merke: Der Nudelteig sollte ziemlich dünn sein, meiner war leider etwas zu dick. Aber mit etwas Geduld und Übung und Kreativität lassen sich verschiedenst gefüllte Pasta herstellen. Danke Nudelmaschine! In Zukunft gibts öfter mal einen Freigang… ;-)

Zutaten für 2 Personen:

Kürbis-Ricotta-Ravioli

125 g Mehl
1/2 gestrichener TL Salz
1 Ei GR. L
1/4 TL Paprikapulver

100 g Kürbis (Hokkaido)
75 g Ricotta
1 Eigelb
1/2 TL gehackte Petersilie
Muskatnuss
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Maronensauce

100 g gegarte unde geschälte Maronen
1 Schalotte
1 TL Rapsöl
100 ml Sahne
50 ml Gemüsefond
50 ml trockener Weißwein
1/2 TL gehackte Petersilie
1 EL Parmesan
Salz
Pfeffer aus der Mühle
 
Zubereitung:

Mehl, Ei, Salz und Paprikapulver auf einer Arbeitsfläche zu einem glatten, leicht glänzenden, aber festen Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Während der Teig ruht kann schon mal an die Füllung gedacht werden. Den Kürbis auf der Küchenreibe fein raspeln. Kürbis, Ricotta, Eigelb, Petersilie in einer Schüssel gründlich verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Kühl stellen.

Jetzt wieder zum Teig: Folie entfernen und nochmals gründlich durchkneten. Teig durch die Nudelmaschine drehen bis die gewünschte “Stärke” erreicht ist. Auf der Arbeitsfläche ausbreiten und pro Ravioli ca. 1 TL Füllung auf die Teigbahn geben. Eine 2 Teiglage vorsichtig daraufgeben und neben der Füllung andrücken. Runde Ravioli ausstechen.

Für die Sauce die Schalotte in feine Würfelchen schneiden. Öl erhitzen und die Schalotte glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen, Gemüsefond und Sahne zugeben, leicht einkochen lassen. Maronen grob hacken und mit der Petersilie und dem Parmesan in die Sauce geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einem großen Topf Wasser mit 1 TL Salz aufkochen. Nudeltaschen vorsichtig ins Wasser gleiten lassen und 3-4 Minuten köcheln lassen. Die Ravioli durch ein Sieb gießen und mit der Maronensauce auf vorgewärmten Tellern anrichten – Fertig!