Archiv für März 2011

Bärlauchspätzle auf Bordeaux-Parmesan-Creme mit Röstzwiebeln

Donnerstag, 31. März 2011

Perfekte Spätzle gibts nur im Schwabenland? Mag ja sein, aber bei mir sind sie nicht nur wohlschmeckend sondern auch noch bunt. Nicht Herbstlaub-kunterbunt, sondern passend zum Frühjahr Bärlauch-grün. Im restlichen Jahresverlauf kann es dann gerne farblich und geschmacklich anderweitig übertrieben werden.

Aber egal, Spätzle gehen eigentlich immer und erfreuen in Kombination mit einer käsigen Sauce, knusprigen Röstzwiebeln, Salat und Wein wieder mal die Geschmacks- rezeptoren meiner Zunge.  By the way…

Aber zurück zum Bärlauch. Im Wasser gekocht verlieren die Spätzle meiner Meinung nach ein klein bißchen vom tollen und aromatischen Geschmack des Lauchgewächses. Aber keine Angst, es bleibt trotzdem ein dezentes  Bärlaucharoma übrig.

Zutaten für 2 Personen:

250 g Mehl (Typ 1050)
3 Eier (M)
60 g Bärlauch
Salz

15 g Butter
15 g  Mehl
50 ml weißer Bordeaux
180 ml Milch (1,5 %)
50 g Parmesan, gerieben
weißer Pfeffer
Muskatnuß
Salz

2 kleine rote Zwiebeln
1 TL Mehl
Paprikapulver
Salz
Rapsöl

Zubereitung:

Bärlauch mit wenig Wasser im Mixer fein pürrieren. Mehl, Eier und Bärlauch und Salz in einer Schüssel gründlich vermegen. Mit einem Kochlöffel so lange schlagen bis der Teig Blasen wirft. Wenn der Teig langsam und zäh vom Löffel fließt ohne zu reißen, hat er die richtige Konsistenz. Anderenfalls noch etwas Wasser oder Mehl zugeben.

Einen Großen mit Wasser zum Kochen bringen. Salzen. Ein Sieb zum Abtropfen und eine Schüssel bereitstellen. Teig mit der Spätzlepresse oder dem Spätzlebrett ins Wasser pressen bzw. schaben. Wenn die Spätzle wieder an die Wasseroberfläche steigen sind sie fertig. Mit der Schaumkelle aus dem Wasser heben und in die bereitgestellte, vorge- wärmte Schüssel geben. 

Butter in einem Topf erhitzen aber nicht bräunen. Mehl mit dem Schneebesen in die Butter einrühren und kurz anschwitzen. Wein und Milch unter Rühren zugeben und darauf achten daß keine Klümpchen entstehen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß abschmecken und unter Rühren 15-20 Minuten köcheln lassen daß der Mehlgeschmack verschwindet. Zum Schluß den geriebenen Parmesan unter die Sauce ziehen.

Zwiebeln schälen und in feine Ringe hobeln. Mit dem Mehl bestäuben und mit salz und Paprikapulver würzen. Öl in einer Panne erhitzen und die Zwiebeln goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Bärlauchspätzle mit der Käsecreme auf einem Teller anrichten. Mit Röstzwiebeln bestreuen und evtl. mit Kresse oder Sprossen garnieren.

Weinblättertarte

Samstag, 26. März 2011

Gestern war es wieder so: ein unvermittelt auftretendes Hungergefühl und schlagartig auftretende Gelüste auf Weinblätter. In Anbetracht der Tatsache daß es sich hier um einen schwer zu vereinbarenden Sachverhalt handelt, wer rollt schon liebevoll kleine Röllchen, wenn der Blutzucker schon fast im Keller aufschlägt? Ich mit Sicherheit nicht.  

Die Lösung? Ein einziges, großes “Weinblatt” gegen den akuten Nahrungs- und Zeitmangel! Alles in eine Form und ab in den Ofen. Diese Zeit ist allerdings auch bei größtem Hunger zwingend notwendig, in rohem Zustand ist die Weinblättertarte bestimmt weniger genießbar. Wer aber diese 45 Minuten geduldig ausharrt und/oder sinnvoll für die Zubereitung eines dazu passenden Tzazikis nutzt, wird mit mit einem wohlschmeckenden Gericht belohnt.  Mahlzeit!

Zutaten für 4 Personen:

100 g Weinblätter
500 g Rinderhackfleisch
150 g Reis
1 EL Olivenöl
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 Ei
1/2 Bund  Minze
1 Zitrone
1 TL Pinienkerne
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Reis nach Packungsanweisung kochen und abkühlen lassen. Schalotte würfeln, Knoblauch pressen, Minzblätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Zitrone auspressen. 

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Rinderhack, Reis, Schalottenwürfel, Knoblauch, Ei und Minze in einer Schüssel zu einen Fleischteig verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Eine Springform (22 cm) mit Olivenöl auspinseln. Die Form so mit Weinblättern auslegen daß diese über den Rand der Form hinausschauen. Die Fleischmasse gleichmäßig in die Form auf die Weinblätter drücken. Zitronensaft darübergießen und mit den restlichen Weinblättern belegen. Die Form mit Alufolie abdecken und für ca. 45 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben.

Mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen und evtl. mit Zitronenscheiben garnieren. In Stücke schneiden und mit Tzaziki und Fladenbrot servieren.

Bärlauch-Frischkäse-Brötchen

Dienstag, 22. März 2011

Es ist Frühling! Endlich! Grund genug für den ersten Bärlauch-Einsatz in der Küche.  Inspiriert wurde ich dazu wieder mal in der aktuellen Essen & Trinken: Raffinierte Bärlauch-Kartoffel-Brötchen mit Pinienkernen wurden in Ausgabe 4/11 ansprechend präsentiert. Das Besondere daran ist der Hefeteig, bei dem knapp die Hälfte des Mehls durch gekochte Kartoffeln ersetzt werden, was dem Teig – zusammen mit der Buttermilch –  einen etwas rustikaleren Kick verleiht. Ich war richtig überrascht wie fluffig der Teig auch dadurch wurde.

Den im Original-Rezept angegebenen, großzügigen Einsatz von Butter habe ich einfach konsquent ignoriert und frecherweise durch Frischkäse ersetzt, was sich im Nachhinein als wirklich gute Idee herausstellte. Glück gehabt… Auch wurde aufgrund der wenig strategischen Haushaltsplanung in Sachen Nüsse und Kerne anstatt der angegebenen 50 g Pinienkerne gezwungenermaßen nur 30 g verwendet, was aber für die Taktik des guten Geschmacks kein Hindernis darstellte. Schon wieder Glück gehabt!

Zutaten für 12 Stück:

250 g Kartoffeln
300 g Mehl (bei mir Typ 1050)
Salz
Zucker
20 g frische Hefe
100 ml Buttermilch
30 g Pinienkerne
100 g Bärlauch
100 g Frischkäse
Salz
1 Ei (M)
12 Papierförmchen für Muffins

Zubereitung:

Kartoffeln kochen, noch heiß schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Mehl, Salz und eine Prise Zucker in einer Schüssel mischen. Hefe und Buttermilch verrühren. Kartoffeln und Hefe-Buttermilch zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten. Teig abdecken und beiseite stellen.

Für die Füllung die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und abkühlen lassen. Bärlauch waschen, trocken schleudern und die Stiele entfernen. Blätter grob hacken. Pinienkerne grob hacken. Frischkäse, Salz, Pinienkerne und Bärlauch gründlich verrühren.

Die 12 Mulden eines Muffinblechs mit Papierförmchen auslegen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten. Auf bemehlten Backpapier zu einer Fläche von ca. 30 x 40 cm ausrollen. Frischkäse-Bärlauchmischung daraufstreichen, dabei rundum einen fingerbreiten Rand freilassen. Teig mithilfe des Backpapiers von der langen Seite aufrollen. Rolle in 12 Stücke schneiden und jeweils ein Brötchen in ein Förmchen setzen.  Mit Backpapier abdecken und 25 Minuten gehen lassen.

Ei verquirlen und die Brötche damit bepinseln. Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad auf der 2. Schiene von unten ca. 20 Minuten backen.

Tonkabohnen-Vanille-Sirup

Samstag, 19. März 2011

Gibt es eigentlich einfacheres als einen Sirup zu kochen? Topf auf den Ofen, Zutaten hinein, köcheln lassen, rühren und warten. Durchaus machbar, oder? So entstand heute in einem kleinen Anflug von Spontanität dieser toll duftende Tonkabohnen-Vanille-Sirup. Nicht zu vergessen die fast im Überfluß vorhandenen Vanilleschoten und Tonkabohnen, Madavanilla sei Dank!

Ich koche eigentlich lieber Sirup als dass ich ihn im Anschluß selbst komplett verbrauche, meistens wandert das eine oder andere Fläschen als Geschenk an liebe Menschen. Bei diesem Tonkabohnen-Vanille-Sirup mache ich aber dieses Mal riesige Ausnahme! Er gehört mir ganz allein und wer da etwas abhaben möchte muß sich auf alle Fälle mal mächtig ins Zeug legen. :-)

Der Sirup, welcher mich im Geschmack und Duft  leicht an Marzipan und Bittermandeln erinnert, macht sich hervorragend im Kaffee, aromatisiert aber auch Quark, Joghurt, Sahne, Crepes oder den Kuchenteig.

Zutaten:

3 Tonkabohnen
2 Vanilleschoten
250 g brauner Zucker
250 ml Wasser

Zubereitung:

Tonkabohnen reiben, Vanilleschoten gründlich auskratzen.

Zucker in einem weiten Topf schmelzen und leicht karamellisieren lassen. Das Wasser zum Kochen bringen und vorsichtig zum Karamell in den Topf geben, dabei ständig weiterrühren bis der Zucker komplett geschmolzen ist.

Geriebene Tonkabohnen, Vanillemark und ausgekratzte Vanille- schoten in den Topf geben und die Zuckermischung ca. 20-25 Minuten bei kleiner Flamme zu Sirup einkochen lassen. Fertigen Sirup noch heiß durch ein sehr feines Sieb oder sauberes Tuch gießen und in eine dekorative Flasche abfüllen.

Karamellisierte Balsamico-Zwiebeln

Donnerstag, 17. März 2011

Irgendwo, irgendwann habe ich mal in einem Kochbuch dieses oder ähnliches Rezept für gebackene und karamellisierte Balsamicozwiebeln entdeckt. Bei Donna Hay? Irgendwie bin ich mir aber nicht mehr ganz sicher. Trotz leichter Gedächnislücken hab ich es aber doch hinbekommen, bei nur 3 Zutaten aber auch wirklich kein Kunststück.

Irgendwelche koch- und küchentechnische Vorkenntnisse sind ebenfalls nicht nötig. Genial einfach sind diese karamellisierten Balsamico-Zwiebeln, allerdings wär aber der geübte Umgang mit dem Messer beim Schälen ein klitzekleiner Vorteil. Wer will schon ein Blutbad in der Küche? Ist das Zwiebelgewächs erst mal fachgerecht geschält, geht der Rest dank Backofen fast von alleine…

Zutaten:

rote Zwiebeln
Balsamicoessig
Zucker

Zutaten:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Zwiebeln vorsichtig schälen und halbieren. Mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Mit Balsamicoessig beträufeln, dabei  Zwiebeln leicht aus- einanderziehen. Der Balsamico sollte auch etwas zwischen die “Schichten” gelangen. Die Schnittfläche ganz dünn mit Zucker bestreuen.

Zwiebeln mit Alufolie abdecken und auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten garen. Alufolie abnehmen und in weiteren 20 Minuten “fertigbacken”.

Blueberry-Cheescake

Montag, 14. März 2011

Mußte ich mir doch glatt am Wochenende eingestehen daß es schon ganz lange keinen Käsekuchen mehr gab. Zumindest nicht mit Früchten und auch nicht mit einem Boden. Die in letzter Zeit von mir  gebackenen Käsekuchen wirkten doch irgendwie nackt, blass und bodenlos. Ich sag nur innere Werte…

Auf der Suche nach einem Käsekuchen mit inneren und äußeren Werten bin ich zu meiner großen Freude in dem Buch Coffee & Cake fündig geworden. Ein dicker, knuspriger Keksboden mit Mandeln und einem leicht zitronigen Sauerrahm-Créme Fraîche-Belag. Im Original-Rezept gekrönt mit Himbeeren, habe ich mich aber für saftige Heidelbeeren entschieden. Die blauen Früchtchen harmonieren sehr gut mit der erfrischenden Zitrusnote und machen sich optisch auch nicht unbedingt schlecht auf dem Kuchen. Immer diese äußeren Werte…

Zutaten für eine Springform (26 cm):

150 g Vollkorn-Butterkekse
125 g gemahlene Mandeln
140 g Butter
400 g Créme Fraîche
200 g saure Sahne
2 Eier (Größe M)
150 g Zucker
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
150 g Heidelbeeren

Zubereitung:

Den Boden einer Springform (26 cm) mit Backpapier belegen. Den Rand darumlegen und festziehen. Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Butterkekse in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz zerkleinern. Die zerbröselten Butterkekse in eine Rührschüssel füllen und die Mandeln untermischen.

Butter in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze zerlassen. Die flüssige Butter zu der Mandel-Brösel-Mischung gießen und gründlich vermischen. Die zerkleinerte Bröselmischung auf den Boden der Springform verteilen und mit einem Esslöffel festdrücken.

Créme Fraîche, saure Sahne, Eier, Zucker und Zitronenschale in eine Rührschüssel geben. Die Zutaten mit dem Handrührgerät verquirlen. Die Creme vorsichtig auf die Brösel gießen.

Heidelbeeren verlesen, waschen und trockentupfen. Gleichmäßig auf der Creme verteilen. Den Kuchen auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens schieben und etwa 90 Minuten backen. Kuchen auskühlen lassen und etwa 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Rucola-Ricotta-Risotto mit Pinienkernen

Sonntag, 13. März 2011

Bei kochend-heiss habe ich schon vor längerer Zeit ein tolles Risotto-Rezept entdeckt.  Ihr Rucola-Ricotta-Risotto mit Pinienkernen geisterte mir also schon lange im Kopf herum und gestern wars dann auch endlich soweit,  jawohl! Und wer hats eigentlich erfunden? Nicht die Schweizer, sondern die Autoren dieses Buches, das Petra von Chili und Ciabatta nachgekocht hat. Glücklicherweise. So wären wir warscheinlich nie in den Genuß dieses tollen Gerichts gekommen.

Der Vollständigkeit halber kommt im Original-Rezept anstatt Rucola Petersilie zum Einsatz. Bestimmt auch nicht schlecht, aber mir persönlich schmeckt zu Pinienkernen der leicht scharfe und wunderbar aromatische Geschmack des Rucolas wesentlich besser. Der Ricotta macht das Risotto sehr cremig und ergänzt sich toll mit den knackigen, gerösteten Kernen. 

Zutaten für 2 Personen:

1 EL Olivenöl
175 g Risottoreis
1 kleine weiße Zwiebel
125 ml Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
100 g Ricotta
2 EL Pinienkerne
Salz
Pfeffer
1 handvoll Rucola
1 TL Butter
1 EL Parmesan

Zubereitung:

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln leicht anschwitzen. Risottoreis zugeben und mit den Zwiebeln kurz anschwitzen.

Reis und Zwiebeln mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Dann nach und nach die heiße Gemüsebrühe zugeben bis der Reis gar, aber noch bißfest ist. Zwischendurch immer wieder rühren.

Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett rösten.

Ricotta und Pinienkerne unter den Reis rühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Parmesan reiben, Rucola kleinschneiden und mit der Butter ebenfalls unter den Reis rühren und heiß servieren!

Wiener Schnitzel in neuen Gewändern

Mittwoch, 09. März 2011

Passend zum Beginn der Fastenzeit gibt es ein Gericht das eigentlich eher selten auf dem Speiseplan im Hause rock the kitchen! steht. Wiener Schnitzel! Hier und heute gab es aber den Klassiker der österreichischen und auch deutschen  Küche quasi in neuen Gewändern, mit einer knusprigen Pistazien- und Pinienkernpanade.

Absolut wichtig bei einem guten Schnitzel ist neben der Fleischqualität natürlich die Panade. Dünn, knusprig und wellig soll sie sein. Die Zubereitung ist – wenn man einige wichtige Schritte befolgt – denkbar einfach. Wer versucht ein Schnitzel mit wenig Fett “fettarm” zuzubereiten ist hier bei der Zubereitung auf dem falschen Weg. Wirklich knusprig wird es erst wenn es schwimmend in der  Pfanne  im Fett ausgebacken wird. Also vielleicht nicht so oft, aber dafür richtig genießen…

Dazu? Obligatorisch meiner Meinung natürlich der gute, alte Kartoffelsalat, aber auch Bratkartoffeln oder selbstgemachte Pommes sind als Beilage zu einem Schnitzel nicht zu verachten. Ich entschied mich passenderweise für eine Kartoffel-Rucola-Salat.

Zutaten für 2 Personen:

4 kleine Kalbsschnitzel á 100 g
20 g Pinienkerne
20 g Pistazienkerne
50 g Semmelbrösel
2 Eier
30 g Mehl
Salz
Pfeffer
Öl oder Butterschmalz zum Braten

Zubereitung:

Pinienkerne und Pistazienkerne jeweils getrennt in einer beschichteten Pfanne ohner Fett leicht goldbraun rösten. Abkühlen lassen. Die abgekühlten Kerne reiben oder mit einem schweren Messer so fein wie möglich hacken.

Schnitzel waschen, trockentupfen und zwischen zwei Klarsichtfolien mit der flachen Seite des Fleischklopfers dünn ausklopfen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Verquirlte Eier und Mehl jeweils in einen tiefen Teller geben. Gemahlene Pinien- und Pistazienkerne jeweils mit 25 g Semmelbrösel vermischen und ebenfalls in tiefe Teller geben.

Soviel Öl oder Butterschmalz in einer hohen Pfanne auf ca. 170 Grad erhitzen, dass die Schnitzel schwimmend ausgebacken werden können.

Schnitzel ins Mehl legen, andrücken und abklopfen. Durch die verquirlten Eier ziehen, dann durch die Pistazien- oder Pinienkernbröselmischung. Leicht aber nicht zu fest andrücken. Dann sofort ab ins heiße Öl oder Butterschmalz. Dabei die Pfanne immer leicht hin und her bewegen. Die Schnitzel von beiden Seiten goldgelb ausbacken. nicht zu dunkel werden lassen! Sobald die Schnitzel auf beiden Seiten die optimale Farbe haben, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Rote Bete-Cupcakes mit Kartoffel-Creamcheese-Frosting

Dienstag, 08. März 2011

Eine Komposition aus zwei verschiedenen Blogrezepten? Warum nicht? Julianes Rote-Bete-Klöße  und Alexs Frikadellen-Cupcakes haben mir es in diesem Falle gleichermaßen angetan, vielen Dank für die Anregungen! Ausgestattet mit dieser fundierten Rezeptgrundlage machte ich mich ans Werk dieses Blog-Rezept-Dialoges. Notiz an mich: Unbedingt Trilogien und Quadrophonien aus Blog-Rezepten kreeieren. So, aber jetzt weiter im Text…

Rote Bete in Kloß- bzw. Bulettenform klingt zugegebenermaßen anfangs etwas ungewöhnlich, aber warum sollte man ein bekanntes Gemüse nicht in eine noch bekanntere Form bringen? Die Grundidee aus dem Buch “Die neue vegetarische Küche” finde ich jedenfalls genial. Und da ich mich dem momentanen Cupcake-Trend ebenfalls nicht verschließen kann, kröne ich die Rote Bete-Buletten mit einem Kartoffel-Creamchees-Frosting.  

Mein Fazit: Ein farbenfrohes, vegetarisches und leicht unge- wöhnliches Hauptgericht. Schmeckt!

Zutaten für 2 Personen:

400 g gekochte und vakuumierte Rote Bete
4 Frühlingszwiebeln
60g Parmesan
100 g Feta
2 Eier
3 Stängel Dill
4 Stängel Petersilie
100 g Vollkornsemmelbrösel
Salz
Pfeffer
Rapsöl
1/2 Zitrone
250g Naturjoghurt
1 Knoblauchzehe

400 g Kartoffeln, mehligkochend
50 g Doppelrahmfrischkäse
1 Eigelb
15 g Butter
Salz
Muskatnuss

Zubereitung:

Rote Bete fein raspeln. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und mit dem Grün fein hacken. Parmesan reiben, Feta möglichst klein zerbröseln. Das Ei mit der Gabel verquirlen. Dill und Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken. Etwas Petersilie beiseite legen. Rote Bete, Frühlingszwiebeln, Parmesan, Ei, Feta, Dill und Petersilie in einer Schüssel gründlich miteinander vermengen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Soviel Semmelbrösel zugeben, dass die Masse fest wird. Masse abgedeckt im Kühlschrank ca. 1 Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln kochen. Den Naturjoghurt mit Salz, zerdrückter Knoblauchzehe und Petersilie verrühren. Kurz durchziehen lassen.

Rapsöl in der Pfanne erhitzen. Die Buletten im Fett rundum ca. 3 Minuten goldbraun braten. Herausnehmen und auf Küchen- papier abtropfen lassen.

Die gekochten Kartoffeln durch ein feines Sieb drücken und leicht abkühlen lassen. Eigelb, Frischkäse, Salz und Pfeffer zugeben und zu einer geschmeidigen Masse rühren. Den Kartoffelteig mit dem Spritzbeutel auf die Rote-Bete-Buletten spritzen. Im Backofen ca. 10 Minuten bei 200 Grad backen. Mit Zitronenspalten und dem Joghurtdip anrichten und servieren.

Wiener Topfentorte mit Mandeln

Samstag, 05. März 2011

Schon wieder ein Käsekuchen… aber der geht im Hause rock the kitchen! ja bekanntlicherweise immer wieder. Entdeckt habe ich dieses Rezept  in der aktuellen Essen & Trinken (März-Ausgabe) und war sofort begeistert. Ein Käsekuchen mit Mandeln klingt ja wirklich sehr interessant und darf sträflicherweise auf keinen Fall NICHT gebacken werden.

Als Käsekuchen-Junkie bin ich ja gegenüber neuen oder unbekannten Rezepten immer sehr aufgeschlossen und so war es gestern dann endlich soweit. Allerdings habe ich mich nicht ganz an das beschriebene Rezept gehalten. Die Topfenmenge habe ich um 50 g erhöht, und dem Teig ein Ei mehr hinzugefügt. Außerdem verwendete ich das Mark einer ganzen Vanilleschote und habe auf den Guß mit Aprikosenmarmelade verzichtet. 

Und, hat´s trotzdem geklappt? 100 %ig, die Änderungen taten dem Backverhalten und Geschmack überhaupt keinen Abbruch. Saftig, mandelig und vanillig im Geschmack, ist der Kuchen wirklich der Hit für Käsekuchen-Fans. Nicht ganz so fluffig und zart in der Konsistenz wie der japanische Soufflé-Käsekuchen, aber trotzdem ein toller Kuchen!

Zutaten:

5 Eier (Kl. M)
Salz
100 g weiche Butter
100 g feiner Zucker
Mark von 1 Vanilleschote
200 g Topfen bzw. Quark
1 TL dünn abgeriebene Bio-Zitronenschale
100 g geschälte, gemahlene Mandeln

Zubereitung:

Eier trennen. Butter, Zucker und Vanillemark mit den Quirlen des Handrührers in 2-3 Minuten schaumig-weiß rühren. Danach nach und nach das Eigelb unterrühren. Topfen, Zitronenschale und Mandeln unterrühren. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die Topfenmasse heben.

Eine Springform (22 cm) mit Backpapier auslegen. Topfenmasse einfüllen und im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad auf der 2. Schiene von unten ca. 45 Minuten backen. Kuchen in der Form auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.