Mit ‘Ketchup’ getaggte Artikel

Kürbisketchup für Ylva

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Fast hätte ich es vergessen: Kurz vor dem Frankreich/Italien Kurz-Urlaub (Bericht folgt außerdem in Kürze!) am letzten Wochenende wurde mir die Ehre erteil, für Ylva von Der Klang von Zuckerwatte einen Gastbeitrag zu schreiben. Für mich war es außerdem der zweite Gastbeitrag in diesem Jahr.

Entschieden habe ich mich für eine herbstliche und leicht orientalische Ketchup-Variante mit … Kürbis! Für die Ungeduldigen gibt es das Rezept gleich hier im Anschluss, ich würde mich aber freuen wenn ihr auch meinem Gastbeitrag und natürlich Ylvas Blog einen kleinen Besuch abstatten würdet.

Zutaten für ca. 1 l Ketchup

700 g Kürbisfruchtfleisch, geputzt und grob gewürfelt (Hokkaido)
300 g Mangofruchtfleisch, geschält und grob gewürfelt
1 EL Harissa
1 TL Currypulver
½ TL Ingwer, gemahlen
300 ml Mangosaft (alternativ Orangensaft)
100 ml Apfelessig
180 g Zucker

Zubereitung

Das gewürfelte Kürbisfruchtfleisch in siedendem Wasser ca. 10-15 Minuten weich kochen. Abtropfen lassen.

Das gegarte Kürbisfruchtfleisch mit dem Mangofruchtfleisch in einen großen Topf geben. Harissa, Currypulver, Ingwer, Apfelessig, Mangosaft und Zucker zugeben. Das Ketchup ca. 15 – 20 Minuten leicht köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Das Kürbisketchup pürieren und sofort in heiss ausgespülte Einmachflaschen oder Einmachgläser füllen und gut verschließen. Die Flaschen oder Gläser für mindestens 5 Minuten auf den Kopf stellen und anschließend vollständig erkalten lassen. Kühl und dunkel lagern, das Ketchup hält sich so ca. 6 Monate.

Salsiccia-Burger mit Pancetta, Parmesan, Balsamico-Zwiebeln und Basilikum-Mayo

Donnerstag, 06. September 2012

Puhhh, wohl das längste und zeitaufwendigste Rezept seit es rock the kitchen! gibt… Und ausgerechnet für ein Gericht, das im Fast-Food-Restaurant mal locker in Sekunden über die Theke und anschließend in die Kehle wandert.

Der kleine aber feine Unterschied zur Massen-Burger-Abfertigung: Hier ist alles selbstgemacht, vom Burger-Brötchen über die Fleisch-Patties, bis hin zu den Balsamico-Zwiebeln. Sogar Mayo, Ketchup und Fritten sind nicht aus Flaschen oder der Tüte – an meinen Burger lass ich quasi fast nur Handgemachtes. Es braucht zwar etwas Zeit, aber das Ergebnis überzeugt wirklich. Der Unterschied ist natürlich – wie so oft – absolut gravierend. Währen bei den allseits bekannten Burger-Buden nach dem “Genuß” (?) eines doch eintönigen, schwer im Magen liegenden und optisch wenig ansprechenden Burgers ein komisch-fader Nachgeschmack am Gaumen klebt, erfreut dieser hier einfach nur die Geschmacksknospen.

Das Burger-Buns Rezept von Moey´s Kitchen hat mich zum Glück zu diesem Burger inspiriert, ebenso wie die hammermäßigen Burger-Kreationen der fetten Kuh. Klickt euch unbedingt bei Gelegenheit durch die abwechslungsreiche Galerie , lasst euch auf alle Fälle inspirieren und schwelgt im 7. Burger-Himmel!

Zutaten für 4 Burger

für die Burger-Brötchen
300 g Mehl
125 ml Milch
65 ml Wasser
25 g Butter
10 g Zucker
1/2 TL Salz
1 Ei (S)
12 g frische Hefe
etwas Milch zum Bestreichen
Sesam nach Belieben

für die Salsiccia-Rindfleisch-Patties
250 g Rinderhackfleisch
150 g Tatar
250 g Salsiccia mit Fenchel
1 Msp. gemahlener Fenchel
Rapsöl
Salz
Pfeffer

für die Balsamico-Zwiebeln
2 rote Zwiebeln
1 TL Rapsöl
1/2 TL Zucker
5 EL Balsamicoessig

für die Basilikum-Mayo
100 ml Sonnenblumenöl
1 Ei (S)
1/2 TL Senf
1 EL Zitronensaft
10 g Basilikumblätter
Salz
Pfeffer

außerdem
100 g Zucchini, in Scheiben
80 g Pancetta, angebraten
70 g Parmesan, gehobelt
Ketchup, nach Belieben
25 g Rucola
40 g Radiccio

für die Pommes
500 g Kartoffeln, festkochend
3 EL Rapsöl
Salz

Zubereitung

Für die Burger-Brötchen die Milch etwas erwärmen. Butter darin schmelzen lassen. Zucker zugeben. Hefe in die warme Milch bröseln und verrühren. Mehl, Ei und Salz in eine Schüssel geben. Hefe-Milch und Wasser zugeben und alles zu einem geschmeidigen und glatten Teig verkneten. Teig in vier Teile teilen und jeweils zu einer runden Kugel formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit dem Handballen gleichmäßig flach drücken, bis die Teiglinge eine Höhe von ca. 2 cm haben. Mit einem Geschirrtuch abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.  Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Brötchen nach Belieben mit etwas Milch bestreichen, mit Sesam bestreuen und ca. 15-20 Minuten auf mittlerer Einschubleiste goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Für die Mayo alle Zutaten in einen hohen Rührbecher füllen. Mit dem Mixstab pürieren, dabei den Mixstab ganz langsam nach oben ziehen bis die Mayo cremig ist. Falls sie noch zu flüssig ist, einfach einen Schluck Milch untermixen. Bis zur weiteren Verarbeitung kühl stellen.

Alle Zutaten für die Salsiccia-Rindfleisch-Patties mit den Händen zu einem gleichmäßigen Fleischteig verkneten. Mit angefeuchteten Händen 4 Fleischpatties in der Größe der Burger formen und im Kühlschrank 15-20 Minuten ruhen lassen.

Die roten Zwiebeln schälen, und achteln. Das Rapsöl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln in ca. 2 Minuten rundum anbraten. Zucker über die Zwiebeln streuen, mit Balsamicoessig ablöschen und 1 Minute bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Zur Seite stellen.

Für die Pommes die Kartoffeln schälen, in dicke Streifen (ca 1,5 cm) schneiden. In eine Schüssel geben, mit dem Öl beträufeln und kräftig durchmischen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 35 Minuten knusprig backen.

Nun wieder zum Burger: In einer großen, beschichteten Pfanne den Pancetta kross anbraten. Zucchini-Scheiben im Pancetta-Fett ebenfalls hellbraun anbraten.Warm halten.

Auf dem Grill (alternativ Grillpfanne) die Burger-Patties von jeder Seite 2 Minuten goldbraun braten.

Die Burger-Brötchen halbieren und ebenfalls mit der Schnittfläche nach unten kurz auf den Grillrost legen, bis sie ein hellbraunes Grillmuster aufweisen. Die Brötchen-Innenseiten mit der Basilikum-Majo bestreichen. Das Unterteil mit Radiccioblättern und Rucola belegen. Anschließend einen Fleisch-Pattie auf den Salat setzen. Darauf einen Klecks Ketchup, den Pancetta, Parmesan, die Balsamico-Zwiebeln und die Zucchinischeiben geben. Zum Schluß den Brötchen-Deckel aufsetzen. Den Burger zusammen mit den selbstgemachten Fritten und reichlich Ketchup servieren.

Tomatenketchup, selbstgemacht

Samstag, 25. August 2012

Bis vor kurzem interessierte mich der rote Kindertraum alias Tomatenketchup so gut wie überhaupt nicht. Ketchup wanderte auch nur sehr selten und auf ausdrücklichen Wunsch des Freundes in den Einkaufskorb. Als Kind war das natürlich gaaanz anders, ich liebte Tomatenketchup auf (Spirelli-) Nudeln über alles. Natürlich auch sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die sich immer trotz “Ich-will-nur Nudeln-mit-Ketchup” sehr viel Mühe mit “richtigem” Essen gemacht hat.

Mittlerweile ist aber schon lange alles wieder vergeben und vergessen, bis Lena von Coconut & Vanilla mich wieder mit einem wirklich tollen Rezept für Tomatenketchup quasi “überrumpelt” hat. Bei soviel Lobhuldigung von Lena  und vielen saftigen Tomaten aus dem Garten konnte ich einfach nicht anders, homemade Tomatenketchup musste her! Das Ergebnis: Lena hat auf keinen Fall übertrieben, das Ketchup ist trotz kleiner Abänderungen meinerseits absolut fruchtig-tomatig, weniger süß als Supermarkt-Ware und gepaart mit der leichten, aber sehr angenehmen Säure – so stell ich mir einfach das perfekte Tomatenketchup vor. Vielen Dank Lena!

Und weil Uwe im August für sein Cookbook of Colors rote, und der Gärtnerblog tomatige Rezepte sucht, tanze ich mit meinem Tomatenketchup mal auf zwei Hochzeiten bzw. Blog-Events gleichzeitig. Ausnahmsweise.

Zutaten für ca. 500 ml

1 kg reife und aromatische Tomaten
4 cm-Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen, gehackt
25 Pfefferkörner, schwarz
4 Lorbeerblätter
4 Nelken
4 Pimentkörner
1/2 kleinen Knollensellerie, geschält
1 Zwiebel, gehackt
2 rote Chilischoten, gehackt
1/2 TL Currypulver
1 EL Tomatenmark
6 EL Rohrohrzucker
200 ml Tomatenessig (alternativ Weißweinessig)
1 TL Meersalz

Zubereitung

Die Tomaten kreuzweise einschneiden und in einer großen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen. Die vollständig mit Wasser bedeckten Tomaten 1 Minuten ziehen lassen. Die Tomaten abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und häuten. Anschließend vierteln und den Strunk entfernen. Die Tomaten in einen großen breiten Topf geben.

Ingwer mit Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, Nelken und Piment in einen Teefilter geben und zubinden.

Sellerie in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und zusammen mit dem Gewürzsäckchen, Zwiebel, Knoblauch, Currypulver, Rohrohrzucker, Essig, Tomatenmark, Salz und Chilischoten zu den Tomaten geben. Den Inhalt unter Rühren kurz aufkochen lassen. Bei kleiner bis mittlerer Hitze mit Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Sellerie und Gewürzsäckchen entfernen. Tomatensauce mit dem Pürierstab gründlich durchmixen. Das Tomatenmus durch ein feines Sieb passieren, darauf achten dass keine Kerne mehr die Sauce “verunreinigen”.

Die Sauce in den ausgespülten Topf gießen und bei mittlerer Hitze ohne Deckel einkochen lassen, bis eine sämige Ketchupkonsistenz erreicht ist. Dieser Schritt dauert je nach Topfgröße und Hitze ca. 30-60 Minuten, dabei immer wieder das Ketchup mit einem Spatel vom Topfboden “schaben”. Das Ketchup ist fertig, wenn es nicht mehr vom Spatel läuft, sonder dickflüssig tropft.

Das Ketchup in eine sterilisierte Flasche (500 ml, oder 2 x 250 ml) füllen und gut verschließen. Das Ketchup ist ungeöffnet und dunkel gelagert ca. 1 Jahr haltbar. Geöffnet bitte kühl lagern und alsbald aufbrauchen.

Noch eine kleine Anmerkung: Glutenfrei ist das Ketchup wirklich nur, wenn auch das verwendete Currypulver kein Gluten bzw. keine Spuren von Gluten enthält. Fertigen Gewürzmischungen ist Gluten oft als Hilfsstoff (Trennmittel, Trägerstoff etc.) zugesetzt, diese müssen aber auf der Verpackung deklariert werden. Lest also vorsorglich immer die Zutatenliste aufmerksam durch und verwendet im Zweifelsfall das Currypulver nicht für das Ketchup.

 

Ananas-Chili-Ketchup

Donnerstag, 01. September 2011

Bevor sich die Freiluft- bzw. Grillsaison sich ganz langsam aber sicher dem Ende zuneigt, gibt es kurz und schmerzlos noch das passendes Sößchen zum leckeren Grillgut. 

So stand heute nach längerer Zeit endlich wieder eine Grillsause an – mit passenden Grillsaucen natürlich. Und natürlich selbstgemacht, aber das versteht sich ja fast von selbst, oder? Und um dieses seltene Grillereignis angemessen zu feiern gabs natürlich u.a. die exotisch-fruchtig-scharfe Variante des roten Ketchup-Klassikers – von der ich jetzt nicht unbedingt der größte Fan bin, mal so ganz unter uns gesagt… Der gelbe Bruder hingegen - top! Absolut empfehlenswert.

Das Ananas-Chili-Ketchup lässt sich außerdem sehr gut aufbe- wahren. In verschlossenen Flaschen hält es ca. ein Jahr und bleibt, einmal angebrochen, im Kühlschrank locker drei Monate frisch.

Zutaten:

1 frische, reife Ananas
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
50 g Zucker
100 ml Weißweinessig
1 Messerspitze Piment
1 EL Curry
1/2 EL Salz
1 EL Speisestärke

Zubereitung:

Ananas putzen, vierteln, Strunk entfernen, das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und in grobe Stücke schneiden. Im Mixer fein pürieren. Knoblauchzehe schälen und pressen. Chili entkernen, fein würfeln und mit dem Knoblauch zum Püree geben.

Das Püree in einem Topf aufkochen lassen. Weißweinessig, Zucker, Piment, Curry und Salz zugeben und alles unterrühren. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und zum Ketchup geben – nochmals kurz aufkochen lassen. In vor- bereitete, sterilisierte Flaschen oder Gläser füllen und gründ- lich verschließen.