Mit ‘Brot’ getaggte Artikel

Vollkorn-Bagels

Sonntag, 07. April 2013

Bagels? Oft gehört und gelesen, aber nie gegessen oder sogar gebacken. Warum eigentlich?

Auf die Idee Vollkorn-Bagels zu backen brachte mich Cynthia Barcomi, denn in ihrem neuen Buch “Let´s bake” entdeckte ich ein tolles Rezept für Vollkorn-Bagels. Mit kleinen Abänderungen (komplett Vollkorn anstatt der im Original-Rezept angegebenen 50% Vollkornmehl und 50% Weizenmehl Typ 550, etwas weniger Zucker, plus Weizenkeime) machte ich mich sofort ans Werk. Hier, hier, hier und hier finden sich übrigens noch weitere begeisterte Bagel-Fans. Zwar nicht in der Vollkorn-Variante dafür aber immer von Cynthia Barcomi.

Fazit: Diese kleinen Kringel mit Loch in der Mitte schmecken wirklich super und haben sich mittlerweile zum absoluten Lieblings-Frühstücksgebäck gemausert. Der einzige Nachteil ist die etwas aufwendigere Zubereitung – die Bagels müssen vor dem Backen 2 Minuten noch ein zusätzliches heißes Wasserbad nehmen. Ich bereite mittlerweile der Einfachheit einfach größere Mengen zu, friere sie ein, und backe sie einfach fürs Frühstück portionsweise frisch auf. Meine Lieblingskombination zum Frühstück ist im Moment übrigens Frischkäse, Avocado, roher Schinken und Radieschensprossen!

Zutaten für 8 Bagels

500 g Dinkel-Vollkornmehl
1 TL Weizenkeime
7 g Trockenhefe
20 g brauner Zucker
10 g Salz
200 ml Wasser
40 ml Rapsöl
1 Ei (M)
20 g Zucker für das Kochwasser

Sesam, Mohn, Haferflocken, Weizenkeime zum Bestreuen (nach Belieben)

Zubereitung

Mehl, Trockenhefe, Weizenkeime, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Wasser, Rapsöl und Ei zu den trockenen Zutaten geben. Den Teig mit der Küchenmaschine oder mit der Hand ca. 4 Minuten kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel zurücklegen, mit einem feuchten Geschirrtuch bedecken und ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig in 8 Teile teilen. Die einzelnen Teigstücke zu einer gleichmäßigen Kugel formen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen. Mit dem bemehlten Ende eines Kochlöffels in jede Teigkugel ein Loch drücken. Das Loch mit der Hand vorsichtig etwas größer ziehen. Die fertig geformten Bagels nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

Ofen auf 215 Grad vorheizen.

Einen großen Topf Wasser mit 20 Gramm Zucker zum Kochen bringen. Wenn das Wasser koch, so viele Bagels wie möglich hineinlegen. Die Bagels sollten sich dabei aber nicht berühren. Die Bagels 2 Minuten kochen lassen, anschließend mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser holen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Jetzt die Bagels ganz nach Belieben mit Mohn, Sesam, Haferflocken usw. bestreuen. Auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen.

Eine passende und absolut stylische Behausung für Bagels und alle anderen Backwaren: Der Brotkasten Grandy von Wesco wurde mir im Rahmen einer Kooperation kostenlos von Home24.de  zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! 

Kürbiskern-Grissini

Dienstag, 05. Februar 2013

Schon wieder Grissini. In so kurzer Zeit haben es wohl noch keine zwei, fast gleichen, Rezepte hintereinander in den Blog geschafft. Aber bei so viel Begeisterung für die länglichen Brotstangen drücke ich (und hoffentlich ihr) schon mal ein Auge zu. Was muss, dass muss!

Wobei die Betonung natürlich auf “fast gleich” liegt. Im Gegensatz zum  Grissini-Vorgänger  mit schwarzen Oliven und Parmesan, wurde hier ein Teil des Mehles einfach durch geröstetes Kürbismehl ersetzt. Außerdem wurden die Teigstränge ebenso auf diesem Mehl gerollt, was ihnen zusätzlich noch eine tolle Optik verleiht. Das Kürbismehl habe ich übrigens ganz zufällig beim Mehl-Großeinkauf  in der heimatlichen Mühle entdeckt und war sofort schwer begeistert – Kürbiskerne in pulverisierter Form fanden bis jetzt noch nicht den Weg in das heimische  Küchenregal.

Zutaten für ca. 20 Stück

100g Mehl (Typ 1050)
25 g Kürbismehl
2 EL Kürbiskernöl
10 g Hefe, frisch
1/2 TL Zucker
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz

Zubereitung

Hefe in 70 ml lauwarmes Wasser bröckeln und auflösen. 100 g Mehl, 25 g Kürbismehl, Kürbiskernöl, Zucker, Backpulver und 1/2 TL Salz mischen. Hefewasser zufügen. Mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Bei Bedarf noch etwas Mehl zugeben. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen (E-Herd 225 Grad).

Den Teig kurz durchkneten und zu einem Strang formen. Den Strang in ca. 20 gleich große Stücke teilen. Jeweils auf etwas Kürbiskernmehl zu knapp 1/2 cm dünnen Strängen rollen.

Teigstränge nebeneinander aufs Blech geben. Im heißen Ofen (mittlere Schiene) 5-6 Minuten goldbraun backen. Grissini herausnehmen, samt Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen. Trocken lagern.

Vollkornbrot mit Weizenkeimen

Sonntag, 27. Januar 2013

Ich hoffe ihr hattet eine stressfreie Woche und genießt den Sonntag in vollen Zügen! Mein kompletter Sonntag steht ganz im Zeichen des Blog-Relaunch, den ich auch schon überhaupt nicht mehr erwarten kann. Ein Ende ist jetzt zumindest in Sicht, auch wenn doch noch etwas Zeit investiert werden muss. Soll ja schließlich alles perfekt sein, oder? Aber ihr dürft gespannt sein und ich hoffe dass das neue Design gefällt!

Lange Rede, kurzer Sinn – trotzdem möchte ich euch auf keinen Fall meine neue Liebe vorenthalten: selbstgebackenes Vollkornbrot. Das Vollkornbrot-Angebot  hierzuorte lässt mich nicht unbedingt vor Freude am guten Geschmack aus den Latschen kippen und nur für Brot den fahrbaren Untersatz bemühen – nein Danke.

Mit Sauerteig stand ich bis vor kurzem zwar auf Kriegsfuß, irgendwie erschien mir die Teigführung kompliziert und langwierig. Zur endgültigen Rettung der Backehre habe ich mich trotzdem mutig ans Sauerteigbrot gewagt – mit überraschendem Erfolg. Und es ist irgendwie doch gar nicht so schwer … Das Ergebnis ist feinporig, saftig und aromatisch im Geschmack. Für den nötigen “Biss” gabs noch eine Handvoll Kürbiskerne in den Teig, die “Beigabe” lässt sich aber natürlich nach Lust und Laune variieren.

Zutaten

100 g Roggenvollkornmehl
100 ml Wasser
75 ml flüssiger Natursauerteig (Beutel)

30 g Hefe
350 ml Wasser
200g Roggenvollkornmehl
300 g Dinkelvollkornmehl
30 g Weizenkeime
20 g Salz
Mehl zum Bearbeiten
nach Belieben Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Walnüsse …

Zubereitung 

Am Vortag 100 g Roggenvollkornmehl mit 100 ml Wasser und dem Sauerteig gut verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur 12-14 Std. oder über Nacht reifen lassen.

Für den Brotteig am nächsten Tag die Hefe in einer Schüssel in dem lauwarmen Wasser auflösen und mit dem vorbereiteten Sauerteig mischen. Das Roggenvollkorn- und Dinkelvollkornmehl und die Weizenkeime zusammen mit dem Salz hinzufügen und alles gut unterarbeiten. Den Teig von Hand ca. 6 – 7 Minuten gründlich durchkneten.

Den fertigen Teig in eine, mit einem gut bemehlten Küchentuch ausgelegte, runde Schüssel geben und abgedeckt ca. 80 Min. bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Die Schüssel auf ein mit Backpapier belegtes Blech stürzen und den Teig abgedeckt nochmals ca. 45 Minuten gehen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 240° vorheizen, dabei ein mit Wasser benetztes Blech mit erhitzen. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Brot in den heißen Ofen (Mitte) schieben und 10 Min. anbacken. Danach die Temperatur auf 220° herunterregeln und das Brot in ca. 35 Min. fertig backen. Abkühlen lassen.

Ciabatta mit getrockneten Tomaten und Thymian

Dienstag, 19. Juni 2012

Ich muß gestehen, selbstgebackenes Brot findet man bei mir eher selten in der Küche bzw. auf dem Tisch. Leider. Nach drei, vier gescheiterten Versuchen in den letzten fünf Jahren war brotbacktechnisch absolut tote Hose im Hause rock the kitchen! Entweder war das Ergebnis zu hart, zu trocken oder wenig geschmackvoll.  Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, steht ein lockeres, wohlschmeckendes und grobporiges Brot im Ciabatta-Style schon lange auf meiner to cook – Liste.

Im Tauziehen mit unterschiedlichsten Rezepten bin ich vor einigen Tagen auf das hochgelobte, kinderleichte und von vielen Bloggern (hier, hier, hierhierhier, hier, hier und hier) mit Erfolg getestete No-knead-bread aus der New York Times gestoßen. Das Rezept habe ich lediglich nach meinem Geschmack noch etwas abgewandelt und zusätzlich mit getrockneten Tomaten, Olivenöl und Thymian verfeinert. Beim No-knead-bread wird der Teig, wie der Name schon erahnen lässt, nicht geknetet sondern nur locker verrührt. Nach der Gärzeit wird das Brot in einem Bräter mit Deckel gebacken, was ein wirklich saftiges Ergebnis mit einer wahnsinnig knusprigen Krumme garantiert.

Leider hatte ich bis vor Kurzem auch keinen anständigen und hitzebeständigen Bräter mit Deckel in der richtigen Größe in meinem Küchenequipment. Genau der richtige Einsatz um die Vielschichtigkeit der Einsatzgebiete des neuen Le Creuset-Bräters zu testen, der mir freundlicherweise kostenfrei von Casserole zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür.

Zutaten für ein Ciabatta (20 cm)

300 g Mehl (Typ 550)
50 g Dinkelvollkornmehl
7 g  Salz
80 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und grob gehackt
1 TL frische Tymianblättchen
2 EL Olivenöl
12 g Hefe, frisch

Zubereitung

Die Hefe in 250 ml lauwarmen Wasser auflösen. Alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Kochlöffel rasch zu einem Teig rühren und nur so lange schlagen, bis kein Mehl mehr sichtbar ist – auf keinen Fall kneten. Den feuchten Teig luftdicht in einer doppelt so großen Schüssel im Kühlschrank mind. 12 Stunden gehen lassen.

Nach der Gehzeit sollte der Teig mit Blasen durchzogen sein. Den weichen Teig mit Hilfe eines Teigspatels aus der Schüssel auf eine mit viel Mehl  bestäubte Arbeitsfläche kippen. Anschließend den Teig ohne zu kneten vorsichtig etwas in die Länge und Breite ziehen und von jeder Seite einmal bis zur Mitte falten und umdrehen. Den gefalteten Teig mit der Nahtstelle nach unten auf ein bemehltes Küchentuch legen, mit Klarsichtfolie bedecken und weitere zwei Stunden gehen lassen.

Kurz vor Ende der Gärzeit  einen gußeisernen Bräter mit Deckel (Durchmesser 20 cm) im Backofen bei 230 Grad ca. 20 Minuten erhitzen. Den Bräter aus dem Ofen nehmen (Achtung, heiß!) und den Teig mit Hilfe des Küchentuchs mit der Nahtstelle nach oben vorsichtig in den erhitzten Bräter befördern. Das Ciabatta-Brot mit Deckel ca. 30 Minuten backen, anschließend den Decklel abnehmen und weitere 10 Minuten backen. Das Brot aus dem Bräter stürzen und auskühlen lassen.