Archiv für Juni 2012

Ciabatta mit getrockneten Tomaten und Thymian

Dienstag, 19. Juni 2012

Ich muß gestehen, selbstgebackenes Brot findet man bei mir eher selten in der Küche bzw. auf dem Tisch. Leider. Nach drei, vier gescheiterten Versuchen in den letzten fünf Jahren war brotbacktechnisch absolut tote Hose im Hause rock the kitchen! Entweder war das Ergebnis zu hart, zu trocken oder wenig geschmackvoll.  Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, steht ein lockeres, wohlschmeckendes und grobporiges Brot im Ciabatta-Style schon lange auf meiner to cook – Liste.

Im Tauziehen mit unterschiedlichsten Rezepten bin ich vor einigen Tagen auf das hochgelobte, kinderleichte und von vielen Bloggern (hier, hier, hierhierhier, hier, hier und hier) mit Erfolg getestete No-knead-bread aus der New York Times gestoßen. Das Rezept habe ich lediglich nach meinem Geschmack noch etwas abgewandelt und zusätzlich mit getrockneten Tomaten, Olivenöl und Thymian verfeinert. Beim No-knead-bread wird der Teig, wie der Name schon erahnen lässt, nicht geknetet sondern nur locker verrührt. Nach der Gärzeit wird das Brot in einem Bräter mit Deckel gebacken, was ein wirklich saftiges Ergebnis mit einer wahnsinnig knusprigen Krumme garantiert.

Leider hatte ich bis vor Kurzem auch keinen anständigen und hitzebeständigen Bräter mit Deckel in der richtigen Größe in meinem Küchenequipment. Genau der richtige Einsatz um die Vielschichtigkeit der Einsatzgebiete des neuen Le Creuset-Bräters zu testen, der mir freundlicherweise kostenfrei von Casserole zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür.

Zutaten für ein Ciabatta (20 cm)

300 g Mehl (Typ 550)
50 g Dinkelvollkornmehl
7 g  Salz
80 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und grob gehackt
1 TL frische Tymianblättchen
2 EL Olivenöl
12 g Hefe, frisch

Zubereitung

Die Hefe in 250 ml lauwarmen Wasser auflösen. Alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Kochlöffel rasch zu einem Teig rühren und nur so lange schlagen, bis kein Mehl mehr sichtbar ist – auf keinen Fall kneten. Den feuchten Teig luftdicht in einer doppelt so großen Schüssel im Kühlschrank mind. 12 Stunden gehen lassen.

Nach der Gehzeit sollte der Teig mit Blasen durchzogen sein. Den weichen Teig mit Hilfe eines Teigspatels aus der Schüssel auf eine mit viel Mehl  bestäubte Arbeitsfläche kippen. Anschließend den Teig ohne zu kneten vorsichtig etwas in die Länge und Breite ziehen und von jeder Seite einmal bis zur Mitte falten und umdrehen. Den gefalteten Teig mit der Nahtstelle nach unten auf ein bemehltes Küchentuch legen, mit Klarsichtfolie bedecken und weitere zwei Stunden gehen lassen.

Kurz vor Ende der Gärzeit  einen gußeisernen Bräter mit Deckel (Durchmesser 20 cm) im Backofen bei 230 Grad ca. 20 Minuten erhitzen. Den Bräter aus dem Ofen nehmen (Achtung, heiß!) und den Teig mit Hilfe des Küchentuchs mit der Nahtstelle nach oben vorsichtig in den erhitzten Bräter befördern. Das Ciabatta-Brot mit Deckel ca. 30 Minuten backen, anschließend den Decklel abnehmen und weitere 10 Minuten backen. Das Brot aus dem Bräter stürzen und auskühlen lassen.

And the winner is….

Sonntag, 17. Juni 2012

die liebe Tanja von Süsses… Pikantes… Interessantes… aus dem schönen Voralberg in Österreich – herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Spaß beim Backen, Kochen und Genießen und viel Freude mit Deinem neuen Kurzzeitmesser!

Schöner warten! Verlosung

Freitag, 08. Juni 2012

Und weil ich von dem wunderschönen Kurzzeitmesser im Retro-Look immer noch ganz angetan bin, möchte ich ganz spontan auch jemand anderem eine Freude damit machen. Und so verlose ich einfach ganz ungesposored den Kurzzeitmesser aus dem letzten Post in der Farbe eurer Wahl. Das Schmuckstück für die Küche hat eine magnetische Rückseite, einen Durchmesser von 7 cm und ist aus emaillierten Metall bzw. Edelstahl. Ihr könnt zwischen den Farben schwarz, rot, creme, gelb, hellblau, mintgrün, pink, orange und silber wählen – einfach gewünschte Farbe angeben.

Wie funktionierts? Einfach im Anschluß an diesen Post einen kurzen Kommentar mit der Wunschfarbe hinterlassen. Auch anonyme Kommentare sind möglich –  zur eindeutigen Iden- tifikation dann einfach eine gültige E-Mail-Adresse angeben, unter der ihr zu erreichen seid.

Teilnahmeschluss ist ist der 15.06.2012, 24.00 Uhr. Unter allen Kommentaren wird ein Kurzzeitmesser in der Farbe seiner Wahl verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Versand nur innerhalb Europas und der Schweiz. Ich drücke die Daumen – viel Glück!

Schöner warten!

Freitag, 08. Juni 2012

Ist er nicht hübsch? Eigentlich zählen ja die inneren Werte, aber bei diesem ansehnlichen Teilchen stimmt einfach alles. So macht das Warten Spaß!


Oreo-Nougat-Cupcakes

Freitag, 01. Juni 2012

Lang gabs nichts Süßes mehr auf Rock the kitchen! Dieser Umstand muß sich also schnellstens ändern –  grüner Spargel in sämtlichen Variationen schmeckt zwar super, macht auf Dauer dann aber auch nicht glücklich ;-)

Prüfungsstress und den daraus resultierenden spontanen Gelüsten nach Süßkram jeglicher Art habe ich diese wohlschmeckende und nervenberuhigende Gesamtkomposition zu verdanken. Die Kekse alleine hätten mit Sicherheit den gleichen Zweck erfüllt, aber etwas Ablenkung und Entspannung in Form von Rühren, Backen, Dekorieren und ESSEN braucht die gestresste Frau einfach zwischen lernen, lernen und… lernen. Nach erfolgreichem Verzehr des (der) Törtchen(s) erfreut sich der verjüngte Geist für eine gewisse Zeit und ist zum Glück bereit zur weiteren Wissensverinnerlichung.

Wie gut, dass die Oreo-Nougat-Cupcakes wirklich fix zubereitet sind. Das geduldstrapazierende Aufbringen der Nougat-Frischkäsecreme per Spritzbeutel mit  Sterntülle  habe ich mir dieses mal zeitsparend verkniffen – mit dem Eiskugelportionierer eine Kugel auf den ausgekühlten Boden, Keks drauf, fertig, lecker! Lecker fand ihn übrigens sogar mein Freund, der im wahren Leben kein wirklicher Freund von Cupcakes ist. Das Frosting ansonsten zu süß, zu buttrig, zu bunt, überhaupt ist alles Mädchenkram und der Blutdruck steigt beim hoffentlich unerkannten und zwangweisen Betreten eines Cupcakes-Shops kurzfristig in schwindelerregende Höhen.

Zum Glück plagen mich solch “männliche”  Probleme überhaupt nicht. Richtig essbar ist für mich aber ein Cupcake auch erst, wenn der Belag nicht nur aus einer dicken Puderzuckerkruste oder aus purer Butter daherkommt. In diesem Fall besteht das Häubchen aus Frischkäse, Kakao und Nougat, dezent gesüßt. Perfekt für meinen Geschmack, die Kombination harmoniert auch hervorragend mit dem lockeren und saftigen Oreokeks-Rührteig.

Zutaten für 12 Cupcakes

150 g Butter
150 g Zucker
1 Prise Salz
3 Eier (M)
Mark einer Vanilleschote
2-3 EL Milch
250 g Mehl
1 TL Backpulver
8 Oreo-Kekse, zerbröselt

400 g Doppelrahmfrischkäse
150 g Puderzucker
1 EL Kakao
100 g Nougat, stichfest
6 Oreo-Kekse, halbiert

Zubereitung

12 Papierbackförmchen in die Mulden eines Muffinsblechs setzen. Backofen auf 180 Grad (Ober- /Unterhitze) vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillemark und Salz mit dem Schneebesen des Rührgeräts 4-5 Minuten cremig rühren. Eier jeweils einzeln unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und zusammen mit der Milch kurz unterrühren. Kekse unterheben. Teig auf die Förmchen verteilen und im Ofen ca. 20-25 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Puderzucker, Kakao und Doppelrahmfrischkäse mit dem Rührgerät cremig rühren. Nussnougat unterrühren. Mit einem Eiskugelbereiter jeweils eine Kugel vorsichtig auf die vollständig ausgekühlten Muffins setzen. Mit einem halben Oreo-Keks dekorieren. Mind. 3 Stunden durchkühlen lassen – Fertig!