Mit ‘Thymian’ getaggte Artikel

Zucchini-Tarte Tatin mit Parmesan und Ziegenkäse

Dienstag, 23. Juli 2013

Um eine schmackhafte Tarte Tatin bin ich ja irgendwie nie verlegen. Sei es der französische Klassiker mit karamellisierten Äpfeln oder die herzhafte aber garantiert nicht minder schlechte Variante mit Tomaten. Weiterhin sorgen aber zur Zeit wuchernde Zucchinipflanzen im Balkonkasten auf alle Fälle für klare Geschmacks-Verhältnisse im riesigen Tarte-Tatin-Dschungel.

Mal ganz ehrlich: Irgendwie überfordern mich diese fast anspruchslosen (perfekt für mich, sie verzeihen auch mal Gieß-Unregelmäßigkeiten!) Kürbisgewächse mit den riesigen Blättern doch etwas. Im Moment ernte ich von zwei wuchernden Pflanzen im Balkonkasten täglich jeweils 1 runde (ganz wichtig, runde Zucchini finde ich sehr hübsch!) Zucchini in Tennisballgröße. Mehr als wir eigentlich verzehren können. “Können” ist hier eigentlich etwas übertrieben, handelt es sich doch eher um den Willen. Obwohl sie wirklich ausgezeichnet munden, will man bei dem abwechslungsreichen Gemüseangebot im Sommer ja nicht jeden Tag das gleiche (Zucchini-) Gemüse. Reicht ja auch jeden zweiten Tag …

Sehr schmackhaft, ja geradezu prädestiniert für diese herzhafte Variante der Tarte Tatin sind außerdem einige dünne Scheiben Parmaschinken zwischen den einzelnen Zucchinischichten. Hierfür reichen 80-100 g völlig aus um für den differenzierten Geschmack und etwas “Biss” zu sorgen. Quasi das al dente-Gefühl in der Tarte Tatin.

Was braucht man für eine Tarte Tatin? (∅ 26 cm)

750 g Zucchini (bei mir waren es drei runde Zucchini)
1 TL Sonnenblumenöl
10 g Butter
1/2 TL Thymiannadeln
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
50 g Parmesan, frisch gerieben
40 g Ziegenfrischkäse mit Olive (z.B. Picandou)
ca. 180 g Blätterteig als Kreis ausgeschnitten (∅ 28 cm, Kühlregal)
Salz
Pfeffer

So gehts!

Die Zucchini waschen und in ca. 2 mm dicke Scheiben hobeln. Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Butter und Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Thymiannadeln und braunen Zucker  in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze den Zucker karamellisieren lassen. Die erste Lage Zucchinischeiben fächerartig in die Pfanne schichten. Salzen, Pfeffern und die Hälfte des Knoblauchs und des Parmesans darauf verteilen. Eine weitere Lage Zuchini darauf verteilen, ebenfalls salzen und pfeffern und mit dem restlichen Knoblauch und Parmesan bestreuen. Die letzte Lage Zucchini darauf schichten. Den Ziegenfrischkäse mit den Fingern zerbröseln und auf der letzten Lage verteilen. Den Blätterteig vorsichtig auf die Zucchini legen. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die mittlere Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 3 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Ciabatta mit getrockneten Tomaten und Thymian

Dienstag, 19. Juni 2012

Ich muß gestehen, selbstgebackenes Brot findet man bei mir eher selten in der Küche bzw. auf dem Tisch. Leider. Nach drei, vier gescheiterten Versuchen in den letzten fünf Jahren war brotbacktechnisch absolut tote Hose im Hause rock the kitchen! Entweder war das Ergebnis zu hart, zu trocken oder wenig geschmackvoll.  Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, steht ein lockeres, wohlschmeckendes und grobporiges Brot im Ciabatta-Style schon lange auf meiner to cook – Liste.

Im Tauziehen mit unterschiedlichsten Rezepten bin ich vor einigen Tagen auf das hochgelobte, kinderleichte und von vielen Bloggern (hier, hier, hierhierhier, hier, hier und hier) mit Erfolg getestete No-knead-bread aus der New York Times gestoßen. Das Rezept habe ich lediglich nach meinem Geschmack noch etwas abgewandelt und zusätzlich mit getrockneten Tomaten, Olivenöl und Thymian verfeinert. Beim No-knead-bread wird der Teig, wie der Name schon erahnen lässt, nicht geknetet sondern nur locker verrührt. Nach der Gärzeit wird das Brot in einem Bräter mit Deckel gebacken, was ein wirklich saftiges Ergebnis mit einer wahnsinnig knusprigen Krumme garantiert.

Leider hatte ich bis vor Kurzem auch keinen anständigen und hitzebeständigen Bräter mit Deckel in der richtigen Größe in meinem Küchenequipment. Genau der richtige Einsatz um die Vielschichtigkeit der Einsatzgebiete des neuen Le Creuset-Bräters zu testen, der mir freundlicherweise kostenfrei von Casserole zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür.

Zutaten für ein Ciabatta (20 cm)

300 g Mehl (Typ 550)
50 g Dinkelvollkornmehl
7 g  Salz
80 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und grob gehackt
1 TL frische Tymianblättchen
2 EL Olivenöl
12 g Hefe, frisch

Zubereitung

Die Hefe in 250 ml lauwarmen Wasser auflösen. Alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Kochlöffel rasch zu einem Teig rühren und nur so lange schlagen, bis kein Mehl mehr sichtbar ist – auf keinen Fall kneten. Den feuchten Teig luftdicht in einer doppelt so großen Schüssel im Kühlschrank mind. 12 Stunden gehen lassen.

Nach der Gehzeit sollte der Teig mit Blasen durchzogen sein. Den weichen Teig mit Hilfe eines Teigspatels aus der Schüssel auf eine mit viel Mehl  bestäubte Arbeitsfläche kippen. Anschließend den Teig ohne zu kneten vorsichtig etwas in die Länge und Breite ziehen und von jeder Seite einmal bis zur Mitte falten und umdrehen. Den gefalteten Teig mit der Nahtstelle nach unten auf ein bemehltes Küchentuch legen, mit Klarsichtfolie bedecken und weitere zwei Stunden gehen lassen.

Kurz vor Ende der Gärzeit  einen gußeisernen Bräter mit Deckel (Durchmesser 20 cm) im Backofen bei 230 Grad ca. 20 Minuten erhitzen. Den Bräter aus dem Ofen nehmen (Achtung, heiß!) und den Teig mit Hilfe des Küchentuchs mit der Nahtstelle nach oben vorsichtig in den erhitzten Bräter befördern. Das Ciabatta-Brot mit Deckel ca. 30 Minuten backen, anschließend den Decklel abnehmen und weitere 10 Minuten backen. Das Brot aus dem Bräter stürzen und auskühlen lassen.

Gebackene Zitronen-Thymian-Kartoffeln

Sonntag, 09. Januar 2011

Um die Resteverwertung von Silvester einmal endgültig zum Abschluß zu bringen, mußten bei dieser Beilage restliche Zitronen und Thymianzweige dran glauben. Wird ja auch mal Zeit.  Neues Jahr – neues Glück, bzw. neue Zutaten!  Was gibts also? Gebackene Zitronen-Thymian-Kartoffeln!

Die gebackenen Kartoffeln sind übrigends uneingeschränkt zu empfehlen, ich kann sie mir sehr gut zu gerilltem Fisch und Fleisch vorstellen. Die fleischige, bzw. fischige Komponente dachten wir uns aber dazu, es gab sie aus Mangel an Zutaten nur mit einem leichten Knoblauchquark. Auch nicht schlecht! Ob ich die Form allerdings jemals wieder sauber bekomme… ;-)

Zutaten für 2 Personen:

600 g festkochende, kleine Kartoffeln (Drillinge…)
2 Bio-Zitronen
1 Knoblauchzehe
2 EL Rapsöl
3 Zweige Thymian
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zitronen waschen. Von einer Zitrone die Schale abreiben, den Rest auspressen. Knoblauch pressen. Blättchen von den Thymianzweigen zupfen. Rapsöl, Saft von zwei Zitronen, Zitronenschale, Knoblauch, Thymian, Salz und Pfeffer zu einer Marinade mischen.

Backofen vorheizen (200 Grad). Kartoffeln schälen,  in eine Schüssel geben und gründlich mit der Marinade vermischen. In eine ausreichend große und feuerfeste Form geben. Ca. 50 Minuten backen, dabei die Kartoffeln öfters wenden.