Mit ‘Tarte’ getaggte Artikel

Rote Bete-Tarte mit Feta

Samstag, 19. Januar 2013

Kennt ihr das? Jahrelang würdigt man ein bestimmtes Lebensmittel keines Blickes und verweigert sich der Zubereitung, aber irgendwann kommt Mann/Frau durch Zufall dann doch auf den Geschmack. Wohl ganz frei nach dem Motto: Einmal probiert, für immer verführt – in meinem Fall von Roter Bete.

Zu verdanken habe ich die Wandlung zum Rote Bete-Liebhaber schon vor einiger Zeit einem schmackhaften Salat beim Griechen des Vertrauens. Walnüsse und Knoblauch ergänzten hier noch die Vinaigrette und die Rote Bete machte sich toll in Kombination den anderen Mezedes und Rowein.

Jedenfalls hat dies meine Neugierde geweckt und seitdem wandert Rote Bete öfters ins Körbchen und anschließend in die Töpfe (z.B. hier). Der Tarte wurde außerdem mit Fetakäse, Joghurt, Dill und Knoblauch ebenfalls ein kleines bisschen Griechenland eingehaucht und macht sich als Vorspeise oder Hauptgericht gleichermaßen gut und überaus farbenfroh auf den Tellern. Wer Rote Bete mag – unbedingt ausprobieren!

Zutaten für eine Tarteform (26 cm)

1 kg Rote Bete
1 Bund Frühlingszwiebeln
200 g Fetakäse
3 Knoblauchzehen
1 TL Dill, TK
2 Eier (M)
50 g griechischer Joghurt
275 g Blätterteig (Kühlregal)
5 g Butter
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Rote Bete gründlich waschen und jede Knolle fest in ein Stück Alufolie wickeln. Die Rote Bete auf einen Rost in den Backofen schieben (mittlere Einschubleiste) und ca. 70-80 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen.

Eine Tarform (26 cm Durchmesser) mit der Butter ausstreichen und mit dem Blätterteig auskleiden. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Rote Bete in 1 cm große Würfel schneiden. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Knoblauch pressen. Fetakäse zerbröseln.

Eier, Joghurt, Dill, Knoblauch und Fetakäse in einer Schüssel verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Rote Bete und Frühlingszwiebeln vorsichtig unter die Ei-Käse-Masse heben. Alles in die vorbereitete und ausgekleidete Tarteform gießen und glattstreichen. Tarte im vorgeheizten Backofen (200 Grad) ca. 30-35 Minuten backen.

Bratkartoffel-Speck-Tarte

Sonntag, 25. November 2012

Schon fast Dezember und noch immer herrscht hier im Blog keine richtige Weihnachts- und Winterstimmung. Die diesjährige Weihnachtsbäckerei steckt im Gegensatz zum Vorjahr noch in den Kinderschuhen und kommt erst ganz langsam in die Gänge. Gekocht und gegessen wird zum Glück aber trotzdem täglich, im Moment am liebsten deftig-kräftige Gerichte und gerne auch mit Fleisch. Komisch, in drei von vier Jahreszeiten sind meine Fleisch-Gelüste eher gebremst – jetzt im Winter steigt die “Fleischeslust” doch erheblich.

Wie die Faust aufs Auge passt  da in der dunklen Jahreszeit eine kräftige Bratkartoffel-Speck-Tarte. Knusprig-braune Kartoffelwürfel, aromatischer Speck in Kombination mit einem würzigen Käse auf Blätterteig. Nichts für Kalorienfeiglinge – wobei die Kartoffelwürfel mit wenig Fett kaloriensparend im Backofen geröstet werden. Angerichtet und serviert wird die Tarte mit einem Klecks Kräuterquark und Feldsalat.

Kleiner Tipp: Gleich die doppelte Menge Kartoffelwürfel rösten, diese schmecken am nächsten Tag angemacht als Kartoffelsalat mit kleingewürfelten Zwiebeln ebenfalls vorzüglich.

Zutaten für eine Tarte (26 cm Durchmesser)

275 g Blätterteig (Kühlregal)
10 g Butter
700 g Kartoffeln, festkochend
100 g Speck, gewürfelt
2 TL Rapsöl
200 g Schmand
50 ml Sahne (oder Milch)
2 Eier
3 Knoblauchzehen (oder nach Belieben)
150 g würziger Käse
1 EL frische Tymianblättchen
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Eine Tarform (26 cm Durchmesser) mit der Butter ausstreichen und mit dem Blätterteig auskleiden. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kartoffeln waschen, schälen und in ca. 1-cm-große Würfel schneiden. Die Kartoffelwürfel mit 1 TL Rapsöl vermischen und auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen. Auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze in 1 EL Rapsöl leicht anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Knoblauch pressen. Käse in kleine Würfel schneiden oder reiben. Schmand, Sahne, Eier, Käse, Knoblauch uns Thymian mit einer Gabel gründlich verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kartoffelwürfel, Speck und Schmandmasse vorsichtig in einer Schüssel vermengen. Die Kartoffelmischung gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen und ca. 30 Minuten (200 Grad) auf mittlerer Schiene backen.

Ziegenkäsetarte mit karamellisiertem Knoblauch

Samstag, 14. Juli 2012

Aus aktuellem Wow-Anlass, ausgelöst durch den gestrigen “Ottolenghi-Relaunch” und die leckerste Tarte seit langem, heute nur das Rezept zur Geschmacksexplosion. Die Tarte war einfach viel zu schnell verspeist. Vor lauter Begeisterungssprüngen über die Ziegenkäsetarte mit karamellisiertem Knoblauch, hätte die Bildqualität sowieso zu arg gelitten. Die Tarte gibt es aber bestimmt nicht zum letzten Mal und das fehlende Bild wird mit Sicherheit noch nachgereicht.

Risiken und Nebenwirkungen? Evtl. gemeingefährliche Ausdünstungen nach übermäßigem Verzehr (die ich übrigens nicht bemerkt habe *hust*) und eine gewisses Suchtpotential. Blind verkostet merkt man nämlich geschmacks- und konsistenztechnisch überhaupt nicht, das man auf ganze Knoblauchzehen beißt. Die Zehen sind wunderbar weich und schmecken leicht karamellig-deftig und nicht zu kräftig nach Knoblauch. In Kombination mit Ziegenkäse, Rosmarin und Thymian – ein Traum!

Übrigens, lange stand “Genussvoll vegetarisch” von Yotam Ottolenghi unbeachtet im Regal – viel zu lange.  Nachgekocht wurde vor längerer Zeit bis jetzt auch nur die frische Polenta mit Auberginensauce, der Zucchini-Haselnuss-Salat und die warmen Glasnudeln mit Edamame, beide Gerichte waren ebenfalls außerordentlich schmackhaft. Jetzt bin ich aber wieder infiziert und als nächstes ist die Tarte Tatin “Surprise” mit karamellisierten Kartoffeln und die Sobanudeln mit Aubergine und Mango. Dann aber hoffentlich wieder mit begleitendem Bildmaterial…

Zutaten für eine Tarteform (26 cm)

375 g Blätterteig
3 mittelgroße Knoblauchknollen in Zehen zerlegt und geschält
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
3/4 EL Zucker
1 TL gehackter Rosmarin
1 TL gehackter Thymian
Salz
120 g weicher, cremiger Ziegenkäse (bei mir Rocamadour)
120 g gereifter Ziegenhartkäse (bei mir Tomme de chèvre)
2 Eier
100 g Sahne
100 g Creme fraiche
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Boden und Rand einer Tarteform (26 cm) mit dem Blätterteig auskleiden. Den Teig mit Backpapier abdecken und mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren. 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180° Grad vorheizen. Den vorbereiteten Blätterteig im Ofen ca. 15 Minuten blindbacken. Die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und den Boden weitere 5-10 Minuten goldbraun backen.

Währen der Blätterteigboden backt, den karamellisierten Knoblauch zubereiten. Dazu die Knoblauchzehen 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, abgießen und gut abtropfen lassen. Die Knoblauchzehen in 1 EL Olivenöl bei hoher Temperatur 2 Minuten anbraten. Balsamico und 220 ml Wasser angießen, zum kochen bringen, dann 10 Minuten köcheln lassen. Zucker, Rosmarin, Thymian und 2 Prisen Salz zugeben. Bei mittlerer Temperatur weitere 10 Minuten köcheln lassen, bis ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist und die Knoblauchzehen von dunklem Karamellsirup überzogen sind.

Nun die Tarte fertigstellen. Dazu beide Ziegenkäsesorten zerkleinern und auf den Blätterteigboden streuen. Die Knoblauchzehen mit dem Sirup gleichmäßig auf den Käsestücken verteilen. In einer Schüssel die eier, Sahne, Creme Fraiche, 1/2 TL Salz und etwas schwarzem Pfeffer verquirlen. Die Füllung damit übergießen, sodass die Lücken geschlossen werden, der Knoblauch und der Käse aber noch teilweise zu sehen sind.

Die Backofentemperatur auf 160° Grad senken und die Tarte in den Ofen stellen. 35-40 Minuten backen, bis die Füllung getockt ist und die Oberfläche eine appetitlich goldbraune Färbung angenommen hat. Aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und genießen.

 

Tarte Tatin mit Cidre-Calvados-Zabaione

Mittwoch, 20. April 2011

Eigentlich fehlen mir immer noch die Worte… Nachdem ich eigentlich ungefähr seit gefühlten 20- 30 Jahren zwecks Über- dosis an einem massiven Apfelkuchen-Trauma leide, hatte ich jetzt endlich mal die Gelegenheit, Kindheitserinnerungen aufzuarbeiten.

Seit (fast) Jahrzenten habe ich aufgund einer Überdosis in der Jugend auf jegliche Formen von Apfelkuchen, Apfelstrudel usw. konsequent verzichtet. Bis zu dem Tag, an dem ich mich mit sehr großer Leichtsinnigkeit und Unwissenheit an eine Tarte Tatin wagte. Zum Glück, den dieser traditionelle, französische Apfelkuchen mit seiner Karamellschicht spottet jeder Be- schreibung und hebt mich quasi schon fast in den 7. Desserthimmel!

Und was könnte besser zu dieser Tarte passen als eine Cidre-Calvados-Zabaione? Nichts… es war ein absoluter Traum. Es kann natürlich schon sein daß ich wieder mal maßlos übertreibe, aber hier bin ich mir sicher – es stimmt wirklich!

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Zutaten für eine Tarteform (28 cm):

200 g Mehl
100 g Butter
35 g Zucker
2 Eigelb
1 Prise Salz

750 g Äpfel (z. B. Cox Orange)
100 g Zucker
100 ml Cidre
1 Vanilleschote
50 g Butter

3 Eigelb
25 g Zucker
80 ml Cidre
10 ml Calvados
1 Prise Zimt

So gehts:

Aus 200 g Mehl, 100 g Butter, 35 g Zucker, 2 Eigelb und einer Prise Salz einen geschmeidigen Teig kneten. Mindestens 30 Minuten in Folie verpackt im Kühlschrank ruhen lassen.

Äpfel schälen, achteln und Kerngehäuse entfernen. Die herdtaugliche Tartform (28 cm) erhitzen. Darin Zucker, Cidre, Vanillemark und Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und zart karamellbraun werden lassen.  Hitze klein stellen un die Apfelachtel in die Form schichten.

Den Mürbteig zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie rund und etwas größer als die Form ausrollen. Folie abziehen. Teig auf die Äpfel stürtzen und leicht andrücken. Die Tarte im heißen Backofen (Mitte, 190 Grad) etwa 40 Minuten backen. 10 Minuten ruhen lassen, Teig vom Rand ablösen und auf eine Platte stürzen.

Für die Zabaione Eigelb, Zucker, Cider, Calvados und Zimt über dem Wasserbad zu einer cremigen Masse aufschlagen und mit der Tarte Tatin servieren.

Schokoladen-Orangen-Tarte

Dienstag, 08. Februar 2011

Bereit für eine kräftige Überdosis Schokolade? Ja? Dann macht man mit dieser Tarte garantiert nichts falsch, außer daß sich nach dem Genuß  evtl. eine leichte bis schwere Schoko-Sucht anbahnen könnte.  Aber gibt es nicht Schlimmeres?

Saftig, mächtig, sehr schokoladig, aber nicht zu süß kommt diese Tarte ganz ohne Mehl aus und verhilft ihr dadurch zu ihrer festen, fast schon klebrigen und doch wunderbar cremigen und zart-schmelzenden Konsistenz. Der Orangengeschmack ging leider durch den dominierenden Schokoladengeschmack ein wenig unter, was aber in diesem Fall den Geschmack keinen Abbruch tat.  

Am besten schmeckt die Tarte lauwarm und in Begleitung einer säuerlichen Fruchtsoße aus Himbeer- oder Maracuja- mark.  Contreau- oder Grand Marnier-Sahne wären bestimmt ebenfalls interessant zu probieren. Gar nicht zu sprechen von einem Tonkabohnen- oder Vanilleeis…

Zutaten (Springform 22 cm) :

200 g Schokolade (mindestens 70 % Kakao)
150 g Butter
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
1 Prise Salz
4 EL Weinbrand
1 Orange
Orangenöl

Zubereitung:

Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Orange gründlich mit heißem Wasser waschen und die Schale abreiben. Schokolade und Butter auf dem Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen.

Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Eigelb mit Vanillezucker, Orangenschale, einigen Tropfen Orangenöl, Wein- brand und Zucker dickcremig aufschlagen. Erst Schokomasse und zuletzt den Eischnee unterheben.

Die Masse in eine gefettete und bemehlte Springform (22 cm) füllen und bei 160 Grad ca. 35-40 Minuten auf mittlerer Schiene backen. In der Form erkalten lassen. Nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben.