Mit ‘Sirup’ getaggte Artikel

Galaktoboureko: Filopastete mit Vanillecreme

Sonntag, 22. April 2012

Das Göttliche hat einen neuen und schier unaussprechbaren Namen. Das Zauberwort heiß Galaktoboureko und versüßt mir, nach diversen Lieblings- Mezedes wie Horta (wildes Blattgemüse) , Briam (gemischtes Röstgemüse), Fava (gelbes Erbsenpüree), gegrilltem Halloumi, Rote-Bete-Tzatziki, mari-nierten Sardellen und unzähligen  rötlich-braun bis schwarzen und sehr saftigen Kalamata-Oliven, ab und an meinen Abend in der einzig wahren griechischen Lokalität meines Vertrauens.

Nur für die evtl. Unwissenden: Bei Galaktoboureko handelt es sich um ein griechisches bzw. türkisches Dessert, bei dem Grießpudding von gebutterten Filo-Teig umhüllt ist und in Folge alles zusammen im Ofen knusprig-goldbraun gebacken wird. Anschließend krönt die Pastete ein mit Zitronenschalen aromatisierter Sirup. Ich wiederhole: Knusprig-süßer und gebutterter Filoteig in Kombination mit cremig-vanilligem Grießpudding und süßem Sirup – einfach superbe!

Und weil heute Sonntag ist schicke ich Julie von mat & me  heute mal ein Stückchen vom unaussprechlichen Dessert auf die virtuelle Facebook-Kaffeetafel. Lasst es Euch schmecken!

Zutaten für 6 Portionen

10 Filoteigblätter (ca. 22 x 30 cm)*
60 g Butter, geschmolzen

140 g Zucker
1 langer Streifen Schale einer Bio-Zitrone
1 Prise Kardamom

110 g Zucker
35 g  g Grieß
10 g Speisestärke
2 Eigelb (M)
1 Ei (M)
0,75 l Milch (1,5 %)
1 EL Vanille-Zucker
1 Prise Muskatnuss

Zubereitung

Für den Sirup 140 g Zucker mit Zitronenschale. Kardamom und 90 ml Wasser in einer kleinen Kasserolle bei mittlerer Hitze erwärmen, bis er sich aufgelöst hat. Dann aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen.

Backofen auf 175 ° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Füllung 110 g Zucker, Grieß, Stärke, Eigelbe und 1 Ei in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen.

Die Milch mit Vanillezucker und Muskatnuss in einem großen Topf erhitzen, bis sie fast kocht.  Die heiße Milch schöpflöffelweise unter die Eiermischung rühren. Die Mischung in den Topf gießen und bei schwacher Hitze 5-10 Minuten andicken lassen. Dabei darauf achten, dass die Creme nicht anhängt. Sobald die Creme dick ist und fast kocht, vom Herd nehmen.

Die Filoblätter mit einem Geschirrtuch abdecken, damit sie nicht austrocknen. Eine Auflaufform (ca. 15 x 26 cm) mit Butter bepinsel.

1 Teigblatt auf die Arbeitsplatte legen und mit Butter bepinseln. Ein zweites Blatt darauflegen und ebenfalls mit Butter bestreichen. Auf diese Weise insgesamt 5 Teigblätter aufeinanderstapeln. Den Stapel auf den Boden der Form legen und an den Rändern etwas festrücken. Boden und Wände sollten vollständig mit Teig bedeckt sein. Die Grieß-Füllung hineingießen und glatt streichen.

Die restlichen Filoblätter ebenfalls einzeln mit Butter bestreichen und aufeinanderstapeln. Den Stapel auf die Füllung legen und den Teig an den Rändern nach unten drücken, damit die Füllung vollständig mit Teig umschlossen ist. Mit einem scharfen Messer vorsichtig 6 Stücke vorzeichenen, dabei nur die beiden oberen Teigplatten einritzen. Die Pastete im Backofen in ca. 25 Minuten knusprig goldbraun backen. Herausnehmen und einige Minuten ruhen lassen, dann mit dem Sirup übergießen. Vor dem Servieren mindestens 1 Stunde ruhen lassen, damit der Sirup in die Pastete einziehen kann.

* Die Filoblätter müssen so groß sein, dass sie Boden und Wände der Form bedecken. Hat die Form eine andere Größe, müssen die Blätter entsprechend zugeschnitten werden.

Leicht adaptiert nach “Griechenland in meiner Küche”, Tessa Kiros, DK-Verlag

Ingwer-Zitronen-Sirup

Sonntag, 26. Februar 2012

Keine Angst, was aussieht wie gärender O-Saft oder Miraculix´ Zaubertrank, ist in Wirklichkeit noch absolut genießbar und dazu praktischer Weise auch noch äußerst schmackhaft und vielseitig.  Bei der gelben ”Brühe” in der Flasche handelt es sich dieses mal um einen wunderbar fruchtig-scharf-säuerlich-süßen Ingwer-Zitronen-Sirup, der definitiv Lust auf Frühling macht. Also irgendwie doch ein Zaubertrank?

Die Idee für diesen Sirup stammt nicht von mir, sondern von hier: Auf der Flucht vor der allzu närrischen Zeit in Mittelfranken ins weitgehend faschings(zug)freie und wunder- schöne Regensburg, ließen wir uns im angeblich “original französischten Bistro östlich des Rheins” oder auch im Restaurant/Hotel Orphee, Prosecco mit Ingwersirup schmecken.

Kaum wieder im (Franken-) Lande, wird natürlich auch in der heimischen Küche nicht lange gefackelt und sofort geschält und geköchelt was das Zeug hält – mit einem sehr überzeugendem Ergebnis. Der Sirup mundet aber natürlich nicht nur in alkoholischen Getränken wie Prosecco, Sekt, Crémant usw., sondern im Sommer als Erfrischung  – gut gekühlt - in spritzigem Mineralwasser. Noch nicht getestet, aber im Winter in Planung und bestimmt einen Versuch wert: Ingwer-Zitronen-Sirup in heißen Getränken wie Tee, Punsch, Grog oder auch Glühwein.

Kleiner Tip: Verzichtet habe ich auf das Mitverwenden der abgeriebenen Zitronenschale, welche den Zitronengeschmack natürlich intensiviert. Da ich aber keine Bio-Zitronen zur Verfügung hatte, habe ich bei diesem Sirup daruf verzichtet und nur den Saft verwendet. Bei Bioware also die Schale unbedingt mitverwenden!

Zutaten für ca. 500 ml:

400 g Zucker
300 ml Wasser
100 ml Zitronensaft
600 g Ingwer, frisch

Nicht zwingend notwendig, aber für Freunde der Farbe: einige Tropfen gelbe Speisefarbe

Zubereitung:

Ingwer schälen und fein reiben. Alle Zutaten in einen Topf geben und langsam zum Kochen bringen. Den Sirup ca. 25 Minuten ohne Deckel leicht köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

Sirup durch ein feines Tuch passieren und den Ingwer kräftig ausdrücken. Den Ingwer-Zitronen-Sirup noch heiß in eine sterile Flasche abfüllen und abkühlen lassen. Nach Anbruch der Flasche den Sirup kühl aufbewahren.

Orangen-Lavendel-Sirupkuchen

Montag, 25. Juli 2011

Lavendel. Orangen. Grieß -  ich glaube es gibt nichts besseres als diesen Kuchen!  Unglaublich aromatisch, wunderbar saftig, irgendwie schwer aber durch den Grieß doch mit einer sehr an- genehmen, ja fast unvergleichlichen Konsistenz.

Wenn man sich fragt, wie man möglichst viel Fruchtigkeit, Mächtigkeit und tollen Geschmack  auf kleinstem Raum unter- bringen kann, wäre die Antwort sicher dieser Kuchen, denn er wird – ähnlich wie ein griechischer Walnußkuchen – mit einem aromatisch-süßem Sirup getränkt, der im das unvergleichliche Aroma verleiht.   

Wer es nicht glaubt – ab in die Küche und Sirupkuchen backen!

Zutaten (Springform 20 cm):

250 g Butter, plus etwas mehr zum Einfetten
200 g Feinzucker
4 Eier
50 g Mehl
2 TL Backpulver
Saft und fein abgeriebene Schale v. 2 unbehandelten Orangen
250 g Grieß
200 g geriebene Mandeln
120 g griechischer Joghurt

Saft und fein abgeriebene Schale v. 4 unbehandelten Orangen
8 TL getrocknete Lavendelblüten
500 ml Wasser
2 Zimtstangen
300 g Zucker
Crème Fraîche, zum Servieren

Zubereitung:

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Eine Springform mit 20 cm einfetten und mit Backpapier auslegen.

In einer Schüssel Butter und Zucker schaumig aufschlagen. Die Eier nach und nach einrühren. Mehl und Backpulver sieben und in die Schüssel geben, dann Orangenschale, Gries und Mandelmehl unterheben. Orangensaft und Joghurt zugeben und alles vorsichtig zu einer glatten Masse verrühren.

In die Springform geben und etwa eine Stunde backen, bis der Teig sich fest anfühlt und keine Teigreste an einem einge- stochenen Holzstäbchen hängen bleiben.

Unterdessen den Sirup zubereiten: Alle Zutaten in einen Topf geben und bei schwacher Hitze unter Rühren aufkochen. Die Hitze so weit wie möglich reduzieren und alles 20 Minuten zu einem Sirup einköcheln lassen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vielfach mit einem Holzspieß einstechen. Drei Viertel des heißen Sirups über den warmen Kuchen gießen und abkühlen lassen. Zum Servieren den Kuchen mit dem restlichen Sirup beträufeln und mit einem großen Löffel Crème Fraîche servieren.

Quelle: Maria Elia – Die neue vegetarische Küche

Rhabarber-Sirup

Sonntag, 24. April 2011

Und weils so schön war gleich noch ein Sirup… Entdeckt habe ich ihn bei Johannes von Stuttgartcooking. Sein Rhabarber-Sirup hat es mir vor allem wegen der  Farbe und den tollen Verwendungsmöglichkeiten angetan, er schmeckt super in Prosecco, Sekt oder Mineralwasser.

Steph, Kerstin und Susa haben es ebenfalls schon vorgemacht und einen wunderbaren Rhabarber-Sirup gekocht. Wer kann sich da noch zurückhalten?

Zutaten:

1 kg Himbeer-Rhabarber
1 kg Zucker
1 l Wasser
Saft von 1 1/2 unbehandelten Zitronen
1/2 Bund Zitronenmelisse

Zubereitung:

Die Rhabarberstücke mit dem Zitronensaft in 1 l Wasser sehr weich kochen. Zum Schluß die Zitronenmelisse einrühren und weitere 3 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Flüssigkeit durch ein Sieb und nochmals durch ein feines Küchentuch abgießen.

Dann die Flüssigkeit mit dem Zucker zu  Sirup einkochen lassen. Dabei immer wieder die Konsistenz des Sirups überprüfen. Noch heiß in Flaschen oder andere geeignete Behältnisse abfüllen – Fertig!

Waldmeistersirup

Samstag, 23. April 2011

Waldmeister kannte ich lange Zeit leider nur als giftgrünes Brausepulver, welchem ich in jungen Jahren zum großen Entsetzen meiner Eltern schon regelrecht verfallen war. Aber bitte nur Waldmeistergeschmack, Zitrone, Orange oder Himbeere… Igitt! Schon fast fatale Folgen in Form von uner- träglichen Kopfschmerzen, Übelkeit usw. zog das Pulver später auch einmal in Kombination mit einer klaren und alkoholischen Flüssigkeit mit sich, was aber bestimmt nicht an der bevorzugten Brauspulver-Sorte lag.  Aber ich schweife ab… Jetzt ist alles wieder gut, auf Brausepulver kann ich gottlob verzichten – meine Vorliebe für Waldmeister bzw. Wald- meistergeschmack ist geblieben.

Richtig groß war die Freude natürlich, als ich ganz unerwartet das grüne Kraut beim Gemüsehändler meines Vertrauens entdeckte. Noch voller Unwissenheit was daraus werden sollte, ging sofort und ohne großartige Überlegungen ein Bund in meinen Besitz über. Aber was tun? Da ich mich seit einiger Zeit eh im “Sirupwahn” befinde, waren weitere Überlegungen überflüssig… Es gibt Waldmeistersirup!

Zutaten:

30 g Waldmeisterblätter, angetrocknet
500 ml Wasser
500 g Zucker
1 Bio-Limette
evtl. grüne Lebensmittelfarbe

Zubereitung:

Die Limette waschen. Schale hauchdünn abschneiden, Früchte halbieren und auspressen.

Wasser, Zucker, Limettensaft und Limettenschale in einem Topf aufkochen lassen und 5 Minuten kochen. Waldmeister zugeben und den Sirup 24 Stunden stehen lassen.

Am nächsten Tag Sirup kurz aufkochen, durch ein feines Sieb gießen und die Flüssigkeit zu Sirup einkochen lassen. Dabei zwischendurch immer wieder die Konsistenz überprüfen. Nach Belieben 2 Tropfen Lebensmittelfarbe zufügen und den Sirup abfüllen.

Tonkabohnen-Vanille-Sirup

Samstag, 19. März 2011

Gibt es eigentlich einfacheres als einen Sirup zu kochen? Topf auf den Ofen, Zutaten hinein, köcheln lassen, rühren und warten. Durchaus machbar, oder? So entstand heute in einem kleinen Anflug von Spontanität dieser toll duftende Tonkabohnen-Vanille-Sirup. Nicht zu vergessen die fast im Überfluß vorhandenen Vanilleschoten und Tonkabohnen, Madavanilla sei Dank!

Ich koche eigentlich lieber Sirup als dass ich ihn im Anschluß selbst komplett verbrauche, meistens wandert das eine oder andere Fläschen als Geschenk an liebe Menschen. Bei diesem Tonkabohnen-Vanille-Sirup mache ich aber dieses Mal riesige Ausnahme! Er gehört mir ganz allein und wer da etwas abhaben möchte muß sich auf alle Fälle mal mächtig ins Zeug legen. :-)

Der Sirup, welcher mich im Geschmack und Duft  leicht an Marzipan und Bittermandeln erinnert, macht sich hervorragend im Kaffee, aromatisiert aber auch Quark, Joghurt, Sahne, Crepes oder den Kuchenteig.

Zutaten:

3 Tonkabohnen
2 Vanilleschoten
250 g brauner Zucker
250 ml Wasser

Zubereitung:

Tonkabohnen reiben, Vanilleschoten gründlich auskratzen.

Zucker in einem weiten Topf schmelzen und leicht karamellisieren lassen. Das Wasser zum Kochen bringen und vorsichtig zum Karamell in den Topf geben, dabei ständig weiterrühren bis der Zucker komplett geschmolzen ist.

Geriebene Tonkabohnen, Vanillemark und ausgekratzte Vanille- schoten in den Topf geben und die Zuckermischung ca. 20-25 Minuten bei kleiner Flamme zu Sirup einkochen lassen. Fertigen Sirup noch heiß durch ein sehr feines Sieb oder sauberes Tuch gießen und in eine dekorative Flasche abfüllen.

Karamell-Chai-Sirup

Freitag, 07. Januar 2011

Eigentlich bin ich ja selbst kein sonderlich großer Freund von ellenlangen Rückblicken aufs alte Jahr. Irgendwie siegt dann doch immer die Bequemlichkeit, außerdem widme ich mich lieber neuer Kulinarik als die alten aufzuwärmen. Deswegen freue ich mich umso mehr über die Rezepte-Höhepunkte der anderen Blogger-Kollegen. Wie z.B. Kirsten von  Sugar and Spice. Würde sie sich ähnlicher Methoden wie ich bedienen hätte ich nie ihren Karamell-Chai-Sirup entdeckt und wäre um ein Getränke-Highlight ärmer. 

Entdeckt habe ich einen ähnlichen Chai-Sirup schon im September in Demmers Teehaus in Wien. Leider ist die Flasche sammt Inhalt dem übereifrigen Öffnen der Kühlschranktüre zum Opfer gefallen und segnete viel zu früh das Zeitliche am Küchenfußboden. Da kam mir das Rezept von Kirsten gerade recht! Dankeschön! :-)

Dieser Karamell-Sirup ist eine gute Möglichkeit für einen schnellen Chai zwischendurch. Er schmeckt super in warmer oder kalter Milch, außerdem ist er eine gute Basis für viele weitere Getränke wie auch z.B. Cocktails. Vielleicht ein winterlicher White Russian?!

Zutaten für ca. 1/4 l Sirup:

50 g Chai-Tee
10 EL brauner Zucker
1 l Wasser

Zubereitung:

Den Chai-Tee mit einem Liter kochenden Wasser übergießen und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Denn Tee abgießen. Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren karamellisieren lassen. Nicht zu braun werden lassen!

Den Tee vorsichtig zugießen und rühren bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat. Alles offen zu einem Sirup einkochen lassen. Zwischendurch immer wieder rühren. Sobald die Chai-Karamellmischung eindickt, mit einem Teelöffel etwas “Testsirup” entnehmen und erkalten lassen, um zusehen wann die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Den Karamell-Chai-Sirup abkühlen lassen, in ein verschließbares Gefäß füllen und kühl lagern.

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