Mit ‘Sardellen’ getaggte Artikel

Vitello Tonnato

Sonntag, 03. Februar 2013

Ich liebe Vitello Tonnato und seit ich das erste mal dieses “ge(thun)fischte” Kalb probiert habe, finde ich die Kombi Fleisch/Fisch wirklich ganz hinreißend. Leider komme ich aber ziemlich selten in den Genuss, was die Vorfreude auf die selbstgemachte Variante schon fast ins Unermessliche steigert.

Vitello Tonnato ist eine klassische Vorspeise der italienischen Küche: Dünn aufgeschnittenes, mit Weißwein, Brühe und verschiedenem Gemüse gekochtes Kalbfleisch, das kalt aufgeschnitten mit einer feinen Tunfischsauce serviert wird. Die Garnierung bleibt jedem dann nach Lust und Laune selbst überlassen, ganz klassisch und auf Nummer sicher geht man jedoch immer mit Kapern und Zitronenscheiben.

Ich habe mich bei meinem Rezept mit kleinen Abweichungen an Roberts Rezept gehalten. Leider sind die zarten Scheiben, dank fehlender Aufschnittmaschine, nicht ganz so dünn und elegant auf die Teller gewandert, aber an diesem technischen Problem wird noch gearbeitet.

Zutaten für 6 Portionen

800 g Kalbsnuss
2 EL Rapsöl
1 kleine Karotte
1 Rippe Stangensellerie
1 kleine Schalotte
1 Rosmarinzweig
150 ml Gemüse- oder Fleischbrühe, selbstgemacht
100 ml Weißwein, trocken

4 EL Majo (selbstgemacht oder gekauft)
240 g Bio-Thunfisch, abgetropft
6 TL Kapern
Abrieb einer 1/2 Bio-Zitrone
4 Sardellenfilets
8 EL Weißwein
4 EL weißer Balsamico
Pfeffer
Salz

Nach Belieben Zitronenscheiben, Kapernäpfel, Kapern, Oliven, gegrillte Artischocken, Basilikum, Portulak, Rucola …

Zubereitung

Backofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Schalotte, Karotte und Selleriestange in Würfel schneiden. In einem ofenfesten, verschliessbaren Gusseisentopf 2 EL Räpsöl erhitzen, das Gemüse zusammen mit dem Rosmarinzweig kurz anrösten. Herausnehmen. Das Fleisch zugeben, von allen Seiten anbraten, dann mit der Brühe und dem Wein begiessen. Gemüse wieder zugeben.

Zugedeckt im vorgeheizten Backofen bei 150°C ca. 20 Minuten garen. Nach 10 Minuten wenden. Nach 20 Minuten mit einem Fleischthermometer die Temperatur prüfen, es sollte eine Kerntemparatur von 60 Grad haben. Das Fleisch soll nicht durchgeschmort, sondern innen noch rosa sein. Fleisch sofort herausnehmen, erkalten lassen und über Nacht in Folie eingerollt im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Sauce den Thunfisch, Majo, Weisswein, Balsamicoessig, Zitronenabrieb, Sardellen und Kapern mit dem Stabmixer zu einer feinen Creme mixen, und die Konsistenz, falls nötig, mit  weiterem Weisswein oder etwas Mayo einstellen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Kalbfleisch mit einem scharfen Messer oder der Aufschnittmaschine (optimal) in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf Teller bzw. eine Platte drapieren. Die Sauce auf das Fleisch geben und mit Kapern, Kapernäpfel usw. garnieren. Dazu habe ich selbstgemachte Grissini serviert.

 

Gefüllte Paprikaschoten, nach italienischer Art

Montag, 27. August 2012

Wer gelegentlich auch bei Facebook mitliest, hat sicher schon bemerkt, dass gefüllte Paprikaschoten bei mir im Moment hoch im Kurs stehen. Dieses gemüsige Gericht bietet einfach im Moment eine wunderbare Gelegenheit größere Mengen an Gemüse aus dem Garten in einem Gericht sehr schmackhaft zu vereinen. Langweilig?

Nein! Denn genau aus diesem Grund gibt es hier die gefüllten Paprikaschoten mit kleinen, aber abwechslungsreichen und länderspezifischen Abwandlungen. Die griechische Variante mit Fetakäse, und einem Hauch von Zimt und Nelken – schon mal nicht von schlechten Eltern. Besser gemundet haben mir aber auf alle Fälle die italienisch angehauchten Schoten, die sich mit Sardellen, Kapern und Parmesan sehr würzig präsentieren.

Aber natürlich nicht ganz ohne Beilage. Wir genossen das gefüllte Nachtschattengewächs ganz einfach leicht abgekühlt mit Rucola-Radicchio-Salat, Baguette und Rotwein. Kling fast ein kleines bißchen nach Urlaub, oder? Und so lange die Paprika-Saison uns reife und wohlgeformte Früchtchen beschert, geht die Reise bestimmt noch in ein weiteres Land. Ich denke da vor allem an die Aromen von Chorizo, Datteln, Pimenton de la vera und Pimentos – see you in Spain!

Zutaten für 5 gefüllte Paprika

600 g Tomaten
1 Zwiebel (120 g)
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
2 Chilischoten
200 ml Rotwein, trocken
1/2 TL Rosmarinnadeln
1/2 TL Thymianblätter
6 Salbeiblätter
2 Lorbeerblätter
1/2 TL Zucker
1 TL Kapern
1 EL Oliven, schwarz
3 gegrillte Artischockenherzen, geviertelt
5 Peperoni, grün
Salz
Pfeffer

250 g Tatar
5 rote Spitzpaprika
1 weiße Zwiebel (ca. 80 g)
1 TL Olivenöl
1 Zucchini (ca. 200 g)
2 Knoblauchzehen
6 Sardellenfilets in Öl, abgetropft
1 EL Kapern
50 g Parmesan, frisch gerieben
1 EL Vollkornsemmelbrösel
1 Ei (M)
Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Für die Tomatensauce Zwiebel fein würfeln, Knoblauch pressen, Chilis entkernen und würfeln, Tomaten putzen und vierteln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebelwürfel in heißem Öl kurz anschwitzen, Knoblauch und Tomaten zugeben. Mit Rotwein ablöschen. Rosmarin, Thymian, Salbei, Lorbeer und Zucker zugeben. Die Tomatensauce mit Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Füllung die Zwiebelschälen, würfeln und in 1 TL Olivenöl glasig dünsten. Paprikaschoten waschen. Knapp unter dem Stielansatz einen Deckel abschneiden, Kerne entfernen. Zucchini waschen, entkernen und auf einer Reibe grob raspeln. Knoblauch pressen. Sardellen fein würfeln.

Tatar, angedünstete Zwiebelwürfel, Zucchiniraspel, Knoblauch, Sardellen, Kapern, Parmesan, Semmelbrösel, Ei, Paprikapulver, Salz und Pfeffer mit den Händen zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Die Paprikaschoten mit der Tatar-Masse füllen und mit dem Paprikadeckel “schließen”.

Lobeerblätter aus der Tomatensauce nehmen und die Sauce mit dem Mixstab fein pürieren und anschließend in eine Auflaufform gießen. Die gefüllten Paprika in die Sauce legen. Oliven, Kapern, Artischockenviertel und Peperoni zwischen den Paprikaschoten verteilen. Ca. 45 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen und genießen.

Spaghetti mit Parmaschinken, Sardellen und Kapern

Montag, 13. Juni 2011

Nach der Pizza muß dringend noch ein anständiges Pastarezept nachgeschoben werden, oder? Wobei anständig ja schon wirklich reichlich untertrieben klingt - dieses Rezept ist für mei- nen Geschmack die Sommerpasta schlechthin, bitteschön!  

Und wer sagt, daß es zu Pasta immer eine Sauce geben muß? In diesem Fall sind Ciabattabrösel das Zauberwort. Mit klein- geschnittenen Sardellen und Knoblauch angeröstet machen die Brösel aromatechnisch richtig was her, wobei der eigentliche Applaus viel mehr den knusprigen und zitronisierten Kapern und dem kross gebratenen Parmaschinken gebührt. Wobei es mich zugegebenermaßen anfangs schon einige Überwindung kostete den edlen Schinken zu eliminieren und ins heiße Öl zu werfen…

Und dafür: Lob wem Lob gebührt! Nein, nicht mir – von solch kreativen und genialen Gedankenschüben wurde ich bis jetzt leider verschont. Aber wieso auch den Kopf zerbrechen wenn es dafür diverse Zeitschriften gibt? Gefunden in der aktuellen Stern Gourmet 1/2011 “Frühling + Sommer”, mit kleinen Änderungen (Basilikum anstatt Rucola, minimal mehr Sardellen und Hasel- nüsse) sofort nachgekocht und für überragend (knusprig) befunden.

 

Zutaten für 2 Personen:

50 g frisches Ciabatta
1 rote Chilischote
4 Sardellenfilets (in Öl)
1/2 Bund glatte Petersilie
50 g Parmaschinken
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
30 g Haselnüsse, gemahlen
30 g Kapern
1/2 EL Biozitronenschale, fein gerieben
20 g Parmesankäse, dünn gehobelt
Salz
250 g Spaghetti
Basilikum

Zubereitung:

Brot würfeln, im Blitzhacker zerbröseln. Chilischoten längs aufschneiden, die Kerne herausspülen. Sardellen trocken tupfen. Petersilie waschen, trocknen und die Blätter abzupfen. Alles getrennt fein hacken. Parmaschinken klein schneiden. Knoblauch abziehen.

Brösel bei mittlerer Hitze in 2 EL Olivenöl unter Rühren goldbraun braten. Knoblauch dazupressen, mit Chili, Sardellen und Haselnüssen mischen und kurz erhitzen. Salzen und die Petersilie unterrühren.

Spaghetti nach Packungsanweisung in ausreichend Salzwasser kochen. Die Kapern abtropfen lassen. Den Schinken in 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze knusprig braun braten, aus dem Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Kapern im restlichen Öl bei mittlerer Hitze knusprig braten und die Zitronenschale dazugeben, ebenfalls auf Küchenpapier ab- tropfen lassen.

Abgetropfte Spaghetti mit der Hälfte der Brösel vermischen und in Tellern anrichten. Mit den restlichen Bröseln, Parmaschinken, Zitronenkapern und evtl. Parmesan bestreuen. Mit Basilikum garnieren - Fertig!

Pissaladière

Donnerstag, 22. Juli 2010

Sardellen rocken, hab ich das eigentlich schon mal erwähnt? Mein Freund und ich sind wahre Fans dieser kleinen Aroma-Spender und entwickeln eine gewisse Nervosität wenn der Sardellen-Vorrat im Kühlschrank zu Neige geht. ;-) Nachschub muß her….

Da die Tapenade gestern schnell verputzt war muß auch dafür adäquater Ersatz her und zwar in Form einer Pissaladière. Dieser saftige Zwiebel-Sardellen-Kuchen ist die südfranzösische Antwort auf Pizza und ist warm und kalt ein Genuß. Probieren!

Grundlage: ein Knuspriger Hefeteigboden
Auflage: Zwiebel, Sardellen, schwarze Oliven
unverzichtbare Beigabe: Sauvignon Blanc

Hallöchen, bin wieder da…..

Montag, 07. Juni 2010

Huhu, da bin ich wieder! Daß ich jetzt leider eine Woche nicht anwesend war hat genau drei (gute) Gründe: Besuch in der Heimat, Bierfest in Nürnberg (jedes Jahr Pflicht, weil fränkisches Kulturgut ;-)) und ein Wochenendtrip nach München zwecks  Konzert. Unter anderem natürlich mit Biergartenbesuch, ebenfalls Pflicht in München, weil oberbayerisches Kulturgut!
Heute gab´s dann zur Abwechslung mal wieder eine richtig leckere (und gesunde ;-)) Vollkornpizza mit Ruccola, Parmesan und Parmaschinken. Als Vorspeise habe ich ein Carpaccio aus Paprika  Sardellen und Knoblauch ausprobiert. Auch wenn´s auf dem Foto nach Regenwurm aussieht, es ist wirklich Fisch! ;-)


Vollkornpizza mit Parmaschinken, Ruccola und Parmesan


Carpaccio aus gegrillten Paprika mit Sardellen und  viel Knoblauch ;-)