Mit ‘Parmesan’ getaggte Artikel

Zucchini-Tarte Tatin mit Parmesan und Ziegenkäse

Dienstag, 23. Juli 2013

Um eine schmackhafte Tarte Tatin bin ich ja irgendwie nie verlegen. Sei es der französische Klassiker mit karamellisierten Äpfeln oder die herzhafte aber garantiert nicht minder schlechte Variante mit Tomaten. Weiterhin sorgen aber zur Zeit wuchernde Zucchinipflanzen im Balkonkasten auf alle Fälle für klare Geschmacks-Verhältnisse im riesigen Tarte-Tatin-Dschungel.

Mal ganz ehrlich: Irgendwie überfordern mich diese fast anspruchslosen (perfekt für mich, sie verzeihen auch mal Gieß-Unregelmäßigkeiten!) Kürbisgewächse mit den riesigen Blättern doch etwas. Im Moment ernte ich von zwei wuchernden Pflanzen im Balkonkasten täglich jeweils 1 runde (ganz wichtig, runde Zucchini finde ich sehr hübsch!) Zucchini in Tennisballgröße. Mehr als wir eigentlich verzehren können. “Können” ist hier eigentlich etwas übertrieben, handelt es sich doch eher um den Willen. Obwohl sie wirklich ausgezeichnet munden, will man bei dem abwechslungsreichen Gemüseangebot im Sommer ja nicht jeden Tag das gleiche (Zucchini-) Gemüse. Reicht ja auch jeden zweiten Tag …

Sehr schmackhaft, ja geradezu prädestiniert für diese herzhafte Variante der Tarte Tatin sind außerdem einige dünne Scheiben Parmaschinken zwischen den einzelnen Zucchinischichten. Hierfür reichen 80-100 g völlig aus um für den differenzierten Geschmack und etwas “Biss” zu sorgen. Quasi das al dente-Gefühl in der Tarte Tatin.

Was braucht man für eine Tarte Tatin? (∅ 26 cm)

750 g Zucchini (bei mir waren es drei runde Zucchini)
1 TL Sonnenblumenöl
10 g Butter
1/2 TL Thymiannadeln
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
50 g Parmesan, frisch gerieben
40 g Ziegenfrischkäse mit Olive (z.B. Picandou)
ca. 180 g Blätterteig als Kreis ausgeschnitten (∅ 28 cm, Kühlregal)
Salz
Pfeffer

So gehts!

Die Zucchini waschen und in ca. 2 mm dicke Scheiben hobeln. Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Butter und Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Thymiannadeln und braunen Zucker  in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze den Zucker karamellisieren lassen. Die erste Lage Zucchinischeiben fächerartig in die Pfanne schichten. Salzen, Pfeffern und die Hälfte des Knoblauchs und des Parmesans darauf verteilen. Eine weitere Lage Zuchini darauf verteilen, ebenfalls salzen und pfeffern und mit dem restlichen Knoblauch und Parmesan bestreuen. Die letzte Lage Zucchini darauf schichten. Den Ziegenfrischkäse mit den Fingern zerbröseln und auf der letzten Lage verteilen. Den Blätterteig vorsichtig auf die Zucchini legen. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die mittlere Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 3 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Grissini mit schwarzen Oliven und Parmesan

Freitag, 01. Februar 2013

Wann habe ich wohl meine vielleicht ersten Grissini gegessen? Muß wohl schon sehr lange zurückliegen, irgendwie kann ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern. Genauso wenig wie ich mich an die letzte Grissini-Mahlzeit erinnern kann, habe ich auch nie einen klitzekleinen Gedanken an die Zubereitung der dünnen, mürben und vielleicht sogar etwas langweiligen Brotstangen verschwendet. Die einzelnen Grissini-Stangen von Hand selbst rollen? Never ever, viel zu zeitaufwendig.

Alles änderte sich aber, als ich ein tolles Rezept in der neuen Lecker-Bakery entdeckte. Grissini mit schwarzen Oliven. Mein Weltbild wurde zum Glück wieder gründlich zurechtgerückt, denn die Herstellung geht wirklich unerwartet fix von der Hand. Der Teig lässt sich viel leichter bearbeiten als gedacht, er reisst nicht und das Wichtigste: Die Brotstangen lassen sich relativ schnell und gleichmäßig rollen – perfekt für mich.

Das Originalrezept wurde allerdings ein kleines bisschen abgeändert. Etwas mehr Knoblauch, als Zugabe Parmesan und Mehl vom Typ 1050. Schmeckt und wird garantiert wieder gebacken!

Zutaten für ca. 30 Stück

75 g schwarze Oliven, entsteint
1 Knoblauchzehe
1 EL Parmesan, fein gerieben
2 EL Olivenöl
10 g Hefe, frisch
125 g Mehl (Typ 1050)
1/2 TL Zucker
1/2 TL Backpulver
Salz

Zubereitung

Oliven abtropfen lassen und grob hacken. Knoblauch schälen und würfeln. Oliven, Knoblauch und Öl mit dem Stabmixer pürieren.

Hefe in 70 ml lauwarmes Wasser bröckeln und auflösen. 125 g Mehl, Zucker, Parmesan, Backpulver und 1/2 TL Salz mischen. Hefewasser zufügen. Mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Olivenpüree mit einem weiteren EL Mehl unter den Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen (E-Herd 225 Grad).

Den Teig kurz durchkneten und zu einem Strang formen. Den Strang in ca. 30 gleich große Stücke teilen. Jeweils auf etwas Mehl zu knapp 1/2 cm dünnen Strängen rollen.

Teigstränge aufs Blech geben. Im heißen Ofen 5-6 Minuten goldbraun backen. Grissini herausnehmen, samt Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen. Trocken lagern.

Lasagne Bolognese

Montag, 21. Januar 2013

Ich liebe den italienischen Auflauf-Klassiker und bei dem puren Glück in Schichten bedarf es ja wohl auch nicht mehr vieler Worte, oder? Vor allem die kalte Jahreszeit finde ich im höchsten Maße Lasagne-kompatibel. Man ist quasi fast dazu verdammt, sich anhaltende Linderung in Form eines käseüberbackenen und wärmenden Nudelauflaufs zu verschaffen und so unterliegt mein Lasagnekonsum natürlichen Schwankungen – im Winter darf es also gerne ein bißchen mehr sein!

In meiner warscheinlich nicht ganz 100 % authentischen, aber dafür höchst persönlichen und erprobten Variante des italienischen Klassikers sorgt besonders reichlich Parmesan in der Béchamel und on top für die nötige Genussbilanz. Auf Mozzarella verzichte ich in der Lasagne übrigens seit einiger Zeit völlig, hierbei fehlt es mir einfach an Würze und Geschmack. Ganz, ganz wichtig natürlich noch, weil sehr schmackhaft: Wein in Béchamel und Bolognese. Wobei der beim anschließenden Mahl natürlich auch nicht fehlen darf …

Zutaten für eine Auflaufform von ca. 30 x 18 cm (6-8 Portionen)

600 g Rinderhackfleisch
100 g Pancetta oder Räucherspeck
2 EL Rapsöl
2 Zwiebeln
50 g Karotte
50 g Sellerie
50 g Petersilienwurzel
4 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 EL Tomatenmark
500 ml trockener Rotwein
400 g stückige Tomaten (Dose)
1 TL Puderzucker
300 ml Gemüsebrühe
1 Bund Oregano
Salz
Pfeffer

50 g Butter
3 Lorbeerblätter
2 Nelken
50 g Mehl
200 ml Weißwein, trocken
600 ml Milch
100 g Parmesan, frisch gerieben
Muskatnuss
Salz

20 Lasagneplatten (gekauft, oder selbstgemacht)
100 g Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung

Für die Bolognesesauce Zwiebel, Karotte, Petersilienwurzel, Sellerie und Knoblauch schälen und in feine Würfelchen schneiden. Pancetta in feine Streifen schneiden. Oreganoblättchen von den Stielen zupfen.

Öl in einem breitenTopf erhitzen. Hackfleisch unter rühren anbraten bis es krümelig ist (Schneebesen!). Pancetta, Zwiebeln, Gemüse und Lorbeerblätter dazurühren und ebenfalls kurz mit anbraten. Tomatenmark und Puderzucker einrühren. Mit dem Rotwein ablöschen und zur Hälfte einkochen lassen. Oreganoblättchen, Dosentomaten und Brühe zugeben und die Sauce ca. 1 Stunde leicht köcheln lassen, bei Bedarf noch wenig Wasser zugeben. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblätter entfernen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Für die Béchamelsoße Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Lorbeerblätter und Nelken zugeben. Mehl einrühren und mit Weißwein und Milch ablöschen. Rühren, damit es keine Klümpchen gibt, bis die Sauce andickt und cremig wird. Die Béchamel ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Mit Muskat und Salz abschmecken. Nelke und Lorbeerblatt entfernen. Zum Schluss den frisch geriebenen Parmesan unterrühren.

In eine Auflaufform (ca. 30 x 18 cm) etwas Béchamelsauce gießen und mit einem Löffel verteilen. 4 Nudelplatten nebeneinander auf die Sauce in die Form schichten. Anschließend Bolognesesauce, wieder Béchamelsauce und Nudelplatten. So fortfahren bis alles in der Form ist. Zum Schluss die restliche Béchamel auf die letzte Nudelschicht gießen und glattstreichen. Mit Parmesan bestreuen. Die Lasagne ca. 35-40 Minuten auf mittlerer Stufe goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschnitt ca. 15-20 Minuten ruhen lassen.

 

Salsiccia-Burger mit Pancetta, Parmesan, Balsamico-Zwiebeln und Basilikum-Mayo

Donnerstag, 06. September 2012

Puhhh, wohl das längste und zeitaufwendigste Rezept seit es rock the kitchen! gibt… Und ausgerechnet für ein Gericht, das im Fast-Food-Restaurant mal locker in Sekunden über die Theke und anschließend in die Kehle wandert.

Der kleine aber feine Unterschied zur Massen-Burger-Abfertigung: Hier ist alles selbstgemacht, vom Burger-Brötchen über die Fleisch-Patties, bis hin zu den Balsamico-Zwiebeln. Sogar Mayo, Ketchup und Fritten sind nicht aus Flaschen oder der Tüte – an meinen Burger lass ich quasi fast nur Handgemachtes. Es braucht zwar etwas Zeit, aber das Ergebnis überzeugt wirklich. Der Unterschied ist natürlich – wie so oft – absolut gravierend. Währen bei den allseits bekannten Burger-Buden nach dem “Genuß” (?) eines doch eintönigen, schwer im Magen liegenden und optisch wenig ansprechenden Burgers ein komisch-fader Nachgeschmack am Gaumen klebt, erfreut dieser hier einfach nur die Geschmacksknospen.

Das Burger-Buns Rezept von Moey´s Kitchen hat mich zum Glück zu diesem Burger inspiriert, ebenso wie die hammermäßigen Burger-Kreationen der fetten Kuh. Klickt euch unbedingt bei Gelegenheit durch die abwechslungsreiche Galerie , lasst euch auf alle Fälle inspirieren und schwelgt im 7. Burger-Himmel!

Zutaten für 4 Burger

für die Burger-Brötchen
300 g Mehl
125 ml Milch
65 ml Wasser
25 g Butter
10 g Zucker
1/2 TL Salz
1 Ei (S)
12 g frische Hefe
etwas Milch zum Bestreichen
Sesam nach Belieben

für die Salsiccia-Rindfleisch-Patties
250 g Rinderhackfleisch
150 g Tatar
250 g Salsiccia mit Fenchel
1 Msp. gemahlener Fenchel
Rapsöl
Salz
Pfeffer

für die Balsamico-Zwiebeln
2 rote Zwiebeln
1 TL Rapsöl
1/2 TL Zucker
5 EL Balsamicoessig

für die Basilikum-Mayo
100 ml Sonnenblumenöl
1 Ei (S)
1/2 TL Senf
1 EL Zitronensaft
10 g Basilikumblätter
Salz
Pfeffer

außerdem
100 g Zucchini, in Scheiben
80 g Pancetta, angebraten
70 g Parmesan, gehobelt
Ketchup, nach Belieben
25 g Rucola
40 g Radiccio

für die Pommes
500 g Kartoffeln, festkochend
3 EL Rapsöl
Salz

Zubereitung

Für die Burger-Brötchen die Milch etwas erwärmen. Butter darin schmelzen lassen. Zucker zugeben. Hefe in die warme Milch bröseln und verrühren. Mehl, Ei und Salz in eine Schüssel geben. Hefe-Milch und Wasser zugeben und alles zu einem geschmeidigen und glatten Teig verkneten. Teig in vier Teile teilen und jeweils zu einer runden Kugel formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit dem Handballen gleichmäßig flach drücken, bis die Teiglinge eine Höhe von ca. 2 cm haben. Mit einem Geschirrtuch abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.  Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Brötchen nach Belieben mit etwas Milch bestreichen, mit Sesam bestreuen und ca. 15-20 Minuten auf mittlerer Einschubleiste goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Für die Mayo alle Zutaten in einen hohen Rührbecher füllen. Mit dem Mixstab pürieren, dabei den Mixstab ganz langsam nach oben ziehen bis die Mayo cremig ist. Falls sie noch zu flüssig ist, einfach einen Schluck Milch untermixen. Bis zur weiteren Verarbeitung kühl stellen.

Alle Zutaten für die Salsiccia-Rindfleisch-Patties mit den Händen zu einem gleichmäßigen Fleischteig verkneten. Mit angefeuchteten Händen 4 Fleischpatties in der Größe der Burger formen und im Kühlschrank 15-20 Minuten ruhen lassen.

Die roten Zwiebeln schälen, und achteln. Das Rapsöl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln in ca. 2 Minuten rundum anbraten. Zucker über die Zwiebeln streuen, mit Balsamicoessig ablöschen und 1 Minute bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Zur Seite stellen.

Für die Pommes die Kartoffeln schälen, in dicke Streifen (ca 1,5 cm) schneiden. In eine Schüssel geben, mit dem Öl beträufeln und kräftig durchmischen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 35 Minuten knusprig backen.

Nun wieder zum Burger: In einer großen, beschichteten Pfanne den Pancetta kross anbraten. Zucchini-Scheiben im Pancetta-Fett ebenfalls hellbraun anbraten.Warm halten.

Auf dem Grill (alternativ Grillpfanne) die Burger-Patties von jeder Seite 2 Minuten goldbraun braten.

Die Burger-Brötchen halbieren und ebenfalls mit der Schnittfläche nach unten kurz auf den Grillrost legen, bis sie ein hellbraunes Grillmuster aufweisen. Die Brötchen-Innenseiten mit der Basilikum-Majo bestreichen. Das Unterteil mit Radiccioblättern und Rucola belegen. Anschließend einen Fleisch-Pattie auf den Salat setzen. Darauf einen Klecks Ketchup, den Pancetta, Parmesan, die Balsamico-Zwiebeln und die Zucchinischeiben geben. Zum Schluß den Brötchen-Deckel aufsetzen. Den Burger zusammen mit den selbstgemachten Fritten und reichlich Ketchup servieren.

Gefüllte Paprikaschoten, nach italienischer Art

Montag, 27. August 2012

Wer gelegentlich auch bei Facebook mitliest, hat sicher schon bemerkt, dass gefüllte Paprikaschoten bei mir im Moment hoch im Kurs stehen. Dieses gemüsige Gericht bietet einfach im Moment eine wunderbare Gelegenheit größere Mengen an Gemüse aus dem Garten in einem Gericht sehr schmackhaft zu vereinen. Langweilig?

Nein! Denn genau aus diesem Grund gibt es hier die gefüllten Paprikaschoten mit kleinen, aber abwechslungsreichen und länderspezifischen Abwandlungen. Die griechische Variante mit Fetakäse, und einem Hauch von Zimt und Nelken – schon mal nicht von schlechten Eltern. Besser gemundet haben mir aber auf alle Fälle die italienisch angehauchten Schoten, die sich mit Sardellen, Kapern und Parmesan sehr würzig präsentieren.

Aber natürlich nicht ganz ohne Beilage. Wir genossen das gefüllte Nachtschattengewächs ganz einfach leicht abgekühlt mit Rucola-Radicchio-Salat, Baguette und Rotwein. Kling fast ein kleines bißchen nach Urlaub, oder? Und so lange die Paprika-Saison uns reife und wohlgeformte Früchtchen beschert, geht die Reise bestimmt noch in ein weiteres Land. Ich denke da vor allem an die Aromen von Chorizo, Datteln, Pimenton de la vera und Pimentos – see you in Spain!

Zutaten für 5 gefüllte Paprika

600 g Tomaten
1 Zwiebel (120 g)
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
2 Chilischoten
200 ml Rotwein, trocken
1/2 TL Rosmarinnadeln
1/2 TL Thymianblätter
6 Salbeiblätter
2 Lorbeerblätter
1/2 TL Zucker
1 TL Kapern
1 EL Oliven, schwarz
3 gegrillte Artischockenherzen, geviertelt
5 Peperoni, grün
Salz
Pfeffer

250 g Tatar
5 rote Spitzpaprika
1 weiße Zwiebel (ca. 80 g)
1 TL Olivenöl
1 Zucchini (ca. 200 g)
2 Knoblauchzehen
6 Sardellenfilets in Öl, abgetropft
1 EL Kapern
50 g Parmesan, frisch gerieben
1 EL Vollkornsemmelbrösel
1 Ei (M)
Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Für die Tomatensauce Zwiebel fein würfeln, Knoblauch pressen, Chilis entkernen und würfeln, Tomaten putzen und vierteln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebelwürfel in heißem Öl kurz anschwitzen, Knoblauch und Tomaten zugeben. Mit Rotwein ablöschen. Rosmarin, Thymian, Salbei, Lorbeer und Zucker zugeben. Die Tomatensauce mit Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Füllung die Zwiebelschälen, würfeln und in 1 TL Olivenöl glasig dünsten. Paprikaschoten waschen. Knapp unter dem Stielansatz einen Deckel abschneiden, Kerne entfernen. Zucchini waschen, entkernen und auf einer Reibe grob raspeln. Knoblauch pressen. Sardellen fein würfeln.

Tatar, angedünstete Zwiebelwürfel, Zucchiniraspel, Knoblauch, Sardellen, Kapern, Parmesan, Semmelbrösel, Ei, Paprikapulver, Salz und Pfeffer mit den Händen zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Die Paprikaschoten mit der Tatar-Masse füllen und mit dem Paprikadeckel “schließen”.

Lobeerblätter aus der Tomatensauce nehmen und die Sauce mit dem Mixstab fein pürieren und anschließend in eine Auflaufform gießen. Die gefüllten Paprika in die Sauce legen. Oliven, Kapern, Artischockenviertel und Peperoni zwischen den Paprikaschoten verteilen. Ca. 45 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen und genießen.

Mohnpesto

Dienstag, 14. August 2012

Nein, auf dem Bild handelt es sich garantiert nicht um Kaviar, Überreste vom letzten Schornsteinfegerbesuch oder etwa dem neuesten In-Frozen-Daquiri. Knapp daneben! Auf der Suche nach neuen Pestovarianten ist mir aus den Tiefen des Vorratsschrankes zum Glück noch ein einsames Päckchen mit gemahlenem Mohn in die Hände gefallen. Überzeugendes Fazit: Mohnpesto!

Ein etwas anderes Mohnpesto habe ich schon vor kurzem mit wahrlich großer Begeisterung bei Heike und Bushcooks kitchen bewundert. Eher süß mit Honig und Chili macht es sich hervorragend zu Ziegenfrischkäse und einem fruchtig-pfeffrigem Chutney. Mein Mohnpesto dagegen sollte aber eher perfekt mit Pasta und Gnocchi harmonieren, aus diesem Grund habe ich mich für die eher herkömmliche und altbewärte Variante mit Parmesan, Pinienkernen, Knoblauch usw. entschieden. Die Optik lässt etwas zu wünschen übrig, aber der nussige Geschmack hat mich trotzdem überzeugt.

Mein Mohnpesto widme ich auch einzig und alleine Melanie und Zorra, die sich in diesem Monat beide auf die Suche nach neuen Mohn-Rezepten begeben. Viel Erfolg dabei!

P.S: Eine süße Mohnpesto-Variante wurde noch nicht getestet, steht aber schon fest auf der To-Cook-Liste und passt bestimmt sehr gut zu Waffeln, Pfannkuchen, Desserts oder einfach nur zu frischem Brot. Hhm…, gemahlener Mohn, Pistazien, Pistazienöl, etwas Marzipan und ein kleiner Schuss Tonkabohnengeist… Was denkt Ihr?

Zutaten für ein Glas (ca. 200 ml)

80 g Mohn, gemahlen
1/2 Knoblauchzehe
40 g Parmesan
1 kleine Chilischote
1 EL Pinienkerne
60 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Pinienkerne ohne Fett in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Mit den restlichen Zutaten im Blender zu einer cremigen, aber nicht zu feinen Masse verarbeiten. Mohnpesto in ein sauberes und verschließbares Glas füllen, kühl aufbewahren und innerhalb von 2 Wochen aufbrauchen.

Edit: Das Mohnpesto passt farblich hervorragend zum Cookbook of Colors – als letzte Farbe wünscht Uwe  sich im Dezember schwarze Rezepte.

Bärlauchpesto

Samstag, 31. März 2012

Kaum hat die Bärlauchsaison begonnen, neigt sie sich leider auch nach einigen Wochen wieder viel zu schnell dem Ende zu. Und genau aus diesem Grund wird auch in diesem Jahr sofort der Vorrat an selbstgemachtem Pesto unausweichlich aufgestockt. Eine schier unerschöpfliche Quelle im Wald wurde ebenfalls gefunden und so steht dem “Projekt”  Bärlauchpesto auch nichts mehr im Wege. Genauso archaisch wie die Suche im Wald, gestaltete sich dann auch die Zubereitung:

Dieses mal wurde (Achtung, Premiere!) der Bärlauch nicht lieblos mit dem Pürierstab zu Mus verarbeitet, sondern ganz und gar liebevoll in Handarbeit, geduldig und mit eigener Muskelkraft zu Pesto “gemörsert”. Auch wenn der Muskelkater am nächsten Tag unausweichbar ist, das Pesto schmeckt meiner Meinung nach um einige Klassen besser als mit der elektrischen Methode. Deutlich mehr Biss schmeichelt dem Gaumen und das knoblauchartige Aroma kommt dadurch perfekt zur Geltung.

Ganz klassisch gibts das Bärlauchpesto bei mir natürlich – wie immer – zu Pasta.

Zutaten:

ca. 70-80 g Bärlauch
40 g Pinienkerne
50 g Parmesan, frisch gerieben
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten. Bärlauch waschen, trockenschleudern und grob hacken.

Bärlauchblätter im Mörser gut durchreiben. Parmesan, Pinienkerne und Zitronenschale zugeben und solange mörsern, bis eine gebundene Masse entstanden ist. Ganz zum Schluß das Olivenöl zugeben, bis die gewünschte Konsistenz entstanden ist. Zum Schluß das Pesto mit Salz und Pfeffer würzen.

Tip: Das restliche Pesto in ein sauberes Glas geben und die Oberfläche mit Öl bedecken, so hält es sich dunkel und kühl gelagert mehrere Wochen.

Zucchini-Carpaccio mit Pistazienöl

Sonntag, 18. März 2012

Blumen sind ja eigentlich nicht ganz so mein Ding – anstatt eines riesigen Blumenstraußes bevorzuge ich dann doch immer die essbare Variante. Was nützt schon ein Gebinde langstieliger Rosen, wenn der Magen schon in den Kniekehlen hängt? Von Blumen allein ist bestimmt noch keiner satt geworden, vom Kratzen im Hals mal ganz abgesehen…

Und weil sich gerade, dank strahlendem Sonnenschein und wärmerer Temperaturen,  ein Überschuß an kreativer Energie aufstaut – kredenze ich zur Abwechslung mal Essbares in Blütenform. Total simpel, aber dafür sehr wirkungsvoll  - es schmeckt vorzüglich und verhält sich optisch mindestens genau so hübsch wie ein Blumenstrauß!

Natürlich lässt sich das Zucchini-Carpaccio nach Lust, Laune und dem eigenen Geschmack variieren. Wem das Grünzeug alleine zu vegetarisch anmutet, pimpt es einfach mit gebratenen Garnelen, Jakobsmuscheln, Parmaschinken, Räucherlachs usw. Anstatt Pistazienöl harmoniert außerdem Kürbiskernöl oder Walnußöl vorzüglich mit dem grünen Gemüse. Getrocknete Tomaten, Fetakäse, Ziegenkäse, gebratene Kräuterseitlinge, Pesto oder Löwenzahnblüten (Danke Dorit!) passen ebenfalls perfekt zum Kürbisgewächs.

Zutaten für 2 Personen:

2-3 kleine, möglichst dünne Zucchini
2 TL Pinienkerne, geröstet
25 g Parmesan, gehobelt
Saft einer Zitrone
2 EL Pistazienöl
6 Cocktailtomaten
Pfeffer, schwarz
Meersalz

Zubereitung:

Zucchini waschen, trockentupfen und mit einem Sparschäler in feine Streifen “schälen”. Zucchinistreifen in Blütenform auf 2 Tellern anrichten. Tomaten in die Mitte setzen.

Das Zucchini-Carpaccio mit Zitronensaft und Pistazienöl beträufeln. Anschließend nach Geschmack mit Meersalz und grob gemahlenem Pfeffer würzen und mit Pinienkernen und Parmesan bestreuen – Fertig!

Vollkorn-Tagliatelle mit cremiger Spinat-Ricotta-Sauce

Mittwoch, 07. März 2012

Never change a winning team - im heutigen Fall besteht das unschlagbare und untrennbare Team aus Pasta, Spinat, Ricotta und Parmesankäse. Bei dieser und ähnlichen Kombinationen könnte ich an sieben Tagen in der Woche schwach werden.

Tatsächlich beschränkt sich aber mein Netto-Pastakonsum auf ungefähr 4 Tage die Woche, natürlich mit wechselndem Saucenaufgebot. Spinat-Ricotta, Arrabiata, Thunfisch-Olive-Kapern, Lachs-Spinat, Pomodoro,  Bolognese, Rucola-Pesto oder Carbonara, um nur einige der Favoriten zu nennen. Langweilig? Eintönig? Einfallslos? Mitnichten. Für weitere Abwechslung auf dem Küchentisch sorgen dann, ganz klar, verschieden geformte Pastasorten oder  im Notfall, unterschiedlichstes Speisen- geschirr.

Heute neu: Selbstgemachte Vollkornnudeln ohne Ei. Neben gekauften Teigwaren bin ich ja ein absolut eingefleischter Fan von selbsgemachter Pasta, und falls doch endlich eine KitchenAid samt Nudelaufsatz in die rock the kitchen!-Kitchen einziehen würde, wären fertige Rigatoni, Spaghetti, Tagliatelle & Co. garantiert Geschichte! Die Konsistenz der Tagliatelle ohne Ei gleicht zwar nicht ganz so dem knackigen Biss meiner bisher selbstgemachten und gewohnten Eiernudeln, aber ich bleibe am Ball und werde versuchen die Rezeptur zu perfektionieren. Geschmeckt hat es aber trotzdem wunderbar!

Zutaten für 2 Personen:

250 g Dinkelvollkornmehl
1 EL Olivenöl
1/4 TL Salz
125 ml Wasser

225 g TK-Blattspinat
1 kleine weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Rapsöl
100 ml Milch (1,5 % Fett)
50 ml Noilly Prat
125 g Ricotta
30 g Parmesan, frisch gerieben
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:

Dinkelvollkornmehl, Olivenöl, Salz und Wasser zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den fertigen Pastateig in Klarsichtfolie ca. 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Den Teig nochmals gut durchkneten und in 2 Portionen teilen. Den Teig mit einem Nudelholz oder einer Nudelmaschine ausrollen und in  Tagliatelle gewünschter Breite schneiden. Fertige Pasta trocknen lassen oder sofort weiterverarbeiten.

Für die Blattspinat-Ricotta-Sauce die Zwiebel und den Knoblauch in feine Würfel schneiden. Blattspinat ausdrücken und grob hacken. Rapsöl in einem Topf erhitzen und Zwiebel- und Knoblauchwürfel kurz andünsten. Blattspinat zugeben und ca. 1 Minute mitdünsten. Noilly Prat angießen und auf ca. die Hälfte einkochen lassen. Milch, Ricotta und Parmesan unterrühren. Die Sauce jetzt nur erhitzen, nicht mehr kochen lassen. Die Spinat-Ricotta-Sauce mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit der Pasta servieren. Nach Belieben mit gerösteten Pinienkernen bestreuen.  

 

Rote Linsen-Spinat-Tarte mit Feta

Samstag, 04. Februar 2012

Linsen in Kombination mit Spinat ist für mich schlichtweg DIE Kombination – geschmacklich, sowie seit dieser Tarte garantiert auch farblich!  Und weil sich im Kühlschrank noch unbeachteter Fetakäse fand, wure dieser kurzerhand mit hineinkomponiert…

Schwer begeistert hat mich der Linsenboden, der es definitiv mit  jedem anderen Tarte-Boden auf dieser Welt aufehmen kann. Auf den ersten Blick ist das sicher etwas ungewöhnlich aber auf den zweiten Blick steht für mich als Linsenfan das Ergebnis bei Linsenboden vs. Mürbteigboden fest! Außerdem läßt sich die Tarte aufgrund des kompakten Bodens nicht nur einfach aus der Form lösen sondern anschließend auch spielend leicht portio- nieren. Dies nur so als praktische Anmerkung für den einen oder anderen Linsenskeptiker.

Wer also Linsen und Spinat in Kombination mit Fetakäse nicht für völlig abwegig hält, sollte bei dieser Tarte auf alle Fälle einmal zugreifen bzw. sie nachbacken.

Zutaten für eine Tarteform (26 cm):

125 g rote Linsen
50 g Vollkornsemmelbrösel
1 kleine, weiße Zwiebel in Würfel
1 TL Olivenöl
1 EL geriebener Parmesan
1 Eigelb (M)
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL Tomatenmark
Salz
Pfeffer

225 g TK-Blattspinat
1 kleine, weiße Zwiebel in Würfel
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL Olivenöl
100 g saure Sahne
50 g Creme Fraiche
50 ml Milch
100 g Feta, zerbröselt
2 Eier (M)
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:

Tarteform fetten, mehlieren und kalt stellen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Rote Linsen ca. 10 Minuten gar kochen. Zwiebel im Olivenöl glasig dünsten. Linsen, Zwiebeln, Parmesan, Semmelbrösel, Knoblauch, Eigelb, Salz, Pfeffer und Tomatenmark zu einem homogenen Teig verkneten. Die Tartform gleichmäßig damit auskleiden und nochmals kalt stellen.

Für die Spinat-Feta-Masse 1 TL Olivenöl erhitzen und Zwiebelwürfel und Knoblauch darin andünsten. Spinat zugeben und ca. 1 Minute mitdünsten – abkühlen lassen. Saure Sahne, Creme Fraiche, Milch, Eier und zerbröselten Feta vermischen. Spinat unterrühren un die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Die Spinatmischung auf den Linsenboden gießen und glatt streichen. Die Tarte bei 180 Grad ca. 35-40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und ca. 15-20 Minuten ruhen lassen und genießen! Guten Appetit!

Quattro formaggi-Bällchen

Samstag, 05. Februar 2011

Was auf  Pizza oder zu Pasta wunderbar schmeckt, kann am heimischen Frühstückstisch nicht minder verkehrt sein, oder? So dachte ich zumindest heute Morgen als ich demoralisiert von einer viel zu kurzen Nacht den Kühlschrankinhalt inspizierte.  

Nicht heiß und zerlaufen, sondern kalt und rund in Form gebracht, schmecken diese farbenfrohen Käsebällchen be- stimmt sehr fein zu oder auf frischem, knusprigem Brot oder Baguette… Gedacht, getan. Dank der simplen und einfachen Herstellung dieser käsigen Kügelchen war innerhalb kürzester Zeit ein köstlicher Brotaufstrich gezaubert. Einfach 4 verschiedene Käsesorten zu einer cremigen Masse ver- arbeiten, formen, wälzen und genießen. Einfacher gehts kaum und das Frühstück ist hübsch gesichert!

Der Kreativität sind hier wie so oft fast keine Grenzen gesetzt, die Bällchen lassen sich auf vielfätige Art und Weise zubereiten. Experimente  mit unterschiedlichsten Käsesorten, Gewürzen, Kräutern, Nüssen und Samen ergeben immer wieder eine neue Geschmacksrichtung und Optik. Apropo Optik: Ange- richtet in einer Eierschachtel präsentieren sich die Quattro-Formaggi-Bällchen auch als absoluter Hingucker am Frühstückstisch oder Brunchbuffet! 

Zutaten:

200 g Ziegenfrischkäse
150 g Fetakäse
30 g Parmesan
50 g Roquefort
Pfeffer, schwarz
1 TL Schnittlauch, gehackt

Pecannüsse, gemahlen
Pfeffer, schwarz
Paprikapulver
Schnittlauch, gehackt

Zubereitung:

Parmesan reiben. Ziegenkäse, Fetakäse, Parmesan und Roquefort in eine Schüssel geben, mit einer Gabel zerdrücken und mit Pfeffer und Schnittlauch gründlich vermischen.

Mit leicht angefeuchteten Händen kleine Kugeln formen und je nach Geschmack in Pecannüssen, Pfeffer, Paprikapulver oder Schnittlauch wälzen. Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewaren.

Vollkornpizza mit Rucola und Parmesan

Montag, 03. Mai 2010