Mit ‘Mürbteig’ getaggte Artikel

Spinatquiche mit Camembert und getrockneten Tomaten

Mittwoch, 29. Juni 2011

Eigentlich purer Selbstmord bei diesen Temperaturen den Backofen anzuwerfen, oder? Aber mal ehrlich – Augen zu und durch! Was gibt es an so einem heißen Tag eigentlich besseres als ein Stückchen kalte oder lauwarme Quiche mit Salat? Für mich einfach das perfekte Sommeressen.

Das Besondere an dieser Quiche ist nicht der Teig aus Dinkelvolkornmehl oder etwa der Spinat oder die getrockneten Tomaten – alles bekannt und schon fast langweilig.  Nein, der (Camembert-) Kenner “erkennt” es sofort: Käse überall. Käse im Boden, Käse im Belag und zu guter letzt natürlich Käse auf dem Belag. Was will das (Käse-) Herz mehr?

Ganz, ganz wichtig  dabei ist natürlich die strategische Position des französischen Käseklassikers… Hoch soll er sein, in vier Teile geteilt soll er sein und für den druchgehenden Käsegenuß – auf den Mürbteigboden der Tatsachen gedrückt sein. Der Gipfel der ganzen Aktion ist aber er überstehende Camembert. Er verteilt sich sich beim Backen wie der schmelzende Schnee in der Sonne…

Zutaten:

220 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
25 g Parmesan, frisch gerieben
1 Ei 
5 g Salz

500 g Blattspinat (TK)
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Rapsöl
3 Eier
200 g Schmand
25 g Parmesan, frisch gerieben
10 getrocknete Tomaten
1 Camembert (ca. 150 g)
Muskatnuss
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Mehl, Salz und Parmesan in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stückchen zugeben und alles zu einer fein-krümeligen Masse kneten. Das Ei zugeben und alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und etwa 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den aufgetauten Blattspinat gründlich ausdrücken und grob hacken.

Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch glasig dünsten. Gehackten und ausgedrückten Spinat zugeben und ca. 2 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Von der Herdplatte ziehen und leicht abkühlen lassen.

Eier, Schmand und Parmesan in einer Schüssel gründlich verrühren, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Abgekühlte Spinatmischung unterrühren.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen und eine gefettete und mehlierte Springform (22 cm) damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit getrockneten Hülsenfrüchten füllen. Den Teig ca. 10 Minuten im heißen Backofen (Mitte)  blind backen. Die Hülsenfrüchte entfernen.

Die Spinat-Schmand-Mischung in die vorgebackene Mürbteigform füllen. Den Camembert vierteln und gleichmäßig bis zum Boden in die Spinatmasse eindrücken. Mit den getrockneten Tomaten belegen. Die Quiche im heißen Backofen ca. 45 Minuten backen bis die Füllung fest und die Kruste goldgelb ist.

Tarte Tatin mit Cidre-Calvados-Zabaione

Mittwoch, 20. April 2011

Eigentlich fehlen mir immer noch die Worte… Nachdem ich eigentlich ungefähr seit gefühlten 20- 30 Jahren zwecks Über- dosis an einem massiven Apfelkuchen-Trauma leide, hatte ich jetzt endlich mal die Gelegenheit, Kindheitserinnerungen aufzuarbeiten.

Seit (fast) Jahrzenten habe ich aufgund einer Überdosis in der Jugend auf jegliche Formen von Apfelkuchen, Apfelstrudel usw. konsequent verzichtet. Bis zu dem Tag, an dem ich mich mit sehr großer Leichtsinnigkeit und Unwissenheit an eine Tarte Tatin wagte. Zum Glück, den dieser traditionelle, französische Apfelkuchen mit seiner Karamellschicht spottet jeder Be- schreibung und hebt mich quasi schon fast in den 7. Desserthimmel!

Und was könnte besser zu dieser Tarte passen als eine Cidre-Calvados-Zabaione? Nichts… es war ein absoluter Traum. Es kann natürlich schon sein daß ich wieder mal maßlos übertreibe, aber hier bin ich mir sicher – es stimmt wirklich!

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Zutaten für eine Tarteform (28 cm):

200 g Mehl
100 g Butter
35 g Zucker
2 Eigelb
1 Prise Salz

750 g Äpfel (z. B. Cox Orange)
100 g Zucker
100 ml Cidre
1 Vanilleschote
50 g Butter

3 Eigelb
25 g Zucker
80 ml Cidre
10 ml Calvados
1 Prise Zimt

So gehts:

Aus 200 g Mehl, 100 g Butter, 35 g Zucker, 2 Eigelb und einer Prise Salz einen geschmeidigen Teig kneten. Mindestens 30 Minuten in Folie verpackt im Kühlschrank ruhen lassen.

Äpfel schälen, achteln und Kerngehäuse entfernen. Die herdtaugliche Tartform (28 cm) erhitzen. Darin Zucker, Cidre, Vanillemark und Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und zart karamellbraun werden lassen.  Hitze klein stellen un die Apfelachtel in die Form schichten.

Den Mürbteig zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie rund und etwas größer als die Form ausrollen. Folie abziehen. Teig auf die Äpfel stürtzen und leicht andrücken. Die Tarte im heißen Backofen (Mitte, 190 Grad) etwa 40 Minuten backen. 10 Minuten ruhen lassen, Teig vom Rand ablösen und auf eine Platte stürzen.

Für die Zabaione Eigelb, Zucker, Cider, Calvados und Zimt über dem Wasserbad zu einer cremigen Masse aufschlagen und mit der Tarte Tatin servieren.