Mit ‘Kräuter’ getaggte Artikel

Forelle in Riesling

Mittwoch, 07. November 2012

Schon als Kind habe ich meine Begeisterung für ganze Fische entdeckt. Besonders toll fand ich damals frische, noch warme Forellen direkt aus dem Räucherofen der Nachbarn – Kopf und Gräten der Fische stand ich ganz unvoreingenommen und unerschrocken gegenüber. Die Nachbarn sind heute leider nicht mehr die gleichen, aber meine Liebe zum heimischen Fisch am Stück ist definitiv geblieben. Regelmäßig liegt deswegen ein ganzer Fisch auf dem Teller – dieses mal mit Schwips und unter Verwendung geeigneten “Verpackungsmaterials”, unglaublich saftig.

Dank (Kräuter-)Butter und etwas Alkohol bei die Fische sammelt sich in der Alufolie ein herrlich gekräuterter und aromatischer Sud, welcher hervorragend mit frischem Baguette harmoniert. Dazu etwas Salat und ein tolles und schnelles Gericht ist gesichert.

Einfacher, unkomplizierter und leckerer kann man einen ganzen Fisch fast nicht zubereiten, wobei ich ja Röstaromen trotzdem nicht ganz abgeneigt bin. Diese Zubereitungsart aber spart Zeit, der Abwasch beschränkt sich auf ein Minimum und eine so gegarte Forelle lässt sich auch prima vorbereiten. Perfekt auch wenn sich Gäste ankündigen!

Zutaten für 2 Personen

1 Regenbogenforelle, ca. 600 g
100 ml Riesling
1 TL Kräuterbutter
6 Zweige Thymian, frisch
2 Zweige Rosmarin, frisch
6 Salbeiblätter
2 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
Meersalz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung

Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Forelle waschen und mit Küchenpapier trockentupfen.

Die Zitrone gründlich mit heißem Wasser waschen und die Schale abreiben. Den Saft auspressen. Knoblauch schälen und pressen. Den Zitronensaft mit etwas Salz, Pfeffer und dem Knoblauch mischen und die Forelle innen und außen damit einreiben.

Die Hälfte der Kräuter und die Hälfte der abgeriebene Zitronenschale in die Bauchhöhle der Forelle geben. Den Fisch auf ein ausreichend großes Stück Alufolie legen. Restliche Kräuter, Zitronenschale und Kräuterbutter- flöckchen auf und um den Fisch verteilen. Die Alufolie etwas hochbiegen, anschließend den Riesling vorsichtig angießen. Das Fischpäckchen gut verschließen und die Forelle im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten garen.

Stifado

Freitag, 29. Juli 2011

Ein Schmorgericht im Juli? Passend zum regnerisch-miesen Wetter ist man fast verdammt dazu sich anhaltende Linderung in Form von winterlichen-herbstlichen Schmor- gerichten  zu verschaffen. Innerlich durch die Erwärmung der Magengegend und äußerlich durch den stetigen Anstieg der Küchentemperatur dank des 3-stündigen Schmorvorganges. Außerdem sorgen Zimt, Nelken, Piment und Co. für die nötige olfaktorische Wahrnehmung – quasi basale Stimulation durch die entsprechende Nahrungsaufnahme. Wer braucht da noch 30 Grad im Schatten oder gar eine Heizung?

In meiner nicht ganz authentischen, aber dafür höchst persönlichen und erprobten Variante des griechischen Klassikers spielen Gewürze die größte Rolle. Sie geben diesem herrlich würzigen und schmackhaften Ragout den nötigen Kick und das herrlich aromatische Aroma. Das Fleisch punktet mit einer köstlichen-zarten und zahnschonenden Textur – bei 3 Stunden Schmorzeit auch kein Wunder, oder?

Als Wein habe ich einen Cabernet Sauvignon verwendet – zum einen wegen seines angenehm-fruchtigen Aromas und  zum anderen wegen seiner tiefroten Farbe. Dazu gab es in Knoblauch-Tomatensauce geschmorte grüne Bohnen und Salz- kartoffeln.

Zutaten für 4 Portionen:

1 kg Rinderhüfte
100 g geräucherter Speck
350 g Zwiebeln
150 g Möhren
4 Knoblauchzehen
3 El Rapsöl
3 EL Tomatenmark
2 EL Mehl
1 Flasche trockener Rotwein (750 ml)
600 ml Gemüsefond
1 EL Rotweinessig
abgeriebene Schale und Saft einer Bio-Orange
3 Lorbeerblätter
5 Nelken
2 Zimtstangen
3 Wacholderbeeren
5 Pimentbeeren
5 Stiele Thymian
2 Stiele Rosmarin
15 Stück Kalamata-Oliven
Salz
Peffer
Zucker

Zubereitung:

Rindfleisch in ca. 3 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln, Knoblauch und Möhren schälen und fein würfeln. Die Schwarte vom Speck abschneiden und den Speck in ca. 1 cm große Stücke schneiden.

Speck in einem großen Schmortopf auslassen. Rapsöl zugeben und das Rindfleisch darin portionsweise anbraten. Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Zwiebeln und Knoblauch im Bratfett glasig dünsten. Möhren zugeben und kurz anrösten. Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten. Das Fleisch wieder in den Topf geben und mit Mehl bestäuben. Kurz anrösten und mit dem Rotwein ablöschen. Wein auf die Hälfte einkochen lassen. Rinderfond zugießen und die Gewürze,Kräuter, Orangenschale und Orangensaft zugeben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca.  3 Stunden schmoren lassen.

Fleisch aus dem Topf nehmen und die Sauce durch ein feines Sieb gießen. Sauce nach Bedarf einkochen und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Fleisch und Oliven in den Topf geben und in der Sauce erhitzen.

Und weil das Gericht auch noch super zum diesemonatigen Blog-Event von Zorra und Alex passt – also ran an den Speck!

Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)