Mit ‘Ingwer’ getaggte Artikel

Kürbisketchup für Ylva

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Fast hätte ich es vergessen: Kurz vor dem Frankreich/Italien Kurz-Urlaub (Bericht folgt außerdem in Kürze!) am letzten Wochenende wurde mir die Ehre erteil, für Ylva von Der Klang von Zuckerwatte einen Gastbeitrag zu schreiben. Für mich war es außerdem der zweite Gastbeitrag in diesem Jahr.

Entschieden habe ich mich für eine herbstliche und leicht orientalische Ketchup-Variante mit … Kürbis! Für die Ungeduldigen gibt es das Rezept gleich hier im Anschluss, ich würde mich aber freuen wenn ihr auch meinem Gastbeitrag und natürlich Ylvas Blog einen kleinen Besuch abstatten würdet.

Zutaten für ca. 1 l Ketchup

700 g Kürbisfruchtfleisch, geputzt und grob gewürfelt (Hokkaido)
300 g Mangofruchtfleisch, geschält und grob gewürfelt
1 EL Harissa
1 TL Currypulver
½ TL Ingwer, gemahlen
300 ml Mangosaft (alternativ Orangensaft)
100 ml Apfelessig
180 g Zucker

Zubereitung

Das gewürfelte Kürbisfruchtfleisch in siedendem Wasser ca. 10-15 Minuten weich kochen. Abtropfen lassen.

Das gegarte Kürbisfruchtfleisch mit dem Mangofruchtfleisch in einen großen Topf geben. Harissa, Currypulver, Ingwer, Apfelessig, Mangosaft und Zucker zugeben. Das Ketchup ca. 15 – 20 Minuten leicht köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Das Kürbisketchup pürieren und sofort in heiss ausgespülte Einmachflaschen oder Einmachgläser füllen und gut verschließen. Die Flaschen oder Gläser für mindestens 5 Minuten auf den Kopf stellen und anschließend vollständig erkalten lassen. Kühl und dunkel lagern, das Ketchup hält sich so ca. 6 Monate.

Schoko-Ingwer-Kuchen mit Fleur de sel

Samstag, 02. März 2013

Lust auf einen mega-schokoladigen Kuchen für die Wochenend-Kaffeetafel? Dann mal noch schnell ins nächste Geschäft und die Schokoladen-Vorräte exorbitant aufstocken, mehr Schokolade kriegt man nämlich fast nicht in einen Kuchen gebacken. Zum Aromatisieren etwas kandierter Ingwer mit einem Hauch Salz – ungewöhnlich aber fantastisch im Geschmack. Garantiert! Das Ergebnis ist ein sehr schokoladig-würziger und absolut simpel herzustellender Schoko-Ingwer-Kuchen mit Fleur de sel.

Wer nicht unbedingt der größte Ingwer-Freund ist und kein Fleur de sel im Kuchen duldet, lässt es ganz einfach weg – der Schokoladigkeit tut dies natürlich auf keinen Fall einen Abbruch. Die 85 %ige Schokolade kann für den weniger herben Schokogeschmack auch problemlos durch eine Schokolade mit einen etwas geringeren Kakaoanteil ersetzt werden, von Vollmilch würde ich aber zu Gunsten des Geschmacks eher abraten.

Das Rezept für den Schoko-Ingwer-Kuchen mit Fleur de sel habe ich übrigens bei Alex entdeckt und meinen Bedürfnissen entsprechend ganz leicht abgeändert. Danke Alex für das tolle Rezept, diese Schoko-Bombe wir hier garantiert noch öfters nachgebacken!

Zutaten für eine Kastenform

300 g Schokolade (85% Kakaoanteil)
120 g Butter
5 Eier (M)
200 g brauner Zucker
2 EL kandierter Ingwer, fein gehackt
100 g Dinkelvollkornmehl
1 gestrichener TL Backpulver
1 TL Fleur de sel
Puderzucker

Zubereitung

Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Butter hinzugeben und ebenfalls schmelzen lassen. Die Schoko-Butter-Masse gut verrühren.

In einer großen Schüssel mit dem Schneebesen die Eier mit dem Zucker lange schaumig schlagen, bis eine weißliche Creme entsteht. Nach und nach die Schoko-Butter-Masse unterheben und gut vermengen. Backpulver und Mehl dazusieben und alles gleichmäßig vermischen. Den Ingwer unterrühren.

Eine Kastenform einfetten und den Teig schichtweise einfüllen. Über jede Schickt eine Prise Fleur de sel verteilen. Im vorgeheizten Ofen ca. 1 Stunde backen. Mit einem Holzspieß prüfen, ob der Kuchen in der Mitte gar ist. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Sushi mit Tafelspitz und Meerrettich

Samstag, 05. Januar 2013

Auch, wenn sich die erste Januarwoche schon langsam wieder dem Ende zuneigt wünsche ich euch allen natürlich ein frohes Neues! Die Wogen der Nachwirkungen von Speis & Trank haben sich (hoffentlich) schon wieder geglättet und ihr seid bereit für 2013. Auf die Plätze, fertig, los!

Beginnen wir das Jahr mit einem kulinarischen Rundum-Sorglos-Paket – zumindest für mich. Sushi geht für mich fast immer und überall und ist nach den ganzen kaloriengeschwängerten Tagen im Dezember genau das Richtige für den figurfreundlichen Start ins neue Jahr. Und nein, ich habe diesbezüglich keine guten Vorsätze gefasst – ein Schelm, wer böses dabei denkt …

Wie schon bekannt, darf es bei mir auch mal eine “unübliche” Variante (hier und hier) sein, die dem gepflegten Sushi-Kenner wohl das Wasser in die Augen treiben würde. Da bei mir aber alles erlaubt ist was vor allem mir schmeckt, müssen auch schon mal die Reste vom Vortag mit in die Reisrolle. Inspiriert hat mich dazu übrigens Gimbap, eine besondere Sushi-Art, die mit unterschiedlichsten Zutaten gefüllt sein kann. Geschmacklich super, obwohl ich meine Zähne dann doch lieber ganz California-Roll-like zuerst im Reis versenke als auf das Nori-Blatt zu beißen.

Zutaten für 2 Personen

200 g Sushireis*
200 ml Wasser
4 EL japanischer Reisessig*
5 g Salz
12 g  Zucker

ca. 80 g gegarter Tafelspitz, gehackt
ca. 50 g Karotte, geschält, in Streifen
ca. 50 g Gurke, in Streifen
ca. 50 g eingelegter Rettich
ca. 35 g Eierstich
1/2 TL geriebener Meerrettich
Noriblätter*

Wasabi*
Ingwer, eingelegt*
Sojasauce*

Zubereitung

Reisessig mit Salz und Zucker leicht erwärmen, beides vollständig auflösen lassen. Abkühlen lassen.

Sushireis waschen bis das Wasser klar ist. In einen Topf geben und bei mittlerer Hitze mit geschlossenenm Deckel zum Kochen bringen. 10 Minuten köcheln lassen. 15 Minuten auf der noch heißen Platte quellen lassen. Fertigen Reis mit der Essig-Zubereitung übergießen und vorsichtig mischen, dabei nicht zu viel rühren. Lauwarm abkühlen lassen.

Eine Bambusmatte mit Klarsichtfolie belegen. Ein Noriblatt halbieren und mit der glatten, glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Mit angefeuchteten Händen eine Handvoll Reis auf das Noriblatt legen. Mit den Fingern, den Reis ca. 0,5 cm dick verteilen und leicht andrücken. Oben einen 1 cm breiten Streifen frei lassen.

Gehacktes Fleisch, Karottenstreifen, Gurkenstreifen, Meerrettich, Rettichstreifen und Eierstich dicht an dicht in die Mitte des Noriblattes geben. Die Bambusmatte mit beiden Daumen anheben, dabei die Füllung festhalten. Langsam und mit leichtem Druck die Bambusmatte aufrollen. Die Sushirolle mit einem angefeuchtetem Messer in 6 – 8 gleichgroße Stücke schneiden, dabei das Messer zwischendurch immer wieder mit einem angefeuchtetem Tuch abwischen und neu befeuchten. Auf einem Teller anrichten und nach Belieben mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer servieren.

 

Die Grundzutaten (*) für  mein Sushi stammen dieses mal übrigends alle von allbio, dem Bio-Versand für Bio-Lebensmittel im Internet. Der Online Bio Markt bietet u.a. Bio Lebensmittel, vegetarische Küche, italienische Küche und asiatische Küche. Ich konnte den Shop testen und gerade für mich als Sushi-Fan war letzteres natürlich besonders interessant. Positiv zu erwähnen ist die Qualität der von mir getesteten Produkte ohne Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder anderer Zusatzstoffe. Ebenfalls erwähnenswert: Das Wasabipulver enthält im Gegensatz zu andern vergleichbaren Produkten einen deutlich höheren Wasabi-Anteil. So macht mir Sushi-Genuss auf alle Fälle noch mehr Spaß! 

 

Panang-Curry mit Schweinefilet

Mittwoch, 28. November 2012

Es gibt Reis, Baby! Natürlich ganz ohne geschütteltes Haar oder sonstige kuriose Zutaten… Dafür aber mit einem geschmacksintensiven Curry mit Schweinefilet.

Der Einfachheit und Bequemlichkeit halber nicht selbstgemacht, sondern mit meiner Lieblings-Currypaste aus dem Asia-Shop des Vertrauens. Diese Panang-Currypaste ist im Gegensatz zu den roten und grünen Geschwistern, etwas gaumenfreundlicher, milder, cremiger, weicher und weniger “herb” im Geschmack. Außerdem liebe ich den leichten Geschmack der Erdnüsse in dieser Paste. Relativ selten im Hause rock the kitchen!, aber natürlich obligatorisch – mit Reis (Baby)!

Zutaten für 2 Personen

250 g Schweinefilet
1 EL Sesamöl
1 rote Paprikaschote
2 Lauchzwiebeln
80 g Zwiebel, rot
30 g Ingwer-Wurzel
1 EL Palmzucker
1 TL Fischsauce
2 Knoblauchzehen
4 Kaffirlimettenblätter (getrocknet)
30 g Panang-Currypaste
2 EL Sojasauce
100 ml Gemüsefond
200 ml Kokosmilch
1/4 TL Zitronengras, gemahlen

Zubereitung

Schweinefilet in Streifen schneiden und mit der Hälfte der Currypaste und der Sojasauce in einer Schüssel vermengen. Paprika waschen, putzen, entkernen und in Streifen schneiden. Zwiebel schälen und achteln. Lauchzwiebeln waschen, putzen und in ca. 2-cm große Stücke schneiden. Knoblauch und Ingwer fein würfeln.

Sesamöl in einer beschichteten erhitzen. Das Fleisch darin von allen Seiten knusprig braten. Paprikastreifen, Zwiebeln und Lauchzwiebeln und restliche Currypaste zufügen und ca. 1 Minute mitbraten. Ingwer, Knoblauch, Zitronengras, Palmzucker und Kaffirlimettenblätter zufügen.

Gemüsefond, Kokosmilch und Fischsauce zugießen und das Curry ca. 5 Minuten einkochen lassen. Nach Geschmack mit Cashewnüssen, Erdnüsssen, Koriander oder Thaibasilikum bestreuen und mit Reis servieren.

Rote-Bete-Ravioli mit Meerrettich-Mohnbutter

Donnerstag, 01. November 2012

Meine Liebe zu gefüllter Pasta dürfte einigen wohl schon bekannt sein. Außerdem brauchte die Nudelmaschine dringend Freigang und nach den ganzen frischen und sommerlichen Varianten war die Zeit dringend reif für eine erdige und herbstliche Ravioli-Version mit der gewissen Portion Schärfe.

Rote Bete. Ingwer. Meerrettich. Mohn. What else?  Beim ersten Bissen mutet das Quartett für Pasta zwar etwas ungewohnt/ungewöhnlich an, aber spätestens nach dem dritten Bissen gewöhnt sich der Gaumen an den erdig-scharfen Geschmack und erfreut sich an der neuen Geschmackskombination. Vielleicht schon fast Pasta mit Gourmetpotential?

Außerdem ist die Rote Bete-Füllung für Farbfetischisten wie mich natürlich der absolute Knaller und ein Highlight unter den Ravioli-Füllungen. Summa summarum: Schmeckt, sieht gut aus und ist mit etwas Vorbereitung und Übung (Pastateig) auch relativ umgänglich in der Herstellung – und unumgänglich im Geschmack… Ausprobieren!

Zutaten für 4 Personen

300 g Rote Bete, gekocht
3-cm-Stück Ingwer
1 kleine Zwiebel
1 EL Rapsöl
75 g Semmelbrösel
50 g Schafskäse
Salz Pfeffer

1 Portion Pastateig *klick*

2 EL frisch geriebener Meerrettich (oder aus dem Glas)
3 EL Butter
2 EL ganze Mohnsamen
Salz

Zubereitung

Rote Bete schälen, würfeln und pürieren. Ingwer und Zwiebel schälen und fein würfeln. 1 El Rapsöl erhitzen, Zwiebel und Ingwer darin ca. 1 Minute andünsten. Semmelbrösel zugeben und kurz mitrösten. Den Schafskäse in das Rote-Bete-Püre krümeln. Zwiebel-Ingwer-Semmelbröselmischung mit dem Rote-Bete-Püre mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Pastateig wie gewohnt ausrollen (Nudelmaschine oder von Hand) und mit Hilfe eines Raviolibretts *klick* mit der Rote-Bete-Mischung füllen. Die Ravioli in leicht gesalzenem Wasser ca. 2-3 Minuten garen. Aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen.

Butter in einer Pfanne zerlassen und leicht bräunen lassen. Die Mohnsamen zur Butter geben und kurz mitrösten lassen. Den Meerrettich unter die Mohnbutter rühren und leicht salzen. Über die Rote-Bete-Ravioli träufeln und servieren.

Quelle: Leicht abgewandelt nach “Nudeln selbst gemacht”, Cornelia Schinharl, GU Verlag

Feigen-Chutney mit Ingwer

Montag, 24. September 2012

Feigen pur sind ja nicht unbedingt ein “must-have” für mich. Mit einem ordentlichen Löffel Ingwer, karamellisierten Zwiebeln und einem ordentlichen Schuss Rotwein geköchelt, sieht die Sache aber auch wieder ganz anders aus.

Schwer begeistert hat mich ein ähnliches Chutney beim letzten Abstecher nach Edinburgh, welches sich hier hervorragend mit Perthshire oatcakes, also eigentlich ganz banalen Haferkeksen, auf  dem abschließenden Käseteller machte.

Zu 100 Prozent habe ich den damaligen Geschmack mit meinem selfmade-Chutney natürlich nicht einfangen können, aber trotzdem erfreut sich der Gaumen in Kombination mit einem würzigen Blauschimmelkäse wie Gorgonzola oder Roquefort ungemein. Hübsch eingeglast und haltbar gemacht, steht also einer spontanen Käseplatte nichts mehr im Wege.

Zutaten für 5 Gläser à 125 ml

6 frische Feigen
250 g rote Zwiebeln
1 EL frisch geriebener Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 EL Rapsöl
4 EL brauner Zucker
50 ml Balsamicoessig
200 ml Rotwein, trocken
2 Zweige Thymian
1 Msp. gelbe Senfsaat, gemahlen
Pfeffer
Salz

Zubereitung

Die Feigen waschen, trockentupfen und fein würfeln. Ingwer und Knoblauch schälen und hacken. Zwiebeln schälen, halbieren und würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen. Ingwer, Knoblauch und Senfsaat darin andünsten. Zwiebeln zugeben und kurz mitdünsten. Den brauen Zucker über die Zwiebeln streuen und diesen unter ständigem Rühren karamellisieren lassen. Feigenwürfel, Thymianzweige, Essig und Rotwein zugeben. Alles zusammen unter Rühren ca. 15-20 Minuten einkochen lassen.

Die Thymianzweige entfernen. Das heiße Chutney mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sofort in sterilisierte Gläser füllen und für einige Minuten auf den Kopf stellen.

 

Asia-Graved-Lachs mit Koriander-Gin und Ingwer

Sonntag, 08. Juli 2012

Die Prüfungen sind bestanden und zur Feier des Tages braucht es natürlich auch einen adäquate, kulinarische Begleitung zur klaren Flüssigkost. Die Idee ist natürlich überhaupt nicht neu, vor mir haben schon Sabine und Sophie Lachs lecker asiatisch gebeizt. Für mich war es die absolute Beiz-Premiere und die Wartezeit ist für ungeduldige Personen wie mich kein wirklicher Spaß. Aber der aromatische und zarte Lachs entschädigt auf alle Fälle die Wartezeit und zergeht förmlich auf der Zunge.

Und wozu? Der gebeizte Lachs schmeckte uns pur zu asiatischem Pflücksalat vom Markt mit einer Soja-Sesam-Honig-Vinaigrette und Baguette. Am nächsten Tag gewürfelt mit einem Klecks Schmand, Limettensaft, geriebenem Ingwer und etwas Wasabi zu einem Tatar verrührt, angerichtet auf warmen und knusprigen Zucchini-Nori-Puffern – very delicious! Das Rezept lässt sich natürlich nach Lust, Laune, Geschmack und vorhandenen Zutaten variieren. Wichtig ist eigentlich nur, dass der Fisch sehr frisch ist, gut entgrätet und nicht enthäutet ist.

Und da ich jetzt Blut geleckt habe, gibt es auf alle Fälle in diesem Sommer noch den nächste gebeizten Lachs – mit geräuchertem Schwarztee und Lagavulin Whisky. Beides gehört wegen unüberrbückbarer Differenzen auf alle Fälle nicht zu meinen Lebensmitteln bzw. Getränken des täglichen Konsums. Beim Aufbrühen von geräuchertem Tee läuft man Gefahr, das die Nachbarn die Feuerwehr alarmieren und wer dem Geschmack von Torf, Rauch und Erde etwas abgewinnen kann, der wird an diesem Whisky sicher seine Freude haben. Ich nicht, aber in Kombination mit Lachs bestimmt. Hoffentlich. Ich bin gespannt.

Zutaten

1 kg Bio-Lachsfilet am Stück (mit Haut)
1 Bund Koriander
1 Bund Thai-Basilikum
1 Stück Ingwer (ca. 25 g)
2 Bio Limetten
2 EL Kokosmilch
1 rote Chilischote
1/4 TL  Zitronengras, gemahlen
4 EL Koriander-Gin (selbstgemacht, alternativ normaler Gin)
50 g Zucker
50 g Salz
20 g Szechuan-Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung

Das Lachsfilet kalt abspülen, trockentupfen und eventuelle Gräten entfernen. Lachs mit 2 EL Koriander-Gin einreiben  mit der Hautseite nach unten in eine Form mit hohem Rand legen. Kühl stellen.

Koriander und Basilikum grob hacken. Ingwer schälen und fein reiben. Chilischote in feine Würfel schneiden. Limette waschen und die Schale abreiben. Koriander, Thai-Basilikum, Ingwer, Limettenschale und Zitronengras mit der Kokosmilch und dem restlichen Gin kurz und nicht zu fein pürieren. Chiliwürfel untermischen.

Zucker, Salz und Pfeffer mischen. Die Hälfte der Mischung gleichmäßig auf dem Lachs verteilen, den Rest unter die Koriander-Ingwer-Masse rühren. Die Masse gleichmäßig auf dem Lachsfilet verteilen und etwas andrücken. Die Form mit Klarsichtfolie bedecken und ca. 48 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Zwischendurch den Lachs immer wieder mit der sich bildenden Flüssigkeit beträufeln. Der Lachs wird jetzt fester und bekommt eine intensiv-orange Farbe.

Die Beize kurz mit kaltem Wasser abspülen und den fertig gebeizten Lachs trockentupfen. Mit einem scharfen Messer möglichst dünne Scheiben von der Haut schneiden.

Und da es sich beim dem Lachs natürlich um meine “Beiz-Premiere” handelt, passt er natürlich hervorragend zum Blog-Event “Das erste Ma(h)l” von Zorra und Nata.

Ingwer-Zitronen-Sirup

Sonntag, 26. Februar 2012

Keine Angst, was aussieht wie gärender O-Saft oder Miraculix´ Zaubertrank, ist in Wirklichkeit noch absolut genießbar und dazu praktischer Weise auch noch äußerst schmackhaft und vielseitig.  Bei der gelben ”Brühe” in der Flasche handelt es sich dieses mal um einen wunderbar fruchtig-scharf-säuerlich-süßen Ingwer-Zitronen-Sirup, der definitiv Lust auf Frühling macht. Also irgendwie doch ein Zaubertrank?

Die Idee für diesen Sirup stammt nicht von mir, sondern von hier: Auf der Flucht vor der allzu närrischen Zeit in Mittelfranken ins weitgehend faschings(zug)freie und wunder- schöne Regensburg, ließen wir uns im angeblich “original französischten Bistro östlich des Rheins” oder auch im Restaurant/Hotel Orphee, Prosecco mit Ingwersirup schmecken.

Kaum wieder im (Franken-) Lande, wird natürlich auch in der heimischen Küche nicht lange gefackelt und sofort geschält und geköchelt was das Zeug hält – mit einem sehr überzeugendem Ergebnis. Der Sirup mundet aber natürlich nicht nur in alkoholischen Getränken wie Prosecco, Sekt, Crémant usw., sondern im Sommer als Erfrischung  – gut gekühlt - in spritzigem Mineralwasser. Noch nicht getestet, aber im Winter in Planung und bestimmt einen Versuch wert: Ingwer-Zitronen-Sirup in heißen Getränken wie Tee, Punsch, Grog oder auch Glühwein.

Kleiner Tip: Verzichtet habe ich auf das Mitverwenden der abgeriebenen Zitronenschale, welche den Zitronengeschmack natürlich intensiviert. Da ich aber keine Bio-Zitronen zur Verfügung hatte, habe ich bei diesem Sirup daruf verzichtet und nur den Saft verwendet. Bei Bioware also die Schale unbedingt mitverwenden!

Zutaten für ca. 500 ml:

400 g Zucker
300 ml Wasser
100 ml Zitronensaft
600 g Ingwer, frisch

Nicht zwingend notwendig, aber für Freunde der Farbe: einige Tropfen gelbe Speisefarbe

Zubereitung:

Ingwer schälen und fein reiben. Alle Zutaten in einen Topf geben und langsam zum Kochen bringen. Den Sirup ca. 25 Minuten ohne Deckel leicht köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

Sirup durch ein feines Tuch passieren und den Ingwer kräftig ausdrücken. Den Ingwer-Zitronen-Sirup noch heiß in eine sterile Flasche abfüllen und abkühlen lassen. Nach Anbruch der Flasche den Sirup kühl aufbewahren.

Carrot-Ginger-Cake with Creamcheese

Dienstag, 17. Januar 2012

Rock the kitchen proudly presents: Der erste Kuchen im neuen Jahr, endlich! Lange hat es gedauert und so wurde es aber auch wirklich Zeit, der Januar ist schließlich schon wieder so gut wie vorbei – und dann immer noch kein Süßkram in Sicht?      

Eingeläutet wird die Kuchen-Saison mit einem herrlich saftigen, leicht fruchtig-scharfen und einem nicht zu süßen Karotten-Ingwer-Kuchen. Aufs Dach gibts anstatt einer ordinären Puderzuckerglasur mal zur Abwechslung ne ordentliche Portion cremigsten Frischkäse und der Boden ist dank viel Nuss und wenig Mehl schon fast “al dente”. Gekrönt wird das Ganze natürlich – wie sollte es auch anders sein – mit bildhübschen Möhrchen. Auch noch erwähnenswert: Ganz ohne Butter und mit wenig Zucker ist dieser ”first Cake” auch noch wunderbar vorsatzkompatibel. Versprochen… ;-)

Zutaten (Springform, 26 cm):

400 g Karotten
60 g kandierter Ingwer
50 g Marzipan-Rohmasse
4 Eier (M)
80 g Zucker
1 Prise Salz
40 g Dinkel-Vollkornmehl
1 TL Backpulver
1 TL gemahlener Zimt
Abrieb einer Bio-Orange
1 Msp. gemahlener Kardamom
100 g geriebene Haselnüsse
100 g geriebene Walnüsse

250 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
80 g Puderzucker
12 Marzipankarotten

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen.

Karotten schälen und fein raspeln und mit Hilfe eines Geschirrtuches gründlich ausdrücken. Ingwer fein hacken oder pürieren.

Marzipan grob reiben. Eier trennen. Marzipan, Orangenabrieb, Eigelb und 3 EL heißes Wasser mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Eiweis, Zucker und Salz steif schlagen.

Mehl, Backpulver, Gewürze und Nüsse gründlich vermischen. Eigelbmasse, Eiweiß, Karotten und Ingwer mit einem Spatel mischen und unter die Mehl-Nussmischung heben. Die Teigmasse in die vorbereitete Springform füllen und bei 180 Grad ca. 35-40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Frischkäse und gesiebten Puderzucker glatt rühren. Den Carrot-Ginger-Cake aus der Form schneiden, mit der Frischkäsemasse bestreichen und mit den Marzipankarotten dekorieren – Fertig!

Udon-Hühnersuppe mit Zitronengras, Ingwer und Koriander

Dienstag, 20. Dezember 2011

Suppe, die Zweite! In der frostigen Jahreszeit und so kurz vor Weihnachten entpuppen sich wärmende und würzige Suppen als wahre Lebensretter – sie sorgen für wohlige Wärme im Bauchbereich nach einem ausgedehnten Spaziergang bei Minustemperaturen. Was bei manchen vielleicht der Glühwein nicht schafft – bei dieser Hühnersuppe im Asia-Style mit Udon-Nudeln und Gewürzen wie Sternanis, Nelke und Piment wird einem garantiert warm ums winterliche Herz.

Absolut elementar bei dieser Suppe ist die Brühe mit ihrem absolut kräftig-würzigen Geschmack und den Aromen von aromatischen Ingwer, Koriander, Knoblauch, Zitronengras und der Kaffirlimettenblätter. Das saftige Hähnchenfleisch tut sein übriges – da wird eigentlich die restliche Suppeneinlage zum Nebendarsteller und lässt sich je nach Lust, Laune und Kühlschrankinhalt austauschen. Sojasprossen, Zuckerschoten, Tofuwürfel, Thai-Basilikum, Wan Tan, Morcheln, Sesam, Spinat usw. passen ebenfalls super zur kräftigen Hühnerbrühe – und macht somit jede Grippeimpfung überflüssig… ;-)

Und weil ich mittlerweile schon jeden Winter richtig zum Suppenkasper mutiere, spukt durchaus in meinem Kopf schon ansatzweise die nächste flüssige Mahlzeit umher…

Zutaten für 2 Personen:

1 Zwiebel
1 EL Sesamöl
1 5-cm-Stück Ingwer
4 Knoblauchzehen, angedrückt
1 Karotte
1 kleine Chilischote
100 ml Sojasauce, dunkel
2 Kaffirlimettenblätter
1 Stange Zitronengras, angedrückt
4 Sternanis
5 Pimentkörner
3 Nelken
1/2 TL Pfefferkörner, schwarz
1/2  Bund Koriander
1 Bio – Hähnchenbrust mit Haut (ca. 200 g)

2 Frühlingszwiebeln
200 g Udon-Nudeln (Asia-Shop)
4 Stiele Koriander

Zubereitung:

Zwiebel mit Schale halbieren. Hähnchenbrust mit kaltem Wasser abspülen und trockentupfen. Sesamöl in einem großen Topf heißwerden lassen und die Zwiebelhälften mit der Schnittfläche nach unten abraten. 600 ml Wasser angießen. Ingwer, Knoblauch, halbierte Karotte, Sojasauce, Kaffirlimettenblätter, Zitronengras, Sternanis, Piment, Nelken, Chili, Pfefferkörner, Koriander und die Hähnchenbrust ins Wasser geben. Die Suppe ca. 1 Stunde zugedeckt bei kleiner Flamme leicht köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Udonnudeln in außreichend kochendem Wasser al dente kochen, abschrecken, abseihen und beiseite stellen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.

Hähnchenbrust aus der Suppe nehmen und in mundgerechte Stücke zerteilen. Suppe durch ein Sieb gießen und zusammen mit den Hähnchenbruststücken und den Nudeln in Suppentassen oder Suppentellern anrichten. Mit den Frühlingszwiebeln bestreuen und nach Belieben mit (viel) Koriander garnieren.

Miesmuscheln im Thai-Curry-Sud

Montag, 26. September 2011

Ich liebe Muscheln – aber nur wenn ich sie nicht anschließend selbst verspeisen muß, Asche auf mein Haupt! ;-)

Wenns aber ums Zubereiten der kleinen Wassertierchen geht – da bin ich Feuer und Flamme dafür. Ich koche, rieche und probiere den Sud, die anderen schmecken und verspeisen das Ergebnis. Diese Arbeitsteilung ist doch nur mehr als gerecht, oder?

Nach oberleckeren Muscheln mit Cidre, Lauch und Speck von Steph, kommen dieses Mal asiatische Aromen mit ins Spiel. Völlig anders als die Vorgänger-Version aber nicht weniger schmackhaft, bietet sie diese Variante vor allem für Koriander- freunde an. Hier scheiden sich die Geister warscheinlich mindes- tens genaus so arg wie bei Muschelgerichten…

Zutaten für 2 Personen:

1 kg Miesmuscheln
1 weiße Zwiebel
1 EL Rapsöl
2 Knoblauchzehen
1-cm-Stück Ingwer
1 Karotte
1 Bund Lauchzwiebeln
200 ml Weißwein, trocken
50 ml Pflaumenwein
250 ml Kokosmilch
200 ml Fischfond
2 Kaffirlimettenblätter
1/2 Stängel Zitronengras, angedrückt
1/2 TL rote Currypaste
1/2 Bund Koriander
Szechuanpfeffer
Salz

Zubereitung:

Die Muscheln unter fließendem Wasser gründlich wässern. Kaputte und offene Muscheln, die sich auf Druck nicht schließen, aussortieren. Muscheln nochmals mehrfach kalt spülen.

Zwiebel fein würfeln, Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden, Ingwer reiben, Karotten fein würfeln, Kaffir- limettenblätter in feine Streifen und Lauchzwiebel in Ringe schneiden.

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebelwürfel, Ingwer und Knoblauch darin glasig dünsten, Karottenwürfel, Kaffirlimetten- blätter und Zitronengraß zugeben und ebenfalls kurz mitdüns- ten. Mit Weißwein und Pflaumenwein ablöschen. Fischfond zugießen und den Sud einige Minuten leicht köcheln lassen.

Die Flüssigkeit kräftig aufkochen, Lauchzwiebeln und Muscheln zugeben. Deckel aufsetzten und die Muscheln ca. 4 Minuten kochen lassen bis sie sich geöffnet haben.

Die Muscheln aus dem Sud nehmen und warm stellen. Noch geschlossene Muscheln aussortieren. Zitronengras entfernen und die Kokosmilch zugießen. Currypaste einrühren und den Sud kurz aufkochen. Mit Szechuanpfeffer und Salz würzen. Den Sud über die Muscheln geben, großzügig mit Korianderblättern bestreuen und mit frischem Baguette servieren.

Kürbissuppe mit roten Linsen und Ingwer

Dienstag, 13. September 2011

Es ist Herbst – zumindest was die primäre Nahrungsaufnahme im Hause rock the kitchen! betrifft. Aber keine Angst - bevor die richtig schweren Geschütze aufgefahren werden, taste ich mich mal ganz langsam an die kommende Jahreszeit heran und starte mutig mit einem nicht zu schweren, aber doch sehr cremigen Gaumenschmeichler.

Seit Tagen, bzw. Wochen freue ich mich schon darauf:  Die erste Kürbissuppe 2011 – quasi Soulfood vom Feinsten. Wenn also die Tage kürzer und die Nächte wieder länger werden, das Tragen von Gummistiefeln schon fast unausweichlich ist und die Launde des öfteren zu kippen droht,  ist diese herz- und magenerwärmende, farbenfrohe Suppe genau das Richtige für trübe Herbsttage. Gute Laune löffelweise…

Zutaten für 4 Personen:

500 g Kürbisfruchtfleisch (Hokkaido)
1 mittelgroße, weiße Zwiebel
1 TL Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
1 Süßkartoffel (ca. 150 g)
500 ml Gemüsebrühe
50 g rote Linsen
200 ml Kokosmilch
1/2 TL gelbe Currypaste
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln, Ingwer reiben. 1 TL Rapsöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Knoblauch und Ingwer zugeben und kurz mitdünsten.

Kürbisfruchtfleisch und die geschälte Süßkartoffel würfeln. Zu den Zwiebeln geben und ebenfalls kurz mitdünsten. Linsen und Currypaste zugeben. Gemüsebrühe angießen und das Gemüse in ca. 15-20 Minutenweich kochen.

Anschließend die Kürbissuppe mit dem Pürierstab fein pürieren. Kokosmilch zugeben und nochmals  erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen – Fertig!