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Hamburg

Dienstag, 09. Oktober 2012

Da Hamburg ja garantiert immer eine Reise wert ist, ging es für uns vergangenes Wochenende für einen kurzen Städtetrip in die wunderschöne Hansestadt. Einige der zuvor geplanten Aktivitäten fielen natürlich dem 3-tägigen Dauerregen zum Opfer, was aber dann die Nächte etwas verlängerte und uns von allzu langen Spaziergängen und Besichtigungstouren abhielt. Leider verging trotz des Regenwetters die Zeit wie im Fluge aber wir waren sicherlich nicht das letzte Mal da. Demnächst dann hoffentlich bei etwas besserem Wetter…

Genächtigt wurde dieses mal in der Superbude St. Pauli, den heißen Tipp habe ich übrigens Nadine zu verdanken – und ich war nicht enttäuscht. Nadine, wo wären wir wohl nur ohne Dich gelandet! Das Flair der Superbude ist einfach unvergleichlich und ich habe mich über beide Ohren in dieses im Februar eröffnete Hostel verliebt. Zimmer und Bad waren für ein Hostel außergewöhnlich geräumig und komfortabel mit stylischen Recyclingmöbeln eingerichtet. Von der hübschen Sitzgruppe im Eingangsbereich war ich übrigens besonders angetan.

Beeindruckt war ich auch vom Frühstücksbuffet: Für 7 Euro konnte man ganz spontan und ohne Voranmeldung beim Check-In, individuell das Frühstücksbuffet nutzen. Dieses ließ für diesen Preis wirklich keine Wünsche offen – von verschiedenen Säften, einem Kafffeevollautomaten, über verschiedenste Brötchen- und Brotsorten, Käse- und Wurstvariationen in Bioqualität, Obst, Rohkost, Marmelade, Erdnussbutter, Nutella einer Müsliauswahl, bis hin zum Waffeleisen mit der dazugehöriger Karaffe Teig… Für jeden Geschmack ist das Richtige dabei und das Preis-Leistungsverhältnis wird hier wirklich groß geschrieben! Einziger Minuspukt meinerseits war der Regenwasser-Duschkopf – ist wohl Geschmacksache, aber nicht so ganz mein Ding.

Neben der Superbude, bzw. auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich übrigens ein ganz vorzüglicher Bio-Kiosk mit einer großen Auswahl an Fischfeinkost, Fischbrötchen, Käse usw. Das meiste davon in Bio-Qualität und von regionalen Herstellern. Der Backfisch mit Bratkartoffeln, selbstgemachter Remoulade und Orangen-Chutney (statt einer langweiligen Zitrone!) schmeckte wirklich vorzüglich.

Superbude St. Pauli
Juliusstraße 1-7
22769 Hamburg

Herr Max. Wenn die Unterkunft schon in direkter Nachbarschaft zum Schanzenviertel liegt, versteht sich ein früher Besuch in diesem ehemaligen Milchgeschäft von 1905 wohl ganz von selbst. Die alten und wunderschönen Kacheln, die tolle Einrichtung und die genau abgestimmte Deko – in diesem Cafe ist ein absoluter (Mädchen-) Traum. Die Backstube ist außerdem hinter dem Tresen einsehbar, Neugierige können also sogar beim Backen der duftende Tartes, Muffins, Brownies, Kuchen und Torten zusehen.

Wer diese ganzen Köstlichkeinen jedoch in Ruhe genießen will, besucht Herr Max noch vor Mittag – nachmittags ist es hier immer ziemlich gut gefüllt und die Aussicht auf einen sofortigen Platz an einem der hübschen Tische eher gering. Da ich mit veganen Backwaren (dank eines mißglückten Selbstversuchs)  ja momentan eher auf Kriegsfuß stehe, gabs hier für mich zur Rettung der Ehre einen veganen Schoko-Heidelbeer-Cupcake – und war wirklich positiv überrascht! Ich sollte wohl noch üben…

Herr Max
Schulterblatt 12
20357 Hamburg
Öffnungszeiten: Täglich 10-19 Uhr

Heiß ersehnt war der samstägliche Besuch in der Fabrik in Altona. Moey hat mir ja auf Ihrem Blog schon ganz lange den Mund wegen dieser 150 Jahre alten Maschinenfabrik wässrig gemacht und so war ich voller Vorfreude auf das tolle Frühstückskörbchen in dieser zur Markt- und Veranstaltungshalle umfunktionierten alten Fabrikhalle. Viele verschiedene regionale Händler und Produzenten aus dem Hamburger Umland bieten hier zur Marktzeit am Samstag ihre Waren an.

Dank einer versehentlichen Fahrt ausgerechnet in die entgegengesetzte Richtung wurde aus dem geplanten Frühstück dann doch ein Mittagessen. Nach anfänglicher Unentschlossenheit und der daraus resultierenden reiflichen Überlegung (2 Astras lang!) entschied ich mich für die köstlich gefüllte Pasta der Nudelei. Und diese lässt das Herz jedes Pastafans gewaltig höher schlagen, denn wo bekommt man schon 16 Stück verschiedenst gefüllte und selbstgemachte Bio-Teigtaschen mit einer ebenfalls hausgemachten Sauce nach Wahl in den Teller? Zum niederknien! Besonders schmackhaft fand ich übrigens die Sorte Walnuß-Gorgonzola und Paprika-Feta, eine weitere Übersicht der verschiedenen Sorten findet ihr hier *klick*.

MarktZeit in der Fabrik
Barnerstraße 36
22765 Hamburg-Altona
Jeden Samstag von 9.30 – 15 Uhr

Wer Cupcakes & Co liebt, der ist bei Liebes Bisschen in der Schanze genau richtig. Das authentische, gemütlich-romantische Cafe liegt etwas versteckt im Souterrain und außer wirklich köstlichen Cupcakes genießt man hier noch weitere kunterbunte Kuchen- und Cookiekreationen. Hervorragend schmeckte uns der Himbeer-Schoko-Cupcake und der vegane Erdnuss-Schoko-Cupcake.

Die Backstube ist auch hier einsehbar und schon der wunderbare Duft beim Betreten des Cafes macht Lust auf die ganzen Köstlichkeiten!

Liebes Bisschen
Eifflerstraße 47
22769 Hamburg
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 12.00 – 19.00 Uhr

Nach Kuchen, Cupcakes und Mädchenromantik bietet sich ein Kontrastprogramm gerade zu an. Das findet man am besten in einer urigen Hamburger Eck-Kneipe. Die Bedienung versprühte echten Hamburger Charme und weist Kaffeetrinker (“das hier ist eine Kneipe!”) und Personen mit lautem Handyklingelton (“mach sofort diese Blechmusik aus, das hält ja keiner aus!”) resolut in ihre Schranken.

Der Laden spiegelt das alte Ottensen-Arbeiter-Milieu wieder und das bunt gemischte Publikum trifft sich zwischen alten Fotos mit Patina, Modellschiffen und der Musicbox. Leider wird hier noch geraucht, was die authentische Stimmung aber noch zusätzlich verstärkt. Na, dann Prost!

Gaststätte Möller
Bahrenfelder Straße 91
22765 Hamburg-Ottensen

Last but not least wurde dann am Samstag Abend bei Gruner und Jahr das neue Magazin Deli in der wirklich beeindruckenden Redaktionsküche von Essen & Trinken vorgestellt. Bei toller Rundumversorgung durch das gesamte Team und den Köchen, hatten 13 Food-Blogger die Gelegenheit im Rahmen einer Küchenparty als erstes einen Blick auf das neue Food-Magazin zu werfen und anschließend ihr Resümee daraus zu ziehen. Ich drücke jedenfalls für den Erfolg von Deli ganz fest die Daumen und freue mich auf viele weitere Ausgaben!