Mit ‘Feigen’ getaggte Artikel

Feigen-Chutney mit Ingwer

Montag, 24. September 2012

Feigen pur sind ja nicht unbedingt ein “must-have” für mich. Mit einem ordentlichen Löffel Ingwer, karamellisierten Zwiebeln und einem ordentlichen Schuss Rotwein geköchelt, sieht die Sache aber auch wieder ganz anders aus.

Schwer begeistert hat mich ein ähnliches Chutney beim letzten Abstecher nach Edinburgh, welches sich hier hervorragend mit Perthshire oatcakes, also eigentlich ganz banalen Haferkeksen, auf  dem abschließenden Käseteller machte.

Zu 100 Prozent habe ich den damaligen Geschmack mit meinem selfmade-Chutney natürlich nicht einfangen können, aber trotzdem erfreut sich der Gaumen in Kombination mit einem würzigen Blauschimmelkäse wie Gorgonzola oder Roquefort ungemein. Hübsch eingeglast und haltbar gemacht, steht also einer spontanen Käseplatte nichts mehr im Wege.

Zutaten für 5 Gläser à 125 ml

6 frische Feigen
250 g rote Zwiebeln
1 EL frisch geriebener Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 EL Rapsöl
4 EL brauner Zucker
50 ml Balsamicoessig
200 ml Rotwein, trocken
2 Zweige Thymian
1 Msp. gelbe Senfsaat, gemahlen
Pfeffer
Salz

Zubereitung

Die Feigen waschen, trockentupfen und fein würfeln. Ingwer und Knoblauch schälen und hacken. Zwiebeln schälen, halbieren und würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen. Ingwer, Knoblauch und Senfsaat darin andünsten. Zwiebeln zugeben und kurz mitdünsten. Den brauen Zucker über die Zwiebeln streuen und diesen unter ständigem Rühren karamellisieren lassen. Feigenwürfel, Thymianzweige, Essig und Rotwein zugeben. Alles zusammen unter Rühren ca. 15-20 Minuten einkochen lassen.

Die Thymianzweige entfernen. Das heiße Chutney mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sofort in sterilisierte Gläser füllen und für einige Minuten auf den Kopf stellen.

 

Ingwer-Poularde mit Feigen und Zitronengras

Dienstag, 26. April 2011

Schon im letzten Jahr habe ich dieses tolle Poularden-Rezept entdeck. Trotz Liebe auf den ersten Blick ist es – dank meiner manchmal etwas chaotischen Zeitschriftenverwaltung  – sträf- licherweise in Vergessenheit geraten. Glücklicherweise erblickte es vor einigen Tagen durch Zufall wieder das Licht der Welt und rettete somit aufs Vorzüglichste das Mittagessen bzw. den knurrenden Magen.

Der Knaller bei diesem Rezept ist unumstritten der frische Ingwer, welcher fein gerieben unter Hühnchens Haut geschoben wird. Nicht zu sprechen vom Zitronengras, welches von der Bauchhöhle aus sein tolles, zitroniges Aroma ans zarte Fleisch weitergibt. Außerdem harmoniert der Bratenfond mit Pflau- menwein wunderbar mit den geschmorten Feigen.

So, zuviel gelobt? Eigentlich bin ich ja kein besonders großer Freund von Geflügelfleisch, aber bei diesem wirklich tollen Gericht mache ich mal eine riesengroße Ausnahme: So einen Vogel gibt es irgendwann wieder.  Und für alle die es jetzt immer noch nicht glauben: Nachmachen! 

Zutaten für 4 Personen:

1 Poularde (ca. 1,3 kg)
120 g frische Ingwerwurzel
4 Stiele Zitronengras
1 EL weiche Butter
3 Gemüsezwiebeln
2 rote Peperoni
150 ml Pflaumenwein
250 ml Geflügelfond
2 EL brauner Rohrzucker
50 g magerer Räucherspeck
4 frische Feigen
1/2 Bund Koriander
3 EL Honig
Sojasauce
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Ingwer schälen, fein reiben und mit 1 EL weicher Butter und etwas Salz und Pfeffer mischen. Die Poulade innen und außen abwaschen , trockentupfen und innen salzen. Die Haut der Poularde mit den Fingern vorsichtig vom Fleisch lösen. Die Ingwerbutter unter der Haut verteilen und von außen glatt streichen.

Die Zitronengrashalme einzeln lösen und in die Bauchhöhle stopfen. Die Poularde mit Küchengarn in Form binden und in eine außreichend breite Form legen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Zwiebeln schälen und in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Peperoni längs halbieren und entkernen. Beides zur Poularde geben. Pflaumenwein und Geflügelfond angießen. Alles salzen und die Zwiebelm mit 1 EL braunen Zucker bestreuen. Das Huhn auf der untersten Leiste im Ofen 70 Minuten braten.

Den Räucherspeck in feine Würfel schneiden und die Feigen längs halbieren. Koriandergrün grob zupfen und beiseitestellen.

Nach 40 Minuten Garzeit die Speckwürfel über das Gemüse streuen. Etwa 5 EL Braten fond mit 1 EL braunem Zucker und Honig verrühren und die Poulade damit alle 5 Minuten bestreichen. Nach 60 Minuten Garzeit 2 EL Sojasauce zum Bratenfond gießen, Feigenhälften dazugeben unrd weitere 10 Minuten garen.

Die Poularde aus dem Ofen nehmen, Küchengarn entfernen, das Huhn mit Koriandergrün garnieren und mit Jasmin- oder Basmatireis servieren.

Quelle: Stern Gourmet Nr. 1/2010 Herbst & Winter

Feigen-Gorgonzola-Pizzetten

Samstag, 04. September 2010

Wer Feigen nicht mag hat heute leider schon verloren… Bis vor kurzem ware mir die Frucht noch relativ suspekt, aber die Zeit verging und wir wurden erfreulicherweise doch noch Freunde.

Nachdem heute wenig Zeit war und wir uns dann doch irgendwann nach Nahrung sehnten musste natürlich schnell etwas auf den Tisch. Ein leerer Bauch studiert ebensowenig gerne wie ein voller, ich weiß wovon ich spreche! Fertiger Blätterteig, Feigen und Gorgonzola retteten uns letztendlich vor dem Hungertod und alles war wieder gut…

Zutaten für 2 Personen:

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
2 reife Feigen
80 g Gorgonzola
1 EL Lavendelhonig
Pfeffer aus der Mühle
evtl. Parmaschinken und Rucola (schmeckt aber auch ohne!)

Zubereitung:

Blätterteig auf der Arbeitsfläche ausbreiten und Kreise von ca. 8-10 cm ausstechen. Mit 2/3 des Gorgonzola belegen. Feigen in dünne Scheiben schneiden und fächerartig auf den Pizzetten verteilen.

Mit Lavendelhonig beträufeln, den restlichen Gorgonzola darauf verteilen und mit Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen (200° C) ca. 10-12 goldbraun backen. Wer mag kann die Pizzetten zusätzlich mit Parmaschinken und Rucola belegen!