Thailand, Tag 6: Von Bangkok nach Damnoen Saduak

Am Samstag hieß es Abschied nehmen von Bangkok. Um 8.35 Uhr ging der Zug von der etwas außerhalb gelegenen Wong Wian Yai Station im Stadtteil Thonbori nach Maha Chai.

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Das ganze gestalltete sich zum Glück auch ganz einfach, denn der Bahnhof hatte nur ein Gleis. Nach einer luftigen, ca. einstündigen Zugfahrt mit offenen Türen und Fenstern erreichen wir den Bahnhof Maha Chai bzw. Samut Sakhon. Oder besser gesagt direkt einen Markt neben den Gleisen.

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Der Markt ist ziemlich hektisch, aber wirklich sehr sehenswert und nicht touristisch. Da es sich um ein Fischerdorf handelt werden hier natürlich hauptsächlich Fisch und Meeresfrüchte angeboten. Und die Auswahl ist wirklich gigantisch!

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Mit der Fähre ging’s dann von Maha Chai nach einer kurzen Fahrt ans andere Ufer und an den Ort des nächsten Bahnhofs. Von Ban Laem fuhr uns der Zug in ca. zwei Stunden nach Samut Songkhram bzw. Mae Klong. Und dieser Bahnhof hat es wirklich in sich! Hier fährt man mit dem Zug direkt in den Markt der Stadt. Der Markt wird tatsächlich an den Gleisen abgehalten – die Verkäufer klappen nur schnell die Sonnensegel bzw. Zeltdächer nach hinten wenn der Zug durchfährt.

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Alles andere wie Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse bleibt direkt neben dem Gleis liegen. Wir beobachteten das unterhaltsame Geschehen direkt nach dem letzten Marktstand an einer Mauer gelehnt. Wenn der Zug so direkt an einem vorbeifährt ist der Platz schon wirklich sehr beengt. Wenn der Zug vorbeigefahren ist normalisiert sich dann auch der Herzschlag wieder…

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Nach dem ganzen Spektakel stellt sich dann die Frage wie man hier wieder weiterkommt wenn man nicht in dem Zug saß und nicht mit einem Touribus wieder weggekarrt wird. Interessant wird es vor allem dadurch, weil die Ziele der Busse (Pritschenwagen mit überdachter Ladefläche) nur auf Thai angeschrieben sind.

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Wer aber lange genug dumm aus der Wäsche guckt, dem wird natürlich auch geholfen. Ein Fahrer bot an uns nach Damnoen Saduak zu fahren. Wir charterten also den “Bus” und verbrachten die Fahrt auf der Ladefläche. Am Ziel bzw. im Hotel angekommen besuchten wir dort noch das Restaurant und waren allgemein ganz froh jetzt ein Bett zu haben.

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Thailand, Tag 5: Bangkok

Der letzte Tag in Bangkok war vor allem ein entspannter und ruhiger Tag. Was auch dringend notwendig war, denn irgendwie schlaucht eine so große Stadt doch ungemein. Schlaf war also dringend notwendig und so wurde einfach ein kleines bisschen später in den Tag gestartet. Dabei half natürlich auch ein passendes “Frühstück” in Form einer scharfen Curry-Suppe.

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Um dem Hirn etwas Entspannung zu gönnen, ging’s zum Jim Thompson-Haus in der Nähe der Skytrain-Station National Stadium. Jim Thompson war Geheimdinstoffizier, Unternehmer und Kunstfreund, der sich um die thailändische Seidenindustie verdient gemacht hat. Während sich außerhalb des Hauses ein tropischer Garten befindet, kann im inneren des Hauses seine Kunstsammlung begutachten werden. Jim Thompson ist 1967 spurlos verschwunden.

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Der restliche letzte Tag gestaltete sich wie schon erwähnt sehr entspannt und bestand dann noch hauptsächlich aus shoppen, essen, trinken und den allabendlichen bzw. allnächtlichen Trubel auf sich wirken zu lassen.

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Thailand, Tag 3-4: Bangkok

Sawadee kha aus Bangkok! Nach dem gestrigen Altstadttag wurde als Kontrast ein Tag in der Neustadt und somit in der näheren Umgebung eingelegt, quasi alles zwischen der National Stadium und Asoke Skytrain Station. Ein Bereich der eigentlich nicht kontrastreicher sein könnte.

Wir haben den Skytrain, der mit seinem Betongerippe eher an eine dystopische Zukunftsvision erinnert, daneben die modernen großen Einkaufszentren welche manche Utopie zur Realität werden lassen. Darunter im harten Kontrast Garküchen, Händler mit verschiedensten Waren und immer wieder ein Schrein der den einen oder anderen Thai kurz inne halten lässt.

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Los ging’s nach einem späten Frühstück ins MBK-Center an der Haltestelle National Stadium. Das MBK sprengt garantiert sämtliche Dimensionen einer normalen Shopping Mal, denn hier verteilen sich ca. 2500 Geschäfte auf sieben Stockwerken. Im obersten Stockwerk gibt es außerdem einen sehr guten Food Court. Wir beließen es im MBK aber bei einer thailändischen SIM-Karte.

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Danach ging’s zu Fuß über den Skywalk ins benachbarte Siam Paragon. Das Siam Paragon ist etwas exklusiver als das MBK, nichtsdestotrotz gibt es hier auch Zara und H&M, welche witzigerweise die gleiche Kollektion wie in Deutschand anbieten. Inklusive warmer Winterklamotten… bei 34 Grad im Schatten im Winter. Besonders gefallen hat mir hier aber der Gourmet-Markt im Untergeschoss und die bunte Mischung aus verschiedensten Restaurants aller Preisklassen.

Anschließend besuchten wir die Siam Paragon Ocean World im Untergeschoss. Hier kann man völlig trocken und gefahrenfrei in einem Unterwassertunnel Haie, Rochen usw. von unten betrachten.

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Später wurde noch einen kurzen Abstecher in die Soi Cowboy gemacht, einem kleinem Rotlichtviertel in unmittelbarer Nähe zur Asoke-Station. War ganz interessant, sich einfach mal hinzusetzen, ein Bier zu trinken und dem “Treiben” zuzusehen. Auch wenn hier für die Jungs etwas mehr zu sehen ist, die überwiegend grell-pinke Beleuchtung lässt auch jedes Mädchenherz höher schlagen… ;-)

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Hab ich schon erwähnt das der Verkehr hier übrigens der absolute Wahnsinn ist? Einen sehr hohen Spassfaktor bringt übrigens eine Tuk Tuk-Fahrt auf einer vielbefahrenen und mehrspurigen Straße wie der Sukhumvit Road. Neben dem sicher völlig überzogenem Fahrpreis gibts Lärm und ne enorme Abgaswolke noch dazu. Fazit: Einmal und nie wieder (zumindest in der Stadt).

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Das beste Essen (bis jetzt) schmeckt uns hier: Um Mitternacht Papaya-Salat und Tom Yam Gai Suppe.

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Am Donnerstag war ging’s mit dem Taxi zum Pukhao Thong (Golden Mountain). Von da aus ein kleiner Spaziergang vorbei am Rathaus, einigen Klongs und Tempeln in Richtung Wat Po. Danach gab es im Restaurant Sala Arun ein Abendessen auf der Terrasse mit Blick auf den Chao Praya River und Wat Arun im Sonnenuntergang. Danach ließen wir den Tag in der Bar “Eagle Nest” im vierten Stock mit Rundumblick auf das nächtliche Bangkok und die beleuchteten Sehenswürdigkeiten ausklingen.

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Thailand, Tag 1-2: Bangkok

Wir unterbrechen aus aktuellem Anlass den Herbst-Exkursions-Bericht für die brandaktuelle Urlaubsberichterstattung aus Thailand. Natürlich wird der zweite Bericht nicht einfach unter den Tisch fallen – er wird auf alle Fälle nach dem Urlaub zeitnah nachgereicht. Zum “noblen” Thema und auch zur Weihnachszeit, erscheint dieser dann im neuen und schon lange geplanten Blog-Layout (endlich!)

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Bis zum 12. Dezember werde ich versuchen des öfteren kurze Statusmeldungen mit aktuellen Bildern abzugeben. Je nach Lage, Aufenthaltsort und Internetverbindung -ich hoffe es klappt einigermaßen wie gedacht.

Den Anfang macht Bangkok, hierfür sind bis jetzt fünf Tage geplant. Danach geht es als Ausgleich zum etwas stressigen und hektischen Stadtleben zu Stränden in den Süden. Wohin genau entscheidet in den nächsten Tagen das Wetter – und die aktuelle Laune. Geplant war nach Bangkok eigentlich am Anfang Kho Tao und Kho Phangan.

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Der Ankunftstag gestern war wie Erwarten nach zehn Stunden Flug etwas vom Jetlag geprägt. Es wurde nur das Hotel (Galeria 10, an der Sukhumvit Road), die Hotelumgebung und ein Einkaufszentrum (Terminal 21) erkundet.

Heute ging’s per Skytrain, Metro und Taxi (und demnächst nur noch Taxi, viel angenehmer und kostet zu zweit nur unwesentlich mehr und ist auf manchen Strecken sogar billiger als die öffentlichen Verkehrsmittel) nach Chinatown. Chinatown hat in manchen Straßen und seitlichen (dunklen) Gassen fast einen Blick in eine andere Welt zu bieten.

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Nach dem kurzen Ausflug in eine sehr authentische Kulinarik ging’s zum Ausgleich in die eher touristische Khao San Road. Tagsüber fast noch ruhig, verwandelt sich die Straße in eine sehr stark frequentierte Ausgehmeile für Junge und Junggebliebene. Und morgen geht es weiter…

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Herbstexkursion 2013, Teil 1 – Nizza

Tadaa, zur Abwechslung hier mal wieder etwas neues von mir! Anstatt eines Rezeptes gibt es hier und jetzt einen kleinen herbstlichen Reisebericht. Denn, wenn die Zeit ja eh schon knapp bemessen ist kann man ja auch gleich wegfahren bzw. Urlaub machen. Wobei ich ja zu meiner Verteidigung sagen muss, dass die Reise nicht komplett auf meinem Mist gewachsen ist … Dazu aber mehr in Teil zwei.

Es war also wie es war, ich “durfte” also praktisch für ein Wochenende an die ligurische Küste nach San Remo und wenn Frau schon die Mühen eines Fluges auf sich nimmt, dann sollte doch zumindest die Zeit am Zielort nicht ganz so knapp bemessen sein. Was liegt da näher als das Nachbarland Frankreich und die Côte d´Azur  zu besuchen? Hier also Teil 1: Nizza.

Los gings am Dienstag Nachmittag am schnucklig-kleinen und sehr übersichtlichen Nürnberger Flughafen. Über Zürich ging es mit Swiss Air nach Nizza – unterstützt an Bord von Schweizer (?) Schokolade. In Nizza angekommen gings vom Flughafen per Bus vorbei an der nächtlichen Promenade des Anglais in Richtung Innenstadt zum Hotel. Das Hotel lag zwar relativ zentral zwischen Innenstadtbahnhof und der zentralen Strasse Jean Médecin, war aber zimmertechnisch doch eher fragwürdig/zweifelhaft/gewöhnungsbedürftig. Meine Kurzsichtigkeit und die abgesetzte Brille erwiesen sich in manchen Situationen wohl als Retter in der Not. Noch wusste ich hier nichts von dem zu erwartenden Kontrastprogramm in San Remo.

Die Reisezeit Oktober (und somit die Nebensaison) erwies sich als nahezu perfekt: Weniger Menschen, annehmbarere Temperaturen um die 23° und eine allgemeine “Entspanntheit” in der ganzen Stadt. Etwas unsportlich wurde ein weiterer Vorteil der Nachsaison genutzt, der Aufzug brachte uns ohne Schlange und Ticket auf den Schlosshügel Parc du Mont Boron. Oben angekommen bietet das Ganze eine weitläufige Parklandschaft und einen herrlichen Blick über die Dächer von Nizza, über den Hafen Port Lympia und natürlich das Meer.

Der Hafen besteht außerdem aus vier großen Becken, von denen täglich Fährschiffe nach Korsika auslaufen. Entlang des Kais finden sich zahlreiche Restaurant und Bistros. Die hohen farbig getünchten Häuser und die Kirche im Hintergrund verschmelzen zusammen mit den Hafenanlagen zu einem eindrucksvollen harmonischen Ganzen.

Das absolute Highlight in Nizza war definitiv die Altstadt. Dieser Teil von Nizza erfüllt fast jedes Klischee, das man von einer Stadt in südlichen europäischen Gefilden (siehe auch mein Barcelona-Bericht) haben kann: Enge und verwinkelte Gassen, versteckte, von Pinien überschattete Höfe, pastellfarbene Häuser und barocke Kirchen, unzählige Restaurants, Bars, Kneipen und Cafes und zahllose kleine Geschäfte. In diesem alten Stadtviertel erlebt man das Treiben einer typischen provenzalischen Stadt und kann sich auch selbst sehr gut treiben lassen.

Ganz stressfrei: Einfach mal den Stadtplan in der Tasche stecken lassen und sich einfach mal durch das Gassengewirr treiben lassen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten passiert man ganz automatisch und je nach Tageszeit, Lichtstimmung und eigener Stimmung bietet so eine Gasse durchaus auch Potential für mehrere Durchläufe. Typisch südeuropäisch beginnt man den Tag am besten mit dem Morgenkaffee in einem der vielen kleinen und gemütlichen Cafés und genießt am Abend lokale Spezialitäten in einem kleinen Restaurant. Reservierung ist hierbei bei sehr kleinen Restaurants am Abend empfehlenswert – wie wir bemerkt haben.

Seit einigen Jahren gibt es außerdem das Markenzeichen “Cuisine Nissarde, respect de la Tradition”. Diese Auszeichnung dürfen in Nizza nur Lokalitäten tragen, die auf der Speisekarte mindestens drei lokale Gerichte anbieten, die von einem Fachausschuss abgenommen worden sind. Einfach mal die Augen offen halten. Probiert wurde natürlich der bekannte Salat Nicoise, Rotbarben (leider etwas trocken), Thunfisch (perfekt) und Rinderzunge provenzalischer Art (interessant, muß aber nicht mehr sein).

Viele Kirchen in Nizza stammen etwa aus dem 17. und 18. Jahrhundert und fügen sich mit ihren sehenswerten Fassaden im italienischen Barock wunderbar in die restaurierten Häuserzeilen der Altstadt ein. Erwähnenswert wäre hierbei die Cathédrale Sainte-Réparate de Nice oder die russisch-orthodoxe Kathedrale Saint Nicolas et Sainte Alexandra in der Avenue Nicolas II. Atwas kleiner, aber trotzdem sehr sehenswert – die Kirche Divo Jacobo direkt in der Altstadt

Divo Jacobo
Place du Jésus
06300 Nizza, Frankreich


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Brot und Backwaren, besonders Baguette in verschiedensten Ausführungen (mit Oliven, Walnüssen, getrockneten Tomaten, Vollkorn….), Croissants, Brioche, Brötchen usw. findet man in der Bäckerei bzw. Boulangerie “Le Four à Bois”. Außer diesen französischen Spezialitäten findet man hier und eigentlich überall in Nizza eine provenzalische Besonderheit, die Pissaladière. Hierbei handelt es sich um eine Spezialität aus Nizza, eine Art Zwiebelkuchen mit Sardellen und schwarzen Oliven. Dazu passt natürlich hervorragend ein Glas französischer Rotwein. Santé.

Le Four à Bois
35 Rue Droite
06300 Nizza, Frankreich


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Der heimliche Treffpunkt der (Alt-)Stadt scheint der von Bistros und Restaurants umrahmte Saleya-Platz bzw. die dort stattfindenden Märkte zu sein. Einige dieser Restaurants könnten durchaus Touristenfallen sein, genau wurde das aber nicht weiterverfolgt, denn der Markt bietet neben Blumen, Seifen, Antiquitäten und Kundshandwerk natürlich auch Lebensmittel aus der Region. Gesalzene Sardellen, Oliven, marinierte Lupinen, verschiedenes Baguette, Artischocken, Zucchiniblüten, Mangold, Lavendelhonig, Salami, Käse, usw. Diese Angebot wurde natürlich genutzt und dadurch hat sich das Frühstücksproblem auch gleich erledigt. Als Frühstücksraum durfte der nahegelegene Strand herhalten.

Wen das verlockende Marktangebot ansonsten hungrig macht, der kann sich eine direkt eine sogenannte Socca kaufen, das sind dünne Kichererbsenfladen, die über Holzfeuer gebacken und als lmbiß, mit Olivenöl und grob gemahlenem Pfeffer gewürzt, über die Straße verkauft werden. Ein anderer herzhafter Imbiß aus Nizza ist das Pan bagnat, wörtlich »gebadetes Brot«, eine Art Baguette-Sandwich, das reichlich mit Olivenöl getränkt und mit Zwiebeln, Sardellen, Sellerie, schwarzen Oliven und anderen schmackhaften Dingen belegt wird.

Cours Saleya
Rue de la Terrasse east to Rue Droite
06300 Nizza, Frankreich


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Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber umso näher es bei uns (daheim) in Richtung Meeresfrüchte, insbesondere Austern geht, umso höher ist der Schicki-Micki-Grad. Unsere Urlaubslösung für das “Problem” fand sich mit dem Café de Turin am Place Garibaldi. Nur Meeresfrüchte, besonders Austern in verschiedenen Sorten und Größen, Muscheln, Scampi, Seeigel, Seeschnecken usw, die Speisekarte lädt auf alle Fälle zum Ausprobieren ein – und das zu verhältnismäßig erschwinglichen Preisen. Wer sich nicht entscheiden kann, nimmt einfach für zwei Personen die gemischte Meeresfrüchte-Platte “mit allem”  für knapp 35 Euro. Der passende Weisswein war ebenfalls sehr fein. Mein Tipp: Das Café de Turin sollte man sich als Meeresfrüchte-Liebhaber auf keinen Fall entgehen lassen, denn hier speist es sich wirklich sehr entspannt und unaufgeregt zwischen Einheimischen und Touristen.

Café de Turin
5 Place Garibaldi
06300 Nizza, Frankreich


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Der Nach-dem-Essen-Spaziergang durch die Gassen der Altstadt machte durstig. Weil wir hier ja in Frankreich waren, bot sich ein Glas Wein geradezu an. Wir landeten ganz zufällig in dem Bistro “Les Distilleries Ideales” im Art Nouveau/Steampunk-Stil. Wer neben den verschiedenen Weinen, Bieren und Cocktails mal etwas Festes braucht ist mit der Käse-, Wurst- oder Gemüseplatte sehr gut bedient. Das Ambiente in diesem “Pub mit französischem Flair” ist wirklich absolut einladend – sogar mehrmals am Tag.

Les Distilleries Ideales
24 Rue de la Préfecture
06300 Nizza, Frankreich


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Beim durch die Gassen streifen finden sich durchaus interessante Einblicke in die Läden verschiedenster Händler . Bei Glandeves findet man z.B. Spezialitäten  wie Stockfisch, einheimischer Käse in Bio-Qualität, hausgemachte Marmeladen, Tapenaden, und Chutneys, Kichererbsenmehl, Bottarga, Bio-Salami und Trüffel.

Glandeves
33 Rue Pairolière
06300 Nizza, Frankreich


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Nach dem ganzen salzig/herben Geschmäckern muss devinitiv auch etwas Süßes in den Magen. In der Patisserie Lac gibt es neben verschiedensten Sorten Macarons (Pistazie war der Hit und schmeckte auch wirklich noch nach Pistazie!) eine wirklich beeindruckende Auswahl an verschiedensten Törtchen. Diese waren nicht nur sehr hübsch anzusehen sondern auch auch ausgesprochen lecker. Die Patisserie Lac befindet sich in der gleichen Strasse  wie das Bistro Les Distilleries Ideales.

Patisserie Lac
12 Rue de la Préfecture,
06000 Nizza, Frankreich ‎


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Pflichtprogramm ist natürlich auch ein Bummel über die Promenade des Anglais. Die weltberühmte, palmengesäumte Prachtstrasse trennt Meer und Strand von Luxushotels, Casino, Oper usw. und ist auch eine der wichtigsten Verkehrsstrassen in Nizza. Sehr belebt und mit hohem Lärmpegel, aber wegen dem Ausblick auf das offene Meer, die startenden und landenden Flugzeuge und die imposanten Bauwerke einen Spaziergang wert. Unter anderem steht hier auch das bekannte Belle Époque-Gebäude des  Hotels Negresco. Auf das Thema Luxushotels gehe ich aber im 2. Teil meines Berichts noch genauer ein…

Für einen Kurzurlaub hat Nizza auf alle Fälle mehr als genug zu bieten, sowohl architektonisch als auch landschaftlich und natürlich (wichtig!) kulinarisch. War vielleicht schon jemand in Nizza? Hat jemand vielleicht noch genauere Tipps und Tricks? Ich und meine Leser freuen sich sicherlich über weitere sachdienliche Hinweise. Wir sehen und lesen uns dann hoffentlich bei Teil 2, bis dahin noch eine schöne Zeit!

Kürbisketchup für Ylva

Fast hätte ich es vergessen: Kurz vor dem Frankreich/Italien Kurz-Urlaub (Bericht folgt außerdem in Kürze!) am letzten Wochenende wurde mir die Ehre erteil, für Ylva von Der Klang von Zuckerwatte einen Gastbeitrag zu schreiben. Für mich war es außerdem der zweite Gastbeitrag in diesem Jahr.

Entschieden habe ich mich für eine herbstliche und leicht orientalische Ketchup-Variante mit … Kürbis! Für die Ungeduldigen gibt es das Rezept gleich hier im Anschluss, ich würde mich aber freuen wenn ihr auch meinem Gastbeitrag und natürlich Ylvas Blog einen kleinen Besuch abstatten würdet.

Zutaten für ca. 1 l Ketchup

700 g Kürbisfruchtfleisch, geputzt und grob gewürfelt (Hokkaido)
300 g Mangofruchtfleisch, geschält und grob gewürfelt
1 EL Harissa
1 TL Currypulver
½ TL Ingwer, gemahlen
300 ml Mangosaft (alternativ Orangensaft)
100 ml Apfelessig
180 g Zucker

Zubereitung

Das gewürfelte Kürbisfruchtfleisch in siedendem Wasser ca. 10-15 Minuten weich kochen. Abtropfen lassen.

Das gegarte Kürbisfruchtfleisch mit dem Mangofruchtfleisch in einen großen Topf geben. Harissa, Currypulver, Ingwer, Apfelessig, Mangosaft und Zucker zugeben. Das Ketchup ca. 15 – 20 Minuten leicht köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Das Kürbisketchup pürieren und sofort in heiss ausgespülte Einmachflaschen oder Einmachgläser füllen und gut verschließen. Die Flaschen oder Gläser für mindestens 5 Minuten auf den Kopf stellen und anschließend vollständig erkalten lassen. Kühl und dunkel lagern, das Ketchup hält sich so ca. 6 Monate.

Gewonnen!

“Ich trinke meinen Kaffee inzwischen – nach vielen Jahren mit der Nespresso-Maschine – mit guten, frisch gemahlenen Kaffeebohnen, schön gemütlich von Hand aufgebrüht und mit einem großen Schluck warmer Milch. Und das ganz egal zu welcher Tageszeit… “

Herzlichen Glückwunsch liebe Caro H., dieser nette Kommentar hat Dir zu einem Jahresvorrat an Melitta-Kaffeebohnen und einer wirklich tollen Kaffeemühle von Mahlkönig verholfen. Ich hoffe Du freust Dich riesig darüber und genießt Deinen Kaffee weiterhin so wie bisher – oder vielleicht sogar noch ein bißchen mehr!

Bei allen anderen bedanke ich mich ganz herzlich für die Teilnahme am Gewinnspiel und die vielen, oft sogar sehr ausführlichen Kommentare – ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut. Und auf alle Fälle nicht verzagen, denn mit Sicherheit heißt es hier auf rock the kitchen! bald wieder: neues Spiel, neues Glück!

Verlosung! Gewinne einen Jahresvorrat Melitta-Kaffee & eine VARIO-Kaffeemühle von Mahlkönig

Wie trinkt Ihr euren Kaffee? Als Filterkaffee, mit Hilfe diverser Kapselsysteme, Kaffeepads, der French Press, oder einer Siebträgermaschine, stark und schwarz , als Milchkaffee, mit oder ohne Zucker, vielleicht mit Aroma oder Gewürzen, mit Milchschaum als Cappuccino oder Latte Macchiato, mit oder ohne Koffein, mit Sahne, mit Eis, heiß, kalt usw….

Ich bevorzuge jeden Morgen (sehr früh!) Espresso aus der Siebträgermaschine mit viel geschäumter Milch on top. Über die genauere Bezeichnung meines Kaffeegetränks lässt sich hier sicherlich streiten, da es nicht nur unzählige verschiedene Kaffeespezialitäten gibt, sondern diese auch noch aus unterschiedlichen Ländern kommen. Alles in allem dürfte mein tägliches “Morgen-Ritual-Zeremoniegetränk” irgendwo in der Schnittmenge zwischen Melange, Latte macchiato und Café con leche liegen. *smile*

Die VARIO Home Kaffeemühle mit 6 Packungen (je 1000 g) BellaCrema Selection des Jahres aus Sol de Peru Bohnen. 100 % Arabica.

Um zu vermeiden, dass bei einem von euch der Kaffeevorrat ausgeht, verlose ich in Kooperation mit Melitta* einen ganzen Jahresvorrat an Kaffee. Damit man die Bohnen nicht beißen und mit heißem Wasser nachspülen muß, ist die passende Gerätschaft auch gleich mit von der Partie – die hochwertige Kaffemühle VARIO von Mahlkönig im Wert von 389 Euro macht sich ebenfalls auf den Weg zum Gewinner.

Nordperuanisches Andenpanorama.

“Vollmundig, intensiv, mit dem fruchtigen Aroma roter Beeren – die Melitta BellaCrema Selection des Jahres mit Sol de Peru Bohnen bietet ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Dieser Kaffee entwickelt seinen einzigartigen Charakter durch die Nähe zur südamerikanischen Sonne. Denn dort wachsen die Sol de Peru Bohnen im warmen Klima der nordperuanischen Anden. Fast ein ganzes Sonnenjahr gibt man den Kaffeekirschen Zeit, um langsam zu reifen. Den sonnenverwöhnten Bohnen wird ihr besonderes Aroma mit den fruchtigen Noten durch die speziell auf sie abgestimmte hellere Röstung entlockt. Ein intensiver Duft und eine feine, goldbraune Crema sind das Ergebnis”

Eine Kaffeeplantage in den nordperuanischen Anden.

Wie könnt Ihr diesen koffeeinlastigen Gewinn euer nennen? Ganz easy, hinterlasst einfach unter diesem Post einen Kommentar. Wie trinkt Ihr Kaffee am liebsten? Jede Antwort ist erlaubt und wird garantiert vertrauensvoll behandelt ;-) Ganz wichtig ist im Zusammenhang natürlich auch eine gültige E-Mail-Adresse unter der ihr erreichbar seid. Teilnehmen können dieses mal nur Personen mit einem Wohnsitz in Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bis wann? 06. Oktober 2013 um 21.45 Uhr. Wie immer nach Tatort-Ende wird der glückliche Gewinner per Zufallsgenerator ausgelost, nicht früher und nicht später. Der Gewinner wird im Anschluss von mir per E-Mail benachrichtigt.

Auch noch erwähnenswert: Der Gewinn wird von mir persönlich gut verpackt und innerhalb der nächsten Tage versendet.

Und natürlich wie immer das allerwichtigste: Viel Glück bei der Verlosung und viel Spass beim Kaffeetrinken!

*Der Gewinn wurde mir freundlicherweise von Melitta zur Verfügung gestellt. Alle Fotos (c) Melitta.

Traumstücke a la Karen

Vor einiger Zeit hat Karen diese kleinen, süßen Häppchen gebacken,  seither spuken mir Ihre “Traumstücke” ständig im Kopf herum. Und auch wenn im Moment die Zeit sehr knapp ist, hat es doch mit dem Nachbacken irgendwie zwischendrin geklappt – die Dinger sind zum Glück super einfach zubereitet und dann auch ganz fix gebacken, fast schon nebenbei.

Irgendwie erinnern mich diese kleinen Teilchen geschmacklich (wie Karen übrigens auch) an Vanillekipferl. Und da die Weihnachts-Bäckerei 2013 dank Urlaub heuer eh mehr oder weniger ins Wasser fällt, gibts eben jetzt schon adäquates Gebäck – bei mir noch zusätzlich mit einem Hauch von Cème Brûlée-Geschmack. Und Kekse gehen ja eigentlich immer, die Jahreszeit ist bei den “Traumstücken” wirklich definitiv Nebensache. Fast verputzt sind sie hier auf alle Fälle auch schon, mehr muss wohl dazu nicht gesagt werden, oder? 1000 Dank für das Rezept, liebe Karen!

P.S: Als kleine Entschädigung, dass ich mich in letzter Zeit hier auf dem Blog aus Zeitmangel doch etwas rar mache, gibt es in den nächsten Tagen eine tolle Verlosung mit einem wirklich grandiosen Gewinn. Mehr wird hier an der Stelle aber natürlich noch nicht verraten – seid gespannt  und schaut bei Gelegenheit einfach die Tage mal wieder vorbei, bis bald!

Zutaten (für ca. 80 Stück)

500 g Mehl
5 Eigelb
2 EL Crème Brûlée-Sirup (oder einfach weglassen)
250 g Butter
150 g Vanillezucker (selbstgemacht)*
Puderzucker zum wälzen (etwa 250 g)

Zubereitung

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen grob verkneten. Anschließend den Teig auf der Arbeitsplatte mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie geschlagen ca. 1 Stunde im Kühlschrank kühlen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Vom gekühlten Teig ein Stück abnehmen und zu fingerbreiten Strängen rollen. Jeweils 1 cm breite Stücke abschneiden und auf das Backblech legen. Die Traumstücke gehen nur ein kleinwenig auf, also braucht man keinen großen Abstand dazwischen. Die Traumstücke ca. 13-15 Minuten backen. Sie sollen nur ganz leicht braun sein.

Auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen und lauwarm (nicht heiss, sonst saugen sie zu viel Puderzucker auf!) in eine Schüssel mit Puderzucker geben. Die Schüssel vorsichtig schütteln, dass sich der Puderzucker um die Kekse windet.

*Alternativ einfach 140 g normalen Zucker und 2 Päckchen Vanillezucker verwenden.

Kohlrabi-Brokkoli-Lasagne mit Gorgonzola

Lasagne liebe ich in jeder erdenklichen Variante, mit Fleisch, Fisch oder Gemüse – hauptsache mit einer leckeren Béchamelsauce und ohne Pilze. Mit viel Liebe und noch mehr Käse überbacken, ist der italienische Klassiker für mich das pure Glück in Schichten und beliebt bei Groß und Klein bzw. Alt und Jung. Ohne Lasagne wäre die Welt doch mit Sicherheit ein kleines bißchen trauriger, oder?

Unabhängig davon, daß Brokkoli und Gorgonzola für meinen Gaumen eine  Traumkombination darstellen und die im Kühlschrank verweilenden Kohlrabis schon in freudiger Erwartung waren, stellte sich noch die Frage, wie Brokkoli in einer Lasagne idealerweise plaziert wird. Beim Käse ist die Sache ja klar oder ja eigentlich eher flüssig und flach. Brokkoli dagegen ist wegen seiner Form eher Nudelplatten-unkompatibel. Deswegen wurde er kurzerhand und ohne schlechtes Gewissen einfach in die Sauce geschreddert und somit wieder Lasagne-kompatibel gemacht. So einfach ist das…

Zutaten für 4 Portionen

150 g Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
25 g Butter
2 Lorbeerblätter
25 g Mehl
100 ml trockener Weißwein
500 ml Milch (1,5 %)
250 g Brokkoliröschen
125 g Gorgonzola
Salz
Pfeffer
Muskat
1 TL Olivenöl
800 g Kohlrabi
12 Lasagneblätter
60 g Pecorino (gerieben)

Zubereitung

Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Für die Béchamel Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Lorbeer darin andünsten. Mehl mit einem Schneebesen unterrühren und kurz mitdünsten. Wein und Milch zugeben und offen bei milder Hitze unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten einkochen lassen. Brokkoli zugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Sauce mit dem Pürierstab fein mixen, Lorbeerblätter vorher entfernen. Den Gorgonzola in die Béchamel geben und schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Kohlrabi schälen, halbieren und in dünne Scheiben hobeln.

Eine Auflaufform (ca. 24 x 20 cm) mit Olivenöl einfetten. Etwas Béchamelsauce in die Form gießen. Schichtweise Nudelblätter, Béchamelsauce und Kohlrabi in die Form geben. Den Vorgang so oft wiederhohlen bis die Lasagneblätter aufgebraucht sind. Die restliche Béchamelsauce darauf verteilen. Mit Käse bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene ca. 35 – 40 Minuten garen.

Mango-Kokos-Fruchtaufstrich mit Rum

Ganz ehrlich, Mangos sind in meinem Leben noch keine zehn Stück in den Einkaufskorb gewandert, irgendwie passen sie wohl nicht in mein Beute- und Genußschema. Was wohl zum einen daran liegt, dass sich die meisten Früchte beim Kauf entweder noch total unreif und ungenießbar präsentieren, zum anderen ist mir die Schälerei und das etwas umständliche um-den-Kern-säbeln schon zu zeitaufwendig. Bis ich bei einem der letzten Einkäufe ganz zufällig wunderbare, reife und duftende Mangos entdeckte. Aber wie verzehren? Pur genießen? Nö, zu simpel. Eine fruchtige-exotische Mango-Marmelade kochen und den Geschmack in Gläsern einfangen? Definitiv eine gute Idee!

Wer außerdem mich und meinen alltäglichen Kochwahnsinn außerhalb des Blogs per Instagram, Facebook, Pinterest oder Twitter mitverfolgt, hat bestimmt auch schon mitbekommen, daß die vor einiger Zeit geplante Küche endlich Einzug in die neue Wohnung halten durfte. Bis auf Kleinigkeiten (Glasrückwand, Sockelleisten) ist alles an seinem Platz, sitzt, wackelt (nicht) und hat Luft – und funktioniert perfekt. Bilder der Küche folgen aber nach Fertigstellung noch in einem gesonderten Post, versprochen! Und da der Schreiner des Nächtens verständlicherweise auch mal eine Pause machte, wurde diese besondere Tageszeit gleich genutzt und der neue Koch(t)raum mit diesem Mango-Kokos-Fruchtaufstrich mit Schuß eingeweiht.

Kleiner Tipp am Rande: Ganz wichtig bei diesem Fruchtaufstrich ist die Verwendung von unbedingt ausgereiften Mangos. Unreife, faserreiche Früchte verfälschen den fruchtig-süßen Geschmack und das “samtige” Mundgefühl bleibt aus. Reife Mangos erkennt man immer daran, dass sie bei leichtem Druck nachgeben und angenehm süßlich duften. Ansonsten – die Mango einfach geduldig nachreifen lassen und die Aufstrich-Produktion einfach vertagen.

Zutaten für 7 Gläser a 170 ml

800 g Mangofruchtfleisch (bei mir waren es 2 größere Mangos)
200 g Kokosmilch
350 g Rohrohrzucker
5 EL brauner Rum (oder nach Geschmack weniger – oder sogar mehr)
1 Päckchen Gelfix Super 3:1

Zubereitung

Mangos schälen und das Fruchfleisch in Stücke schneiden. Das Mangofruchtfleisch zusammen mit der Kokosmilch, dem Zucker und dem Gelierpulver in einen großen Topf geben. Alles unter Rühren bei starker Hitze zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren mind. 3 Minuten sprudelnd kochen. Den Topf vom Herd ziehen und rasch den Rum unterrühren.

Den Fruchtaufstrich sofort randvoll in saubere Gläser füllen (ich sterilisiere die Gläser vorher im Dampfgarer). Mit Schraubdeckeln verschließen, umdrehen und ca. 5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen. Die Gläser anschließend wieder wenden und vollständig auskühlen lassen.

Zucchini-Tarte Tatin mit Parmesan und Ziegenkäse

Um eine schmackhafte Tarte Tatin bin ich ja irgendwie nie verlegen. Sei es der französische Klassiker mit karamellisierten Äpfeln oder die herzhafte aber garantiert nicht minder schlechte Variante mit Tomaten. Weiterhin sorgen aber zur Zeit wuchernde Zucchinipflanzen im Balkonkasten auf alle Fälle für klare Geschmacks-Verhältnisse im riesigen Tarte-Tatin-Dschungel.

Mal ganz ehrlich: Irgendwie überfordern mich diese fast anspruchslosen (perfekt für mich, sie verzeihen auch mal Gieß-Unregelmäßigkeiten!) Kürbisgewächse mit den riesigen Blättern doch etwas. Im Moment ernte ich von zwei wuchernden Pflanzen im Balkonkasten täglich jeweils 1 runde (ganz wichtig, runde Zucchini finde ich sehr hübsch!) Zucchini in Tennisballgröße. Mehr als wir eigentlich verzehren können. “Können” ist hier eigentlich etwas übertrieben, handelt es sich doch eher um den Willen. Obwohl sie wirklich ausgezeichnet munden, will man bei dem abwechslungsreichen Gemüseangebot im Sommer ja nicht jeden Tag das gleiche (Zucchini-) Gemüse. Reicht ja auch jeden zweiten Tag …

Sehr schmackhaft, ja geradezu prädestiniert für diese herzhafte Variante der Tarte Tatin sind außerdem einige dünne Scheiben Parmaschinken zwischen den einzelnen Zucchinischichten. Hierfür reichen 80-100 g völlig aus um für den differenzierten Geschmack und etwas “Biss” zu sorgen. Quasi das al dente-Gefühl in der Tarte Tatin.

Was braucht man für eine Tarte Tatin? (∅ 26 cm)

750 g Zucchini (bei mir waren es drei runde Zucchini)
1 TL Sonnenblumenöl
10 g Butter
1/2 TL Thymiannadeln
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
50 g Parmesan, frisch gerieben
40 g Ziegenfrischkäse mit Olive (z.B. Picandou)
ca. 180 g Blätterteig als Kreis ausgeschnitten (∅ 28 cm, Kühlregal)
Salz
Pfeffer

So gehts!

Die Zucchini waschen und in ca. 2 mm dicke Scheiben hobeln. Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Butter und Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Thymiannadeln und braunen Zucker  in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze den Zucker karamellisieren lassen. Die erste Lage Zucchinischeiben fächerartig in die Pfanne schichten. Salzen, Pfeffern und die Hälfte des Knoblauchs und des Parmesans darauf verteilen. Eine weitere Lage Zuchini darauf verteilen, ebenfalls salzen und pfeffern und mit dem restlichen Knoblauch und Parmesan bestreuen. Die letzte Lage Zucchini darauf schichten. Den Ziegenfrischkäse mit den Fingern zerbröseln und auf der letzten Lage verteilen. Den Blätterteig vorsichtig auf die Zucchini legen. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die mittlere Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 3 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.