Archiv für die Kategorie ‘vegetarisch’

Rote Linsen-Spinat-Tarte mit Feta

Samstag, 04. Februar 2012

Linsen in Kombination mit Spinat ist für mich schlichtweg DIE Kombination – geschmacklich, sowie seit dieser Tarte garantiert auch farblich!  Und weil sich im Kühlschrank noch unbeachteter Fetakäse fand, wure dieser kurzerhand mit hineinkomponiert…

Schwer begeistert hat mich der Linsenboden, der es definitiv mit  jedem anderen Tarte-Boden auf dieser Welt aufehmen kann. Auf den ersten Blick ist das sicher etwas ungewöhnlich aber auf den zweiten Blick steht für mich als Linsenfan das Ergebnis bei Linsenboden vs. Mürbteigboden fest! Außerdem läßt sich die Tarte aufgrund des kompakten Bodens nicht nur einfach aus der Form lösen sondern anschließend auch spielend leicht portio- nieren. Dies nur so als praktische Anmerkung für den einen oder anderen Linsenskeptiker.

Wer also Linsen und Spinat in Kombination mit Fetakäse nicht für völlig abwegig hält, sollte bei dieser Tarte auf alle Fälle einmal zugreifen bzw. sie nachbacken.

Zutaten für eine Tarteform (26 cm):

125 g rote Linsen
50 g Vollkornsemmelbrösel
1 kleine, weiße Zwiebel in Würfel
1 TL Olivenöl
1 EL geriebener Parmesan
1 Eigelb (M)
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL Tomatenmark
Salz
Pfeffer

225 g TK-Blattspinat
1 kleine, weiße Zwiebel in Würfel
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL Olivenöl
100 g saure Sahne
50 g Creme Fraiche
50 ml Milch
100 g Feta, zerbröselt
2 Eier (M)
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:

Tarteform fetten, mehlieren und kalt stellen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Rote Linsen ca. 10 Minuten gar kochen. Zwiebel im Olivenöl glasig dünsten. Linsen, Zwiebeln, Parmesan, Semmelbrösel, Knoblauch, Eigelb, Salz, Pfeffer und Tomatenmark zu einem homogenen Teig verkneten. Die Tartform gleichmäßig damit auskleiden und nochmals kalt stellen.

Für die Spinat-Feta-Masse 1 TL Olivenöl erhitzen und Zwiebelwürfel und Knoblauch darin andünsten. Spinat zugeben und ca. 1 Minute mitdünsten – abkühlen lassen. Saure Sahne, Creme Fraiche, Milch, Eier und zerbröselten Feta vermischen. Spinat unterrühren un die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Die Spinatmischung auf den Linsenboden gießen und glatt streichen. Die Tarte bei 180 Grad ca. 35-40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und ca. 15-20 Minuten ruhen lassen und genießen! Guten Appetit!

Oreo-Cantuccini

Sonntag, 22. Januar 2012

Kennt Ihr diese leckeren, knusprig-harten Mandelkekse aus Italien? Die, die man zahnschonend am besten  in Vino Santo oder Espresso tunkt? Ich könnte für die Dinger jedenfalls fast sterben und sobald so ein lecker Päckchen mal offen ist, ist es auch (leider) ratzfatz wieder leer.

Das gleiche Schicksal wiederfährt auch so ungefähr einmal im Quartal einer Packung Oreo-Kekse. Ist so ein Päckchen aufgrund eines akuten Zucker-Defizites einmal im Körbchen des heimischen Supermarktes gelandet, so können sich die schokoladigen Kekse garantiert keiner langen Lebensdauer mehr erfreuen – mindestens 50 % des Inhaltes fällt meiner Gier schon auf dem Heimweg zum Opfer.

Bei Baking the law fand ich dann quasi die Erlösung für die geschundenen Cantuccini-Oreo-Mägen. So vereinen sich hier elegante italienische Biscotti mit schon fast ordinären herb-kakaolastigen Ami-Keksen zu einem kulinarisch kulturellen Konglomerat. Mahlzeit!

Zutaten:

200 g Zucker
75 g Butter
3 Eier (M)
Mark einer Vanilleschote
360 g  Dinkelmehl (Typ 1050)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
16 Oreos´s, mit dem Messer grob gehackt

Zubereitung:

Backofen auf 180° Ober-, Unterhitze vorheizen.

Mehl sieben und mit Salz und Backpulver mischen. In einer Rührschüssel die weiche Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und die Eier nacheinander unterrühren. Das Mehl dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Zuletzt die gehackten Oreokekse unterarbeiten.

Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech zu einem langen Laib formen. Für etwa 30 Minuten backen und anschließend leicht abkühlen lassen. Die Teigrolle in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese nochmals nebeneinander auf das Backblech legen. Die Cantuccini nochmals für ca. 9  Minuten backen – Fertig!

 

Carrot-Ginger-Cake with Creamcheese

Dienstag, 17. Januar 2012

Rock the kitchen proudly presents: Der erste Kuchen im neuen Jahr, endlich! Lange hat es gedauert und so wurde es aber auch wirklich Zeit, der Januar ist schließlich schon wieder so gut wie vorbei – und dann immer noch kein Süßkram in Sicht?      

Eingeläutet wird die Kuchen-Saison mit einem herrlich saftigen, leicht fruchtig-scharfen und einem nicht zu süßen Karotten-Ingwer-Kuchen. Aufs Dach gibts anstatt einer ordinären Puderzuckerglasur mal zur Abwechslung ne ordentliche Portion cremigsten Frischkäse und der Boden ist dank viel Nuss und wenig Mehl schon fast “al dente”. Gekrönt wird das Ganze natürlich – wie sollte es auch anders sein – mit bildhübschen Möhrchen. Auch noch erwähnenswert: Ganz ohne Butter und mit wenig Zucker ist dieser ”first Cake” auch noch wunderbar vorsatzkompatibel. Versprochen… ;-)

Zutaten (Springform, 26 cm):

400 g Karotten
60 g kandierter Ingwer
50 g Marzipan-Rohmasse
4 Eier (M)
80 g Zucker
1 Prise Salz
40 g Dinkel-Vollkornmehl
1 TL Backpulver
1 TL gemahlener Zimt
Abrieb einer Bio-Orange
1 Msp. gemahlener Kardamom
100 g geriebene Haselnüsse
100 g geriebene Walnüsse

250 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
80 g Puderzucker
12 Marzipankarotten

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen.

Karotten schälen und fein raspeln und mit Hilfe eines Geschirrtuches gründlich ausdrücken. Ingwer fein hacken oder pürieren.

Marzipan grob reiben. Eier trennen. Marzipan, Orangenabrieb, Eigelb und 3 EL heißes Wasser mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Eiweis, Zucker und Salz steif schlagen.

Mehl, Backpulver, Gewürze und Nüsse gründlich vermischen. Eigelbmasse, Eiweiß, Karotten und Ingwer mit einem Spatel mischen und unter die Mehl-Nussmischung heben. Die Teigmasse in die vorbereitete Springform füllen und bei 180 Grad ca. 35-40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Frischkäse und gesiebten Puderzucker glatt rühren. Den Carrot-Ginger-Cake aus der Form schneiden, mit der Frischkäsemasse bestreichen und mit den Marzipankarotten dekorieren – Fertig!

Lebkuchentrüffel mit Grand Marnier

Sonntag, 25. Dezember 2011

Das furiose Finale naht, der letzte Süßkram für dieses Jahr auf rock the kitchen! Aber nach den beiden lecker Süppchen darfs ruhig schokoladen- und zuckermäßig noch ein letztes Mal richtig krachen. Gehört sich doch an Weihnachten auch so, oder?

Außerdem mache ich den Laden rezeptetechnisch schweren Herzens für dieses Jahr dicht – es geht in den wohlverdienten und langersehnten Urlaub nach Schottland. Glasgow und Edinburgh stehen auf dem Programm und ich bin schon sehr auf die kulinarischen Gegebenheiten und Highlights der eher in Verruf geratenen schottischen Küche gespannt – Haggis lässt grüßen… ;-) Natürlich berichte ich hier an dieser Stelle, wenn möglich, täglich über (außergewöhnliche) kulinarische Erlebnisse und einheimische ”Köstlichkeiten” aus den beiden schottischen Metropolen – ich bin schon sehr gespannt!

Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen, genussvollen, erholsamen und stressfreien 2. Weihnachtsfeiertag mit den Liebsten und eine erholsame Zeit zwischen den Jahren!

Zutaten:

100 g Kuvertüre (Valrhona, 68 % Kakaoanteil)
200 g Lebkuchen ohne Oblaten
4 EL Orangenlikör (z.B. Grand Marnier)
Kakaopulver (zum Wälzen)

Zubereitung:

Die Kuvertüre in grobe Stücke hacken und in einer Metallschüssel  über dem warmen Wasserbad schmelzen lassen.

Die Lebkuchen fein zerbröseln und mit dem Orangenlikör beträufeln und Basse kurz ziehen lassen.

Die Kuvertüre mit den Lebkuchenbröseln mischen und gründlich verkneten. Die Masse mit angefeuchteten Händen zu Kugeln formen und in Kakaopulver wälzen.

 

Fakes, griechische Linsensuppe

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Mich hats schwer erwischt… Nein, nicht mit einer Grippe sondern, seit heute bin ich hoffnungslos dieser griechischen Linsensuppe verfallen. Vergesst einfach meine bisherigen Schwärmereien über diverse Linsengerichte – dieses liegt unangefochten und ganz konkurrenzlos auf dem ersten Platz meiner Hülsenfrüchte-Rangliste.

Diese mega-leckere Suppe - in Griechenland Fakes genannt - überzeugt mit ihrem wahnsinnig aromatisch-würzigen Geschmack nicht nur mit 100 %iger Sicherheit den letzten Linsenhasser, sondern punktet zusätzlich mit ernährungs- physiologisch wichtigen Aspekten. Praktisch, oder ? Fakes schmeckt also nicht nur super und ist ganz nebenbei noch ziemlich nahrhaft und gesund.

Zu verdanken habe ich diese Linsensuppe Tessa Kiros, der Autorin von “Griechenland in meiner Küche – Rezepte die nach Sommer schmecken”. Dieses tolle und authentische Griechenland-Kochbuch überzeugt ohne (und gerade deswegen) Gyros und den meisten von uns bekannten Gerichten vom 08/15-Standard-Griechen um die Ecke und erinnert mich gerade deswegen an mein absolute Lieblings-Taverna mit tollen Mezes und vielen anderen , aber absolut  schmackhaften Gerichten. Darauf einen Ouzo – Yamas!

Zutaten für 4 – 6 Personen:

6 EL Rotweinessig
4 Knoblauchzehen
1 Zweig getrockneter Oregano
2 Lorbeerblätter
300 g kleine braune Linsen
4 EL Olivenöl
1 große Zwiebel, fein gehackt
1 mittelgroße Möhre, fein gewürfelt
1 Zimtstange
300 g Tomaten, in kleine Würfel geschnitten
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Den Essig mit einer zerdrückten Knoblauchzehe, Oreganozweig und 1 Lorbeerblatt in eine Schüssel geben und beiseitestellen.

Die Linsen kalt abspülen. Mit 1,75 Liter kalten Wasser in einen Topf geben. Den restlichen Knoblauch pressen und mit dem zweiten Lorbeerblatt, Olivenöl, Zwiebel, Möhre und der Zimtstange ebenfalls in den Topf geben. Zum Kochen bringen und zugedeckt etwa 25 Minuten köcheln lassen. Die Tomaten zufügen und die Suppe mit Salz und etwas Pfeffer würzen. Alles 20 Minuten weiterköcheln lassen bis die Linsen weich sind und die Suppe andickt.

Den Deckel abnehmen und die Suppe offen noch etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis sie schön cremig ist. Den Topf vom Herd nehmen, 3 EL aromatisierten Essig einrühren und die Suppe noch einige Minuten ruhen lassen. Die Suppe mit etwas Olivenöl beträufeln und noch heiß mit dem restlichen Essig servieren.

Glühweingewürz

Mittwoch, 07. Dezember 2011

Schon mal “leckeren” Glühwein vom Weihnachtsmarkt getrunken? So ne richtig pappsüße Plörre, die leider köchelnderweise seit Stunden in irgendwelchen ärmlichen Warmhaltebehältern ihr Dasein fristet und maßlos überteuert auf  zahlungskräftige Besucher lauert. Erst einmal seines Behältnisses befreit, rächt sich der ehemalige Häftling durch Verbrennen der Hand nur um sich dann – in kürzester Zeit quasi – als Tarnung der Außentemperatur anzupassen.

Vielleicht sehe ich die Sache aber auch viel zu kritisch, weil ich Weihnachtsmärkte generell wahrscheinlich irgendwie romantisch verklärt sehe. Typisch Frau eben. Objektiv betrachtet gibt es natürlich sowohl schlechte als  auch sehr trinkbare Glühweine. Zum Beispiel selbstgemachter Glühwein… bei mir ;-)

Und weil dieser – mit Liebe gemacht - nicht nur viel besser schmeckt, sondern auch qualitativ viel hochwertiger anherkommt und den Gaumen nicht mit einer Überdosis Zucker malträtiert, ist er die ideale Geschenkidee aus der heimischen Küche. Flüssige Dinge verschenken gestalltet sich des öfteren gerne als schwierig, deswegen gibt es von mir heute die skandinavische Lösung: Gewürze gibt es von mir, um den Alkohol müßt ihr euch selber kümmern…

Zutaten für 750 ml Rotwein:

2 EL Nelken
3 Sternanis
3 EL getrocknete Orangenschale
3 Zimtstangen
50 g Kandiszucker

Zubereitung:

Gewürze und Kandiszucker mit der Orangenschale mischen und in ein sauberes und dekoratives Glas abfüllen. Die Mischung reicht für eine Flasche Rotwein – vielleicht am besten gleich mitverschenken!

Fremdkochen Kulinarische Geschenke

Himbeersalz

Dienstag, 29. November 2011

Außer Plätzchen, Keksen und Lebkuchen stehen ja in der Weihnachtszeit wohl noch andere sehr wichtige Dinge hoch im Kurs, oder nicht? Was wäre Weihnachten nur ohne kulinarische Geschenke für Schleckermäuler? Undenkbar!

Weil es Steph in ihrem Kuriositätenladen es mir wieder mal so schön (bunt) vorgemacht hat, gibts hier auch mal gleich eine farbenfrohe und wahnsinnig fruchtige Ladung Himbeersalz. Es harmoniert hervorragend mit allerlei Fisch, Meeresfrüchten und Geflügel oder einfach “pur” auf Brot mit Butter. So wird das Salz, abgefüllt in dekorative Gläser oder Flaschen, als Mitbringsel zu einer Überraschung für jeden Beschenkten.

Zutaten:

10 g gefriergetrocknete Himbeeren
100 g Fleur de Sel

Zubereitung:

Die gefriergetrockneten Himbeeren im Blender zu feinem Pulver mahlen und gründlich mit dem Salz vermischen. Das Himbeersalz in ein sauberes Glas füllen – Fertig!

Vanillekipferl mit Tonkabohne

Sonntag, 27. November 2011

Zum heutigen 1. Advent empfehle ich ganz einfach den Klassiker schlechthin, aber wie sollte es auch ander sein, etwas verfeinert: Vanillekipferl, mit göttlicher Tonkabohne aromatisiert. Jeder kennt sie und die meisten lieben diese süßen, mandeligen Hörnchen mit dem vanillig-süßen und herrlich fein-glitzernden Zuckerüberzug. Wer denkt da nicht an funkelnde Diamanten? ;-)

Aber keine Angst, der Verzehr von etwas zuviel verbackener Tonkabohne trübt in keinster Weise meine Sicht auf gebackene Dinge, ich liebe einfach den marzipanig-mandeligen Geschmack welcher hervorragend zu Vanillekipferl passt. Da hätte ich ja echt schon mal etwas früher drauf kommen können.

Wie auch immer, ob mit oder ohne Tonkabohne – ich wünsche euch heute allen schon mal viele genussvolle Adventstage und eine hoffentlich stressfreie Adventszeit mit möglichst vielen (kulinarischen) Überraschungen!

Zutaten für ca. 65 Stück:

200 g kalte Butter
80 g Zucker
120 g gemahlene Mandeln
250 g Mehl
1 Prise Salz
Mark von 1 Vanilleschote
1/2 Tonkabohne, ohne Haut gerieben

Zum Wälzen: ca. 80 g selbstgemachter Vanillezucker mit 1/4 geriebenen Tonkabohne vermischt

Zubereitung:

Butter mit Zucker, Vanillemark, fein geriebener Tonkabohne, Mandeln, Mehl und Salz verkneten. In Folie gewickelt mindestens 1 Stunde kühlen.

Backblech mit Backpapier auslegen. Backofen auf 170 Grad vorheizen. Vom Teig walnußgroße Stücke abnehmen und zu Würsten mit spitzen Enden rollen. Zu Hörnchen biegen und auf ein Blech setzen.

Die Vanillekipferl ca. 10-12 Minuten backen – darauf achten, dass die Spitzen nicht zu dunkel werden. Die noch heißen Vanillekipferl im Vanillezucker wenden.

Double Chocolate Cheesecake Muffins

Montag, 21. November 2011

Meine ausgeprägte Zuneigung zur Käsekuchen-Schokoladen-Kombination ist ja seit dem Brownie-Käsekuchen landläufig bekannt. Für unterwegs gestalltet sich der kleckerfreie Verzehr für diesen Kuchen allerdings etwas schwierig. Aus dieser Not heraus gibt es braun/gelb jetzt auch auf die Hand – und zwar in appetitlicher und verzehrfreundlicher Form.

Vielen von euch werden diese Double Chocolate Cheesecake Muffins schon irgendwie bekannt vorkommen, es gab sie lange vorher schon hier, hier, hier, hier und hier - und bestimmt habe ich noch viele andere übersehen. Aber weil die Teilchen ausgesprochen hübsch aussehen und auch noch sensationell schokoladig schmecken konnte ich wie so oft nur schwer wiederstehen. Bei meiner Version der Muffins kam allerdings eine winterlich-weihnachtliche Note in Form von Marzipan und Spekulatiusgeschmack mit ins Spiel, ganz ohne Veränderung gehts ja wohl wirklich nicht.

Gedacht waren die Muffins eigentlich für den Geburtstags-Blitz-Blogevent von Alice, den ich aber leider in der Hektik irgendwie verdrängt hatte - ich war mit meiner Kreation etwas zu spät. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben, die Muffins schmecken Dir, liebe Alice, hoffentlich auch im nächsten Jahr… ;-)

Zutaten:

125 g Zartbitterschokolade (85%)
50 g Zartbitterschokolade, gehackt (70 %)
30 g Butter
1 TL Kakaosplitter
1 EL Kakaopulver
200 g Mehl (Typ 1050)
2 Eier
100 g Zucker
200 ml Milch
1 TL Backpulver
1 TL Spekulatiusgewürz

230 g Doppelrahmfrischkäse
30 g Zucker
50 g Marzipan
20 g Kartoffelstärke
1 Ei
Mark einer Vanilleschote

12 Muffins-Papierförmchen

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Cheescake-Schicht das Marzipan fein reiben. Marzipan und Ei und Zucker mit dem Rührgerät cremig schlagen. Vanillemark, Kartoffelstärke und Doppelrahmfrischkäse gründlich unterrühren. Kühl stellen.

125 g Zartbitterschokolade (85 %) zusammen mit der Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen. Leicht auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Eier und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Kakaopulver, Kakaosplitter, gehackte Zartbitterschokolade (70 %), Mehl, Backpulver und Spekulatiusgewürz vermischen.

Geschmolzene Schokolade langsam zur Zucker-Ei-Mischung gießen und mit dem Handrührgerät gründlich verrühren. Abwechselnd die Milch und die Mehlmischung unterrühren. Die Schokomasse auf eine mit 12 Muffinsförmchen ausgekleidete Muffinsbackform verteilen. Das Cheescake-Topping ebenfalls gleichmäßig auf dem Schokoteig verteilen. Die Muffins ca. 18-20 Minuten bei 180 Grad backen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Lebkuchen mit Anis und Tonkabohne

Freitag, 11. November 2011

Auch wenn einige “not amused” über vor-vorweihnachtliche Backaktionen sind oder sich leicht unter Druck gesetzt fühlen, da müßt ihr jetzt alle nochmal durch!

Zu verdanken habt ihr dieses weitere weihnachtliche Kreation Tobias, denn er ruft nach einer kleinen Event-Pause wieder zum Kochevent auf. Dieses Mal dreht sich alles um Gewürze und Kräuter die in der mediterranen Küche gebräuchlich sind oder im Mittelmeerraum angesiedelt sind – den Anfang macht Anis.

Von mediterraner Küche sind meine Lebkuchen zwar meilenweit entfernt, doch bei Anis handelt es sich um ein schon fast unverzichtbares Gewürz in den aromatischen, nussig-saftigen und runden Fladen bzw. allgemein in der weihnachtlichen Bäckerei. Gepimpt wurden die Lebkuchen aber noch zusätzlich mit Tonkabohne, welche hervorragend mit den restlichen Zutaten harmoniert und ihnen das besondere Etwas verleihen. Das Böhnchen ist aber nicht zwingend notwendig, die Lebkuchen schmecken aber genauso gut ohne…

Zutaten für ca. 15 Stück:

200 g Marzipanrohmasse
50 g Zitronat
50 g Orangeat
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
4 Eiweiß
1 Tonkabohne, gemahlen
50 g gemahlene Mandeln
50 g gemahlene Haselnüsse
30 g gehackte Walnüsse
80 g Dinkel-Vollkornmehl
1/2 TL Anis
je eine Msp. gem. Zimt, Nelke, Koriander, Fenchel, Piment, Muskat und Kardamon (alternativ Lebkuchengewürz)

Außerdem:

15 runde Vollkornoblatten (7 cm)
200 g Zartbitterkuvertüre
50 g weiße Kuvertüre

Kochevent- Mediterrane Kräuter und Gewürze - Anis - TOBIAS KOCHT! vom 1.11.2011 bis 1.12.2011

Zubereitung:

Orangeat und Zitronat fein hacken. Marzipan ebenfalls hacken. Marzipan, Eiweiße, Zucker und Salz in einer Schüssel mit dem Handrührgerät zu einer glatten und cremigen Masse schlagen. Orangeat und Zitronat unterrühren. Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Backpulver, Gewürze, Tonkabohne und Vollkornmehl mischen und ebenfalls unterrühren.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. 2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche vorbereiten. Mit einem Eiskugelportionierer jeweils eine halbe “Kugel ” Lebkuchenteig in die Mitte einer Oblatte geben. Einen kleinen Oblattenrand freilassen, da die Masse beim Backen etwas auseinanderläuft. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Zartbitterkuvertüre und weiße Kuvertüre grob hacken und jeweils getrenne über dem Wasserbad bei kleiner Hitze schmelzen lassen. Lebkuchen mit Hilfe eines Pinsels mit der dunklen Kuvertüre bestreichen und kurz antrocknen lassen. Weiße Kuvertüre in einen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Spitze abschneiden und die Lebkuchen damit nach Lust und Laune verzieren. Lebkuchen kut trocknen lassen und in einer Dose aufbewahren.

Rosmarin-Heidesand

Dienstag, 08. November 2011

Und damit die antrainierte bzw. angeknetete und stramme Oberarmmuskulatur nicht nach zwei Tagen wieder zu erschlaffen droht, gibts von mir passenderweise noch was auf, ähhh für die Arme. Wer aber ein männliches Wesen oder gar eine gut funktionierende Küchenmaschine sein Eigen nennen darf – oder schlichtweg einfach keine Lust verspürt – verwende zum Teigkneten diese und bleibt dafür buchstäblich auf den Kalorien sitzen.

Aber keine Angst, ich ernähre mich nicht ausschließlich von Plätzchen & Co, wie es wohl im Moment schon fast den Anschein macht – ich doch nicht!  Ganz standhaft probiere ich ein Stück und der Rest wandert ganz gesittet in die Keksdose und wartet auf seine weitere Bestimmung.

Wiederentdeckt habe ich diese suchtgefährdenden, buttrig-aromatischen Weihnachtskekse in der Essen & Trinken Nr. 11/09, irgendwie ist die Plätzchenauswahl in der aktuellen Ausgabe für meinen Geschmack nicht ganz so glücklich verlaufen. Aber egal, dafür gibts Rosmarin Heidesand!

 

Zutaten für ca. 40 Stück:

200 g Butter
230 g Zucker
1 Vanilleschote
3/4 TL Salz
1 Ei (M)
2 Zweige Rosmarin
320 g Mehl
abgeriebene Schale von 1/2 Biozitrone
Mehl zum Bearbeiten

Zubereitung:

Für den Teig Butter, 180 g Zucker, Vanillemark und Salz in einer Schüssel mit den Quirlen des Händrührers cremig rühren. Das Ei mit der Gabel etwas verquirlen, zugeben und die Masse kurz aufschlagen.

Rosmarinnadeln von den Stielen zupfen und fein hacken. Mehl sieben und mit den Rosmarinnadeln unter den Teig kneten. Teig zu einer Kugel formen, flach drücken und in Klarsichfolie verpackt mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Teig halbieren, jede Hälfte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer 40 cm langen Rolle formen.

Den restlichen Zucker mit der Zitronenschale mischen, auf die Arbeitsfläche geben und die Teigrollen darin wälzen. Erneut 2 Stunden kalt stellen.

Die Teigrollen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese mit etwas Abstand auf 2 mit Backpapier belegte Backbleche legen. Nacheinander im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf der 2. Schiene von unten in 12-15 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Rezept aus Essen & Trinken Nr. 11/09

Mohn-Marzipan-Herzen

Samstag, 05. November 2011

Mohn-Marzipan? Na, schon mal gehört? Richtig, diese leckere Kombination gabs erst in etwas kühlerer und cremiger Form *klick*. Weil die Kombi aber schlichtweg absolut super miteinander harmoniert einfach lecker schmeckt, gibts quasi heute Marzipan-Mohn “reloaded”!

Wie in dieser Zeit unschwer in den örtlichen Supermärkten zu erkennen ist, bewegen wir uns langsam aber sicher auf die Vorweihnachtszeit zu. Alle Jahre wieder treffen sich anscheinend Schokoladenindustriebarone und korrupte Supermarktkettenbesitzer, in verschwörerischer Runde und zigarrenrauchgeschwängerten Hinterzimmern und beschließen den Start der Weihnachtszeit, weit bevor das letzte bunt gefärbte Blatt seinen Weg zu Boden gefunden hat. 

Angesichts dieser aussichtslosen Situation scheint Gegenwehr ja schon fast zwecklos, oder? Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so gibt es doch eine Lösung: Angriff ist die beste Verteidigung und deswegen wird jetzt zurück- gebacken! Demnächst auch hier im Online-Shop erhältlich…  ;-) Nein, natürlich nicht! Oder vielleicht doch?

Zutaten:

180 g Butter
100 g Puderzucker
1 Prise Salz
300 g Mehl (Typ 1050)
1 Ei (M)
50 g Mohn
80 g Marzipanrohmasse
Mark einer Vanilleschote
5 Tropfen Bittermandelöl
Abrieb einer Bio-Zitrone

100 g Kirschmarmelade
Puderzucker und Kuvertüre zum dekorieren

Zubereitung:

Marzipanrohmasse mit einem schweren Messer grob hacken. Marzipan mit den restlichen Teigzutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ca. 2-3 mm dünn ausrollen. Mit Plätzchenausstechern dicht an dicht Formen ausstechen. Sofort auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.

Die Plätzchen nacheinander im Backofen bei 180 Grad ca. 8 - 9 Minuten backen. Plätzchen auf den Blechen abkühlen lassen.  Die Kirschmarmelade durch ein Sieb streichen und in einen Einwegspritzbeutel geben. Die Spitze knapp abschneiden. Die Konfitüre auf der Hälfte der restlichen verteilen, dabei einen 1/2 cm breiten Rand lassen. Den Deckel aufsetzen und leicht andrücken. Je nach Belieben die fertigen Plätzchen mit Puderzucker bestreuen oder zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterkuvertüre tauchen.