Archiv für die Kategorie ‘süßes’

Mohn-Marzipan-Herzen

Samstag, 05. November 2011

Mohn-Marzipan? Na, schon mal gehört? Richtig, diese leckere Kombination gabs erst in etwas kühlerer und cremiger Form *klick*. Weil die Kombi aber schlichtweg absolut super miteinander harmoniert einfach lecker schmeckt, gibts quasi heute Marzipan-Mohn “reloaded”!

Wie in dieser Zeit unschwer in den örtlichen Supermärkten zu erkennen ist, bewegen wir uns langsam aber sicher auf die Vorweihnachtszeit zu. Alle Jahre wieder treffen sich anscheinend Schokoladenindustriebarone und korrupte Supermarktkettenbesitzer, in verschwörerischer Runde und zigarrenrauchgeschwängerten Hinterzimmern und beschließen den Start der Weihnachtszeit, weit bevor das letzte bunt gefärbte Blatt seinen Weg zu Boden gefunden hat. 

Angesichts dieser aussichtslosen Situation scheint Gegenwehr ja schon fast zwecklos, oder? Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so gibt es doch eine Lösung: Angriff ist die beste Verteidigung und deswegen wird jetzt zurück- gebacken! Demnächst auch hier im Online-Shop erhältlich…  ;-) Nein, natürlich nicht! Oder vielleicht doch?

Zutaten:

180 g Butter
100 g Puderzucker
1 Prise Salz
300 g Mehl (Typ 1050)
1 Ei (M)
50 g Mohn
80 g Marzipanrohmasse
Mark einer Vanilleschote
5 Tropfen Bittermandelöl
Abrieb einer Bio-Zitrone

100 g Kirschmarmelade
Puderzucker und Kuvertüre zum dekorieren

Zubereitung:

Marzipanrohmasse mit einem schweren Messer grob hacken. Marzipan mit den restlichen Teigzutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ca. 2-3 mm dünn ausrollen. Mit Plätzchenausstechern dicht an dicht Formen ausstechen. Sofort auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.

Die Plätzchen nacheinander im Backofen bei 180 Grad ca. 8 - 9 Minuten backen. Plätzchen auf den Blechen abkühlen lassen.  Die Kirschmarmelade durch ein Sieb streichen und in einen Einwegspritzbeutel geben. Die Spitze knapp abschneiden. Die Konfitüre auf der Hälfte der restlichen verteilen, dabei einen 1/2 cm breiten Rand lassen. Den Deckel aufsetzen und leicht andrücken. Je nach Belieben die fertigen Plätzchen mit Puderzucker bestreuen oder zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterkuvertüre tauchen. 

 

 

Alle Jahre wieder….

Montag, 24. Oktober 2011

 

Kommt euch folgendes bekannt vor? In genau 2 Monaten ist Heiligabend und in der Plätzchendose herrscht gähnende Leere. Eigentlich Zeit genug um sich noch ausgiebig Gedanken über die bevorstehende Weihnachtsbäckerei  zu machen, oder?  So ne “gedachte” Backaktion gestaltet sich quasi ganz schnell mal kontraproduktiv, wenn absolut keine brauchbaren Ideen im Kopf herumschwirren bzw. mich Rezepte in Büchern und Zeit- schriften ansprechen.

Was aber auch in diesem Jahr auf keinen Fall fehlen darf ist diese göttliche Panforte di Siena, die mich neben Nüssen, Honig, Mandeln und kandierten Früchten noch mit jeder Menge Gewürze immer wieder aufs neue “verzaubert”. Richtig (lang) durchgezogen schmeckt mir dieses aromatische, toskanische Weihnachtsgebäck besser als jeder Stollen. Also nicht erst 3 Tage vor Weihnachten backen… ;-)

Ja ist denn heut schon Weihnachten? Fast, denn zur Feier des Tages verlose ich auf diesem Wege  2  nigelnagelneue Kochbü- cher Scheiße, was koche ich heute, welches 55 tolle Rezepte deutschsprachiger Foodblogs enthält - unter anderem mit mei- ner Wenigkeit ;-).

Außerdem das DVD-Paket “ Blood into wine”, einem ehrlichen und satirischen Dokumentarfilm über die Geschichte des TOOL-Sängers Maynard James Keenan und seinem Weinbau unter extremsten Klimabedingungen in der Wüste von Arizona. Sehr sehenswert!

Teilnehmen ist ganz leicht, hinterlasst einfach unter diesem Artikel einen kurzen Kommentar mit eurem liebsten Weih- nachtsgebäck, Plätzchenrezept usw… vielleicht sogar als kleine, aber feine Inspirationsquelle für mich? ;-)  Bei anonymen Kommentaren wäre nur eine gültige E-Mail-Adresse von Vorteil, ansonsten steht dieser Verlosung nichts mehr im Wege. Einsendeschluß ist Sonntag, der 30.10.2011 um 24.00 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!

Marzipan-Mohn-Eis

Sonntag, 16. Oktober 2011

Eigentlich ist meine wohnungseigene, kleine, private Eisdiele für dieses Jahr schon dicht und der Kühlakku meiner Eismaschine schon längst im verdienten Winterschlaf - aber irgendwie war die Sucht wieder mal stärker. Nichts ist für mich entspannender als das beruhigende Geräusch einer sich drehenden Eismaschine.

Und weil sich in den unendlichen Tiefen des Vorratsschrankes noch Mohn und Marzipan fanden, wars ja dann eigentlich fast klar. Es gibt Marzipan-Mohn-Eis, meine allerliebste Lieblingssorte seit ich unter die “Eismacher” gegangen bin. Bei mir gabs die köstlichen und hübsch gepunkteten Kügelchen pur auf die Waffel, ganz lecker stelle ich mir das Marzipan-Mohn-Eis aber in winterlicher Kombination mit heißen Glühweinkirschen vor. Mmhhhh…

Zutaten für 750 ml:

200 g Sahne
350 ml Milch (3,8 %)
200 g Marzipan
5 Eier (M)
100 g Zucker
1 EL Mohn
1 Mark einer Vanilleschote

Zubereitung:

Sahne und Milch in einem außreichen großen Topf kurz aufkochen lassen. Marzipanrohmasse in kleine Stücke hacken und in der Sahne-Milch schmelzen lassen. Vanillemark zugeben, Mohn einstreuen und die Masse ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen – dabei mehrmals umrühren.

Eier und Zucker ca. 5 Minuten zu einer schaumigen Masse schlagen. Die Milch-Sahne-Marzipan-Mischung unter ständigem Rühren langsam zur Eimasse gießen. Alles wieder zurück in den Topf geben und leicht erhitzen, auf keinen Fall kochen – dabei ständig mit einem Silikon-Spatel auf dem Boden rühren, bis die Masse leicht eindickt.

Die Masse abkühlen lassen und am besten über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen. Am nächsten Tag nach Herstelleranweisung in der Eismaschine zu Eis verarbeiten.

Triple Chocolate Cookies

Montag, 03. Oktober 2011

Eine Überdosis Schokolade gefällig? Dann Ofen an und sofort nachbacken…

Aber für Risiken und Nebenwirkungen entziehe ich mich natürlich wieder mal jeglicher Verantwortung – denn bei Mißbrauch oder nach einem ausschweifendem Cookie-Gelage und mit viel Pech landen die köstlichen Kekse dann ungünstigerweise direkt auf den Hüften.

Und damit ganz viel Schokolade auf möglichst kleinstem Raum Platz findet, gesellen sich zu den unzähligen, knackigen Schokostückchen noch heimlich geschmolzene Kuvertüre UND Kakao zum Teig – mehr geht einfach nicht mehr. Das Ergebnis sind sehr schokoladige und absolut simpel herzustellende Triple Chocolate Cookies, die außerdem auch optisch nicht zu verachten sind. Perfekt für die Feiertags-Kaffeetafel!

Zutaten für ca. 20 Stück:

120 g Butter
1 Ei (M)
140 g Zucker
150 g Mehl
120 g Zartbitterkuvertüre (Valrhona)
30 g Kakao
50 g gemahlene Mandeln
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Mark einer Vanilleschote
100 g weiße Schokolade
60 g Vollmilchschokolade
60 g Zartbitterschokolade

Zubereitung:

Backofen auf 160 Grad vorheizen. Weiße, Vollmilch- und Zart- bitterschokolade grob hacken.

Kuvertüre schmelzen und beiseite stellen. Weiche Butter, Zucker und Ei mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Leicht abgekühlte Kuvertüre unterrühren. Mehl, Kakao, Backpulver, Vanillemark, Mandeln und Mehl rasch unterheben. Zum Schluß die gehackte Schokolade zugeben.

Mit dem Eiskugelportionierer jeweils eine kleine Menge Teig abstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzten, dabei auf  einen ausreichenden Abstand achten. Die Cookies ca. 20 Minuten backen, anschließend auf dem Backblech abkühlen lassen.

Käsekuchen mit Passionsfrucht

Mittwoch, 21. September 2011

Aus gegebenem Anlass bzw. zum 7. Blog-Geburtstag von Kochtopf wird natürlich wieder mal mit großem Enthusiasmus ein längst überfälliger Käsekuchen gebacken, höchste Zeit oder? Und wer magische sieben Jahre auf dem Buckel hat, verdient meiner Meinung nach nicht irgendeinen Käsekuchen sondern schon ein etwas “fruchtigeres” Exemplar. Ehre wem Ehre ge- bührt… ;-)

Liebe Zorra, ich hoffe Du magst Käsekuchen, Passionsfrucht oder optimalerweise beides in Kombination. Lass Dir den mit viel Liebe gebackenen Kuchen schmecken - Happy Birthday!

Zu weiteren Käsekuchen bitte hier entlang:

- Brownie-Käsekuchen
- Japanischer Soufflé-Käsekuchen
- Wiener Topfentorte mit Mandeln
- Blueberry-Cheescake

Zutaten für eine Springform (22 cm):

200 g Butterkekse
100 g Butter
40 g Zucker
30 g geröstete, gemahlene Pinienkerne

500 g Frischkäse
100 g Sauerrahm
3 Eier
100 g Zucker
25 g Mehl
Mark einer Vanilleschote
4 Passionsfrüchte

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (22 cm) mit gründlich buttern und in den Kühlschrank stellen.

Butterkekse im Mixer fein zerbröseln, Butter schmelzen lassen. Zerbröselte Butterkekse, zerlassene Butter, gemahlene Pinienkerne und Zucker gründlich vermischen. Die vorbereitete Springform mit den Keksbröseln auskleiden und einen Rand von ca. 3 cm hochziehen. Die Brösel fest andrücken. Den Kuchenboden auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten bei 180 Grad vorbacken.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Eier trennen und das Eiweiß in einer seperaten Schüssel steif schlagen. Eigelb und Zucker schaumig schlagen. Frischkäse, Sauerrahm, Vanillemark, Mehl und ausgekratztes Passionsfruchtfleisch dazugeben und alles gründlich verrühren. Eiweiß vorsichtig unterheben.

Käsemasse in auf den vorgebackenen Boden geben und den Kuchen weitere 50 Minuten bei 160 Grad backen. In der Form abkühlen lassen.
Gekühlt servieren!

Pflaumen-Rotwein Ice-Pops mit Sternanis

Montag, 19. September 2011

Auf gehts, Endspurt! Bevor uns alle – dank sinkender Tem- peraturen – die ganz große Lust auf (das tägliche) Eis vergeht, werfe ich natürlich nochmal ne Runde Gefrohrenes am Stiel in die Menge.

Natürlich passend und selbstverständlich im Einklang mit dem saissonalen Obstangebot präsentiere ich euch hübsch anzu- sehende Pflaumen-Rotwein Eis-Lollys mit Sternanis. Rotwein hat zum Glück immer Saison und der würzige Sternanis eröffnet den Ausblick auf die kommende (drohende) und vielleicht (Speise-) eisfreie Vorweihnachtszeit. In dieser Zeit wechselt der Sternanis ja die Fronten und würzt den heißen Rotwein, wobei das Eis dagegen den Geschmack verliert und sich auf die Straße verlagert. Deswegen jetzt nochmal Prost, ähh, schleck …

Zutaten für 8 Stück:

400 g vollreife Pflaumen, entsteint
150 ml Rotwein
160 g Zucker
120 ml Wasser
1/4 TL Sternanis, gemahlen
1 Zimtstange
1 TL Orangenzesten

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen bis die Pflaumen zerkocht sind, dabei gelegentlich umrühren. Orangenzesten und Zimtsatange entfernen und die Pflaumenmischung fein pürieren. Abkühlen lassen.

Die Eis-Masse in vorbereitete Silikonförmchen für Eis am Stiel füllen und über Nacht im Tiefkühlschrank durchkühlen lassen.

Tip: Alternativ kann die gekühlte Pflaumen-Rotwein-Masse in der Eismaschine nach Herstelleranweisung zu Sorbet verarbeitet werden.

Lasagne von Eierlikörmousse mit Pistazien-Kardamomblättern und Himbeeren

Samstag, 10. September 2011

Ei, ei, ei, verboten! Oder so ähnlich… Am Eierlikör scheiden sich ja immer schon die Geister, wollte man ihn pur trinken. Jede Oma steht seit jeher unter dem Generalverdacht, nachmittags dem gelben Laster zu fröhnen. Ich kenne aber sogar jüngere Menschen, die diesen Trank ab und an sehr gerne zu sich nehmen – meist waren die aber vorher schon blau…

Wie im richtigen Leben braucht auch der Eierlikör einen “Genuß-Abschnitts-Gefährten”, ganz alleine kommt man dann doch nicht weit. Ich habe den Eierlikör diesmal mit knusprigen Pistazien-Kardamomblättern und leicht herben Himbeeren zu einer Eierlikör-Lasagne gepaart. Das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen lassen, es hat auch allen Probanden hervorragend ge- schmeckt.

Zu dieser köstlichen “süßen” Lasagne verleitete mich übri- gends Zorra bzw. Geniessers Rezepte . Das Original mit einer erfrischenden Buttermilchmousse und Mandelblättern inspirierte mich  zu meiner eigenen Kreation. Vielen Dank!

Zutaten für 6 Personen:

Eierlikörmousse:

400 g Sahne (30 %)
3 Eier (M)
4 Blätter Gelantine
Mark einer Vanilleschote
100 g Zucker
50 ml Eierlikör

Pistazien-Kardamomblätter:

110 g Zucker
65 g Pistazien, fein gemahlen
65 g flüssige Butter
65 ml Orangensaft
35 g Mehl
1 Msp. Kardamompulver

150 g Himbeeren

Zubereitung:

200 ml Schlagsahne halb steif schlagen. 2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 2 Eier (Kl. M), 100 g Zucker und Vanillemark in einer Metallschüssel mit den Quirlen des Handrührers 2 Min. verrühren. Über einem heißen, nicht kochendem Wasserbad ca. 8 Min. schaumig rühren, bis eine cremig-feste Masse entsteht.

Topf vom Herd nehmen, Gelatine gut ausdrücken und unter leichtem Rühren in der heißen Masse auflösen. Eierlikör unterrühren. Die Schüssel in ein Spülbecken mit kaltem Wasser stellen und die Masse unter Rühren abkühlen lassen.

Sahne vorsichtig unterheben. Die Masse eine saubere Schüssel füllen und abgedeckt mindestens 4 Std. kalt stellen. 

Für die Pistazien-Kardamomblätter alle Zutaten mit einem Rührgerät ca. 3-5 Minuten zu einer geschmeidigen Masse rühren. Mit Hilfe eines großen Löffels jeweils eine kleine Teigmenge kreisförmig und dünn auf Backpapier aufstreichen und im Ofen bei 200 Grad Ober/Unterhitze ca. 5-6 Minuten backen. Nach dem Backen auf dem Tisch auskühlen lassen. In eine luftdichte Box geben.

Mit dem Spritzbeutel einen kleinen Klecks Mousse in die Mitte des Tellers geben und ein Pistazienblatt darauf legen. Nun mit dem Spritzbeutel einen Klecks Mousse auf das nächste Pistazienblatt spritzen und mit Himbeeren belegen. Diesen Vorgang nochmals wiederhohlen. Zum Abschluß einen Punkt Mousse aufspritzen und die Lasagne mit einem Minzeblatt und einer Himbeere garnieren.

Salzkaramell-Stracciatella-Eis

Montag, 05. September 2011

Ich bin kein großer Freund von Frucht-Sahne-Eis, mit Erdbeereis kann man mich z. B. ziemlich weit jagen. Dafür liebe ich  jedes nur erdenkliche Nuß -, Schoko-,  Nougat-,  Krokant-, Kokos- oder Straccialtellaeis. Für ein richtig leckeres Pistazieneis nehme ich lange Wege auf mich… Letztens auch erst in der Eisdiele des Vertrauens entdeckt: Zuppa ingelese – wow, sehr lecker! Und da ich im Sommer (fast) täglich verboten große Mengen an Eis verspeisen könnte, wurde es mal wieder höchste Zeit für eine neue, spannende und sehr empfehlenswerte Eiskreation. Ein Salzkaramell-Stracciatella-Eis.

Und da der Kühlakku meiner Eismaschine sowieso permanent im Gefrierfach “wohnt” und so für alle Eventualitäten und Spontaneitäten gerüstet ist, steht der plötzlich aufkommenden Eislust bzw. dem Eisgenuß zum Glück nur ganz selten etwas im Wege…

 

Zutaten für ca. 750 ml:

250 g Zucker
400 g Sahne (30 %)
1/2 TL Feur de Sel
Mark einer Vanilleschote
250 ml Milch (3,8 %)
3 Eier
75 g Schokolade (80 % Kakaoanteil)

Zubereitung:

Für den Karamell den Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, dabei ab und zu rühren. Den flüssigen Zucker ohne weiteres Rühren zu goldbraunem Karamell schmelzen lassen. 200 ml Sahne vorsichtig angießen und unter gleichmäßigen Rühren den Karamell loskochen bis eine glatte Creme entstanden ist. Fleur de Sel und Vanille unterrühren. Beiseite stellen und leicht abkühlen lassen.

Für die Eiscrememasse Milch und restliche Sahne kurz auf- kochen. Eier schaumig schlagen. Die Eiermasse unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen langsam zur Sahnemilch gießen und dabei darauf achten, dass die Milch auf keinen Fall mehr kocht. Das Sahne-Milch-Eiergemisch weiter zu einer cremigen Masse aufschlagen. Vorbereiteten Salzkaramell unterrühren.

Die Eismasse am besten über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen. Schokolade schmelzen und ganz leicht abkühlen lassen. Masse in der Eismaschine nach Herstelleranweisung gefrieren lassen. Kurz vor Ende des Gefriervorgangs die geschmolzene Schokolade langsam in die Eismasse einlaufen lassen. Eis nach Bedarf im Tiefkühler nachgefrieren lassen oder sofort genießen.

Grafik www.etsy.com

Macarons mit Schoko-Chili-Ganache

Dienstag, 23. August 2011

Es ist vollbracht! Endlich! Nach mehreren traurigen Versuchen, brauchbare, ansehnliche und geschmacklich einwandfreie Macarons zu erschaffen, ist es mir zum Glück  jetzt endlich irgendwie gelungen.

Die kleinen, hübschen Dinger beim ersten Versuch einwandfrei und ohne optische und geschmackliche Verluste herzustellen, gleicht meiner Meinung nach irgendwie einem Ding der Unmöglichkeit – ich habs jedenfalls nicht geschafft.

Dank meiner etwas leicht undurchschaubaren aber trotzdem höchst kulinarisch-erprobten (Back-) Mischung der Blogger- kollegen Helene, Aurélie und Simone ist es mir zum Glück im letzten Augenblick doch noch irgendwie gelungen, im 7. Macarons-Himmel aufzuschlagen und in den Genuß dieser ansehnlichen Köstlichkeit zu gelangen… Mmmhh…

Zutaten für ca. 40 Macaronhälften:

45 g Eiweiß
1 Prise Salz
15 g Kristallzucker
100 g Puderzucker
55 g abgezogene, gemahlene Mandeln
1/2 TL Kakaopulver

Schoko-Chili-Ganache:

65 g Schokolade (85 %)
65 g Sahne (30 %)
1 Prise gemahlene Chilischote

Zubereitung:

Die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker und Kakao im Blitzhacker oder in der Küchenmaschine so fein wie möglich mahlen und durch ein feines Sieb in eine Schüssel sieben.

Eiweiß mit einer Prise Salz nicht ganz steif schlagen, 15 g Kristallzucker einrieseln lassen und weiter schlagen. Der Zucker sollte ganz aufgelöst sein und ein Messerschnitt sichtbar bleiben.

Abwechselnd Löffel für Löffel mit dem Spachtel Eischnee mit der Mandel-Puderzucker-Kakao-Masse vorsichtig unterziehen. Die Masse sollte glänzend und die Konsistenz von dickflüssiger Lava haben. Sie soll ganz langsam vom Spachtel laufen.

Zwei Backbleche vorbereiten und mit Backpapier auslegen. Das Backpapier an den Ecken mit je einem Punkt Macaron-Masse fixieren. So verhindert man später das Flattern des Backpapiers bei Umluft.

Die Macaronmasse in einen Spritzbeutel mit einfacher, runder Tülle geben und möglichst regelmäßig und mit ca. 2 cm Durchmesser auf das Blech spritzen. Allfällige Falten umgehen, die Schalen verlaufen und werden krumm. Evtl. mit einer Münze Kreise auf das Backpapier zeichnen.

Die Bleche für 30 Minuten stehen lassen und die Macarons antrocknen lassen (kein Durchzug)! Den Backofen auf 140° C Umluft vorheizen.

Nach 30 Minuten beide Bleche in den Ofen schieben und 15 Minuten backen bzw. trocknen lassen.

Die Bleche aus dem Ofen nehmen und die fertig gebackenen Macarons mit dem Backpapier vom Blech auf ein angefeuchtetes Küchen- bzw. Geschirrtuch ziehen. Durch die Feuchtigkeit lassen sich die Macarons nach ca. 5 Minuten spielend leicht vom Backpapier ziehen. Die Schalen auskühlen lassen.

Für die Ganache Schokolade, Sahne und Chilipulver in einem kleinem Topf auf kleinster Flamme erhitzen bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Abkühlen lassen.

Die abgekühlte Ganache mit einem Schneebesen kräftig aufschlagen bis sich ganz kleine Luftbläschen bilden und die Schokomasse luftig und etwas heller wird. In einen Spritzbeutel füllen und die Macaronhälften füllen und passend zusammenfügen.

Himbeersorbet mit Smokehead Islay Whisky

Montag, 08. August 2011

Vor langer, langer Zeit beschenkte ich meinen Freund und früheren Whiskysammler mit einer tollen Marmelade. Seine Vorlieben liegen seit Jahren besonders bei den Islay-Whiskys wie Ardbeg, Laphroaig und Lagavulin usw. die für Nichtkenner wie ein eingelegtes Heftpflaster nach Jod und Karbol, für Kenner dagegen nach Rauch und Torf schmecken (sollen). Mir persönlich schmeckt der Whisky überhaupt nicht – ich bekomme beim Riechen schon Angst – in Kombination mit Himbeere allerdings ergibt sich ein sehr stimmiges Geschmacksbild. Das Marmeladen- glas ist zwar schon lange leer, der außergewöhn- liche Geschmack blieb und hat sich doch sehr nachhaltig in mein Gehirn gebrannt. Köstlich!

Da ich einiger Zeit absolut stolze Besitzerin einer Eismaschine bin und endlich mal die Möglichkeit habe auch mal ausge- fallerene Eissorten auszuprobieren, habe ich mich von dieser genialen Marmelade natürlich inspirieren lassen. Was jetzt dazu noch fehlt ist natürlich der passende Whisky  – und  nachdem ich ja durch das Geschenk selbstverständlich noch etwas gut  hatte war es ja wieder mal überhaupt kein Problem, dass ich mich der Kulinarik wegen an den Vorräten vergriffen habe.

Diejenigen die den Geschmack des Smokehead Islay Single Malts mit seinem torfig-rauchigen Geschmack mögen,  kennen und lieben ihn, bei anderen ist er warscheinlich nicht bekannt und wenn, dann warscheinlich eher sehr unbeliebt. 

Zutaten:

600 g Himbeeren
100 g Zucker
100 ml Wasser
30 ml Limettensaft
60 g Invertzuckersirup
4 EL Smokehead Islay Single Malt Scotch Whisky

Zubereitung:

Zucker und Wasser in einem kleinen Topf ca. 3 Minuten auf klei- ner Flamme köcheln lassen. Abkühlen lassen und den Invert- zuckersirup unterrühren.

Himbeeren und Limettensaft mit dem Pürierstab fein pürieren. Durch ein feines Sieb passieren und mit dem Whisky mischen. Zuckersirup unterrühren. Über Nacht im Kühlschrank vorkühlen, dann mit der Eismaschine nach Herstelleranweisung zu Eis verarbeiten.

Brownie-Käsekuchen

Mittwoch, 03. August 2011

Brownie? Käsekuchen? Brownie! Oder doch lieber Käsekuchen? Für alle Unentschlossenen dieser Welt habe ich zumindest in dieser Frage die richtige Lösung parat…

Bitteschön:

Zutaten (Springform 23 cm):

120 g Butter (plus etwas mehr zum Einfetten)
100 g Mehl (plus etwas mehr zum Bestäuben)
120 g Zartbitterschokolade, in Stücke gebrochen
200 g Zucker
2 Eier
60 ml Milch

500 g Frischkäse
150 g Zucker
3 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
125 Naturjoghurt

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (23 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben.

Butter und Schokolade in einem kleinen Topf bei geringer Hitze schmelzen, dabei gelegentlich umrühren. Vom Herd nehmen und den Zucker einrühren. Eier und Milch mit dem Handrührgerät unterrühren. Das Mehl darübersieben und unterheben. In die vorbereitete Form füllen und die Oberfläche glatt streichen.
25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, während die Käsekuchenschicht zubereitet wird. Die Oberhitze auf 160 Grad reduzieren.

Für den Käsekuchenteig den Frischkäse mit Zucker, Eiern und Vanillezucker gut vermischen. Den Joghurt untermischen, dann die Creme auf dem Brownie-Boden verteilen. Weitere 50-55 Minuten backen, bis die Käsemasse fest ist. Aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Mit einem Messer den Kuchen vom Formrand lösen und aus der Form nehmen. Für mindestens 4 Stunden oder noch besser über Nacht in den Kühlschrank stellen, dann erst in Stücke schneiden.

Orangen-Lavendel-Sirupkuchen

Montag, 25. Juli 2011

Lavendel. Orangen. Grieß -  ich glaube es gibt nichts besseres als diesen Kuchen!  Unglaublich aromatisch, wunderbar saftig, irgendwie schwer aber durch den Grieß doch mit einer sehr an- genehmen, ja fast unvergleichlichen Konsistenz.

Wenn man sich fragt, wie man möglichst viel Fruchtigkeit, Mächtigkeit und tollen Geschmack  auf kleinstem Raum unter- bringen kann, wäre die Antwort sicher dieser Kuchen, denn er wird – ähnlich wie ein griechischer Walnußkuchen – mit einem aromatisch-süßem Sirup getränkt, der im das unvergleichliche Aroma verleiht.   

Wer es nicht glaubt – ab in die Küche und Sirupkuchen backen!

Zutaten (Springform 20 cm):

250 g Butter, plus etwas mehr zum Einfetten
200 g Feinzucker
4 Eier
50 g Mehl
2 TL Backpulver
Saft und fein abgeriebene Schale v. 2 unbehandelten Orangen
250 g Grieß
200 g geriebene Mandeln
120 g griechischer Joghurt

Saft und fein abgeriebene Schale v. 4 unbehandelten Orangen
8 TL getrocknete Lavendelblüten
500 ml Wasser
2 Zimtstangen
300 g Zucker
Crème Fraîche, zum Servieren

Zubereitung:

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Eine Springform mit 20 cm einfetten und mit Backpapier auslegen.

In einer Schüssel Butter und Zucker schaumig aufschlagen. Die Eier nach und nach einrühren. Mehl und Backpulver sieben und in die Schüssel geben, dann Orangenschale, Gries und Mandelmehl unterheben. Orangensaft und Joghurt zugeben und alles vorsichtig zu einer glatten Masse verrühren.

In die Springform geben und etwa eine Stunde backen, bis der Teig sich fest anfühlt und keine Teigreste an einem einge- stochenen Holzstäbchen hängen bleiben.

Unterdessen den Sirup zubereiten: Alle Zutaten in einen Topf geben und bei schwacher Hitze unter Rühren aufkochen. Die Hitze so weit wie möglich reduzieren und alles 20 Minuten zu einem Sirup einköcheln lassen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vielfach mit einem Holzspieß einstechen. Drei Viertel des heißen Sirups über den warmen Kuchen gießen und abkühlen lassen. Zum Servieren den Kuchen mit dem restlichen Sirup beträufeln und mit einem großen Löffel Crème Fraîche servieren.

Quelle: Maria Elia – Die neue vegetarische Küche