Archiv für die Kategorie ‘Quiche’

Zucchini-Tarte Tatin mit Parmesan und Ziegenkäse

Dienstag, 23. Juli 2013

Um eine schmackhafte Tarte Tatin bin ich ja irgendwie nie verlegen. Sei es der französische Klassiker mit karamellisierten Äpfeln oder die herzhafte aber garantiert nicht minder schlechte Variante mit Tomaten. Weiterhin sorgen aber zur Zeit wuchernde Zucchinipflanzen im Balkonkasten auf alle Fälle für klare Geschmacks-Verhältnisse im riesigen Tarte-Tatin-Dschungel.

Mal ganz ehrlich: Irgendwie überfordern mich diese fast anspruchslosen (perfekt für mich, sie verzeihen auch mal Gieß-Unregelmäßigkeiten!) Kürbisgewächse mit den riesigen Blättern doch etwas. Im Moment ernte ich von zwei wuchernden Pflanzen im Balkonkasten täglich jeweils 1 runde (ganz wichtig, runde Zucchini finde ich sehr hübsch!) Zucchini in Tennisballgröße. Mehr als wir eigentlich verzehren können. “Können” ist hier eigentlich etwas übertrieben, handelt es sich doch eher um den Willen. Obwohl sie wirklich ausgezeichnet munden, will man bei dem abwechslungsreichen Gemüseangebot im Sommer ja nicht jeden Tag das gleiche (Zucchini-) Gemüse. Reicht ja auch jeden zweiten Tag …

Sehr schmackhaft, ja geradezu prädestiniert für diese herzhafte Variante der Tarte Tatin sind außerdem einige dünne Scheiben Parmaschinken zwischen den einzelnen Zucchinischichten. Hierfür reichen 80-100 g völlig aus um für den differenzierten Geschmack und etwas “Biss” zu sorgen. Quasi das al dente-Gefühl in der Tarte Tatin.

Was braucht man für eine Tarte Tatin? (∅ 26 cm)

750 g Zucchini (bei mir waren es drei runde Zucchini)
1 TL Sonnenblumenöl
10 g Butter
1/2 TL Thymiannadeln
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
50 g Parmesan, frisch gerieben
40 g Ziegenfrischkäse mit Olive (z.B. Picandou)
ca. 180 g Blätterteig als Kreis ausgeschnitten (∅ 28 cm, Kühlregal)
Salz
Pfeffer

So gehts!

Die Zucchini waschen und in ca. 2 mm dicke Scheiben hobeln. Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Butter und Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Thymiannadeln und braunen Zucker  in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze den Zucker karamellisieren lassen. Die erste Lage Zucchinischeiben fächerartig in die Pfanne schichten. Salzen, Pfeffern und die Hälfte des Knoblauchs und des Parmesans darauf verteilen. Eine weitere Lage Zuchini darauf verteilen, ebenfalls salzen und pfeffern und mit dem restlichen Knoblauch und Parmesan bestreuen. Die letzte Lage Zucchini darauf schichten. Den Ziegenfrischkäse mit den Fingern zerbröseln und auf der letzten Lage verteilen. Den Blätterteig vorsichtig auf die Zucchini legen. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die mittlere Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 3 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Rote Bete-Tarte mit Feta

Samstag, 19. Januar 2013

Kennt ihr das? Jahrelang würdigt man ein bestimmtes Lebensmittel keines Blickes und verweigert sich der Zubereitung, aber irgendwann kommt Mann/Frau durch Zufall dann doch auf den Geschmack. Wohl ganz frei nach dem Motto: Einmal probiert, für immer verführt – in meinem Fall von Roter Bete.

Zu verdanken habe ich die Wandlung zum Rote Bete-Liebhaber schon vor einiger Zeit einem schmackhaften Salat beim Griechen des Vertrauens. Walnüsse und Knoblauch ergänzten hier noch die Vinaigrette und die Rote Bete machte sich toll in Kombination den anderen Mezedes und Rowein.

Jedenfalls hat dies meine Neugierde geweckt und seitdem wandert Rote Bete öfters ins Körbchen und anschließend in die Töpfe (z.B. hier). Der Tarte wurde außerdem mit Fetakäse, Joghurt, Dill und Knoblauch ebenfalls ein kleines bisschen Griechenland eingehaucht und macht sich als Vorspeise oder Hauptgericht gleichermaßen gut und überaus farbenfroh auf den Tellern. Wer Rote Bete mag – unbedingt ausprobieren!

Zutaten für eine Tarteform (26 cm)

1 kg Rote Bete
1 Bund Frühlingszwiebeln
200 g Fetakäse
3 Knoblauchzehen
1 TL Dill, TK
2 Eier (M)
50 g griechischer Joghurt
275 g Blätterteig (Kühlregal)
5 g Butter
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Rote Bete gründlich waschen und jede Knolle fest in ein Stück Alufolie wickeln. Die Rote Bete auf einen Rost in den Backofen schieben (mittlere Einschubleiste) und ca. 70-80 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen.

Eine Tarform (26 cm Durchmesser) mit der Butter ausstreichen und mit dem Blätterteig auskleiden. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Rote Bete in 1 cm große Würfel schneiden. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Knoblauch pressen. Fetakäse zerbröseln.

Eier, Joghurt, Dill, Knoblauch und Fetakäse in einer Schüssel verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Rote Bete und Frühlingszwiebeln vorsichtig unter die Ei-Käse-Masse heben. Alles in die vorbereitete und ausgekleidete Tarteform gießen und glattstreichen. Tarte im vorgeheizten Backofen (200 Grad) ca. 30-35 Minuten backen.

Bratkartoffel-Speck-Tarte

Sonntag, 25. November 2012

Schon fast Dezember und noch immer herrscht hier im Blog keine richtige Weihnachts- und Winterstimmung. Die diesjährige Weihnachtsbäckerei steckt im Gegensatz zum Vorjahr noch in den Kinderschuhen und kommt erst ganz langsam in die Gänge. Gekocht und gegessen wird zum Glück aber trotzdem täglich, im Moment am liebsten deftig-kräftige Gerichte und gerne auch mit Fleisch. Komisch, in drei von vier Jahreszeiten sind meine Fleisch-Gelüste eher gebremst – jetzt im Winter steigt die “Fleischeslust” doch erheblich.

Wie die Faust aufs Auge passt  da in der dunklen Jahreszeit eine kräftige Bratkartoffel-Speck-Tarte. Knusprig-braune Kartoffelwürfel, aromatischer Speck in Kombination mit einem würzigen Käse auf Blätterteig. Nichts für Kalorienfeiglinge – wobei die Kartoffelwürfel mit wenig Fett kaloriensparend im Backofen geröstet werden. Angerichtet und serviert wird die Tarte mit einem Klecks Kräuterquark und Feldsalat.

Kleiner Tipp: Gleich die doppelte Menge Kartoffelwürfel rösten, diese schmecken am nächsten Tag angemacht als Kartoffelsalat mit kleingewürfelten Zwiebeln ebenfalls vorzüglich.

Zutaten für eine Tarte (26 cm Durchmesser)

275 g Blätterteig (Kühlregal)
10 g Butter
700 g Kartoffeln, festkochend
100 g Speck, gewürfelt
2 TL Rapsöl
200 g Schmand
50 ml Sahne (oder Milch)
2 Eier
3 Knoblauchzehen (oder nach Belieben)
150 g würziger Käse
1 EL frische Tymianblättchen
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Eine Tarform (26 cm Durchmesser) mit der Butter ausstreichen und mit dem Blätterteig auskleiden. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kartoffeln waschen, schälen und in ca. 1-cm-große Würfel schneiden. Die Kartoffelwürfel mit 1 TL Rapsöl vermischen und auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen. Auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze in 1 EL Rapsöl leicht anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Knoblauch pressen. Käse in kleine Würfel schneiden oder reiben. Schmand, Sahne, Eier, Käse, Knoblauch uns Thymian mit einer Gabel gründlich verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kartoffelwürfel, Speck und Schmandmasse vorsichtig in einer Schüssel vermengen. Die Kartoffelmischung gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen und ca. 30 Minuten (200 Grad) auf mittlerer Schiene backen.

Ziegenkäsetarte mit karamellisiertem Knoblauch

Samstag, 14. Juli 2012

Aus aktuellem Wow-Anlass, ausgelöst durch den gestrigen “Ottolenghi-Relaunch” und die leckerste Tarte seit langem, heute nur das Rezept zur Geschmacksexplosion. Die Tarte war einfach viel zu schnell verspeist. Vor lauter Begeisterungssprüngen über die Ziegenkäsetarte mit karamellisiertem Knoblauch, hätte die Bildqualität sowieso zu arg gelitten. Die Tarte gibt es aber bestimmt nicht zum letzten Mal und das fehlende Bild wird mit Sicherheit noch nachgereicht.

Risiken und Nebenwirkungen? Evtl. gemeingefährliche Ausdünstungen nach übermäßigem Verzehr (die ich übrigens nicht bemerkt habe *hust*) und eine gewisses Suchtpotential. Blind verkostet merkt man nämlich geschmacks- und konsistenztechnisch überhaupt nicht, das man auf ganze Knoblauchzehen beißt. Die Zehen sind wunderbar weich und schmecken leicht karamellig-deftig und nicht zu kräftig nach Knoblauch. In Kombination mit Ziegenkäse, Rosmarin und Thymian – ein Traum!

Übrigens, lange stand “Genussvoll vegetarisch” von Yotam Ottolenghi unbeachtet im Regal – viel zu lange.  Nachgekocht wurde vor längerer Zeit bis jetzt auch nur die frische Polenta mit Auberginensauce, der Zucchini-Haselnuss-Salat und die warmen Glasnudeln mit Edamame, beide Gerichte waren ebenfalls außerordentlich schmackhaft. Jetzt bin ich aber wieder infiziert und als nächstes ist die Tarte Tatin “Surprise” mit karamellisierten Kartoffeln und die Sobanudeln mit Aubergine und Mango. Dann aber hoffentlich wieder mit begleitendem Bildmaterial…

Zutaten für eine Tarteform (26 cm)

375 g Blätterteig
3 mittelgroße Knoblauchknollen in Zehen zerlegt und geschält
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
3/4 EL Zucker
1 TL gehackter Rosmarin
1 TL gehackter Thymian
Salz
120 g weicher, cremiger Ziegenkäse (bei mir Rocamadour)
120 g gereifter Ziegenhartkäse (bei mir Tomme de chèvre)
2 Eier
100 g Sahne
100 g Creme fraiche
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Boden und Rand einer Tarteform (26 cm) mit dem Blätterteig auskleiden. Den Teig mit Backpapier abdecken und mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren. 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180° Grad vorheizen. Den vorbereiteten Blätterteig im Ofen ca. 15 Minuten blindbacken. Die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und den Boden weitere 5-10 Minuten goldbraun backen.

Währen der Blätterteigboden backt, den karamellisierten Knoblauch zubereiten. Dazu die Knoblauchzehen 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, abgießen und gut abtropfen lassen. Die Knoblauchzehen in 1 EL Olivenöl bei hoher Temperatur 2 Minuten anbraten. Balsamico und 220 ml Wasser angießen, zum kochen bringen, dann 10 Minuten köcheln lassen. Zucker, Rosmarin, Thymian und 2 Prisen Salz zugeben. Bei mittlerer Temperatur weitere 10 Minuten köcheln lassen, bis ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist und die Knoblauchzehen von dunklem Karamellsirup überzogen sind.

Nun die Tarte fertigstellen. Dazu beide Ziegenkäsesorten zerkleinern und auf den Blätterteigboden streuen. Die Knoblauchzehen mit dem Sirup gleichmäßig auf den Käsestücken verteilen. In einer Schüssel die eier, Sahne, Creme Fraiche, 1/2 TL Salz und etwas schwarzem Pfeffer verquirlen. Die Füllung damit übergießen, sodass die Lücken geschlossen werden, der Knoblauch und der Käse aber noch teilweise zu sehen sind.

Die Backofentemperatur auf 160° Grad senken und die Tarte in den Ofen stellen. 35-40 Minuten backen, bis die Füllung getockt ist und die Oberfläche eine appetitlich goldbraune Färbung angenommen hat. Aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und genießen.

 

Rote Linsen-Spinat-Tarte mit Feta

Samstag, 04. Februar 2012

Linsen in Kombination mit Spinat ist für mich schlichtweg DIE Kombination – geschmacklich, sowie seit dieser Tarte garantiert auch farblich!  Und weil sich im Kühlschrank noch unbeachteter Fetakäse fand, wure dieser kurzerhand mit hineinkomponiert…

Schwer begeistert hat mich der Linsenboden, der es definitiv mit  jedem anderen Tarte-Boden auf dieser Welt aufehmen kann. Auf den ersten Blick ist das sicher etwas ungewöhnlich aber auf den zweiten Blick steht für mich als Linsenfan das Ergebnis bei Linsenboden vs. Mürbteigboden fest! Außerdem läßt sich die Tarte aufgrund des kompakten Bodens nicht nur einfach aus der Form lösen sondern anschließend auch spielend leicht portio- nieren. Dies nur so als praktische Anmerkung für den einen oder anderen Linsenskeptiker.

Wer also Linsen und Spinat in Kombination mit Fetakäse nicht für völlig abwegig hält, sollte bei dieser Tarte auf alle Fälle einmal zugreifen bzw. sie nachbacken.

Zutaten für eine Tarteform (26 cm):

125 g rote Linsen
50 g Vollkornsemmelbrösel
1 kleine, weiße Zwiebel in Würfel
1 TL Olivenöl
1 EL geriebener Parmesan
1 Eigelb (M)
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL Tomatenmark
Salz
Pfeffer

225 g TK-Blattspinat
1 kleine, weiße Zwiebel in Würfel
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL Olivenöl
100 g saure Sahne
50 g Creme Fraiche
50 ml Milch
100 g Feta, zerbröselt
2 Eier (M)
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung:

Tarteform fetten, mehlieren und kalt stellen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Rote Linsen ca. 10 Minuten gar kochen. Zwiebel im Olivenöl glasig dünsten. Linsen, Zwiebeln, Parmesan, Semmelbrösel, Knoblauch, Eigelb, Salz, Pfeffer und Tomatenmark zu einem homogenen Teig verkneten. Die Tartform gleichmäßig damit auskleiden und nochmals kalt stellen.

Für die Spinat-Feta-Masse 1 TL Olivenöl erhitzen und Zwiebelwürfel und Knoblauch darin andünsten. Spinat zugeben und ca. 1 Minute mitdünsten – abkühlen lassen. Saure Sahne, Creme Fraiche, Milch, Eier und zerbröselten Feta vermischen. Spinat unterrühren un die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Die Spinatmischung auf den Linsenboden gießen und glatt streichen. Die Tarte bei 180 Grad ca. 35-40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und ca. 15-20 Minuten ruhen lassen und genießen! Guten Appetit!

Tomaten-Lavendel Tarte Tatin

Freitag, 22. Juli 2011

Was tun bei akutem Tomaten- und Lavendelüberschuß? Mein Tomatenkonsum unterliegt ja tatsächlich natürlichen Schwan- kungen – so darfs im Sommer aber ruhig mal etwas mehr vom knallroten Nachtschattengewächs sein. Man gönnt sich ja sonst nichts…

Was also jetzt? Tomaten als Sauce, Tomaten als Suppe, Tomaten als Salat – alles langweilig und schon gefühlte 1000 mal oder auch mehr, gekocht, verkocht und gegessen. Die also in der Glückseeligkeit des warmen Gewächshauses ge- wachsenen Tomaten schmecken wunderbar aromatisch-süß und sind sozusagen geradezu prädestiniert für diese saftige Tarte Tatin mit einer leichten Lavendelnote. Der wächst übrigens und Gott sei Dank, in unmittelbarer Nähe zur Tomatenhochburg.

Zu meiner Schande wurde dieses Mal (ausnahmsweise) auf den sonst gerne genommenen Mürbteigboden verzichtet und der Bequemlichkeit halber auf Fertig-Blätterteig zurückgegriffen – was sich aber geschmackstechnisch nicht als Nachteil erwies.

Schmeckt besonders vorzüglich an lauen Sommerabenden in geselliger Runde – in der Provence….

Zutaten für 2 Personen:

300g kleine Tomaten (Thai Malai)
2 EL schwarze Oliven
3 Zweige Thymian
1 EL Lavendelhonig
2 EL Parmesan, frisch gerieben
1 Msp. gemahlene Lavendelblüten
1 Rolle Blätterteig
Meersalz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung:

Honig und gemahlene Lavendelblüten in einer Pfanne erhitzen. Kirschtomaten, Thymianzweige und Oliven in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze braten. Pfanne vom Herd nehmen, Tomaten mit dem Parmesan bestreuen und diese mit dem Blätterteig bedecken. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die unterste Einschubleiste in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 2 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und mit salz und Pfeffer würzen.

Spinatquiche mit Camembert und getrockneten Tomaten

Mittwoch, 29. Juni 2011

Eigentlich purer Selbstmord bei diesen Temperaturen den Backofen anzuwerfen, oder? Aber mal ehrlich – Augen zu und durch! Was gibt es an so einem heißen Tag eigentlich besseres als ein Stückchen kalte oder lauwarme Quiche mit Salat? Für mich einfach das perfekte Sommeressen.

Das Besondere an dieser Quiche ist nicht der Teig aus Dinkelvolkornmehl oder etwa der Spinat oder die getrockneten Tomaten – alles bekannt und schon fast langweilig.  Nein, der (Camembert-) Kenner “erkennt” es sofort: Käse überall. Käse im Boden, Käse im Belag und zu guter letzt natürlich Käse auf dem Belag. Was will das (Käse-) Herz mehr?

Ganz, ganz wichtig  dabei ist natürlich die strategische Position des französischen Käseklassikers… Hoch soll er sein, in vier Teile geteilt soll er sein und für den druchgehenden Käsegenuß – auf den Mürbteigboden der Tatsachen gedrückt sein. Der Gipfel der ganzen Aktion ist aber er überstehende Camembert. Er verteilt sich sich beim Backen wie der schmelzende Schnee in der Sonne…

Zutaten:

220 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
25 g Parmesan, frisch gerieben
1 Ei 
5 g Salz

500 g Blattspinat (TK)
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Rapsöl
3 Eier
200 g Schmand
25 g Parmesan, frisch gerieben
10 getrocknete Tomaten
1 Camembert (ca. 150 g)
Muskatnuss
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Mehl, Salz und Parmesan in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stückchen zugeben und alles zu einer fein-krümeligen Masse kneten. Das Ei zugeben und alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und etwa 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den aufgetauten Blattspinat gründlich ausdrücken und grob hacken.

Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch glasig dünsten. Gehackten und ausgedrückten Spinat zugeben und ca. 2 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Von der Herdplatte ziehen und leicht abkühlen lassen.

Eier, Schmand und Parmesan in einer Schüssel gründlich verrühren, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Abgekühlte Spinatmischung unterrühren.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen und eine gefettete und mehlierte Springform (22 cm) damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit getrockneten Hülsenfrüchten füllen. Den Teig ca. 10 Minuten im heißen Backofen (Mitte)  blind backen. Die Hülsenfrüchte entfernen.

Die Spinat-Schmand-Mischung in die vorgebackene Mürbteigform füllen. Den Camembert vierteln und gleichmäßig bis zum Boden in die Spinatmasse eindrücken. Mit den getrockneten Tomaten belegen. Die Quiche im heißen Backofen ca. 45 Minuten backen bis die Füllung fest und die Kruste goldgelb ist.

Rosenkohl-Hackfleisch-Tarte

Dienstag, 21. Dezember 2010

Rosenkohl ist für uns in dieser Jahreszeit ein absolutes Muß. Egal in welcher Variante, die Röschen sind im Winter vom Speiseplan kaum wegzudenken. Abgesehen vom geliebten, leicht bitteren und herb-nussigen Geschmack, sind die inneren Werte wirklich nicht zu verachten, da er reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen ist.

So gab ich mich mit Begeisterung den Freuden beim Backen dieser leckeren Tarte hin! Zur nachhaltigen Sicherung eines leckeren und auch männertauglichen Essens wurde die Tarte mit Rinderhackfleisch gepimpt, was sich im Nachhinein als sehr kluger Schachzug erwies. Das leicht mit Zimt verfeinerte und angebratene Fleisch passte geschmacklich hervorragend zum Rosenkohl und harmonierte auch bestens mit dem Tête de Moine!

Zutaten für eine Tarte- od. Quicheform (26 cm Durchmesser):

150 g Dinkelvollkornmehl
8 g Hefe
2 g Salz
80 ml Wasser, lauwarm
1 TL Olivenöl

350 g Rosenkohl, geputzt
150 g Rinderhackfleisch
100 ml Sahne 
150 ml Milch
1 EL Rapsöl
2 Eier
1 Knoblauchzehe, gehackt
70 g Tête de Moine, gerieben
Salz
Pfeffer
Paprika
Muskatnuss
Zimt

Zubereitung:

Aus Mehl, Hefe, Salz, Wasser und Olivenöl einen geschmeidigen Hefeteig herstellen. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.

Rosenkohl ca. 10 Minuten in kochendem Salzwasser nicht zu weich garen. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Rinderhackfleisch scharf anbraten. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und einer kleinen Prise Zimt würzen.

Sahne, Milch, Eier, Knoblauch und Tête de Moine in einer Schüssel sorgfältig verrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Backofen vorheizen (200 Grad). Den Teig mit dem Nudelholz ca. 2 mm hoch ausrollen und eine gefettete Quiche- oder Tarteform damit auslegen. Einen evtl. überstehenden Rand mit dem Messer wegschneiden. Im Backofen ca. 5 Minuten vorbacken. Anschließend Rosenkohl, angebratenes Rinderhack gleichmäßig auf dem Teig verteilen und mit der Eiermilch übergießen. Im Ofen ca. 40- 45 Minuten backen.