Archiv für die Kategorie ‘Nachspeise’

Maroni-Kuchen mit Schokolade und Nougat

Donnerstag, 06. Dezember 2012

Also erstmal ein ganz dickes Dankeschön an Paule, bei der ich diesen leckeren, einfachen und doch etwas außergewöhnlichen Kuchen gefunden habe. Entdeckt hat Paule diesen Maronikuchen wiederum bei Claudia von fool for food, ihr super Rezept hat sie und mich gleichermaßen sofort begeistert!

Etwas außergewöhnlich deswegen, weil dieser saftige, aromatische und überaus nussige Kuchen eine fast schon cremige Konsistenz besitzt – fast dessertähnlich. Dieses hat der Kuchen dem ungesüßten Maronipüree und dem fehlenden Mehl zu verdanken – am besten also lauwarm und mit einer Kugel Vanilleeis genießen!

Das Rezept von Paule habe ich leicht abgeändert, indem ich geröstete Haselnüsse verwendet habe und zusätzlich etwas Brandy als “Geschmacksverstärker” in den Teig gegeben habe. Außerdem habe ich einen Teil der Schokolade gezwungenermaßen durch Nougat ersetzt, was mir aber sehr gut gemundet hat und super mit den gerösteten Haselnüssen harmonierte. Ein wirklich toller und nachbauenswerter Kuchen!

Zutaten (Springform, 18 cm Durchmesser)

3 Eier (M), getrennt
120 g Puderzucker, gesiebt
200 Maronenpüree, natur
40 g Nougat
100 g Butter, flüssig
150 g gemahlene, geröstete Haselnüsse
50 g Schokolade, grob gehackt (72 % Kakao)
1 Prise Salz
2 EL Brandy

Zubereitung 

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (18 cm) mit Backpapier auslegen.

Eigelb und Puderzucker mit dem Handrührgerät 2 Minuten lang cremig-weiss aufschlagen. Maronenpüree und flüssige Butter unterrühren.

Geröstete und gemahlene Haselnüsse, gehackte Schokolade, Brandy und das gehackte Nougat mit einem Teigschaber unterrühren.

Eiweiß steif schlagen und unter die Maronenmasse heben. Den Teig in die Backform füllen, glatt streichen und ca. 45 Minuten backen. Den fertig gebackenen Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, anschließend aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Mousse au Chocolat Crepe-Cake

Sonntag, 30. September 2012

Die Herbstsaison hat seit kurzem auch mich erreicht, unter anderem haben mich Suppen und Eintöpfe zur Zeit ganz fest im Griff. Damit sich das perfekte Soulfood-Feeling auch bis zur Nachspeise so richtig durchzieht, braucht es zu guter letzt noch eine ordentliche Portion Schokolade – was auch sonst. Pfannkuchen? Machen solo nur halb so viel Spaß. Mousse au Chocolat? Bin ich eh total verschossen. Ach was, wie wärs zur Feier des Tages mit einer Kombination zweier Klassiker?

Arge Bedenken hatte ich ja, ob die Mousse am Schluss dem Anschnitt standhalten würde, aber meine Zweifel erwiesen sich zum Glück als unbegründet. Dank eines scharfen Messers erledigt sich alles fast wie von selbst und bringt die hübschen Crepe-Schichten messerscharf zur Geltung. Für die weitere Schnittsicherheit garantiert außerdem etwas Gelatine, die ja ansonsten in einer perfekten Mousse au Chocolat ziemlich überflüssig ist.

Neben den unten erwähnten Zutaten, lässt sich der Crepe-Cake außerdem beliebig und nach Lust, Laune, Geschmack und Kühlschrankinhalt abwandeln und variieren. Super stelle ich mir zum Beispiel die Kombination mit gemahlenen Pistazien im Pfannkuchen, Eierlikörmousse und Himbeeren on top vor. Oder einer Quarkmousse und Heidelbeeren, oder… *hach*

Zutaten für einen Crepe-Cake (ca. 20 cm)

200 g Zartbitterschokolade (70 %)
400 g Sahne
6 Blätter Gelatine
4 Eiweiß
3 EL Kokoslikör (oder nach Wahl)
60 g  Zucker

150 g Mehl
300 ml Milch
3 Eier
1 EL Zucker
2 TL Kakaopulver
Butter oder Öl zum Backen

Zubereitung

Für die Pfannkuchen Mehl und Milch mit dem Handrührgerät gründlich verquirlen. Anschließend Eier, Zucker und Kakaopulver unterrühren. Den Pfannkuchenteig ca. eine halbe Stunde quellen lassen. Anschließend 8-9 Pfannkuchen in einer Pfanne (18-20 cm Durchmesser)ausbacken. Die Pfannkuchen abkühlen lassen und bis zur weiteren Verarbeitung im Kühlschrank aufbewahren.

Für die Mousse Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Schokolade hacken und in der heißen Sahne bei geringer Hitz auflösen, dabei immer wieder umrühren. Den Topf vom Herd nehmen und die ausgedrückte Gelatine in die Schokosahne einrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Kokoslikör unterrühren. Die Masse im Kühlschrank kalt stellen.

Eiweiß steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Die Schokomasse mit dem Schneebesen kräftig durchrühren. Eischnee gleichmäßig unter die Schokomasse heben. Die Mousse nochmals ca. 15-20 Minuten kalt stellen.

Die Mousse in einen Spritzbeutel füllen. Den untersten Pfannkuchen auf eine Tortenplatte oder ähnliches legen.

Mousse mit dem Spritzbeutel mit Lochtülle spiralförmig von außen nach innen ca. 1 cm dick auf den Pfannkuchen aufspritzen. Darauf achten, dass außen einen ca. 1, 5 cm breiten Rand freibleibt. Den nächsten Pfannkuchen auf die aufgespritzte Mousse legen, dabei den Pfannkuchen gleichmäßig, aber sanft andrücken. Di se Schritte wiederholen, bis Pfannkuchen und Mousse aufgebraucht sind. Den fertigen Crepe-Cake mindestens 3-4 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Anschließend nach Belieben mit Puderzucker, Kakao, Kokosraspeln usw. bestreuen (oder mit der restlichen Mousse dekorieren) und mit einem sehr scharfen Messer vorsichtig in Stücke schneiden und servieren.

Edit: Schokolade = Braun = Cookbook of Colors im November!

 

 

 

Oreo-Nougat-Cupcakes

Freitag, 01. Juni 2012

Lang gabs nichts Süßes mehr auf Rock the kitchen! Dieser Umstand muß sich also schnellstens ändern –  grüner Spargel in sämtlichen Variationen schmeckt zwar super, macht auf Dauer dann aber auch nicht glücklich ;-)

Prüfungsstress und den daraus resultierenden spontanen Gelüsten nach Süßkram jeglicher Art habe ich diese wohlschmeckende und nervenberuhigende Gesamtkomposition zu verdanken. Die Kekse alleine hätten mit Sicherheit den gleichen Zweck erfüllt, aber etwas Ablenkung und Entspannung in Form von Rühren, Backen, Dekorieren und ESSEN braucht die gestresste Frau einfach zwischen lernen, lernen und… lernen. Nach erfolgreichem Verzehr des (der) Törtchen(s) erfreut sich der verjüngte Geist für eine gewisse Zeit und ist zum Glück bereit zur weiteren Wissensverinnerlichung.

Wie gut, dass die Oreo-Nougat-Cupcakes wirklich fix zubereitet sind. Das geduldstrapazierende Aufbringen der Nougat-Frischkäsecreme per Spritzbeutel mit  Sterntülle  habe ich mir dieses mal zeitsparend verkniffen – mit dem Eiskugelportionierer eine Kugel auf den ausgekühlten Boden, Keks drauf, fertig, lecker! Lecker fand ihn übrigens sogar mein Freund, der im wahren Leben kein wirklicher Freund von Cupcakes ist. Das Frosting ansonsten zu süß, zu buttrig, zu bunt, überhaupt ist alles Mädchenkram und der Blutdruck steigt beim hoffentlich unerkannten und zwangweisen Betreten eines Cupcakes-Shops kurzfristig in schwindelerregende Höhen.

Zum Glück plagen mich solch “männliche”  Probleme überhaupt nicht. Richtig essbar ist für mich aber ein Cupcake auch erst, wenn der Belag nicht nur aus einer dicken Puderzuckerkruste oder aus purer Butter daherkommt. In diesem Fall besteht das Häubchen aus Frischkäse, Kakao und Nougat, dezent gesüßt. Perfekt für meinen Geschmack, die Kombination harmoniert auch hervorragend mit dem lockeren und saftigen Oreokeks-Rührteig.

Zutaten für 12 Cupcakes

150 g Butter
150 g Zucker
1 Prise Salz
3 Eier (M)
Mark einer Vanilleschote
2-3 EL Milch
250 g Mehl
1 TL Backpulver
8 Oreo-Kekse, zerbröselt

400 g Doppelrahmfrischkäse
150 g Puderzucker
1 EL Kakao
100 g Nougat, stichfest
6 Oreo-Kekse, halbiert

Zubereitung

12 Papierbackförmchen in die Mulden eines Muffinsblechs setzen. Backofen auf 180 Grad (Ober- /Unterhitze) vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillemark und Salz mit dem Schneebesen des Rührgeräts 4-5 Minuten cremig rühren. Eier jeweils einzeln unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und zusammen mit der Milch kurz unterrühren. Kekse unterheben. Teig auf die Förmchen verteilen und im Ofen ca. 20-25 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Puderzucker, Kakao und Doppelrahmfrischkäse mit dem Rührgerät cremig rühren. Nussnougat unterrühren. Mit einem Eiskugelbereiter jeweils eine Kugel vorsichtig auf die vollständig ausgekühlten Muffins setzen. Mit einem halben Oreo-Keks dekorieren. Mind. 3 Stunden durchkühlen lassen – Fertig!


Käsekuchen mit Passionsfrucht

Mittwoch, 21. September 2011

Aus gegebenem Anlass bzw. zum 7. Blog-Geburtstag von Kochtopf wird natürlich wieder mal mit großem Enthusiasmus ein längst überfälliger Käsekuchen gebacken, höchste Zeit oder? Und wer magische sieben Jahre auf dem Buckel hat, verdient meiner Meinung nach nicht irgendeinen Käsekuchen sondern schon ein etwas “fruchtigeres” Exemplar. Ehre wem Ehre ge- bührt… ;-)

Liebe Zorra, ich hoffe Du magst Käsekuchen, Passionsfrucht oder optimalerweise beides in Kombination. Lass Dir den mit viel Liebe gebackenen Kuchen schmecken - Happy Birthday!

Zu weiteren Käsekuchen bitte hier entlang:

- Brownie-Käsekuchen
- Japanischer Soufflé-Käsekuchen
- Wiener Topfentorte mit Mandeln
- Blueberry-Cheescake

Zutaten für eine Springform (22 cm):

200 g Butterkekse
100 g Butter
40 g Zucker
30 g geröstete, gemahlene Pinienkerne

500 g Frischkäse
100 g Sauerrahm
3 Eier
100 g Zucker
25 g Mehl
Mark einer Vanilleschote
4 Passionsfrüchte

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (22 cm) mit gründlich buttern und in den Kühlschrank stellen.

Butterkekse im Mixer fein zerbröseln, Butter schmelzen lassen. Zerbröselte Butterkekse, zerlassene Butter, gemahlene Pinienkerne und Zucker gründlich vermischen. Die vorbereitete Springform mit den Keksbröseln auskleiden und einen Rand von ca. 3 cm hochziehen. Die Brösel fest andrücken. Den Kuchenboden auf mittlerer Schiene ca. 10 Minuten bei 180 Grad vorbacken.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Eier trennen und das Eiweiß in einer seperaten Schüssel steif schlagen. Eigelb und Zucker schaumig schlagen. Frischkäse, Sauerrahm, Vanillemark, Mehl und ausgekratztes Passionsfruchtfleisch dazugeben und alles gründlich verrühren. Eiweiß vorsichtig unterheben.

Käsemasse in auf den vorgebackenen Boden geben und den Kuchen weitere 50 Minuten bei 160 Grad backen. In der Form abkühlen lassen.
Gekühlt servieren!

Pflaumen-Rotwein Ice-Pops mit Sternanis

Montag, 19. September 2011

Auf gehts, Endspurt! Bevor uns alle – dank sinkender Tem- peraturen – die ganz große Lust auf (das tägliche) Eis vergeht, werfe ich natürlich nochmal ne Runde Gefrohrenes am Stiel in die Menge.

Natürlich passend und selbstverständlich im Einklang mit dem saissonalen Obstangebot präsentiere ich euch hübsch anzu- sehende Pflaumen-Rotwein Eis-Lollys mit Sternanis. Rotwein hat zum Glück immer Saison und der würzige Sternanis eröffnet den Ausblick auf die kommende (drohende) und vielleicht (Speise-) eisfreie Vorweihnachtszeit. In dieser Zeit wechselt der Sternanis ja die Fronten und würzt den heißen Rotwein, wobei das Eis dagegen den Geschmack verliert und sich auf die Straße verlagert. Deswegen jetzt nochmal Prost, ähh, schleck …

Zutaten für 8 Stück:

400 g vollreife Pflaumen, entsteint
150 ml Rotwein
160 g Zucker
120 ml Wasser
1/4 TL Sternanis, gemahlen
1 Zimtstange
1 TL Orangenzesten

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen bis die Pflaumen zerkocht sind, dabei gelegentlich umrühren. Orangenzesten und Zimtsatange entfernen und die Pflaumenmischung fein pürieren. Abkühlen lassen.

Die Eis-Masse in vorbereitete Silikonförmchen für Eis am Stiel füllen und über Nacht im Tiefkühlschrank durchkühlen lassen.

Tip: Alternativ kann die gekühlte Pflaumen-Rotwein-Masse in der Eismaschine nach Herstelleranweisung zu Sorbet verarbeitet werden.

Lasagne von Eierlikörmousse mit Pistazien-Kardamomblättern und Himbeeren

Samstag, 10. September 2011

Ei, ei, ei, verboten! Oder so ähnlich… Am Eierlikör scheiden sich ja immer schon die Geister, wollte man ihn pur trinken. Jede Oma steht seit jeher unter dem Generalverdacht, nachmittags dem gelben Laster zu fröhnen. Ich kenne aber sogar jüngere Menschen, die diesen Trank ab und an sehr gerne zu sich nehmen – meist waren die aber vorher schon blau…

Wie im richtigen Leben braucht auch der Eierlikör einen “Genuß-Abschnitts-Gefährten”, ganz alleine kommt man dann doch nicht weit. Ich habe den Eierlikör diesmal mit knusprigen Pistazien-Kardamomblättern und leicht herben Himbeeren zu einer Eierlikör-Lasagne gepaart. Das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen lassen, es hat auch allen Probanden hervorragend ge- schmeckt.

Zu dieser köstlichen “süßen” Lasagne verleitete mich übri- gends Zorra bzw. Geniessers Rezepte . Das Original mit einer erfrischenden Buttermilchmousse und Mandelblättern inspirierte mich  zu meiner eigenen Kreation. Vielen Dank!

Zutaten für 6 Personen:

Eierlikörmousse:

400 g Sahne (30 %)
3 Eier (M)
4 Blätter Gelantine
Mark einer Vanilleschote
100 g Zucker
50 ml Eierlikör

Pistazien-Kardamomblätter:

110 g Zucker
65 g Pistazien, fein gemahlen
65 g flüssige Butter
65 ml Orangensaft
35 g Mehl
1 Msp. Kardamompulver

150 g Himbeeren

Zubereitung:

200 ml Schlagsahne halb steif schlagen. 2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 2 Eier (Kl. M), 100 g Zucker und Vanillemark in einer Metallschüssel mit den Quirlen des Handrührers 2 Min. verrühren. Über einem heißen, nicht kochendem Wasserbad ca. 8 Min. schaumig rühren, bis eine cremig-feste Masse entsteht.

Topf vom Herd nehmen, Gelatine gut ausdrücken und unter leichtem Rühren in der heißen Masse auflösen. Eierlikör unterrühren. Die Schüssel in ein Spülbecken mit kaltem Wasser stellen und die Masse unter Rühren abkühlen lassen.

Sahne vorsichtig unterheben. Die Masse eine saubere Schüssel füllen und abgedeckt mindestens 4 Std. kalt stellen. 

Für die Pistazien-Kardamomblätter alle Zutaten mit einem Rührgerät ca. 3-5 Minuten zu einer geschmeidigen Masse rühren. Mit Hilfe eines großen Löffels jeweils eine kleine Teigmenge kreisförmig und dünn auf Backpapier aufstreichen und im Ofen bei 200 Grad Ober/Unterhitze ca. 5-6 Minuten backen. Nach dem Backen auf dem Tisch auskühlen lassen. In eine luftdichte Box geben.

Mit dem Spritzbeutel einen kleinen Klecks Mousse in die Mitte des Tellers geben und ein Pistazienblatt darauf legen. Nun mit dem Spritzbeutel einen Klecks Mousse auf das nächste Pistazienblatt spritzen und mit Himbeeren belegen. Diesen Vorgang nochmals wiederhohlen. Zum Abschluß einen Punkt Mousse aufspritzen und die Lasagne mit einem Minzeblatt und einer Himbeere garnieren.

Salzkaramell-Stracciatella-Eis

Montag, 05. September 2011

Ich bin kein großer Freund von Frucht-Sahne-Eis, mit Erdbeereis kann man mich z. B. ziemlich weit jagen. Dafür liebe ich  jedes nur erdenkliche Nuß -, Schoko-,  Nougat-,  Krokant-, Kokos- oder Straccialtellaeis. Für ein richtig leckeres Pistazieneis nehme ich lange Wege auf mich… Letztens auch erst in der Eisdiele des Vertrauens entdeckt: Zuppa ingelese – wow, sehr lecker! Und da ich im Sommer (fast) täglich verboten große Mengen an Eis verspeisen könnte, wurde es mal wieder höchste Zeit für eine neue, spannende und sehr empfehlenswerte Eiskreation. Ein Salzkaramell-Stracciatella-Eis.

Und da der Kühlakku meiner Eismaschine sowieso permanent im Gefrierfach “wohnt” und so für alle Eventualitäten und Spontaneitäten gerüstet ist, steht der plötzlich aufkommenden Eislust bzw. dem Eisgenuß zum Glück nur ganz selten etwas im Wege…

 

Zutaten für ca. 750 ml:

250 g Zucker
400 g Sahne (30 %)
1/2 TL Feur de Sel
Mark einer Vanilleschote
250 ml Milch (3,8 %)
3 Eier
75 g Schokolade (80 % Kakaoanteil)

Zubereitung:

Für den Karamell den Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, dabei ab und zu rühren. Den flüssigen Zucker ohne weiteres Rühren zu goldbraunem Karamell schmelzen lassen. 200 ml Sahne vorsichtig angießen und unter gleichmäßigen Rühren den Karamell loskochen bis eine glatte Creme entstanden ist. Fleur de Sel und Vanille unterrühren. Beiseite stellen und leicht abkühlen lassen.

Für die Eiscrememasse Milch und restliche Sahne kurz auf- kochen. Eier schaumig schlagen. Die Eiermasse unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen langsam zur Sahnemilch gießen und dabei darauf achten, dass die Milch auf keinen Fall mehr kocht. Das Sahne-Milch-Eiergemisch weiter zu einer cremigen Masse aufschlagen. Vorbereiteten Salzkaramell unterrühren.

Die Eismasse am besten über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen. Schokolade schmelzen und ganz leicht abkühlen lassen. Masse in der Eismaschine nach Herstelleranweisung gefrieren lassen. Kurz vor Ende des Gefriervorgangs die geschmolzene Schokolade langsam in die Eismasse einlaufen lassen. Eis nach Bedarf im Tiefkühler nachgefrieren lassen oder sofort genießen.

Grafik www.etsy.com

Himbeersorbet mit Smokehead Islay Whisky

Montag, 08. August 2011

Vor langer, langer Zeit beschenkte ich meinen Freund und früheren Whiskysammler mit einer tollen Marmelade. Seine Vorlieben liegen seit Jahren besonders bei den Islay-Whiskys wie Ardbeg, Laphroaig und Lagavulin usw. die für Nichtkenner wie ein eingelegtes Heftpflaster nach Jod und Karbol, für Kenner dagegen nach Rauch und Torf schmecken (sollen). Mir persönlich schmeckt der Whisky überhaupt nicht – ich bekomme beim Riechen schon Angst – in Kombination mit Himbeere allerdings ergibt sich ein sehr stimmiges Geschmacksbild. Das Marmeladen- glas ist zwar schon lange leer, der außergewöhn- liche Geschmack blieb und hat sich doch sehr nachhaltig in mein Gehirn gebrannt. Köstlich!

Da ich einiger Zeit absolut stolze Besitzerin einer Eismaschine bin und endlich mal die Möglichkeit habe auch mal ausge- fallerene Eissorten auszuprobieren, habe ich mich von dieser genialen Marmelade natürlich inspirieren lassen. Was jetzt dazu noch fehlt ist natürlich der passende Whisky  – und  nachdem ich ja durch das Geschenk selbstverständlich noch etwas gut  hatte war es ja wieder mal überhaupt kein Problem, dass ich mich der Kulinarik wegen an den Vorräten vergriffen habe.

Diejenigen die den Geschmack des Smokehead Islay Single Malts mit seinem torfig-rauchigen Geschmack mögen,  kennen und lieben ihn, bei anderen ist er warscheinlich nicht bekannt und wenn, dann warscheinlich eher sehr unbeliebt. 

Zutaten:

600 g Himbeeren
100 g Zucker
100 ml Wasser
30 ml Limettensaft
60 g Invertzuckersirup
4 EL Smokehead Islay Single Malt Scotch Whisky

Zubereitung:

Zucker und Wasser in einem kleinen Topf ca. 3 Minuten auf klei- ner Flamme köcheln lassen. Abkühlen lassen und den Invert- zuckersirup unterrühren.

Himbeeren und Limettensaft mit dem Pürierstab fein pürieren. Durch ein feines Sieb passieren und mit dem Whisky mischen. Zuckersirup unterrühren. Über Nacht im Kühlschrank vorkühlen, dann mit der Eismaschine nach Herstelleranweisung zu Eis verarbeiten.

Kürbiskerneis mit Kürbis-Kardamom-Krokant

Dienstag, 28. Juni 2011

Braucht Ihr auch so dringend eine Abkühlung? Das Thermometer misst im Moment schweißtreibende  33 Grad und und keine Abkühlung ist auch nur annähernd in Sicht. Aber die Rettung naht – Gott sei Dank “wohnt” im Tiefkülfach noch eine grüne Erfrischung in Form meines hochoffiziell zweiten und 100% selbstgemachten Eis. Ja, ja , ihr habt richtig gelesen! Frau rock the kitchen! verfügt seit kurzer Zeit und nach langjähriger selfmade-Eis-Abstinenz über eine eigene Eismaschine. Kommt Zeit, kommt Rat – oder Eismaschine!

Zu verdanken habe ich diese köstlich Abkühlung aber nicht etwa mir selbst sondern Maja von Moye´s kitchen. Ihr total geniales Gianduja-Stracciatella-Eis inspirierte mich zu meiner grünen und überaus nussigen Eigenkreation. Welch eine Erlösung!  Und aufgrund der immer noch andauernden Hitze verweigere ich ab sofort die weitere Tipperei und mache mich lieber auf den Weg zum Tiefkülfach…

Zutaten für ca. 500 ml:

100 ml Sahne 
250  ml Vollmilch
90 g Zucker
3 EL Mus aus gerösteten Kürbiskernen
1 EL Kürbiskernöl
60 g weiße Kuvertüre
4 Eigelb
2 EL Cognac

50  g Kürbiskerne, geröstet
40 g weißer Zucker
1/2 TL Kardamom

Zubereitung:

Sahne, 125 ml Vollmilch und Zucker kurz aufkochen lassen bis sich die Zuckerkristalle auflösen. Vom Herd ziehen und das Kürbiskernmus einrühren. 

Die restliche (125 ml) Vollmilch erhitzen und die weiße Kuvertüre darin auflösen. Die Mischung sehr gut durchrühren.

4 Eigelb in einer Schüssel dick und cremig aufschlagen, Cognac und Kürbiskernöl zugeben. Langsam die Kürbismilch angießen, dabei immer weiter rühren. Die ganze Mase zurück in den Topf geben und unter Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Masse langsam andickt. Dabei immer weiter mit dem Silikonteigschaber über den Boden streichen damit die Masse nicht ansetzt. Sobald die Masse angedickt ist, diese vom Herd nehmen. Das ganze auf die Schoko-Milch-Mischung geben und gründlich verrühren. Die Masse im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Den Zucker in die Pfanne geben und ohne rühren schmelzen lassen. Sobald sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben und er hellbraun wird die Kürbiskerne und den Kardamom gleichmäßig unter den Karamell rühren. Noch heiß dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und erkalten lassen. Sobal der Karamell erkaltet ist in grobe Stüce brechen, in einen Gefrierbeutel geben und mit Hilfe des Nudelholzes in feine Stücke brechen.

Wenn die Eismasse erkaltet ist, nach Herstellerempfehlung in der Eismaschine zubereiten. Kurz vor Ende der Eiszubereitung die Krokantbrösel zugeben. Das Ganze gut durchmischen lassen und direkt servieren oder einfrieren.

Kalter Hund mit Erdnußbutter und Karamellkeksen

Montag, 23. Mai 2011

Bereit für die nächste Überdosis Schokolade? Kuchentechnisch war die Ausbeute seit den Brownies ja eher mau, höchste Zeit für die nächste Schoko-Dröhnung. Zum Glück, denn irgendwie muß der Kalorienpegel nach dem kalorien- und fettarmen Sushi wieder ins Lot, oder? Dieses Vorhaben gelingt mit diesem Keks- kuchen 100 %ig, ein Stückchen genügt um das Kaloriendefizit wieder zu beheben, also bloß nicht übertreiben sonst geht der Schuss nach hinten los!

Im Original besteht dieser kalte Kekskuchen aus einer Creme aus Kokosfett und Kakao mit gestapelten bzw. in die Form geschichteten Butterkeksen. Da mir aber die pure Kokos- fettcreme doch etwas suspekt anmutet, verwende ich in meinem Rezept Zartbitterkuvertüre mit einem Kakaoanteil von 65 %. Natürlich kann auch jede andere Kuvertüre verwendet werden, da ich es aber nicht ganz so süß mag und eher der herbe Schoki-Typ bin ist dieser hohe Kakaoanteil perfekt für mich. Und weil Butterkekse irgendwie langweilig klingen (und schmecken) dürfen in meinen kalten Hund zur Abwechslung mal knusprige Karamellkekse. Der Vorteil: Sie weichen nicht so schnell durch wie ihre Butter-Gefährten, der Kekskuchen bleibt dank ihnen knuspriger und verfügt über den gewollten Biss.

Zutaten:

300 g Zartbitterkuvertüre (65%, Valrohna)
50 g Erdnussbutter
200 g Sahne
Mark einer Vanilleschote
150 g Karamellkekse

Zubereitung:

Die Kuvertüre klein hacken. Sahne in einem Topf einmal aufkochen lassen. Kuvertüre und Erdnussbutter dazugeben und unter ühren schmelzen lassen. Vanillemark einrühren.

Eine längliche Form (etwa 1 Liter Inhalt) mit Klarsichtfolie oder Backpapier auskleiden. Die Schokocreme noch einmal durchrühren und eine etwa 1/2 cm dicke Schicht in die Form gießen. Eine Lage Karamellkekse in die Form legen und mit Schokocreme abdecken. Auf diese Art alles weiter einschichten, bis Kekse und Creme verbraucht sind.

Kalten Hund gut abdecken und mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit alles richtig durchziehen kann.

Anschließend den Kekkskuchen mit der Folie aus der Form heben , stürzen. Folie oder Backpapier abziehen und den kalten Hund in Scheiben schneiden.

Tarte Tatin mit Cidre-Calvados-Zabaione

Mittwoch, 20. April 2011

Eigentlich fehlen mir immer noch die Worte… Nachdem ich eigentlich ungefähr seit gefühlten 20- 30 Jahren zwecks Über- dosis an einem massiven Apfelkuchen-Trauma leide, hatte ich jetzt endlich mal die Gelegenheit, Kindheitserinnerungen aufzuarbeiten.

Seit (fast) Jahrzenten habe ich aufgund einer Überdosis in der Jugend auf jegliche Formen von Apfelkuchen, Apfelstrudel usw. konsequent verzichtet. Bis zu dem Tag, an dem ich mich mit sehr großer Leichtsinnigkeit und Unwissenheit an eine Tarte Tatin wagte. Zum Glück, den dieser traditionelle, französische Apfelkuchen mit seiner Karamellschicht spottet jeder Be- schreibung und hebt mich quasi schon fast in den 7. Desserthimmel!

Und was könnte besser zu dieser Tarte passen als eine Cidre-Calvados-Zabaione? Nichts… es war ein absoluter Traum. Es kann natürlich schon sein daß ich wieder mal maßlos übertreibe, aber hier bin ich mir sicher – es stimmt wirklich!

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Zutaten für eine Tarteform (28 cm):

200 g Mehl
100 g Butter
35 g Zucker
2 Eigelb
1 Prise Salz

750 g Äpfel (z. B. Cox Orange)
100 g Zucker
100 ml Cidre
1 Vanilleschote
50 g Butter

3 Eigelb
25 g Zucker
80 ml Cidre
10 ml Calvados
1 Prise Zimt

So gehts:

Aus 200 g Mehl, 100 g Butter, 35 g Zucker, 2 Eigelb und einer Prise Salz einen geschmeidigen Teig kneten. Mindestens 30 Minuten in Folie verpackt im Kühlschrank ruhen lassen.

Äpfel schälen, achteln und Kerngehäuse entfernen. Die herdtaugliche Tartform (28 cm) erhitzen. Darin Zucker, Cidre, Vanillemark und Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und zart karamellbraun werden lassen.  Hitze klein stellen un die Apfelachtel in die Form schichten.

Den Mürbteig zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie rund und etwas größer als die Form ausrollen. Folie abziehen. Teig auf die Äpfel stürtzen und leicht andrücken. Die Tarte im heißen Backofen (Mitte, 190 Grad) etwa 40 Minuten backen. 10 Minuten ruhen lassen, Teig vom Rand ablösen und auf eine Platte stürzen.

Für die Zabaione Eigelb, Zucker, Cider, Calvados und Zimt über dem Wasserbad zu einer cremigen Masse aufschlagen und mit der Tarte Tatin servieren.

Schokoladen-Orangen-Tarte

Dienstag, 08. Februar 2011

Bereit für eine kräftige Überdosis Schokolade? Ja? Dann macht man mit dieser Tarte garantiert nichts falsch, außer daß sich nach dem Genuß  evtl. eine leichte bis schwere Schoko-Sucht anbahnen könnte.  Aber gibt es nicht Schlimmeres?

Saftig, mächtig, sehr schokoladig, aber nicht zu süß kommt diese Tarte ganz ohne Mehl aus und verhilft ihr dadurch zu ihrer festen, fast schon klebrigen und doch wunderbar cremigen und zart-schmelzenden Konsistenz. Der Orangengeschmack ging leider durch den dominierenden Schokoladengeschmack ein wenig unter, was aber in diesem Fall den Geschmack keinen Abbruch tat.  

Am besten schmeckt die Tarte lauwarm und in Begleitung einer säuerlichen Fruchtsoße aus Himbeer- oder Maracuja- mark.  Contreau- oder Grand Marnier-Sahne wären bestimmt ebenfalls interessant zu probieren. Gar nicht zu sprechen von einem Tonkabohnen- oder Vanilleeis…

Zutaten (Springform 22 cm) :

200 g Schokolade (mindestens 70 % Kakao)
150 g Butter
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
1 Prise Salz
4 EL Weinbrand
1 Orange
Orangenöl

Zubereitung:

Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Orange gründlich mit heißem Wasser waschen und die Schale abreiben. Schokolade und Butter auf dem Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen.

Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Eigelb mit Vanillezucker, Orangenschale, einigen Tropfen Orangenöl, Wein- brand und Zucker dickcremig aufschlagen. Erst Schokomasse und zuletzt den Eischnee unterheben.

Die Masse in eine gefettete und bemehlte Springform (22 cm) füllen und bei 160 Grad ca. 35-40 Minuten auf mittlerer Schiene backen. In der Form erkalten lassen. Nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben.