Archiv für die Kategorie ‘laktosefrei’

Spanisches Paprikahuhn 2.0

Donnerstag, 17. November 2011

Weil Steph schon vor einiger Zeit so von Ihrem spanischen Paprikahuhn schwärmte, gabs den leckeren Vogel jetzt schon zum zweiten mal im Hause rock the kitchen! Und weils auch wieder ziemlich lecker war, möchte ich euch dieses spanische Paprikahähnchen natürlich auf keinen Fall vorenthalten.

Beim ersten Versuch habe ich mich natürlich ganz strikt ans Original-Rezept gehalten, beim zweiten Federvieh wurde dann natürlich mutigerweise etwas am kulinarischen Objekt der Begierde ”gedreht”. War das Original schon wirklich umwerfend, fand ich die Version 2.0 mit viel Knoblauch und Kräutern noch um eine klitzekleine Spur besser – aber so definiert sich wohl Geschmackssache. Faulerweise habe ich mir auch das Vorkochen der Kartoffeln gespart, die hübschen Mini-Knollen waren nach knappen 1,5 Stunden in Backofen locker gar und wunderbar weich.  

Und so ereilt mich wohl oder über das gleiche Schicksal wie Steph: Langsam aber sicher mutiert dieses spanische Paprikahuhn  für mich (als eigentlich Wenigfleischesser) schon fast zu meinem Lieblingsfleischessen…
 

Zutaten:

1 glückliches Hähnchen vom Bauernhof
600 g kleine Kartoffeln (Drillinge) 
ca. 800 g Spitzpaprika rot
3 rote Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
3 Eßlöffel Rapsöl mit Buttergeschmack 
500 ml Gemüsebrühe
1 TL Paprikapulver, edelsüß
2 TL Pimentón de la Vera, picante (scharf)
1 TL Pimentón de la Vera, dulce (mild)
3 Zweige Thymian
3 Zweige Rosmarin
2 Lorbeerblätter
Pfeffer
Meersalz

Zubereitung:

Backofen auf  180 Grad vorheizen.

Die Kartoffeln waschen und halbieren, Paprika und Zwiebel putzen und in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit 2 Knoblauchzehen, den Thymian- und Rosmarinzweigen und den Lorbeerblättern in eine aussreichend große und feuerfeste Form geben. Leicht salzen und pfeffern.

3 Knoblauchzehen pressen und zusammen mit den Gewürzen und dem Rapsöl zu einer glatten Paste verrühren, mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Das Hähnchen innen und außen waschen, trockentupfen und komplett mit der Paprikapaste einreiben.

Das marinierte Hähnchen auf das Gemüse-Kartoffelbett legen und die Gemüsebrühe vorsichtig angießen. Im vorgeheizten Backofen ca. 1 Std – 1,5 Stunden (je nach Größe) braten. Das knusprige Hähnchen aus dem Ofen nehmen und mit der Gemüse-Kartoffelmischung servieren.

Entenbrust a la Orange mit Rucola, Kapernäpfel und Pinienkernen

Dienstag, 01. November 2011

So langsam wird es mal wieder Zeit, oder? Für ne richtig ordentliche Portion Fleisch (-salat) meine ich.

Schmackhaftes Muskelfleisch dieses Mal in Form von einer in Knoblauch und Orangenschale marinierten Entenbrust. Zartrosa gegart,  mit leichten Röstaromen am Gaumen und die zarte Textur des Entenfleisches zwischen den Kauwerkzeugen – positioniert sie sich vom Mund direkt in den Olymp des Geflügels und schon fast darüber hinaus… Wunderbar.

Passend dazu natürlich der heißgeliebte Rucolasalat mit Kapernäpfel und getrockneten Tomaten, welcher durch eine aromatische Orangen-Balsamico-Vinaigrette erst richtig kickt und optimal mit der Entenbrust harmoniert. Und weils ohne einer kleinen Portion kulinarischen Widerstandes nur halb so gut schmeckt, gabs als knackiges Pendant zum zarten Geflügel noch geröstete Pinienkerne on top – für mich die perfekte Vorspeise!

Zutaten für 2 Personen:

1 Entenbrust (ca. 300 g)
1 Knoblauchzehe
1 Bio-Orange
1 Msp. Pimenton de la Vera
1/4 Bund Peterslie
1 EL Rapsöl

50 g Rucola
10 Kapernäpfel
1 EL Pinienkerne
20 g getrocknete Tomaten
1 Frühlingszwiebel
2 EL Olivenöl
1 El Aceto Balsamico
2 EL Orangensaft, frisch gepresst
1 Msp. scharfer Senf
Zucker
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Die Entenbrust kalt abwaschen und vorsichtig trockentupfen. Knoblauch schälen und pressen. Orangenschale abreiben. Petersielie waschen, trockenschütteln, fein hacken und mit Knoblauch, Orangenschale, Pimenton de la Vera und 1 EL Rapsöl verrühren. Entenbrust rundherum damit einreiben und 1 Stunde abgedeckt ruhen lassen.

Eine Pfanne auf dem Herd sehr heiß werden lassen. Entenbrust mit der Hautseite hineinlegen, Hitze auf mittlere Stufe zurückschalten und die Brust von beiden Seiten jeweils 8 Minuten braten. Salzen, Pfeffern und in Alufolie abkühlen lassen.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Rucola waschen, putzen und trockenschütteln, Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. Olivenöl, Senf, Aceto Balsamico und Orangensaft kräftig verrühren und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Abgekühlte Entenbrust in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf zwei Tellern verteilen. Rucola, Kapernäpfel und getrocknete Tomaten auf der Entenbrust verteilen. Mit der Vinaigrette beträufeln und mit Frühlingszwiebeln und Pinienkernen bestreuen.

Alle Jahre wieder….

Montag, 24. Oktober 2011

 

Kommt euch folgendes bekannt vor? In genau 2 Monaten ist Heiligabend und in der Plätzchendose herrscht gähnende Leere. Eigentlich Zeit genug um sich noch ausgiebig Gedanken über die bevorstehende Weihnachtsbäckerei  zu machen, oder?  So ne “gedachte” Backaktion gestaltet sich quasi ganz schnell mal kontraproduktiv, wenn absolut keine brauchbaren Ideen im Kopf herumschwirren bzw. mich Rezepte in Büchern und Zeit- schriften ansprechen.

Was aber auch in diesem Jahr auf keinen Fall fehlen darf ist diese göttliche Panforte di Siena, die mich neben Nüssen, Honig, Mandeln und kandierten Früchten noch mit jeder Menge Gewürze immer wieder aufs neue “verzaubert”. Richtig (lang) durchgezogen schmeckt mir dieses aromatische, toskanische Weihnachtsgebäck besser als jeder Stollen. Also nicht erst 3 Tage vor Weihnachten backen… ;-)

Ja ist denn heut schon Weihnachten? Fast, denn zur Feier des Tages verlose ich auf diesem Wege  2  nigelnagelneue Kochbü- cher Scheiße, was koche ich heute, welches 55 tolle Rezepte deutschsprachiger Foodblogs enthält - unter anderem mit mei- ner Wenigkeit ;-).

Außerdem das DVD-Paket “ Blood into wine”, einem ehrlichen und satirischen Dokumentarfilm über die Geschichte des TOOL-Sängers Maynard James Keenan und seinem Weinbau unter extremsten Klimabedingungen in der Wüste von Arizona. Sehr sehenswert!

Teilnehmen ist ganz leicht, hinterlasst einfach unter diesem Artikel einen kurzen Kommentar mit eurem liebsten Weih- nachtsgebäck, Plätzchenrezept usw… vielleicht sogar als kleine, aber feine Inspirationsquelle für mich? ;-)  Bei anonymen Kommentaren wäre nur eine gültige E-Mail-Adresse von Vorteil, ansonsten steht dieser Verlosung nichts mehr im Wege. Einsendeschluß ist Sonntag, der 30.10.2011 um 24.00 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!

Miesmuscheln im Thai-Curry-Sud

Montag, 26. September 2011

Ich liebe Muscheln – aber nur wenn ich sie nicht anschließend selbst verspeisen muß, Asche auf mein Haupt! ;-)

Wenns aber ums Zubereiten der kleinen Wassertierchen geht – da bin ich Feuer und Flamme dafür. Ich koche, rieche und probiere den Sud, die anderen schmecken und verspeisen das Ergebnis. Diese Arbeitsteilung ist doch nur mehr als gerecht, oder?

Nach oberleckeren Muscheln mit Cidre, Lauch und Speck von Steph, kommen dieses Mal asiatische Aromen mit ins Spiel. Völlig anders als die Vorgänger-Version aber nicht weniger schmackhaft, bietet sie diese Variante vor allem für Koriander- freunde an. Hier scheiden sich die Geister warscheinlich mindes- tens genaus so arg wie bei Muschelgerichten…

Zutaten für 2 Personen:

1 kg Miesmuscheln
1 weiße Zwiebel
1 EL Rapsöl
2 Knoblauchzehen
1-cm-Stück Ingwer
1 Karotte
1 Bund Lauchzwiebeln
200 ml Weißwein, trocken
50 ml Pflaumenwein
250 ml Kokosmilch
200 ml Fischfond
2 Kaffirlimettenblätter
1/2 Stängel Zitronengras, angedrückt
1/2 TL rote Currypaste
1/2 Bund Koriander
Szechuanpfeffer
Salz

Zubereitung:

Die Muscheln unter fließendem Wasser gründlich wässern. Kaputte und offene Muscheln, die sich auf Druck nicht schließen, aussortieren. Muscheln nochmals mehrfach kalt spülen.

Zwiebel fein würfeln, Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden, Ingwer reiben, Karotten fein würfeln, Kaffir- limettenblätter in feine Streifen und Lauchzwiebel in Ringe schneiden.

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebelwürfel, Ingwer und Knoblauch darin glasig dünsten, Karottenwürfel, Kaffirlimetten- blätter und Zitronengraß zugeben und ebenfalls kurz mitdüns- ten. Mit Weißwein und Pflaumenwein ablöschen. Fischfond zugießen und den Sud einige Minuten leicht köcheln lassen.

Die Flüssigkeit kräftig aufkochen, Lauchzwiebeln und Muscheln zugeben. Deckel aufsetzten und die Muscheln ca. 4 Minuten kochen lassen bis sie sich geöffnet haben.

Die Muscheln aus dem Sud nehmen und warm stellen. Noch geschlossene Muscheln aussortieren. Zitronengras entfernen und die Kokosmilch zugießen. Currypaste einrühren und den Sud kurz aufkochen. Mit Szechuanpfeffer und Salz würzen. Den Sud über die Muscheln geben, großzügig mit Korianderblättern bestreuen und mit frischem Baguette servieren.

Pflaumen-Rotwein Ice-Pops mit Sternanis

Montag, 19. September 2011

Auf gehts, Endspurt! Bevor uns alle – dank sinkender Tem- peraturen – die ganz große Lust auf (das tägliche) Eis vergeht, werfe ich natürlich nochmal ne Runde Gefrohrenes am Stiel in die Menge.

Natürlich passend und selbstverständlich im Einklang mit dem saissonalen Obstangebot präsentiere ich euch hübsch anzu- sehende Pflaumen-Rotwein Eis-Lollys mit Sternanis. Rotwein hat zum Glück immer Saison und der würzige Sternanis eröffnet den Ausblick auf die kommende (drohende) und vielleicht (Speise-) eisfreie Vorweihnachtszeit. In dieser Zeit wechselt der Sternanis ja die Fronten und würzt den heißen Rotwein, wobei das Eis dagegen den Geschmack verliert und sich auf die Straße verlagert. Deswegen jetzt nochmal Prost, ähh, schleck …

Zutaten für 8 Stück:

400 g vollreife Pflaumen, entsteint
150 ml Rotwein
160 g Zucker
120 ml Wasser
1/4 TL Sternanis, gemahlen
1 Zimtstange
1 TL Orangenzesten

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen bis die Pflaumen zerkocht sind, dabei gelegentlich umrühren. Orangenzesten und Zimtsatange entfernen und die Pflaumenmischung fein pürieren. Abkühlen lassen.

Die Eis-Masse in vorbereitete Silikonförmchen für Eis am Stiel füllen und über Nacht im Tiefkühlschrank durchkühlen lassen.

Tip: Alternativ kann die gekühlte Pflaumen-Rotwein-Masse in der Eismaschine nach Herstelleranweisung zu Sorbet verarbeitet werden.

Kürbissuppe mit roten Linsen und Ingwer

Dienstag, 13. September 2011

Es ist Herbst – zumindest was die primäre Nahrungsaufnahme im Hause rock the kitchen! betrifft. Aber keine Angst - bevor die richtig schweren Geschütze aufgefahren werden, taste ich mich mal ganz langsam an die kommende Jahreszeit heran und starte mutig mit einem nicht zu schweren, aber doch sehr cremigen Gaumenschmeichler.

Seit Tagen, bzw. Wochen freue ich mich schon darauf:  Die erste Kürbissuppe 2011 – quasi Soulfood vom Feinsten. Wenn also die Tage kürzer und die Nächte wieder länger werden, das Tragen von Gummistiefeln schon fast unausweichlich ist und die Launde des öfteren zu kippen droht,  ist diese herz- und magenerwärmende, farbenfrohe Suppe genau das Richtige für trübe Herbsttage. Gute Laune löffelweise…

Zutaten für 4 Personen:

500 g Kürbisfruchtfleisch (Hokkaido)
1 mittelgroße, weiße Zwiebel
1 TL Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
1 Süßkartoffel (ca. 150 g)
500 ml Gemüsebrühe
50 g rote Linsen
200 ml Kokosmilch
1/2 TL gelbe Currypaste
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln, Ingwer reiben. 1 TL Rapsöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Knoblauch und Ingwer zugeben und kurz mitdünsten.

Kürbisfruchtfleisch und die geschälte Süßkartoffel würfeln. Zu den Zwiebeln geben und ebenfalls kurz mitdünsten. Linsen und Currypaste zugeben. Gemüsebrühe angießen und das Gemüse in ca. 15-20 Minutenweich kochen.
  
Anschließend die Kürbissuppe mit dem Pürierstab fein pürieren. Kokosmilch zugeben und nochmals  erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen – Fertig!

Ananas-Chili-Ketchup

Donnerstag, 01. September 2011

Bevor sich die Freiluft- bzw. Grillsaison sich ganz langsam aber sicher dem Ende zuneigt, gibt es kurz und schmerzlos noch das passendes Sößchen zum leckeren Grillgut. 

So stand heute nach längerer Zeit endlich wieder eine Grillsause an – mit passenden Grillsaucen natürlich. Und natürlich selbstgemacht, aber das versteht sich ja fast von selbst, oder? Und um dieses seltene Grillereignis angemessen zu feiern gabs natürlich u.a. die exotisch-fruchtig-scharfe Variante des roten Ketchup-Klassikers – von der ich jetzt nicht unbedingt der größte Fan bin, mal so ganz unter uns gesagt… Der gelbe Bruder hingegen - top! Absolut empfehlenswert.

Das Ananas-Chili-Ketchup lässt sich außerdem sehr gut aufbe- wahren. In verschlossenen Flaschen hält es ca. ein Jahr und bleibt, einmal angebrochen, im Kühlschrank locker drei Monate frisch.

Zutaten:

1 frische, reife Ananas
1 rote Chilischote
1 Knoblauchzehe
50 g Zucker
100 ml Weißweinessig
1 Messerspitze Piment
1 EL Curry
1/2 EL Salz
1 EL Speisestärke

Zubereitung:

Ananas putzen, vierteln, Strunk entfernen, das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und in grobe Stücke schneiden. Im Mixer fein pürieren. Knoblauchzehe schälen und pressen. Chili entkernen, fein würfeln und mit dem Knoblauch zum Püree geben.

Das Püree in einem Topf aufkochen lassen. Weißweinessig, Zucker, Piment, Curry und Salz zugeben und alles unterrühren. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und zum Ketchup geben – nochmals kurz aufkochen lassen. In vor- bereitete, sterilisierte Flaschen oder Gläser füllen und gründ- lich verschließen.

Warme Glasnudeln mit Linsen, Tatar und gegrillter Ananas

Sonntag, 28. August 2011

Eigentlich hätte es diesen Blogbeitrag schon Anfang dieser Woche geben sollen – bei Temperaturen jenseits der 30 ° Celsius war dieser lauwarme Nudelsalat mit Abstand mein kulinarisches Highlight. Wobei ich ja diesbezüglich eher unerschrocken bin – bei 34 ° Grad köchelt die Bolognesesauce 5 Stunden am Ofen oder der Backofen läuft auf Hochtouren und belohnt mich einer leckeren Lasagne. Mit gaaaanz viel Käse natürlich… Wer so etwas nicht aushält ist selber schuld ;-)

Um jetzt nicht übermäßig vom Thema abzuscheifen – die schon fast banale  Bezeichnung “Nudelsalat” wird diesem schmackhaften Salat wohl überhaupt nicht gerecht. Die Kombination Ingwer/Knoblauch/Koriander geht ja eigentlich immer und als absoluter Linsenfan stellt sich für mich hier ja gar nicht die Frage. Die Ananas hingegen fiel zwar eigentlich nur der Resteverwertung zum Opfer, was sich aber als absolut kluger Schachzug herausstellte. Sehr empfehlenswert!

Zutaten für 2 Personen:

100 g Glasnudeln
50 g grüne Linsen
100 g Tatar
1 TL Sonnenblumenöl
1 TL gerösteter Sesam
2 EL grob gehacktes Koriandergrün
1 kleine, frische, rote Chilischote
2 Scheiben Ananas
1 EL Cashewnüsse
1 EL geriebener Ingwer
Saft von 1 Limette
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Erdnussöl
1 EL Sesamöl
1 EL Palmzucker
1 TL Tamarindenpaste
2 TL helle Sojasauce
Meersalz
Szechuanpfeffer

Zubereitung:

Linsen in kochendem Wasser ca. 25-30 Minuten kochen bis sie gar sind. In ein Sieb abgießen und bereitstellen. Die Nudeln etwa 5 Minuten in heißem Wasser einweichen. In ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.

Chilischote fein würfeln.Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und das Tatar krümelig anbraten. Chili untermischen, mit Salz und Szechuanpfeffer würzen. Pfanne beiseitestellen. 

Ananasscheiben auf dem Grill oder in der Grillpfanne kurz von beiden Seiten anbraten. In Stücke schneiden.

Für die Sauce Ingwer, Limettensaft, Knoblauch, Erdnußöl, Sesamöl, Palmzucker, Sesam, Tamarindenpaste und Sojasauce gründlich vermischen.

Linsen, Glasnudeln, die Hälfte der Annanasstücke, Koriander und Sauce zum Fleisch in die Pfanne geben und behutsam mischen. Die Pfanne für für einige Sekunden auf den Herd stellen, um die Zutaten kurz zu erwärmen.

Die Glasnudeln portionsweise aufteilen und mit Cashewnüssen, restlichen Ananasstücken und Koriander anrichten und servieren. 

 

Falafel mit Avocado-Hummus

Sonntag, 14. August 2011

Fast nichts macht mir so viel Freude wie das Schwelgen in kulinarischen Erinnerungen… Außer, das Essen an sich natürlich. Kulinarische Erinnerungen sind aber natürlich auch ein gefährliches Gebiet, da sich rückblickend die Geschmacksnerven subjektiv an den Aufenthaltsort anpassen. Soll heißen: Gefällt es mir im Urlaub, schmeckt auch meistens das Essen.

Keine Panik, ich war weder im Urlaub noch habe ich mich an Umsturzversuchen in arabischen Ländern beteiligt – mir ist letztens nur mein Wien-Aufenthalt durch den Kopf gegangen und bei dieser Gelegenheit fielen mir spontan die Falafel bei unzähligen Fress-Buden auf den vielen tollen Wiener Märkten ein…

Zutaten für 2 Personen:

Falafel:

150 g Kichererbsen, getrocknet
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/2 Bund Petersilie
2 Stiele Minzblätter
1/2 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlener Kreuzkümme
1/4 TL Piment d’Espelette
1/2 TL Salz
Pflanzenöl zum Frittieren

Hummus:

100 g Kichererbsen, getrocknet
1 Knoblauchzehe
Fleisch einer 1/4 Avocado
2 EL Zitronensaft
2 EL Tahini (Sesampaste)
1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
2 EL Olivenöl
Salz
1/2 TL Pistazienkerne, gemahlen

Zubereitung:

Alle getrockneten Kichererbsen in eine Schüssel füllen und Wasser darüber gießen, bis sie komplett bedeckt sind. Über Nacht stehen lassen bzw. einweichen.

Am nächsten Tag Zwiebeln und Knoblauch schälen und grob hacken. Kräuter waschen und trockenschütteln, Blättchen abzupfen. Die Kichererbsen für die Falafel im Sieb abtropfen lassen und in die Küchenmaschiene geben. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter dazufüllen und alles so fein wie möglich zerkleinern. Gewürze und Salz dazugeben. Die Masse gründlich vermengen und zu Bällchen formen.

Öl in einem weiten Topf heiß werden lassen. Die Bällchen darin nach und nach 4-5 Minuten Frittieren, bis sie schön goldbraun sind. Mit dem Schaumlöffel herausheben und auf einer dicken Lage Küchenpapier abtropfen lassen.

Für den Hummus die eingeweichten Kichererbsen gründlich abbrausen und gar kochen (ca. 1,5 Stunden). Knoblauch pressen.

Kichererbsen mit Knoblauch, Avocadofleisch, Zitronensaft, Sesampaste und Olivenöl mit dem Mixstab fein pürieren. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Mit Salz und Kreuzkümmel abschmecken. Mit gemahlenen Pistazien bestreuen und zu den Falafelbällchen servieren.

Himbeersorbet mit Smokehead Islay Whisky

Montag, 08. August 2011

Vor langer, langer Zeit beschenkte ich meinen Freund und früheren Whiskysammler mit einer tollen Marmelade. Seine Vorlieben liegen seit Jahren besonders bei den Islay-Whiskys wie Ardbeg, Laphroaig und Lagavulin usw. die für Nichtkenner wie ein eingelegtes Heftpflaster nach Jod und Karbol, für Kenner dagegen nach Rauch und Torf schmecken (sollen). Mir persönlich schmeckt der Whisky überhaupt nicht – ich bekomme beim Riechen schon Angst – in Kombination mit Himbeere allerdings ergibt sich ein sehr stimmiges Geschmacksbild. Das Marmeladen- glas ist zwar schon lange leer, der außergewöhn- liche Geschmack blieb und hat sich doch sehr nachhaltig in mein Gehirn gebrannt. Köstlich!

Da ich einiger Zeit absolut stolze Besitzerin einer Eismaschine bin und endlich mal die Möglichkeit habe auch mal ausge- fallerene Eissorten auszuprobieren, habe ich mich von dieser genialen Marmelade natürlich inspirieren lassen. Was jetzt dazu noch fehlt ist natürlich der passende Whisky  – und  nachdem ich ja durch das Geschenk selbstverständlich noch etwas gut  hatte war es ja wieder mal überhaupt kein Problem, dass ich mich der Kulinarik wegen an den Vorräten vergriffen habe.

Diejenigen die den Geschmack des Smokehead Islay Single Malts mit seinem torfig-rauchigen Geschmack mögen,  kennen und lieben ihn, bei anderen ist er warscheinlich nicht bekannt und wenn, dann warscheinlich eher sehr unbeliebt. 

Zutaten:

600 g Himbeeren
100 g Zucker
100 ml Wasser
30 ml Limettensaft
60 g Invertzuckersirup
4 EL Smokehead Islay Single Malt Scotch Whisky

Zubereitung:

Zucker und Wasser in einem kleinen Topf ca. 3 Minuten auf klei- ner Flamme köcheln lassen. Abkühlen lassen und den Invert- zuckersirup unterrühren.

Himbeeren und Limettensaft mit dem Pürierstab fein pürieren. Durch ein feines Sieb passieren und mit dem Whisky mischen. Zuckersirup unterrühren. Über Nacht im Kühlschrank vorkühlen, dann mit der Eismaschine nach Herstelleranweisung zu Eis verarbeiten.

Getrocknete und marinierte Kirschtomaten

Freitag, 05. August 2011

Durch familiäre Beziehungen habe ich eine direkte Verbindung zu einem ökologisch geführten, privaten Garten. Bis auf wenige Gartengieß-Dienste hat das Ganze eigentlich nur Vorteile. Aber selbst diese Dienste kann man aber auch geschickt zu Grill- parties ausdehnen und somit in eine Win-Win-Sitution ver- wandeln. Klartext: Saisonales, frisches Gemüse und Obst frei Haus.

Und weil es im Moment Tomaten im Überfluß gibt – und bei Kirsten rein zufällig das passende Rezept als Inspiration – wird gleich mal ein ganzer Schwung getrocknet und aromatisiert  ins “Runde” gepackt. Quasi eine Konservierung des Sommers für die kältere Jahreszeit, wenn es doch nur so lange halten würde…

Eine köstliche Verwendung für Pomodori secchi ist in Pesto, als Antipasti, in Salaten, Saucen, zu Pasta … Die Verwendungs- möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Außerdem gestalltet sich die Herstellung absolut simpel, aber effektiv. Durch das Verdampfen des Wassers wird der Geschmack intensiver und die getrockneten Tomaten sind auch wesentlich länger haltbar als die frischen.

Zutaten:

500 g Kirschtomaten
6 Zweige Thymian
Meersalz
Pfeffer, schwarz
3 EL Rapsöl

8 Knoblauchzehen
1 EL Kapern
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
1 kleine, frische, rote Chilischote
5 Zweige Thymian
Olivenöl

Zubereitung:

Backofen auf  110 Grad vorheizen.

Tomaten waschen, trockentupfen und halbieren. Mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Back- blech legen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Öl beträufeln. Thymianzweige zwischen die Tomaten legen.

Die Tomaten für ca. 4-5 Stunden zum trocknen in den Ofen geben. In der Zwischenzeit immer wieder probieren ob das gewünschte Ergebnis schon erreicht ist. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Knoblauchzehen schälen. Abgekühlte Tomaten, Kapern, Chili- schote, Pfefferkörner, Knoblauch und Thymianzweige in ein verschließbares Glas schichten. Gut mit Olivenöl bedecken und kühl aufbewahren.

Stifado

Freitag, 29. Juli 2011

Ein Schmorgericht im Juli? Passend zum regnerisch-miesen Wetter ist man fast verdammt dazu sich anhaltende Linderung in Form von winterlichen-herbstlichen Schmor- gerichten  zu verschaffen. Innerlich durch die Erwärmung der Magengegend und äußerlich durch den stetigen Anstieg der Küchentemperatur dank des 3-stündigen Schmorvorganges. Außerdem sorgen Zimt, Nelken, Piment und Co. für die nötige olfaktorische Wahrnehmung – quasi basale Stimulation durch die entsprechende Nahrungsaufnahme. Wer braucht da noch 30 Grad im Schatten oder gar eine Heizung?

In meiner nicht ganz authentischen, aber dafür höchst persönlichen und erprobten Variante des griechischen Klassikers spielen Gewürze die größte Rolle. Sie geben diesem herrlich würzigen und schmackhaften Ragout den nötigen Kick und das herrlich aromatische Aroma. Das Fleisch punktet mit einer köstlichen-zarten und zahnschonenden Textur – bei 3 Stunden Schmorzeit auch kein Wunder, oder?

Als Wein habe ich einen Cabernet Sauvignon verwendet – zum einen wegen seines angenehm-fruchtigen Aromas und  zum anderen wegen seiner tiefroten Farbe. Dazu gab es in Knoblauch-Tomatensauce geschmorte grüne Bohnen und Salz- kartoffeln.

Zutaten für 4 Portionen:

1 kg Rinderhüfte
100 g geräucherter Speck
350 g Zwiebeln
150 g Möhren
4 Knoblauchzehen
3 El Rapsöl
3 EL Tomatenmark
2 EL Mehl
1 Flasche trockener Rotwein (750 ml)
600 ml Gemüsefond
1 EL Rotweinessig
abgeriebene Schale und Saft einer Bio-Orange
3 Lorbeerblätter
5 Nelken
2 Zimtstangen
3 Wacholderbeeren
5 Pimentbeeren
5 Stiele Thymian
2 Stiele Rosmarin
15 Stück Kalamata-Oliven
Salz
Peffer
Zucker

Zubereitung:

Rindfleisch in ca. 3 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln, Knoblauch und Möhren schälen und fein würfeln. Die Schwarte vom Speck abschneiden und den Speck in ca. 1 cm große Stücke schneiden.

Speck in einem großen Schmortopf auslassen. Rapsöl zugeben und das Rindfleisch darin portionsweise anbraten. Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Zwiebeln und Knoblauch im Bratfett glasig dünsten. Möhren zugeben und kurz anrösten. Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten. Das Fleisch wieder in den Topf geben und mit Mehl bestäuben. Kurz anrösten und mit dem Rotwein ablöschen. Wein auf die Hälfte einkochen lassen. Rinderfond zugießen und die Gewürze,Kräuter, Orangenschale und Orangensaft zugeben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca.  3 Stunden schmoren lassen.

Fleisch aus dem Topf nehmen und die Sauce durch ein feines Sieb gießen. Sauce nach Bedarf einkochen und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Fleisch und Oliven in den Topf geben und in der Sauce erhitzen.

Und weil das Gericht auch noch super zum diesemonatigen Blog-Event von Zorra und Alex passt – also ran an den Speck!

Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)