Archiv für die Kategorie ‘Käse’

Zucchini-Tarte Tatin mit Parmesan und Ziegenkäse

Dienstag, 23. Juli 2013

Um eine schmackhafte Tarte Tatin bin ich ja irgendwie nie verlegen. Sei es der französische Klassiker mit karamellisierten Äpfeln oder die herzhafte aber garantiert nicht minder schlechte Variante mit Tomaten. Weiterhin sorgen aber zur Zeit wuchernde Zucchinipflanzen im Balkonkasten auf alle Fälle für klare Geschmacks-Verhältnisse im riesigen Tarte-Tatin-Dschungel.

Mal ganz ehrlich: Irgendwie überfordern mich diese fast anspruchslosen (perfekt für mich, sie verzeihen auch mal Gieß-Unregelmäßigkeiten!) Kürbisgewächse mit den riesigen Blättern doch etwas. Im Moment ernte ich von zwei wuchernden Pflanzen im Balkonkasten täglich jeweils 1 runde (ganz wichtig, runde Zucchini finde ich sehr hübsch!) Zucchini in Tennisballgröße. Mehr als wir eigentlich verzehren können. “Können” ist hier eigentlich etwas übertrieben, handelt es sich doch eher um den Willen. Obwohl sie wirklich ausgezeichnet munden, will man bei dem abwechslungsreichen Gemüseangebot im Sommer ja nicht jeden Tag das gleiche (Zucchini-) Gemüse. Reicht ja auch jeden zweiten Tag …

Sehr schmackhaft, ja geradezu prädestiniert für diese herzhafte Variante der Tarte Tatin sind außerdem einige dünne Scheiben Parmaschinken zwischen den einzelnen Zucchinischichten. Hierfür reichen 80-100 g völlig aus um für den differenzierten Geschmack und etwas “Biss” zu sorgen. Quasi das al dente-Gefühl in der Tarte Tatin.

Was braucht man für eine Tarte Tatin? (∅ 26 cm)

750 g Zucchini (bei mir waren es drei runde Zucchini)
1 TL Sonnenblumenöl
10 g Butter
1/2 TL Thymiannadeln
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
50 g Parmesan, frisch gerieben
40 g Ziegenfrischkäse mit Olive (z.B. Picandou)
ca. 180 g Blätterteig als Kreis ausgeschnitten (∅ 28 cm, Kühlregal)
Salz
Pfeffer

So gehts!

Die Zucchini waschen und in ca. 2 mm dicke Scheiben hobeln. Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Butter und Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Thymiannadeln und braunen Zucker  in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze den Zucker karamellisieren lassen. Die erste Lage Zucchinischeiben fächerartig in die Pfanne schichten. Salzen, Pfeffern und die Hälfte des Knoblauchs und des Parmesans darauf verteilen. Eine weitere Lage Zuchini darauf verteilen, ebenfalls salzen und pfeffern und mit dem restlichen Knoblauch und Parmesan bestreuen. Die letzte Lage Zucchini darauf schichten. Den Ziegenfrischkäse mit den Fingern zerbröseln und auf der letzten Lage verteilen. Den Blätterteig vorsichtig auf die Zucchini legen. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die mittlere Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 3 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Pasta mit Babyspinat und Gorgonzola

Dienstag, 16. April 2013

Mein letztes Pastagericht ist ja nun schon eine Weile her, was aber auf keinen Fall bedeutet, dass hier der pro-Kopf-Nudelverbrauch desaströs sinkt. Auf gar keinen Fall! Nudeln und Nudelgerichte gehören im Hause rock the kitchen! immer noch zum festen Standard, auch wenn sich die Zubereitungsweise im Moment ungefähr von ganz fix von Pasta aglio e olio bis hin zur einfachen und unspektakulär-leckeren Tomatensauce einpendelt. Umzugsvorbereitungen und Renovierungsarbeiten fordern im Moment einfach ihren Tribut.

Ebenfalls relativ einfach und in 15-20 Minuten zubereitet: Pasta mit Babyspinat (hat jetzt übrigens Saison!) und Gorgonzola. Nicht neu und überaus kreativ, aber trotzdem immer ein schnelles und schmackhaftes Sößchen wert. Obwohl sich bei Gorgonzola bzw. anderem Blauschimmelkäse bei mir ja so die Geister spalten. Pur kein Problem, aber in der Sauce mag ich diese kleinen “Schimmelstückchen” eher weniger. Deswegen fallen diese einfach rigoros dem gemeinen Pürierstab zum Opfer. Zwar etwas grob, aber momentan befindet sich ja eh alles im Baumodus.

Zutaten für 2 Portionen

250 g Pasta nach Wahl (bei mir Vollkorn-Farfalle)
1 kleine Zwiebel (ca. 60 g)
2 Knoblauchzehen
10 g Butter
10 g Mehl (Typ 405)
50 ml Weißwein, trocken
200 ml Gemüsebrühe
50 g Sahne
100 g Gorgonzola
20 g Parmesan, frisch gerieben
150 g Babyspinat
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und ebenfalls in feine Würfelchen schneiden.

Butter in einem Topf bei milder Hitze zerlassen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel leicht anschwitzen lassen. Mehl mit einem Schneebesen gründlich unterrühren und ebenfalls anschwitzen. Weisswein und Brühe angiessen. Sauce unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen lassen und ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen, so geht der Mehlgeschmack verloren.

Während die Sauce köchelt, die Pasta nach Packungsanweisung zubereiten und warmstellen.

Sahne, Gorgonzola und Parmesan zur Sauce geben und den Käse bei milder Hitze schmelzen lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Mit Pfeffer abschmecken. Den Babyspinat zur Sauce geben und kurz unterrühren und nochmals erhitzen. Die Sauce zusammen mit der Pasta servieren oder direkt mit den Nudeln vermengen.

Grissini mit schwarzen Oliven und Parmesan

Freitag, 01. Februar 2013

Wann habe ich wohl meine vielleicht ersten Grissini gegessen? Muß wohl schon sehr lange zurückliegen, irgendwie kann ich mich überhaupt nicht mehr daran erinnern. Genauso wenig wie ich mich an die letzte Grissini-Mahlzeit erinnern kann, habe ich auch nie einen klitzekleinen Gedanken an die Zubereitung der dünnen, mürben und vielleicht sogar etwas langweiligen Brotstangen verschwendet. Die einzelnen Grissini-Stangen von Hand selbst rollen? Never ever, viel zu zeitaufwendig.

Alles änderte sich aber, als ich ein tolles Rezept in der neuen Lecker-Bakery entdeckte. Grissini mit schwarzen Oliven. Mein Weltbild wurde zum Glück wieder gründlich zurechtgerückt, denn die Herstellung geht wirklich unerwartet fix von der Hand. Der Teig lässt sich viel leichter bearbeiten als gedacht, er reisst nicht und das Wichtigste: Die Brotstangen lassen sich relativ schnell und gleichmäßig rollen – perfekt für mich.

Das Originalrezept wurde allerdings ein kleines bisschen abgeändert. Etwas mehr Knoblauch, als Zugabe Parmesan und Mehl vom Typ 1050. Schmeckt und wird garantiert wieder gebacken!

Zutaten für ca. 30 Stück

75 g schwarze Oliven, entsteint
1 Knoblauchzehe
1 EL Parmesan, fein gerieben
2 EL Olivenöl
10 g Hefe, frisch
125 g Mehl (Typ 1050)
1/2 TL Zucker
1/2 TL Backpulver
Salz

Zubereitung

Oliven abtropfen lassen und grob hacken. Knoblauch schälen und würfeln. Oliven, Knoblauch und Öl mit dem Stabmixer pürieren.

Hefe in 70 ml lauwarmes Wasser bröckeln und auflösen. 125 g Mehl, Zucker, Parmesan, Backpulver und 1/2 TL Salz mischen. Hefewasser zufügen. Mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Olivenpüree mit einem weiteren EL Mehl unter den Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen (E-Herd 225 Grad).

Den Teig kurz durchkneten und zu einem Strang formen. Den Strang in ca. 30 gleich große Stücke teilen. Jeweils auf etwas Mehl zu knapp 1/2 cm dünnen Strängen rollen.

Teigstränge aufs Blech geben. Im heißen Ofen 5-6 Minuten goldbraun backen. Grissini herausnehmen, samt Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen. Trocken lagern.

Lasagne Bolognese

Montag, 21. Januar 2013

Ich liebe den italienischen Auflauf-Klassiker und bei dem puren Glück in Schichten bedarf es ja wohl auch nicht mehr vieler Worte, oder? Vor allem die kalte Jahreszeit finde ich im höchsten Maße Lasagne-kompatibel. Man ist quasi fast dazu verdammt, sich anhaltende Linderung in Form eines käseüberbackenen und wärmenden Nudelauflaufs zu verschaffen und so unterliegt mein Lasagnekonsum natürlichen Schwankungen – im Winter darf es also gerne ein bißchen mehr sein!

In meiner warscheinlich nicht ganz 100 % authentischen, aber dafür höchst persönlichen und erprobten Variante des italienischen Klassikers sorgt besonders reichlich Parmesan in der Béchamel und on top für die nötige Genussbilanz. Auf Mozzarella verzichte ich in der Lasagne übrigens seit einiger Zeit völlig, hierbei fehlt es mir einfach an Würze und Geschmack. Ganz, ganz wichtig natürlich noch, weil sehr schmackhaft: Wein in Béchamel und Bolognese. Wobei der beim anschließenden Mahl natürlich auch nicht fehlen darf …

Zutaten für eine Auflaufform von ca. 30 x 18 cm (6-8 Portionen)

600 g Rinderhackfleisch
100 g Pancetta oder Räucherspeck
2 EL Rapsöl
2 Zwiebeln
50 g Karotte
50 g Sellerie
50 g Petersilienwurzel
4 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 EL Tomatenmark
500 ml trockener Rotwein
400 g stückige Tomaten (Dose)
1 TL Puderzucker
300 ml Gemüsebrühe
1 Bund Oregano
Salz
Pfeffer

50 g Butter
3 Lorbeerblätter
2 Nelken
50 g Mehl
200 ml Weißwein, trocken
600 ml Milch
100 g Parmesan, frisch gerieben
Muskatnuss
Salz

20 Lasagneplatten (gekauft, oder selbstgemacht)
100 g Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung

Für die Bolognesesauce Zwiebel, Karotte, Petersilienwurzel, Sellerie und Knoblauch schälen und in feine Würfelchen schneiden. Pancetta in feine Streifen schneiden. Oreganoblättchen von den Stielen zupfen.

Öl in einem breitenTopf erhitzen. Hackfleisch unter rühren anbraten bis es krümelig ist (Schneebesen!). Pancetta, Zwiebeln, Gemüse und Lorbeerblätter dazurühren und ebenfalls kurz mit anbraten. Tomatenmark und Puderzucker einrühren. Mit dem Rotwein ablöschen und zur Hälfte einkochen lassen. Oreganoblättchen, Dosentomaten und Brühe zugeben und die Sauce ca. 1 Stunde leicht köcheln lassen, bei Bedarf noch wenig Wasser zugeben. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblätter entfernen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Für die Béchamelsoße Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Lorbeerblätter und Nelken zugeben. Mehl einrühren und mit Weißwein und Milch ablöschen. Rühren, damit es keine Klümpchen gibt, bis die Sauce andickt und cremig wird. Die Béchamel ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Mit Muskat und Salz abschmecken. Nelke und Lorbeerblatt entfernen. Zum Schluss den frisch geriebenen Parmesan unterrühren.

In eine Auflaufform (ca. 30 x 18 cm) etwas Béchamelsauce gießen und mit einem Löffel verteilen. 4 Nudelplatten nebeneinander auf die Sauce in die Form schichten. Anschließend Bolognesesauce, wieder Béchamelsauce und Nudelplatten. So fortfahren bis alles in der Form ist. Zum Schluss die restliche Béchamel auf die letzte Nudelschicht gießen und glattstreichen. Mit Parmesan bestreuen. Die Lasagne ca. 35-40 Minuten auf mittlerer Stufe goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschnitt ca. 15-20 Minuten ruhen lassen.

 

Halloumi-Burger mit Hummus, Grillgemüse und Röstzwiebeln

Donnerstag, 10. Januar 2013

Seit meinem Salsiccia-Burger bin ich ein absoluter Fan von selfmade Burgern – und seit ich weiß wie einfach die Sache mit den selbstgemachten Burger-Buns ist, ist es sowieso um mich geschehen. Leider viel zu selten, da es doch etwas zeit- und pfannenaufwendig ist, die ganzen einzelnen Burgerkomponenten zu fabrizieren.  So ein Burger ist aber trotz oder gerade wegen des ganzen Aufwands schon fast ein Highlight für mich und überzeugt  geschmacklich auf ganzer Linie – sogar ganz ohne Fleisch. Obwohl ja so ein selbstgemachter und safiger Rindfleisch-Patty schon wirklich auch nicht zu verachten ist…

Aber Halloumi, Hummus, Grillgemüse und Röstzwiebeln ergänzen sich hier, ganz fleischlos, trotzdem einwandfrei.  Im Gegensatz zum Vorgänger wurden die Burger-Brötchen anstatt mit normalem Weizenmehl mit Dinkelmehl, Typ 1050 gebacken. Der Hefegott meinte es zum Glück gut mit mir, die Brötchen gingen wunderbar auf  und sorgen für ein fluffig-feinporiges Mundgefühl. Meiner Meinung nach auch kein Vergleich zur fad schmeckenden Fertigware. Kleiner Tipp: Einfach schon mal eine größere Menge Burger-Brötchen auf Vorrat backen und einfrieren, so steht dem akut auftretenden Burger-Hunger garantiert nichts mehr im Wege.

Zutaten für 2 Personen

250 g Halloumi
2 rote Paprika
150 g Zucchini
2 weiße Zwiebeln
1 TL Mehl
1 Msp. Kreuzkümmel
Rapsöl
2 EL Hummus, selbstgemacht (oder gekauft)
2 große Burgerbrötchen, selbstgemacht (oder gekauft)
Radicchio
weißer Balsamico
Pfeffer, schwarz

Zubereitung

Paprika waschen, Strunk und Kerne enfernen. Im vorgeheizten Backofen (200 Grad) die Paprika grillen bis die Haut schwarz ist und Blasen wirft. Die abgekühlten Paprika häuten.

Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Zwiebelringe mit Mehl und Kreuzkümmel bestäuben und in einer Pfanne mit etwas heißem Öl knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zucchini waschen, putzen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Halloumi in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Beides in einer Grillpfanne mit wenig Öl goldbraun braten. Mit Pfeffer würzen und mit wenig Balsamico beträufeln.

Das Burgerbrötchen halbieren und die Schnittflächen in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten. Beide Seiten mit Hummus bestreichen. Das Unterteil mit Radicchioblättern belegen. Anschließend eine gegrillte Paprika auf den Salat setzen. Darauf den Halloumi und die Zucchinischeiben legen. Abschließend die Röstzwiebel auf die Zucchini streuen. Zum Schluss den Brötchendeckel aufsetzen.

Bratkartoffel-Speck-Tarte

Sonntag, 25. November 2012

Schon fast Dezember und noch immer herrscht hier im Blog keine richtige Weihnachts- und Winterstimmung. Die diesjährige Weihnachtsbäckerei steckt im Gegensatz zum Vorjahr noch in den Kinderschuhen und kommt erst ganz langsam in die Gänge. Gekocht und gegessen wird zum Glück aber trotzdem täglich, im Moment am liebsten deftig-kräftige Gerichte und gerne auch mit Fleisch. Komisch, in drei von vier Jahreszeiten sind meine Fleisch-Gelüste eher gebremst – jetzt im Winter steigt die “Fleischeslust” doch erheblich.

Wie die Faust aufs Auge passt  da in der dunklen Jahreszeit eine kräftige Bratkartoffel-Speck-Tarte. Knusprig-braune Kartoffelwürfel, aromatischer Speck in Kombination mit einem würzigen Käse auf Blätterteig. Nichts für Kalorienfeiglinge – wobei die Kartoffelwürfel mit wenig Fett kaloriensparend im Backofen geröstet werden. Angerichtet und serviert wird die Tarte mit einem Klecks Kräuterquark und Feldsalat.

Kleiner Tipp: Gleich die doppelte Menge Kartoffelwürfel rösten, diese schmecken am nächsten Tag angemacht als Kartoffelsalat mit kleingewürfelten Zwiebeln ebenfalls vorzüglich.

Zutaten für eine Tarte (26 cm Durchmesser)

275 g Blätterteig (Kühlregal)
10 g Butter
700 g Kartoffeln, festkochend
100 g Speck, gewürfelt
2 TL Rapsöl
200 g Schmand
50 ml Sahne (oder Milch)
2 Eier
3 Knoblauchzehen (oder nach Belieben)
150 g würziger Käse
1 EL frische Tymianblättchen
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Eine Tarform (26 cm Durchmesser) mit der Butter ausstreichen und mit dem Blätterteig auskleiden. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kartoffeln waschen, schälen und in ca. 1-cm-große Würfel schneiden. Die Kartoffelwürfel mit 1 TL Rapsöl vermischen und auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen. Auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze in 1 EL Rapsöl leicht anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Knoblauch pressen. Käse in kleine Würfel schneiden oder reiben. Schmand, Sahne, Eier, Käse, Knoblauch uns Thymian mit einer Gabel gründlich verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kartoffelwürfel, Speck und Schmandmasse vorsichtig in einer Schüssel vermengen. Die Kartoffelmischung gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen und ca. 30 Minuten (200 Grad) auf mittlerer Schiene backen.

Straccetti mit Kapern und Pinienkernen

Dienstag, 16. Oktober 2012

In meiner Eigenschaft als Liebhaber der italienischen Küche unterscheide ich mich wahrscheinlich nicht recht von vielen anderen. Gerade die Auswahl der Vorspeisen wie Carpaccio, Vitello Tonnato & Co haben es mir besonders angetan, leider bereite ich diese Vorspeisen aber selbst nur sehr selten zu – und dann auch nur zu besonderen Gelegenheiten. Eigentlich schade.

Momentan eines meiner allerliebsten Kochbücher in der Küche ist: Cucina Italiana – Kochkurs für Genießer. In diesem tollen Kochbuch habe ich auch das Rezept für Straccetti entdeckt. Straccetti ist ein unkompliziertes, schnelles und typisch römisches Gericht, bei welchem hauchdünne Rindfleischscheiben kurz aber scharf angebraten werden. Das “Zerreißen” des hauchdünn geschnittenen, bzw geklopften Fleisches ist gewollt (stracciare = reißen) und schmeckt mir mit einer Kapern-Pinienkern-Vinaigrette, Rucola und Parmesan hervorragend als Vorspeise.

Der Phantasie sind natürlich wieder einmal keine Grenzen gesetzt – wer möchte gibt der Vinaigrette wie im Original-Rezept Peperoncino  und Sultaninen hinzu oder löscht das Fleisch ganz stilecht noch mit etwas Weißwein ab. Ein weiteres tolles Straccetti-Rezept findet ihr hier bei Jutta. Buon appetito!

Zutaten für 2 Personen (Vorspeise)

1 TL Pinienkerne
1 TL Kapern
1/ Knoblauchzehe, gepresst
3 EL Olivenöl
1 EL Limettensaft
1 EL Balsamicoessig
160 g Rinderfilet
30 g Rucola
20 g Parmesan
Meersalz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung

Für die Vinaigrette die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne rösten. Pinienkerne, 2 EL Olivenöl, Limettensaft, Kapern, Knoblauch und Balsamico in einer Schüssel gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Rinderfilet in 8 dünne Scheiben schneiden und diese vorsichtig mit dem Fleischklopfer flach klopfen (ähnlich wie Carpaccio). Die Filetscheiben mit Salz und Pfeffer würzen.

1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen  und die Filetscheiben bei starker Hitze kurz und scharf anbraten. Die Fleischscheiben zusammen mit dem Rucola auf einem Teller anrichten. Mit der Vinaigrette beträufeln und mit Parmesan überhobeln.

 

 

Gefüllte Paprikaschoten, nach italienischer Art

Montag, 27. August 2012

Wer gelegentlich auch bei Facebook mitliest, hat sicher schon bemerkt, dass gefüllte Paprikaschoten bei mir im Moment hoch im Kurs stehen. Dieses gemüsige Gericht bietet einfach im Moment eine wunderbare Gelegenheit größere Mengen an Gemüse aus dem Garten in einem Gericht sehr schmackhaft zu vereinen. Langweilig?

Nein! Denn genau aus diesem Grund gibt es hier die gefüllten Paprikaschoten mit kleinen, aber abwechslungsreichen und länderspezifischen Abwandlungen. Die griechische Variante mit Fetakäse, und einem Hauch von Zimt und Nelken – schon mal nicht von schlechten Eltern. Besser gemundet haben mir aber auf alle Fälle die italienisch angehauchten Schoten, die sich mit Sardellen, Kapern und Parmesan sehr würzig präsentieren.

Aber natürlich nicht ganz ohne Beilage. Wir genossen das gefüllte Nachtschattengewächs ganz einfach leicht abgekühlt mit Rucola-Radicchio-Salat, Baguette und Rotwein. Kling fast ein kleines bißchen nach Urlaub, oder? Und so lange die Paprika-Saison uns reife und wohlgeformte Früchtchen beschert, geht die Reise bestimmt noch in ein weiteres Land. Ich denke da vor allem an die Aromen von Chorizo, Datteln, Pimenton de la vera und Pimentos – see you in Spain!

Zutaten für 5 gefüllte Paprika

600 g Tomaten
1 Zwiebel (120 g)
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
2 Chilischoten
200 ml Rotwein, trocken
1/2 TL Rosmarinnadeln
1/2 TL Thymianblätter
6 Salbeiblätter
2 Lorbeerblätter
1/2 TL Zucker
1 TL Kapern
1 EL Oliven, schwarz
3 gegrillte Artischockenherzen, geviertelt
5 Peperoni, grün
Salz
Pfeffer

250 g Tatar
5 rote Spitzpaprika
1 weiße Zwiebel (ca. 80 g)
1 TL Olivenöl
1 Zucchini (ca. 200 g)
2 Knoblauchzehen
6 Sardellenfilets in Öl, abgetropft
1 EL Kapern
50 g Parmesan, frisch gerieben
1 EL Vollkornsemmelbrösel
1 Ei (M)
Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Für die Tomatensauce Zwiebel fein würfeln, Knoblauch pressen, Chilis entkernen und würfeln, Tomaten putzen und vierteln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebelwürfel in heißem Öl kurz anschwitzen, Knoblauch und Tomaten zugeben. Mit Rotwein ablöschen. Rosmarin, Thymian, Salbei, Lorbeer und Zucker zugeben. Die Tomatensauce mit Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Füllung die Zwiebelschälen, würfeln und in 1 TL Olivenöl glasig dünsten. Paprikaschoten waschen. Knapp unter dem Stielansatz einen Deckel abschneiden, Kerne entfernen. Zucchini waschen, entkernen und auf einer Reibe grob raspeln. Knoblauch pressen. Sardellen fein würfeln.

Tatar, angedünstete Zwiebelwürfel, Zucchiniraspel, Knoblauch, Sardellen, Kapern, Parmesan, Semmelbrösel, Ei, Paprikapulver, Salz und Pfeffer mit den Händen zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Die Paprikaschoten mit der Tatar-Masse füllen und mit dem Paprikadeckel “schließen”.

Lobeerblätter aus der Tomatensauce nehmen und die Sauce mit dem Mixstab fein pürieren und anschließend in eine Auflaufform gießen. Die gefüllten Paprika in die Sauce legen. Oliven, Kapern, Artischockenviertel und Peperoni zwischen den Paprikaschoten verteilen. Ca. 45 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen und genießen.

Lachs-Bärlauch-Ravioli

Montag, 07. Mai 2012

Bevor sich die Bärlauchsaison leider wieder viel zu schnell von uns verabschiedet, muß dringend noch dieses Rezept für Lachs-Bärlauch-Ravioli für immer verewigt werden – ein Verlust wäre einfach unverzeihlich für mich. Irgendwie erschien mir die Kombi Räucherlachs-Bärlauch am Anfang doch schon etwas sehr exotisch, meine Sorge erwies sich aber dann doch als unbegründet. Passt vorzüglich!

Gottseidank steht mir seit kurzem eine neue Küchenhilfe zur Seite, welche mir die Ravioliproduktion schon arg erleichtert. Nein, keine Leibeigene, sondern ein eigenes, hübsch glänzendes Raviolibrett mit einem passenden, kleinen Nudelholz. Sehr empfehlenswert übrigends bei Hunger, Ungeduld und einem evtl. daraus resultierenden grobmotorischen Verhaltens. Die Pasta ist  mit so einem Raviolibrett wirklich absolut fix gefüllt und machen sich optisch definitiv nicht schlecht.

Bärlauch-Verächter ersetzen das grüne Gewächs einfach durch Dill, Spinat oder auch frisch geriebenen Meerrettich – ebenfalls perfekte und schmackhafte Partner für den Räucherlachs. In diesem Fall mein Tip: Ausprobieren!

Zutaten für  4 Personen:

1 kleine Schalotte
5 g Butter
125 g Ricotta
150 g Bio-Räucherlachs
1 Eigelb
40 g Bärlauch
Abrieb einer 1/2 Bio-Zitrone
Meersalz
Pfeffer

1 Portion Pastateig *klick*

Zubereitung:

Für die Füllung Schalotte abziehen,  fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Abkühlen lassen.

Bärlauch fein hacken. Räucherlachs möglichst fein würfeln. Ricotta mit Eigelb und Zitronenabrieb  glatt rühren. Gedünstete Schalotten, Bärlauch und Räucherlachs gründlich unterrühren. Die Hälfte der Masse mit dem Schneidstab fein pürieren und mit der unpürierten Füllung verrühren.

Pastateig mit der Nudelmaschine zu dünnen Platten (Stufe 2) verarbeiten. Das Raviolibrett gründlich bemehlen und die Teigbahn auf Länge des Raviolibretts anpassen. Teigbahn auf das Raviolibrett legen und mit Hilfe eines Kochlöffels leicht in die Vertiefungen drücken.

Die Füllung mit einem Spritzbeutel oder zwei Teelöffeln gleichmäßig verteilen. Eine zweite Nudelbahn darüberlegen und vorsichtig mit der Hand andrücken. Darauf achten, dass die Füllung nicht aus den Vertiefungen quillt. Mit einem Nudelholz vorsichtig darüberrollen – die beiden Nudelplatten sollten sich miteinander verbinden. Das Raviolibrett kippen und die Ravioli vorsichtig voneinander trennen.

Die Ravioli in leicht gesalzenem Wasser ca. 3-4 Minuten garen. Aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen. Nach Belieben in Zitronenbutter schwenken. Sofort servieren.

Florentiner Muffins

Mittwoch, 11. April 2012

Ich habs getan. Ebenso wie Paule und Alex. Nichts und niemand auf dieser Welt konnte mich davon abhalten, diese Spinat-Ricotta-Muffins von Cynthia Barcomi zu backen und anschließend sofort mit dem größten Genuss zu verspeisen. Der kleine Unterschied: Paule und Alex waren mutiger, im Gegensatz zu ihnen habe ich mich ausnahmsweise mal ganz genau an das Rezept aus der “Lecker – Bakery N° 1″ gehalten. Wobei deren Version mit getrockneten Tomaten, Chili und Feta ebenfalls sehr verlockend klingt.

Und damit die Kreativität nicht allzu überstrapaziert wird, gabs zu den Florentiner Muffins ganz einfach einen Rucola-Babyspinat-Salat mit dem wirklich tollen Walnussdressing in Bioqualität von Emils. Eigentlich bin ich ja prinzipiell in der heimischen Küche überhaupt kein Freund von jeglicher Fertig- bzw. Convenience-Kost, aber bei den tollen Dres- sing/Topping/Dip/Sauce der Jungs aus Stuttgart drücke ich sehr gerne mal sämtliche Augen zu. Null Zusatzstoffe, ohne Zuckerzusatz und unpasteurisiert – aber trotzdem ohne Kühlung haltbar. Diverse mysteriöse Zutaten sucht man vergebens, dafür spricht der Geschmack ganz alleine für sich – garantiert wie selbstgemacht! Da greif ich doch sehr gerne mal gelegentlich zur Flasche…

Zutaten für 12 Stück

150 g TK-Blattspinat
50 g Parmesan
3 EL Pinienkerne
4 EL (3-4 Stiele) Basilikum
1 TL italienische Kräuter
250 g cremiger Ricotta
60 g + 5 g Butter
200 ml Milch
2 Eier (M)
280 g Mehl (Typ 1050)
3 TL Backpulver
2 EL Zucker
1/2 TL Salz

Zubereitung

Den gefrorenen Spinat auftauen lassen und gut abtropfen lassen. Parmesan reiben. Pinienkerne ohne Fett rösten. Basilikum waschen, trocken schütteln und fein hacken.

Backofen vorheizen (E-Herd: 190 °C). Eine 12er-Muffinform ausbuttern. 60 g Butter zerlassen. Mit einem Schneebesen heiße Butter, Milch und Eier miteinander verschlagen. In einer zweiten Rührschüssel Mehl, Backpulver, Zucker und Salz vermischen. Mit einem Gummispachtel oder Holzlöffel die flüssigen Zutaten in die Mehlmischung geben und nur so lange rühren, bis sich beide Mischungen so gerade eben verbunden haben.

Vorsichtig Ricotta, Nüsse, Spinat und alle Kräuter unterheben. Nicht übermäßig rühren! Den Teig gleichmäßig in die Muffinform verteilen. Im heißen Ofen ca. 18-20 Minuten backen. Die Muffins 10 Minuten in ihrer Form ruhen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Arni Yuvetsi: Gebratene Lammkeule mit Kritharaki-Nudeln

Mittwoch, 04. April 2012

Für dieses Gericht sind weder griechische Vorfahren noch besondere Kenntnisse dieser Sprache von Nöten. Unabdingbar wäre in diesem fleischigen Fall für mich eigentlich nur die Qualität des Fleisches und die Liebe zur griechischen Küche, abseits von Gyros und überdimensionalen Zeus-Platten. Der Rest ist eine Frage des Geschmacks. Daran mangelte es aber bezüglich Lamm noch bis vor kurzem, denn Dank eines Hammels (der zum Himmel stank!), habe ich mich seit Jahrzehnten nicht mehr an das flauschige, gelockte Tier gewagt. Diesen desaströsen Zustand konnte ich nicht länger auf mir sitzen lassen – schon gar nicht so kurz vor Ostern.

Dank dem Metzger des Vertrauens und dem tollen Kochbuch Griechenland in meiner Küche sind beide Voraussetzungen schon mal gegeben und wir haben uns das Osterlamm einfach schon vor dem Osterfest schmecken lassen – ich konnte es einfach, wie immer,  nicht erwarten. Während der Zubereitung und auch beim anschließenden Verspeisen waberte ein wunderbar aromatisch-schwerer, Oregano-Knoblauch-Lamm-Duft durch die Wohnung, welchen ich so zuhause noch nicht kannte. So duftet Griechenland!

Zorra und Peter rufen in diesem Ostermonat übrigens zum passenden Blog-Event “Lamm – ganz ohne Wolle” auf – da bin ich doch gleich mal dabei!

Zutaten für 6 Personen:

1 Lammkeule  (ca. 1,3 – 1,5 kg, vom Hohenloher Weidelamm)
Saft von einer halben Zitrone
80 ml Olivenöl
2 TL edelsüßes Paprikapulver
5 Knoblauchzehen, fein gehackt
Salz
Pfeffer
100 ml trockener Rotwein
150 g Frühlingszwiebeln, grob gehackt
1 Dose geschälte Tomaten
1/2 Bund Oregano, gehackt
1 Zimtstange
250 g Kritharaki-Nudeln
geriebener Kefalotiri oder fester Mizithra (ersatzweise Parmesan)

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eventuelles Fett von der Lammkeule abschneiden. Die Keule mit Zitronensaft beträufeln und diesen in das Fleisch einmassieren.

Paprikapulver, Knoblauch, Salz, Pfeffer und 5 EL Olivenöl verrühren und die Lammkeule rundum gründlich mit der Marinade einreiben. In einer großen Auflaufform das restliche Olivenöl erhitzen.  Die Lammkeule hineingeben. Frühlingszwiebeln, Tomaten, Oregano und die Zimtstange zugeben. Leicht salzen und im Backofen ca. 30 Minuten braten. 150 ml Wasser und 100 ml Rotwein angießen und die Keule noch 1 Stunde weiterbraten. Dabei nach 30 Minuten wenden.

Inzwischen die Nudeln in leicht gesalzenem Wasser bissfest kochen. Abgießen und abtropfen lassen. Die Nudeln rund um die fertig gegarte Lammkeule verteilen, ca. 150 ml heißes Wasser zugießen und die Nudeln vorsichtig unter die Sauce mischen. Alles nochmals 10 – 15 Minuten im Backofen garen, bis die Nudeln etwas Sauce aufgesogen haben.

Die Lammkeule aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Mit etwas Pfeffer übermahlen. Den Käse getrennt dazu servieren.

Adaptiert nach “Griechenland in meiner Küche” von Tessa Kiros, DK-Verlag

Bärlauchpesto

Samstag, 31. März 2012

Kaum hat die Bärlauchsaison begonnen, neigt sie sich leider auch nach einigen Wochen wieder viel zu schnell dem Ende zu. Und genau aus diesem Grund wird auch in diesem Jahr sofort der Vorrat an selbstgemachtem Pesto unausweichlich aufgestockt. Eine schier unerschöpfliche Quelle im Wald wurde ebenfalls gefunden und so steht dem “Projekt”  Bärlauchpesto auch nichts mehr im Wege. Genauso archaisch wie die Suche im Wald, gestaltete sich dann auch die Zubereitung:

Dieses mal wurde (Achtung, Premiere!) der Bärlauch nicht lieblos mit dem Pürierstab zu Mus verarbeitet, sondern ganz und gar liebevoll in Handarbeit, geduldig und mit eigener Muskelkraft zu Pesto “gemörsert”. Auch wenn der Muskelkater am nächsten Tag unausweichbar ist, das Pesto schmeckt meiner Meinung nach um einige Klassen besser als mit der elektrischen Methode. Deutlich mehr Biss schmeichelt dem Gaumen und das knoblauchartige Aroma kommt dadurch perfekt zur Geltung.

Ganz klassisch gibts das Bärlauchpesto bei mir natürlich – wie immer – zu Pasta.

Zutaten:

ca. 70-80 g Bärlauch
40 g Pinienkerne
50 g Parmesan, frisch gerieben
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten. Bärlauch waschen, trockenschleudern und grob hacken.

Bärlauchblätter im Mörser gut durchreiben. Parmesan, Pinienkerne und Zitronenschale zugeben und solange mörsern, bis eine gebundene Masse entstanden ist. Ganz zum Schluß das Olivenöl zugeben, bis die gewünschte Konsistenz entstanden ist. Zum Schluß das Pesto mit Salz und Pfeffer würzen.

Tip: Das restliche Pesto in ein sauberes Glas geben und die Oberfläche mit Öl bedecken, so hält es sich dunkel und kühl gelagert mehrere Wochen.