Archiv für die Kategorie ‘Hauptgericht’

Zucchini-Tarte Tatin mit Parmesan und Ziegenkäse

Dienstag, 23. Juli 2013

Um eine schmackhafte Tarte Tatin bin ich ja irgendwie nie verlegen. Sei es der französische Klassiker mit karamellisierten Äpfeln oder die herzhafte aber garantiert nicht minder schlechte Variante mit Tomaten. Weiterhin sorgen aber zur Zeit wuchernde Zucchinipflanzen im Balkonkasten auf alle Fälle für klare Geschmacks-Verhältnisse im riesigen Tarte-Tatin-Dschungel.

Mal ganz ehrlich: Irgendwie überfordern mich diese fast anspruchslosen (perfekt für mich, sie verzeihen auch mal Gieß-Unregelmäßigkeiten!) Kürbisgewächse mit den riesigen Blättern doch etwas. Im Moment ernte ich von zwei wuchernden Pflanzen im Balkonkasten täglich jeweils 1 runde (ganz wichtig, runde Zucchini finde ich sehr hübsch!) Zucchini in Tennisballgröße. Mehr als wir eigentlich verzehren können. “Können” ist hier eigentlich etwas übertrieben, handelt es sich doch eher um den Willen. Obwohl sie wirklich ausgezeichnet munden, will man bei dem abwechslungsreichen Gemüseangebot im Sommer ja nicht jeden Tag das gleiche (Zucchini-) Gemüse. Reicht ja auch jeden zweiten Tag …

Sehr schmackhaft, ja geradezu prädestiniert für diese herzhafte Variante der Tarte Tatin sind außerdem einige dünne Scheiben Parmaschinken zwischen den einzelnen Zucchinischichten. Hierfür reichen 80-100 g völlig aus um für den differenzierten Geschmack und etwas “Biss” zu sorgen. Quasi das al dente-Gefühl in der Tarte Tatin.

Was braucht man für eine Tarte Tatin? (∅ 26 cm)

750 g Zucchini (bei mir waren es drei runde Zucchini)
1 TL Sonnenblumenöl
10 g Butter
1/2 TL Thymiannadeln
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
50 g Parmesan, frisch gerieben
40 g Ziegenfrischkäse mit Olive (z.B. Picandou)
ca. 180 g Blätterteig als Kreis ausgeschnitten (∅ 28 cm, Kühlregal)
Salz
Pfeffer

So gehts!

Die Zucchini waschen und in ca. 2 mm dicke Scheiben hobeln. Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Butter und Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Thymiannadeln und braunen Zucker  in die Pfanne geben und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze den Zucker karamellisieren lassen. Die erste Lage Zucchinischeiben fächerartig in die Pfanne schichten. Salzen, Pfeffern und die Hälfte des Knoblauchs und des Parmesans darauf verteilen. Eine weitere Lage Zuchini darauf verteilen, ebenfalls salzen und pfeffern und mit dem restlichen Knoblauch und Parmesan bestreuen. Die letzte Lage Zucchini darauf schichten. Den Ziegenfrischkäse mit den Fingern zerbröseln und auf der letzten Lage verteilen. Den Blätterteig vorsichtig auf die Zucchini legen. Überstehende Ränder umklappen und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Die Pfanne auf die mittlere Einschubleiste in den vorgeheizten Backofen stellen. Die Tarte Tatin ca. 25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und die Tarte ca. 3 Minuten ruhen lassen. Tarte stürzen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Bärlauch-Tagliatelle mit Ragout Bianco*

Samstag, 27. April 2013

Wochendende. Frühling. Bärlauchzeit. Hurra! Und im Moment bin ich also gezwungenermaßen in absoluter Bärlauch-Pasta-Laune. Schon das dritte mal habe ich in dieser “grünen” Zeit Bärlauch zu Tagliatelle verarbeitet und sie dann getrocknet an liebe Abnehmer als kulinarisches Geschenk weitergegeben. Zum Glück immer mit grosser Begeisterung!

Und da am Wochenende erfreulicherweise immer etwas mehr Zeit zum Kochen bleibt, wurden die eh schon farbenfrohen Bärlauch-Tagliatelle mit einer etwas zeitaufwändigernen, aber nicht minder schmackhaften Sauce kombiniert. Schon lange wollte der farblose Bruder vom Ragout Bolognese getestet werden, leider schaffte es das ebenso leckere Ragout Bianco bis zu diesem Zeitpunkt nicht auf meinen Teller. Fotografisch festgehalten wurde die Pasta MIT Sauce aus Zeit- und Lichtgünden zwar nicht  mehr – nichtsdestotrotz durfte der passende Wein aber auf keinen Fall fehlen.

Und weil Weisswein nicht nur zu Fischgerichten passt, gabs den begleitenden Wein dieses mal in Form eines kräftigen Chardonnays – denn auch komplexe, körperreiche Weissweine können absolut wunderbar mit dunklem Fleisch harmonieren. Für meinen Geschmack hat sich die Kombination aber auf alle Fälle super bewährt. Wer sich (wie ich) in Weinangelegenheit nicht ganz so sicher ist, welcher Wein zu welchen Speisen passt,  usw… ist übrigens bei Vidamo.de gut aufgehoben. Hier gibts z.B. viele weiterführende Infos zu Wein, Spirituosen und Schokolade – viel Spass beim Entdecken!

Zutaten für 2 Portionen

2 Eier (S)
40 g Bärlauch
200 g Weizendunst

200 g Tatar (oder Rinderhackfleisch)
200 g weisse Zwiebeln
70 g Karotten
70 g Staudensellerie
70 g Petersilienwurzel
3 Knoblauchzehen
3 EL Rapsöl
150 ml trockener Weisswein
150 ml Gemüsebrühe (oder Rinderbrühe)
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Thymian
5 Salbeiblätter
2 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Den Bärlauch waschen, trockenschüttlen und grob hacken. Zusammen mit den Eiern in einem hohen Gefäss mit dem Pürierstab fein mixen.

Den Weizendunst und die Bärlauch-Eier zusammen mit den Händen auf der Arbeitsplatte zu einem festen, aber glatten Teig verkneten. In Folie verpackt mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Zwiebeln fein würfeln, Knoblauchzehen schälen und pressen. Karotten und Petersilienwurzeln schälen und feinwürfeln. Staudensellerie waschen, putzen und in feine Scheiben schneiden.

Rapsöl in einer grossen Pfanne erhitzen und das Öl darin erhitzen. Das Tatar darin bei nicht zu starker Hitze ca. 5 Minuten krümelig braten. Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Staudensellerie, Petersilienwurzel und Lorbeerblätter zugeben und weitere 3-4 Minuten mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Wein angiessen und stark einkochen lassen. Mit Brühe aufgiessen und und das Ragout im vorgeheizten Backofen abgedeckt ca. 2:00 – 2:30 Stunden garen lassen.

Den Teig in zwei Portionen teilen. Die Teigportion mit dem Nudelholz der Länge nach auf ca. 1 cm ausrollen, mit etwas Weizendunst “bemehlen”. Anschließend die Teigbahn 4-5 mal durch die Nudelmaschine drehen, dabei den Walzenabstand bis zur gewünschten Nudelstärke immer feiner einstellen – bei mir war es Stufe 4 (von 9). Im Anschluß die Teigbahnen mit dem Messer auf gewünschte Länge kürzen (bei mir ca. 30 cm) und durch den Tagliatelle-Aufsatz der Maschine walzen. Die frischen Tagliatelle bis zum Verbrauch auf einem Nudelständer (oder Kleiderbügeln!) trocknen lassen.

Rosmarin und Salbei abzupfen und hacken. Thymian abzupfen. Alle Kräuter 10 Minuten vor Ende der Garzeit zugeben und mit der Sauce mischen.

Die Bärlauch-Tagliatelle in reichlich und gut gesalzenem, siedenden Wasser ca. 2 Minuten gar ziehen lassen. In ein Sieb abgiessen. Zusammen mit dem Ragout-Bianco servieren. Nach Belieben mit Parmesan bestreuen.

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Pasta mit Babyspinat und Gorgonzola

Dienstag, 16. April 2013

Mein letztes Pastagericht ist ja nun schon eine Weile her, was aber auf keinen Fall bedeutet, dass hier der pro-Kopf-Nudelverbrauch desaströs sinkt. Auf gar keinen Fall! Nudeln und Nudelgerichte gehören im Hause rock the kitchen! immer noch zum festen Standard, auch wenn sich die Zubereitungsweise im Moment ungefähr von ganz fix von Pasta aglio e olio bis hin zur einfachen und unspektakulär-leckeren Tomatensauce einpendelt. Umzugsvorbereitungen und Renovierungsarbeiten fordern im Moment einfach ihren Tribut.

Ebenfalls relativ einfach und in 15-20 Minuten zubereitet: Pasta mit Babyspinat (hat jetzt übrigens Saison!) und Gorgonzola. Nicht neu und überaus kreativ, aber trotzdem immer ein schnelles und schmackhaftes Sößchen wert. Obwohl sich bei Gorgonzola bzw. anderem Blauschimmelkäse bei mir ja so die Geister spalten. Pur kein Problem, aber in der Sauce mag ich diese kleinen “Schimmelstückchen” eher weniger. Deswegen fallen diese einfach rigoros dem gemeinen Pürierstab zum Opfer. Zwar etwas grob, aber momentan befindet sich ja eh alles im Baumodus.

Zutaten für 2 Portionen

250 g Pasta nach Wahl (bei mir Vollkorn-Farfalle)
1 kleine Zwiebel (ca. 60 g)
2 Knoblauchzehen
10 g Butter
10 g Mehl (Typ 405)
50 ml Weißwein, trocken
200 ml Gemüsebrühe
50 g Sahne
100 g Gorgonzola
20 g Parmesan, frisch gerieben
150 g Babyspinat
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und ebenfalls in feine Würfelchen schneiden.

Butter in einem Topf bei milder Hitze zerlassen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel leicht anschwitzen lassen. Mehl mit einem Schneebesen gründlich unterrühren und ebenfalls anschwitzen. Weisswein und Brühe angiessen. Sauce unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen lassen und ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen, so geht der Mehlgeschmack verloren.

Während die Sauce köchelt, die Pasta nach Packungsanweisung zubereiten und warmstellen.

Sahne, Gorgonzola und Parmesan zur Sauce geben und den Käse bei milder Hitze schmelzen lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Mit Pfeffer abschmecken. Den Babyspinat zur Sauce geben und kurz unterrühren und nochmals erhitzen. Die Sauce zusammen mit der Pasta servieren oder direkt mit den Nudeln vermengen.

Pizza (teig)!

Samstag, 23. März 2013

Machen wir uns nichts vor: So eine richtig leckere Pizza mit einem knusprig-dünnem Boden und saftigem Belag liebt doch fast jeder, oder?  Wir sind hier große Fans von selbstgemachter Pizza und meistens wandert bei uns Sonntags eine Pizza in den Ofen – ganz entspannt zu Tatort-kompatibler Zeit. Dazu ein Gläschen Rotwein und ein relaxter Wochenausklang ist gesichert.

Bis mir aber der für mich perfekte Pizzateig so gelungen ist, waren unzählige (Fehl-) Versuche nötig. Mal war der Teig zu stark aufgegangen, zu fad im Geschmack, die Boden-Unterseite zu hell oder er schmeckte einfach nur zu stark nach Hefe. Für mich sollte der perfekte Pizzateig unten noch knusprig und doch innen noch ein kleines bisschen weich sein. Ganz wichtig: Die Spitze der Pizzaschnitte sollte auf alle Fälle schwerkraftresistent sein und beim “zum Mund führen” auf keinen Fall nach unten klappen. Basta. Und der schon fast nebensächliche Belag? Im Zuge einer Kühlschrankinhalt-Resteverwertung darf/muss/soll auf die Sonntas-Pizza auch alles, was praktischerweise nicht in die neue Woche mitgenommen werden will und sollte. Dieses mal Fenchelsalami, Schinken und Champignons mit einem Hauch von Kapern. Der Sauce, insbesondere aber der selbstgemachten Pizzasauce,  werde ich zur Tomatenzeit einen gesonderten Post widmen.

Für meine Pizza lasse ich den Teig mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ruhen – ungewöhnlich, aber sehr effektiv. Durch die lange Teigruhe benötigt man nämlich weniger Hefe, was sich positiv auf den guten Geschmack auswirkt, außerdem machen bestimmte Fermentationsprozesse den Teig viel aromatischer und weniger langweilig. Die fertig belegte Pizza backe ich anschließend mit Backpapier direkt auf dem heißen Boden des Backofens. Man erreicht dadurch ein Backergebnis, das sich von einer Steinofenpizza nicht allzu groß unterscheidet.

Zutaten für 3 Pizzen (∅ ca. 28 cm)

200 g Weizenmehl, Typ 550
180 g Weizenmehl, Typ 1050
250 ml Wasser, lauwarm
3 g Hefe, frisch
8 g Salz
3 g Zucker
2 EL Olivenöl
Mehl zum Bearbeiten

Pizzabelag nach Wunsch

Zubereitung

Mehle, Salz, Zucker und Olivenöl in eine Schüssel geben. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Hefewasser zur Mehlmischung in die Schüssel geben und mit den Händen oder einem Kochlöffel zu einem homogenen Teig vermischen. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen weiter zu einen geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in eine große Schüssel geben (mindestens doppelt so groß) und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1,5 Stunden gehen lassen. Den Teig nochmals durchkneten und abgedeckt im Kühlschrank mindestens 24 Stunden, optimal aber 48 Stunden ruhen lassen.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und 3 Teiglinge abstechen. Jeweils einen Teigling zu einer runden Kugel formen, dabei den Teig nicht mehr viel kneten. Die Kugeln mit einem Geschirrtuch abdecken und nochmals 1,5 Stunden gehen lassen.

Den Backofen auf 230 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Teiglinge jeweils mit einem Nudelholz auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn (3 mm) ausrollen. Die Teigfladen jeweils auf ein Stück Backpapier legen und nach Wunsch und Geschmack belegen.

Die Pizza samt Backpapier auf ein kaltes Backblech ziehen. Die Pizza am Ofen dann direkt mit dem Backpapier vorsichtig (heiß!) auf den heißen Boden des Ofens ziehen und einige Minuten (das kann von Ofen zu Ofen variieren) backen lassen. Der Boden und Rand der Pizza sollte gebräunt, aber nicht zu dunkel sein. Auch darauf achten, dass das Backpapier nicht zu stark verbrennt.

Fast hätte ich es vergessen: Das wär doch der perfekte Beitrag für den neuen Pizza-Blogevent, den Zorra vom ”Kochtopf” zusammen mit Luna von “Luna’s Philosophy” ausrichtet, oder? :-)

Lasagne Bolognese

Montag, 21. Januar 2013

Ich liebe den italienischen Auflauf-Klassiker und bei dem puren Glück in Schichten bedarf es ja wohl auch nicht mehr vieler Worte, oder? Vor allem die kalte Jahreszeit finde ich im höchsten Maße Lasagne-kompatibel. Man ist quasi fast dazu verdammt, sich anhaltende Linderung in Form eines käseüberbackenen und wärmenden Nudelauflaufs zu verschaffen und so unterliegt mein Lasagnekonsum natürlichen Schwankungen – im Winter darf es also gerne ein bißchen mehr sein!

In meiner warscheinlich nicht ganz 100 % authentischen, aber dafür höchst persönlichen und erprobten Variante des italienischen Klassikers sorgt besonders reichlich Parmesan in der Béchamel und on top für die nötige Genussbilanz. Auf Mozzarella verzichte ich in der Lasagne übrigens seit einiger Zeit völlig, hierbei fehlt es mir einfach an Würze und Geschmack. Ganz, ganz wichtig natürlich noch, weil sehr schmackhaft: Wein in Béchamel und Bolognese. Wobei der beim anschließenden Mahl natürlich auch nicht fehlen darf …

Zutaten für eine Auflaufform von ca. 30 x 18 cm (6-8 Portionen)

600 g Rinderhackfleisch
100 g Pancetta oder Räucherspeck
2 EL Rapsöl
2 Zwiebeln
50 g Karotte
50 g Sellerie
50 g Petersilienwurzel
4 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
1 EL Tomatenmark
500 ml trockener Rotwein
400 g stückige Tomaten (Dose)
1 TL Puderzucker
300 ml Gemüsebrühe
1 Bund Oregano
Salz
Pfeffer

50 g Butter
3 Lorbeerblätter
2 Nelken
50 g Mehl
200 ml Weißwein, trocken
600 ml Milch
100 g Parmesan, frisch gerieben
Muskatnuss
Salz

20 Lasagneplatten (gekauft, oder selbstgemacht)
100 g Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung

Für die Bolognesesauce Zwiebel, Karotte, Petersilienwurzel, Sellerie und Knoblauch schälen und in feine Würfelchen schneiden. Pancetta in feine Streifen schneiden. Oreganoblättchen von den Stielen zupfen.

Öl in einem breitenTopf erhitzen. Hackfleisch unter rühren anbraten bis es krümelig ist (Schneebesen!). Pancetta, Zwiebeln, Gemüse und Lorbeerblätter dazurühren und ebenfalls kurz mit anbraten. Tomatenmark und Puderzucker einrühren. Mit dem Rotwein ablöschen und zur Hälfte einkochen lassen. Oreganoblättchen, Dosentomaten und Brühe zugeben und die Sauce ca. 1 Stunde leicht köcheln lassen, bei Bedarf noch wenig Wasser zugeben. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeerblätter entfernen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Für die Béchamelsoße Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Lorbeerblätter und Nelken zugeben. Mehl einrühren und mit Weißwein und Milch ablöschen. Rühren, damit es keine Klümpchen gibt, bis die Sauce andickt und cremig wird. Die Béchamel ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Mit Muskat und Salz abschmecken. Nelke und Lorbeerblatt entfernen. Zum Schluss den frisch geriebenen Parmesan unterrühren.

In eine Auflaufform (ca. 30 x 18 cm) etwas Béchamelsauce gießen und mit einem Löffel verteilen. 4 Nudelplatten nebeneinander auf die Sauce in die Form schichten. Anschließend Bolognesesauce, wieder Béchamelsauce und Nudelplatten. So fortfahren bis alles in der Form ist. Zum Schluss die restliche Béchamel auf die letzte Nudelschicht gießen und glattstreichen. Mit Parmesan bestreuen. Die Lasagne ca. 35-40 Minuten auf mittlerer Stufe goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschnitt ca. 15-20 Minuten ruhen lassen.

 

Rote Bete-Tarte mit Feta

Samstag, 19. Januar 2013

Kennt ihr das? Jahrelang würdigt man ein bestimmtes Lebensmittel keines Blickes und verweigert sich der Zubereitung, aber irgendwann kommt Mann/Frau durch Zufall dann doch auf den Geschmack. Wohl ganz frei nach dem Motto: Einmal probiert, für immer verführt – in meinem Fall von Roter Bete.

Zu verdanken habe ich die Wandlung zum Rote Bete-Liebhaber schon vor einiger Zeit einem schmackhaften Salat beim Griechen des Vertrauens. Walnüsse und Knoblauch ergänzten hier noch die Vinaigrette und die Rote Bete machte sich toll in Kombination den anderen Mezedes und Rowein.

Jedenfalls hat dies meine Neugierde geweckt und seitdem wandert Rote Bete öfters ins Körbchen und anschließend in die Töpfe (z.B. hier). Der Tarte wurde außerdem mit Fetakäse, Joghurt, Dill und Knoblauch ebenfalls ein kleines bisschen Griechenland eingehaucht und macht sich als Vorspeise oder Hauptgericht gleichermaßen gut und überaus farbenfroh auf den Tellern. Wer Rote Bete mag – unbedingt ausprobieren!

Zutaten für eine Tarteform (26 cm)

1 kg Rote Bete
1 Bund Frühlingszwiebeln
200 g Fetakäse
3 Knoblauchzehen
1 TL Dill, TK
2 Eier (M)
50 g griechischer Joghurt
275 g Blätterteig (Kühlregal)
5 g Butter
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Rote Bete gründlich waschen und jede Knolle fest in ein Stück Alufolie wickeln. Die Rote Bete auf einen Rost in den Backofen schieben (mittlere Einschubleiste) und ca. 70-80 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen.

Eine Tarform (26 cm Durchmesser) mit der Butter ausstreichen und mit dem Blätterteig auskleiden. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Rote Bete in 1 cm große Würfel schneiden. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Knoblauch pressen. Fetakäse zerbröseln.

Eier, Joghurt, Dill, Knoblauch und Fetakäse in einer Schüssel verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Rote Bete und Frühlingszwiebeln vorsichtig unter die Ei-Käse-Masse heben. Alles in die vorbereitete und ausgekleidete Tarteform gießen und glattstreichen. Tarte im vorgeheizten Backofen (200 Grad) ca. 30-35 Minuten backen.

Sauerbraten aus dem Römertopf

Sonntag, 13. Januar 2013

Sauerbraten gabs schon in meiner Kindheit und war damals schon vom schmackhaften Aroma mehr als angetan. Besonders die Sauce war in Kombination mit Kartoffelklößen ein kulinarisches Highlight, an welches ich mich sehr gut erinnern kann. Einmal probiert, will man ihn immer wieder, das säuerliche Aroma vom Fleisch und das süße der Soße ergänzt sich toll.

In Eigenregie habe ich Sauerbraten aber erst einmal zubereitet, obwohl es eigentlich kinderleicht ist. Suhlt sich das auserkorene Stück Fleisch erstmal im Wein-Essig-Gewürz-Bad ist nur noch etwas Geduld gefragt. Der Rest ist dann nur noch eine Frage von wenigen Stunden.

Rheinischer, Badischer, Fränkischer, Sächsischer, Schwäbischer, Großmutters Sauerbraten oder whatever, die genauen Unterschiede der einzelnen Regionen und Zubereitungsarten erschließen sich mir noch nicht ganz genau. Eine Gemeinsamkeit ist beim Sauerbraten aber auf alle Fälle das Einlegen des Fleischstücks in eine Beize. Ohne spezielles Rezept und wahrscheinlich von jeder Region etwas, habe ich mich mehr oder weniger auf meine Gefühl verlassen. Mit einem sehr schmackhaften und zartem Ergebnis!

Zutaten für 4 Personen

Marinade
500 ml trockener Rotwein
150 ml Rotweinessig
3 Lorbeerblätter
1 TL Pimentkörner
1 TL Wacholderbeeren
1/2 TL Korianderkörner
1/2 TL Senfkörner
1/2 TL Nelken
1/2 Zimtstange
1 Zweig Rosmarin
1 kleine Zwiebel
50 g Karotte
50 g Knollensellerie
800 g Rindfleisch (falsches Filet)

Braten
50 g Petersilienwurzel
50 g Knollensellerie
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Rapsöl
1 TL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1/2 TL Pimentkörner
1/2 TL Korianderkörner
1 TL Pfefferkörner, schwarz
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
200 ml Rinderfond oder Rinderbrühe
40 g Saucenlebkuchen
1 TL Rosinen
Balsamicoessig
Ahornsirup
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Für die Fleischmarinade den Rotwein mit den Gewürzen kurz aufkochen. Abkühlen lassen. Das Gemüse in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Essig und Rosmarin zur Marinade geben. Das Fleisch in einen Gefrierbeutel geben und mit der gesamten Marinade begießen. Den Gefrierbeutel so verschließen, dass der Braten vollständig mit der Marinade und Gemüse bedeckt ist. 3 – 7 Tage im Kühlschrank marinieren lassen, dabei gelegentlich wenden.

Am Zubereitungstag den Römertopf ca. 1/2 Stunde wässern. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für den Braten Petersilienwurzel, Knollensellerie, Knoblauch und Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Den Braten aus der Beize nehmen und trockentupfen. Beize durch ein Sieb gießen und aufbewahren.

1 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch rundum anbraten und in den Römertopf geben. Das kleingeschnittene Gemüse ebenfalls kurz anbraten. Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten, anschließend das Gemüse zum Fleisch in den Römertopf geben. Die Marinade angießen. Gewürze und Kräuter in einen Teefilter geben und ebenfalls zugeben, darauf achten dass er mit der Marinade bedeckt ist. Den Deckel aufsetzen und den Sauerbraten für ca. 2 Stunden im Ofen schmoren. Zwischendurch den Braten 1 mal wenden.

Den Sauerbraten aus dem Römertopf nehmen und in Alufolie wickeln. Den Bratensud in einen Topf abseihen. Rinderfond oder Rinderbrühe, zerbröckelten Saucenlebkuchen und Rosinen zugeben und die Sauce ca. 5 Minuten leicht einköcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, der Saucenlebkuchen sollte sich vollständig aufgelöst haben (ist sie zu dünn, einfach etwas vom Gemüse in die Sauce pürieren). Die Sauce mit wenig Balsamicoessig, Ahornsirup, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch in Scheiben schneiden und zusammen mit der Sauce und den Beilagen servieren (bei uns Kartoffelklöße und Rosenkohl).

Halloumi-Burger mit Hummus, Grillgemüse und Röstzwiebeln

Donnerstag, 10. Januar 2013

Seit meinem Salsiccia-Burger bin ich ein absoluter Fan von selfmade Burgern – und seit ich weiß wie einfach die Sache mit den selbstgemachten Burger-Buns ist, ist es sowieso um mich geschehen. Leider viel zu selten, da es doch etwas zeit- und pfannenaufwendig ist, die ganzen einzelnen Burgerkomponenten zu fabrizieren.  So ein Burger ist aber trotz oder gerade wegen des ganzen Aufwands schon fast ein Highlight für mich und überzeugt  geschmacklich auf ganzer Linie – sogar ganz ohne Fleisch. Obwohl ja so ein selbstgemachter und safiger Rindfleisch-Patty schon wirklich auch nicht zu verachten ist…

Aber Halloumi, Hummus, Grillgemüse und Röstzwiebeln ergänzen sich hier, ganz fleischlos, trotzdem einwandfrei.  Im Gegensatz zum Vorgänger wurden die Burger-Brötchen anstatt mit normalem Weizenmehl mit Dinkelmehl, Typ 1050 gebacken. Der Hefegott meinte es zum Glück gut mit mir, die Brötchen gingen wunderbar auf  und sorgen für ein fluffig-feinporiges Mundgefühl. Meiner Meinung nach auch kein Vergleich zur fad schmeckenden Fertigware. Kleiner Tipp: Einfach schon mal eine größere Menge Burger-Brötchen auf Vorrat backen und einfrieren, so steht dem akut auftretenden Burger-Hunger garantiert nichts mehr im Wege.

Zutaten für 2 Personen

250 g Halloumi
2 rote Paprika
150 g Zucchini
2 weiße Zwiebeln
1 TL Mehl
1 Msp. Kreuzkümmel
Rapsöl
2 EL Hummus, selbstgemacht (oder gekauft)
2 große Burgerbrötchen, selbstgemacht (oder gekauft)
Radicchio
weißer Balsamico
Pfeffer, schwarz

Zubereitung

Paprika waschen, Strunk und Kerne enfernen. Im vorgeheizten Backofen (200 Grad) die Paprika grillen bis die Haut schwarz ist und Blasen wirft. Die abgekühlten Paprika häuten.

Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Zwiebelringe mit Mehl und Kreuzkümmel bestäuben und in einer Pfanne mit etwas heißem Öl knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zucchini waschen, putzen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Halloumi in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Beides in einer Grillpfanne mit wenig Öl goldbraun braten. Mit Pfeffer würzen und mit wenig Balsamico beträufeln.

Das Burgerbrötchen halbieren und die Schnittflächen in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten. Beide Seiten mit Hummus bestreichen. Das Unterteil mit Radicchioblättern belegen. Anschließend eine gegrillte Paprika auf den Salat setzen. Darauf den Halloumi und die Zucchinischeiben legen. Abschließend die Röstzwiebel auf die Zucchini streuen. Zum Schluss den Brötchendeckel aufsetzen.

Sushi mit Tafelspitz und Meerrettich

Samstag, 05. Januar 2013

Auch, wenn sich die erste Januarwoche schon langsam wieder dem Ende zuneigt wünsche ich euch allen natürlich ein frohes Neues! Die Wogen der Nachwirkungen von Speis & Trank haben sich (hoffentlich) schon wieder geglättet und ihr seid bereit für 2013. Auf die Plätze, fertig, los!

Beginnen wir das Jahr mit einem kulinarischen Rundum-Sorglos-Paket – zumindest für mich. Sushi geht für mich fast immer und überall und ist nach den ganzen kaloriengeschwängerten Tagen im Dezember genau das Richtige für den figurfreundlichen Start ins neue Jahr. Und nein, ich habe diesbezüglich keine guten Vorsätze gefasst – ein Schelm, wer böses dabei denkt …

Wie schon bekannt, darf es bei mir auch mal eine “unübliche” Variante (hier und hier) sein, die dem gepflegten Sushi-Kenner wohl das Wasser in die Augen treiben würde. Da bei mir aber alles erlaubt ist was vor allem mir schmeckt, müssen auch schon mal die Reste vom Vortag mit in die Reisrolle. Inspiriert hat mich dazu übrigens Gimbap, eine besondere Sushi-Art, die mit unterschiedlichsten Zutaten gefüllt sein kann. Geschmacklich super, obwohl ich meine Zähne dann doch lieber ganz California-Roll-like zuerst im Reis versenke als auf das Nori-Blatt zu beißen.

Zutaten für 2 Personen

200 g Sushireis*
200 ml Wasser
4 EL japanischer Reisessig*
5 g Salz
12 g  Zucker

ca. 80 g gegarter Tafelspitz, gehackt
ca. 50 g Karotte, geschält, in Streifen
ca. 50 g Gurke, in Streifen
ca. 50 g eingelegter Rettich
ca. 35 g Eierstich
1/2 TL geriebener Meerrettich
Noriblätter*

Wasabi*
Ingwer, eingelegt*
Sojasauce*

Zubereitung

Reisessig mit Salz und Zucker leicht erwärmen, beides vollständig auflösen lassen. Abkühlen lassen.

Sushireis waschen bis das Wasser klar ist. In einen Topf geben und bei mittlerer Hitze mit geschlossenenm Deckel zum Kochen bringen. 10 Minuten köcheln lassen. 15 Minuten auf der noch heißen Platte quellen lassen. Fertigen Reis mit der Essig-Zubereitung übergießen und vorsichtig mischen, dabei nicht zu viel rühren. Lauwarm abkühlen lassen.

Eine Bambusmatte mit Klarsichtfolie belegen. Ein Noriblatt halbieren und mit der glatten, glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Mit angefeuchteten Händen eine Handvoll Reis auf das Noriblatt legen. Mit den Fingern, den Reis ca. 0,5 cm dick verteilen und leicht andrücken. Oben einen 1 cm breiten Streifen frei lassen.

Gehacktes Fleisch, Karottenstreifen, Gurkenstreifen, Meerrettich, Rettichstreifen und Eierstich dicht an dicht in die Mitte des Noriblattes geben. Die Bambusmatte mit beiden Daumen anheben, dabei die Füllung festhalten. Langsam und mit leichtem Druck die Bambusmatte aufrollen. Die Sushirolle mit einem angefeuchtetem Messer in 6 – 8 gleichgroße Stücke schneiden, dabei das Messer zwischendurch immer wieder mit einem angefeuchtetem Tuch abwischen und neu befeuchten. Auf einem Teller anrichten und nach Belieben mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer servieren.

 

Die Grundzutaten (*) für  mein Sushi stammen dieses mal übrigends alle von allbio, dem Bio-Versand für Bio-Lebensmittel im Internet. Der Online Bio Markt bietet u.a. Bio Lebensmittel, vegetarische Küche, italienische Küche und asiatische Küche. Ich konnte den Shop testen und gerade für mich als Sushi-Fan war letzteres natürlich besonders interessant. Positiv zu erwähnen ist die Qualität der von mir getesteten Produkte ohne Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder anderer Zusatzstoffe. Ebenfalls erwähnenswert: Das Wasabipulver enthält im Gegensatz zu andern vergleichbaren Produkten einen deutlich höheren Wasabi-Anteil. So macht mir Sushi-Genuss auf alle Fälle noch mehr Spaß! 

 

Panang-Curry mit Schweinefilet

Mittwoch, 28. November 2012

Es gibt Reis, Baby! Natürlich ganz ohne geschütteltes Haar oder sonstige kuriose Zutaten… Dafür aber mit einem geschmacksintensiven Curry mit Schweinefilet.

Der Einfachheit und Bequemlichkeit halber nicht selbstgemacht, sondern mit meiner Lieblings-Currypaste aus dem Asia-Shop des Vertrauens. Diese Panang-Currypaste ist im Gegensatz zu den roten und grünen Geschwistern, etwas gaumenfreundlicher, milder, cremiger, weicher und weniger “herb” im Geschmack. Außerdem liebe ich den leichten Geschmack der Erdnüsse in dieser Paste. Relativ selten im Hause rock the kitchen!, aber natürlich obligatorisch – mit Reis (Baby)!

Zutaten für 2 Personen

250 g Schweinefilet
1 EL Sesamöl
1 rote Paprikaschote
2 Lauchzwiebeln
80 g Zwiebel, rot
30 g Ingwer-Wurzel
1 EL Palmzucker
1 TL Fischsauce
2 Knoblauchzehen
4 Kaffirlimettenblätter (getrocknet)
30 g Panang-Currypaste
2 EL Sojasauce
100 ml Gemüsefond
200 ml Kokosmilch
1/4 TL Zitronengras, gemahlen

Zubereitung

Schweinefilet in Streifen schneiden und mit der Hälfte der Currypaste und der Sojasauce in einer Schüssel vermengen. Paprika waschen, putzen, entkernen und in Streifen schneiden. Zwiebel schälen und achteln. Lauchzwiebeln waschen, putzen und in ca. 2-cm große Stücke schneiden. Knoblauch und Ingwer fein würfeln.

Sesamöl in einer beschichteten erhitzen. Das Fleisch darin von allen Seiten knusprig braten. Paprikastreifen, Zwiebeln und Lauchzwiebeln und restliche Currypaste zufügen und ca. 1 Minute mitbraten. Ingwer, Knoblauch, Zitronengras, Palmzucker und Kaffirlimettenblätter zufügen.

Gemüsefond, Kokosmilch und Fischsauce zugießen und das Curry ca. 5 Minuten einkochen lassen. Nach Geschmack mit Cashewnüssen, Erdnüsssen, Koriander oder Thaibasilikum bestreuen und mit Reis servieren.

Bratkartoffel-Speck-Tarte

Sonntag, 25. November 2012

Schon fast Dezember und noch immer herrscht hier im Blog keine richtige Weihnachts- und Winterstimmung. Die diesjährige Weihnachtsbäckerei steckt im Gegensatz zum Vorjahr noch in den Kinderschuhen und kommt erst ganz langsam in die Gänge. Gekocht und gegessen wird zum Glück aber trotzdem täglich, im Moment am liebsten deftig-kräftige Gerichte und gerne auch mit Fleisch. Komisch, in drei von vier Jahreszeiten sind meine Fleisch-Gelüste eher gebremst – jetzt im Winter steigt die “Fleischeslust” doch erheblich.

Wie die Faust aufs Auge passt  da in der dunklen Jahreszeit eine kräftige Bratkartoffel-Speck-Tarte. Knusprig-braune Kartoffelwürfel, aromatischer Speck in Kombination mit einem würzigen Käse auf Blätterteig. Nichts für Kalorienfeiglinge – wobei die Kartoffelwürfel mit wenig Fett kaloriensparend im Backofen geröstet werden. Angerichtet und serviert wird die Tarte mit einem Klecks Kräuterquark und Feldsalat.

Kleiner Tipp: Gleich die doppelte Menge Kartoffelwürfel rösten, diese schmecken am nächsten Tag angemacht als Kartoffelsalat mit kleingewürfelten Zwiebeln ebenfalls vorzüglich.

Zutaten für eine Tarte (26 cm Durchmesser)

275 g Blätterteig (Kühlregal)
10 g Butter
700 g Kartoffeln, festkochend
100 g Speck, gewürfelt
2 TL Rapsöl
200 g Schmand
50 ml Sahne (oder Milch)
2 Eier
3 Knoblauchzehen (oder nach Belieben)
150 g würziger Käse
1 EL frische Tymianblättchen
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Eine Tarform (26 cm Durchmesser) mit der Butter ausstreichen und mit dem Blätterteig auskleiden. Bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Kartoffeln waschen, schälen und in ca. 1-cm-große Würfel schneiden. Die Kartoffelwürfel mit 1 TL Rapsöl vermischen und auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen. Auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze in 1 EL Rapsöl leicht anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Knoblauch pressen. Käse in kleine Würfel schneiden oder reiben. Schmand, Sahne, Eier, Käse, Knoblauch uns Thymian mit einer Gabel gründlich verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kartoffelwürfel, Speck und Schmandmasse vorsichtig in einer Schüssel vermengen. Die Kartoffelmischung gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen und ca. 30 Minuten (200 Grad) auf mittlerer Schiene backen.

Linguine mit Wirsing, Safran und Chorizo-Chips

Montag, 19. November 2012

Auf bestimmte Saison-Gemüsesorten freue ich mich jedes Jahr immer wieder ganz besonders. Wirsing und Rosenkohl zählen auch deswegen gerade in der kalten Jahreszeit zu meinen absoluten Must-Haves in der Küche bzw. auf dem Speiseplan. Bedauerlich finde ich es nur, dass mir ausgerechnet bei diesen Gemüsesorten der kapitalste aller Fehler begegnet: Der Mangel an kreativen Ideen zur Zubereitung.

Wenn aber auch gar nichts mehr hilft, führt meistens kein Weg an einem Pastagericht vorbei. Hierbei gibt es für mich ziemlich gute Gründe, warum bei einem Mangel an Ideen sofort lange (oder auch kurze) Kohlenhydrate in die Teller wandern.

Die Zutaten für ein mehr oder weniger aufwendiges aber trotzdem wohlschmeckendes Pastagericht finden sich meistens schon im heimischen Kühlschrank bzw. in der Vorratskammer. Geht immer: Pasta mit Basics wie Butter, Zitrone, Bröseln und Parmesan. Des weiteren begeistert die absolut unkomplizierte und zeitsparende Zubereitung. In nur 10-15 Minuten kann akut auftretender Hunger adäquat gestillt werden. Nicht ganz unbedeutend und deswegen auch erwähnenswert – Pasta schmeckt toll und macht satt und zufrieden. Und vielleicht (angeblich) auch glücklich?

Wirklich glücklich war ich dann – nach einer kurzen Online-Recherche und der Überprüfung der sonntäglichen Kühlschrank-Restbestände – aber erst über die Idee und Inspiration zu diesem winterlich-deftigen Pastagericht. Ein halber Kopf Wirsing, etwas Chorizo, ein letzter Schluck Sahne und Weißwein boten sich an und gaben grünes Licht für dieses herzhafte Pastagericht.

Zutaten

250 g Wirsing
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
40 g Chorizo
1 EL Olivenöl
50 ml Weißwein, trocken
70 ml Sahne
70 ml Gemüsebrühe
0,1 g Safran-Fäden
Salz
Pfeffer

200 g Linguine

Zubereitung

Ofen auf 160 Grad vorheizen.

Wirsing putzen, Strunk herausschneiden und den Kohl in fingerdicke Streifen schneiden. Knoblauch schälen und hacken. Schalotte schälen und in kleine Würfel schneiden.

Chorizo auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einem weiteren Bogen Backpapier und einem Backblech abdecken. Im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten braten.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Schalottenwürfel, Knoblauch und Wirsing darin unter Rühren 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Den Weißwein angießen und einreduzieren lassen. Sahne, Safran und Gemüsebrühe zugeben und auf die Hälfte einreduzieren lassen.

Pasta nach Packungsanweisung kochen. Abgießen, abtropfen lassen und unter den Wirsing mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Salami mit Küchenpapier abtupfen und mit der Wirsingpasta anrichten.

Wenn aber Kühlschrank & Co trotz allem mal nichts verwertbares mehr hergeben oder einfach die Zeit und Muse fehlt , darf es aber auch für eine eingefleischte Hobbyköchin mal Pasta vom heimischen Lieferdienst sein. Was wäre schließlich ein Sonntag-Abend ohne jegliche warme Mahlzeit? Praktischerweise übernehmen zahlreiche Lieferdienste zum Beispiel auch hier in der Region die schnelle Verköstigung.*

* Der obige Link führt zu einer externen Website eines Lieferanten-Dienstleisters.