Archiv für die Kategorie ‘Fleisch’

Asia-Bolognese auf Reisbandnudeln

Dienstag, 24. Januar 2012

Heute mal kurz, knapp und fotolos… Weil diese “etwas andere” Bolognese aber an Geschmack und Aroma kaum zu überbieten ist, muß das köstliche Rezept einfach mal ohne Bebilderung  für mich und die Nachwelt festgehalten werden. Aber eh egal, denn kein Foto von mir würde je diesem Gaumenknospenschmeichler gerecht werden…

PS: Schlimm ohne Foto?

Zutaten für 2 Personen:

100 g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/2 TL fein gehacktes Zitronengras
20 g Ingwer
20 g Koriandergrün
10 g Thai-Basilikum
1 EL Rapsöl
150 g Tatar (oder Rinderhackfleisch)
1 EL Tomatenmark
1/2 TL rote Currypaste
100 g passierte Tomaten
1 EL Sojasauce
1 TL Palmzucker (ersatzweise normaler Zucker)
3 Kaffirlimettenblätter, gehackt
250 ml Gemüsebrühe
50 ml Rotwein, trocken
Salz
Szechuanpfeffer
1 EL Limettensaft
1 EL Fischsauce
250 g breite Reisbandnudeln

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer sehr fein würfeln. Koriander und Thai-Basilikum grob hacken.

Öl in einem Topf erhitzen. Tatar (oder Rinderhackfleisch) darin leicht braun anbraten. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Zitronengras zugeben und kurz mitbraten. Tomatenmark und Currypaste einrühren. Mit Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Palmzucker, Tomaten, Kaffirlimettenblätter, Thai-Basilikum und die Hälfte des Korianders zugeben und die Brühe angießen. Mit Salz, Pfeffer, Sojasauce, Limettensaft und Fischsauce abschmecken und ca. 1/2  Std. leicht köcheln lassen.

Die Reisbandnudeln nach Packungsanweisung garen und in einem Sieb abtropfen lassen. Die Nudeln mit der Sauce anrichten und mit Koriander dekoriert servieren.

Quelle: Modifiziert nach Essen & Trinken 1/2012

Udon-Hühnersuppe mit Zitronengras, Ingwer und Koriander

Dienstag, 20. Dezember 2011

Suppe, die Zweite! In der frostigen Jahreszeit und so kurz vor Weihnachten entpuppen sich wärmende und würzige Suppen als wahre Lebensretter – sie sorgen für wohlige Wärme im Bauchbereich nach einem ausgedehnten Spaziergang bei Minustemperaturen. Was bei manchen vielleicht der Glühwein nicht schafft – bei dieser Hühnersuppe im Asia-Style mit Udon-Nudeln und Gewürzen wie Sternanis, Nelke und Piment wird einem garantiert warm ums winterliche Herz.

Absolut elementar bei dieser Suppe ist die Brühe mit ihrem absolut kräftig-würzigen Geschmack und den Aromen von aromatischen Ingwer, Koriander, Knoblauch, Zitronengras und der Kaffirlimettenblätter. Das saftige Hähnchenfleisch tut sein übriges – da wird eigentlich die restliche Suppeneinlage zum Nebendarsteller und lässt sich je nach Lust, Laune und Kühlschrankinhalt austauschen. Sojasprossen, Zuckerschoten, Tofuwürfel, Thai-Basilikum, Wan Tan, Morcheln, Sesam, Spinat usw. passen ebenfalls super zur kräftigen Hühnerbrühe – und macht somit jede Grippeimpfung überflüssig… ;-)

Und weil ich mittlerweile schon jeden Winter richtig zum Suppenkasper mutiere, spukt durchaus in meinem Kopf schon ansatzweise die nächste flüssige Mahlzeit umher…

Zutaten für 2 Personen:

1 Zwiebel
1 EL Sesamöl
1 5-cm-Stück Ingwer
4 Knoblauchzehen, angedrückt
1 Karotte
1 kleine Chilischote
100 ml Sojasauce, dunkel
2 Kaffirlimettenblätter
1 Stange Zitronengras, angedrückt
4 Sternanis
5 Pimentkörner
3 Nelken
1/2 TL Pfefferkörner, schwarz
1/2  Bund Koriander
1 Bio – Hähnchenbrust mit Haut (ca. 200 g)

2 Frühlingszwiebeln
200 g Udon-Nudeln (Asia-Shop)
4 Stiele Koriander

Zubereitung:

Zwiebel mit Schale halbieren. Hähnchenbrust mit kaltem Wasser abspülen und trockentupfen. Sesamöl in einem großen Topf heißwerden lassen und die Zwiebelhälften mit der Schnittfläche nach unten abraten. 600 ml Wasser angießen. Ingwer, Knoblauch, halbierte Karotte, Sojasauce, Kaffirlimettenblätter, Zitronengras, Sternanis, Piment, Nelken, Chili, Pfefferkörner, Koriander und die Hähnchenbrust ins Wasser geben. Die Suppe ca. 1 Stunde zugedeckt bei kleiner Flamme leicht köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Udonnudeln in außreichend kochendem Wasser al dente kochen, abschrecken, abseihen und beiseite stellen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.

Hähnchenbrust aus der Suppe nehmen und in mundgerechte Stücke zerteilen. Suppe durch ein Sieb gießen und zusammen mit den Hähnchenbruststücken und den Nudeln in Suppentassen oder Suppentellern anrichten. Mit den Frühlingszwiebeln bestreuen und nach Belieben mit (viel) Koriander garnieren.

Spanisches Paprikahuhn 2.0

Donnerstag, 17. November 2011

Weil Steph schon vor einiger Zeit so von Ihrem spanischen Paprikahuhn schwärmte, gabs den leckeren Vogel jetzt schon zum zweiten mal im Hause rock the kitchen! Und weils auch wieder ziemlich lecker war, möchte ich euch dieses spanische Paprikahähnchen natürlich auf keinen Fall vorenthalten.

Beim ersten Versuch habe ich mich natürlich ganz strikt ans Original-Rezept gehalten, beim zweiten Federvieh wurde dann natürlich mutigerweise etwas am kulinarischen Objekt der Begierde ”gedreht”. War das Original schon wirklich umwerfend, fand ich die Version 2.0 mit viel Knoblauch und Kräutern noch um eine klitzekleine Spur besser – aber so definiert sich wohl Geschmackssache. Faulerweise habe ich mir auch das Vorkochen der Kartoffeln gespart, die hübschen Mini-Knollen waren nach knappen 1,5 Stunden in Backofen locker gar und wunderbar weich.  

Und so ereilt mich wohl oder über das gleiche Schicksal wie Steph: Langsam aber sicher mutiert dieses spanische Paprikahuhn  für mich (als eigentlich Wenigfleischesser) schon fast zu meinem Lieblingsfleischessen…
 

Zutaten:

1 glückliches Hähnchen vom Bauernhof
600 g kleine Kartoffeln (Drillinge) 
ca. 800 g Spitzpaprika rot
3 rote Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
3 Eßlöffel Rapsöl mit Buttergeschmack 
500 ml Gemüsebrühe
1 TL Paprikapulver, edelsüß
2 TL Pimentón de la Vera, picante (scharf)
1 TL Pimentón de la Vera, dulce (mild)
3 Zweige Thymian
3 Zweige Rosmarin
2 Lorbeerblätter
Pfeffer
Meersalz

Zubereitung:

Backofen auf  180 Grad vorheizen.

Die Kartoffeln waschen und halbieren, Paprika und Zwiebel putzen und in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit 2 Knoblauchzehen, den Thymian- und Rosmarinzweigen und den Lorbeerblättern in eine aussreichend große und feuerfeste Form geben. Leicht salzen und pfeffern.

3 Knoblauchzehen pressen und zusammen mit den Gewürzen und dem Rapsöl zu einer glatten Paste verrühren, mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Das Hähnchen innen und außen waschen, trockentupfen und komplett mit der Paprikapaste einreiben.

Das marinierte Hähnchen auf das Gemüse-Kartoffelbett legen und die Gemüsebrühe vorsichtig angießen. Im vorgeheizten Backofen ca. 1 Std – 1,5 Stunden (je nach Größe) braten. Das knusprige Hähnchen aus dem Ofen nehmen und mit der Gemüse-Kartoffelmischung servieren.

Entenbrust a la Orange mit Rucola, Kapernäpfel und Pinienkernen

Dienstag, 01. November 2011

So langsam wird es mal wieder Zeit, oder? Für ne richtig ordentliche Portion Fleisch (-salat) meine ich.

Schmackhaftes Muskelfleisch dieses Mal in Form von einer in Knoblauch und Orangenschale marinierten Entenbrust. Zartrosa gegart,  mit leichten Röstaromen am Gaumen und die zarte Textur des Entenfleisches zwischen den Kauwerkzeugen – positioniert sie sich vom Mund direkt in den Olymp des Geflügels und schon fast darüber hinaus… Wunderbar.

Passend dazu natürlich der heißgeliebte Rucolasalat mit Kapernäpfel und getrockneten Tomaten, welcher durch eine aromatische Orangen-Balsamico-Vinaigrette erst richtig kickt und optimal mit der Entenbrust harmoniert. Und weils ohne einer kleinen Portion kulinarischen Widerstandes nur halb so gut schmeckt, gabs als knackiges Pendant zum zarten Geflügel noch geröstete Pinienkerne on top – für mich die perfekte Vorspeise!

Zutaten für 2 Personen:

1 Entenbrust (ca. 300 g)
1 Knoblauchzehe
1 Bio-Orange
1 Msp. Pimenton de la Vera
1/4 Bund Peterslie
1 EL Rapsöl

50 g Rucola
10 Kapernäpfel
1 EL Pinienkerne
20 g getrocknete Tomaten
1 Frühlingszwiebel
2 EL Olivenöl
1 El Aceto Balsamico
2 EL Orangensaft, frisch gepresst
1 Msp. scharfer Senf
Zucker
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Die Entenbrust kalt abwaschen und vorsichtig trockentupfen. Knoblauch schälen und pressen. Orangenschale abreiben. Petersielie waschen, trockenschütteln, fein hacken und mit Knoblauch, Orangenschale, Pimenton de la Vera und 1 EL Rapsöl verrühren. Entenbrust rundherum damit einreiben und 1 Stunde abgedeckt ruhen lassen.

Eine Pfanne auf dem Herd sehr heiß werden lassen. Entenbrust mit der Hautseite hineinlegen, Hitze auf mittlere Stufe zurückschalten und die Brust von beiden Seiten jeweils 8 Minuten braten. Salzen, Pfeffern und in Alufolie abkühlen lassen.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Rucola waschen, putzen und trockenschütteln, Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. Olivenöl, Senf, Aceto Balsamico und Orangensaft kräftig verrühren und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Abgekühlte Entenbrust in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf zwei Tellern verteilen. Rucola, Kapernäpfel und getrocknete Tomaten auf der Entenbrust verteilen. Mit der Vinaigrette beträufeln und mit Frühlingszwiebeln und Pinienkernen bestreuen.

Warme Glasnudeln mit Linsen, Tatar und gegrillter Ananas

Sonntag, 28. August 2011

Eigentlich hätte es diesen Blogbeitrag schon Anfang dieser Woche geben sollen – bei Temperaturen jenseits der 30 ° Celsius war dieser lauwarme Nudelsalat mit Abstand mein kulinarisches Highlight. Wobei ich ja diesbezüglich eher unerschrocken bin – bei 34 ° Grad köchelt die Bolognesesauce 5 Stunden am Ofen oder der Backofen läuft auf Hochtouren und belohnt mich einer leckeren Lasagne. Mit gaaaanz viel Käse natürlich… Wer so etwas nicht aushält ist selber schuld ;-)

Um jetzt nicht übermäßig vom Thema abzuscheifen – die schon fast banale  Bezeichnung “Nudelsalat” wird diesem schmackhaften Salat wohl überhaupt nicht gerecht. Die Kombination Ingwer/Knoblauch/Koriander geht ja eigentlich immer und als absoluter Linsenfan stellt sich für mich hier ja gar nicht die Frage. Die Ananas hingegen fiel zwar eigentlich nur der Resteverwertung zum Opfer, was sich aber als absolut kluger Schachzug herausstellte. Sehr empfehlenswert!

Zutaten für 2 Personen:

100 g Glasnudeln
50 g grüne Linsen
100 g Tatar
1 TL Sonnenblumenöl
1 TL gerösteter Sesam
2 EL grob gehacktes Koriandergrün
1 kleine, frische, rote Chilischote
2 Scheiben Ananas
1 EL Cashewnüsse
1 EL geriebener Ingwer
Saft von 1 Limette
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Erdnussöl
1 EL Sesamöl
1 EL Palmzucker
1 TL Tamarindenpaste
2 TL helle Sojasauce
Meersalz
Szechuanpfeffer

Zubereitung:

Linsen in kochendem Wasser ca. 25-30 Minuten kochen bis sie gar sind. In ein Sieb abgießen und bereitstellen. Die Nudeln etwa 5 Minuten in heißem Wasser einweichen. In ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.

Chilischote fein würfeln.Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und das Tatar krümelig anbraten. Chili untermischen, mit Salz und Szechuanpfeffer würzen. Pfanne beiseitestellen. 

Ananasscheiben auf dem Grill oder in der Grillpfanne kurz von beiden Seiten anbraten. In Stücke schneiden.

Für die Sauce Ingwer, Limettensaft, Knoblauch, Erdnußöl, Sesamöl, Palmzucker, Sesam, Tamarindenpaste und Sojasauce gründlich vermischen.

Linsen, Glasnudeln, die Hälfte der Annanasstücke, Koriander und Sauce zum Fleisch in die Pfanne geben und behutsam mischen. Die Pfanne für für einige Sekunden auf den Herd stellen, um die Zutaten kurz zu erwärmen.

Die Glasnudeln portionsweise aufteilen und mit Cashewnüssen, restlichen Ananasstücken und Koriander anrichten und servieren. 

 

Stifado

Freitag, 29. Juli 2011

Ein Schmorgericht im Juli? Passend zum regnerisch-miesen Wetter ist man fast verdammt dazu sich anhaltende Linderung in Form von winterlichen-herbstlichen Schmor- gerichten  zu verschaffen. Innerlich durch die Erwärmung der Magengegend und äußerlich durch den stetigen Anstieg der Küchentemperatur dank des 3-stündigen Schmorvorganges. Außerdem sorgen Zimt, Nelken, Piment und Co. für die nötige olfaktorische Wahrnehmung – quasi basale Stimulation durch die entsprechende Nahrungsaufnahme. Wer braucht da noch 30 Grad im Schatten oder gar eine Heizung?

In meiner nicht ganz authentischen, aber dafür höchst persönlichen und erprobten Variante des griechischen Klassikers spielen Gewürze die größte Rolle. Sie geben diesem herrlich würzigen und schmackhaften Ragout den nötigen Kick und das herrlich aromatische Aroma. Das Fleisch punktet mit einer köstlichen-zarten und zahnschonenden Textur – bei 3 Stunden Schmorzeit auch kein Wunder, oder?

Als Wein habe ich einen Cabernet Sauvignon verwendet – zum einen wegen seines angenehm-fruchtigen Aromas und  zum anderen wegen seiner tiefroten Farbe. Dazu gab es in Knoblauch-Tomatensauce geschmorte grüne Bohnen und Salz- kartoffeln.

Zutaten für 4 Portionen:

1 kg Rinderhüfte
100 g geräucherter Speck
350 g Zwiebeln
150 g Möhren
4 Knoblauchzehen
3 El Rapsöl
3 EL Tomatenmark
2 EL Mehl
1 Flasche trockener Rotwein (750 ml)
600 ml Gemüsefond
1 EL Rotweinessig
abgeriebene Schale und Saft einer Bio-Orange
3 Lorbeerblätter
5 Nelken
2 Zimtstangen
3 Wacholderbeeren
5 Pimentbeeren
5 Stiele Thymian
2 Stiele Rosmarin
15 Stück Kalamata-Oliven
Salz
Peffer
Zucker

Zubereitung:

Rindfleisch in ca. 3 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln, Knoblauch und Möhren schälen und fein würfeln. Die Schwarte vom Speck abschneiden und den Speck in ca. 1 cm große Stücke schneiden.

Speck in einem großen Schmortopf auslassen. Rapsöl zugeben und das Rindfleisch darin portionsweise anbraten. Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Zwiebeln und Knoblauch im Bratfett glasig dünsten. Möhren zugeben und kurz anrösten. Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten. Das Fleisch wieder in den Topf geben und mit Mehl bestäuben. Kurz anrösten und mit dem Rotwein ablöschen. Wein auf die Hälfte einkochen lassen. Rinderfond zugießen und die Gewürze,Kräuter, Orangenschale und Orangensaft zugeben. Bei mittlerer Hitze zugedeckt ca.  3 Stunden schmoren lassen.

Fleisch aus dem Topf nehmen und die Sauce durch ein feines Sieb gießen. Sauce nach Bedarf einkochen und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Fleisch und Oliven in den Topf geben und in der Sauce erhitzen.

Und weil das Gericht auch noch super zum diesemonatigen Blog-Event von Zorra und Alex passt – also ran an den Speck!

Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)

Kartoffel-Senf-Gratin mit fränkischen Bratwürsten

Mittwoch, 25. Mai 2011

Entgegen starken Protesten des männlichen Teils des Haushaltes stelle ich die fränkischen Bratwürste dezent in den Hintergrund und präsentiere euch zu meiner Freude das Kartoffel-Senf-Gratin. Wobei sich hier auch gleich der Vorteil des Gerichts präsentiert da Hauptkomponente und Beilage je nach Vorliebe und Geschlecht  untereinander austauschbar sind. Also für die Frau Kartoffelgratin mit  Bratwurst oder gar Gratin pur, für den Herrn viel Bratwurst mit Kartoffelgratin… Aber egal, ihr wißt sicher was ich meine!

Absolut toll bei einem Kartoffelgratin: Der französische Klassi- ker ist äußerst variabel und kann je nach Belieben und Geschmack abgeändert werden. So ist bei mir Knoblauch ein absolutes Muß, dagenen verzichte ich aber gerne auf Sahne pur  - was sich geschmacklich auf jeden Fall nicht negativ auswirkt. In meiner heutigen Version muß passend zu den Bratwürsten ein Hauch von Senf  ans Gratin, dieser verleiht der ganzen Sache die notwendige Würze und befriedigt vorzüglich meine Senf-Sucht. ;-)

Hierbei fiel mir mal wieder auf wie genial vielfältig und kom- binationsfähig ein Kartoffelgratin überhaupt ist. Nur als vegetarische Hauptspeise in Kombination mit Salat oder aber als ebenbürtige Beilage zu einem Rinderfiletsteak. Was sind eure Lieblingskombinationen mit Kartoffelgratin?

Zutaten für 4 Personen:

750 g mehligkochende Kartoffeln
150 g Schlagsahne (30 %)
200 ml Milch (1,5 %)
1 Knoblauchzehe
10 g Butter
1 TL Senfmehl
1 TL Dijon-Senf
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

fränkische Bratwürste nach Belieben

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Knoblauchzehe schälen und pressen. Kartoffel waschen schälen und in dünne Scheiben hobeln. Sahne, Milch, Senfmehl , Senf und Knoblauch miteinander verrühren.

Eine feuerfeste Form mit der Butter dünn auspinseln. Kartoffelscheiben flächerförmig einschichten, jede Schicht salzen, pfeffern und mit wenig Muskatnuss bestreuen. Sahnemischung vorsichtig angießen und im vorgeheizten Backofen ca. 45-50 Minuten garen bis die Kartoffeln weich und gebräunt sind.

Bratwürste grillen und zum Kartoffelgratin servieren.

Spanischer Eiersalat mit Chorizo, Serrano- schinken und Pimenton de la vera-Majonnaise

Samstag, 14. Mai 2011

Wir brauchen Eier! Und weil es dieses Mal schon ganz dringend ist und der Cholesterinspiegel eh schon fast im Keller ist: Sofort. Anstatt gekocht, gespiegelt, gebraten, gerührt oder geschüttelt, gibt es dieses Mal gesunden Salat - also Eiersalat! ;-)  Immer gerne genommen, immer gerne gegessen und trotz selbst- gemachter Mayonnaise ganz fix zubereitet. Nur mal so zur Info: Majonnaise im Glas ist für mich absolut inakzeptabel – schmeckt überhaupt nicht und ist kein Vergleich zu einer selbst hergestellten. Also lieber seltener genießen, dafür aber richtig.

Um jetzt aber nicht ganz vom Thema abzuschweifen – normaler Eiersalat wurde diesem tollen einfach Tag nicht gerecht. Deswegen plädierte ich dieses Mal uneingeschränkt und ohne große Bedenken für die die spanische Eiersalat-Variante. Oliven, Kapern, Chorizo und Serranoschinken versetzen mich – man mags kaum glauben – schon fast in Urlaubsstimmung.  Die Mayo mit Pimenton de la vera gibt dem Salat einen Hauch von Spanien mit einer leicht rauchigen Note.

Zutaten für 4 Personen:

6 Eier
30 g  kleine Kapern
50  g schwarze Oliven ohne Stein
50 g Cornichons
100 g Chorizo
50 g Serranoschinken
2 EL Vollmilchjoghurt
1 EL grober Senf
3 EL Sherry-Essig
Salz
Pfeffer

2 Eigelb
1 EL Senf
1 EL Limettensaft
150 ml Rapsöl
1/2  TL Pimenton de la vera
1/2 Knoblauchzehe, gepresst
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Eier hart kochen, abkühlen lassen, pellen und in Würfel schnei- den. Oliven und Cornichons in Scheiben schneiden. Chorizo und Serranoschinken fein würfelig schneiden.

Für die Majonnaise Eigelb, Senf, Limettensaft, Knoblauch, Rapsöl und Pimenton de la vera in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürrierstab zu einer geschmeidigen Mayonnaise mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eier, Kapern, Oliven, Cornichons, Chorizo, Serranoschinken, Senf, Sherryessig, Joghurt und  Majonnaise in eine Schüssel geben und alle Zutaten gründlich miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen – Fertig!

Ingwer-Poularde mit Feigen und Zitronengras

Dienstag, 26. April 2011

Schon im letzten Jahr habe ich dieses tolle Poularden-Rezept entdeck. Trotz Liebe auf den ersten Blick ist es – dank meiner manchmal etwas chaotischen Zeitschriftenverwaltung  – sträf- licherweise in Vergessenheit geraten. Glücklicherweise erblickte es vor einigen Tagen durch Zufall wieder das Licht der Welt und rettete somit aufs Vorzüglichste das Mittagessen bzw. den knurrenden Magen.

Der Knaller bei diesem Rezept ist unumstritten der frische Ingwer, welcher fein gerieben unter Hühnchens Haut geschoben wird. Nicht zu sprechen vom Zitronengras, welches von der Bauchhöhle aus sein tolles, zitroniges Aroma ans zarte Fleisch weitergibt. Außerdem harmoniert der Bratenfond mit Pflau- menwein wunderbar mit den geschmorten Feigen.

So, zuviel gelobt? Eigentlich bin ich ja kein besonders großer Freund von Geflügelfleisch, aber bei diesem wirklich tollen Gericht mache ich mal eine riesengroße Ausnahme: So einen Vogel gibt es irgendwann wieder.  Und für alle die es jetzt immer noch nicht glauben: Nachmachen! 

Zutaten für 4 Personen:

1 Poularde (ca. 1,3 kg)
120 g frische Ingwerwurzel
4 Stiele Zitronengras
1 EL weiche Butter
3 Gemüsezwiebeln
2 rote Peperoni
150 ml Pflaumenwein
250 ml Geflügelfond
2 EL brauner Rohrzucker
50 g magerer Räucherspeck
4 frische Feigen
1/2 Bund Koriander
3 EL Honig
Sojasauce
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Ingwer schälen, fein reiben und mit 1 EL weicher Butter und etwas Salz und Pfeffer mischen. Die Poulade innen und außen abwaschen , trockentupfen und innen salzen. Die Haut der Poularde mit den Fingern vorsichtig vom Fleisch lösen. Die Ingwerbutter unter der Haut verteilen und von außen glatt streichen.

Die Zitronengrashalme einzeln lösen und in die Bauchhöhle stopfen. Die Poularde mit Küchengarn in Form binden und in eine außreichend breite Form legen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Zwiebeln schälen und in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Peperoni längs halbieren und entkernen. Beides zur Poularde geben. Pflaumenwein und Geflügelfond angießen. Alles salzen und die Zwiebelm mit 1 EL braunen Zucker bestreuen. Das Huhn auf der untersten Leiste im Ofen 70 Minuten braten.

Den Räucherspeck in feine Würfel schneiden und die Feigen längs halbieren. Koriandergrün grob zupfen und beiseitestellen.

Nach 40 Minuten Garzeit die Speckwürfel über das Gemüse streuen. Etwa 5 EL Braten fond mit 1 EL braunem Zucker und Honig verrühren und die Poulade damit alle 5 Minuten bestreichen. Nach 60 Minuten Garzeit 2 EL Sojasauce zum Bratenfond gießen, Feigenhälften dazugeben unrd weitere 10 Minuten garen.

Die Poularde aus dem Ofen nehmen, Küchengarn entfernen, das Huhn mit Koriandergrün garnieren und mit Jasmin- oder Basmatireis servieren.

Quelle: Stern Gourmet Nr. 1/2010 Herbst & Winter

Ragù alla Bolognese – mal anders…

Samstag, 16. April 2011

Heute mal zur Abwechslung einen richtig leckernen Klassiker: Spaghetti Bolognese. Aber keine Panik, ganz so traditionell bleibt es dann doch nicht. Wie bei den meisten Koch-, Küchen- oder Tischklassikern gibt es hier warscheinlich Hunderte von ”Original”-Rezepten, Tausende von Abwandlungen, Hun- derttausende von Empfehlungen und Millionen von Geheimtips… Stop.

Deswegen ist es allerhöchste Zeit für ein Rock the kitchen!-Version. Ohne Tomaten, dafür mit würzigem Paprikamark, leichter Zimtnote und einem dezenten Rauchgeschmack. Schuld daran ist dieses Mal nicht angebranntes Fleisch, sondern Pimenton de la Vera, ein wunderbares, geräuchertes Paprikapulver aus der Region la Vera in Spanien. Mal anders…

Zutaten für 2 Personen:

100 g Rinderhackfleisch
100 g Tatar
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
50 g Karotten
50 g Stangensellerie
2 EL Olivenöl
2 EL Paprikamark 
150 ml Rotwein
200 ml Gemüsebrühe
1 Tl Pimenton de la Vera
1/2 Zimtstange
1/2 TL Orangenabrieb
1 Zweig Oregano
1 Zweig Thymian
1 Lorbeerblatt
Salz
Pfeffer

250 g Vollkornspaghetti
Parmesan

Zubereitung:

Schalotten, Knoblauch, Karotten und Stangensellerie in sehr feine Würfel schneiden. Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen, Rinderhack und Tatar bei mittlerer Hitze anbraten. Gemüse zugeben und kurz mitbraten. Zum Schluß das Paprikamark unterziehen und ebenfalls kurz anrösten. Mit Rotwein ablöschen und leicht einkochen lassen.

Das Ragù mit der Gemüsebrühe aufgießen. Pimenton de la Vera, Orangenabrieb, Zimtstange, Oregano, Thymian und Lorbeerblatt zugeben und die Sauce mindestens 2 Stunden ohne Deckel leise köcheln lassen.

Kräuterzweige und Zimtstange entfernen, das Ragù nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Mit den gekochten Teigwaren anrichten und nach Belieben mit Parmesan bestreuen.

Weinblättertarte

Samstag, 26. März 2011

Gestern war es wieder so: ein unvermittelt auftretendes Hungergefühl und schlagartig auftretende Gelüste auf Weinblätter. In Anbetracht der Tatsache daß es sich hier um einen schwer zu vereinbarenden Sachverhalt handelt, wer rollt schon liebevoll kleine Röllchen, wenn der Blutzucker schon fast im Keller aufschlägt? Ich mit Sicherheit nicht.  

Die Lösung? Ein einziges, großes “Weinblatt” gegen den akuten Nahrungs- und Zeitmangel! Alles in eine Form und ab in den Ofen. Diese Zeit ist allerdings auch bei größtem Hunger zwingend notwendig, in rohem Zustand ist die Weinblättertarte bestimmt weniger genießbar. Wer aber diese 45 Minuten geduldig ausharrt und/oder sinnvoll für die Zubereitung eines dazu passenden Tzazikis nutzt, wird mit mit einem wohlschmeckenden Gericht belohnt.  Mahlzeit!

Zutaten für 4 Personen:

100 g Weinblätter
500 g Rinderhackfleisch
150 g Reis
1 EL Olivenöl
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 Ei
1/2 Bund  Minze
1 Zitrone
1 TL Pinienkerne
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Reis nach Packungsanweisung kochen und abkühlen lassen. Schalotte würfeln, Knoblauch pressen, Minzblätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Zitrone auspressen. 

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Rinderhack, Reis, Schalottenwürfel, Knoblauch, Ei und Minze in einer Schüssel zu einen Fleischteig verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Eine Springform (22 cm) mit Olivenöl auspinseln. Die Form so mit Weinblättern auslegen daß diese über den Rand der Form hinausschauen. Die Fleischmasse gleichmäßig in die Form auf die Weinblätter drücken. Zitronensaft darübergießen und mit den restlichen Weinblättern belegen. Die Form mit Alufolie abdecken und für ca. 45 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben.

Mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen und evtl. mit Zitronenscheiben garnieren. In Stücke schneiden und mit Tzaziki und Fladenbrot servieren.

Wiener Schnitzel in neuen Gewändern

Mittwoch, 09. März 2011

Passend zum Beginn der Fastenzeit gibt es ein Gericht das eigentlich eher selten auf dem Speiseplan im Hause rock the kitchen! steht. Wiener Schnitzel! Hier und heute gab es aber den Klassiker der österreichischen und auch deutschen  Küche quasi in neuen Gewändern, mit einer knusprigen Pistazien- und Pinienkernpanade.

Absolut wichtig bei einem guten Schnitzel ist neben der Fleischqualität natürlich die Panade. Dünn, knusprig und wellig soll sie sein. Die Zubereitung ist – wenn man einige wichtige Schritte befolgt – denkbar einfach. Wer versucht ein Schnitzel mit wenig Fett “fettarm” zuzubereiten ist hier bei der Zubereitung auf dem falschen Weg. Wirklich knusprig wird es erst wenn es schwimmend in der  Pfanne  im Fett ausgebacken wird. Also vielleicht nicht so oft, aber dafür richtig genießen…

Dazu? Obligatorisch meiner Meinung natürlich der gute, alte Kartoffelsalat, aber auch Bratkartoffeln oder selbstgemachte Pommes sind als Beilage zu einem Schnitzel nicht zu verachten. Ich entschied mich passenderweise für eine Kartoffel-Rucola-Salat.

Zutaten für 2 Personen:

4 kleine Kalbsschnitzel á 100 g
20 g Pinienkerne
20 g Pistazienkerne
50 g Semmelbrösel
2 Eier
30 g Mehl
Salz
Pfeffer
Öl oder Butterschmalz zum Braten

Zubereitung:

Pinienkerne und Pistazienkerne jeweils getrennt in einer beschichteten Pfanne ohner Fett leicht goldbraun rösten. Abkühlen lassen. Die abgekühlten Kerne reiben oder mit einem schweren Messer so fein wie möglich hacken.

Schnitzel waschen, trockentupfen und zwischen zwei Klarsichtfolien mit der flachen Seite des Fleischklopfers dünn ausklopfen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Verquirlte Eier und Mehl jeweils in einen tiefen Teller geben. Gemahlene Pinien- und Pistazienkerne jeweils mit 25 g Semmelbrösel vermischen und ebenfalls in tiefe Teller geben.

Soviel Öl oder Butterschmalz in einer hohen Pfanne auf ca. 170 Grad erhitzen, dass die Schnitzel schwimmend ausgebacken werden können.

Schnitzel ins Mehl legen, andrücken und abklopfen. Durch die verquirlten Eier ziehen, dann durch die Pistazien- oder Pinienkernbröselmischung. Leicht aber nicht zu fest andrücken. Dann sofort ab ins heiße Öl oder Butterschmalz. Dabei die Pfanne immer leicht hin und her bewegen. Die Schnitzel von beiden Seiten goldgelb ausbacken. nicht zu dunkel werden lassen! Sobald die Schnitzel auf beiden Seiten die optimale Farbe haben, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.