Archiv für die Kategorie ‘Favoriten 2012’

Maroni-Kuchen mit Schokolade und Nougat

Donnerstag, 06. Dezember 2012

Also erstmal ein ganz dickes Dankeschön an Paule, bei der ich diesen leckeren, einfachen und doch etwas außergewöhnlichen Kuchen gefunden habe. Entdeckt hat Paule diesen Maronikuchen wiederum bei Claudia von fool for food, ihr super Rezept hat sie und mich gleichermaßen sofort begeistert!

Etwas außergewöhnlich deswegen, weil dieser saftige, aromatische und überaus nussige Kuchen eine fast schon cremige Konsistenz besitzt – fast dessertähnlich. Dieses hat der Kuchen dem ungesüßten Maronipüree und dem fehlenden Mehl zu verdanken – am besten also lauwarm und mit einer Kugel Vanilleeis genießen!

Das Rezept von Paule habe ich leicht abgeändert, indem ich geröstete Haselnüsse verwendet habe und zusätzlich etwas Brandy als “Geschmacksverstärker” in den Teig gegeben habe. Außerdem habe ich einen Teil der Schokolade gezwungenermaßen durch Nougat ersetzt, was mir aber sehr gut gemundet hat und super mit den gerösteten Haselnüssen harmonierte. Ein wirklich toller und nachbauenswerter Kuchen!

Zutaten (Springform, 18 cm Durchmesser)

3 Eier (M), getrennt
120 g Puderzucker, gesiebt
200 Maronenpüree, natur
40 g Nougat
100 g Butter, flüssig
150 g gemahlene, geröstete Haselnüsse
50 g Schokolade, grob gehackt (72 % Kakao)
1 Prise Salz
2 EL Brandy

Zubereitung 

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (18 cm) mit Backpapier auslegen.

Eigelb und Puderzucker mit dem Handrührgerät 2 Minuten lang cremig-weiss aufschlagen. Maronenpüree und flüssige Butter unterrühren.

Geröstete und gemahlene Haselnüsse, gehackte Schokolade, Brandy und das gehackte Nougat mit einem Teigschaber unterrühren.

Eiweiß steif schlagen und unter die Maronenmasse heben. Den Teig in die Backform füllen, glatt streichen und ca. 45 Minuten backen. Den fertig gebackenen Kuchen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, anschließend aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Kartoffel-Galette mit Zwiebeln

Sonntag, 11. November 2012

Bei Petra von Chili und Ciabatta gabs die Tage wunderbare gekräuterte Annakartoffeln aus der Muffinform. Noch begeisterter war ich aber von der größeren Variante – einer Kartoffel-Galette mit Zwiebeln.

Vor lauter Begeisterung und Ungeduld wanderte die Galette etwas abgewandelt ca. drei Stunden später auch schon in den Ofen und machte sich, auch dank dem Kümmel, hervorragend als Begleitung zu Kohlrouladen. Wobei ich mir die Galette auch sehr gut mit verschiedensten Kräutern wie z.B. Thymian und Rosmarin oder/und mehr Knoblauch vorstellen kann. Also: Die nächste Galette kommt bestimmt, dann aber in Kombination mit einem saftigen Steak – ich freue mich schon drauf!

Zutaten für 6 Portionen

1 kg Kartoffeln, festkochend
30 g Butter, weich
1 große Zwiebel
Kümmel nach Geschmack
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Den Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Kartoffeln waschen und mit Schale in dünne Scheiben hobeln (1 mm). Zwiebel schälen, halbieren und ebenfalls in dünne Streifen hobeln. Die weiche Butter mit Kümmel, Salz und Pfeffer sorgfältig mit den Kartoffelscheiben und den Zwiebeln vermischen.

Den Ring einer Springform (28 cm Durchmesser) in die Mitte des Backblechs setzen und die Kartoffelscheiben gleichmässig in die Form schichten. Den Ring vorsichtig abziehen und die Galette ca. 45 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Evtl. in den letzten 3 inuten den Backofengrill zuschalten – so wird die Galette knusprig-braun.

Kürbis-Cake Pops

Sonntag, 21. Oktober 2012

Tja, was soll ich sagen? Wie meine ersten Cake Pops sind auch diese das Resultat einer mißglückten Backaktion. Auf dem Programm stand eigentlich eine opulente Kürbistorte mit gebackenem und püriertem Kürbisfruchtfleisch im Teig, einer Schokoladen-Ganache und einem Frosting aus Frischkäse und gesalzenem Karamell.

Dank meiner Ungeduld und einer fehlenden zweiten, identischen Backform wurde der Kuchenteig nicht in zwei Durchgängen gebacken, sondern in einem einzigen “zeitsparendem” Backgang. Eine wirklich unbeschreiblich innovative und ausgeklügelte  Idee von mir. Die Freude war aber nicht von Dauer, der Innovativitätspreis wurde mir natürlich beim Durchschneiden des orangen Tortenbodens sofort wieder aberkannt. Der Teig war im Kern nicht ganz durchgebacken und daher für den Kuchen unbrauchbar. Desaströs!

Nicht dass ich hier einem Trend hinterherlaufe, aber in der Not frisst der Teufel doch sogar Cake Pops, oder? Und der Kuchen am Stiel war sogar noch ziemlich lecker. Die Gewürze im Teig machten sich unheimlich gut in Kombination mit dem leichten Kürbisgeschmack des Teiges und der knackigen Hülle aus weißer Schokolade und gerösteten Kürbiskernen. Rettung geglückt!

Zutaten für ca. 20 Cake Pops

3 Eier
65 g Zucker
je 1 Msp. Salz, Ingwer, Nelken, Muskat
1/2 TL Zimt
15 ml neutrales Öl
300 g Kürbispüree
45 ml Milch
225 g Mehl
1/2 TL Backpulver

150 g Doppelrahmfrischkäse
70 g Butter
2-3 EL Puderzucker (nach Geschmack)
100 g weiße Kuchenglasur
gemahlene Kürbiskerne
Eis- oder Lolliestiele

Zubereitung

Backofen auf 175 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen. Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen.

Eier, Zucker und Gewürze mit den Quirlen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Öl zufügen und kurz weiterschlagen. Nacheinander Kürbispüree und Milch kurz unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und zügig mit einem Kochlöffel unter den Teig heben. Teig in eine vorbereitete Springform füllen und bei 175 Grad ca. 40 Minuten backen. Vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Den erkalteten Kuchen in eine Schüssel bröseln. Doppelrahmfrischkäse, Butter und Puderzucker verrühren. Die Frischkäsemasse mit Hilfe eines Kochlöffels gleichmäßig mit den Teigbröseln verrühren, bzw. kurz mit den Händen unterkneten. Mit einem Löffel (ungefähr) eine walnußgroße Portion abstechen und mit den Händen zu einer Kugel formen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. Die Teigkugeln ca. 2-3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Kuchenglasur nach Packungsanweisung erhitzen. Jeweils einen Stiel kurz in die Glasur tauchen, kurz abkühlen lassen und bis zur Hälfte in eine Teigkugel stecken. Die Kugel vollständig in die Kuvertüre tauchen und überschüssige Glasur abtropfen lassen. Anschließen die Cake Pops gleichmäßig mit geriebenen Kürbiskernen bestreuen und trocknen lassen  - Fertig!

Anmerkung: Die Menge der zu verwendenden Frischkäsemasse kann je nach Beschaffenheit des Teiges etwas variieren. Wir der Teig nach dem Backen und Abkühlen sofort verwendet und ist noch feuchter, ist unter Umständen etwas weniger Frosting nötig. Verarbeitet ihr den Teig erst am nächsten Tag, ist eventuell etwas mehr Frosting nötig. Im Zweifelsfall einfach mit weniger Frosting beginnen und nach und nach noch etwas mehr zufügen.

 

Straccetti mit Kapern und Pinienkernen

Dienstag, 16. Oktober 2012

In meiner Eigenschaft als Liebhaber der italienischen Küche unterscheide ich mich wahrscheinlich nicht recht von vielen anderen. Gerade die Auswahl der Vorspeisen wie Carpaccio, Vitello Tonnato & Co haben es mir besonders angetan, leider bereite ich diese Vorspeisen aber selbst nur sehr selten zu – und dann auch nur zu besonderen Gelegenheiten. Eigentlich schade.

Momentan eines meiner allerliebsten Kochbücher in der Küche ist: Cucina Italiana – Kochkurs für Genießer. In diesem tollen Kochbuch habe ich auch das Rezept für Straccetti entdeckt. Straccetti ist ein unkompliziertes, schnelles und typisch römisches Gericht, bei welchem hauchdünne Rindfleischscheiben kurz aber scharf angebraten werden. Das “Zerreißen” des hauchdünn geschnittenen, bzw geklopften Fleisches ist gewollt (stracciare = reißen) und schmeckt mir mit einer Kapern-Pinienkern-Vinaigrette, Rucola und Parmesan hervorragend als Vorspeise.

Der Phantasie sind natürlich wieder einmal keine Grenzen gesetzt – wer möchte gibt der Vinaigrette wie im Original-Rezept Peperoncino  und Sultaninen hinzu oder löscht das Fleisch ganz stilecht noch mit etwas Weißwein ab. Ein weiteres tolles Straccetti-Rezept findet ihr hier bei Jutta. Buon appetito!

Zutaten für 2 Personen (Vorspeise)

1 TL Pinienkerne
1 TL Kapern
1/ Knoblauchzehe, gepresst
3 EL Olivenöl
1 EL Limettensaft
1 EL Balsamicoessig
160 g Rinderfilet
30 g Rucola
20 g Parmesan
Meersalz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung

Für die Vinaigrette die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne rösten. Pinienkerne, 2 EL Olivenöl, Limettensaft, Kapern, Knoblauch und Balsamico in einer Schüssel gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Rinderfilet in 8 dünne Scheiben schneiden und diese vorsichtig mit dem Fleischklopfer flach klopfen (ähnlich wie Carpaccio). Die Filetscheiben mit Salz und Pfeffer würzen.

1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen  und die Filetscheiben bei starker Hitze kurz und scharf anbraten. Die Fleischscheiben zusammen mit dem Rucola auf einem Teller anrichten. Mit der Vinaigrette beträufeln und mit Parmesan überhobeln.

 

 

Salsiccia-Burger mit Pancetta, Parmesan, Balsamico-Zwiebeln und Basilikum-Mayo

Donnerstag, 06. September 2012

Puhhh, wohl das längste und zeitaufwendigste Rezept seit es rock the kitchen! gibt… Und ausgerechnet für ein Gericht, das im Fast-Food-Restaurant mal locker in Sekunden über die Theke und anschließend in die Kehle wandert.

Der kleine aber feine Unterschied zur Massen-Burger-Abfertigung: Hier ist alles selbstgemacht, vom Burger-Brötchen über die Fleisch-Patties, bis hin zu den Balsamico-Zwiebeln. Sogar Mayo, Ketchup und Fritten sind nicht aus Flaschen oder der Tüte – an meinen Burger lass ich quasi fast nur Handgemachtes. Es braucht zwar etwas Zeit, aber das Ergebnis überzeugt wirklich. Der Unterschied ist natürlich – wie so oft – absolut gravierend. Währen bei den allseits bekannten Burger-Buden nach dem “Genuß” (?) eines doch eintönigen, schwer im Magen liegenden und optisch wenig ansprechenden Burgers ein komisch-fader Nachgeschmack am Gaumen klebt, erfreut dieser hier einfach nur die Geschmacksknospen.

Das Burger-Buns Rezept von Moey´s Kitchen hat mich zum Glück zu diesem Burger inspiriert, ebenso wie die hammermäßigen Burger-Kreationen der fetten Kuh. Klickt euch unbedingt bei Gelegenheit durch die abwechslungsreiche Galerie , lasst euch auf alle Fälle inspirieren und schwelgt im 7. Burger-Himmel!

Zutaten für 4 Burger

für die Burger-Brötchen
300 g Mehl
125 ml Milch
65 ml Wasser
25 g Butter
10 g Zucker
1/2 TL Salz
1 Ei (S)
12 g frische Hefe
etwas Milch zum Bestreichen
Sesam nach Belieben

für die Salsiccia-Rindfleisch-Patties
250 g Rinderhackfleisch
150 g Tatar
250 g Salsiccia mit Fenchel
1 Msp. gemahlener Fenchel
Rapsöl
Salz
Pfeffer

für die Balsamico-Zwiebeln
2 rote Zwiebeln
1 TL Rapsöl
1/2 TL Zucker
5 EL Balsamicoessig

für die Basilikum-Mayo
100 ml Sonnenblumenöl
1 Ei (S)
1/2 TL Senf
1 EL Zitronensaft
10 g Basilikumblätter
Salz
Pfeffer

außerdem
100 g Zucchini, in Scheiben
80 g Pancetta, angebraten
70 g Parmesan, gehobelt
Ketchup, nach Belieben
25 g Rucola
40 g Radiccio

für die Pommes
500 g Kartoffeln, festkochend
3 EL Rapsöl
Salz

Zubereitung

Für die Burger-Brötchen die Milch etwas erwärmen. Butter darin schmelzen lassen. Zucker zugeben. Hefe in die warme Milch bröseln und verrühren. Mehl, Ei und Salz in eine Schüssel geben. Hefe-Milch und Wasser zugeben und alles zu einem geschmeidigen und glatten Teig verkneten. Teig in vier Teile teilen und jeweils zu einer runden Kugel formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit dem Handballen gleichmäßig flach drücken, bis die Teiglinge eine Höhe von ca. 2 cm haben. Mit einem Geschirrtuch abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.  Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Brötchen nach Belieben mit etwas Milch bestreichen, mit Sesam bestreuen und ca. 15-20 Minuten auf mittlerer Einschubleiste goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Für die Mayo alle Zutaten in einen hohen Rührbecher füllen. Mit dem Mixstab pürieren, dabei den Mixstab ganz langsam nach oben ziehen bis die Mayo cremig ist. Falls sie noch zu flüssig ist, einfach einen Schluck Milch untermixen. Bis zur weiteren Verarbeitung kühl stellen.

Alle Zutaten für die Salsiccia-Rindfleisch-Patties mit den Händen zu einem gleichmäßigen Fleischteig verkneten. Mit angefeuchteten Händen 4 Fleischpatties in der Größe der Burger formen und im Kühlschrank 15-20 Minuten ruhen lassen.

Die roten Zwiebeln schälen, und achteln. Das Rapsöl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln in ca. 2 Minuten rundum anbraten. Zucker über die Zwiebeln streuen, mit Balsamicoessig ablöschen und 1 Minute bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Zur Seite stellen.

Für die Pommes die Kartoffeln schälen, in dicke Streifen (ca 1,5 cm) schneiden. In eine Schüssel geben, mit dem Öl beträufeln und kräftig durchmischen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 35 Minuten knusprig backen.

Nun wieder zum Burger: In einer großen, beschichteten Pfanne den Pancetta kross anbraten. Zucchini-Scheiben im Pancetta-Fett ebenfalls hellbraun anbraten.Warm halten.

Auf dem Grill (alternativ Grillpfanne) die Burger-Patties von jeder Seite 2 Minuten goldbraun braten.

Die Burger-Brötchen halbieren und ebenfalls mit der Schnittfläche nach unten kurz auf den Grillrost legen, bis sie ein hellbraunes Grillmuster aufweisen. Die Brötchen-Innenseiten mit der Basilikum-Majo bestreichen. Das Unterteil mit Radiccioblättern und Rucola belegen. Anschließend einen Fleisch-Pattie auf den Salat setzen. Darauf einen Klecks Ketchup, den Pancetta, Parmesan, die Balsamico-Zwiebeln und die Zucchinischeiben geben. Zum Schluß den Brötchen-Deckel aufsetzen. Den Burger zusammen mit den selbstgemachten Fritten und reichlich Ketchup servieren.

Mohnpesto

Dienstag, 14. August 2012

Nein, auf dem Bild handelt es sich garantiert nicht um Kaviar, Überreste vom letzten Schornsteinfegerbesuch oder etwa dem neuesten In-Frozen-Daquiri. Knapp daneben! Auf der Suche nach neuen Pestovarianten ist mir aus den Tiefen des Vorratsschrankes zum Glück noch ein einsames Päckchen mit gemahlenem Mohn in die Hände gefallen. Überzeugendes Fazit: Mohnpesto!

Ein etwas anderes Mohnpesto habe ich schon vor kurzem mit wahrlich großer Begeisterung bei Heike und Bushcooks kitchen bewundert. Eher süß mit Honig und Chili macht es sich hervorragend zu Ziegenfrischkäse und einem fruchtig-pfeffrigem Chutney. Mein Mohnpesto dagegen sollte aber eher perfekt mit Pasta und Gnocchi harmonieren, aus diesem Grund habe ich mich für die eher herkömmliche und altbewärte Variante mit Parmesan, Pinienkernen, Knoblauch usw. entschieden. Die Optik lässt etwas zu wünschen übrig, aber der nussige Geschmack hat mich trotzdem überzeugt.

Mein Mohnpesto widme ich auch einzig und alleine Melanie und Zorra, die sich in diesem Monat beide auf die Suche nach neuen Mohn-Rezepten begeben. Viel Erfolg dabei!

P.S: Eine süße Mohnpesto-Variante wurde noch nicht getestet, steht aber schon fest auf der To-Cook-Liste und passt bestimmt sehr gut zu Waffeln, Pfannkuchen, Desserts oder einfach nur zu frischem Brot. Hhm…, gemahlener Mohn, Pistazien, Pistazienöl, etwas Marzipan und ein kleiner Schuss Tonkabohnengeist… Was denkt Ihr?

Zutaten für ein Glas (ca. 200 ml)

80 g Mohn, gemahlen
1/2 Knoblauchzehe
40 g Parmesan
1 kleine Chilischote
1 EL Pinienkerne
60 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Pinienkerne ohne Fett in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Mit den restlichen Zutaten im Blender zu einer cremigen, aber nicht zu feinen Masse verarbeiten. Mohnpesto in ein sauberes und verschließbares Glas füllen, kühl aufbewahren und innerhalb von 2 Wochen aufbrauchen.

Edit: Das Mohnpesto passt farblich hervorragend zum Cookbook of Colors – als letzte Farbe wünscht Uwe  sich im Dezember schwarze Rezepte.

Inside-out Sushi mit Avocado, Parmaschinken und getrockneten Tomaten

Donnerstag, 26. Juli 2012

Endlich ist es mal wieder soweit: Sushi-Time! Wenn das Quecksilber steigt und das Thermometer Temperaturen jenseits der 25 Grad präsentiert, ist die Lust auf Sushi schier ungebremst – als figurfreundliche und kühle Alternative zu ausgedehnten Grillabenden.Wer sich jetzt da noch über das Wetter beschwert…

Damit sich auch für daheimgebliebene Stiefel-Fans hoffentlich das entsprechendes Urlaubsfeeling einstellt, wandern die Reisröllchen zur Abwechslung ungehindert mit Parmaschinken, getrockneten Tomaten und Avocado in den Mund. Klingt komisch? Auf keinen Fall! Eigentlich schmeckt mir ja fast jede Art von Sushi, egal ob mit rohem Fisch, vegetarisch oder auch mit Fleisch. Definitiv hat aber die südeuropäische Sushi-Variante mit den üblichen Verdächtigen wie Sojasauce, Ingwer und Wasabi für meinen Gaumen schon fast das Zeug zum fulminanten und kontinentübergreifenden Geschmackserlebnis. Zur Freude natürlich auch für alle Verweigerer von (rohem) Fisch.

Zutaten für 2 Personen

200 g Sushireis
200 ml Wasser
4 EL japanischer Reisessig
5 g Salz
12 g  Zucker

100 g Parmaschinken
1 kleine Avocado, reif, in Streifen
70 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
Noriblätter
gerösteter Sesam

Zubereitung

Reisessig mit Salz und Zucker leicht erwärmen, beides vollständig auflösen lassen. Abkühlen lassen.

Sushireis waschen bis das Wasser klar ist. In einen Topf geben und bei mittlerer Hitze mit geschlossenenm Deckel zum Kochen bringen. 10 Minuten köcheln lassen. 15 Minuten auf der noch heißen Platte quellen lassen.

Fertigen Reis mit der Essig-Zubereitung übergießen und vorsichtig mischen, dabei nicht zu viel rühren. Lauwarm abkühlen lassen.

Eine Bambusmatte mit Klarsichtfolie belegen. Ein Noriblatt halbieren und mit der glatten, glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen.

Mit angefeuchteten Händen eine Handvoll Reis auf das Noriblatt legen. Mit den Fingern, den Reis verteilen und leicht andrücken. Oben einen 1 cm breiten Streifen frei lassen. Etwas Sesam gleichmäßig auf den Reis streuen.

Das Noriblatt mit Reis vorsichtig aber mit Schwung wenden – die Reisschicht liegt jetzt auf der Bambusmatte. Avocadostreifen, getrocknete Tomaten und Parmaschinken dicht an dicht in die Mitte des Noriblattes geben. Die Bambusmatte mit beiden Daumen anheben, dabei die Füllung festhalten. Langsam und mit leichtem Druck die Bambusmatte aufrollen

Die Sushirolle mit einem angefeuchtetem Messer in 6 gleichgroße Stücke schneiden, dabei das Messer zwischendurch immer wieder mit einem angefeuchtetem Tuch abwischen und neu befeuchten. Auf einem Teller anrichten und nach Belieben mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer servieren.

Triple Pistachio Cupcakes

Dienstag, 17. Juli 2012

Astrid, kannst Du Dich noch an Valentinas Kochbuchtest erinnern? “3 Leserinnen kochen je 3 Rezepte” aus einem vom Verlag zur Verfügung gestellten Back-/Kochbuch und rezensieren dann das gute Werk auf Valentinas Kochbuch. Zwei dieser Damen waren wir und bei dem Buch handelte es sich (natürlich) um ein quitschebuntes Cupcake-Backbuch. Die Aufgabe wurde natürlich von Dir, wie gewohnt, humorvoll und absolut mit Bravour gemeistert. Und da  ja die Herstellung jeglichen süßen Backwerks im Alltag nicht unbedingt zu Deinen bevorzugten Aktivitäten gehört, gibt es dann eben von mir und nur für Dich – Cupcakes! Keine Angst, zum 3-Jährigen Blog-Jubiläum dürfen es schon ruhig mal etwas mehr (Kalorien) sein, ich hoffe die Gewichtszunahme übersteigt beim Betrachten des Bildes nicht die 3-Kilo-Marke…

Du magst Pistazien auch in Süßem? Aber nicht in einfacher oder zweifacher Ausführung, sondern natürlich zum Blog-Geburtstag passend, dreifach. Dreimal Pistazie im Boden plus dreimal Pistazie im Frosting. Jeweils gemahlen, gemust und gepresst als Öl – mehr geht wohl definitiv nicht. Denn alle guten Dinge sind drei – auf die nächsten Drei!

Zutaten für 12 Stück

180 g Butter, weich
4 EL Pistazienöl
1 EL Pistazienmus
100 g Zucker
Mark einer Vanilleschote
2 Eier (M)
60 ml Eierlikör
160 g Mehl
60 g Pistazien, ungesalzen und gerieben
1 TL Backpulver
12 Muffinsförmchen aus Papier

300 g Frischkäse
100 g Butter
50 g Puderzucker
3 EL Pistazienmus
1 EL Pistazienöl
2 EL Pistazien, gerieben

Zubereitung

Backofen auf 180 ° Grad vorheizen. Muffinsförmchen in die Mulden des Muffinsblechs setzen.

Butter, Pistazienöl, Pistazienmus, Zucker und Vanillemark mit dem Rührgerät ca. 5 Minuten cremig schlagen. Anschließend hintereinander Eier und Eierlikör zugeben und unterrühren. Mehl, Backpulver und geriebene Pistazienkerne in einer Schüssel vermischen. Die Mehl-Pistazienmischung vorsichtig mit einem Kochlöffel unter die Buttermischung heben.

Den Teig gleichmäßig in die vorbereiteten Papierförmchen füllen und auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 20-25 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Für die Creme Frischkäse, Butter, Puderzucker, Pistazienmus, Pistazienöl und 1 EL geriebene Pistazien mit dem Rührgerät cremig schlagen. Die Pistazienmasse ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Anschließend mit einem Eiskugelbereiter jeweils eine “Kugel” auf die abgekühlten Muffins setzen. MIt den restlichen geriebenen Pistazien bestreuen und genießen.

Oreo-Nougat-Cupcakes

Freitag, 01. Juni 2012

Lang gabs nichts Süßes mehr auf Rock the kitchen! Dieser Umstand muß sich also schnellstens ändern –  grüner Spargel in sämtlichen Variationen schmeckt zwar super, macht auf Dauer dann aber auch nicht glücklich ;-)

Prüfungsstress und den daraus resultierenden spontanen Gelüsten nach Süßkram jeglicher Art habe ich diese wohlschmeckende und nervenberuhigende Gesamtkomposition zu verdanken. Die Kekse alleine hätten mit Sicherheit den gleichen Zweck erfüllt, aber etwas Ablenkung und Entspannung in Form von Rühren, Backen, Dekorieren und ESSEN braucht die gestresste Frau einfach zwischen lernen, lernen und… lernen. Nach erfolgreichem Verzehr des (der) Törtchen(s) erfreut sich der verjüngte Geist für eine gewisse Zeit und ist zum Glück bereit zur weiteren Wissensverinnerlichung.

Wie gut, dass die Oreo-Nougat-Cupcakes wirklich fix zubereitet sind. Das geduldstrapazierende Aufbringen der Nougat-Frischkäsecreme per Spritzbeutel mit  Sterntülle  habe ich mir dieses mal zeitsparend verkniffen – mit dem Eiskugelportionierer eine Kugel auf den ausgekühlten Boden, Keks drauf, fertig, lecker! Lecker fand ihn übrigens sogar mein Freund, der im wahren Leben kein wirklicher Freund von Cupcakes ist. Das Frosting ansonsten zu süß, zu buttrig, zu bunt, überhaupt ist alles Mädchenkram und der Blutdruck steigt beim hoffentlich unerkannten und zwangweisen Betreten eines Cupcakes-Shops kurzfristig in schwindelerregende Höhen.

Zum Glück plagen mich solch “männliche”  Probleme überhaupt nicht. Richtig essbar ist für mich aber ein Cupcake auch erst, wenn der Belag nicht nur aus einer dicken Puderzuckerkruste oder aus purer Butter daherkommt. In diesem Fall besteht das Häubchen aus Frischkäse, Kakao und Nougat, dezent gesüßt. Perfekt für meinen Geschmack, die Kombination harmoniert auch hervorragend mit dem lockeren und saftigen Oreokeks-Rührteig.

Zutaten für 12 Cupcakes

150 g Butter
150 g Zucker
1 Prise Salz
3 Eier (M)
Mark einer Vanilleschote
2-3 EL Milch
250 g Mehl
1 TL Backpulver
8 Oreo-Kekse, zerbröselt

400 g Doppelrahmfrischkäse
150 g Puderzucker
1 EL Kakao
100 g Nougat, stichfest
6 Oreo-Kekse, halbiert

Zubereitung

12 Papierbackförmchen in die Mulden eines Muffinsblechs setzen. Backofen auf 180 Grad (Ober- /Unterhitze) vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillemark und Salz mit dem Schneebesen des Rührgeräts 4-5 Minuten cremig rühren. Eier jeweils einzeln unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und zusammen mit der Milch kurz unterrühren. Kekse unterheben. Teig auf die Förmchen verteilen und im Ofen ca. 20-25 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Puderzucker, Kakao und Doppelrahmfrischkäse mit dem Rührgerät cremig rühren. Nussnougat unterrühren. Mit einem Eiskugelbereiter jeweils eine Kugel vorsichtig auf die vollständig ausgekühlten Muffins setzen. Mit einem halben Oreo-Keks dekorieren. Mind. 3 Stunden durchkühlen lassen – Fertig!


Florentiner Muffins

Mittwoch, 11. April 2012

Ich habs getan. Ebenso wie Paule und Alex. Nichts und niemand auf dieser Welt konnte mich davon abhalten, diese Spinat-Ricotta-Muffins von Cynthia Barcomi zu backen und anschließend sofort mit dem größten Genuss zu verspeisen. Der kleine Unterschied: Paule und Alex waren mutiger, im Gegensatz zu ihnen habe ich mich ausnahmsweise mal ganz genau an das Rezept aus der “Lecker – Bakery N° 1″ gehalten. Wobei deren Version mit getrockneten Tomaten, Chili und Feta ebenfalls sehr verlockend klingt.

Und damit die Kreativität nicht allzu überstrapaziert wird, gabs zu den Florentiner Muffins ganz einfach einen Rucola-Babyspinat-Salat mit dem wirklich tollen Walnussdressing in Bioqualität von Emils. Eigentlich bin ich ja prinzipiell in der heimischen Küche überhaupt kein Freund von jeglicher Fertig- bzw. Convenience-Kost, aber bei den tollen Dres- sing/Topping/Dip/Sauce der Jungs aus Stuttgart drücke ich sehr gerne mal sämtliche Augen zu. Null Zusatzstoffe, ohne Zuckerzusatz und unpasteurisiert – aber trotzdem ohne Kühlung haltbar. Diverse mysteriöse Zutaten sucht man vergebens, dafür spricht der Geschmack ganz alleine für sich – garantiert wie selbstgemacht! Da greif ich doch sehr gerne mal gelegentlich zur Flasche…

Zutaten für 12 Stück

150 g TK-Blattspinat
50 g Parmesan
3 EL Pinienkerne
4 EL (3-4 Stiele) Basilikum
1 TL italienische Kräuter
250 g cremiger Ricotta
60 g + 5 g Butter
200 ml Milch
2 Eier (M)
280 g Mehl (Typ 1050)
3 TL Backpulver
2 EL Zucker
1/2 TL Salz

Zubereitung

Den gefrorenen Spinat auftauen lassen und gut abtropfen lassen. Parmesan reiben. Pinienkerne ohne Fett rösten. Basilikum waschen, trocken schütteln und fein hacken.

Backofen vorheizen (E-Herd: 190 °C). Eine 12er-Muffinform ausbuttern. 60 g Butter zerlassen. Mit einem Schneebesen heiße Butter, Milch und Eier miteinander verschlagen. In einer zweiten Rührschüssel Mehl, Backpulver, Zucker und Salz vermischen. Mit einem Gummispachtel oder Holzlöffel die flüssigen Zutaten in die Mehlmischung geben und nur so lange rühren, bis sich beide Mischungen so gerade eben verbunden haben.

Vorsichtig Ricotta, Nüsse, Spinat und alle Kräuter unterheben. Nicht übermäßig rühren! Den Teig gleichmäßig in die Muffinform verteilen. Im heißen Ofen ca. 18-20 Minuten backen. Die Muffins 10 Minuten in ihrer Form ruhen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Schoko-Blaubeer-Pancakes mit Ahornsirup

Sonntag, 04. März 2012

Wenn manchmal Sonntagmorgen gähnende Lehre im Brotkasten herrscht und auch der Gang zum Bäcker doch noch sehr schwer fällt…  Die Lösung? Nach einem mutigen Blick in den Kühlschrank steigt die Laune, dank der Aussicht auf leckere Pancakes, in schwindelerregende Höhen. Das sonntägliche Frühstück ist gerettet!

Richtig gut schmecken die schokoladig-beerigen Pancakes natürlich, wenn sie ganz stilecht und wohldosiert (Achtung, sehr süß!) mit Ahornsirup begossen werden. Falls  jemand morgens vor einer extra Extraportion Cholesterin nicht zurückschreckt, darf dazu natürlich auch noch ordentlich Butter reichen. Für meinen Fall begnüge mich heute mal mit der cholesterinärmeren Variante.

Ein weiteres probates Mittel zur Geschmackssteigerung und meine absolute Geheimwaffe in Süßspeisen aller Art ist: Tonkabohne. In diesen Frühstückspfannkuchen ist dieser “Geschmacksbooster” zwar nicht zwingend notwendig, aber irgendwie und irgendwann muß das tolle ”Gewürz” ja wieder unter die Leute. Wer sich nicht wie ich als Tonkabohnen-Messie outen kann oder will, verwendet einfach Vanillemark als adäquaten Ersatz.

Zutaten für 2 Personen:

100 g Dinkelvollkornmehl
50 g Weizenmehl (Typ 405)
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
2 TL Kakao
2 Eier (M)
1 Prise Salz
250 ml Milch (1,5 % Fett)
45 g Zucker
1/4 Tonkabohne, gerieben (oder Mark einer Vanilleschote)
100 g Blaubeeren
2 EL Rapsöl für die Pfanne
Ahornsirup

Zubereitung:

Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Den Zucker einrieseln lassen und das Eiweiß weiter zu einer cremigen Masse schlagen. Blaubeeren waschen und beiseite stellen.

Eigelb, Milch, Mehl, Backpulver, Natron, Kakao und Tonkabohne (oder Vanillemark) mit dem Rührgerät gründlich verrühren. Eischnee vorsichtig mit einem Kochlöffel unter den Teig heben.

Eine  beschichtete Pfanne sparsam mit Öl auspinseln und erhitzen. Den Teig hineingeben und evtl. mit einem Löffel glatt streichen. Die Panecakes bei mittlerer Hitze backen bis die Oberseite Blasen bildet und sie an der Unterseite eine goldbraune Farbe bekommen. Einige Blaubeeren auf den Pancakes verteilen und leicht andrücken. Pancakes wenden. Wenn sie von beiden Seiten goldbraun sind, die Pancakes aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Die fertigen Pancakes aufeinanderstapeln und mit Ahornsirup und Blaubeeren servieren.

 

Kabeljau-Sauerampfer-Strudel auf cremigem Riesling-Speck-Kraut

Sonntag, 08. Januar 2012

Nach der ganzen Weihnachts- und Urlaubsvöllerei starte ich das Jahr auf keinen Fall mit einer eingeschränkten Kalorienzufuhr. Der Körper hat sich über Tage und Wochen mühsam an die gesteigerte Nährstoffzufuhr gewöhnt und jetzt soll alles apprupt im neuen Jahr ein Ende haben? Nicht mit mir und nicht heute und hier.

Und weil Speck und Kraut an sich schon eine leckere Kombination sind, potenziert sich der Geschmack (und Kalorien) mit Creme Double und reichlich Alkohol gleich nochmal. Diese köstliche Kreation ist übrigens ein Weltenbummlerrezept, denn es ist österreichischen Ursprungs, wurde in der New York Times gedruckt,  mir in Schottland von zwei Deutschen kredenzt und von meiner Wenigkeit  mit kleinen Abänderungen sofort mit Begeisterung nachgekocht. An diese Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön in Richtung der Insel!

Schneeweißer Fisch, cremeweißes Kraut, elfenbeinweißer Filoteig und Weißwein in einer samtweiße Sauce auf strahlend-weißen Tellern – das alle klingt nach einer (fast) perfekten Abstimmung für den Blogevent von Uwe. Leider hat sich der grüne Sauerampfer zwecks Dekoration etwas frech und vorlaut  in den Vordergrund gedrängt, was aber dem hellen Gesammt- erscheinungsbild hoffentlich keinen Abbruch tut. Uwe, einfach mal ein Auge zudrücken und großzügig drüber hinwegsehen!

 

 

Zutaten für 2 Personen:

300 g Sauerkraut (frisch oder Dose)
1 kleine, weiße Zwiebel
1 EL Rapsöl
1 kleine Kartoffel (ca. 80 g)
50 g geräucherter Speck
200 ml Gemüsebrühe oder Wasser
2 Lorbeerblätter
5 Pfefferkörner
3 Wacholderbeeren
1 Prise gemahlener Kümmel
1 EL Zitronensaft
200 ml Riesling
50 ml Noilly Prat
1 Becher Creme Double (120 g)
250 g Bio-Kabeljaufilet, in 4 gleichgroßen Stücken
4 Blätter Filoteig (35 x 35 cm)
40 g Butter, flüssig
24 kleine Blätter Sauerampfer
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Das Kraut in reichlich kaltem Wasser ca. 2 Std. wässern damit es den saueren Geschmack etwas verliert. Das Kraut anschließend abgießen und gut ausdrücken.

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und im Rapsöl glasig dünsten. Speck, Sauerkraut, Gemüsebrühe oder Wasser und Gewürze zugeben und das Kraut ca. 45 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen. Bei Bedarf noch etwas Brühe oder Wasser zugeben. Die Kartoffel fein reiben. Kartoffel unterrühren, Riesling und Noilly Prat angießen und das Kraut weitere 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluß Zitronensaft und Creme Double einrühren und das Kraut mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Eine Filoteigblatt auf ein feuchtes Geschirrtuch legen und dünn mit flüssiger Butter bepinseln. Das 2. Filoteigblatt exakt darauflegen und ebenfalls dünn mit Butter bepinseln. Die letzten beiden Blätter ebenfalls darauflegen und immer wieder dünn mit Butter bepinseln. Das Quadrat in jeweils gleichgroße Teile vierteln. Auf  jedes Teigquadrat mittig 1 Stück Fisch setzen, salzen, pfeffern und mit den Sauerampferblättern belegen. Die Teigseiten links und rechts einschlagen und den Fisch von unten nach oben einrollen. Die Fischpäckchen nochmals dünn mit Butter bestreichen und ca. 10 Minuten bei 200 Grad im Ofen goldbraun backen.

Das Sauerkraut erwärmen und durch ein Sieb gießen. Die Sauce auffangen und je nach Bedarf nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Belieben evtl. mit Stärkemehl binden. Die Kabeljau-Strudel mit der Sauce und dem Sauerkraut in tiefen Tellern anrichten und servieren.