Archiv für August 2012

Schoko-Walnuss-Tarte

Freitag, 31. August 2012

Endlich ist es soweit: Eine Riesenportion herbe und cremige Schokolade mit Walnuss-Schwips trifft auf knackig, (wal-) nussigen Tarteboden. Dank meiner neuen Tarteform mit herausnehmbahren Glasboden (sehr praktisch!) macht das Tartebacken jetzt auch definitiv viel mehr Spaß.

Schon lange habe ich heimlich mit Schokotarte-Rezepten geflirtet und mir vorgestellt wie es so mit uns zusammen wäre. Mit tropfendem Zahn betrachtete ich diese unheimlich gutaussehenden Schnittchen auf Bildern und stellte mir vor wie wohl die zartschmelzende und bittersüße Schokoladenmousse meinem Gaumen schmeichelt. Und wisst Ihr was? Es schmeckt wirklich noch viel schokoladiger, als ich es mir immer vorgestellt habe, Brownies sind dagegen der reinste Kindergeburtstag.

Dass ich endlich in den schokoladigen Genuss dieser Tarte kommen durfte, habe ich eigentlich nur dem aktuellen Blog-Event von Zorra zu verdanken – gesucht werden in diesem Monat Rezepte mit Walnüssen. Der erste Walnuss-Versuch ging dummerweise natürlich gründlich in die Hose, mein Walnuss-Pflaumen-Kuchen a la Tarte Tatin schmeckte wirklich vorzüglich, die Optik war aber mehr als katastrophal. Etwas ansehnlicher als der misslungene Kuchen präsentiert sich zum Glück der 2. Versuch:

Zutaten

130 g Mehl (Typ 1050)
80 g Walnüsse, fein gemahlen
60 g Puderzucker
1 Eigelb (M)
120 g Butter, kalt

300 g Zartbitterschokolade
400 ml Sahne
50 g Butter
Mark einer Vanilleschote
60 g Zucker (Muskovado)
1 Ei (M)
1 Eiweiß (M, vom Mürbeteig übrig)
2 EL Walnussgeist
50 g Zartbitterkuvertüre oder dunkle Kuchenglasur

Zubereitung

Für den Mürbeteigboden Mehl, Walnüsse, Puderzucker, Eigelb und Butter mit den Händen rasch zu einem geschmeidig-glatt Teig kneten. Den Teig in Frischhaltefolie schlagen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Zartbitterschokolade in Stücke brechen. Schokolade, Butter, Zucker und Sahne in einem kleinen Topf bei geringer Hitze langsam schmelzen lassen. Zwischendurch immer wieder mit einem Schneebesen umrühren. Etwas abkühlen lassen (ca. 20 Minuten)

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Tarteform (28 cm) mit etwas Butter ausstreichen und kühl stellen. Den gekühlten Mürbeteig zwischen bemehlter Klarsichtfolie ausrollen und mit Hilfe des Nudelholzes in die Tarteform “befördern”. Den Teig andrücken und überstehende Ränder abschneiden. Den Teigboden mehrmals mit der Gabel einstechen. Bis zur weiteren Verarbeitung kühl stellen.

Vollei, Eiweiß, Vanillemark und Walnussgeist mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Die Eimasse gleichmäßig unter die Schokoladenmasse heben. Füllung auf den Mürbeteigboden in die Form gießen und auf der mittleren Schiene des Backofens ca. 45 Minuten backen. Tarte in der Form abkühlen lassen.

Tarte aus der Form lösen. Kuvertüre bzw. Kuchenglasur nach Packungsanweisung schmelzen lassen. Dünn auf die abgekühlte Tarte streichen. Die Glasur fest werden lassen und die Tarte genießen!

Gefüllte Paprikaschoten, nach italienischer Art

Montag, 27. August 2012

Wer gelegentlich auch bei Facebook mitliest, hat sicher schon bemerkt, dass gefüllte Paprikaschoten bei mir im Moment hoch im Kurs stehen. Dieses gemüsige Gericht bietet einfach im Moment eine wunderbare Gelegenheit größere Mengen an Gemüse aus dem Garten in einem Gericht sehr schmackhaft zu vereinen. Langweilig?

Nein! Denn genau aus diesem Grund gibt es hier die gefüllten Paprikaschoten mit kleinen, aber abwechslungsreichen und länderspezifischen Abwandlungen. Die griechische Variante mit Fetakäse, und einem Hauch von Zimt und Nelken – schon mal nicht von schlechten Eltern. Besser gemundet haben mir aber auf alle Fälle die italienisch angehauchten Schoten, die sich mit Sardellen, Kapern und Parmesan sehr würzig präsentieren.

Aber natürlich nicht ganz ohne Beilage. Wir genossen das gefüllte Nachtschattengewächs ganz einfach leicht abgekühlt mit Rucola-Radicchio-Salat, Baguette und Rotwein. Kling fast ein kleines bißchen nach Urlaub, oder? Und so lange die Paprika-Saison uns reife und wohlgeformte Früchtchen beschert, geht die Reise bestimmt noch in ein weiteres Land. Ich denke da vor allem an die Aromen von Chorizo, Datteln, Pimenton de la vera und Pimentos – see you in Spain!

Zutaten für 5 gefüllte Paprika

600 g Tomaten
1 Zwiebel (120 g)
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
2 Chilischoten
200 ml Rotwein, trocken
1/2 TL Rosmarinnadeln
1/2 TL Thymianblätter
6 Salbeiblätter
2 Lorbeerblätter
1/2 TL Zucker
1 TL Kapern
1 EL Oliven, schwarz
3 gegrillte Artischockenherzen, geviertelt
5 Peperoni, grün
Salz
Pfeffer

250 g Tatar
5 rote Spitzpaprika
1 weiße Zwiebel (ca. 80 g)
1 TL Olivenöl
1 Zucchini (ca. 200 g)
2 Knoblauchzehen
6 Sardellenfilets in Öl, abgetropft
1 EL Kapern
50 g Parmesan, frisch gerieben
1 EL Vollkornsemmelbrösel
1 Ei (M)
Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Für die Tomatensauce Zwiebel fein würfeln, Knoblauch pressen, Chilis entkernen und würfeln, Tomaten putzen und vierteln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebelwürfel in heißem Öl kurz anschwitzen, Knoblauch und Tomaten zugeben. Mit Rotwein ablöschen. Rosmarin, Thymian, Salbei, Lorbeer und Zucker zugeben. Die Tomatensauce mit Deckel ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Füllung die Zwiebelschälen, würfeln und in 1 TL Olivenöl glasig dünsten. Paprikaschoten waschen. Knapp unter dem Stielansatz einen Deckel abschneiden, Kerne entfernen. Zucchini waschen, entkernen und auf einer Reibe grob raspeln. Knoblauch pressen. Sardellen fein würfeln.

Tatar, angedünstete Zwiebelwürfel, Zucchiniraspel, Knoblauch, Sardellen, Kapern, Parmesan, Semmelbrösel, Ei, Paprikapulver, Salz und Pfeffer mit den Händen zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Die Paprikaschoten mit der Tatar-Masse füllen und mit dem Paprikadeckel “schließen”.

Lobeerblätter aus der Tomatensauce nehmen und die Sauce mit dem Mixstab fein pürieren und anschließend in eine Auflaufform gießen. Die gefüllten Paprika in die Sauce legen. Oliven, Kapern, Artischockenviertel und Peperoni zwischen den Paprikaschoten verteilen. Ca. 45 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen und genießen.

Tomatenketchup, selbstgemacht

Samstag, 25. August 2012

Bis vor kurzem interessierte mich der rote Kindertraum alias Tomatenketchup so gut wie überhaupt nicht. Ketchup wanderte auch nur sehr selten und auf ausdrücklichen Wunsch des Freundes in den Einkaufskorb. Als Kind war das natürlich gaaanz anders, ich liebte Tomatenketchup auf (Spirelli-) Nudeln über alles. Natürlich auch sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die sich immer trotz “Ich-will-nur Nudeln-mit-Ketchup” sehr viel Mühe mit “richtigem” Essen gemacht hat.

Mittlerweile ist aber schon lange alles wieder vergeben und vergessen, bis Lena von Coconut & Vanilla mich wieder mit einem wirklich tollen Rezept für Tomatenketchup quasi “überrumpelt” hat. Bei soviel Lobhuldigung von Lena  und vielen saftigen Tomaten aus dem Garten konnte ich einfach nicht anders, homemade Tomatenketchup musste her! Das Ergebnis: Lena hat auf keinen Fall übertrieben, das Ketchup ist trotz kleiner Abänderungen meinerseits absolut fruchtig-tomatig, weniger süß als Supermarkt-Ware und gepaart mit der leichten, aber sehr angenehmen Säure – so stell ich mir einfach das perfekte Tomatenketchup vor. Vielen Dank Lena!

Und weil Uwe im August für sein Cookbook of Colors rote, und der Gärtnerblog tomatige Rezepte sucht, tanze ich mit meinem Tomatenketchup mal auf zwei Hochzeiten bzw. Blog-Events gleichzeitig. Ausnahmsweise.

Zutaten für ca. 500 ml

1 kg reife und aromatische Tomaten
4 cm-Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen, gehackt
25 Pfefferkörner, schwarz
4 Lorbeerblätter
4 Nelken
4 Pimentkörner
1/2 kleinen Knollensellerie, geschält
1 Zwiebel, gehackt
2 rote Chilischoten, gehackt
1/2 TL Currypulver
1 EL Tomatenmark
6 EL Rohrohrzucker
200 ml Tomatenessig (alternativ Weißweinessig)
1 TL Meersalz

Zubereitung

Die Tomaten kreuzweise einschneiden und in einer großen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen. Die vollständig mit Wasser bedeckten Tomaten 1 Minuten ziehen lassen. Die Tomaten abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und häuten. Anschließend vierteln und den Strunk entfernen. Die Tomaten in einen großen breiten Topf geben.

Ingwer mit Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, Nelken und Piment in einen Teefilter geben und zubinden.

Sellerie in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und zusammen mit dem Gewürzsäckchen, Zwiebel, Knoblauch, Currypulver, Rohrohrzucker, Essig, Tomatenmark, Salz und Chilischoten zu den Tomaten geben. Den Inhalt unter Rühren kurz aufkochen lassen. Bei kleiner bis mittlerer Hitze mit Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Sellerie und Gewürzsäckchen entfernen. Tomatensauce mit dem Pürierstab gründlich durchmixen. Das Tomatenmus durch ein feines Sieb passieren, darauf achten dass keine Kerne mehr die Sauce “verunreinigen”.

Die Sauce in den ausgespülten Topf gießen und bei mittlerer Hitze ohne Deckel einkochen lassen, bis eine sämige Ketchupkonsistenz erreicht ist. Dieser Schritt dauert je nach Topfgröße und Hitze ca. 30-60 Minuten, dabei immer wieder das Ketchup mit einem Spatel vom Topfboden “schaben”. Das Ketchup ist fertig, wenn es nicht mehr vom Spatel läuft, sonder dickflüssig tropft.

Das Ketchup in eine sterilisierte Flasche (500 ml, oder 2 x 250 ml) füllen und gut verschließen. Das Ketchup ist ungeöffnet und dunkel gelagert ca. 1 Jahr haltbar. Geöffnet bitte kühl lagern und alsbald aufbrauchen.

Noch eine kleine Anmerkung: Glutenfrei ist das Ketchup wirklich nur, wenn auch das verwendete Currypulver kein Gluten bzw. keine Spuren von Gluten enthält. Fertigen Gewürzmischungen ist Gluten oft als Hilfsstoff (Trennmittel, Trägerstoff etc.) zugesetzt, diese müssen aber auf der Verpackung deklariert werden. Lest also vorsorglich immer die Zutatenliste aufmerksam durch und verwendet im Zweifelsfall das Currypulver nicht für das Ketchup.

 

Tagliatelle mit Radicchio-Pancetta-Sauce und Safran

Dienstag, 21. August 2012

Selbstgemachter, frischer Pasta bin ich ja schon länger hoffnungslos verfallen, der Geschmack ist im Vergleich zu herkömmlicher, getrockneter Pasta einfach unschlagbar. Abgesehen natürlich vom Geschmack und der Vorfreude auf leckere Pasta, hat das wiederholte Durchwalzen der einzelnen Teigbahnen für mich schon fast eine entspannende Wirkung. Quasi Soulfood².

Diese Pasta bzw. diese Teigvariante ist meine bis jetzt allerliebste. Zum ersten mal habe ich für helle Pasta anstatt normalem 405er Mehl Weizendunst verwendent, was der Pasta einen angenehm kernigen Biss verleiht. Auch dadurch, dass dieser Teig mit viel Eigelb und wenig Eiweiß auskommt, quellen die Tagliatelle beim Kochen etwas weniger auf und bleiben dadurch ebenfalls wunderbar bissfest. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass verkochte Pasta mein absolut persönlicher Horror ist?

Aber lange Rede, kurzer Sinn – die wirklich obligatorische und ausführliche Pastateig-Enzyklopädie  gibt es eh nicht bei mir, sondern bei Robert von Lamiacucina. Er muß es ja auch schließlich wissen, den mehrere Pasta-Kurse und jahrelange Nudel-Erfahrung können auf keinen Fall lügen. Ach ja und wer bunt bevorzugt – hier entlang!

Weil aber ein Tagliatelle-Rezept alleine dann doch schon etwas wenig ist, gibt es unten noch meinen momentanen Saucen-Liebling. Das Mohnpesto war zwar schon der Hit, aber diese Radicchio-Pancetta-Sauce mit Safran ist einfach himmlisch. Zwar ohne Foto aber dafür garantiert mehrmals geprüft und für absolut empfehlenswert befunden. Buon Appetito!

Zutaten für 4 Personen

300 Weizendunst
1 Vollei (M)
4 Eigelb (M)

Zubereitung

Weizendunst mit dem Vollei und den Eigelben mit den Händen auf der Arbeitsplatte zu einem glatten Teig verkneten. In Folie verpackt mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Den Teig in zwei Portionen teilen. Die Teigportion mit dem Nudelholz der Länge nach auf ca. 1 cm ausrollen. Anschließend die Teigbahn 4-5 mal durch die Nudelmaschine drehen, dabei den Walzenabstand bis zur gewünschten Nudelstärke immer feiner einstellen – bei mir war es Stufe 4 (von 9). Im Anschluß die Teigbahnen mit dem Messer auf gewünschte Länge kürzen (bei mir ca. 30 cm) und durch den Tagliatelle-Aufsatz der Maschine walzen. Die frischen Tagliatelle bis zum Verbrauch auf einem Nudelständer (oder Kleiderbügeln!) trocknen lassen.

Die Pasta in reichlich und gut gesalzenem, siedenden Wasser ca. 2 Minuten gar ziehen lassen. In ein Sieb abgießen und zur Sauce geben.

Radicchio-Pancetta-Sauce und Safran (4 Personen)

100 g Pancetta
1 TL Olivenöl
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
120 ml Weißwein, trocken
30 ml Noilly Prat
120 ml Geflügelfond
100 ml Sahne
0,1 g Safran gemahlen
1 EL Petersilie, gehackt
1 kleiner Kopf Radicchio (ca. 150 g)
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Pancetta in dünne Streifen schneiden. Schalotte und Knoblauch schälen und möglichst fein würfeln. Radicchio putzen und in Streifen schneiden.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pancetta-Streifen etwas anbraten. Schalotten- und Knoblauchwürfel zugeben und kurz mitbraten. Anschließend Weißwein und Noilly Prat angießen und ca. 1 Minute bei mittlerer Hitze leicht einkochen lassen. Geflügelfond, Sahne, Safran und Petersilie zugeben und weitere 30 Sekunden leicht weiterköcheln lassen. Zum Schluß den Radicchio in die Sauce geben, die Sauce nochmals erhitzen. Pasta in die Sauce geben, umrühren, portionieren, servieren und – genießen!

 

Mohnpesto

Dienstag, 14. August 2012

Nein, auf dem Bild handelt es sich garantiert nicht um Kaviar, Überreste vom letzten Schornsteinfegerbesuch oder etwa dem neuesten In-Frozen-Daquiri. Knapp daneben! Auf der Suche nach neuen Pestovarianten ist mir aus den Tiefen des Vorratsschrankes zum Glück noch ein einsames Päckchen mit gemahlenem Mohn in die Hände gefallen. Überzeugendes Fazit: Mohnpesto!

Ein etwas anderes Mohnpesto habe ich schon vor kurzem mit wahrlich großer Begeisterung bei Heike und Bushcooks kitchen bewundert. Eher süß mit Honig und Chili macht es sich hervorragend zu Ziegenfrischkäse und einem fruchtig-pfeffrigem Chutney. Mein Mohnpesto dagegen sollte aber eher perfekt mit Pasta und Gnocchi harmonieren, aus diesem Grund habe ich mich für die eher herkömmliche und altbewärte Variante mit Parmesan, Pinienkernen, Knoblauch usw. entschieden. Die Optik lässt etwas zu wünschen übrig, aber der nussige Geschmack hat mich trotzdem überzeugt.

Mein Mohnpesto widme ich auch einzig und alleine Melanie und Zorra, die sich in diesem Monat beide auf die Suche nach neuen Mohn-Rezepten begeben. Viel Erfolg dabei!

P.S: Eine süße Mohnpesto-Variante wurde noch nicht getestet, steht aber schon fest auf der To-Cook-Liste und passt bestimmt sehr gut zu Waffeln, Pfannkuchen, Desserts oder einfach nur zu frischem Brot. Hhm…, gemahlener Mohn, Pistazien, Pistazienöl, etwas Marzipan und ein kleiner Schuss Tonkabohnengeist… Was denkt Ihr?

Zutaten für ein Glas (ca. 200 ml)

80 g Mohn, gemahlen
1/2 Knoblauchzehe
40 g Parmesan
1 kleine Chilischote
1 EL Pinienkerne
60 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Pinienkerne ohne Fett in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Mit den restlichen Zutaten im Blender zu einer cremigen, aber nicht zu feinen Masse verarbeiten. Mohnpesto in ein sauberes und verschließbares Glas füllen, kühl aufbewahren und innerhalb von 2 Wochen aufbrauchen.

Edit: Das Mohnpesto passt farblich hervorragend zum Cookbook of Colors – als letzte Farbe wünscht Uwe  sich im Dezember schwarze Rezepte.

Neuigkeiten!

Sonntag, 12. August 2012

An diesem wunderschönen Sonntag gibts ausnahmsweise weder ein Rezept noch eine Verlosung, sondern eine klitzekleine Neuigkeit  in eigener Sache. Na, neugierig?

Der schon vor Wochen geplante Blog-Relaunch nimmt wider Erwarten doch etwas mehr Zeit in Anspruch als eigentlich gedacht. Redesign, Konzeption – alles schon fertig, nun geht es nur noch um die Umsetzung. Mehr wird aber dazu noch nicht verraten, nur soviel: Der Blog erstrahlt in einem moderneren und übersichtlicheren Design, zusätzlich sind einige interessante Features geplant. Ich freue mich aber schon wie ein kleines Kind darauf  und kann es kaum erwarten.

Ich freue mich aber auch sehr, dass ich einige Bilder von rock the kitchen! schon mal auf einer ganz eigenen Seite präsentieren kann, irgendwie machen die Bilder ohne Text einfach mehr Lust auf Nachkochen. Jedes Bild führt euch auch nach dem Mausklick zum dazugehörigen Rezept auf rock the kitchen! Ich hoffe euch gefällts und die Bilder machen richtig Appetit auf mehr.

Neu im Kino: ENTRE LES BRAS plus Verlosung

Freitag, 10. August 2012

Im Herzen der Aubrac, einer idyllischen Bergregion im Südwesten Frankreichs, betreibt der weltberühmte Meisterkoch Michael Bras ein Drei-Sterne-Restaurant. Tief verwurzelt in der kulinarischen Tradition und Lebensart seiner Heimat kreiert er aus den Zutaten der Region köstliche Gerichte, die in ihrer sorgfältigen Komposition wahren Kunstwerken gleichen. Jetzt ist es an der Zeit, dass Michel Bras das Restaurant an seinen Sohn Sébastien übergibt, der schon als Kind von der familiären Leidenschaft fürs Kochen angesteckt wurde und seit 15 Jahren im Restaurant seines Vaters arbeitet. Unter dem kritischen Blick seines Vaters stellt sich Sébastien der Herausforderung, seinen eigenen Weg zu gehen.

ENTRE LES BRAS – 3 Sterne. 2 Generationen. 1 Küche. blickt hinter die Kulissen des weltberühmten Restaurants Bras und begleitet Vater und Sohn während eines Jahres, das in beider Leben einen entscheidenden Wendepunkt bedeutet. Eine sensible Betrachtung über die Weitergabe von Wissen und die Schwierigkeit loszulassen.


Neugierig geworden? Die Doku über zwei Genies am Herd läuft seit 9. August in folgenden deutschen Kinos: Berlin, Bremen, Düsseldorf, Dresden, Freiburg, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München, Münster, Nürnberg, Saarbrücken und Stuttgart. Und damit auch ihr in den Genuss des Filmes kommen könnt, verlose ich auf diesem Wege 3 x 2 Kinokarten und 5 x die DVD ENTRE LES BRAS – 3 Sterne. 2 Generationen. 1 Küche.

Wie funktionierts? Einfach bis Sonntag, 20.00 Uhr einen Kommentar unter diesem Post mit eurem Wunsch-Gewinn (Kinokarten oder DVD) hinterlassen. Bitte auch beachten: Die Kinokarten werden sofort versendet, die DVD erst nach Erscheinen. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, bitte auch keine anonymen Kommentare. Versand bei dieser Verlosung nur innerhalb Deutschlands. Ich drücke die Daumen – viel Glück!

Vielen Dank auch an Mindjazzs Pictures für das zur Verfügung stellen der Gewinne.

 

Briam

Mittwoch, 01. August 2012

Auf der Suche nach MEINEM Sommergericht des Jahres bin ich gestern unerwartet fündig geworden. Ich bin mir absolut sicher, Ratatouille war gestern – der absolute Gaumenschmeichler im August nennt sich Briam!

Bis vor Kurzem war mir dieses einfache aber dennoch wirklich leckere und leichte Gemüsegericht noch gänzlich unbekannt. Seit dem letzten Besuch beim Lieblingsgriechen bin ich wieder mal schwer infiziert. Lauwarm serviert und im kulinarischem Dreiklang mit Fetakäse und Fladenbrot ist dieses griechische Röstgemüse die absolute Offenbarung für eingefleischte (!) Gemüsefans  wie mich. Außerdem macht sich Briam absolut toll als Begleiter zu gegrilltem Fleisch und Fisch. Unbedingt testen!

P.S: Bei  Tobias kocht! gibts ebenfalls leckeres Briam, nur in einer etwas anderen Version. Die Gemüsemischung lässt auch sich beliebig mit anderen Gemüseorten ergänzen, sehr gut könnte ich mir auch Fenchel oder Karotten vorstellen.

Zutaten für 2-4 Portionen

1 Aubergine
300 g Zucchini
3oo g Spitzpaprika, rot/gelb
2 rote Zwiebel
300 g Kartoffeln, festkochend,
300 g Tomaten
5 Knoblauchzehen (oder nach Geschmack)
1 Bund Oregano
2 TL Tomatenmark
250 ml Rotwein
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Das Gemüse waschen, trockentupfen und putzen. Aubergine, Fenchel, Zwiebeln und Paprika in ca. 1,5 cm große Stücke schneiden. Zucchini in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und in ca. 0,3 cm dicke Scheiben schneiden. Das Gemüse in einen ca. 28 x 22 cm großen Bräter oder eine Auflaufform geben.

Knoblauch schälen. Oreganoblättchen von den Stielen zupfen. Rotwein, Knoblauch, die Hälfte des Oreganos, Tomatenmark, Olivenöl, Salz und Pfeffer mit dem Mixstab pürieren. Die Rotweinmischung über das Gemüse geben und mit dem restlichen Oregano bestreuen. Die Form gut mit Alufolie abdecken. Das Gemüse im Backofen etwa 1 Stunde garen. Die Folie abnehmen und das Gemüse noch etwa 30 Minuten rösten, bis es schön gebräunt und die Sauce eingedickt ist. Nach Wunsch nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Warm oder lauwarm servieren.