Archiv für April 2012

Happy Birthday!

Samstag, 28. April 2012

Fast hätte ich es schon wieder vergessen, rock the kitchen ist wieder ein Jahr älter – wie nur die Zeit vergeht! Irgenwie kommt es mir vor als hätte ich erst vorgestern das erste Foto geknipst oder den ersten Post geschrieben. Ich bin immer noch sehr überrascht wie sich der Blog in diesen 2 Jahren entwickelt hat und was ich schon alles mit ihm, den tollen Lesern und Bloggerkollegen erlebt habe. Ganz lieben Dank an alle – auf ins nächste kulinarische Jahr!

Anstatt Kuchen gibt es an diesem wirklich besonderen Tag ausnahmsweise mal einige Frequently Asked Questions, viel Spaß!

Wie bist Du zum bloggen gekommen, was waren Deine Gründe einen eigenen Foodblog ins Leben zu rufen?

Als ich vor zwei Jahren ganz spontan den ersten Post auf rock the kitchen! veröffentlichte, war der Blog eigentlich nur als persönliches “Kochtagebuch” für mich gedacht. Ab und an vergesse ich einfach meine Rezept-Kreationen, so konnte ich ganz einfach bei Gelegenheit wieder auf das gewünschte Rezept zurückgreifen. Dass es sogenannte reine “Foodblogs” überhaupt gibt, war mir zu dieser Zeit auch noch gänzlich unbekannt. Auf der Suche nach Rezepten bin ich aber auf Blogs wie Kleiner Kuriositätenladen und Foto e Fornelli gestoßen und war schwer begeistert. Und da ich eh fast rund um die Uhr an Essen denke, passt so ein Blog doch ganz gut *lach*. Jetzt, zwei Jahre später, kann ich es mir “ohne” schon fast nicht mehr vorstellen, auch freue ich mich immer wieder riesig über die wahnsinnig positive Resonanz und die vielen Kommentare der wachsenden Leserschaft. Besonder stolz macht es mich natürlich wenn meine Rezepte mit Erfolg nachgekoch oder nachgebacken werden und es schmeckt. Das größte Lob überhaupt!

Wie hast Du Kochen gelernt, hast Du Kochkurse besucht?

Ich koche immer schon verdammt gerne. Die Grundlagen wurden mir zu Hause vermittelt, richtig kochen habe ich mir aber erst ganz alleine in Eigenregie nach und nach in meiner ersten eigenen Wohnung beigebracht. Mittlerweile wohne ich nicht mehr alleine in der ersten eigenen Wohnung, ich experimentiere aber immer noch sehr gerne mit mir unbekannten Lebensmitteln und probiere regelmäßig neue Gerichte aus. Man lernt ja bekanntlich nie aus – zum Glück! Kochkurse habe ich noch nie besucht, bei Unwissenheit schöre ich eher auf Fachliteratur in Form von Zeitschriften und Kochbüchern und natürlich auf die vielen tollen Blogs der Bloggerkollegen, welche sich für mich als sichere Quelle zur essenstechnischen Weiterbildung herauskristallisierten.

Kochst Du nur die Rezepte die Du auf Deinem Blog postest, oder gibt es auch zwischen den einzelnen Beiträgen mal ein anständiges Essen?

Natürlich gibt es jeden Tag eine warme Mahlzeit, ich koche eigentlich – mit kleinen Ausnahmen –  jeden Tag. Bei vielen neuen Ideen möchte ich natürlich auch immer etwas Neues ausprobieren. Aber an Wochentagen muss es natürlich auch mal fix gehen und es gibt schnelle und einfache Gerichte. Es wäre wohl für mich, als auch für die Leser eher langweilig, wenn ich zum fünften mal das Rezept der gleichen Kürbissuppe posten würden.

Was macht mehr Spaß, kochen oder fotografieren?

Da bin ich sehr unentschlossen – eigentlich macht beides riesig Spaß. Kochen ist allerdings mein allerliebstes Hobby und es kommt an manchen Tagen schon vor, dass ich von Früh bis Abends in der Küche stehe – für mich Entspannung, Spaß und Genuss pur! Allerdings macht fotografieren sehr wenig Spaß, wenn der Magen schon in den Kniekehlen hängt, das Essen toll duftet, optisch  nicht zu verachten ist und auch noch heiß ist. Wer mag schon kaltes Essen? Die Aussicht auf ein gelungenes Foto ist aber für mich, als Foto-Laien, oft übermächtig und lässt den knurrenden Magen dann ziemlich schnell vergessen. Im Akut-Hunger-Fall verzichte ich einfach auf das Foto.

Welche Kamera bzw. welches Objektiv verwendest Du?

Die Fotos knipse ich mit einer Canon EOS 40D  mit einem 24 mm/1,8 Objektiv von Sigma.

Welche Lebensmittel dürfen in Deinem Kühlschrank, im Gefrierfach oder im Vorratsschrank nie fehlen? 

Im Kühlschrank: Eindeutig Käse in sämtlichen Variationen. Ob Parmesan, Gorgonzola, Büffelmozarella, Greyerzer, Appenzeller, Manchego, Ibérico, Pecorino, Camembert, Frischkäse oder Feta. Eine bunte Mischung aus 4 Sorten sollte immer parat sein. Ansonsten dürfen nie Eier fehlen – falls mich am Wochenende der Kuchen-, Keks- oder Omeletteappetit packt. Ansonsten diverse Milchprodukte wie Naturjoghurt, Ricotta, Quark, Sauerrahm, Butter und Frischmilch. Weil ich ein Italien-Fan bin, gelegentlich auch noch etwas Mailänder Salami oder Proscuitto. Käse hat aber definitiv Vorrang! Diverse Senfsorten, Meerrettich, Tomatenmark, frische Hefe, Oliven, Kapern, Sardellen, grüne Pfefferkörner und Currypaste sind obligatorisch und neben den Milchprodukten absolut Pflicht im Kühlschrank. Genau wie die Flasche Prosecco – nur für alle Fälle…

Die lebenswichtigen Vorräte im Gefrierfach im sind aufgrund der Größe im Moment ziemlich übersichtlich, aber eine Packung Blattspinat sollte neben diversen TK-Kräutern zur Not immer griffbereit sein.

Linsen in rot, gelb, grün, braun und schwarz dürfen bei mir im Vorratschrank ebenso wenig fehlen wie Kichererbsen, Couscous, Bulgur, Pinienkerne, Kürbiskerne, Walnüsse, verschiedene (Vollkorn-)Pastasorten, diverse Mehle unterschiedlicher Typenzahlen und Sushireis. Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, Leinöl, Sesamöl und mein allerliebstes Pistazienöl platziert sich neben Weißwein-, Rotwein-, Reis-, Himbeer- und Balsamicoessig.

Was sind Deine Lieblingsgerichte? Was kochst Du besonders gerne?

Ich liebe Pastagerichte aller Art, bevorzugt natürlich mit selbstgemachter Pasta. Egal ob Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung, Tagliatelle mit Sardellen-Kapern-Oliven-Sauce, Spaghetti Carbonara, Rigatoni Quattro-Formaggi (Yeah, Käse!), oder ganz einfach Pasta Arrabiata. Die Liste liese sich beliebig weiterführen… Nudeln machen mich definiv glücklich, ich bin wohl der beste Beweis dafür ;-) Außer Pasta liebe ich Linsen- und Spinatgerichte aller Art und am besten in Kombination – wie aufmerksame Leser sicher schon bemerkt haben. Seit kurzer Zeit bastle ich auch immer wieder an verschiedenen, leckeren Sushi-Kreationen. Zum Glück mit Erfolg, denn ich liebe Sushi! Im Moment experimentiere ich auch noch vermehrt mit süßen, rohköstlichen Leckereien wie Kuchen, Konfekt usw. Fleisch gibt es im im Hause rock the kitchen! etwas seltener, und wenn, dann nur regionaler Herkunft.

Eigentlich koche ich alles gerne und bin für vieles offen, auch wenn manche Gerichte dann nur von meinem Freund verspeist werden. Von Oktopus, Muscheln, Austern & Co. bin ich nicht ganz so begeistert, aber ich bereite die Gerichte der Neugierde halber trotzdem sehr gerne zu. Nur etwas Abstand nehme ich mittlerweile von Gnocchi – das Ergebnis war auch nach dem 3. Versuch nicht von durchschlagendem Erfolg gekrönt.

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Rezepte? Was sind Deine Inspirationsquellen?

Ideen und Anregungen kommen meistens aus Magazinen, Kochbüchern oder Blogs, ansonsten bin ich aber eher der klassische Freestyler. In 90 % der Fälle koche ich ohne Rezept oder wandle ein Original-Rezept einfach nach meinem persönlichen Geschmack ab, das Ergebnis ist aber trotzdem meistens sehr essbar. Nur bei Backrezepten und mir noch unbekannten Gerichten halte ich mich genau an die Vorgaben. Es kommt auch schon mal vor, dass ich Nachts von einem Rezept träume.

Welches sind Deine Hauptkriterien bei der Lebensmittel- auswahl?

Nach Möglichkeit immer regional und saisonal. Wie gesagt, nach Möglichkeit – Ausnahmen bestätigen die Regel.

Welches Gerät fehlt Dir noch zu Deinem perfekten Koch-Glück?

Der Induktionsherd steht ja schon in der Küche, aber so fällt mir da sofort die (lebenswichtige) KitchenAid ein. Auch nicht schlecht wären einige schwarze Le Creuset Töpfe und eine Kompressor-Eismaschine. Der Kühlakku der Eismaschine braucht einfach zu viel Platz im Gefrierfach.

Hast Du kulinarische Wünsche für die Zukunft?

Absolut!  In Zukunft möchte ich mich auf alle Fälle genauer mit dem Thema Essen und Wein beschäftigen. Vielleicht werde ich irgendwann noch ein kleiner Weinkenner? Außerdem: Billy´s Bakery in New York einen Besuch abstatten, Ravioli & Co. bei Mario Gamba, Sushi bei Steffen Henssler und vielleicht doch irgendwann das eigene Kochbuch!? *träum* Aber vorher sollte ich wohl doch noch die Gnocchi-Produktion perfektionieren…

 

Galaktoboureko: Filopastete mit Vanillecreme

Sonntag, 22. April 2012

Das Göttliche hat einen neuen und schier unaussprechbaren Namen. Das Zauberwort heiß Galaktoboureko und versüßt mir, nach diversen Lieblings- Mezedes wie Horta (wildes Blattgemüse) , Briam (gemischtes Röstgemüse), Fava (gelbes Erbsenpüree), gegrilltem Halloumi, Rote-Bete-Tzatziki, mari-nierten Sardellen und unzähligen  rötlich-braun bis schwarzen und sehr saftigen Kalamata-Oliven, ab und an meinen Abend in der einzig wahren griechischen Lokalität meines Vertrauens.

Nur für die evtl. Unwissenden: Bei Galaktoboureko handelt es sich um ein griechisches bzw. türkisches Dessert, bei dem Grießpudding von gebutterten Filo-Teig umhüllt ist und in Folge alles zusammen im Ofen knusprig-goldbraun gebacken wird. Anschließend krönt die Pastete ein mit Zitronenschalen aromatisierter Sirup. Ich wiederhole: Knusprig-süßer und gebutterter Filoteig in Kombination mit cremig-vanilligem Grießpudding und süßem Sirup – einfach superbe!

Und weil heute Sonntag ist schicke ich Julie von mat & me  heute mal ein Stückchen vom unaussprechlichen Dessert auf die virtuelle Facebook-Kaffeetafel. Lasst es Euch schmecken!

Zutaten für 6 Portionen

10 Filoteigblätter (ca. 22 x 30 cm)*
60 g Butter, geschmolzen

140 g Zucker
1 langer Streifen Schale einer Bio-Zitrone
1 Prise Kardamom

110 g Zucker
35 g  g Grieß
10 g Speisestärke
2 Eigelb (M)
1 Ei (M)
0,75 l Milch (1,5 %)
1 EL Vanille-Zucker
1 Prise Muskatnuss

Zubereitung

Für den Sirup 140 g Zucker mit Zitronenschale. Kardamom und 90 ml Wasser in einer kleinen Kasserolle bei mittlerer Hitze erwärmen, bis er sich aufgelöst hat. Dann aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen.

Backofen auf 175 ° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Füllung 110 g Zucker, Grieß, Stärke, Eigelbe und 1 Ei in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen.

Die Milch mit Vanillezucker und Muskatnuss in einem großen Topf erhitzen, bis sie fast kocht.  Die heiße Milch schöpflöffelweise unter die Eiermischung rühren. Die Mischung in den Topf gießen und bei schwacher Hitze 5-10 Minuten andicken lassen. Dabei darauf achten, dass die Creme nicht anhängt. Sobald die Creme dick ist und fast kocht, vom Herd nehmen.

Die Filoblätter mit einem Geschirrtuch abdecken, damit sie nicht austrocknen. Eine Auflaufform (ca. 15 x 26 cm) mit Butter bepinsel.

1 Teigblatt auf die Arbeitsplatte legen und mit Butter bepinseln. Ein zweites Blatt darauflegen und ebenfalls mit Butter bestreichen. Auf diese Weise insgesamt 5 Teigblätter aufeinanderstapeln. Den Stapel auf den Boden der Form legen und an den Rändern etwas festrücken. Boden und Wände sollten vollständig mit Teig bedeckt sein. Die Grieß-Füllung hineingießen und glatt streichen.

Die restlichen Filoblätter ebenfalls einzeln mit Butter bestreichen und aufeinanderstapeln. Den Stapel auf die Füllung legen und den Teig an den Rändern nach unten drücken, damit die Füllung vollständig mit Teig umschlossen ist. Mit einem scharfen Messer vorsichtig 6 Stücke vorzeichenen, dabei nur die beiden oberen Teigplatten einritzen. Die Pastete im Backofen in ca. 25 Minuten knusprig goldbraun backen. Herausnehmen und einige Minuten ruhen lassen, dann mit dem Sirup übergießen. Vor dem Servieren mindestens 1 Stunde ruhen lassen, damit der Sirup in die Pastete einziehen kann.

* Die Filoblätter müssen so groß sein, dass sie Boden und Wände der Form bedecken. Hat die Form eine andere Größe, müssen die Blätter entsprechend zugeschnitten werden.

Leicht adaptiert nach “Griechenland in meiner Küche”, Tessa Kiros, DK-Verlag

Raw Banana-Nut-Brownie

Donnerstag, 19. April 2012

Brownies finden ja zum Glück schon fast  mehr oder weniger regelmäßig den Weg zu rock the kitchen! bzw. primär in meinen Magen  - ein Lieblingskuchen lässt sich leider doch nicht so ohne Weiteres verleugnen…

Schon lange flirtete ich mit der rohen und weitaus gesünderen Variante des braunen Klassikers, entdeckt bei flowers on my plate. Überhaupt bin ich momentan Feuer und Flamme für rohköstliche Kuchen- und Tortenkreationen wie z.B. diese geniale Schoko-Avocado-Torte oder die leckeren Triple-chocolate-cheescake-cakes. Wer brauch da noch Gemüse? ;-)

Mein Fehler war, dass ich mich ungeschickter Weise bis jetzt nicht an besagte favorisierte Torten und Törtchen heranwagte. Trotzdem siegte, wie immer , die Neugierde und die immer wieder gelegentlich auftretende Lust nach den  kräftig-intensiv-schokoladigen Teilchen.

Ungewohnt, aber trotzdem sehr  lecker waren die Brownies, auch wenn ich mich nicht so genau an das Original-Rezept gehalten habe. Gefriergetrocknete Bananen gaben den Brownies noch den absolut passenden fruchtigen und crunchigen Kick und beförderten mich wieder mal in den 7. Browniehimmel.

Zutaten:

200 g Walnüsse
150 g Medjool Datteln
80 g ganze Haselnüsse
80 g Kakaopulver (roh)
5 EL gefriergetrocknete Bananen

Zubereitung:

Walnüsse in der Küchenmaschine oder im Blender so fein wie möglich zerkleinern, Kakaopulver dazugeben und mixen.

Datteln, Haselnüsse und gefriergetrocknete Bananen grob hacken. Datteln zur Walnuss-Kakao-Mischung geben und weiter mixen. Das Ergebnis sollte eine leicht feuchte, grob-krümelige Masse, die zusammenhält, wenn man sie aneinanderpresst. Falls die Mischung zu trocken ist, noch Datteln dazugeben. Gehackte Haselnüsse und Bananen unterheben und die Masse gleichmäßig in eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Auflaufform (ca. 20 x 20 cm) pressen. Abdecken und am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Florentiner Muffins

Mittwoch, 11. April 2012

Ich habs getan. Ebenso wie Paule und Alex. Nichts und niemand auf dieser Welt konnte mich davon abhalten, diese Spinat-Ricotta-Muffins von Cynthia Barcomi zu backen und anschließend sofort mit dem größten Genuss zu verspeisen. Der kleine Unterschied: Paule und Alex waren mutiger, im Gegensatz zu ihnen habe ich mich ausnahmsweise mal ganz genau an das Rezept aus der “Lecker – Bakery N° 1″ gehalten. Wobei deren Version mit getrockneten Tomaten, Chili und Feta ebenfalls sehr verlockend klingt.

Und damit die Kreativität nicht allzu überstrapaziert wird, gabs zu den Florentiner Muffins ganz einfach einen Rucola-Babyspinat-Salat mit dem wirklich tollen Walnussdressing in Bioqualität von Emils. Eigentlich bin ich ja prinzipiell in der heimischen Küche überhaupt kein Freund von jeglicher Fertig- bzw. Convenience-Kost, aber bei den tollen Dres- sing/Topping/Dip/Sauce der Jungs aus Stuttgart drücke ich sehr gerne mal sämtliche Augen zu. Null Zusatzstoffe, ohne Zuckerzusatz und unpasteurisiert – aber trotzdem ohne Kühlung haltbar. Diverse mysteriöse Zutaten sucht man vergebens, dafür spricht der Geschmack ganz alleine für sich – garantiert wie selbstgemacht! Da greif ich doch sehr gerne mal gelegentlich zur Flasche…

Zutaten für 12 Stück

150 g TK-Blattspinat
50 g Parmesan
3 EL Pinienkerne
4 EL (3-4 Stiele) Basilikum
1 TL italienische Kräuter
250 g cremiger Ricotta
60 g + 5 g Butter
200 ml Milch
2 Eier (M)
280 g Mehl (Typ 1050)
3 TL Backpulver
2 EL Zucker
1/2 TL Salz

Zubereitung

Den gefrorenen Spinat auftauen lassen und gut abtropfen lassen. Parmesan reiben. Pinienkerne ohne Fett rösten. Basilikum waschen, trocken schütteln und fein hacken.

Backofen vorheizen (E-Herd: 190 °C). Eine 12er-Muffinform ausbuttern. 60 g Butter zerlassen. Mit einem Schneebesen heiße Butter, Milch und Eier miteinander verschlagen. In einer zweiten Rührschüssel Mehl, Backpulver, Zucker und Salz vermischen. Mit einem Gummispachtel oder Holzlöffel die flüssigen Zutaten in die Mehlmischung geben und nur so lange rühren, bis sich beide Mischungen so gerade eben verbunden haben.

Vorsichtig Ricotta, Nüsse, Spinat und alle Kräuter unterheben. Nicht übermäßig rühren! Den Teig gleichmäßig in die Muffinform verteilen. Im heißen Ofen ca. 18-20 Minuten backen. Die Muffins 10 Minuten in ihrer Form ruhen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Arni Yuvetsi: Gebratene Lammkeule mit Kritharaki-Nudeln

Mittwoch, 04. April 2012

Für dieses Gericht sind weder griechische Vorfahren noch besondere Kenntnisse dieser Sprache von Nöten. Unabdingbar wäre in diesem fleischigen Fall für mich eigentlich nur die Qualität des Fleisches und die Liebe zur griechischen Küche, abseits von Gyros und überdimensionalen Zeus-Platten. Der Rest ist eine Frage des Geschmacks. Daran mangelte es aber bezüglich Lamm noch bis vor kurzem, denn Dank eines Hammels (der zum Himmel stank!), habe ich mich seit Jahrzehnten nicht mehr an das flauschige, gelockte Tier gewagt. Diesen desaströsen Zustand konnte ich nicht länger auf mir sitzen lassen – schon gar nicht so kurz vor Ostern.

Dank dem Metzger des Vertrauens und dem tollen Kochbuch Griechenland in meiner Küche sind beide Voraussetzungen schon mal gegeben und wir haben uns das Osterlamm einfach schon vor dem Osterfest schmecken lassen – ich konnte es einfach, wie immer,  nicht erwarten. Während der Zubereitung und auch beim anschließenden Verspeisen waberte ein wunderbar aromatisch-schwerer, Oregano-Knoblauch-Lamm-Duft durch die Wohnung, welchen ich so zuhause noch nicht kannte. So duftet Griechenland!

Zorra und Peter rufen in diesem Ostermonat übrigens zum passenden Blog-Event “Lamm – ganz ohne Wolle” auf – da bin ich doch gleich mal dabei!

Zutaten für 6 Personen:

1 Lammkeule  (ca. 1,3 – 1,5 kg, vom Hohenloher Weidelamm)
Saft von einer halben Zitrone
80 ml Olivenöl
2 TL edelsüßes Paprikapulver
5 Knoblauchzehen, fein gehackt
Salz
Pfeffer
100 ml trockener Rotwein
150 g Frühlingszwiebeln, grob gehackt
1 Dose geschälte Tomaten
1/2 Bund Oregano, gehackt
1 Zimtstange
250 g Kritharaki-Nudeln
geriebener Kefalotiri oder fester Mizithra (ersatzweise Parmesan)

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eventuelles Fett von der Lammkeule abschneiden. Die Keule mit Zitronensaft beträufeln und diesen in das Fleisch einmassieren.

Paprikapulver, Knoblauch, Salz, Pfeffer und 5 EL Olivenöl verrühren und die Lammkeule rundum gründlich mit der Marinade einreiben. In einer großen Auflaufform das restliche Olivenöl erhitzen.  Die Lammkeule hineingeben. Frühlingszwiebeln, Tomaten, Oregano und die Zimtstange zugeben. Leicht salzen und im Backofen ca. 30 Minuten braten. 150 ml Wasser und 100 ml Rotwein angießen und die Keule noch 1 Stunde weiterbraten. Dabei nach 30 Minuten wenden.

Inzwischen die Nudeln in leicht gesalzenem Wasser bissfest kochen. Abgießen und abtropfen lassen. Die Nudeln rund um die fertig gegarte Lammkeule verteilen, ca. 150 ml heißes Wasser zugießen und die Nudeln vorsichtig unter die Sauce mischen. Alles nochmals 10 – 15 Minuten im Backofen garen, bis die Nudeln etwas Sauce aufgesogen haben.

Die Lammkeule aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Mit etwas Pfeffer übermahlen. Den Käse getrennt dazu servieren.

Adaptiert nach “Griechenland in meiner Küche” von Tessa Kiros, DK-Verlag