Archiv für November 2011

Himbeersalz

Dienstag, 29. November 2011

Außer Plätzchen, Keksen und Lebkuchen stehen ja in der Weihnachtszeit wohl noch andere sehr wichtige Dinge hoch im Kurs, oder nicht? Was wäre Weihnachten nur ohne kulinarische Geschenke für Schleckermäuler? Undenkbar!

Weil es Steph in ihrem Kuriositätenladen es mir wieder mal so schön (bunt) vorgemacht hat, gibts hier auch mal gleich eine farbenfrohe und wahnsinnig fruchtige Ladung Himbeersalz. Es harmoniert hervorragend mit allerlei Fisch, Meeresfrüchten und Geflügel oder einfach “pur” auf Brot mit Butter. So wird das Salz, abgefüllt in dekorative Gläser oder Flaschen, als Mitbringsel zu einer Überraschung für jeden Beschenkten.

Zutaten:

10 g gefriergetrocknete Himbeeren
100 g Fleur de Sel

Zubereitung:

Die gefriergetrockneten Himbeeren im Blender zu feinem Pulver mahlen und gründlich mit dem Salz vermischen. Das Himbeersalz in ein sauberes Glas füllen – Fertig!

Vanillekipferl mit Tonkabohne

Sonntag, 27. November 2011

Zum heutigen 1. Advent empfehle ich ganz einfach den Klassiker schlechthin, aber wie sollte es auch ander sein, etwas verfeinert: Vanillekipferl, mit göttlicher Tonkabohne aromatisiert. Jeder kennt sie und die meisten lieben diese süßen, mandeligen Hörnchen mit dem vanillig-süßen und herrlich fein-glitzernden Zuckerüberzug. Wer denkt da nicht an funkelnde Diamanten? ;-)

Aber keine Angst, der Verzehr von etwas zuviel verbackener Tonkabohne trübt in keinster Weise meine Sicht auf gebackene Dinge, ich liebe einfach den marzipanig-mandeligen Geschmack welcher hervorragend zu Vanillekipferl passt. Da hätte ich ja echt schon mal etwas früher drauf kommen können.

Wie auch immer, ob mit oder ohne Tonkabohne – ich wünsche euch heute allen schon mal viele genussvolle Adventstage und eine hoffentlich stressfreie Adventszeit mit möglichst vielen (kulinarischen) Überraschungen!

Zutaten für ca. 65 Stück:

200 g kalte Butter
80 g Zucker
120 g gemahlene Mandeln
250 g Mehl
1 Prise Salz
Mark von 1 Vanilleschote
1/2 Tonkabohne, ohne Haut gerieben

Zum Wälzen: ca. 80 g selbstgemachter Vanillezucker mit 1/4 geriebenen Tonkabohne vermischt

Zubereitung:

Butter mit Zucker, Vanillemark, fein geriebener Tonkabohne, Mandeln, Mehl und Salz verkneten. In Folie gewickelt mindestens 1 Stunde kühlen.

Backblech mit Backpapier auslegen. Backofen auf 170 Grad vorheizen. Vom Teig walnußgroße Stücke abnehmen und zu Würsten mit spitzen Enden rollen. Zu Hörnchen biegen und auf ein Blech setzen.

Die Vanillekipferl ca. 10-12 Minuten backen – darauf achten, dass die Spitzen nicht zu dunkel werden. Die noch heißen Vanillekipferl im Vanillezucker wenden.

Double Chocolate Cheesecake Muffins

Montag, 21. November 2011

Meine ausgeprägte Zuneigung zur Käsekuchen-Schokoladen-Kombination ist ja seit dem Brownie-Käsekuchen landläufig bekannt. Für unterwegs gestalltet sich der kleckerfreie Verzehr für diesen Kuchen allerdings etwas schwierig. Aus dieser Not heraus gibt es braun/gelb jetzt auch auf die Hand – und zwar in appetitlicher und verzehrfreundlicher Form.

Vielen von euch werden diese Double Chocolate Cheesecake Muffins schon irgendwie bekannt vorkommen, es gab sie lange vorher schon hier, hier, hier, hier und hier - und bestimmt habe ich noch viele andere übersehen. Aber weil die Teilchen ausgesprochen hübsch aussehen und auch noch sensationell schokoladig schmecken konnte ich wie so oft nur schwer wiederstehen. Bei meiner Version der Muffins kam allerdings eine winterlich-weihnachtliche Note in Form von Marzipan und Spekulatiusgeschmack mit ins Spiel, ganz ohne Veränderung gehts ja wohl wirklich nicht.

Gedacht waren die Muffins eigentlich für den Geburtstags-Blitz-Blogevent von Alice, den ich aber leider in der Hektik irgendwie verdrängt hatte - ich war mit meiner Kreation etwas zu spät. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben, die Muffins schmecken Dir, liebe Alice, hoffentlich auch im nächsten Jahr… ;-)

Zutaten:

125 g Zartbitterschokolade (85%)
50 g Zartbitterschokolade, gehackt (70 %)
30 g Butter
1 TL Kakaosplitter
1 EL Kakaopulver
200 g Mehl (Typ 1050)
2 Eier
100 g Zucker
200 ml Milch
1 TL Backpulver
1 TL Spekulatiusgewürz

230 g Doppelrahmfrischkäse
30 g Zucker
50 g Marzipan
20 g Kartoffelstärke
1 Ei
Mark einer Vanilleschote

12 Muffins-Papierförmchen

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Cheescake-Schicht das Marzipan fein reiben. Marzipan und Ei und Zucker mit dem Rührgerät cremig schlagen. Vanillemark, Kartoffelstärke und Doppelrahmfrischkäse gründlich unterrühren. Kühl stellen.

125 g Zartbitterschokolade (85 %) zusammen mit der Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen. Leicht auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Eier und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Kakaopulver, Kakaosplitter, gehackte Zartbitterschokolade (70 %), Mehl, Backpulver und Spekulatiusgewürz vermischen.

Geschmolzene Schokolade langsam zur Zucker-Ei-Mischung gießen und mit dem Handrührgerät gründlich verrühren. Abwechselnd die Milch und die Mehlmischung unterrühren. Die Schokomasse auf eine mit 12 Muffinsförmchen ausgekleidete Muffinsbackform verteilen. Das Cheescake-Topping ebenfalls gleichmäßig auf dem Schokoteig verteilen. Die Muffins ca. 18-20 Minuten bei 180 Grad backen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Spanisches Paprikahuhn 2.0

Donnerstag, 17. November 2011

Weil Steph schon vor einiger Zeit so von Ihrem spanischen Paprikahuhn schwärmte, gabs den leckeren Vogel jetzt schon zum zweiten mal im Hause rock the kitchen! Und weils auch wieder ziemlich lecker war, möchte ich euch dieses spanische Paprikahähnchen natürlich auf keinen Fall vorenthalten.

Beim ersten Versuch habe ich mich natürlich ganz strikt ans Original-Rezept gehalten, beim zweiten Federvieh wurde dann natürlich mutigerweise etwas am kulinarischen Objekt der Begierde ”gedreht”. War das Original schon wirklich umwerfend, fand ich die Version 2.0 mit viel Knoblauch und Kräutern noch um eine klitzekleine Spur besser – aber so definiert sich wohl Geschmackssache. Faulerweise habe ich mir auch das Vorkochen der Kartoffeln gespart, die hübschen Mini-Knollen waren nach knappen 1,5 Stunden in Backofen locker gar und wunderbar weich.  

Und so ereilt mich wohl oder über das gleiche Schicksal wie Steph: Langsam aber sicher mutiert dieses spanische Paprikahuhn  für mich (als eigentlich Wenigfleischesser) schon fast zu meinem Lieblingsfleischessen…
 

Zutaten:

1 glückliches Hähnchen vom Bauernhof
600 g kleine Kartoffeln (Drillinge) 
ca. 800 g Spitzpaprika rot
3 rote Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
3 Eßlöffel Rapsöl mit Buttergeschmack 
500 ml Gemüsebrühe
1 TL Paprikapulver, edelsüß
2 TL Pimentón de la Vera, picante (scharf)
1 TL Pimentón de la Vera, dulce (mild)
3 Zweige Thymian
3 Zweige Rosmarin
2 Lorbeerblätter
Pfeffer
Meersalz

Zubereitung:

Backofen auf  180 Grad vorheizen.

Die Kartoffeln waschen und halbieren, Paprika und Zwiebel putzen und in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit 2 Knoblauchzehen, den Thymian- und Rosmarinzweigen und den Lorbeerblättern in eine aussreichend große und feuerfeste Form geben. Leicht salzen und pfeffern.

3 Knoblauchzehen pressen und zusammen mit den Gewürzen und dem Rapsöl zu einer glatten Paste verrühren, mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Das Hähnchen innen und außen waschen, trockentupfen und komplett mit der Paprikapaste einreiben.

Das marinierte Hähnchen auf das Gemüse-Kartoffelbett legen und die Gemüsebrühe vorsichtig angießen. Im vorgeheizten Backofen ca. 1 Std – 1,5 Stunden (je nach Größe) braten. Das knusprige Hähnchen aus dem Ofen nehmen und mit der Gemüse-Kartoffelmischung servieren.

Lebkuchen mit Anis und Tonkabohne

Freitag, 11. November 2011

Auch wenn einige “not amused” über vor-vorweihnachtliche Backaktionen sind oder sich leicht unter Druck gesetzt fühlen, da müßt ihr jetzt alle nochmal durch!

Zu verdanken habt ihr dieses weitere weihnachtliche Kreation Tobias, denn er ruft nach einer kleinen Event-Pause wieder zum Kochevent auf. Dieses Mal dreht sich alles um Gewürze und Kräuter die in der mediterranen Küche gebräuchlich sind oder im Mittelmeerraum angesiedelt sind – den Anfang macht Anis.

Von mediterraner Küche sind meine Lebkuchen zwar meilenweit entfernt, doch bei Anis handelt es sich um ein schon fast unverzichtbares Gewürz in den aromatischen, nussig-saftigen und runden Fladen bzw. allgemein in der weihnachtlichen Bäckerei. Gepimpt wurden die Lebkuchen aber noch zusätzlich mit Tonkabohne, welche hervorragend mit den restlichen Zutaten harmoniert und ihnen das besondere Etwas verleihen. Das Böhnchen ist aber nicht zwingend notwendig, die Lebkuchen schmecken aber genauso gut ohne…

Zutaten für ca. 15 Stück:

200 g Marzipanrohmasse
50 g Zitronat
50 g Orangeat
180 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
4 Eiweiß
1 Tonkabohne, gemahlen
50 g gemahlene Mandeln
50 g gemahlene Haselnüsse
30 g gehackte Walnüsse
80 g Dinkel-Vollkornmehl
1/2 TL Anis
je eine Msp. gem. Zimt, Nelke, Koriander, Fenchel, Piment, Muskat und Kardamon (alternativ Lebkuchengewürz)

Außerdem:

15 runde Vollkornoblatten (7 cm)
200 g Zartbitterkuvertüre
50 g weiße Kuvertüre

Kochevent- Mediterrane Kräuter und Gewürze - Anis - TOBIAS KOCHT! vom 1.11.2011 bis 1.12.2011

Zubereitung:

Orangeat und Zitronat fein hacken. Marzipan ebenfalls hacken. Marzipan, Eiweiße, Zucker und Salz in einer Schüssel mit dem Handrührgerät zu einer glatten und cremigen Masse schlagen. Orangeat und Zitronat unterrühren. Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Backpulver, Gewürze, Tonkabohne und Vollkornmehl mischen und ebenfalls unterrühren.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. 2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche vorbereiten. Mit einem Eiskugelportionierer jeweils eine halbe “Kugel ” Lebkuchenteig in die Mitte einer Oblatte geben. Einen kleinen Oblattenrand freilassen, da die Masse beim Backen etwas auseinanderläuft. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Zartbitterkuvertüre und weiße Kuvertüre grob hacken und jeweils getrenne über dem Wasserbad bei kleiner Hitze schmelzen lassen. Lebkuchen mit Hilfe eines Pinsels mit der dunklen Kuvertüre bestreichen und kurz antrocknen lassen. Weiße Kuvertüre in einen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Spitze abschneiden und die Lebkuchen damit nach Lust und Laune verzieren. Lebkuchen trocknen lassen und in einer Dose aufbewahren.

Rosmarin-Heidesand

Dienstag, 08. November 2011

Und damit die antrainierte bzw. angeknetete und stramme Oberarmmuskulatur nicht nach zwei Tagen wieder zu erschlaffen droht, gibts von mir passenderweise noch was auf, ähhh für die Arme. Wer aber ein männliches Wesen oder gar eine gut funktionierende Küchenmaschine sein Eigen nennen darf – oder schlichtweg einfach keine Lust verspürt – verwende zum Teigkneten diese und bleibt dafür buchstäblich auf den Kalorien sitzen.

Aber keine Angst, ich ernähre mich nicht ausschließlich von Plätzchen & Co, wie es wohl im Moment schon fast den Anschein macht – ich doch nicht!  Ganz standhaft probiere ich ein Stück und der Rest wandert ganz gesittet in die Keksdose und wartet auf seine weitere Bestimmung.

Wiederentdeckt habe ich diese suchtgefährdenden, buttrig-aromatischen Weihnachtskekse in der Essen & Trinken Nr. 11/09, irgendwie ist die Plätzchenauswahl in der aktuellen Ausgabe für meinen Geschmack nicht ganz so glücklich verlaufen. Aber egal, dafür gibts Rosmarin Heidesand!

 

Zutaten für ca. 40 Stück:

200 g Butter
230 g Zucker
1 Vanilleschote
3/4 TL Salz
1 Ei (M)
2 Zweige Rosmarin
320 g Mehl
abgeriebene Schale von 1/2 Biozitrone
Mehl zum Bearbeiten

Zubereitung:

Für den Teig Butter, 180 g Zucker, Vanillemark und Salz in einer Schüssel mit den Quirlen des Händrührers cremig rühren. Das Ei mit der Gabel etwas verquirlen, zugeben und die Masse kurz aufschlagen.

Rosmarinnadeln von den Stielen zupfen und fein hacken. Mehl sieben und mit den Rosmarinnadeln unter den Teig kneten. Teig zu einer Kugel formen, flach drücken und in Klarsichfolie verpackt mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Teig halbieren, jede Hälfte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer 40 cm langen Rolle formen.

Den restlichen Zucker mit der Zitronenschale mischen, auf die Arbeitsfläche geben und die Teigrollen darin wälzen. Erneut 2 Stunden kalt stellen.

Die Teigrollen in 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese mit etwas Abstand auf 2 mit Backpapier belegte Backbleche legen. Nacheinander im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf der 2. Schiene von unten in 12-15 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Rezept aus Essen & Trinken Nr. 11/09

Mohn-Marzipan-Herzen

Samstag, 05. November 2011

Mohn-Marzipan? Na, schon mal gehört? Richtig, diese leckere Kombination gabs erst in etwas kühlerer und cremiger Form *klick*. Weil die Kombi aber schlichtweg absolut super miteinander harmoniert einfach lecker schmeckt, gibts quasi heute Marzipan-Mohn “reloaded”!

Wie in dieser Zeit unschwer in den örtlichen Supermärkten zu erkennen ist, bewegen wir uns langsam aber sicher auf die Vorweihnachtszeit zu. Alle Jahre wieder treffen sich anscheinend Schokoladenindustriebarone und korrupte Supermarktkettenbesitzer, in verschwörerischer Runde und zigarrenrauchgeschwängerten Hinterzimmern und beschließen den Start der Weihnachtszeit, weit bevor das letzte bunt gefärbte Blatt seinen Weg zu Boden gefunden hat. 

Angesichts dieser aussichtslosen Situation scheint Gegenwehr ja schon fast zwecklos, oder? Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so gibt es doch eine Lösung: Angriff ist die beste Verteidigung und deswegen wird jetzt zurück- gebacken! Demnächst auch hier im Online-Shop erhältlich…  ;-) Nein, natürlich nicht! Oder vielleicht doch?

Zutaten:

180 g Butter
100 g Puderzucker
1 Prise Salz
300 g Mehl (Typ 1050)
1 Ei (M)
50 g Mohn
80 g Marzipanrohmasse
Mark einer Vanilleschote
5 Tropfen Bittermandelöl
Abrieb einer Bio-Zitrone

100 g Kirschmarmelade
Puderzucker und Kuvertüre zum dekorieren

Zubereitung:

Marzipanrohmasse mit einem schweren Messer grob hacken. Marzipan mit den restlichen Teigzutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ca. 2-3 mm dünn ausrollen. Mit Plätzchenausstechern dicht an dicht Formen ausstechen. Sofort auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.

Die Plätzchen nacheinander im Backofen bei 180 Grad ca. 8 - 9 Minuten backen. Plätzchen auf den Blechen abkühlen lassen.  Die Kirschmarmelade durch ein Sieb streichen und in einen Einwegspritzbeutel geben. Die Spitze knapp abschneiden. Die Konfitüre auf der Hälfte der restlichen verteilen, dabei einen 1/2 cm breiten Rand lassen. Den Deckel aufsetzen und leicht andrücken. Je nach Belieben die fertigen Plätzchen mit Puderzucker bestreuen oder zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterkuvertüre tauchen. 

 

 

Entenbrust a la Orange mit Rucola, Kapernäpfel und Pinienkernen

Dienstag, 01. November 2011

So langsam wird es mal wieder Zeit, oder? Für ne richtig ordentliche Portion Fleisch (-salat) meine ich.

Schmackhaftes Muskelfleisch dieses Mal in Form von einer in Knoblauch und Orangenschale marinierten Entenbrust. Zartrosa gegart,  mit leichten Röstaromen am Gaumen und die zarte Textur des Entenfleisches zwischen den Kauwerkzeugen – positioniert sie sich vom Mund direkt in den Olymp des Geflügels und schon fast darüber hinaus… Wunderbar.

Passend dazu natürlich der heißgeliebte Rucolasalat mit Kapernäpfel und getrockneten Tomaten, welcher durch eine aromatische Orangen-Balsamico-Vinaigrette erst richtig kickt und optimal mit der Entenbrust harmoniert. Und weils ohne einer kleinen Portion kulinarischen Widerstandes nur halb so gut schmeckt, gabs als knackiges Pendant zum zarten Geflügel noch geröstete Pinienkerne on top – für mich die perfekte Vorspeise!

Zutaten für 2 Personen:

1 Entenbrust (ca. 300 g)
1 Knoblauchzehe
1 Bio-Orange
1 Msp. Pimenton de la Vera
1/4 Bund Peterslie
1 EL Rapsöl

50 g Rucola
10 Kapernäpfel
1 EL Pinienkerne
20 g getrocknete Tomaten
1 Frühlingszwiebel
2 EL Olivenöl
1 El Aceto Balsamico
2 EL Orangensaft, frisch gepresst
1 Msp. scharfer Senf
Zucker
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Die Entenbrust kalt abwaschen und vorsichtig trockentupfen. Knoblauch schälen und pressen. Orangenschale abreiben. Petersielie waschen, trockenschütteln, fein hacken und mit Knoblauch, Orangenschale, Pimenton de la Vera und 1 EL Rapsöl verrühren. Entenbrust rundherum damit einreiben und 1 Stunde abgedeckt ruhen lassen.

Eine Pfanne auf dem Herd sehr heiß werden lassen. Entenbrust mit der Hautseite hineinlegen, Hitze auf mittlere Stufe zurückschalten und die Brust von beiden Seiten jeweils 8 Minuten braten. Salzen, Pfeffern und in Alufolie abkühlen lassen.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Rucola waschen, putzen und trockenschütteln, Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. Olivenöl, Senf, Aceto Balsamico und Orangensaft kräftig verrühren und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Abgekühlte Entenbrust in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf zwei Tellern verteilen. Rucola, Kapernäpfel und getrocknete Tomaten auf der Entenbrust verteilen. Mit der Vinaigrette beträufeln und mit Frühlingszwiebeln und Pinienkernen bestreuen.