Archiv für August 2011

Warme Glasnudeln mit Linsen, Tatar und gegrillter Ananas

Sonntag, 28. August 2011

Eigentlich hätte es diesen Blogbeitrag schon Anfang dieser Woche geben sollen – bei Temperaturen jenseits der 30 ° Celsius war dieser lauwarme Nudelsalat mit Abstand mein kulinarisches Highlight. Wobei ich ja diesbezüglich eher unerschrocken bin – bei 34 ° Grad köchelt die Bolognesesauce 5 Stunden am Ofen oder der Backofen läuft auf Hochtouren und belohnt mich einer leckeren Lasagne. Mit gaaaanz viel Käse natürlich… Wer so etwas nicht aushält ist selber schuld ;-)

Um jetzt nicht übermäßig vom Thema abzuscheifen – die schon fast banale  Bezeichnung “Nudelsalat” wird diesem schmackhaften Salat wohl überhaupt nicht gerecht. Die Kombination Ingwer/Knoblauch/Koriander geht ja eigentlich immer und als absoluter Linsenfan stellt sich für mich hier ja gar nicht die Frage. Die Ananas hingegen fiel zwar eigentlich nur der Resteverwertung zum Opfer, was sich aber als absolut kluger Schachzug herausstellte. Sehr empfehlenswert!

Zutaten für 2 Personen:

100 g Glasnudeln
50 g grüne Linsen
100 g Tatar
1 TL Sonnenblumenöl
1 TL gerösteter Sesam
2 EL grob gehacktes Koriandergrün
1 kleine, frische, rote Chilischote
2 Scheiben Ananas
1 EL Cashewnüsse
1 EL geriebener Ingwer
Saft von 1 Limette
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Erdnussöl
1 EL Sesamöl
1 EL Palmzucker
1 TL Tamarindenpaste
2 TL helle Sojasauce
Meersalz
Szechuanpfeffer

Zubereitung:

Linsen in kochendem Wasser ca. 25-30 Minuten kochen bis sie gar sind. In ein Sieb abgießen und bereitstellen. Die Nudeln etwa 5 Minuten in heißem Wasser einweichen. In ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.

Chilischote fein würfeln.Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und das Tatar krümelig anbraten. Chili untermischen, mit Salz und Szechuanpfeffer würzen. Pfanne beiseitestellen. 

Ananasscheiben auf dem Grill oder in der Grillpfanne kurz von beiden Seiten anbraten. In Stücke schneiden.

Für die Sauce Ingwer, Limettensaft, Knoblauch, Erdnußöl, Sesamöl, Palmzucker, Sesam, Tamarindenpaste und Sojasauce gründlich vermischen.

Linsen, Glasnudeln, die Hälfte der Annanasstücke, Koriander und Sauce zum Fleisch in die Pfanne geben und behutsam mischen. Die Pfanne für für einige Sekunden auf den Herd stellen, um die Zutaten kurz zu erwärmen.

Die Glasnudeln portionsweise aufteilen und mit Cashewnüssen, restlichen Ananasstücken und Koriander anrichten und servieren. 

 

Macarons mit Schoko-Chili-Ganache

Dienstag, 23. August 2011

Es ist vollbracht! Endlich! Nach mehreren traurigen Versuchen, brauchbare, ansehnliche und geschmacklich einwandfreie Macarons zu erschaffen, ist es mir zum Glück  jetzt endlich irgendwie gelungen.

Die kleinen, hübschen Dinger beim ersten Versuch einwandfrei und ohne optische und geschmackliche Verluste herzustellen, gleicht meiner Meinung nach irgendwie einem Ding der Unmöglichkeit – ich habs jedenfalls nicht geschafft.

Dank meiner etwas leicht undurchschaubaren aber trotzdem höchst kulinarisch-erprobten (Back-) Mischung der Blogger- kollegen Helene, Aurélie und Simone ist es mir zum Glück im letzten Augenblick doch noch irgendwie gelungen, im 7. Macarons-Himmel aufzuschlagen und in den Genuß dieser ansehnlichen Köstlichkeit zu gelangen… Mmmhh…

Zutaten für ca. 40 Macaronhälften:

45 g Eiweiß
1 Prise Salz
15 g Kristallzucker
100 g Puderzucker
55 g abgezogene, gemahlene Mandeln
1/2 TL Kakaopulver

Schoko-Chili-Ganache:

65 g Schokolade (85 %)
65 g Sahne (30 %)
1 Prise gemahlene Chilischote

Zubereitung:

Die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker und Kakao im Blitzhacker oder in der Küchenmaschine so fein wie möglich mahlen und durch ein feines Sieb in eine Schüssel sieben.

Eiweiß mit einer Prise Salz nicht ganz steif schlagen, 15 g Kristallzucker einrieseln lassen und weiter schlagen. Der Zucker sollte ganz aufgelöst sein und ein Messerschnitt sichtbar bleiben.

Abwechselnd Löffel für Löffel mit dem Spachtel Eischnee mit der Mandel-Puderzucker-Kakao-Masse vorsichtig unterziehen. Die Masse sollte glänzend und die Konsistenz von dickflüssiger Lava haben. Sie soll ganz langsam vom Spachtel laufen.

Zwei Backbleche vorbereiten und mit Backpapier auslegen. Das Backpapier an den Ecken mit je einem Punkt Macaron-Masse fixieren. So verhindert man später das Flattern des Backpapiers bei Umluft.

Die Macaronmasse in einen Spritzbeutel mit einfacher, runder Tülle geben und möglichst regelmäßig und mit ca. 2 cm Durchmesser auf das Blech spritzen. Allfällige Falten umgehen, die Schalen verlaufen und werden krumm. Evtl. mit einer Münze Kreise auf das Backpapier zeichnen.

Die Bleche für 30 Minuten stehen lassen und die Macarons antrocknen lassen (kein Durchzug)! Den Backofen auf 140° C Umluft vorheizen.

Nach 30 Minuten beide Bleche in den Ofen schieben und 15 Minuten backen bzw. trocknen lassen.

Die Bleche aus dem Ofen nehmen und die fertig gebackenen Macarons mit dem Backpapier vom Blech auf ein angefeuchtetes Küchen- bzw. Geschirrtuch ziehen. Durch die Feuchtigkeit lassen sich die Macarons nach ca. 5 Minuten spielend leicht vom Backpapier ziehen. Die Schalen auskühlen lassen.

Für die Ganache Schokolade, Sahne und Chilipulver in einem kleinem Topf auf kleinster Flamme erhitzen bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Abkühlen lassen.

Die abgekühlte Ganache mit einem Schneebesen kräftig aufschlagen bis sich ganz kleine Luftbläschen bilden und die Schokomasse luftig und etwas heller wird. In einen Spritzbeutel füllen und die Macaronhälften füllen und passend zusammenfügen.

Gefüllte Zucchini mit Couscous, Feta und Pinienkernen

Sonntag, 21. August 2011

Auch wenn es diese gefüllten Zucchini schon Ende letzter Woche gab – zwecks manchmal auftretender Erinnerungslücken meinerseits, dürfen sie auf keinen Fall unverbloggt bleiben. Es wäre doch wirklich jammerschade, wenn dieses sommerliche Gericht dank meiner Zutaten-Rezept-Vergesslichkeit für immer in der Versenkung verschwinden würde. Spätestens, wenn mich der nächste gefüllte Zucchini-mit-Couscous-Jeeper packt, erinnere ich mich dunkel und sehr schwach an irgendein vor (Tagen), Wochen, Monaten oder sogar Jahren erprobtes und für sehr lecker befundenes Gerricht. Passiert mir leider öfter.Tja, selber schuld!

Und damit eigentlich ein solches Malheur nicht passiert, hilft am besten ein probater Trick: Entweder sofort alle Zutaten mit genauer Mengenangabe so schnell wie möglich zu Papier bringen – welches warscheinlich über kurz oder lang ungelesen und achtlos zerknüllt im Altpapiercontainer landet, oder das Rezept am besten sofort, unweigerlich und ohne Umschweife und lange Ausreden sofort zu Blog zu bringen. Beides aber wurde von mir wieder mal konsequent ignoriert und bedurfte deswegen einiger Rekonstruktionszeit… Aber mit Erfolg!

Zutaten für 2 Personen:

2 Zucchini a ca. 200 – 250 g
150 g Gerstenvollkorn-Couscous
1 kleine weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln
100 g Fetakäse
20 g Pinienkerne
1 Esslöffel Pesto Rosso
3 TL Rapsöl
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL Fenchelsamen
1 Rosmarinzweig
Meersalz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung:

Couscous mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten quellen lassen. Zwiebel und Knoblauch in sehr feine Würfelchen schneiden. 1 TL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und beides darin kurz andünsten. 

Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Pesto Rosso, Pinienkerne, Frühlingszwiebeln und angedünstete Zwiebelwürfel und Knoblauch zum Couscous geben und alles vorsichtig vermengen. Feta in grobe Stücke brechen und eben- falls kurz untermischen.   

Zucchini waschen, trockentupfen, halbieren und mit einem Löffel das Kernhaus entfernen. Die Rosmarinnadeln abstreifen und fein hacken. Mit Fenchel und Korinader im Mörser zerstoßen und mit 1 Teelöffel Rapsöl vermischen. Die Zucchinihälften mit der Marinade einreiben, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine beschichtete Pfanne mit dem restlichen Öl erhitzen und die Zucchinihälften von beiden Seiten je ca. 1 Minute anbraten. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und jede Hälfte mit der Couscous-Mischung füllen. Im Backofen auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen – Fertig!


Zu warm zum Kochen…

Mittwoch, 17. August 2011

Deswegen werden heute im Schatten (groß-) zügig die rest- lichen Eisvorräte verspeist um Platz für neue Kreationen zu schaffen. Mit (Eis-) blumigen Grüßen!

 

 

Falafel mit Avocado-Hummus

Sonntag, 14. August 2011

Fast nichts macht mir so viel Freude wie das Schwelgen in kulinarischen Erinnerungen… Außer, das Essen an sich natürlich. Kulinarische Erinnerungen sind aber natürlich auch ein gefährliches Gebiet, da sich rückblickend die Geschmacksnerven subjektiv an den Aufenthaltsort anpassen. Soll heißen: Gefällt es mir im Urlaub, schmeckt auch meistens das Essen.

Keine Panik, ich war weder im Urlaub noch habe ich mich an Umsturzversuchen in arabischen Ländern beteiligt – mir ist letztens nur mein Wien-Aufenthalt durch den Kopf gegangen und bei dieser Gelegenheit fielen mir spontan die Falafel bei unzähligen Fress-Buden auf den vielen tollen Wiener Märkten ein…

Zutaten für 2 Personen:

Falafel:

150 g Kichererbsen, getrocknet
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/2 Bund Petersilie
2 Stiele Minzblätter
1/2 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/4 TL Piment d’Espelette
1/2 TL Salz
Pflanzenöl zum Frittieren

Hummus:

100 g Kichererbsen, getrocknet
1 Knoblauchzehe
Fleisch einer 1/4 Avocado
2 EL Zitronensaft
2 EL Tahini (Sesampaste)
1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
2 EL Olivenöl
Salz
1/2 TL Pistazienkerne, gemahlen

Zubereitung:

Alle getrockneten Kichererbsen in eine Schüssel füllen und Wasser darüber gießen, bis sie komplett bedeckt sind. Über Nacht stehen lassen bzw. einweichen.

Am nächsten Tag Zwiebeln und Knoblauch schälen und grob hacken. Kräuter waschen und trockenschütteln, Blättchen abzupfen. Die Kichererbsen für die Falafel im Sieb abtropfen lassen und in die Küchenmaschiene geben. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter dazufüllen und alles so fein wie möglich zerkleinern. Gewürze und Salz dazugeben. Die Masse gründlich vermengen und zu Bällchen formen.

Öl in einem weiten Topf heiß werden lassen. Die Bällchen darin nach und nach 4-5 Minuten Frittieren, bis sie schön goldbraun sind. Mit dem Schaumlöffel herausheben und auf einer dicken Lage Küchenpapier abtropfen lassen.

Für den Hummus die eingeweichten Kichererbsen gründlich abbrausen und gar kochen (ca. 1,5 Stunden). Knoblauch pressen.

Kichererbsen mit Knoblauch, Avocadofleisch, Zitronensaft, Sesampaste und Olivenöl mit dem Mixstab fein pürieren. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben. Mit Salz und Kreuzkümmel abschmecken. Mit gemahlenen Pistazien bestreuen und zu den Falafelbällchen servieren.

Tagliatelle mit getrockneten Tomaten und Pesto Rosso

Donnerstag, 11. August 2011

Nachdem ich mich die letzten Tage ganz fleißig im Macarons backen geübt habe – zuerst mit sehr wenig, dann mit etwas mehr Erfolg – gibt es dafür zur Stärkung und Belohnug ne ordentliche Portion selbstgemachte Pasta.

Da ich ja erst vor kurzem selbstgetrocknete und marinierte Tomaten für mich entdeckt habe, überlege ich ständig wie ich diese kleinen, aromatischen und roten “Früchtchen” am leckersten auf den Tisch bzw. in den Teller bekomme. Und bevor sie noch länger im ungemütlich-kalten und dunklen Kühlschrank in einem öligen Glas mit Knoblauch und Kapern ihr Dasein fristen und noch länger auf die verdiente Befreiung warten, erbarme ich mich ihrer und befördere sie vor ihrem end- gültigen Aus noch liebevoll durch die Walzen der Nudelma- schine.  Auch runzelige und dehydrierte Tomaten haben ein Anrecht auf  eine würdevolle und schmackhafte Zubereitung, basta… äh, zu Pasta.

Und weil ja die Tagliatelle sich alleine im Teller doch etwas einsam fühlen, bekommen sie wohlverdient und dankens- werterweise Gesellschaft von ebenso errötetem Pesto. Auf- gehts, ran an die Nudel! 

Zutaten für 2 Personen:

Tagliatelle:

200 g Weizenmehl (T. 405)
50 g Hartweizengrieß, fein gemahlen
2 Volleier (M)
30 g  getrocknete u. marinierte Kirschtomaten

Pesto Rosso:

50 g getrocknete u. marinierte Kirschtomaten
15 g Pinienkerne
20 g Parmesan, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe, geschält
1/2 Teelöffel Thymianblättchen
25 g Ricotta
30 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer, schwarz

Zubereitung:

Die getrockneten Tomaten in einem Sieb gründlich abtropfen lassen. Tomaten mit den Eiern mit dem Schneidstab sehr fein pürieren.

Weizenmehl, Hartweizengrieß und Eier mit der Hand gründlich zu einem glatten Teig verkneten. In Folie verpacken und 2 Stunden ruhen lassen (Zimmertemperatur).

Den Teig nochmals gut durchkneten und in 2 Portionen teilen. Den Teig mit einem Nudelholz oder einer Nudelmaschine ausrollen und Tagliatelle gewünschter Breite schneiden. Fertige Pasta trocknen lassen oder sofort weiterverarbeiten.

Für das Pesto alle Zutaten in mit dem Schneidstab in einem hohen Gefäß nicht zu fein pürieren, bei Bedarf noch etwas Öl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu warmer Pasta servieren.

Himbeersorbet mit Smokehead Islay Whisky

Montag, 08. August 2011

Vor langer, langer Zeit beschenkte ich meinen Freund und früheren Whiskysammler mit einer tollen Marmelade. Seine Vorlieben liegen seit Jahren besonders bei den Islay-Whiskys wie Ardbeg, Laphroaig und Lagavulin usw. die für Nichtkenner wie ein eingelegtes Heftpflaster nach Jod und Karbol, für Kenner dagegen nach Rauch und Torf schmecken (sollen). Mir persönlich schmeckt der Whisky überhaupt nicht – ich bekomme beim Riechen schon Angst – in Kombination mit Himbeere allerdings ergibt sich ein sehr stimmiges Geschmacksbild. Das Marmeladen- glas ist zwar schon lange leer, der außergewöhn- liche Geschmack blieb und hat sich doch sehr nachhaltig in mein Gehirn gebrannt. Köstlich!

Da ich einiger Zeit absolut stolze Besitzerin einer Eismaschine bin und endlich mal die Möglichkeit habe auch mal ausge- fallerene Eissorten auszuprobieren, habe ich mich von dieser genialen Marmelade natürlich inspirieren lassen. Was jetzt dazu noch fehlt ist natürlich der passende Whisky  – und  nachdem ich ja durch das Geschenk selbstverständlich noch etwas gut  hatte war es ja wieder mal überhaupt kein Problem, dass ich mich der Kulinarik wegen an den Vorräten vergriffen habe.

Diejenigen die den Geschmack des Smokehead Islay Single Malts mit seinem torfig-rauchigen Geschmack mögen,  kennen und lieben ihn, bei anderen ist er warscheinlich nicht bekannt und wenn, dann warscheinlich eher sehr unbeliebt. 

Zutaten:

600 g Himbeeren
100 g Zucker
100 ml Wasser
30 ml Limettensaft
60 g Invertzuckersirup
4 EL Smokehead Islay Single Malt Scotch Whisky

Zubereitung:

Zucker und Wasser in einem kleinen Topf ca. 3 Minuten auf klei- ner Flamme köcheln lassen. Abkühlen lassen und den Invert- zuckersirup unterrühren.

Himbeeren und Limettensaft mit dem Pürierstab fein pürieren. Durch ein feines Sieb passieren und mit dem Whisky mischen. Zuckersirup unterrühren. Über Nacht im Kühlschrank vorkühlen, dann mit der Eismaschine nach Herstelleranweisung zu Eis verarbeiten.

Getrocknete und marinierte Kirschtomaten

Freitag, 05. August 2011

Durch familiäre Beziehungen habe ich eine direkte Verbindung zu einem ökologisch geführten, privaten Garten. Bis auf wenige Gartengieß-Dienste hat das Ganze eigentlich nur Vorteile. Aber selbst diese Dienste kann man aber auch geschickt zu Grill- parties ausdehnen und somit in eine Win-Win-Sitution ver- wandeln. Klartext: Saisonales, frisches Gemüse und Obst frei Haus.

Und weil es im Moment Tomaten im Überfluß gibt – und bei Kirsten rein zufällig das passende Rezept als Inspiration – wird gleich mal ein ganzer Schwung getrocknet und aromatisiert  ins “Runde” gepackt. Quasi eine Konservierung des Sommers für die kältere Jahreszeit, wenn es doch nur so lange halten würde…

Eine köstliche Verwendung für Pomodori secchi ist in Pesto, als Antipasti, in Salaten, Saucen, zu Pasta … Die Verwendungs- möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Außerdem gestalltet sich die Herstellung absolut simpel, aber effektiv. Durch das Verdampfen des Wassers wird der Geschmack intensiver und die getrockneten Tomaten sind auch wesentlich länger haltbar als die frischen.

Zutaten:

500 g Kirschtomaten
6 Zweige Thymian
Meersalz
Pfeffer, schwarz
3 EL Rapsöl

8 Knoblauchzehen
1 EL Kapern
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
1 kleine, frische, rote Chilischote
5 Zweige Thymian
Olivenöl

Zubereitung:

Backofen auf  110 Grad vorheizen.

Tomaten waschen, trockentupfen und halbieren. Mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Back- blech legen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Öl beträufeln. Thymianzweige zwischen die Tomaten legen.

Die Tomaten für ca. 4-5 Stunden zum trocknen in den Ofen geben. In der Zwischenzeit immer wieder probieren ob das gewünschte Ergebnis schon erreicht ist. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Knoblauchzehen schälen. Abgekühlte Tomaten, Kapern, Chili- schote, Pfefferkörner, Knoblauch und Thymianzweige in ein verschließbares Glas schichten. Gut mit Olivenöl bedecken und kühl aufbewahren.

Brownie-Käsekuchen

Mittwoch, 03. August 2011

Brownie? Käsekuchen? Brownie! Oder doch lieber Käsekuchen? Für alle Unentschlossenen dieser Welt habe ich zumindest in dieser Frage die richtige Lösung parat…

Bitteschön:

Zutaten (Springform 23 cm):

120 g Butter (plus etwas mehr zum Einfetten)
100 g Mehl (plus etwas mehr zum Bestäuben)
120 g Zartbitterschokolade, in Stücke gebrochen
200 g Zucker
2 Eier
60 ml Milch

500 g Frischkäse
150 g Zucker
3 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
125 Naturjoghurt

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform (23 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben.

Butter und Schokolade in einem kleinen Topf bei geringer Hitze schmelzen, dabei gelegentlich umrühren. Vom Herd nehmen und den Zucker einrühren. Eier und Milch mit dem Handrührgerät unterrühren. Das Mehl darübersieben und unterheben. In die vorbereitete Form füllen und die Oberfläche glatt streichen.
25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, während die Käsekuchenschicht zubereitet wird. Die Oberhitze auf 160 Grad reduzieren.

Für den Käsekuchenteig den Frischkäse mit Zucker, Eiern und Vanillezucker gut vermischen. Den Joghurt untermischen, dann die Creme auf dem Brownie-Boden verteilen. Weitere 50-55 Minuten backen, bis die Käsemasse fest ist. Aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Mit einem Messer den Kuchen vom Formrand lösen und aus der Form nehmen. Für mindestens 4 Stunden oder noch besser über Nacht in den Kühlschrank stellen, dann erst in Stücke schneiden.

Kohlrabi-Brokkoli-Lasagne mit Gorgonzola

Montag, 01. August 2011

Lasagne liebe ich in jeder erdenklichen Variante, mit Fleisch, Fisch oder Gemüse – Hauptsache mit einer leckeren Béchamelsauce und ohne Pilze. Mit viel Liebe und noch mehr Käse über- backen, ist der italienische Klassiker für mich das pure Glück in Schichten und beliebt bei Groß und Klein bzw. Alt und Jung. Ohne Lasagne wäre die Welt doch mit Sicherheit ein kleines bißchen trauriger, oder?

Unabhängig davon, daß Brokkoli und Gorgonzola für meinen Gaumen eine  Traumkombination darstellen und die im Kühlschrank verweilenden Kohlrabis schon in freudiger Erwartung waren, stellte sich noch die Frage, wie Brokkoli in einer Lasagne idealerweise plaziert wird. Beim Käse ist die Sache ja klar oder ja eigentlich eher flüssig und flach. Brokkoli dagegen ist wegen seiner Form eher Nudelplatten-unkompatibel. Deswegen wurde er kurzerhand und ohne schlechtes Gewissen einfach in die Sauce geschreddert und somit wieder Lasagne-kompatibel gemacht. So einfach ist das…

Zutaten für 4 Personen:

150 g Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
25 g Butter
2 Lorbeerblätter
25 g Mehl
100 ml trockener Weißwein
500 ml Milch (1,5 %)
250 g Brokkoliröschen
125 g Gorgonzola
Salz
Pfeffer
Muskat
1 TL Olivenöl
800 g Kohlrabi
12 Lasagneblätter
60 g Pecorino (gerieben)

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln.  Für die Béchamel Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Lorbeer darin andünsten. Mehl mit einem Schneebesen unterrühren und kurz mitdünsten. Wein und Milch zugeben und offen bei milder Hitze unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten einkochen lassen. Brokkoli zugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Sauce mit dem Pürierstab fein mixen, Lorbeerblätter vorher entfernen. Den Gorgonzola in die Béchamel geben und schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Kohlrabi schälen, halbieren und in dünne Scheiben hobeln.

Eine Auflaufform (ca. 24 x 20 cm) mit Olivenöl einfetten. Etwas Béchamelsauce in die Form gießen. Schichtweise Nudelblätter, Béchamelsauce und Kohlrabi in die Form geben. Den Vorgang so oft wiederhohlen bis die Lasagneblätter aufgebraucht sind. Die restliche Béchamelsauce darauf verteilen. Mit Käse bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene ca. 35 – 40 Minuten garen.