Archiv für Juni 2011

Spinatquiche mit Camembert und getrockneten Tomaten

Mittwoch, 29. Juni 2011

Eigentlich purer Selbstmord bei diesen Temperaturen den Backofen anzuwerfen, oder? Aber mal ehrlich – Augen zu und durch! Was gibt es an so einem heißen Tag eigentlich besseres als ein Stückchen kalte oder lauwarme Quiche mit Salat? Für mich einfach das perfekte Sommeressen.

Das Besondere an dieser Quiche ist nicht der Teig aus Dinkelvolkornmehl oder etwa der Spinat oder die getrockneten Tomaten – alles bekannt und schon fast langweilig.  Nein, der (Camembert-) Kenner “erkennt” es sofort: Käse überall. Käse im Boden, Käse im Belag und zu guter letzt natürlich Käse auf dem Belag. Was will das (Käse-) Herz mehr?

Ganz, ganz wichtig  dabei ist natürlich die strategische Position des französischen Käseklassikers… Hoch soll er sein, in vier Teile geteilt soll er sein und für den druchgehenden Käsegenuß – auf den Mürbteigboden der Tatsachen gedrückt sein. Der Gipfel der ganzen Aktion ist aber er überstehende Camembert. Er verteilt sich sich beim Backen wie der schmelzende Schnee in der Sonne…

Zutaten:

220 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
25 g Parmesan, frisch gerieben
1 Ei 
5 g Salz

500 g Blattspinat (TK)
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Rapsöl
3 Eier
200 g Schmand
25 g Parmesan, frisch gerieben
10 getrocknete Tomaten
1 Camembert (ca. 150 g)
Muskatnuss
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Mehl, Salz und Parmesan in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stückchen zugeben und alles zu einer fein-krümeligen Masse kneten. Das Ei zugeben und alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und etwa 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den aufgetauten Blattspinat gründlich ausdrücken und grob hacken.

Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch glasig dünsten. Gehackten und ausgedrückten Spinat zugeben und ca. 2 Minuten mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Von der Herdplatte ziehen und leicht abkühlen lassen.

Eier, Schmand und Parmesan in einer Schüssel gründlich verrühren, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Abgekühlte Spinatmischung unterrühren.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen und eine gefettete und mehlierte Springform (22 cm) damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit getrockneten Hülsenfrüchten füllen. Den Teig ca. 10 Minuten im heißen Backofen (Mitte)  blind backen. Die Hülsenfrüchte entfernen.

Die Spinat-Schmand-Mischung in die vorgebackene Mürbteigform füllen. Den Camembert vierteln und gleichmäßig bis zum Boden in die Spinatmasse eindrücken. Mit den getrockneten Tomaten belegen. Die Quiche im heißen Backofen ca. 45 Minuten backen bis die Füllung fest und die Kruste goldgelb ist.

Kürbiskerneis mit Kürbis-Kardamom-Krokant

Dienstag, 28. Juni 2011

Braucht Ihr auch so dringend eine Abkühlung? Das Thermometer misst im Moment schweißtreibende  33 Grad und und keine Abkühlung ist auch nur annähernd in Sicht. Aber die Rettung naht – Gott sei Dank “wohnt” im Tiefkülfach noch eine grüne Erfrischung in Form meines hochoffiziell zweiten und 100% selbstgemachten Eis. Ja, ja , ihr habt richtig gelesen! Frau rock the kitchen! verfügt seit kurzer Zeit und nach langjähriger selfmade-Eis-Abstinenz über eine eigene Eismaschine. Kommt Zeit, kommt Rat – oder Eismaschine!

Zu verdanken habe ich diese köstlich Abkühlung aber nicht etwa mir selbst sondern Maja von Moye´s kitchen. Ihr total geniales Gianduja-Stracciatella-Eis inspirierte mich zu meiner grünen und überaus nussigen Eigenkreation. Welch eine Erlösung!  Und aufgrund der immer noch andauernden Hitze verweigere ich ab sofort die weitere Tipperei und mache mich lieber auf den Weg zum Tiefkülfach…

Zutaten für ca. 500 ml:

100 ml Sahne 
250  ml Vollmilch
90 g Zucker
3 EL Mus aus gerösteten Kürbiskernen
1 EL Kürbiskernöl
60 g weiße Kuvertüre
4 Eigelb
2 EL Cognac

50  g Kürbiskerne, geröstet
40 g weißer Zucker
1/2 TL Kardamom

Zubereitung:

Sahne, 125 ml Vollmilch und Zucker kurz aufkochen lassen bis sich die Zuckerkristalle auflösen. Vom Herd ziehen und das Kürbiskernmus einrühren. 

Die restliche (125 ml) Vollmilch erhitzen und die weiße Kuvertüre darin auflösen. Die Mischung sehr gut durchrühren.

4 Eigelb in einer Schüssel dick und cremig aufschlagen, Cognac und Kürbiskernöl zugeben. Langsam die Kürbismilch angießen, dabei immer weiter rühren. Die ganze Mase zurück in den Topf geben und unter Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Masse langsam andickt. Dabei immer weiter mit dem Silikonteigschaber über den Boden streichen damit die Masse nicht ansetzt. Sobald die Masse angedickt ist, diese vom Herd nehmen. Das ganze auf die Schoko-Milch-Mischung geben und gründlich verrühren. Die Masse im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Den Zucker in die Pfanne geben und ohne rühren schmelzen lassen. Sobald sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben und er hellbraun wird die Kürbiskerne und den Kardamom gleichmäßig unter den Karamell rühren. Noch heiß dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und erkalten lassen. Sobal der Karamell erkaltet ist in grobe Stüce brechen, in einen Gefrierbeutel geben und mit Hilfe des Nudelholzes in feine Stücke brechen.

Wenn die Eismasse erkaltet ist, nach Herstellerempfehlung in der Eismaschine zubereiten. Kurz vor Ende der Eiszubereitung die Krokantbrösel zugeben. Das Ganze gut durchmischen lassen und direkt servieren oder einfrieren.

Frankfurter Kranz-Cupcakes

Sonntag, 26. Juni 2011

Anscheinend bin ich doch ganz vertrauenswürdig oder habe zu laut “hier” geschrien als Katharina von Valentinas Kochbuch via Facebook 3 Rezensenten für ein Kochbuch suchte. Es dauerte also nicht lange und ich bekam vom Verlag Jacoby & Stuart ein knallpinkes Buch zugeschickt um drei Cupcake-Rezepte zu testen und darüber eine Rezension zu schreiben. 

Gebacken wurden Whisky-Cupcakes mit Whisky-Creme, Käsekuchen-Cupcakes und Frankfurter Kranz-Cupcakes. Letz- teres waren meine absoluten Favouriten, bei ihnen stimmte von der Kirsche  bis zum Boden einfach alles. Lecker!

Wobei die kleinen hübschen Dinger ja nicht ganz ohne sind, aber zu Risiken und Nebenwirkungen der Törtchen verweise ich fauler Weise einfach mal an Rezensenten- und Bloggerkollegin Astrid von Arthurs Tochter kocht - sie kann sowas eh viel beser als ich ;-)  Astrid beschreibt sehr unterhaltsam die “Tücken” eines solchen Experimentes.

Abschließend möchte ich mich bei Katharina für die Möglichkeit der Teilanhme am Kochbuchtest recht herzlich bedanken, es hat riesigen Spaß gemacht! Ein Dank gebührt natürlich auch dem Verlag für mein Exemplar.

Zutaten für 12 Stück:

Für den Teig:

3 Eier
170 g Zucker
150 g weiche Butter
1 EL Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone
1 TL Backpulver
90 g Mehl
90 g Speisestärke

Für die Füllung:

12 TL Kirschmarmelade

Für die Creme:

45 g Speisestärke
500 ml Milch
2 frische Eigelb
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g weiche Süßrahmbutter

100 g Haselnußkrokant
12 kandierte Kirschen

Zubereitung:

Zunächst für die Creme einen Pudding vorbereiten. Dazu die Speisestärke mit 6 EL Milch  und dem Eigelb verrühren. Die übrige Milch mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen bringen. Die angerührte Speisestärke hinzufügen und das Ganze kurz aufkochen lassen. Den Pudding vom Herd nehmen und erkalten lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Für den Teig Eier und Zucker schaumig schlagen. Die Butter hinzufügen und alles gut vermengen. Die restlichen Zutaten zugeben und kurz verrühren.

Den Teig in die mit Papierbackförmchen ausgelegte Muffinform füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 25 Minuten backen. Cupcakes 5 Minuten in der Form abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

Für die Füllung mit einem Teelöffel eine Mulde in der Mitte der Cupcakes ausheben und mit jeweils 1 TL Kirschmarmelade füllen.

Für die Creme sollten Butter und Pudding Zimmertemperatur haben. Die Butter schaumig schlagen. Bei geringer Geschwindigkeit des Rührgerätes den Pudding löffelweise zugeben und gut vermischen.

Die Creme mit einem Spritzbeutel auf die ausgekühlten Cupcakes spritzen. Mit Krokant bestreuen. Zum Schluß jeden Cupcake mit einer kandierten Kirsche dekorieren.

Rote-Linsen-Daal mit Kardamom-Fladenbrot

Freitag, 24. Juni 2011

Aufgrund eines genialen Konzerts war letzte Woche ein kurzer Aufenthalt in der Bundeshauptstadt leider unumgänglich – einige von euch haben es warscheinlich schon mitbekommen. Und weil in Berlin in manchen Stadtteilen indische, thailändische, chinesische, mexikanische, türkische, syrische, mongolische, ägyptische usw. Restaurants und Imbisse quasi Tür an Tür ihre Speisen an den – mehr oder weniger hungrigen – Mann bzw. die Frau bringen wollen war es ja eigentlich schon klar dass ich dieser Versuchung nicht widerstehen konnte.

Besonders begeistert war ich von Barisal, einem tollen vegetarischen Linsengericht  in einem Singapur-Restaurant in Kreuzberg. Ich schwöre es euch – zum hineinlegen! Diese gemischten und langsam über Nacht geschmorten Linsen mit Zwiebeln, Tomaten und ganz viel Koriander waren die besten Linsen die es bisher gab. Im Mirchi wird jeder Linsenhasser zum Linsenjunkie – garantiert!

Erstmal auf den Geschmack gekommen, mußte natürlich daheim in der fränkischen Provinz sofort adäquater Ersatz her. Verständlich, oder? Ohne Linsen mach ich hier einfach keinen Schritt mehr. Vorschnell und unüberlegt von einer sich anbahnenden Sucht zu sprechen wär jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber was nicht ist kann ja noch werden.

Genug der Worte, fündig wurde ich wieder mal in “Die neue vegetarische Küche” von Maria Elia. Ihr Rote-Linsen-Daal war für mich der absolute Knaller – fast wie in Berlin ;-) Passend dazu gab es warmes Kardamom-Fladenbrot, ebenfalls eine Idee aus dem Buch. Gebacken habe ich es aber nach diesem erprobten Rezept, zugegeben habe ich lediglich 1 TL gemahlenen Kardamom. Ob ich dieses Linsengericht noch irgendwann toppen kann wird sich über kurz oder lang zeigen…


Zutaten
für 4 Personen:

350 g rote Linsen
2 EL Pflanzenöl
3 TL Kreuzkümmelsamen
2 TL schwarze oder gelbe Senfkörner
1 weiße Zwiebel, fein gewürfelt
4-cm-Stück Ingwerwurzel, geschält und fein gehackt oder gerieben
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 frische rote Chili, entkernt und fein gehackt
3 TL Currypulver
4 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Kurkuma
1 Prise Chilipulver
1 EL Tomatenmark
2 kleine oder 1 große Zimtstange
300 ml Gemüsebrühe
200 ml Kokosmilch (im Buch ohne, dafür 500 ml Gemüsebrühe)
Zitronensaft, zum Abschmecken
1/2  Bund frisch gehackte Minze
1/2  Bund frisch gehackter Koriander
Meersalz

Zubereitung:

Das Öl in einem großen Topf erhitzen, Kreuzkümmel und Senfkörner hinzugeben. 30 Sekunden anrösten. Achtung – Senfkörner nicht anbrennen, sonst wird das Daal bitter! Zwiebel zugeben. Bei mittlerer Hitze garen bis die Zwiebel glasig ist.  Ingwer, Knoblauch, Chili und Gewürze zugeben und 3 Minuten weitergaren. Das Tomatenmark hinzufügen und 1 Minute braten.

Linsen, Zimtstange, Brühe und Kokosmilch zugeben und aufkochen. Dann die Hitze reduzieren und 15-20 Minuten köcheln lassen bis die Linsen weich sind und das Daal eindickt. Falls nötig, etwas Wasser zugeben. Vom Herd nehnen, Meersalz einstreuen und Zitronensaft nach Geschmack zugeben.

Etwas abkühlen lassen, Kräuter untermischen und warm servieren – Fertig!

Schoko-Kokos-Granola

Dienstag, 21. Juni 2011

Kennt ihr diese wahnsinnig pappig-süßen und knusprigen Müslis die einen ziemlich fies in fast jedem Supermarkt angrinsen? Dieses Schoko-Kokos-Granola ist zum Glück genau das Gegen- teil von diesen ganzen überzuckerten und auch zum größten Teil sehr fetthaltigen Fertigmüslis: Dank dem hohen Kakaoanteil der verwendeten Schokolade ist dieses Granola sehr, sehr schokoladig und angenehm herb im Geschmack und wird von der dezenten, karamelligen Süße des Moscovadozuckers beglei- tet. Der Zuckerschock am morgendlichen Frühstückstisch bleibt also aus!

Zu diesem leckeren und knusprigen Müsli hat mich wieder mal Steph inspiriert, deren Schoko-Granola quasi Liebe auf den erste Blick war und mich zu eigenen Kreationen verführte. Nach nunmehr drei Granola-Experimenten hat sich diese Variante mit Kokosmilch und Kokosflocken als absoluter Favorit herauskristallisiert und mausert sich zum festen Standard im Hause rock the kitchen!

Zutaten:

300 g Haferflocken (Großblatt)
250 g 3-Korn-Flocken
80 g Amaranth, gepufft
50 g Leinsamen, gold
50 g Kokosflocken
200 ml Kokosmilch
125 g Muscovadozucker
Mark von 2 Vanilleschoten
3 EL Rapsöl
100 g Zartbitterschokolade (90 %)

Zubereitung:

Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Haferflocken, 3-Korn-Flocken, Amaranth, Leinsamen und Kokos- flocken in einer großen Schüssel vermischen.

Zartbitterschokolade grob hacken. Kokosmilch mit dem Musko- vadozucker in einem kleinen Topf kurz aufkochen bis sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben, vom Herd ziehen. Schokolade unter ständigem Rühren in der heißen Kokosmilch auflösen. Rapsöl und Vanillemark unterrühren.

Die Schoko-Kokos-Mischung über die Müslimischung gießen und am besten mit den Händen alles sehr gleichmäßig miteinander vermischen. Anschließend das Müsli auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und verteilen.

Bei 160 Grad auf der 2. Schiene von unten ca. 10 Minuten backen bzw. trocknen lassen. Mit dem Pfannenwender das Müsli wenden und weitere 10 Minuten backen. Diesen Vorgang noch zweimal widerholen. Nach insgesammt 40 Minuten das fertige Granola aus dem Ofen nehmen und auf dem Backblech abkühlen lassen. Keine Sorge, das Granola wird erst richtig knusprig wenn es abgekühlt ist.

Limetten-Thunfisch-Aioli

Sonntag, 19. Juni 2011

Es gibt Food-Magazine, die schon fast zum Garant für leckeres Essen mutieren. Dazu gehört für mich mit fast 100%-iger Sicherheit das Sonderheft stern GOURMET “Die 175 besten stern-Rezepte für Frühling und Sommer”. Diese 2. Ausgabe regt zu eher raffinierten, aber doch immer einfachen und saisonalen Rezepten an. Nicht immer steigt die dringende Nachkoch-Lust in mir auf, wie z.B. bei dem Bananen-Tomaten-Salat. Hier mangelt es ganz bestimmt nicht an den elementaren Zutaten - die gewagte Kombination treibt mir schlichtweg das Wasser in die Augen, den notwendigen Speichelfluß unterdrückt sie hingegen gekonnt. Nichtsdestotrotz, bei ungefähr 2/3 der Rezepte würde ich mit ”tropfendem Zahn” am liebsten sofort loslegen.

Gesagt, getan – nach den Spaghetti mit Parmaschinken, Sardel- len und Kapern und der Ingwer-Poularde aus der Herbst/Win- ter-Ausgabe kommt nun die Limetten-Thunfisch-Aioli zum Zug. Und wie! Als großer Aioli- und noch größerer Knoblauch-Fan ist diese Thunfisch-Limetten-Variante der absolute Knaller als Vor- speise oder Snack mit knusprigem Ciabatta-Brot.

Ich gestehe, eigentlich war diese Limetten-Thunfisch-Aioli laut Originalrezept als Pastasauce gedacht. Nach langen Über- legungen und mit einer gehörigen Portion schlechten Gewissens  nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und verwieß die Nüdelchen auf die hinteren Ränge, Aioli gehört für mich zu Brot und nicht auf Pasta, basta!

Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:

1 Limette
1 Knoblauchzehe
70 g Bio-Thunfisch (naturell)
35 ml Sonnenblumenöl
35 ml Olivenöl
1 Eigelb
1 TL Dijonsenf
Salz
Cayennepfeffer

Zubereitung:

Limette heiß abspülen, mit Küchenpapier trockenreibe, die Schale fein abreiben und abgedeckt bei- seitestellen. 2-3 EL Limettensaft auspresse. Den Knoblauch abziehen und grob hacken.

Den Thunfisch abtropfen lassen und mit dem Limettensaft und Knoblauch im Blitzhacker sehr fein pürieren. Die Öle mischen. Das Eigelb mit Senf und etwas Salz in einem hohen Rührbecher mit den Quirlen des Handrührgerätes verrühren. Das Öl zuerst tropfenweise, dann in einem dünnen Strahl dazugießen und auf hoher Stufe schlagen, bis eine dicke Mayonnaise entsteht. Das Thunfischpüree mit dem Schneebesen unterrühren, mit Salz und Cayenne würzen.

Spaghetti mit Parmaschinken, Sardellen und Kapern

Montag, 13. Juni 2011

Nach der Pizza muß dringend noch ein anständiges Pastarezept nachgeschoben werden, oder? Wobei anständig ja schon wirklich reichlich untertrieben klingt - dieses Rezept ist für mei- nen Geschmack die Sommerpasta schlechthin, bitteschön!  

Und wer sagt, daß es zu Pasta immer eine Sauce geben muß? In diesem Fall sind Ciabattabrösel das Zauberwort. Mit klein- geschnittenen Sardellen und Knoblauch angeröstet machen die Brösel aromatechnisch richtig was her, wobei der eigentliche Applaus viel mehr den knusprigen und zitronisierten Kapern und dem kross gebratenen Parmaschinken gebührt. Wobei es mich zugegebenermaßen anfangs schon einige Überwindung kostete den edlen Schinken zu eliminieren und ins heiße Öl zu werfen…

Und dafür: Lob wem Lob gebührt! Nein, nicht mir – von solch kreativen und genialen Gedankenschüben wurde ich bis jetzt leider verschont. Aber wieso auch den Kopf zerbrechen wenn es dafür diverse Zeitschriften gibt? Gefunden in der aktuellen Stern Gourmet 1/2011 “Frühling + Sommer”, mit kleinen Änderungen (Basilikum anstatt Rucola, minimal mehr Sardellen und Hasel- nüsse) sofort nachgekocht und für überragend (knusprig) befunden.

 

Zutaten für 2 Personen:

50 g frisches Ciabatta
1 rote Chilischote
4 Sardellenfilets (in Öl)
1/2 Bund glatte Petersilie
50 g Parmaschinken
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
30 g Haselnüsse, gemahlen
30 g Kapern
1/2 EL Biozitronenschale, fein gerieben
20 g Parmesankäse, dünn gehobelt
Salz
250 g Spaghetti
Basilikum

Zubereitung:

Brot würfeln, im Blitzhacker zerbröseln. Chilischoten längs aufschneiden, die Kerne herausspülen. Sardellen trocken tupfen. Petersilie waschen, trocknen und die Blätter abzupfen. Alles getrennt fein hacken. Parmaschinken klein schneiden. Knoblauch abziehen.

Brösel bei mittlerer Hitze in 2 EL Olivenöl unter Rühren goldbraun braten. Knoblauch dazupressen, mit Chili, Sardellen und Haselnüssen mischen und kurz erhitzen. Salzen und die Petersilie unterrühren.

Spaghetti nach Packungsanweisung in ausreichend Salzwasser kochen. Die Kapern abtropfen lassen. Den Schinken in 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze knusprig braun braten, aus dem Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Kapern im restlichen Öl bei mittlerer Hitze knusprig braten und die Zitronenschale dazugeben, ebenfalls auf Küchenpapier ab- tropfen lassen.

Abgetropfte Spaghetti mit der Hälfte der Brösel vermischen und in Tellern anrichten. Mit den restlichen Bröseln, Parmaschinken, Zitronenkapern und evtl. Parmesan bestreuen. Mit Basilikum garnieren - Fertig!

Pizza Spinaci mit Büffelmozzarella, Feta und Ei

Dienstag, 07. Juni 2011

We proudly present – the one and only Lieblingspizza von rock the kitchen!  Für die meisten klingt diese Kombination war- scheinlich gänzlich unspäktakulär, mich befördert sie aber ohne Bedenken und schlechtes Gewissen sofort  in den 7. Pizza-Himmel. Voilà:

Zutaten für 2 Personen bzw. 2 Pizzen:

300 g Weizenmehl (Typ 1050)
1 TL Salz
1/2 TL Zucker
1/2 Päckchen Trockenhefe
2 EL Olivenöl
150 ml Wasser, lauwarm

300 g gehackte Tomaten (Dose)
50 ml Rotwein, trocken
1 TL Olivenöl
1 weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Prise Zucker
Salz
Pfeffer

250 g Blattspinat, TK
1 weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
300 g Büffelmozzarella
80 g Fetakäse
2 Eier, Größe M

Zubereitung:

Mehl, Salz, Zucker, Trockenhefe und Olivenöl in einer außreichend großen Schüssel gründlich vermischen. Lauwarmes Wasser zugeben und alles gut durchmischen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche alles zu einem glatten und ge- schmeidigen Teig verkneten. Die Teigkugel zurück in die Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und ruhen lassen bis der Teig sich verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit für die Tomatensauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten. Mit trockenem Rotwein ablöschen und leicht reduzieren lassen. Gehackte Tomaten mit Saft zugeben. Salz, Pfeffer und Zucker zugeben und ca. 30 Minuten ohne Deckel leicht köcheln lassen. Pürieren.

Zum Belag: Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und fein schneiden. Das Olivenöl erhitzen und beides glasig dünsten. Ausgedrückten Blattspinat zugeben und ca. 1 Minute mit- dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Leicht abkühlen lassen.

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Teig in 2 Portionen teilen und jeweils eine Portion auf Backpaier zu einem dünnen Fladen ausrollen. Nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

Tomatensauce auf dem Teig verstreichen. Büffelmozzarella in Scheiben schneiden, auf der Tomatensauce verteilen. An- schließend den Spinat möglichst gleichmäßig auf der Pizza verteilen. Fetakäse über den Spinat bröseln.

Die fertig belegte Pizza mit dem Backpapier direkt auf den Boden des vorgeheizten Backbodens legen. 8 Minuten backen bis der Boden leicht gebräunt und knusprig ist. Anschließend die Pizza ohne Backpapier auf den Rost (mittlere Schiene) legen. Ei vorsichtig in die Mitte der Pizza schlagen und weitere 5 Minuten backen. Das Eiweiß sollte gestockt sein, der Dotter noch flüssig – Fertig!