Archiv für Mai 2011

Sablés chocolat à la fleur de sel

Freitag, 27. Mai 2011

Manche Dinge müssen einfach schnell gehen - vor allem wenn es sich um Schokokekse handelt. Einer solch brisanten und vor allem schmackhaft-süßen Angelegenheit darf auf keinen Fall Aufschub gewährt werden. Gestern also bei Alex und heute schon bei Sylvia. Neugierig wie nun mal bin, mußten diese wunderbar schokoladigen Kekse mit Salzblüte sofort auf den Tisch bzw. in die Keksdose – man gönnt sich ja sonst nichts, oder? Und Alex übertreibt wirklich nicht, diese Mega-Schokoladenkekse mit Fleur de sel sind wirklich der Hammer und ein absolutes Muß für jeden Schokoladen-Junkie.

Das Original-Rezept stammt übrigends aus dem Buch Infiniment von Pierre Hermé, einem Pariser Konditor bzw. Pâtissier. Seine Macarons sind seit einigen Jahren absoluter Kult und erfreuen sich immer wachsender Beliebtheit. Alex entdeckte zum Glück sein  Rezept der “Sablés chocolatà la fleur de sel” auf dem italienischen Food- blog I dolci di Pinella.

Dieses Mal habe ich mich ganz genau ans angegebene Rezept gehalten - mit nur einer kleinen Beigabe: Eine Messer- spitze gemahlene Lavendelblüten mußten dringend mit in den Teig.

Und weil leckere und mit Liebe gebackene Kekse ein tolles Mitbringsel oder Geschenk darstellen, sind sie auch noch der pefekte Beitrag zum aktuellen Blogevent von Zorra und ihrer Gastgeberin von Gourmet-Büdchen: Essen und Trinken hält Liebe und Freundschaft zusammen – Geschenke aus der Küche. Darauf einen Keks!

Zutaten für ca. 25 Stück:

175 g Mehl
30 g Kakao
5 g Natron
150 g weiche Butter
120 g Rohrzucker
50 g Puderzucker
3-5 g Fleur de sel
1/4 gestrichener TL gemahlene Lavendelblüten
Mark einer Vanilleschote
150 g Schokolade (70 %)

Zubereitung:

Schokolade mit einem schweren Messer möglichst fein hacken oder reiben. 

Mehl, Kakao und Natron gründlich miteinander vermengen und mehrmals sieben bis eine sehr feine Mischung entsteht. Die weiche Butter mit Rohrzucker, Puderzucker, Fleur de sel, Vanillemark, Lavendelblüten und Schokolade verrühren. Mehl-Kakao-Mischung zugeben und alles mit den Händen möglichst rasch verkneten. Aus dem Teig eine 4 cm dicke Rolle formen. In Klarsichtfolie gewickelt ca. 2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Teigrolle in 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit ausreichend Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Bei 180 Grad die Kekse nicht länger als 12 Minuten backen, sie dürfen nicht austrocknen. Komplett auskühlen lassen , bevor man sie in einer Blechdose aufbewahrt.

Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche

Gebackene und gefüllte Ofenkartoffel mit Rucola-Walnuß-Pesto und Frühlingszwiebeln

Donnerstag, 26. Mai 2011

Passend zum Mai-Blogevent des Gärtnerblogs gibts im Hause rock the kitchen! ein tolles vegetarisches Gericht mit…. Frühlingszwiebeln! Eine gebackene, gefüllte UND überbackene Ofenkartoffel mit einer aromatischen Füllung aus Schmand, Rucola-Walnuß-Pesto, Knoblauch, Parmesan und Frühlings- zwiebeln – mit Salat das perfekte Mahl an einem sonnigen und warmen Frühlingstag wie heute.

Die Inspiration zu dieser tollen und frühlingshaften Kartoffel fand ich dieses Mal – wie so oft – bei einer anderen Food- bloggerkollegin, so verwöhnte schon Petra von Chilli und Chiabatta 2009 ihre Lieben mit einer zweimal gebackenen Kartoffel mit Schmand. Vielen Dank für die tolle Inspiration!

:

Zutaten für 2 Personen

2 große, festkochende Kartoffeln (je ca. 350 g)
100 g Schmand
2 EL Rucola-Walnuß-Pesto
1 Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln
1 TL Olivenöl
Salz
Pfeffer
40 g + 10 g Parmesan
1 EL Radieschensprossen

Zubereitung:

Backofen auf 200 g vorheizen.  Kartoffeln in Alufolie wickeln und im Ofen ca. 50 Minuten backen. Alufolie entfernen und leicht abkühlen lassen.

Knoblauch schälen und pressen, Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Parmesan reiben.

Von der gebackenen Kartoffel der Länge nach etwa 1/4 abschneiden und den unteren Teil aushöhlen, den Deckel dabei auskratzen und das gesammte “Kartoffelfleisch” in eine Schüssel geben.

Kartoffelfleisch, Schmand, Pesto, Knoblauch, 40 g Parmesan und Frühlingszwiebeln miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fertige Masse in die ausgehöhlten Kartoffeln füllen. Mit dem Olivenöl beträufeln und dem restlichen Parmesan bestreuen. Im Ofen nochmals 20 Minuten leicht goldbraun überbacken. Mit Radieschensprossen garnieren – Fertig!

Garten-Koch-Event Mai 2011: Frühlingszwiebel [31.05.2011]

Kartoffel-Senf-Gratin mit fränkischen Bratwürsten

Mittwoch, 25. Mai 2011

Entgegen starken Protesten des männlichen Teils des Haushaltes stelle ich die fränkischen Bratwürste dezent in den Hintergrund und präsentiere euch zu meiner Freude das Kartoffel-Senf-Gratin. Wobei sich hier auch gleich der Vorteil des Gerichts präsentiert da Hauptkomponente und Beilage je nach Vorliebe und Geschlecht  untereinander austauschbar sind. Also für die Frau Kartoffelgratin mit  Bratwurst oder gar Gratin pur, für den Herrn viel Bratwurst mit Kartoffelgratin… Aber egal, ihr wißt sicher was ich meine!

Absolut toll bei einem Kartoffelgratin: Der französische Klassi- ker ist äußerst variabel und kann je nach Belieben und Geschmack abgeändert werden. So ist bei mir Knoblauch ein absolutes Muß, dagenen verzichte ich aber gerne auf Sahne pur  - was sich geschmacklich auf jeden Fall nicht negativ auswirkt. In meiner heutigen Version muß passend zu den Bratwürsten ein Hauch von Senf  ans Gratin, dieser verleiht der ganzen Sache die notwendige Würze und befriedigt vorzüglich meine Senf-Sucht. ;-)

Hierbei fiel mir mal wieder auf wie genial vielfältig und kom- binationsfähig ein Kartoffelgratin überhaupt ist. Nur als vegetarische Hauptspeise in Kombination mit Salat oder aber als ebenbürtige Beilage zu einem Rinderfiletsteak. Was sind eure Lieblingskombinationen mit Kartoffelgratin?

Zutaten für 4 Personen:

750 g mehligkochende Kartoffeln
150 g Schlagsahne (30 %)
200 ml Milch (1,5 %)
1 Knoblauchzehe
10 g Butter
1 TL Senfmehl
1 TL Dijon-Senf
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

fränkische Bratwürste nach Belieben

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Knoblauchzehe schälen und pressen. Kartoffel waschen schälen und in dünne Scheiben hobeln. Sahne, Milch, Senfmehl , Senf und Knoblauch miteinander verrühren.

Eine feuerfeste Form mit der Butter dünn auspinseln. Kartoffelscheiben flächerförmig einschichten, jede Schicht salzen, pfeffern und mit wenig Muskatnuss bestreuen. Sahnemischung vorsichtig angießen und im vorgeheizten Backofen ca. 45-50 Minuten garen bis die Kartoffeln weich und gebräunt sind.

Bratwürste grillen und zum Kartoffelgratin servieren.

Kalter Hund mit Erdnußbutter und Karamellkeksen

Montag, 23. Mai 2011

Bereit für die nächste Überdosis Schokolade? Kuchentechnisch war die Ausbeute seit den Brownies ja eher mau, höchste Zeit für die nächste Schoko-Dröhnung. Zum Glück, denn irgendwie muß der Kalorienpegel nach dem kalorien- und fettarmen Sushi wieder ins Lot, oder? Dieses Vorhaben gelingt mit diesem Keks- kuchen 100 %ig, ein Stückchen genügt um das Kaloriendefizit wieder zu beheben, also bloß nicht übertreiben sonst geht der Schuss nach hinten los!

Im Original besteht dieser kalte Kekskuchen aus einer Creme aus Kokosfett und Kakao mit gestapelten bzw. in die Form geschichteten Butterkeksen. Da mir aber die pure Kokos- fettcreme doch etwas suspekt anmutet, verwende ich in meinem Rezept Zartbitterkuvertüre mit einem Kakaoanteil von 65 %. Natürlich kann auch jede andere Kuvertüre verwendet werden, da ich es aber nicht ganz so süß mag und eher der herbe Schoki-Typ bin ist dieser hohe Kakaoanteil perfekt für mich. Und weil Butterkekse irgendwie langweilig klingen (und schmecken) dürfen in meinen kalten Hund zur Abwechslung mal knusprige Karamellkekse. Der Vorteil: Sie weichen nicht so schnell durch wie ihre Butter-Gefährten, der Kekskuchen bleibt dank ihnen knuspriger und verfügt über den gewollten Biss.

Zutaten:

300 g Zartbitterkuvertüre (65%, Valrohna)
50 g Erdnussbutter
200 g Sahne
Mark einer Vanilleschote
150 g Karamellkekse

Zubereitung:

Die Kuvertüre klein hacken. Sahne in einem Topf einmal aufkochen lassen. Kuvertüre und Erdnussbutter dazugeben und unter ühren schmelzen lassen. Vanillemark einrühren.

Eine längliche Form (etwa 1 Liter Inhalt) mit Klarsichtfolie oder Backpapier auskleiden. Die Schokocreme noch einmal durchrühren und eine etwa 1/2 cm dicke Schicht in die Form gießen. Eine Lage Karamellkekse in die Form legen und mit Schokocreme abdecken. Auf diese Art alles weiter einschichten, bis Kekse und Creme verbraucht sind.

Kalten Hund gut abdecken und mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit alles richtig durchziehen kann.

Anschließend den Kekkskuchen mit der Folie aus der Form heben , stürzen. Folie oder Backpapier abziehen und den kalten Hund in Scheiben schneiden.

Sushi – gekugelt statt gerollt

Donnerstag, 19. Mai 2011

Auch wenn die meisten jetzt bestimmt denken, daß diese annoying Orange wirklich zu gar nichts Nütze ist, so ganz stimmt es nicht. Denn immerhin wurde ich dadurch erinnert mal wieder Sushi zu zelebrieren. So ganz konnte ich aber die Orange dann doch nicht ignorieren, denn mein Sushi bekam eine runde (orangenförmige) Form.

Allerdings stammt die Kreation leider nicht ganz von mir noch von der Orange, die Idee mit dem gekugelten Sushi habe ich entweder aus einem Heft, einem Buch oder sonst irgendwo her. Komische Videos auf You Tube verdrängen wahrscheinlich bei öfteren Konsum anscheinend doch wichtige Informationen, für sachdienliche Hinweise bitte einfach die Kommentarfunktion nutzen!

Wie auch immer, ob als Rolle oder als Kugel – bei dieser Variante werden die Zutaten nicht gerollt, sondern inklusive dem Nori-Algen-Blatt mit dem Reis vermischt, zur Kugel geformt und in geröstetem Sesam gewälzt. Wenn also neben den geistigen auch schon die motorischen Fähigkeiten leiden, dann bietet sich diese Sushi-Variante geradezu an… ;-)

Zutaten für 2 Personen:

200 g Sushireis
200 ml Wasser
50 ml japanischer Reisessig
10 g Salz
30 g Zucker

1 Nori-Algen-Blatt
100 g Räucherlachs
20 g Gurke
20 g gerösteter Sesam

Sojasauce
Wasabi
eingelegter Ingwer

Zubereitung:

Reisessig mit Salz und Zucker leicht erwärmen, beides voll- ständig auflösen lassen. Abkühlen lassen.

Sushireis waschen bis das Wasser klar ist. In einen Topf geben und bei mittlerer Hitze mit geschlossenenm Deckel zum Kochen bringen. 10 Minuten köcheln lassen. 15 Minuten auf der noch heißen Platte quellen lassen.

Fertigen Reis mit der Essig-Zubereitung übergießen und vor- sichtig mischen, dabei nicht zu viel rühren. Lauwarm abkühlen lassen.

Das Nori-Blatt mit der Schere in ca. 0,5 cm große Quadrate schneiden. Lachs und Gurke in feine Würfel schneiden. Reis, Lachs, Gurke und Nori-Algen vorsichtig miteinander mischen und mit leicht angefeuchteten Händen zu kleinen Bällchen von ca. 2,5 cm Durchmesser fomen. In dem gerösteten Sesam wälzen – Fertig! Nach Belieben mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer servieren.

Pistazien-Marzipan-Pralinen mit Grand Marnier

Montag, 16. Mai 2011

Eigentlich hätte es diesen Blogbeitrag ja schon gestern geben müssen, Sonntag ist doch der perfekte Tag für ein Pralinenrezept, oder? Weil die Zeit wie so oft aber leider etwas knapp bemessen war und ich zu später Stunde dank der sich anbahnenden Müdigkeit einfach keinen vernünftigen Satz mehr zustande bringe, gibts meine Pralinen-Premiere eben am heutigen Montag. Mit etwas Süßem fällt der Start in eine neue Arbeitswoche doch bestimmt nur halb so schwer ;-)

Falsch, Pralinen und ähnlichen Süßkram gabs ja eigenlich schon öfter, aber dieses Mal kamen bei mir zum ersten Mal Pralinen-Hohlkugeln zum Einsatz. Diese befüllbaren Schokoladen-Hohlkörper haben mich wirklich restlos begeistert, wobei schon etwas Fingerspitzengefühl und vor allem Geduld gefragt ist – obgleich sich bei mir mal wieder letzteres als größte Herausforderung erwies. Aber kein Grund zur Sorge, die Pralinen und ich haben die Aktion überstanden. Na ja, eigentlich habe nur ich die Aktion überstanden…

Zutaten für 45 Stück:

40 g Pistazienkerne, ungesalzen
200 g Marzipanrohmasse
35 g Puderzucker
80 ml Grand Marnier
45 Pralinen-Hohlkugeln, 55 % Kakao
150 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung:

Pistazienkerne ohne Fett in einer beschichteten Pfanne leicht anrösten und abkühlen lassen. Sehr fein mahlen. Marzipan grob hacken.

Gemahlene Pistazienkerne, Marzipanrohmasse, Puder- zucker und Grand Marnier mit dem Handrührgerät zu einer gleichmäßigen, geschmeidigen Masse verrühren.

Marzipanmasse in einen Spritzbeutel mit geeigneter Tülle füllen und vorsichtig in die Prahlinen-Hohlkugeln spritzen.  50 g Kuvertüre zerkleinern, erhitzen und die Hohlkugeln damit verschließen. Gut trocknen lassen! Die restliche Kuvertüre erhitzen und anschließend die Pralinen  damit überziehen. Um ein unregelmäßiges “rauhes” Muster zu erzielen, rollt man die noch feuchten Pralinen auf einem Pralinengitter oder ähnlichem hin und her. Die Pralinen gut trocknen lassen und genießen!

Spanischer Eiersalat mit Chorizo, Serrano- schinken und Pimenton de la vera-Majonnaise

Samstag, 14. Mai 2011

Wir brauchen Eier! Und weil es dieses Mal schon ganz dringend ist und der Cholesterinspiegel eh schon fast im Keller ist: Sofort. Anstatt gekocht, gespiegelt, gebraten, gerührt oder geschüttelt, gibt es dieses Mal gesunden Salat - also Eiersalat! ;-)  Immer gerne genommen, immer gerne gegessen und trotz selbst- gemachter Mayonnaise ganz fix zubereitet. Nur mal so zur Info: Majonnaise im Glas ist für mich absolut inakzeptabel – schmeckt überhaupt nicht und ist kein Vergleich zu einer selbst hergestellten. Also lieber seltener genießen, dafür aber richtig.

Um jetzt aber nicht ganz vom Thema abzuschweifen – normaler Eiersalat wurde diesem tollen einfach Tag nicht gerecht. Deswegen plädierte ich dieses Mal uneingeschränkt und ohne große Bedenken für die die spanische Eiersalat-Variante. Oliven, Kapern, Chorizo und Serranoschinken versetzen mich – man mags kaum glauben – schon fast in Urlaubsstimmung.  Die Mayo mit Pimenton de la vera gibt dem Salat einen Hauch von Spanien mit einer leicht rauchigen Note.

Zutaten für 4 Personen:

6 Eier
30 g  kleine Kapern
50  g schwarze Oliven ohne Stein
50 g Cornichons
100 g Chorizo
50 g Serranoschinken
2 EL Vollmilchjoghurt
1 EL grober Senf
3 EL Sherry-Essig
Salz
Pfeffer

2 Eigelb
1 EL Senf
1 EL Limettensaft
150 ml Rapsöl
1/2  TL Pimenton de la vera
1/2 Knoblauchzehe, gepresst
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Eier hart kochen, abkühlen lassen, pellen und in Würfel schnei- den. Oliven und Cornichons in Scheiben schneiden. Chorizo und Serranoschinken fein würfelig schneiden.

Für die Majonnaise Eigelb, Senf, Limettensaft, Knoblauch, Rapsöl und Pimenton de la vera in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürrierstab zu einer geschmeidigen Mayonnaise mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eier, Kapern, Oliven, Cornichons, Chorizo, Serranoschinken, Senf, Sherryessig, Joghurt und  Majonnaise in eine Schüssel geben und alle Zutaten gründlich miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen – Fertig!

Gebratener Feta auf Honig-Linsen und gegrilltem Radiccio

Mittwoch, 11. Mai 2011

Ich habs ja damals bei Mestolo in der Kommentarfunktion schon kurz aber prägnant kundgetan: Ich bin begeistert! Ohne jemals einen Bissen probiert zu haben, ohne zu wissen wie toll die Kombination Feta und Honig-Linsen schmeckt oder schmecken könnte und ohne überhaupt im entferntesten erahnen zu können wie genial-cremig überhaupt angebratnener Fetakäse schmeckt… Ihre Honig-Linsen mit gebratenem Fetakäse waren quasi wieder mal “Liebe auf den ersten Blick” und das Rezept haute mich schon fast beim Lesen aus den Socken.

Vielleicht erging es ja den Beiden genauso als sie das geniale Rezept bei Kochfrosch entdeckten, ich bin jedenfalls mal mächtig froh darüber. Rock the kitchen! sagt auf alle Fälle schon mal “Danke”  und ist sehr erfreut über ein weiteres tolles und vegetarisches Rezept mit Dauerbrennergarantie.

Natürlich konnte ich es mir auch diesmal nicht verkneifen und hab ganz, ganz kleine Änderungen am Originalrezept vorgenommen. Und so habe ich ohne schlechtes Gewissen die Karotten aus dem Rezept verbannt. Dafür durfte aber ein Hauch von groben Senf an die Linsen, was aber meiner Meinung nach sehr gut mit den süßlichen Honig-Linsen harmonierte. Desweiteren mußte noch eine Gemüse- bzw. Salatbeilage in Form von gegrilltem Radiccio her, welcher sich wiederum durch seinen leicht bitteren Geschmack hervorragend in die Reihe der Zutaten eingliederte und perfekt ins Konzept passte. Sehr empfehlenswet!

Zutaten für 2 Personen:

200 g Fetakäse
1 EL Vollkornmehl
200 g Belugalinsen
3 EL weißer Balsamico
2 EL Kastanienhonig
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Peperoncino
2 EL grober Senf
200 ml Gemüsebrühe
3 EL Olivenöl
1 Radiccio
Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Peperoncino ebenfalls fein hacken.

In einem Topf 1 EL Öl erhitzen. Schalotten , Knoblauch und Peperoncino darin unter Rühren bei mittlerer Hitze andünsten. Gewaschene Linsen zugeben , mit der Gemüsebrühe aufgießen und zugedeckt bei schwacher Hitze in 35-45 Minuten weich garen, aber nicht zerfallen lassen.

Die Linsen mit dem weißen Balsamicoessig, Honig, Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Feta halbieren, im Vollkornmehl wenden. 1 EL Olivenöl erhitzen und die Käsescheiben darin bei starker Hitze pro Seite ca. 1 Minute braten.

Den Radiccio längs  halbieren, salzen und pfeffern. 1 EL Olivenöl in einer Grillpfanne erhitzen und von beiden Seiten braten bis er leicht zusammenfällt.

Linsen, gebratenen Radiccio und Fetakäse auf Tellern anrichten und nach Belieben garnieren – Fertig!

Hibiskussalz

Sonntag, 08. Mai 2011

Lange, eigentlich viel zu lange  habe ich es immer wieder vor mir hergeschoben: die Herstellung von Hibiskussalz. Entdeckt habe ich es schon vor etwas längerer Zeit völlig überteuert im Supermarkt des Vertrauens, wobei ich mich immer gnädig in Kauf-Zurückhaltung übte. Welch weise Entscheidung, denn die Herstellung ist nämlich ein Kinderspiel und erledigt sich – wie das allmorgendliche Kaffemahlen – fast schon nebenbei.

Optisch garantiert schon mal ein Knaller, überzeugt es durch seine säuerlich-fruchtigen und ganz leicht bitteren Aromen. Perfekt zu Fisch, Spargel, Avocado und Ziegenkäse, oder einfach ganz simpel als Starter auf Brot mit Butter. 

Zutaten:

200 g grobes Meersalz
50 g Hibiskusblüten, getrocknet

Zubereitung:

Hibiskusblüten in der Kaffeemühle 2 x sehr fein mahlen. Die gemahlenen Hibiskusblüten mit dem Meersalz vermischen und gemeinsam nochmals mahlen.

Red Velvet Cake Pops

Montag, 02. Mai 2011

Mein Versuch, rote Muffins zu backen ging dieses Mal richtig grüdlich daneben. Rot sollten sie aber dieses Mal sein, versteht sich? Das mit der Farbe klappte, aber die Optik ließ wahrlich zu wünschen übrig. Viel zu viel Teig auf zu wenig Förmchen, dieser Versuch war warscheinlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Meine Muffinform verfügt nicht umsonst über 12 Mulden, hätte ich sie nur alle mal mit Teig befüllt - von wegen Geiz ist geil! So war die Sauerei fast vorprogrammiert und die kleinen Kuchen natürlich absolut unansehnlich, unästhetisch und schon fast eine Beleidigung fürs menschliche Auge. Vom Backofen wollen wir lieber gar nicht sprechen…

Dank meiner daraus resultierenden schlechten Laune standen sie also schon fast mit einem Bein im Müll, wäre ich nicht auf die Idee gekommen ihnen ihre gerechte Strafe zukommen zu lassen: Zerbröseln, Aufspießen und Tauchen! So viel ungeteilte Aufmerksamkeit verdient eigentlich kein unartiger und aufmüpfiger Rührteig, aber von manchen Dingen kann ich mich eben nur schwer von trennen.

Gesagt, getan… Und so wurde aus den unvorteilhaft ge- backenen Muffins mit ein wenig Hingabe doch noch eine ansehnliche, süße und leckere Kleinigkeit. Glück gehabt!  

Zutaten:

250 g Mehl
130 g Zucker
100 g Butter (Zimmertemperatur)
2 TL Backpulver
2 Eier
1/2 TL Kakaopulver
1/8 l Milch
Mark einer Vanilleschote
eine Prise Salz
rote Lebensmittelfarbe

50 g Frischkäse
3 EL Rum
weiße Kuvertüre
Zuckerperlen 
Holzspieße

Zubereitung:

Backofen auf  180 Grad vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillemark und Salz in einer Rührschüssel mit den Quirlen kräftig durchrühren bis die Masse cremig und hell ist. Nach und nach die Eier unterrühren.

Mehl mit Backpulver und Kakao vermischen, unter die Buttercreme rühren. Milch und Lebensmittelfarbe nach Bedarf unterrühren.

Eine Muffinform (Für 12 Muffins) ausbuttern und mit Zucker ausstreuen bzw. Papierförmchen in die Mulden setzen. Den Teig hineinfüllen und bei 180 Grad ca. 20-25 Minuten backen. Über Nacht abkühlen lassen.

Abgekühlte Muffins in eine Schüssel bröseln. 2 EL Brösel beiseitesetellen. Frischkäse und Rum zugeben und alles mit den Händen zu einem Teig verkneten. Mit den Händen Bällchen von ca. 2,5 cm Durchmesser formen und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Kuvertüre schmelzen. In die Bällchen jeweils einen Holzspieß stecken. Mit der Kuvertüre überziehen und abtropfen lassen. Mit den restlichen Kuchenbröseln oder Zuckerperlen bestreuen und trocknen lassen.

Rucola-Knödel auf Paprika-Oliven-Sugo

Sonntag, 01. Mai 2011

Knödel gibt es im Hause Rock the kitchen! ab und zu bis selten, was sich aber nach getaner Arbeit immer wieder als großer Fehler herausstellt. Gibt es eigentlich schöneres als mit den bloßen Händen einen geschmeidigen Teig zu akkurat gleich- großen und aufs Gramm gleichschweren Klößen bzw Kugeln zu formen? Aber Achtung – kugelrund müssen sie sein, ich bestehe darauf!  Wer hier aus der Reihe tanzt wird gnadenlos als Probierknödel mißbraucht und kommt nicht in den Genuß liebevoll und mit einer geschmackvollen Sauce auf kuschelig vorgewärmnten Tellerchen angerichtet zu werden. Tja, selber schuld! Und wer mir meine außergewöhnlichen “kuglerischen” Fähigkeiten jetzt nicht ganz abnimmt, klickt für stichhaltige Beweise einfach mal hier, hier und hier. Eine (gleich- mäßige) runde Sache, oder?

So, jetzt aber genug angegeben… Bekanntlich sind ja nicht nur die äußeren Werte ausschlaggebend, sondern vor allem die inneren. Oder doch andersrum? ;-) Egal,  bei den Rucola-Knödeln stimmt jedenfalls beides. Nicht zu vergessen die Unterlage der Klöße. Die Sugo aus gegrillten Paprika, Oliven und Kapern ist der absolute Aroma-Kracher und passt her- vorragend  zu den Klößen. Für sie  habe ich mich dieses Mal ganz ungefragt bei Uwe von  Highfoodality bedient, seine Paprika-Sugo war quasi ”Liebe auf den ersten Blick” und schmeckt wirklich toll. Danke Uwe, was wären die Knödel nur ohne diese Sauce?

Zutaten:

100 g Rucola
300 g Vollkorntoastbrot
250 ml Milch
150 g Zwiebeln
2 Eier
50 g Parmesan, frisch gerieben
10 g Butter
4-5 EL Vollkornsemmelbrösel
Salz
Pfeffer

5 rote Spitzpaprika
3 Schalotten
2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
200 ml Gemüsefond
3 EL grüne Oliven
2 EL kleine Kapern
Salz
Pfeffer
1/2 Bund griechisches Basilikum

Zubereitung:

Rucola waschen, trockenschleudern und fein hacken.

Toastbrot in 1 cm große Würfel schneiden. Milch erwärmen, über die Brotwürfel gießen und etwa 10-15 Minuten quellen lassen. Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Butter erhitzen, die Zwiebel darin glasig dünsten. Rucola, Eier, Parmesan, Zwiebel und Semmelbrösel zum Toastbrot geben und alles sehr gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseitestellen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 220°C vorheizen. Die Paprika waschen, vierteln und das Gehäuse entfernen. Auf ein Backblech legen und solange im Ofen lassen, bis die Haut Blasen wirft. Dabei kann diese auch sehr dunkel werden. Aus dem Ofen nehmen und die Haut abziehen.

Für die Sauce Scharlotten und Knoblauch in feine Würfelchen schneiden. Gehäutete Paprika in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden. Olivenöl im Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Paprika zugeben und ebenfalls anschwitzen. Mit dem Fond ablöschen und ca. 20 Minuten bei reduzierter Hitze köcheln lassen.

Für die Knödel reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Aus dem Teig mit feuchten Händen Knödel formen und in das kochende Salzwasser geben. Hitze zurückschalten und und die Knödel in 10 Minuten offen gar ziehen lassen.

Oliven in Scheiben schneiden und zusammen mit den Kapern und abgezupften Basilikumblättchen zur Sugo geben. Abschmecken.

Knödel aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und mit der Paprika-Sugo anrichten. Nach Belieben mit Parmesan und Basilikum dekorieren - Fertig!