Tarte Tatin mit Cidre-Calvados-Zabaione

Eigentlich fehlen mir immer noch die Worte… Nachdem ich eigentlich ungefähr seit gefühlten 20- 30 Jahren zwecks Über- dosis an einem massiven Apfelkuchen-Trauma leide, hatte ich jetzt endlich mal die Gelegenheit, Kindheitserinnerungen aufzuarbeiten.

Seit (fast) Jahrzenten habe ich aufgund einer Überdosis in der Jugend auf jegliche Formen von Apfelkuchen, Apfelstrudel usw. konsequent verzichtet. Bis zu dem Tag, an dem ich mich mit sehr großer Leichtsinnigkeit und Unwissenheit an eine Tarte Tatin wagte. Zum Glück, den dieser traditionelle, französische Apfelkuchen mit seiner Karamellschicht spottet jeder Be- schreibung und hebt mich quasi schon fast in den 7. Desserthimmel!

Und was könnte besser zu dieser Tarte passen als eine Cidre-Calvados-Zabaione? Nichts… es war ein absoluter Traum. Es kann natürlich schon sein daß ich wieder mal maßlos übertreibe, aber hier bin ich mir sicher – es stimmt wirklich!

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Zutaten für eine Tarteform (28 cm):

200 g Mehl
100 g Butter
35 g Zucker
2 Eigelb
1 Prise Salz

750 g Äpfel (z. B. Cox Orange)
100 g Zucker
100 ml Cidre
1 Vanilleschote
50 g Butter

3 Eigelb
25 g Zucker
80 ml Cidre
10 ml Calvados
1 Prise Zimt

So gehts:

Aus 200 g Mehl, 100 g Butter, 35 g Zucker, 2 Eigelb und einer Prise Salz einen geschmeidigen Teig kneten. Mindestens 30 Minuten in Folie verpackt im Kühlschrank ruhen lassen.

Äpfel schälen, achteln und Kerngehäuse entfernen. Die herdtaugliche Tartform (28 cm) erhitzen. Darin Zucker, Cidre, Vanillemark und Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und zart karamellbraun werden lassen.  Hitze klein stellen un die Apfelachtel in die Form schichten.

Den Mürbteig zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie rund und etwas größer als die Form ausrollen. Folie abziehen. Teig auf die Äpfel stürtzen und leicht andrücken. Die Tarte im heißen Backofen (Mitte, 190 Grad) etwa 40 Minuten backen. 10 Minuten ruhen lassen, Teig vom Rand ablösen und auf eine Platte stürzen.

Für die Zabaione Eigelb, Zucker, Cider, Calvados und Zimt über dem Wasserbad zu einer cremigen Masse aufschlagen und mit der Tarte Tatin servieren.

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8 Antworten zu “Tarte Tatin mit Cidre-Calvados-Zabaione”

  1. Ina sagt:

    Bei Tarte Tatin kann man nicht über-, nur untertreiben! :)

  2. zorra sagt:

    Ein Stück nach Andalusien, bitte! Und welch ein Zufall gestern habe ich Jamie does… gesehen und da hat er auch eine solch köstliche Tarte Tatin gebacken…

  3. Paule sagt:

    Da kann ich mich meiner Vorrednerin nur anschliessen.
    Das Foto ist mir schon auf facebook aufgefallen, sowie die Zabaione im Titel. Eine tolle Kombi, die ich mir unbedingt merken muss. Gut finde ich auch, dass du selbst gemachten Mürbeteig verwendest und nicht fertigen Blätterteig. LG

  4. Hallo, das klingt wunderbar! :) Allerdings frage ich mich gerade wie ich die Tarte wieder aus der Form kriege? Ich stelle mir nämlich gerade vor wie die herrlich karamellisierten Äpfel unten an der Form kleben und nicht raus wollen. ó.O Ist das kein Problem?

    Liebe Grüße vom Fräulein*Shafi

  5. Kirsten sagt:

    Ich hab auch ein Apfelkuchen-Trauma (meine Oma belegte ihren Kuchen immer mit halben Äpfeln, die nach dem Backen noch nicht mal gar waren…), aber Tarte Tatin ist da doch was völlig anderes, überhaupt nicht zu vergleichen… :-) In Kombination mit Zabaione hab ich sie noch nie gegessen, aber etwas, das Cidre enthält, kann nur großartig schmecken!

  6. Sylvia sagt:

    @Ina: Dem gibts nichts hinzuzufügen… ;-)

    @Zorra: Leider teile ich sehr ungern leckere Speisen… ;-)

    @Paule: Die Kombination ist wirklich ein Traum, ich bastle gedanklich schon an einer anderen Kombi. Und von wegen Blätterteig, an eine Tarte kommt bei mir nur Mürbteig! ;-)

    @Fräulein Shafi: Ist überhaupt kein Problem, solange der Karamell nicht erkaltet ist. Bei mir hat es wunderbar geklappt und ich kann so eine Tarte nur jeden uneingeschränkt empfehlen! :-)

    @Kirsten: Die Zabaione war auch überhaupt nicht eingeplant. Der Cider sollte eigentlich an Muscheln. Das nenn ich mal fast Schicksal… ;-)

  7. Chasoqueen sagt:

    Es muss wirklich schon Mürbteig sein.
    Wie geschrieben, die Tarte Tatin ist mein Lieblingskuchen.

    Ich habe übrigens mit einem Suppentrauma zu kämpfen…

  8. Ich durchstöbere gerade deine Website und habe jetzt Hunger, Hunger, Hunger….wirklich sehr schöne Rezepte und tolle Bilder.
    Ich möchte seit Monaten eine Tarte Tatin machen, habe mich aber noch nicht dran getraut. Aber Dein Rezept liest sich super….werde meine Angst überwinden und mich die nächsten Tage an die Ä´pfel machn. Viele Grüße aus Wiesbaden – Alex

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