Wie ich beim Trifle schon angedroht habe gibt es dieses mal wieder einen Exkurs in die englische bzw. schottische Küche. Für mich ist das ja jedes mal Neuland. Und wie die großen Entdecker gehe ich vorsichtig an Land, schaue mich sorgsam um, halte die Augen offen für Neues und suche aufmerksam nach verborgenen Schätzen. Von alten Erkundern wurde ich von heimtückischen kulinarischen Fallen der Eingeborenen gewarnt.
Frisch, fromm, fröhlich und frei und mit meinem persönlichen Erfahrungsschatz hoffe ich, für alle eventuellen kulinarischen Heimtücken gewappnet zu sein. Am Anfang soll man ja immer langsam beginnen und so ist es wie in der Schule. Beginnen wir mit den Trivialen: Shortbread!
Da sich mein Freund bald wieder zum Rumlaufen nach Schott- land verdrückt ist diese schottische Mürbteiggebäck auch eine hoffentlich perfekte Einstimmung auf den kommenden Urlaub.
Natürlich konnte ich die Finger nicht vom vom Experimentieren lassen und habe das Rezept an meine Vorstellungen angepasst. Hat glücklicherweise auch funktioniert und so wanderten noch kandierter Ingwer und Safran mit in den Teig. Das Beste beim Backen: Die Küche duftet wunderbar nach Butter und Ingwer!
Zutaten:
250 g Butter
250 g Mehl
80 g Puderzucker
1 Ei
100 g kandierter Ingwer
1 TL gemahlener Ingwer
2 Tütchen gemahlener Safran
Zubereitung:
Backofen auf 150 Grad vorheizen. Einen Backrahmen oder Backform (ca. 22 x 22 cm) mit Backpapier auslegen. Kandierten Ingwer mit einem schwerden Messer fein hacken.
Weiche Butter mit dem Handrührgerät cremig rühren. Nach und nach den Puderzucker und das Ei zugeben und schaumig schlagen. Gemahlemem Ingwer und Mehl sieben und löffelweise dazurühren. Zum Schluß den gehackten, kandierten Ingwer unterheben.
Teig gleichmäßig in die Form streichen und ca. 45 Minuten backen. Das Shortbread sollte nicht braun werden, bei Bedarf mit Alufolie abdecken. Noch heiß in Stücke schneiden.

Klingt lecker mit dem Ingwer. Ich hatte grade die Idee, das in längliche Quader zu schneiden und dann wie nen Jenga-Turm auf den Tisch zu stellen und jeder muss dann abwechselnd ein Stück irgendwo rausziehen. Ja, mit dem Essen spielt man nicht, aber aus dem Alter sind wir ja raus ;-)
Sieht echt gut aus, Dein Shortbread-Türmchen ;o) Die englische Küche ist für mich auch absolutes Neuland, da sieht man mal wieder, wie viel es immer noch zu entdecken gibt… Das liebe ich am Kochen :)
Ist gemahlener Ingwer frischer Ingwer, irgendwie gemahlen? Ich habe mich das gestern gefragt, weil ich bei einem englischen Backbuch, das ins Deutsche übersetzt war, ständig über diese Zutat gestolpert bin.
Shortbread jedenfalls mag ich sehr gerne. Ingwer und Safran sowieso. :-)
@Alex: Warum nicht? Ich find die Idee klasse, zum spielen ist man doch nie zu alt… ;-)
@Kirsten: Mir gehts genauso, aber gut das es so viel zu entdecken gibt!
@Barbara: Ich meinte getrocknter und gemahlener Ingwer, da hab ich mich wohl ein bißchen mißverständlich ausgedrück, sorry! ;-)
@Barbara: In Amerika / England wird Ingwer gerne frisch gemahlen verwendet. Dazu kommt dann gerne eine Microplane-Reibe zum Einsatz, die es ermöglicht, dass die Fasern des Ingwer auf der Reibe bleiben während die nichtfaserigen Teile in die Schüssel fallen. Tolle Sache.
@Sylvia: Wieder mal ein schönes Rezept, bei dem ich Süßigkeitenmuffel Lust auf was Süßes bekomme.
Ich wehre mich seit Jahren erfolgreich dagegen Erwachsen zu werden, von daher, kein Problem, dann machen wir das mal – Jenga-Turm aus Shortbread bauen. :-)
Nein, danke, das ist bestimmt die richtige Bezeichnung – man liest das überall! Ich hatte mir das nur überlegt, weil ich nie getrockneten Ingwer habe… ;-)
Eben sehe ich den Kommentar von Uwe, danke! Also kann ich auch frischen nehmen, denke ich. :-)
Shortbread und dann noch mit Ingwer. Großartig.
Shortbread is my favorite.
Die gekauften Shortbread von dieser großen englischen Marke mit dem Schottenmuster habe ich schon während meiner Englandzeit geliebt. Nur mehr als einen Keks konnte ich nie davon essen. Danach habe ich immer Bauchweh bekommen.
Aber aufhören mit Shortbread konnte ich nie.
NIEMALS und mit Ingwer auch eine sehr gute Kombi.
@uwe: Eine Microplane-Reibe kannte ich bis jetzt noch nicht, wieder was dazugelernt! :-)
@Alex: Genauso soll es sein! ;-)
@Barbara: Frischer ist bestimmt intensiver und würziger als getrockneter, von daher bestimmt die Bessere Wahl! :-)
@KochSchlampe: Tolle Mischung, gell? ;-)
@anie: Von dieser besagten großen englischen Marke gibt es ebenfalls Ingwer-Shortbread, wobei man da als Ingwer-Liebhaber leider fast nix rausschmeckt. Drum die Selfmade-Variante! :-)
mjam, das sieht wirklich sehr lecker aus! habe gerade schon ein wenig gestöbert und bin begeistert – tolle rezepte hast du und wunderschöne bilder!
glg rike
@rike: Vielen lieben Dank für die Komplimente! Ich versuche es zumindest, manchmal klappt auch überhaupt nichts! ;-)
Eins, zwei, drei, meins!