Senf? Senf!

Ich geb ja sonst nicht immer meinen Senf dazu, aber  so zum Jahresende ist es wohl definitiv mal an der Zeit. Zu was? Zu Senf natürlich!

Da meine heimliche Leidenschaft zur scharfen Gewürzpaste schon lange existiert, wird es doch mal höchste Zeit sich selbst ganz unvoreingenommen ans Werk zu machen. Das Beste dabei: Man kann seiner Kreativität, Schöpfergeist und seinen Möglichkeiten freien Lauf lassen und den Senf nach Herzenslust verfeinern und pimpen. So durften jeweils Meerrettich, Knoblauch, Cranberries, rote Pfefferkörner, Habanero-Chili (scharf!), Laphroaig (wem´s schmeckt…)  und Enzian (nicht empfehlenswert…) zur Senfmasse. Denkbar wäre für mich auch noch Ingwer-Koriander, Honig-Dill oder Lavendel, aber alles zu seiner Zeit.

Sehr positiv: Die Herstellung nach diesem Grundrezept ist wirklich ein absolutes Kinderspiel. Hätte ich das bloß schon mal eher herausgefunden… ;-)

Zutaten:

125 g Senfmehl gelb
125 g Senfmehl braun
20 g Salz
100 g Zucker oder Honig
150 g Weinessig ( 5 %ig )
200 g Wasser

Zubereitung:

Senfmehl, Zucker und Salz in eine Schüssel geben. Wasser und Essig und  kurz aufkochen. Flüssigkeit langsam und sorgfältig unter das Senfmehl rühren. Achtung: Die Konsistenz wird durch die Flüssigkeitszugabe bestimmt, also gegebenenfalls nach Geschmack etwas  mehr oder weniger Flüssigkeit zugeben. Mit gewünschter Zutat pimpen, wie gepresster Knoblauch, geriebener Meerrettich, Alkohol usw…

In Gläser abfüllen und ca. 1 Woche im Kühlschrank durchziehen lassen.

4 Antworten zu “Senf? Senf!”

  1. barcalex sagt:

    Suepr Idee, gibt es da auch schon Erfahrungswerte wie lange sich der Senf hält ? Ich bin auch ein aboluter Senftiger …

  2. Sylvia sagt:

    @barcalex: Ich würd ihne nicht länger als ca. 3 Monate aufbewahren. Besser vorher aufessen oder verschenken. Quasi als nachträgliches Weihnachtsgeschenk… ;-)

  3. Misstery sagt:

    Ooooh, noch jemand, der das Senfen für sich entdeckt hat, wie schön!
    Ich mache meinen seit einiger Zeit auch selbst (incl. Mahlerei), man kann wunderbare Kombinationen entwickeln und auch der “neutrale” schmeckt viel aromatischer, als gekaufter.
    Irgendwann fragt man sich, wie der gekaufte soooo gelb sein kann – das schafft man nicht mal mit Esslöffeln voll Curcuma, ich jedenfalls nicht.
    Die Kombination mit Lavendelblüten hatte ich schon mal getestet, vielleicht wirst Du andere Erfahrungen machen, aber meine lautet in etwa so, wie Deine mit Enzian ;)
    Wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Senfen, es wertet die Küche ungemein auf und hält immer wunderbar als Geschenk her.

  4. Sylvia sagt:

    @Misstery: Du hast Recht, selbstgemachter Senf schmeckt in definitiv viel aromatischer und würziger als gekaufter Senf. Nix für Weicheier… ;-)
    Ich werde auf alle Fälle noch mehr mit Senf experimentieren, auch mit frisch gemahlenem, mit ganzen Senfkörnern oder anderen Sorten. Nur die Sache mit den Lavendelblüten lass ich mir evtl. noch durch den Kopf gehen. Dann vielleicht doch lieber Enzian? ;-)

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