Archiv für September 2010

Tichy Eissalon

Mittwoch, 29. September 2010

Wo gibts das beste Eis in Wien? Definitiv und mit 100 %iger Sicherheit bei Tichy am Reumannplatz 13 (10 Bezirk, U1, Straßenbahnlinie 67).

Das Eis wird nicht wie bei vielen anderen Eisdielen auf die Waffel oder in den Becher gekugelt, sondern gespachtelt. Man schmeckt die hochwertigen Zutaten, die Auswahl an Sorten und Eisbechern ist groß und das Preis-/Leistungsverhältnis ist top. Genial: Tichys Eismarillenknödel. Vanilleeis, Marillenfüllung und eine Hülle aus fein geriebenen und gerösteten Haselnüssen. Habs vorher fast nicht geblaubt, aber die Dinger sind wirklich lecker und machen fast süchtig…

Leider, leider (oder zum Glück ) ist seit heute die Eissaison vorbei. Wer jetzt aber immer noch zweifelt kann sich dann ab dem Frühjahr persönlichvon der Qualität (der Eismarillenknödel) überzeugen lassen…

Wien

Montag, 27. September 2010

Zum Abschluß des Tages noch einige wenige  Bilder des Tages bzw. des Wochenendes:

Prater

Prater

Votivkirche

Judengasse

Reitschulgasse

Amalienbad

Weinkeller/Hofburg

Mangold-Kaspressknödel auf scharfem Kürbiskraut

Samstag, 25. September 2010

Es ist wieder soweit: Das Kochfieber hat mich gepackt. Da wir ja schon seit 2 Wochen hier im schönen Wien verweilen wird es auch höchste Zeit für ein österreichisches Gericht.

Was gibts? Kaspressknödel. Zwecks Geschmack und Optik mit Mangold gepimt.

Warum? Sie sind eine österreichische Spezialität, außerdem verbinden sie den fränkischen Kartoffelkloß mit dem oberbayerischen Semmelknödel. So gibts keinen Streit und jeder hat etwas davon.

Wozu? Hier zu scharfem Kürbiskraut, im restlichen Österreich meistens als Suppeneinlage.

Wie schmeckts? Nicht fragen, am besten selbst probieren und sich ein Urteil bilden. Wen es doch interessiert: Ich fands sehr lecker, vor allem perfekt, jetzt  in der Kürbissaison. Mahlzeit!

Zutaten für 2 Personen:

200 g Kartoffeln gekocht
2 Semmeln
1 Ei
100 ml Milch
100 Bergkäse
1 kleine Zwiebel
50 g Mangold
2 EL Rapsöl
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

250 g Kürbis
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Weißweinessig
2 TL Tomatenmark
2oo ml Gemüsebrühe
1 TL Paprikapulver scharf
Salz
Pfeffer
Kümmel gemahlen
1 TL Rapsöl
50 g Sauerrahm

Zubereitung:

Für das Kraut den Kürbis schälen, entkernen und fein raspeln. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch pressen. Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Kürbis andünsten. Mit der Brühe aufgießen. Essig, Tomatenmark, Paprikapulver und Kümmel zugeben und ca. 30 Minuten schmoren lassen. Mit Salz und Pfeffer und Sauerrahm abschmecken.

In der Zwischenzeit Semmeln in kleine Würfel schneiden und mit der heißen Milch übergießen. Kartoffeln und Käse reiben, Knoblauch pressen, Zwiebel in feine Würfel schneiden, Mangold waschen und in feine Streifen schneiden.

Zwiebelwürfel und Mangold in 1 EL heißem Öl kurz anschwitzen und vom Herd nehmen. Kartoffeln, Käse, Zwiebel-Mangold-Mischung, Knoblauch und Ei zu den aufgeweichten Semmeln geben und gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Mit angefeuchteten Händen aus der Masse Knödel oder Laibchen formen und im heißen Öl goldbraun backen. Mit dem Kürbiskraut anrichten und servieren.

Zentralfriedhof

Samstag, 18. September 2010

Um den samstäglichen Innenstadt-Einkaufsrausch-Bummel-Wahnsinn zu umgehen, suchten wir heute nach einer angemessenen, ruhigen und adäquaten Ausweichmöglich- keit. Und wo ist es normalerweise ruhig? Natürlich meistens auf einem Friedhof.

Die Auswahl an Friedhöfen ist in Wien natürlich groß. Der Zentralfriedhof (Straßenbahnlinie 4 u. 6, oder S7), der mit seinen 2,5 km² der zweitgrösste Friedhof in Europa ist, bietet sich hier als Ziel zum Herumstreifen vorzüglich an.

Zahlreiche Ehrengräber von bekannten Persönlichkeiten wie u.a. Beethoven, Brahms, Schubert und Strauß. Und natürlich Falco…


El pulpo

Donnerstag, 16. September 2010

Ich liebe die spanische Küche. Vor allem leckere Tapas sind für mich immer wieder ein kulinarisches Highlight. Am allerbesten natürlich in einer kleinen Bodega genossen. Hier vergisst man in geselliger Runde bei einem guten Glas Rotwein einfach die Zeit und fühlt sich wie im Urlaub.

Meiner Meinung nach sehr empfehlenswert ist das El pulpo (Hafnersteig 6/Griechengasse, U-Bahn Schwedenplatz) im 1. Bezirk am rechten Ufer des Donaukanals. Ein gemütliches, spanisches Lokal im Kellergewölbe in dem Juan seine Gäste mit verschiedensten Tapas, Fischspezialitäten, Paella, Crema Catalana und natürlich außergewöhnlichen Weinen verwöhnt. Seine Liebe zum Flamenco lässt sich ebenfalls nicht verbergen und so wird auch von Donnerstag bis Samstag die Flamencogitarre zu hören sein.

Ein wunderschöner und gemütlicher Ort um die spanischen Lebensfreuden ungestört zu genießen!

Wien

Mittwoch, 15. September 2010

Hat mich eigentlich schon jemand vermisst? Warscheinlich hats ja eh keiner gemerkt daß ich längere Zeit abwesend war… Schade ;-)

Dieses Mal habe ich aber wirklich ne richtig gute Ausrede. Seit 5 Tagen verbringe ich meine kostbare Freizeit zwischen Kaffeehäusern und Stephansdom, Heurigen, Sturm und Melange, sowie Schnitzel, Palatschinken und Bosna. Kurz gesagt, ich bin in Wien.

Das Ganze natürlich nicht nur zum Vergnügen, dazu vielleicht später mehr. Auf jeden Fall gibt es die nächsten sieben Wochen k. u. k.-Geschichten, sowohl kaiserlich-königlich als auch kulinarisch-kulturell. Viel Spaß dabei…


Kärntner Straße mit Blick auf den Stephansdom


Toll beleuchteter Brunnen zwischen Oper und dem Hotel Bistrol

Oper mit Würstelstand


Bis jetzt der beste Würstelstand in Wien: Bitzinger am Albertinaplatz. Gleich gegenüber von der Oper treffen sich bunt gemischt Arbeiter, Touristen, Nachtschwärmer und Operngäste in Abendgarderobe. Am Würstelstand sind alle gleich…

Außer dem obligatorischen Champagner nach dem Opernbesuch gibt es hier eine genial-leckere Bosna mit Currysenf, Zwiebeln und frischem Koriander. Bei einem Wien-Besuch fast Pflicht!

Koriander-Raita mit Naan Brot

Montag, 06. September 2010

Habe ich eigentlich schon erwähnt daß ich Koriander absolut genial finde? Ich liebe einfach den scharfbitteren, seifigen und kräftigen Geschmack dieses Krauts und verwende es leider auch viel zu selten. Das muß sich definitiv ändern! Viele Menschen bekommen ja vom Geruch schon fast Brechreiz, der angeblich an “Bettwanzen” erinnern soll.

Auch egal, unser Bett riecht jedenfalls  nicht nach Koriander und wenn ihn auch viele verabscheuen…so bleibt mehr Koriander für mich! ;-)  

Indisches Raita  gibt es ja in unzähligen Variationen. Karotten, Tomaten, Rosinen und Pistazien,  da sind der Kreativität des Koches anscheinend keine Grenzen gesetzt. Meine Ver- sion schmeckt mit Gurke, Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knoblauch und Koriander eher pikant, also perfekt für meinen Geschmack! Leider ein bißchen zu pikant da ich mit dem Salz diesmal etwas großzügig war. Kann ja mal passieren…

Zutaten für 4 Peronen:

Raita:
375 g Joghurt (Vollmilch)
1 Salatgurke
1 Lauchzwiebel
1-cm-Stück Ingwer
1/2 Bund Koriandergrün
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Naan Brot:
500 g Weizenmehl (ich verwende Typ 1050)
150 g Vollmilchjoghurt
2 TL Zucker
150 ml Milch (3,5 %)
2 TL Trockenhefe
1 TL Backpulver
1 Ei
1 TL Salz
1 TL Schwarzkümmelsamen
2 EL Rapsöl

Zubereitung:

Salatgurke hobeln und in einem sauberen Geschirrtuch ausdrücken. Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden, Ingwer und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Koriandergrün waschen, trockenschütteln und fein hacken.

Alle Zutaten sorgfältig unter den Joghurt rühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Mindesten 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Für das Naan Brot die Trockenhefe mit dem Zucker in der lauwarmen Milch auflösen. Mit den übrigen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen bis sich der Teig verdoppelt hat. Den Teig nochmals gründlich durchkneten und in 8 Portionen teilen. Jeweils zu Kugeln formen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.  

Eine Teigportion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn (ca. 2 mm) ausrollen. In einer heißen, beschichteten Pfanne ohne Fett backen bis der Fladen braun ist und Blasen wirft. Wenden und die andere Seite kurz bräunen. Warm mit der Raita servieren. Passt auch perfekt zu indischen Currygerichten und Dals!

Feigen-Gorgonzola-Pizzetten

Samstag, 04. September 2010

Wer Feigen nicht mag hat heute leider schon verloren… Bis vor kurzem ware mir die Frucht noch relativ suspekt, aber die Zeit verging und wir wurden erfreulicherweise doch noch Freunde.

Nachdem heute wenig Zeit war und wir uns dann doch irgendwann nach Nahrung sehnten musste natürlich schnell etwas auf den Tisch. Ein leerer Bauch studiert ebensowenig gerne wie ein voller, ich weiß wovon ich spreche! Fertiger Blätterteig, Feigen und Gorgonzola retteten uns letztendlich vor dem Hungertod und alles war wieder gut…

Zutaten für 2 Personen:

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
2 reife Feigen
80 g Gorgonzola
1 EL Lavendelhonig
Pfeffer aus der Mühle
evtl. Parmaschinken und Rucola (schmeckt aber auch ohne!)

Zubereitung:

Blätterteig auf der Arbeitsfläche ausbreiten und Kreise von ca. 8-10 cm ausstechen. Mit 2/3 des Gorgonzola belegen. Feigen in dünne Scheiben schneiden und fächerartig auf den Pizzetten verteilen.

Mit Lavendelhonig beträufeln, den restlichen Gorgonzola darauf verteilen und mit Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen (200° C) ca. 10-12 goldbraun backen. Wer mag kann die Pizzetten zusätzlich mit Parmaschinken und Rucola belegen!

Meckern verboten!

Freitag, 03. September 2010

Nicht daß ich es irgendwie nötig hätte… Bis jetzt wurde das von mir Gekochte immer alles brav und ohne zu meckern gegessen. Aber sicher ist sicher…

Gibt´s bei Coledampf´s in Berlin/Prenzlauer Berg

Zöldbabos kulajda – Saure Kartoffel-Pilz-Suppe mit Bohnen

Donnerstag, 02. September 2010

Bei Anikó von Paprika meets Kardamon entdeckt, für sehr interessant befunden und sofort nachgekocht: Zöldbabos kulajda, eine ziemlich leckere, sauere Kartoffel-Pilz-Suppe mit Bohnen aus der Tschechischen Republik. Warum sauer? Keine Angst, das “Sauere” ist gewollt, die Suppe muß nicht erst tagelang ohne Kühlung ihr Dasein fristen. Am Anfang hatte ich doch kurz Bedenken wie sich wohl der Essig in einer Suppe mit Milch machen würde, aber ich war wirklich überrascht: Er zeigte sich von seiner besten Seite!

Das Rezept wurde von mir mangels Frühlingszwiebeln und getrockneten Pilzen leicht abgewandelt, was aber dem tollen Geschmack keinen Abbruch tat. Diese tolle Kulajda wird von mir zu meinem Suppen-Favoriten für den Herbst gekürt und mit Sicherheit noch öfter nachgekocht. Danke Anikò!

Rezept für 2 Personen:

300 g kleine Kartoffeln (Drillinge)
125 g grüne Bohnen
100 g Egerlinge
1 EL Rapsöl
200 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
100 g Saure Sahne
1 TL Speisestärke
1 EL Weißweinessig
2 Lorbeerblätter
1/2 Bund Dill, gehackt
1 weiße Zwiebel
Salz
Pfeffer aus der Mühle
2 Eier

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, Bohnen und Pilze putzen und alles in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel in feine Würfelchen schneiden.

Öl in einem Topf erhitzen, die Egerlinge mit den Zwiebeln andünsten. Gemüsebrühe, Milch, Bohnen, Kartoffel und Lorbeerblätter zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. 15 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind.

Die Speisestärke mit saurer Sahne und 2 EL der Suppenflüssigkeit sorgfältig verrühren. Mit dem gehackten Dill und Weißweinessig in die Suppe rühren.  Nach belieben mit je einem pochiertem Ei anrichten und servieren!

Polenta-Croutons auf Radiccio-Rucola-Salat mit Passionsfruchtvinaigrette

Mittwoch, 01. September 2010

Polenta, der 2. Versuch: Inspiriert durch die neue Food and Travel, habe ich mich heute voller Enthusiasmus ans Werk gemacht. Da Geduld leider überhaupt nicht zu meinen Stärken zählt sind die Croutons am Ende leider etwas größer ausgefallen als geplant. Was soll´s, geschmeckt hat es trotzdem…

Zutaten für 2 Personen:

Croutons:
80 g Polenta
250 ml Gemüsebrühe
2 Knoblauchzehen
50 g frisch geriebener Parmesan
2 Zweige Thymian
10 g Butter
1 TL Olivenöl
etwas Maisgrieß zum Bestäuben

Vinaigrette:
2 Passionsfrüchte (ausgepresst)
3 EL bestes Olivenöl
1 EL Weißweinessig
1/2 TL Senf
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Brühe aufkochen. Polenta unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einrieseln lassen. 2-3 Minuten weiterrühren, bis die Polenta dick ist und sich vom Topfrand löst. Butter, fein gehackten Knoblauch, Thymiannadeln und Parmesan unterrühren. Masse in einer leicht geölten Form oder etwa 1 cm hoch auf einem geölten Backblech verteilen und glattstreichen. Abkühlen lassen und in 1-2 cm große Würfel schneiden.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Polentawürfel mit Maisgrieß bestäuben und im heißen Öl bei mittlerer Hitze ringsum goldbraun und knusprig braten.

Alle Zutaten für das Dressing in einen Dressing-Shaker geben und kräftig schütteln. Über die Blattsalate geben und mit den Polenta-Croutons servieren.