Archiv für August 2010

Tortelloni negra auf Spinat-Weißwein-Schaum

Dienstag, 31. August 2010

12 Grad Celsius zeigt das Thermometer heute bei uns. Nur zur Erinnerung: Es ist August! Also wenns nach mir ginge dürfte es langsam wieder etwas wärmer und sonniger werden. 25 Grad und eine leichte Brise wären für mich optimal.

Was tun also bei der bescheidenen Wetterlage? Habe mich ja bis jetzt noch nie an selbstgemachte Pasta getraut, deswegen erschien mir der heutige verregnete Tag geradezu ideal für den ersten Versuch. Da ich auch (noch) nicht im Besitz einer Nudelmaschine bin und die Joggingstunde eh buchstäblich ins Wasser fiel, konnte ich dafür meine Armmuskulatur heute ersatzweise mit dem Nudelholz trainieren. Auch praktisch…

Rezept für 2 Personen:

Teig:
200 g Mehl
2 Eier
1 gestrichener TL Salz
1 TL Olivenöl
1 kleiner Beutel Tintenfischtinte

Füllung:
80 g frischer Biolachs
50 g Blattspinat
2 EL Ricotta
Salz
Pfeffer
abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone

Sauce:
1 Schalotte
1 TL Butter
2 EL Noilly Prat
50 ml Weißwein (trocken)
100 ml Fischfond
100 ml Sahne
Salz
Zitronenpfeffer

Zubereitung:

Die Zutaten für den Pastateig so lange gründlich kneten bis er geschmeidig und leicht glänzend ist. Es sollte kein Teig mehr an den Fingern kleben. In Klarsichtfolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Für die Füllung den Lachs in möglichst kleine Würfelchen schneiden. Blattspinat fein hacken. Lachs, Blattspinat, Ricotta und abgeriebene Zitronenschale vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 mm dick ausrollen und Kreise mit ca. 7 cm Durchmesser ausstechen. Die Kreise halbmondartig mit ein wenig Wasser bestreichen und die Lachs-Spinatfüllung in die Mitte setzen. Die Kreise zusammenklappen und die Ränder festdrücken, sodass kleine Teigtaschen entstehen. Diese dann um einen Finger legen und an den Enden fest zusammendrücken. Die Tortelloni ca. 15 Minuten trocknen lassen. Anschließend ca. 8-10 Minuten in sprudelndem Salzwasser garen.

In der Zwischenzeit die Schalotte fein würfeln. In der Butter bei mittlerer Hitze leicht andünsten, Spinat zugeben. Weißwein, Noilly Prat und Fischfond angießen und auf die Hälfte reduzieren  lassen. Sahne zugeben und nochmals vorsichtig aufkochen lassen. Mit dem Stabmixer pürieren und durch ein feines Sieb passieren. Zum Schluß mit Salz und Zitronenpfeffer abschmecken. Mit den Tortelloni servieren – Fertig!

Polenta alla Milanese mit Rotwein-Champignons

Sonntag, 22. August 2010

Eigentlich hatte ich für Polenta noch nie besonders viel übrig, es schmeckte für mich einfach nur lasch und langweilig. Außerdem erinnert es mich an Babynahrung oder Breikost im Krankenhaus. Da wir ja schon, ober besser noch, im Besitz einer einsatzfähigen Kauleiste sind, ist meiner Meinung nach was Festes zwischen den Zähnen immer besser. 

So fristete das Polenta-Päckchen seit geraumer Zeit im Vorratschrank sein Dasein und stand auch des öfteren schon mit einem Bein im Müll. Da ich mich aber immer recht schwer von Sachen trennen kann habe ich mich dann letztendlich dazu durchgerungen nochmals einen Versuch zu starten. Was mit Risotto funktioniert, kann mit Polenta nicht so verkehrt sein… Und siehe da, mit Safran, Parmesan und Butter klappts sogar mit der Polenta!

Zutaten für 2 Personen:

100 g Polenta
250 ml Milch 3,8 %
250 ml Gemüsebrühe
50 g frisch geriebener Parmesan
1 Tütchen Safranpulver
10 g Butter
300 g Champignons
2 EL Rapsöl
250 g gestückelte Tomaten
1 Zweig Thymian
150 ml trockener Rotwein
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Für die Polenta Brühe mit der Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Maisgrieß und Safran einrühren, Hitze klein schalten und ein paar Minuten rühren. Dann Deckel auflegen und ca 15 Minuten quellen lassen. Dabei zwischendurch immer wieder umrühren.

Pilze mit feuchtem Küchentuch abreiben, Stielenden abschneiden und halbieren bzw vierteln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Thymian waschen, trockenschütteln und die Blättchen von den Zweigen streifen.

Öl im Topf erhitzen, Pilze anbraten. Thymian, Zwiebeln und Knoblauch zugeben und kurz weiterbraten. Mit Rotwein ablöschen und leicht einkochen lassen. Die Tomaten mit dem Saft dazuschütten. Mit Salz und Pfeffer würzen, Hitze klein schalten, Deckel auflegen und etwa 10 Minuten schmoren.

In der Zwischenzeit den Parmesan und Butter unter die Polenta rühren. Deckel auflegen und nochmals kurz erwärmen. Durchrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Pilzen anrichten.

Hokkaidokürbis gefüllt

Freitag, 20. August 2010

Endlich ist es soweit, die Kürbissaison ist offiziell eröffnet! Zumindest bei mir… Das heutige Experiment ergab sich aus der Tatsache daß die Augen beim letzten Einkauf, wie so oft, größer waren als der Magen und ich für die Suppe letztendlich bloß einen Kürbis verwendet habe. So kamen wir heute wieder in den Genuß eines Hokkaido, dieses mal  nicht in pürierter sondern in fester und gefüllter Form. 

Ich für meinen Teil war am Anfang recht skeptisch ob der doch recht harte Kürbis ohne Vorgaren überhaupt essbar wird. Nach ca. 30 Minuten im Backofen und einem Test habe ich dann aber meine Bedenken über Bord geschmissen, er wurde langsam weich.

Zutaten für 2 Personen:

1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 500 g)
150 g Tatar
100 g Feta
50 g rote Linsen
2 Knoblauchzehen
1 EL Vollkorn-Semmelbrösel
1 TL Tomatenmark
1 TL Dijon-Senf
1/2 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Einen Deckel vom Kürbis abschneiden und den Kürbis mit einem Löffel sorgfältig entkernen.

Rote Linsen 10 Minuten vorkochen und in ein Sieb abgießen. Knoblauch und Petersilie fein hacken. Mit dem Tatar, zerbröckeltem Fetakäse, Linsen, Semmelbrösel, Tomatenmark und Senf gründlich vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Kürbis innen mit Salz und Pfeffer würzen. Die Füllung hineingeben. In eine ofenfeste, mit Öl ausgepinselte Form stellen. Im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad ca. 50 Minuten backen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Kürbis-Ingwer-Suppe mit Kokosmilch

Mittwoch, 18. August 2010

In Anbetracht der sehr bescheidenen Wetterlage ist eine wärmende Suppe meiner Meinung nach die absolut richtige Wahl. So überkam mich heute ein wahnsinniger Heißhunger auf Ingwer und den wollte ich meinem Körper auf keinen Fall verwehren. Geschmacklich also eher an eine Ingwer-Kürbis-Suppe erinnernd, da ich es in freudiger Erwartung und großem Hunger mit dem Ingwer dann doch ein bißchen übertrieben habe. Aber Frau weiß sich ja zu helfen und so rettete ein guter Schuss Kokosmilch vor dem bevorstehenden Kehlenbrand und alles war wieder gut…

Rezept für 2 Personen:

1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 500 g)
300 g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
2 EL Rapsöl
500 ml Gemüsebrühe
100 ml Kokosmilch
2 cm Stück Ingwer (meins war ca. 5 cm, zu viel!)
2 Zehen Knoblauch
schwarzer Pfeffer
Kreuzkümmel

Zubereitung:

Kürbis waschen, Fruchtfleisch und Kerne sorgfältig entfernen und in Würfel schneiden. Kartoffeln, Zwiebel, Ingwer und Knoblauch schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.

Zwiebel in heißem Öl glasig dünsten. Kürbis, Kartoffel, Ingwer und Knoblauch zugeben und ebenfalls kurz mitdünsten. Gemühsebrühe zugeben und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Suppe pürieren, die Kokosmilch unterrühren, kurz erhitzen und mit Kreuzkümmel und Pfeffer würzen – Fertig!

Sziget Festival Budapest

Dienstag, 17. August 2010

Das Sziget Festival auf der Òbudai-Donauinsel in der ungarischen Hauptstadt gehört zu den größten und schönsten Festivals in Europa. Mit seinen  60 Bühnen, über 130 Bands und etwa 400 000 Besuchern ist es ein absolutes Highlight unter den Musikfestivals und ist eine absolut gelungene Mischung aus Woodstock und Studentencamp. Nirgendwo findet man so eine bunt gemischt Musikauswahl. Über Rock/Punk, Elektro/Dance, Hardrock/Metal, Gothic/Doom, Jazz, Klassik, Hip Hop/Trip Hop, Folk, Ska und Weltmusik ist mit Sicherheit für jeden der passende Musikstil am Start! Auch werden unzählige Theateraufführungen, Filmvorführungen, Ausstellungen und Sportprogramme angeboten.

Wer der musikalischen und kulturellen Auswahl überdrüssig ist, kann sich dem kulinarischen Angebot stellen. Vom üblichen Festivalessen wie Pizza, Döner, Crepes, Nudeln, Falafel, Currys aller Schärfegrade, Hot Dogs und Hamburger über ungarische Spezialitäten wie Lángos, Gulasch, Paprikawürste, Fischsuppe, Paprikahuhn, Lecsó und ungarische Palatschinken bis hin zu Schnecken und Froschschenkel. Ganz lecker waren übrigends Samosas und verschieden gefüllte Ofenkartoffeln.

Nichts auf Dauer ist allerdings das ungarische Bier. Im Vergleich zu unserem schmeckt das ungarische Dreher, Arany Ászok und Borsodi etwas dünner und lascher als das gewohnte fränkische Bier. Ein Weinstand schafft da zum Glück Abhilfe…

Paradise Lost

Dienstag, 17. August 2010

Auf Festivals gibt es ja auch Konzerte, manchmal sieht man auch ein sehr interessantes, manchmal hat man auch etwas Glück…

Budapest

Dienstag, 17. August 2010

Natürlich waren wir nicht nur auf dem Festival, sondern auch in den durchaus interessanten Straßen Budapests. Abseits der üblichen Touristensehenswürdigkeiten (die man aber auch durchaus sehen sollte) bietet Budapest viele Orte zum entdecken:

Ciabatta

Dienstag, 10. August 2010

Schon mal ein Ciabatta gebacken? Ist doch bestimmt Kinderkram… einfach alle Zutaten verkneten, kurz gehen lassen und ab in den Ofen – Fertig!

So dachte ich lange Zeit und habe mich nach jedem Versuch über ein absolut unbefriedigendes und unduldbares Ergebnis geärgert. Außen eine lasche Kruste und innen ohne diese “Luftblasen” im Teig, die ich an einem leckeren Ciabatta so liebe…  Ich war schon kurz vor der Resignations-Phase, wollte nie wieder einen Versuch starten und das Brotbacken lieber denen überlassen die dafür bezahlt werden. So ließ ich es auf einen allerletzten Versuch ankommen und habe es dann doch einigermaßen geschafft. Woran lags? Ich lasse den Teig einfach mind. 10-12 Stunden ruhen und verknete ihn in dieser Zeit ungefähr 3-4 mal. Hört sich umständlich an, die Mühe lohnt sich aber auf alle Fälle!


Zutaten für 2 Stück:

500 g Mehl (ich verwende Typ 1050)
1/2 Würfel Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
2 TL Salz
1 TL Zucker

Zubereitung:

Die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen, mit den anderen Zutaten vermengen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teig in eine Schüssel geben, abdecken und ca. 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich verdoppelt hat. Den Teig nochmals verkneten und abgedeckt für ca. 10 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nach dieser Zeit den Teig erneut verkneten und ihn abgedeckt nochmals mind. 2 Stunden gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und in zwei Teile zerteilen. Auf keinen Fall mehr kneten, sonst würden die luftigen Blasen im Teig zerstört!

Die Teigrollen in die Hände nehmen und ca. 2 mal gegeneinander verdrehen. Auf ein geöltes oder mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen (240 Grad) 15 Minuten backen. Hitze auf 180 Grad reduzieren und weitere 15 Minuten backen.

Heidelbeer-Zitronen-Eis

Mittwoch, 04. August 2010

Total simpel und fix zubereitet: Heidelbeer-Zitronen-Eis. Die blauen Beeren gehören ja nicht gerade zu meinen Lieblingsfrüchten, aber so hab ich es heute einfach mal drauf ankommen lassen… Und siehe da, das Ergebnis war wieder erwarten nicht einmal so schlecht! Fruchtig-säuerlich-erfrischend, was will man im Sommer mehr?

Zutaten für 2 Personen:

100 g Heidelbeeren gefroren
Saft von einer 1/2 Zitrone
1 TL Zitronenschale gerieben
1 EL Puderzucker (oder nach Geschmack)
80 ml kalte Milch

Zubereitung:

Alle Zutaten im Mixer pürieren und anrichten. Evtl. mit Zitronenzesten, Minze und Heidelbeeren garnieren – Fertig!

Römische Reistomaten

Dienstag, 03. August 2010

Gesehen bei Alex von foto e fornelli und sofort auf die Nachkochliste gesetzt. Gestern wiederentdeckt bei lamiacucina, deswegen heute prompt nachgekocht…

Die Reistomaten sind eine römische Spezialität die traditionell mit gebackenen Kartoffeln serviert wird. Sie schmecken warm und kalt, deswegen auch absolut empfehlenswert fürs Picknick! Ich habe das Rezept nur leicht abgeändert und der Tomaten-Reis-Masse etwas Parmesan und geröstete Pinienkerne zugefügt.

Rezept für 2 Personen:

6 mittelgroße Tomaten
2 große Kartoffeln
4 EL Risottoreis
2 Knoblauchzehen
1 TL geröstete Pinienkerne
2 EL frisch geriebener Parmesan
1 Handvoll Basilikum
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, gründlich mit Olivenöl Salz und Pfeffer vermischen und in einen großen Bräter geben.

Die Tomaten waschen, einen Deckel abschneiden und mit einem Teelöffel aushöhlen. Das aufgefangene Fruchtfleisch in ein hohes Gefäß geben und mit  Salz, Pfeffer und dem Knoblauch pürrieren. Gehacktes Basilikum, Parmesan, Pinienkerne und Risottoreis unterrühren.

Die Tomaten mit dem Reissugo füllen und den Deckel auf die Tomaten legen. Zwischen die Kartoffelspalten in den Bräter setzen und bei 200 Grad im vorgeheitzten Ofen ca. 1 Stunde garen. Die Tomaten und Kartoffeln sollten leicht gebräunt sein.

Geschmorte Bohnen mit Salbei

Montag, 02. August 2010

Dieses, fast schon klassische und simple Gericht steht ziemlich weit oben in meiner Immer-wieder-kochen-Liste. Wenn ich es schaffe! Ich hatte aber heute ausnahmsweise Glück und habe die Bohnen nicht auf dem Herd vergessen, die letztes Mal alle prompt im Müll landeten weil sich plötzlich Farbe und Geruch veränderte. Der Topf konnte übrigens noch gerettet werden… ;-)

Die Bohnen schmecken mir warm und kalt und sind als Vorspeise bzw. leichtes Hauptgericht im Sommer einfach unschlagbar. Perfekt auch zu gegrillter Salsicce, gegrilltem Fisch oder Fleisch!

Rezept für 2 Personen:

100 g getrocknete weiße Bohnen
2 Knoblauchzehen
2-3 Zweige frischer Salbei
1 EL Olivenöl
200 g gehackte Tomaten (Dose)
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Bohnen am Vortag in Wasser einweichen. Am nächsten Tag die eingeweichten Bohnen abgießen und mit frischem Wasser in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze ca. 1,5 Std. weich kochen.

Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Salbei waschen und ebenfalls in Streifen schneiden. Öl in einem Topf erhitzen. Knoblauch und Salbei einrühren und andünsten. Tomaten und abgetropfte Bohnen zugeben, salzen, pfeffern und ca. 20 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen – Fertig!